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Geschrieben
vor 57 Minuten schrieb Friedemann Wachsmuth:

So, das waren ein paar sehr produktive Tage. Bin ganz excited, ich glaub das wird geil 🙂
[...]
Auch wenn ich am anfang echt geflucht habe, hat es sich absolut gelohnt: Es sind nun ca. 5000 Zeilen Code, und die laufen 100% stabil, schnell und können einiges mehr als zuvor. Ein paar Highlights:

  • Out-of-the-Box Betrieb ganz ohne Computer. Man muss nur eine Festplatte oder SSD an den Scanner anschliessen, die Scan-Taste drücken und los gehts. [...]
  • Neu: Ein schneller 2K-Modus. [...] Das schöne: Es sind immer noch 12-Bit Raws. Ich verwende Pixel-Binning, das heisst ich rechne 4 Kamerapixel (bzw. 16 Bayer-Sensorpunkte) zu einem Durchschnitts-Pixel zusammen, [...]
  • [...] Auch ein zurückspringen zu vorigen Versionen ist so möglich (falls nötig)
  • "Scan to Computer" Modus mit einem einfachen One-Click-Installer. [...] Bisher gibt's diesen Modus nur für Mac, aber Linux sollte einfach [...] sein. (Wenn's überhaupt jemand wünscht)
  • Sleep-Modus [...]
  • Überwachung auf Unterspannung durch zu schwaches Raspi-Netzteil. Klingt absurd, aber hat mich einen kompletten Tag gekostet: Bei knappem Strom kann es Schreibfehler oder verlorene Einzelbilder geben, da der USB-Bus einbricht. Jetzt nicht mehr. 
  • Klingt trivial, war aber auch zwei Tage Arbeit: Super simple Installation! Man kopiert eine .img Datei auf eine uSD-Karte, steckt sie in den Raspi und fertig. Keine weiteren Schritte nötig, man kann sofort los-scannen.

Das letzte was jetzt noch fehlt ist die Fertigstellung der Anleitung, wie genau man den Projektor umbaut und alles anschliesst. Bis inkl. 6.1. habe ich noch Urlaub, das sollte zu schaffen sein. 

 

Wow! Das ist kaum in Worte zu fassen genial.

Ich hätte da noch zig Fragen, aber ich halt mich jetzt zurück. Mach weiter, das ist unglaublich toll, was man hier lesen kann.

  • Like 1
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Friedemann Wachsmuth:

So, das waren ein paar sehr produktive Tage. Bin ganz excited, ich glaub das wird geil 🙂

Da der bisherige Stand nun schon 5 Jahre alt war, und sich doch eine Menge in der Python- und Linux-Welt (und auch bei meinem Wissen zu Cameras und Raw-Processing) getan hat, und ich den alten Code-Zusammenhau kaum noch verstehen und erst recht kaum noch warten konnte,  habe ich in den sauren Apfel gebissen und beim Code komplett von vorne angefangen.

Auch wenn ich am anfang echt geflucht habe, hat es sich absolut gelohnt: Es sind nun ca. 5000 Zeilen Code, und die laufen 100% stabil, schnell und können einiges mehr als zuvor. Ein paar Highlights:

  • Out-of-the-Box Betrieb ganz ohne Computer. Man muss nur eine Festplatte oder SSD an den Scanner anschliessen, die Scan-Taste drücken und los gehts. Auf der Platte erwartet einen dann ein CinemaDNG-Verzeichnis, das direkt bearbeitet und gegraded werden kann. Keine Konvertierung mehr nötig, die passiert direkt und automatisch auf dem Pi!
  • Neu: Ein schneller 2K-Modus. Bei 4K schafft der Scanner ca 2 fps, legt man den Schiebeschalter auf der Platine um, scannt er in 2K mit 7 fps! Das schöne: Es sind immer noch 12-Bit Raws. Ich verwende Pixel-Binning, das heisst ich rechne 4 Kamerapixel (bzw. 16 Bayer-Sensorpunkte) zu einem Durchschnitts-Pixel zusammen, statt einfach Pixel zu überspringen. So gibt es keine Interferenzen oder mehr Rauschen.
  • Der Scanner kann mit einer speziellen Tastenkombination ein OTA-Update ("Over the Air") ausführen. Wenn neue Features oder Bugfixes dazukommen, sind sie für alle nur einen Tastendruck entfernt. Auch ein zurückspringen zu vorigen Versionen ist so möglich (falls nötig)
  • "Scan to Computer" Modus mit einem einfachen One-Click-Installer. Damit kann man sich die externe Festplatte sparen und schon während des Scans anfangen zu graden. 🙂 Das ganze verwendet sicheres Pairing (ähnlich wie man es von Bluetooth etc. kenn). Bisher gibt's diesen Modus nur für Mac, aber Linux sollte einfach und Windows machbar sein. (Wenn's überhaupt jemand wünscht)
  • Sleep-Modus zum Energiesparen (per Tastendruck oder nach 15 Minuten Idle), aufwachen mit noch einem Tastendruck
  • Überwachung auf Unterspannung durch zu schwaches Raspi-Netzteil. Klingt absurd, aber hat mich einen kompletten Tag gekostet: Bei knappem Strom kann es Schreibfehler oder verlorene Einzelbilder geben, da der USB-Bus einbricht. Jetzt nicht mehr. 
  • Klingt trivial, war aber auch zwei Tage Arbeit: Super simple Installation! Man kopiert eine .img Datei auf eine uSD-Karte, steckt sie in den Raspi und fertig. Keine weiteren Schritte nötig, man kann sofort los-scannen.

Das letzte was jetzt noch fehlt ist die Fertigstellung der Anleitung, wie genau man den Projektor umbaut und alles anschliesst. Bis inkl. 6.1. habe ich noch Urlaub, das sollte zu schaffen sein. 

 

Color me happy! 

Weihnachtlich mit Bach gesprochen: "Jauchzet, frohlocket, auf preiset den Scanner!" Eine Meisterleistung.

  • Face with tears of joy 1
Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb Regular8:

 

Klingt trivial, war aber auch zwei Tage Arbeit: Super simple Installation! Man kopiert eine .img Datei auf eine uSD-Karte, steckt sie in den Raspi und fertig. Keine weiteren Schritte nötig, man kann sofort los-scannen.

Hallo Friedemann,

ich gratuliere dir zu solch einem Erfolg und wünsche ein noch erfolgreicheres neues Jahr.

 

Habe im Moment nur 1 kurze Frage, ich gehe davon aus, dass deine .img Datei für einen Raspi 5 gedacht ist, ist das so?

 

weiter viel Erfolg und liebe Grüße aus Wien Klaus

Geschrieben

OK, aber das Image wird dann am Raspi 5 wohl eher nicht direkt laufen, da muss dann die Software "händisch" installiert und angepasst werden. Aber ich hätte auch einen Raspi 4 herumliegen und könnte das dann am Raspi 5 testen. 

 

Denkst du das noch im Jänner veröffentlichen zu können, das wäre echt SUPER, da warten sicher Einige mit großer Freude darauf 🙃🙂

  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)

Was verleitet Dich zu dieser Annahme? Ich verwende schon Trixie mit 6.12er Kernel, da sollte eigentlich alles nötige an Bord sein. Die DTBs sind auch alle da.
Ich vermute am ehesten kleine Unterschiede bei der HDMI-Konfiguration. Und GPIO läuft beim 5er ja über PCIe, aber ich bin voll auf libgpiod umgestiegen, das sollte auch passen — und das bisschen bitbanging beim Flashen eines Updates ist nicht kritisch schnell.

Wie gesagt, es muss probiert werden. Wenn mir jemand einen Pi5 sponsern will, kann ich das gerne machen. 🙂

Im Moment steht es aber nicht ganz oben auf der Liste. Der 5 könnte allerdings theoretisch noch höhere Framerates erreichen, insofern nicht uninteressant.

Bearbeitet von Friedemann Wachsmuth (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Da bin ich dann scheinbar nicht ganz am Laufenden, mein Raspi 5 läuft seit etwa einem Jahr unverändert. Dann wird es aber höchste Zeit, mich auch mal mit Trixie zu beschäftigen 😉

 

Das klingt dann ja noch vielversprechender. Kann man das schon mal vorab wo anschauen?

Geschrieben
Am 3.1.2026 um 14:50 schrieb Friedemann Wachsmuth:

 

  • Out-of-the-Box Betrieb ganz ohne Computer. Man muss nur eine Festplatte oder SSD an den Scanner anschliessen, die Scan-Taste drücken und los gehts. Auf der Platte erwartet einen dann ein CinemaDNG-Verzeichnis, das direkt bearbeitet und gegraded werden kann. Keine Konvertierung mehr nötig, die passiert direkt und automatisch auf dem Pi!


"Out of the box", das gefällt mir 🙂

Gesundes Neues Jahr auch von mir! 

  • Like 1
Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb Klaus14:

Kann man das schon mal vorab wo anschauen?

Auf https://github.com/fwachsmuth/Filmkorn-Raw-Scanner/ liegt unter Releases auch ein Disk-Image von gestern. (Dem fehlt stand heute nur das Feature, Debug-Logs zu generieren). Ohne den Controller wird das aber nicht viel tun. 🙂 

 

Sitze jetzt erstmal an der Doku. Wenn die steht, kriegen meine 25 Boards hier noch die Fuses gesetzt und es geht los... 

Bearbeitet von Friedemann Wachsmuth (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Hallo Friedemann,

 

mir ist schon klar, dass das nur im Zusammenspiel mit deiner Hardware funktionieren kann und ich warte natürlich ab, bis das alles komplett fertig ist! Aber neugierig wie ich nun mal bin, habe ich schon ein wenig in die Sourcen geschaut und es ist erstaunlich, was du da alles reingepackt hast ... RESPEKT! Kann man wieder Einiges von dir lernen 😉

 

wünsche weiter viel Erfolg und hoffe, dass es bald komplett fertig wird!

 

Liebe Grüße aus Wien

Klaus

 

 

  • Like 1
Geschrieben

Tja, und so ist sie die Realität: Hab einen ganzen Tag verloren, weil ich noch einen fiesen Schaltungsfehler entdeckt habe und v.a. finden musste. So muss ich bei allen 25 Boards noch ein SMD-Teil tauschen und ein weiteres drauf-bodgen. Machbar, aber kostet Zeit 🙂

 

Falls die Details jemanden interessieren:

Bei einem der Boards (verwendet beim Schreiben der Doku) blieb der Atmega beim Einschalten einer Projektor-Lampeplötzlich hängen, wenn die Betriebsspannung > 20 Volt lag. Kein Reset, kein Brownout... er hing einfach. Das hatte ich so auch noch nie in 25 Jahren uC-Hacking...

 

Der Grund dafür ist nicht fehlende Entkopplung, sondern ein Masse-Bounce. Q1 schaltet als Lowside-Switch die System-Masse an die Masse des LED-Treibers. Da ich den nicht direkt vom Atmega ("Lamp" Pin) treiben wollte (der LED-Treiber schafft bis zu 150W), bekam er mit U11 einen Gate-Driver. Tja, und dieser ist leider extrem schnell, Nanosekundenbereich. C2 und C14 (eigentlich ja Entkopplung) ziehen (kurz) richtig Strom (der Spike vorne) und damit "glitched" der Program-Counter des AVR ins Nirvana.

R8 durch 1K ersetzen und 100n zwischen Gate und Source weichen den Einschaltvorgang schön auf, so ist der böse Burst weg. Die nächste Platinenrevision wird das natürlich berücksichtigen, die jetzige kriegt die Tage noch mal Handarbeit zu spüren. 🙂

 

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Geschrieben

Hallo Friedemann,

 

solche Fehler sind sehr unangenehm, aber du hast wenigstens das nötige Wissen sie auch finden und beheben zu können. Mein Hardwarewissen würde dafür bei weitem nicht reichen 🥲also Gratulation zu einem weitern kleinen Erfolg, der das Gerät noch stabiler macht.

 

Ich habe mir in der Zwischenzeit das File scanner.py noch genauer angschaut und hätte eine kurze Frage. mich hat ja diese Aussage von dir besonders interessiert

 

Neu: Ein schneller 2K-Modus. Bei 4K schafft der Scanner ca 2 fps, legt man den Schiebeschalter auf der Platine um, scannt er in 2K mit 7 fps! Das schöne: Es sind immer noch 12-Bit Raws. Ich verwende Pixel-Binning, das heisst ich rechne 4 Kamerapixel (bzw. 16 Bayer-Sensorpunkte) zu einem Durchschnitts-Pixel zusammen, statt einfach Pixel zu überspringen. So gibt es keine Interferenzen oder mehr Rauschen.

 

nur kann ich dazu keinen Code finden. Mit diesen Codezeilen

 

raw_size = (4056, 3040) if resolution_switch == 0 else (2028, 1520)
camera_config = _create_camera_config(raw_size)

...

...

request.save_dng(state.raws_path.format(state.raw_count), name="raw")

 

wird zwischen 4K und 2k umgeschalten und dann das Frame auch abgespeichert, so weit so gut, aber ich finde keinen Code der die Durchschnittspixel bei 2K berechnet. Hast du da irgendwo eine spezielle Option gesetzt, dass die Library Funktion das intern macht, oder habe ich das einfach übersehen in deiner Source?

 

Schönen Feiertag und LG aus Wien

Klaus 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 36 Minuten schrieb Friedemann Wachsmuth:

Das Binning macht direkt der ISP!

 

Sorry das verstehe ich jetzt nicht, wofür steht da das ISP. Meinst du damit den Prozessor der Kamera, oder die aktuelle Kamera Library? Weil du geschrieben hast 

 

... das heisst ich rechne 4 Kamerapixel (bzw. 16 Bayer-Sensorpunkte) zu einem Durchschnitts-Pixel zusammen ...

 

hat das für mich so geklungen, als würdest du da speziell etwas machen?

 

Dieses Binning hat doch die HQ Kamera immer schon gemacht, das ist doch eher nichts Neues. Oder ist das so zu verstehen, weil du den 2K Modus bisher nicht verwendet hast?

 

 

Bearbeitet von Klaus14 (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Der Kommentar ist verirrend, zu dem Zeitpunkt habe ich das DNG noch aus dem raw-stream selber erzeugt (auf dem host-computer). Mit libcamera2 übernimmt das jetzt der image signal processor (ISP) auf dem Pi. Das ist ungleich schneller und braucht eben keinen weiteren Konvertierungsprozess mehr. 

Geschrieben

OK jetzt verstehe ich, du hast bei deiner ersten Version noch nicht mit libcamera2 gearbeitet, jetzt ist alles klar. Ich habe meine Version schon immer auf libcamera2 aufgesetzt und deshalb dachte ich, du warst irgendwie mit dem original Binning nicht zufrieden und hast selbst etwas gebaut.

 

Ja das war tatsächlich etwas verwirrend, aber jetzt verstehe ich.

 

Ich bin übrigens jetzt auch auf Trixie umgestiegen und damit auf dem aktuellsten Stand 🙂

 

noch einen schönen und erfolgreichen Feiertag

Geschrieben (bearbeitet)

Chapeau! Gerzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss dieses Giga-Projektes! So viel geballtes Wissen und eine solche Ausdauer und unermüdliche Energie ist wirklich bewundernswert. Freue mich schon auf das Video.

Mein FrankenScan-Eigenbau läuft zwar inzwischen mit einer alten Lumix G6, aber ich habe jetzt einen Noris für 8mm und Super-8 bekommen, den ich gerne nach Deiner Anleitung mit den elektonischen Komponenten zu einem FrankenScan Mark II Bi-Format umbauen würde. Leider bin ich im Bereich der Elektronik ein absoluter noob.

Bearbeitet von Gute Nacht Super 8 (Änderungen anzeigen)

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