Jump to content
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Pathé-Kikeriki

RFT TV2 REPARATUR

16 Beiträge in diesem Thema

Liebe Projektorfreunde,

 

ich besitze einen alten RFT TV2 zugehörig zu einer nicht ganz kompletten Kinoanlage TK35. 

Der TV2 ist defekt; ganz eindeutig ist der Netztrafo durchgebrannt, weitere Defekte sind nicht bekannt.

 

Ich bin am überlegen, ob es sich lohnen würde den TV2 zu reparieren und wie die Ersatzteillage ist.

Ich bin technisch nicht so versiert, als dass ich selbstständig die Elektrik reparieren könnte, gehe aber aus Erfahrung davon aus, dass wahrscheinlich auch weitere Bauteile getauscht werden müssten u.a. der ein oder andere Elko. Wie sieht denn da die Ersatzteillage aus?

 

Gibt es hier Sachverständige, die einem damit helfen könnten?

 

Gibt es eine einfache Möglichkeit, den Ausgangstrafo (100V) zu umgehen, sodass man für kleinere Räume einfach normale Boxen anschließen oder das Signal anderweitig abnehmen kann?

 

Vielen Dank!

 

Herzliche Grüße

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Pathé-Kikeriki,

 

Du fragst nach "Ersatzteilen" für 40-50 Jahre alte Elektronik aus der exDDR? Würde sagen, es gibt da gar nichts mehr. Zumindest keine Originalteile. Allerdings sind Trafos und Elkos Standardware. Die bekommt man durchaus. Die Frage ist nur, wie man diese Teile in den TV2 eingebaut bekommt, zumindest im Fall des Netztrafos muss der ja auf dem Chassis befestigt werden. Das sollte aber für einen Techniker kein Problem sein. Leider kenne ich das Innenleben des TV2 nicht. Elkos tauschen ist absolut problemlos möglich.

 

Vor den 100V-Ausgängen braucht man keine Angst haben. 100V Trafos gibt es auch heute noch. Einfach mal nach z.B. Omnitronic ELA 100V googlen. Oder hier gucken: https://www.conrad.de/de/ela-transformator-20-w-omnitronic-ela-t20-313210.html 

20 W sollte für den TV2 reichen. Es gibt Trafos bis maximal 100W. Dann vielleicht eher bei Thomann gucken.

Gruß Rainer

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Diese Verstärker werden durch das Schaltgerät der Kinoanlage mit einer Netzspannung von 110Volt betrieben. Wahrscheinlich hat zuvor jemand versucht den Verstärker an 220Volt anzuschließen. Dann ist der Netztrafo  weggeraucht und stinkt und Teile des Netzteiles sind garantiert putt..!!

Alle TK35 Verstärker, TV3 (alte Version) und KV20(neue Version) lassen sich am Netztrafo auf 220Volt Berieb umlöten. Das kann aber nur ein Fachmann machen.

Der Ersatztrafo muss über eine Ausgangsspannung von 6Volt / 5-8 Amp. und ca. 320V verfügen. Der KV20 ist mit einem Brückengleichrichter ausgestattet.

Zur Not solltest du dir einen baugleichen Verstärker zum Ausschlachten besorgen.

KL.

bearbeitet von Cinetel (Änderungen anzeigen)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Es gibt auch noch Firmen, die Trafos neu wickeln.

Z.B Fa. Nickel in Meißen. Der Seniorchef befasst sich gern mit solch Raritäten und das für durchaus moderate Preise.

Wenn der TV allerdings Überspannung bekommen hat, und das ist wie schon erwähnt naheliegend, dann wäre zu prüfen, was noch defekt ist. Evtl sind die Röhren auch hin, denn bis zum Ausfall des Trafos hätten diese ja dann auch die doppelte Anoden- bzw. Heizspannung bekommen.

U.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
25 minutes ago, Gizmo said:

Hallo Rainer, hallo Cinetel,

 

vielen Dank für die umgehende Antwort und Eure Gedanken zu dem Thema.

25 minutes ago, Gizmo said:

 

Du fragst nach "Ersatzteilen" für 40-50 Jahre alte Elektronik aus der exDDR? Würde sagen, es gibt da gar nichts mehr. Zumindest keine Originalteile. Allerdings sind Trafos und Elkos Standardware. Die bekommt man durchaus. Die Frage ist nur, wie man diese Teile in den TV2 eingebaut bekommt, zumindest im Fall des Netztrafos muss der ja auf dem Chassis befestigt werden. Das sollte aber für einen Techniker kein Problem sein. Leider kenne ich das Innenleben des TV2 nicht. Elkos tauschen ist absolut problemlos möglich.

 Ja, ich gehe sogar mal sachte von 65 Jahren aus.

Ich habe auch schon oft in 50 Jahre alte Gitarrenverstärker geschaut, aber die Teile - vor alem ELKOS und andere Kondensatoren in den TV2 sehen echt spacig aus;

gerade weil ich schon von den alten Gitarrenverstärkern das Problem kenne, dass passende Werte bei den Elkos manchmal schwierig zu bekommen sind, frage ich mich gerade, ob es hier entsprechende Fachleute gibt, die wissen, was einen da erwartet, bzw. wo man die passenden Elkos bekommt.

Ich hänge mal ein paar Fotos an.

Zu allem Überfluss ist , wie sich das gehört, in den 50er Jahren alles frei verdrahtet, die Röhren auf brüchigen Bakelit Sockeln.

Also Eure Erfahrungswerte bei der Restauration von der Kiste sind gefragt.

25 minutes ago, Gizmo said:

 

Vor den 100V-Ausgängen braucht man keine Angst haben. 100V Trafos gibt es auch heute noch. Einfach mal nach z.B. Omnitronic ELA 100V googlen.

Die Frage nach der Überbrückung des 100V Trafos zielen eher dahin, dass ich es so verstehe, dass die Transformation vorgenommen wurde, um weite Kabelwege Verlustfrei zu überbrücken. Klanglich ist das ja aber nich der Hit und da ich den Projektor gerne für die Wiedergabe von "Direkt to Film" Filmen nutzen möchte, wäre eine möglichst gute Tonwiedergabe schön und wünschenswert

 

14 minutes ago, Cinetel said:

Diese Verstärker werden durch das Schaltgerät der Kinoanlage mit einer Netzspannung von 110Volt betrieben. Wahrscheinlich hat zuvor jemand versucht den Verstärker an 220Volt anzuschließen. Dann ist der Netztrafo  weggeraucht und stinkt und Teile des Netzteiles sind garantiert putt..!!

Ja, so sieht's aus (siehe Foto) Ich frage mich nur, wer sollte 220 Volt Kabel an einen Großtuchel löten, um die Kiste an 220V anzuschließen??! ICh habe die Kiste mit einer ganzen Anlage erworben. Gehe davon aus, dass da ein anderer Defekt den Trafo abrauchen liess??! Dem Rost nach zu urteilen könnte auch Feuchtigkeit ihr Werk getan haben....

14 minutes ago, Cinetel said:

Alle TK35 Verstärker, TV3 (alte Version) und KV20(neue Version) lassen sich am Netztrafo auf 220Volt Berieb umlöten. Das kann aber nur ein Fachmann machen.

Müsste ich mal schauen, ob das Sinn macht... habe ja vor, den nur mit der TK Anlage zu benutzen.

14 minutes ago, Cinetel said:

Der Ersatztrafo muss über eine Ausgangsspannung von 6Volt / 5-8 Amp. und ca. 320V verfügen. Der KV20 ist mit einem Brückengleichrichter ausgestattet.

Zur Not solltest du dir einen baugleichen Verstärker zum Ausschlachten besorgen.

Erfahrugsgemäß eine teure Sache so ein Trafo?

Wenn jemand also einen Trafo hätte hier im Forum, freue ich mich.

 

In dem Gerrät sind übrigens 2 große und ein kleiner Trafo verbaut, wenn ich mich nicht täusche. Die 2 großen sehen recht baugleich aus, zumindest von der Größe.

Ohne weiteres Aufschrauben ist es allerdings etwas unübersichtlich im Gerät und die Typenschilder sind meist verblichen oder total eingedreckt....

Bild 037.jpg

Bild 038.jpg

Bild 035.jpg

Bild 036.jpg

Bild 034.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor einer Stunde schrieb Pathé-Kikeriki:

 

Klanglich ist das ja aber nich der Hit und da ich den Projektor gerne für die Wiedergabe von "Direkt to Film" Filmen nutzen möchte, wäre eine möglichst gute Tonwiedergabe schön und wünschenswert

 

Wenn du die komplett Anlage hast, war da bestimmt auch der originale Lautsprecher dabei. Die beiden 12,5W Breitbänder haben zusammen mit dem Röhrenverstärker einen erstaunlich guten Klang. Daher sind sie in der Bucht auch so teuer.. 

Nicht vergessen: Die TK wurde für Vorstellungen vor bis zu 200 Zuschauern gebaut...und die sollten möglichst alles verstehen können. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 1 Stunde schrieb Pathé-Kikeriki:

 

 

 

Ja, so sieht's aus (siehe Foto) Ich frage mich nur, wer sollte 220 Volt Kabel an einen Großtuchel löten, um die Kiste an 220V anzuschließen??!

 

Bild 038.jpg

 

 

Du hast eine sehr frühe Version der TK bzw. des Verstärkers. Die Meisten wurden in späteren Jahren nach- und umgerüstet. Dabei wurden die Tuchelstecker zur Stromübertragung meist entfernt und durch Warmgerätestecker ersetzt. Dies gilt für Projektionslampen (wurden auf Schuko_stecker umgerüstet), Steuerkabel (breite Mehrpol-Verbinder) und eben Verstärker.  Diese Geräte wurden dann meistens auch auf 220V umgerüstet. Zumindest habe ich noch keinen KV mit Warmgerätestecker gesehen, der noch auch 110V lief. Dies wohl auch, um einer möglichen Verwechslung der Kabel vorzubeugen. Selbst Geräte, die noch mit 110V ausgezeichnet sind, waren häufig schon umgebaut. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Noch was: Ich habe vor kurzem zwei verschiedene TK-Verstärker zur Überholung gebracht. Beide kamen aus einer Sammlungsauflösung und waren in unbekanntem Zustand. Da nicht klar war, ob sie auf 110 oder 220V laufen wurden sie mit einem Stelltrafo langsam unter Spannung gesetzt (O-Ton:"Man möchte nach 30 Jahren Schlaf ja noch mit einem Tritt in den A... geweckt werden"). Ein Elko und eine Röhre wurden getauscht. Ansonsten liefen sie noch einwandfrei. 

Die Reparatur wurde durchgeführt von einem Radiotechniker im Ruhestand. Manchmal hat man Glück und findet solche Leute zB über ebay-Kleinanzeigen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
7 hours ago, Thomas said:

 

Wenn du die komplett Anlage hast, war da bestimmt auch der originale Lautsprecher dabei. Die beiden 12,5W Breitbänder haben zusammen mit dem Röhrenverstärker einen erstaunlich guten Klang. Daher sind sie in der Bucht auch so teuer.. 

 

...so komplett war die Anlage dann leider nicht, d.h. die Boxen besitze ich nicht.

 

Vielleicht ist es aber auch quatsch, diesen Umweg um 2 Ecken gehen zu wollen:

mit welcher Signalstärke und Impedanz kommt denn der Lichtton aus dem TK35? Kann man das auch direkt an einen Gitarrenverstärker oder einen Hifi Verstärker oder ein Audioaufnahmegerät mit Line oder Mikrofonverstärker anschließen?

6 hours ago, Thomas said:

Ein Elko und eine Röhre wurden getauscht. Ansonsten liefen sie noch einwandfrei. 

Die Reparatur wurde durchgeführt von einem Radiotechniker im Ruhestand. Manchmal hat man Glück und findet solche Leute zB über ebay-Kleinanzeigen.

 

...über Tips für geeignete Kolleg*innen bin ich stets dankbar; vielleicht kannst Du mir die Adresse von dem Kollegen per pm zukommen lassen?!

 

1000 DANK!

 

P.S.: natürlich freue ich mich auch über Tips in meiner Region um Berlin herum ....

 

bearbeitet von Pathé-Kikeriki (Änderungen anzeigen)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

 

"Vielleicht ist es aber auch quatsch, diesen Umweg um 2 Ecken gehen zu wollen:

mit welcher Signalstärke und Impedanz kommt denn der Lichtton aus dem TK35? Kann man das auch direkt an einen Gitarrenverstärker oder einen Hifi Verstärker oder ein Audioaufnahmegerät mit Line oder Mikrofonverstärker anschließen?"

 

Das ist abhängig davon, ob in den Projektoren noch die originale Pressler-Fotozelle oder schon die DDR-typische Tesla - Fotodiode verbaut ist.

Bei ersterer kommst Du an dem Röhrenverstärker kaum vorbei. Bei einer Fotodiode als Signalwandler kannst Du problemlos einen Mikrofoneingang eines Mischpultes o.ä. nutzen.

Zu detailierten Fragen der TK-Tonabnahme kannst Du mir auch gern eine PN schicken.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Lt. Aufdruck auf den diversen Glimmerkondensatoren ist der Bj 53. Im Umkreis Berlin mal dirkl aus dem Forum fragen.

Jens

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo miteinander,

 

die alte Gallery ist wohl tot?

 

Jedenfalls war dort ein schöner Bildbeitrag zum TV2. Ich hatte mal die Bilder runtergeladen und stelle mal ein Bild hier rein.

 

image.thumb.png.cd0b9d3ce3eab76360d34d8138cf97a2.png

 

Die Zuführung der Netzspannung ist in der Ausführung Großtuchel schon grenzwertig. Hier sieht man den Gerätesteckeranschluß. In den Bilder von Pathé Kikeriki sind die Adaptions-Röhren für die EF12 zu erkennen. Also EF12 zu ECC83. Wer weiss was sonst noch alles anders ist. Sieht sehr vermuffelt aus. Zu prüfen ist, ob wie bereits angemerkt,  im Projektor die Lichtonabtastung mit Photozelle oder Photoelement erfolgt. Bei Photozelle wird's notwendig den oder einen andere zugehörigen Röhrenverstärtker zu verwenden. Die Photozellen benötigen eine Zellenvorspannung von ca. 100 bis 120 V. Diese wird aus der Anodenspannung generiert. Der Lautsprecher wird tatsächlich mit 100V-Technik betrieben, im Original-Lautsprecher war ein Übertrager eingebaut. Daher ist der Hinweis richtig, für diese Technick im Handel einen Anpassübertrager zu besorgen. Eine Lautsprecherbox mit entsprechender Leistung (ca. 20 W) und ensprechender Anschlussimpedanz (passend zum Anpassübertrager) kann dann ohne Sorge betrieben werden. Gut ist hier ein 2- oder 3-Wegebox.

Wenn keine Photozelle mehr verwendet wird, also ein Photoelement eingebaut ist, reicht jeder Verstärker mit guter Leistung und Mikrofoneingang aus. Fehlt der Mikrofoneingang, so wird eine Kleinmischpult mit Mikrofoneingang vorgeschaltet. Der Handel bietet für alle Lautstärkebedarfe etwas passendes an. Das schwere Verstärkerteil würde ich nur noch als museales Teil behandeln. Oder weg damit.

 

Abzuwägen ist, ob nicht ein Umbau auf Photoelement besser wäre, als diesen etwas sehr maroden Verstärker aufzutakeln.

 

ff beim Grübeln

 

Filmuwe

bearbeitet von filmuwe
Rechtschreibfehler (Änderungen anzeigen)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  

×