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Geschrieben

SUPER 35

 

Welchen genauen Vorteil brachte dieses Bildformat in den Kinos auf dieser Welt. Also in meinen Augen gar keinen Vorteil. Es fehlte unten sowie oben vom Bild. Das war ja am Drehort vielleicht ein Vorteil aber nicht im Kino. Vor allem konnte doch sowieso kein einziges Kino auf dieser Welt dieses Bildformat zeigen auf der Bildwand. Es gab dazu weltweit auch keine Optik zum abspielen dieser Filme. Was hat man denn bitte von so einer Aufnahme wenn diese sowieso nie komplett sichtbar war in den Kinos auf der Bildwand. Und warum bezeichnet man diese Filme dann noch als Scope vom Bildformat. Das ganze ergibt doch irgendwie absolut keinen richtigen Sinn.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Cremers Claus:

SUPER 35

 

Welchen genauen Vorteil brachte dieses Bildformat in den Kinos auf dieser Welt. Also in meinen Augen gar keinen Vorteil. Es fehlte unten sowie oben vom Bild. Das war ja am Drehort vielleicht ein Vorteil aber nicht im Kino. Vor allem konnte doch sowieso kein einziges Kino auf dieser Welt dieses Bildformat zeigen auf der Bildwand. Es gab dazu weltweit auch keine Optik zum abspielen dieser Filme. Was hat man denn bitte von so einer Aufnahme wenn diese sowieso nie komplett sichtbar war in den Kinos auf der Bildwand. Und warum bezeichnet man diese Filme dann noch als Scope vom Bildformat. Das ganze ergibt doch irgendwie absolut keinen richtigen Sinn.

 

Also meine Projektoren sind umschaltbar und können Super35, 2Perf Techniscope und VistaVision. Können Deine das nicht?

Und warum kann Dein Internet-Browser die Suchseite von Google nicht anzeigen und/oder Du dort keine Suchbegriffe eingeben?

 

Es gibt auch BĂŒcher ĂŒber Filmtechnik. BĂŒcher sind diese GerĂ€te, die ohne Strom funktionieren.
Bei einigen Anwendern klingt es hohl, wenn ein Buch und ein Kopf zusemmenstoßen. Dies muß seine BegrĂŒndung nicht in der Beschaffenheit des Buches finden ...

 

Noch Fragen?

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Salvatore Di Vita:

Noch Fragen?

Also ich glaube dein lieber Tommes setzt dich hier bald auf seine Ignorierliste. Und zu deinem restlichen Beitrag gibt es von mir auch keine Antwort. 

 

Vielleicht kommt ja hier eine konstruktivere Antwort von unseren Kameraprofis. 

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Cremers Claus:

Das ganze ergibt doch irgendwie absolut keinen richtigen Sinn.

 

Tut es tatsĂ€chlich nicht. Man hat es nicht fertiggebracht zu sagen: Wir gehen aufs Stummfilm-Vollbild zurĂŒck. Das ist alles.

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Geschrieben

Zitat einfacher Googel Suche:

 

Was ist das Super 35-Format?

Das Super 35-Format wurde in den 1950er Jahren unter dem Namen Superscope 235 erfunden. Aufgrund mangelnder PopularitĂ€t geriet es in Vergessenheit, bis der Kameramann Joe Dunton es 1981 wieder einfĂŒhrte.

Weitwinkliges Produktionsformat

Das Super 35-Format ist im Wesentlichen ein Produktionsformat, das fĂŒr Weitwinkelaufnahmen verwendet wird. Das Super 35-Format entstand durch die Entfernung der Sicherheitszone fĂŒr die Tonspur auf der Filmrolle, um mehr Platz zu schaffen.

Das bedeutete, dass die Kameraleute mehr aufnehmen konnten als mit dem ĂŒblichen 35-mm-Film. Dies wurde in Filmen wie Top Gun verwendet, um den Cockpit der DĂŒsenflugzeuge besser einzufangen. Es wird auch heute noch in Filmen mit umfangreichen VFX verwendet, um mehr Platz fĂŒr die Arbeit zu haben.

Ein reines Produktionsformat

Super 35 ist ein Produktionsformat, weil Filme nur in Super 35 gedreht und nicht gezeigt werden. Die Filmeditoren schneiden den Film anschließend zurecht, damit er kinotauglich ist.

Viele bemerkenswerte Filme wurden in Super 35 mm gedreht, z. B. die Herr-der-Ringe-Trilogie, The Wolf of Wall Street, Once Upon a Time... in Hollywood, Shutter Island, No Country for Old Men und so weiter.

 

 

Quelle: https://academy.wedio.com/de/super-35-vs-vollbild/

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Geschrieben

Also ist das total sinnlos beim Abspielen im Kino da Bildbeschnitt. Google interessiert mich hier nicht die Bohne. Das ist und bleibt ein sinnloses Bildformat. In meinen Augen leider nur ein technischer Schwachsinn.

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Cremers Claus:

Also ist das total sinnlos beim Abspielen im Kino da Bildbeschnitt. Google interessiert mich hier nicht die Bohne. Das ist und bleibt ein sinnloses Bildformat. In meinen Augen leider nur ein technischer Schwachsinn.

Du hast nichts verstanden, das ist kein VorfĂŒhrformat im Kino.

Gab es im Kino auch nicht.

Ist rein fĂŒr die Produktion.

Also ist deine Frage korrekt beantwortet und du könntest ja mal danke fĂŒr die Info sagen
..

  • Like 2
Geschrieben

Vollbild kann immer noch und jederzeit weiterhin gespielt werden. Wer verbietet denn die Herstellung und AuffĂŒhrung von Stummfilmen? Super-35 ist wirklich nichts anderes als Filmtechnik seit 1907 mit unterschiedlich genutzter BildflĂ€che, aber die Optik ist auf Filmmitte gestellt. Die Tonfilmpraxis seit 1930 kam zusĂ€tzlich, nicht mit Ausschluß des Bestehenden. Einfach mal im Kinokeller nachsehen, da stehen die Ernemann-Imperator noch, die Bauer-M-5, ein PĂ€rchen Nitzsche-Saxonia. MĂŒĂŸten eigentlich. Das neumodische Lichttonzeugs wird sich ja nicht durchsetzen!

Geschrieben

Ja, die einfachen Google-Suchen...  🙂

 

 

"Was ist das Super 35-Format?

Das Super 35-Format wurde in den 1950er Jahren unter dem Namen Superscope 235 erfunden. [falsch]

Aufgrund mangelnder PopularitĂ€t [nein] geriet es in Vergessenheit [nein], bis der Kameramann [nein] Joe Dunton es 1981 wieder einfĂŒhrte [falsch].

 

Weitwinkliges Produktionsformat [falsch]

Das Super 35-Format ist im Wesentlichen ein Produktionsformat, das fĂŒr Weitwinkelaufnahmen verwendet wird [falsch]. Das Super 35-Format entstand durch die Entfernung der Sicherheitszone [falsch] fĂŒr die Tonspur auf der Filmrolle, um mehr Platz zu schaffen.

Das bedeutete [nein], dass die Kameraleute mehr aufnehmen konnten als mit dem ĂŒblichen 35-mm-Film [nein]. Dies wurde in Filmen wie Top Gun verwendet, um den Cockpit der DĂŒsenflugzeuge besser einzufangen [nicht besoffen formulieren]. Es wird auch heute noch in Filmen mit umfangreichen VFX verwendet, um mehr Platz fĂŒr die Arbeit zu haben [seufz].

Ein reines Produktionsformat

Super 35 ist ein Produktionsformat, weil Filme nur in Super 35 gedreht und nicht gezeigt werden. Die Filmeditoren [nein] schneiden den Film anschließend zurecht [nein], damit er kinotauglich [tatsĂ€chlich?] ist.

Viele bemerkenswerte Filme wurden in Super 35 mm gedreht, z. B. die Herr-der-Ringe-Trilogie, The Wolf of Wall Street, Once Upon a Time... in Hollywood, Shutter Island, No Country for Old Men und so weiter [und so weiter].

 

 

Quelle: https://academy.wedio.com/de/super-35-vs-vollbild/

[man kann auch MiteigentĂŒmer dieser herrlichen Plattform werden!]

Geschrieben (bearbeitet)

Welchen Vorteil bringt Super 35 ?

 

Ich fĂŒrchte ich verstehe die Frage nicht. Das Bildfenster bei Super 35 Aufnahme ist etwas grĂ¶ĂŸer als bei Academy Tonformat Aufname. GrĂ¶ĂŸer ist besser.

 

Genauer gesagt:

 


Academy Tonformat

0,868 Inch x 0,631 Inch = 0,5477 Quadratinch.


Super 35

0,980 Inch x 0,735 Inch = 0,7203 Quadratinch.

 


Also ist das Bildfenster bei einer Super 35 Aufnahme ca. 31,5 % grĂ¶ĂŸer, dementsprechend stehen ca. 31,5 % mehr Filmkorn zur verbesserten Auflösung zur VerfĂŒgung.

 

Damit beantwortet sich die Frage von selbst. Die Auflösung nach den Kopierprozessen ist höher, da bereits bei der Aufnahme höher, und da sich beim Kopieren sowieso immer verschlechternd.

 

NatĂŒrlich könnte man alternativ argumentieren, wer viel BildflĂ€che will, soll doch gleich Vistvision wĂ€hlen, oder Technirama, oder eine der 65 bzw. 70 mm Varianten. Schließlich sind die explizit auch wegen vergrĂ¶ĂŸerter BildflĂ€che entwickelt worden.

 

Aber dummerweise sind sie auch teurer in ihrer Verwendung. GrĂ¶ĂŸere BildflĂ€che ist gut, grĂ¶ĂŸere Beule im Geldbeutel aber auch.

 

Das ist fĂŒr mich also keine Frage. Meine Frage richtet sich an Salvatore:

 

Kannst Du mir einige Beispiele nennen, oder vielleicht einen Link fĂŒr 35 mm Projektoren, die einen Techniscope Film mit 2 Perforationsloch-Schritt direkt so projizieren können, also Projektion ebenfalls im 2 Perforationsloch-Schritt ?

 

Davon habe ich bisher noch nichts gehört.

Bearbeitet von Lichtspieler
Formatierung (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb Lichtspieler:

Kannst Du mir einige Beispiele nennen, oder vielleicht einen Link fĂŒr 35 mm Projektoren, die einen Techniscope Film mit 2 Perforationsloch-Schritt direkt so projizieren können, also Projektion ebenfalls im 2 Perforationsloch-Schritt ?

 


die Frage ging zwar an @Salvatore, aber trotzdem ein kleiner Hinweis von mir. Zwei Loch Schritt zwar nicht, aber immerhin Projektion eines 2-Loch Bildes.

 

http://www.widescreenmuseum.com/special/scanoscope.htm

 

 

Geschrieben

ZunÀchst muss ich @magenta in allen neins 100% bestÀtigen. Es ist immer wieder erstaunlich, welch abenteuerliche Plattformen das Netz gebiert.

Tatsache ist, das nach dem Vorspiel von Superscope und Superscope 235 in den 1950ern

die Idee lange ruhte.

Erst 1984 setzte sich DoP John Alcott (!) in Vorbereitung auf sein Projekt Greystoke, die Legende von Tarzan, mit der Firme ARRI zusammen,um die Idee der

Vollbildnutzung wieder auf zu nehmen. Vor dem Hintergrund, dass man mal wieder von Anfang an eine blow up 70mm Roadshow plante, ĂŒberlegte

Alcott, wie er den SchwÀchen des 35mm anamorphic Formates gegensteuern konnte, die da waren :

 

Das kleinere Negativ gegenĂŒber dem Vollbild.

 

Die Fast-Halbierung der TiefenschÀrfe durch die anamorphotische Optik.

 

Letzteres Problem stellte sich besonders drastisch dar, da er ein sehr großes

Studio, ausgestattet mit komplettem Urwald, ausleuchten musste.

Denn

um mit anamorphotischer Optik die gleiche TiefenschÀrfe zu erreichen wie

mit der gleichen festen Brennweite, musst Du die Blende 1 stop schließen.

Und TiefenschÀrfe war im Urwaldszenarium  trotz relativer Dunkelheit gefragt.

Und wir alle wissen, eine Blende bedeutet die doppelte LichtstÀrke. Zum Beispiel

200 KW satt 100 KW. Also ein LKW  fĂŒr 40 Tage mehr auf der Rechnung.

Kommt noch erschwerend hinzu, dass man bei Festbrennweiten

problemlos auch mal auf f=1,8 öffnen kann, wenn die Einstellung keine große

Tiefe abbilden muss. Die Anamorphoten der 1980ger schwÀchelten schon unter f=3,5.

Auch wollte Alcott sich gegen die damals letterboxfeindliche Videoauswertung absichern.

Also komponierte vorrangig den 1:2,35 Ausschnitt und bildete aber fĂŒr 1:2,0 und TV Format

noch brauchbare Zusatzinformation ab. Damit das multiple Ausschnittangebot auch sichere und befriedigende

Ergebnisse zuließ, erfand er gleich noch die common topline Kadrierung. Das bedeutete, er komponierte das fĂŒr ihn primĂ€re 1:2,35 Format nicht in die Mitte des frames, sondern

an der oberen Grenze. Jetzt mussten alle anderen Formate, um die gewĂŒnschte Bildhöhe zu gewinnen nach unten erweitern, ohne dass Mikrofone oder Scheinwerfer ins Bild gerieten.

Man nannte es Super 35, aber noch ohne Credits- oder PostererwÀhnung.

Nach ARRI zog dann Panavision 1985 nach unter dem Label Super Techniscope und Dop John Bailey realisierte damit Silverado.

Als ARRI und Panavision dann auch 3perf/4perf umstellbare Kameras anboten (25% Materialersparnis), wurde S35 dann fast Standartformat, auch fĂŒr sphĂ€rische Produktionen.

 

Man beachte bitte, ich rede hier von der ra der chemischen Fotografie.

Die elektrische Filmwelt

redet auch vom S 35 Format. Aber hier geht es nicht um essentiellen Auflösungsgewinn

mit Blick auf die MassenvervielfÀltigung.

Bei digitalen Kinokameras hat man das S35 Chipformat nur ĂŒbernommen aus marketing GrĂŒnden. Man wollte, und hatte auch Erfolg damit, den anfangs ohnehin skeptischen Film DoPs den Übergang in die schöne neue Diggiwelt erleichtern. Denn wir denken und fĂŒhlen schon beim Lesen des Drehbuches, Einstellung fĂŒr Einstellung in Brennweiten. Auch im Dialog mit der Regie reden wir ĂŒber 50er oder 90er usw. Da war es hilfreich, dass durch die Übernahme der gleichen AufnahmeflĂ€che auf der kreativen Seite keine Irritation entstand.

 

 

 

common topline.jpg

  • Like 1
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo @lichtspieler,

 

man hat bei Super-35 in der Regel ein Scope-Bild optisch herauskopiert, also nur einen Streifen aus der Mitte.

 

vor 3 Stunden schrieb Lichtspieler:

Also ist das Bildfenster bei einer Super 35 Aufnahme ca. 31,5 % grĂ¶ĂŸer, dementsprechend stehen ca. 31,5 % mehr Filmkorn zur verbesserten Auflösung zur VerfĂŒgung.

 

Das gilt nur, wenn man ein 1:1,37-Bild vom S-35 will. Bei der ĂŒblichen Scope-Umkopierung gehen große Teile des Bildes verloren.

Bitte sieh mal auf die Grafik im zweiten Posting hier, da wird das Prinzip gut gezeigt.

 

https://cinematography.com/index.php?/forums/topic/57000-anamorphic-versus-super35/

 

Im Bereich der (prĂ€-digitalen) Visual Effects hat man oft das Stummfilm-Bildfenster verwendet, um mehr FlĂ€che und weniger Korn fĂŒr Effekteinstellungen zu gewinnen. Das Ergebnis wurde dann optisch reduziert. Ich glaube, in dem ersten großen ILM-Buch sind Beispiele dafĂŒr beschrieben, es könnte der EWOKS-Film gewesen sein.

 

EDIT: Klaus Peter war schneller als ich und hat es auch schöner erklĂ€rt. Chapeau!   🙂

Bearbeitet von magentacine (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Oh, und neben dem von @preston sturges beschriebenen Format gab es noch 35mm-Installationen in amerikanischen VergnĂŒgungsparks, deren Projektoren 2-Loch-Transportschritt hatten. Die Filmrolle wurde am Ende kopfstehend und um 2 Loch versetzt wieder eingelegt, damit zwischen den Shows das RĂŒckspulen entfiel. Quelle dazu habe ich leider nicht zur Hand, es wurde aber auf film-tech.com einmal von einem Techniker beschrieben, der die Anlagen damals in den 1970ern wartete.

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Klaus Peter Weber:

... erfand er gleich noch die common topline Kadrierung.

 

Das habe ich aber schon bei frĂŒhen Breitwandfilmen gesehen, die in 1:1,37 aufgenommen und kopiert wurden.

FĂŒr die Wiedergabe in 1:1,66 muß das Bild oben angelegt werden, unten wird dann abgeschnitten.

Mir fÀllt nur gerade kein Titel ein.

 

 

Viele GrĂŒĂŸe

 

Salvatore

Geschrieben (bearbeitet)
vor 15 Minuten schrieb Salvatore Di Vita:

Das habe ich aber schon bei frĂŒhen Breitwandfilmen gesehen, die in 1:1,37 aufgenommen und kopiert wurden.

FĂŒr die Wiedergabe in 1:1,66 muß das Bild oben angelegt werden, unten wird dann abgeschnitten.

Mir fÀllt nur gerade kein Titel ein.

 

Da kann ich vielleicht aushelfen:

 

DAS INDISCHE GRABMAL + DER TIGER VON ESCHNAPUR (D 1959, R: Fritz Lang, Kamera: Richard Angst)

NASSER ASPHALT (D 1958, R: Frank Wisbar, Kamera: Helmut Ashley)

ICH DENKE OFT AN PIROSCHKA (D 1955, R: Kurt Hoffmann, Kamera: Richard Angst)

DER MANN IM STROM (D 1958, R: Eugen York, Kamera: Ekkehard Kyrath)

 

Aus letzterem ein Videobeispiel - man beachte auch die modifizierten CCC- und Europa-Logos am Anfang. Dieser ganze Hans-Albers-Film ist "abwĂ€rtskompatibel" gestaltet, also mit gleicher Bild-Oberkante fĂŒr 1:1,66 und 1:1,37 - unten ist bei Normalbild mehr zu sehen. Großen Respekt vor dem Kameramann Ekkehard Kyrath, in den Indien-Filmen von Fritz Lang ist das bei weitem nicht so elegant gelöst.

Bearbeitet von magentacine (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
Am 11.2.2023 um 17:47 schrieb preston sturges:


die Frage ging zwar an @Salvatore, aber trotzdem ein kleiner Hinweis von mir. Zwei Loch Schritt zwar nicht, aber immerhin Projektion eines 2-Loch Bildes.

 

Vielen Dank fĂŒr diesen interessanten Hinweis. Ich dachte ja eigentlich, ich hĂ€tte mir die widescreen-Seiten alle angesehen, aber an "Scanoscope" kann ich mich gar nicht erinnern. Im Grunde eine geniale Idee fĂŒr die Sparwut der 70er Jahre, das halbierte Filmbild wĂŒrde auf kleinen LeinwĂ€nden in Schachtelkinos gar nicht so negativ auffallen. Es wundert mich, daß sich das nicht auf breiter Linie durchgesetzt hat.


 

vor 21 Stunden schrieb magentacine:

Das gilt nur, wenn man ein 1:1,37-Bild vom S-35 will. Bei der ĂŒblichen Scope-Umkopierung gehen große Teile des Bildes verloren.

 

Ja, da hast Du natĂŒrlich Recht Magenta. Mir fehlte dazu die EinschĂ€tzung, wie Super 35 konkret in der Praxis verwendet wurde. Das konnte ja von der Millionenproduktion bis zum Dokumentarfilm fĂŒrs Fernseheh reichen. Immerhin ist selbst fĂŒr ein Breitbild noch ein Gewinn an BildflĂ€che bei der Aufnahme zu verzeichnen. Es mag aber sein, daß das in diesen FĂ€llen gar nicht der ausschlaggebende Gedanke war, sondern daß es eher um den möglichen Verzicht auf Anamorphoten ging.

 

Nochmal so eine EinschĂ€tzung, fĂŒr die man die Gedanken damaliger Mitarbeiter kennen mĂŒsste.

 

 

vor 21 Stunden schrieb magentacine:

Oh, und neben dem von @preston sturges beschriebenen Format gab es noch 35mm-Installationen in amerikanischen VergnĂŒgungsparks, deren Projektoren 2-Loch-Transportschritt hatten.

 

Kannst Du uns dazu sagen, welche Art Film in diesem Verfahren in VergnĂŒgungsparks gezeigt wurde ? FĂŒr 180 Grad Kino wĂ€re das Filmbild wohl zu klein. FĂŒr 3-D VorfĂŒhrungen wĂ€re die Möglichkeit des "RĂŒckwĂ€rts-einlegens" ad absurdum gefĂŒhrt. Vielleicht fĂŒr einfache Simulatoren, oder 360 Grad Filme ?


Danke auch an Klaus Peter fĂŒr die ausfĂŒhrlichen ErlĂ€uterungen.

Geschrieben

Ein Aspekt des Vollbildes, den es nicht zu vergessen gilt, ist das grĂ¶ĂŸere Loch im Projektor. Mehr Licht geht hindurch und wenn die BildflĂ€che unverĂ€ndert bleibt, ist die Projektion heller. Objektive von etwas lĂ€ngerer Brennweite können eingesetzt werden, was dem Bilde auch zu Gute kommt, denn noch ein Punkt ist mehr Bildruhe, weil auf gleichbleibende Bildwand weniger stark vergrĂ¶ĂŸert wird. Das ist immer so angenehm, wenn ein CinemaScope-Streifen anlĂ€uft, der Bildstand wirkt besser. Bei CS ist das Bild auf dem Film noch höher als beim Vollbild (mindestens 18,6 mm gegenĂŒber 17,7 mm).

Geschrieben

Das ist sicher richtig, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen, wie ich das sehe.

 

Es geht mehr Licht durch den Projektor - verglichen zwischen einer Super 35 Aufnahme mit anamorphotischer Projektionskopie fĂŒr Breitbild, und Normalkopie mit oben und unten beschnittenem Bild fĂŒr Breitbild.

 

Habe ich Dich da richtig verstanden ?

 

Das Filmbild ist höher bei Cinemasope, aber bei welcher Version ?

 

Nach meiner Information ist bei Cinemascope das Filmbild im Projektor 0,7 Inch hoch, also 17,78 mm. In welcher Cinemascope Version ist das Filmbild 18,6 mm hoch ?

 

Oder dachtest Du bei der Filmbildhöhe an die Maße bei der Aufnahme, nicht bei der Projektion ?

Geschrieben
Am 11.2.2023 um 02:42 schrieb Salvatore Di Vita:

 

Also meine Projektoren sind umschaltbar und können Super35, 2Perf Techniscope und VistaVision. Können Deine das nicht?

Und warum kann Dein Internet-Browser die Suchseite von Google nicht anzeigen und/oder Du dort keine Suchbegriffe eingeben?

 

Es gibt auch BĂŒcher ĂŒber Filmtechnik. BĂŒcher sind diese GerĂ€te, die ohne Strom funktionieren.
Bei einigen Anwendern klingt es hohl, wenn ein Buch und ein Kopf zusemmenstoßen. Dies muß seine BegrĂŒndung nicht in der Beschaffenheit des Buches finden ...

 

Noch Fragen?

 

Den Projektor wĂŒrde ich gerne mal sehen 😉

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Lichtspieler:

Kannst Du uns dazu sagen, welche Art Film in diesem Verfahren in VergnĂŒgungsparks gezeigt wurde ? FĂŒr 180 Grad Kino wĂ€re das Filmbild wohl zu klein. FĂŒr 3-D VorfĂŒhrungen wĂ€re die Möglichkeit des "RĂŒckwĂ€rts-einlegens" ad absurdum gefĂŒhrt. Vielleicht fĂŒr einfache Simulatoren, oder 360 Grad Filme ?

 

Leider habe ich mir den Text damals nicht gespeichert und auch das Lesezeichen vergessen. Ich glaube aber, daß es eine kleinere Simulatorinstallation war, jedenfalls nichts mit extremer BildgrĂ¶ĂŸe. Wenn ich wieder darauf stoßen sollte, trage ich es hier im Thread nach.

 

 

Nochmal zu den BildgrĂ¶ĂŸen- bzw. FlĂ€chenvergleichen:

 

  • "Echtes" CinemaScope hat eine BildflĂ€che von etwa 408 mmÂČ (Bildfenster 21,95x18,6mm)*
  • Super-35 (Extraktionsbereich fĂŒr Scope) hat eine BildflĂ€che von etwa 259 mmÂČ (24,89x10,4mm)*

Beide Formate erzeugen Filmkopien, die die gleiche BildwandgrĂ¶ĂŸe (1: 2,39) im Kino fĂŒllen mĂŒssen. Ein wenig wie beim Auto: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen als durch mehr Hubraum! - Bei Super-35 waren die Kameraleute freier in der Auswahl der Objektive, wĂ€hrend bei echtem Scope die Objektive i.d.R. grĂ¶ĂŸer und schwerer waren. Auch haben Anamorphoten eine ganz eigene Raumwirkung und bestimmte systembedingte Abbildungsfehler, die nicht jedem gefallen, etwa Reflexe am Frontelement, vertikale KompressionsĂ€nderung beim SchĂ€rfeziehen usw. Heute betrachten viele Filmemacher diese Artefakte etwas, das man sucht und sogar mit Tricks analog oder digital imitiert, siehe die Abrams STAR TREK-Filme.)

 

In der Praxis hing die GĂŒte eines S-35-Films sehr stark von der Umkopierungsoptik im Kopierwerk ab, spĂ€ter verlegte man die Kompression des Bildes auf die digitale Ebene, was nach Meinung mancher Fachleute eine bessere QualitĂ€t ergeben haben soll. (Vielleicht könnte @TK-Chris da noch etwas aus seiner Kopierwerkspraxis beisteuern?)

 

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, daß einige S-35-Spielfilme, bei denen ich Muster gesehen oder vorgefĂŒhrt habe, bereits von der Aufnahme her so schlecht waren, daß die weitere Verarbeitung eigentlich keine Rolle mehr spielte. Zu wenig Licht, höchstempfindliches Negativmaterial und die Objektivwahl ließen da bereits die Kontaktkopie vom Kameranegativ leicht unscharf, grobkörnig und kontrastarm erschien. (MustervorfĂŒhrung mit Stummfilmoptik und -bildfenster) Nach weiteren Duplikatschritten sah es im Kino dann noch schlechter aus.

 

Es gab eine Reihe von historisch-technischen GrĂŒnden fĂŒr die Durchsetzung des Super-35 seit den 1980er Jahren. NatĂŒrlich auch viele Filme, die sorgfĂ€ltigst belichtet, inszeniert und bearbeitet wurden (wie Terminator 2). Ich kann es nachvollziehen, mag es aber nicht und schĂ€tze den Begriff, den die Franzosen dafĂŒr hatten: "Le faux scope" (etwa: "Mogel-Scope").

 

* ungefÀhre Werte, weil die Extraktionszone nicht einheitlich gewesen zu sein scheint. Der FlÀchenfaktor bleibt aber erhalten.

Bearbeitet von magentacine (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Also, vorneweg: Mit den heute erhÀltlichen Filmmaterialien spielen die Unterschiede zwischen Vollbild und Lichtton-Normalbild keine Rolle mehr. Als CinemaScope vorbereitet wurde, war Eastmancolor noch grauslig grobkörnig und andersfarben. Das hatte auch Mike Todd gesehen und richtigerweise neu angesetzt.

 

Das ursprĂŒngliche CinemaScope hat das ProjektionsbildseitenverhĂ€ltnis 1:2,55. Bei der Aufnahme werden Rohfilm mit Perforation N (BH) verwendet und ein Bildfenster der Dimensionen 18,6 × 24,8 mm. Die Objektivaufnahme der Kamera muß um einen geringen Betrag von der Filmmitte abgerĂŒckt werden, weil die CS-Kopien nicht symmetrisch sind. Hier ist alles hĂŒbsch zusammengestellt: http://www.widescreenmuseum.com/widescreen/apertures.htm

 

Das BildseitenverhĂ€ltnis 1:2,39 ist jĂŒngste Entwicklung und lange nicht in allen LĂ€ndern gĂ€ngig. Am weitesten verbreitet ist 1:2,35. Die Verringerung der Bildhöhe, obgleich auch nicht viel, wĂ€re unnötig gewesen, wenn man sich auf Schachbrettmontage hĂ€tte einigen können. Kein Spleißeblitzen mehr. Wenn es fĂŒr 16-mm-Dokumentarstreifen gut ist, sollte es im kommerziellen Betrieb gerade recht sein. Es braucht ja nur ein Mal zweibĂ€ndig vorgegangen werden fĂŒr die Meisterkopie. Zwischennegative und VorfĂŒhrpositive können dann simplex.

 

Daß man mit Faktor-2-Anamorphoten das Projektionslicht auf die doppelte FlĂ€che verteilt, ist wohl allen klar. CinemaScope wird jedoch selten gleich hoch wie Normalbild gespielt, weil in der Breite oft zu wenig Platz ist. CinemaScope wollte aber in jeder Hinsicht grĂ¶ĂŸer sein als Normalbild, weil es eine Nachahmung von CINERAMA war.

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