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Retrospektive mit 3D-Filmen im Filmmuseum München


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... aber keine Netzwerke in der Kopienakquise bilden konnte.

Ich denke mal, wer heute noch Repertoire spielen will, kommt um gute Kontakte zur Sammlerszene nicht herum. Weil wir ja nun alle mehr als genug wissen, dass eine kapitalistisch geordnete Branche ihre Kulturgüter eben nicht selbst instandzuhalten vermag. Dass man dann gelegentlich den "Kompromiss" mit deutschen Fassungen eingehen muss, liegt auf der Hand; doch der Anspruch, so weitgehend als möglich nur Originalfassungen zu spielen, konfligiert mit annähernd prohibitiven Kopientransportkosten.

 

Aber auch eines unserer Mitglieder besitzt eine fabelhafte 35mm-Kopie.

Habe heute Gelegenheit gehabt, in eine 16mm-TC-Originalfassung zu schauen (aus Zeitgründen leider nur erster und zweiter Akt); selbst bei allen Unzulänglichkeiten des 16mm-Formats zeigt der Film auch hier noch seinen Charme. Für eine 35mm-Vorführung würde ich Meilen laufen ... :wink:

 

Michael James: Did you find a job?

Victor: Yeah, I got something at the striptease. I help the girls dress and undress.

Michael James: Nice job.

Victor: Twenty francs a week.

Michael James: Not very much.

Victor: It's all I can afford.

 

---

 

Carole Werner: You got something to eat?

Victor: Some, uh, some Fig Newtons and some Hershey bars and some cough drops.

Carole Werner: You got any tuna fish?

Victor: Tuna fish... tuna fish... I have some salmon salad left.

Carole Werner: What do you mean, left? When did you make it?

Victor: In April, but if you smother it with pepper it's fine.

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Zur info ...

 

" ... wegen der großen Nachfrage wiederholt Stefan Drößler seinen etwa zweistündigen Vortrag "Die Geschichte des 3D-Films" am Montag, dem 26.4.2010 um 19.00 Uhr im Filmmuseum.

 

Mit vielen Filmbeispielen erläutert er die Geschichte des 3D-Films – auch stereoskopischer Film genannt - von den ersten Versuchen Max Skladanowskys und Louis Lumières über die zufälligen 3D-Aufnahmen von Georges Méliès und die deutschen 3D-Filmversuche bei der Olympiade

1936 in Berlin, über die bahnbrechenden Filme des "Festival of Britain" von 1951 und die ungarischen Plazstikus-Filme, das russische Stereokino ohne Brillen und die erste 3D-Filmwelle in Hollywood, die Sexfilme der 1960er Jahre und die asiatischen Space-Vision-Filme der 1970er Jahre bis hin zum digitalen 3D-Kino. Auch die nachträgliche "Dimensionalisierung" von 2D-Filmen wird berücksichtigt, ebenso wie das IMAX-3D-System und die Zukunftsaussichten für 3D im Kino und im Home-Entertainment-Bereich.

 

Gezeigt werden extrem rare Filmbeispiele aus den Jahren 1900 bis 2005, die in sehr unterschiedlichen Systemen hergestellt wurden, seit Jahrzehnten nicht mehr vorgeführt werden konnten und die dank digitaler Aufbereitung nun zum ersten Mal wieder gesehen werden können.

 

www.filmmuseum-muenchen.de."

 

Persönliche Anmerkung: Ich kann Jedem, der an der historischen Entwicklung des 3-D Kinos interessiert ist und rare 3-D Filmbeispiele sehen möchte, den Vortrag sehr empfehlen.

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Mit Wonne alle Vorredner überspielen.

Sind die alle nicht vom Fach? und weiter läuft das Geschäft.

Wo sehen wir endlich die echten 3-D Aufführungen mit 2 Band? Im over/under-Bildformat und side by side die fast jeder kennt.

Kann alles erlaubt sein. Interessante Darstellung in München. Für die Schule und Uni kommt die Sache Spitze rüber, die haben Bluray und HD-Beamer überall. Anders gehts bei denen nicht.

Wo wollen aber die Filmmuseen mit den immer öfter falschen Formaten und Videokisten mal ankommen, wenn sie nicht museal ausstellen wollen? Das ist was ganz anderes als nur Vorträge halten.

Spitze, wenn du deine Digitalmaschine damit füttern kannst. Ich seh lieber die Filmrolle original so laufen wie sie damals fabrizert wurde.

Videotheken gibts genug.

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KINOMUSEUM hat folgendes geschrieben:

Wo wollen aber die Filmmuseen mit den immer öfter falschen Formaten und Videokisten mal ankommen, wenn sie nicht museal ausstellen wollen?

Interessant, was dabei herauskommt, wenn sich einige Filmvorführer auch noch für Fachleute für historisches Filmmaterial und dessen Vorführung halten.

 

 

KINOMUSEUM hat folgendes geschrieben:

Ich seh lieber die Filmrolle original so laufen wie sie damals fabrizert wurde.

Dann gib mal Bescheid, wo du originalgetreue Vorführungen von 3D-Filmen der Lumiere, Skladanowsky und Méliès sehen kannst. Nur zu, nicht so schüchtern.

 

Das Thema hatten wir hier schon gelegentlich, die Idee von historisch korrekten Vorführungen von so altem Material ist höchst naiv und technisch unmöglich. Das fängt schon damit an, das die Originalfilme oft verschollen sind, und falls vorhanden, sowieso natürlich niemals vorgeführt werden können/dürfen. Die alten notwendigen Überspielungen dieser Originale auf 35mm der 20er, 30er Jahre etc. waren schon eine Veränderung der Quellen (Kontraste, Grautöne etc), erneutes Kopieren auf modernes 35mm ist es natürlich abermals. Schnitte, Zwischentitel, alles oft nicht rekonstruierbar usw. usf.

 

Abgesehen von der Vorführseite, auch da keine Chance auf historisch authentische Vorführungen. Erzähl mir mal, wo du klare unverkratzte einsatzfähige Objektive von 1900 etc. herbekommst, würde mich interessieren. Mich würde auch interessieren, welchen Sinn es überhaupt hätte, diese qualitativ in Relation zu heute fürchterlichen Objektive heutzutage zu verwenden. Und erzähl mir, wo du die originale einsatzfähige Vorführtechnik von 1900 etc. herbekommst, und wer dir die anvertraut. Und dann würde ich gerne noch wissen, mit welcher Geschwindigkeit du solche frühen Stummfilme eigentlich gekurbelt haben möchtest. Hm? 12, 14, 18 Bilder? Und die damaligen Vorführer haben nie gleichmäßig gekurbelt, von der Szene abhängig mal schneller, mal langsamer, jeder so, wie es ihm beliebte. Wie willst du das ohne Zeitmaschine rekonstruieren?

Was bleibt dann eigentlich übrig von diesen angeblichen "authentischen" 35mm-Museums-Vorführungen…

bei gleichmäßig schnell ablaufenden 35mm-Projektoren,

mit früher x-mal umkopiertem Filmmaterial,

dann abermals auf modernes 35mm-Material kopiert,

vorgeführt heutzutage auf modernen Projektoren,

mit Xenon,

mittels moderner Optik,

auf modernen beschichteten Bildwänden?

 

Hm? Und das soll authentisch sein? Bloß weil es wegen 35mm rattert? Ich glaube, die Jungs von 1900 hätten über dieses "Authentische" recht herzlich gelacht.

Um all das geht es bei Vorführungen von historischen Filmen aber gar nicht. Es geht um die Filme, die Vorführtechnik ist zweitrangig. Wenn die alten Filme, inhaltlich und optisch nach bestem Wissen und Gewissen rekonstruiert, auf die Leinwand und damit zum Publikum gebracht werden, ist das Ziel erreicht. Mit welcher Vorführtechnik das geschieht, ist nebensächlich. War es übrigens schon immer.

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Hast du das mal gemacht? du weisst es offenkundig genau.

Schaust du hier und staunst du dort:

 

http://www.3dfilmpf.org/3d-film-expo/

 

Googelst du nach Mr. Hitchcock:

http://www.dagbladet.no/uteliv/arrangem...r_id=84216

 

 

 

Zitat:

The 10 day festival will not only be highlighting the sold out shows of 2003 (such as "House of Wax", Creature From the Black Lagoon", "Robot Monster", "The Glass Web" and "Dial M For Murder"), but will also be showing EIGHT new "Golden Era" titles, most of which have never been seen in over 50 years in 3-D. In fact, two of the titles have never been shown in 3-D even in the 1950's! The Expo will be having the World 3-D premieres of "Diamond Wizard" (1954) and "Jivaro" (1954). Most of the other six new titles, "Sangaree", "Those Redheads From Seattle", "Taza, Son of Cochise", "Devil's Canyon", "Wings of the Hawk", and "Cease Fire" have not been seen in 3-D since their original release dates.

 

NONE of the films will be shown in the anaglyphic (red/blue) system; like Expo I,, all of the "Golden Age" features and shorts will be shown in 35mm and in "double interlock" Polaroid System, the original method (and still the very best method) for showing these films.

http://www.3dphoto.net/forum/index.php?..._next=next

 

 

Branchenmeldung des International Projectionist aus April, 1953:

"World Premiere of Altec-Paramount 4-projector, No Intermission, 3-D Color Showing".

 

Damals überblendeten 4 Projektoren mit 35mm-Filmrolle plus 3 Kanal Magnetstereo. 2006 taten sie das wieder. Da gibt es eine Industrie. Und die kann das reproduzieren. Geschrumpfte Filme, zerschrammte Filme, 35mm-Filme. Filme von 1900 von Film wieder auf Film.

 

Hm? 12, 14, 18 Bilder? Und die damaligen Vorführer haben nie gleichmäßig gekurbelt, von der Szene abhängig mal schneller, mal langsamer, jeder so, wie es ihm beliebte. Wie willst du das ohne Zeitmaschine rekonstruieren?

Klar doch. Das die geschwindigkeitsschwankung endlich angepasst ist, siehste an der digitalen Metropolis-Aufführung. Denkste! Da geht's durcheinander. Interessiert niemand wie man das vorführt oder anpasst an einen normalen Bewegungsablauf.

 

Was ist schwierig mit den Bildgeschwindigkeiten? Du siehst dir den Film an und stellst dir deinen Frequenzumrichter am Bildwerfer so ein, dass es stimmt. Hat rein garnichts mit der Unmöglichkeit der Filmprojektion zu tun.

 

Und ich ergänze: Filmmuseum München hat die Anlage dafür. Sie haben Magnettonlaufwerke seit vielen Jahren. o.k., der Bildfilm war damals 1952 und bis Frühjahr 1953 noch ohne Magnetspur und der Magnetfilm lief getrennt. Auch Chordbandlaufwerke sollte es bei den Münchnern geben. Ist ein sehr altes Museum. Die haben das. Alles eine Sache des Wollens.

 

 

 

Branchenmeldung aus Mäerz, 1953:

 

"Motiograph 3-D Projector interlocks Ready".

 

 

 

Ich meine ja nur. Da wird auf stark silberhaltigem Film das herrlichste Schwarzweiß abgebildet und 4 Bildwerfer mit hellstem Xenon- oder KohleLicht aktiviert.

 

In der heutigen Zeit sagen immer alle:

es geht nicht.

Wir können nicht.

Wir wollen nicht.

Die anderen wollten nicht.

Wir mussten doch.

Was kostet das.

Das merkt niemand.

Das interessiert niemand.

Das versteht niemand.

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KINOMUSEUM hat folgendes geschrieben:

Was ist schwierig mit den Bildgeschwindigkeiten? Du siehst dir den Film an und stellst dir deinen Frequenzumrichter am Bildwerfer so ein, dass es stimmt.

Frequenzumrichter, ja sicher. Genau wie damals in den BWR der Jahre 1900 oder 1920, gell? Wirklich sehr authentisch.

 

 

 

KINOMUSEUM hat folgendes geschrieben:

Klar doch. Das die geschwindigkeitsschwankung endlich angepasst ist, siehste an der digitalen Metropolis-Aufführung. Denkste!

Egal ob mechanisch oder digital, heutige Stummfilmvorführungen als authentisch zu bezeichnen ist ein Märchen. Laien empfehle ich dazu gerne das unterhaltsame Buch "Köpfen Sie mal ein Ei in Zeitlupe! - Streifzüge durch die Welt des Stummfilms".

 

 

Im Übrigen, ich finde die sowieso erfolgte Anpassung an heutige Verhältnisse nicht schlimm, die Sehgewohnheiten haben sich bekanntlich ab dem Tonfilm geändert. Wozu sollte es gut sein, heutiges Publikum mit dem vorführseitigen damaligen teilweise bizarr anmutendem Gezappel oder den vorführseitigen Zeitlupen zu quälen? Das wäre heute eine Lachnummer.

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Ich habe auch schon reichlich Stummfilme vorgeführt, incl. Orlacs Hände komplett durch eine TK35 gekurbelt. Das war wohl die authentischste Vorführung des Stummfilms seit Anflanschen des Motors an die Handkurbelkisten. Obwohl, als der rauskam, kurbelte keiner mehr. One Reeler mit Kohlelicht auf Vorderblendenmaschinen, mit damaligen Optiken auf wackeligen Gestellen und echten Leinwänden oder weiß gekalkten Wänden.

Schlamm vorm Zelt, Anreise mit Pferd oder Kutsche, meist zu Fuß. Damen im Korsett usw. Das nenne ich authentisch. Gaslicht nicht vergessen, eventuell sogar Karbitlampe als Lichtquelle.

Los gehts, Kinomuseum, ich komme dann zum zuschauen :wink: .

Sonst bin ich allerdings Brillos Meinung.

Jens

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Jensg hat folgendes geschrieben:

Ich habe auch schon reichlich Stummfilme vorgeführt, incl. Orlacs Hände komplett durch eine TK35 gekurbelt. Das war wohl die authentischste Vorführung des Stummfilms seit Anflanschen des Motors an die Handkurbelkisten.

Alle Achtung, nicht schlecht. Schweiß an der Kurbel, das nenne ich authentisch.

 

 

Jensg hat folgendes geschrieben:

Obwohl, als der rauskam, kurbelte keiner mehr.

Ja, teilweise wurde ja schon recht zügig motorisiert, allerdings mit Geschwindigkeiten nach Gutdünken, worüber es in den Quellen eine Menge Beschwerden gibt. Wir hatten hier doch neulich so ein Bild von einem rostigen Imperator I (glaube ich), der war schon für Motorisierung vorbereitet. Ob ab Werk oder nachträglich, keine Ahnung.

Dass zum Zeitpunkt von Orlacs Hände (1924) gar keiner mehr kurbelte, selbst nicht in kleinen Provinzkinos, kann ich nicht so recht glauben, ich weiß es aber nicht. Mich würde daher mal interessieren, wie die Motorisierungsrate bis Ende der 20er Jahre verlief. Kann da jemand eine Aussage treffen?

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Na ja, einen 7 Akter nach heutigem Rollenmaß wird niemand mehr gekurbelt haben. Diese 300m One-Reeler schon eher.

Wers mal versuchen will, für Bauer gabs auch diese kleinen Kurbeln. eine kurbelt die rechte, der andere die linke Maschine. Meine Kurbel für die TK fiel etwas größer aus, dafür steht allerdings ne TK nicht fest.

Jens

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Da ist was mißverstanden worden. Man redet viel zusammen und hört dem anderen nicht richtig zu. Ist das hier üblich?

KINOMUSEUM hat folgendes geschrieben:

Klar doch. Das die geschwindigkeitsschwankung endlich angepasst ist, siehste an der digitalen Metropolis-Aufführung. Denkste!

Egal ob mechanisch oder digital, heutige Stummfilmvorführungen als authentisch zu bezeichnen ist ein Märchen. Laien empfehle ich dazu gerne das unterhaltsame Buch "Köpfen Sie mal ein Ei in Zeitlupe! - Streifzüge durch die Welt des Stummfilms".

 

 

Im Übrigen, ich finde die sowieso erfolgte Anpassung an heutige Verhältnisse nicht schlimm, die Sehgewohnheiten haben sich bekanntlich ab dem Tonfilm geändert. Wozu sollte es gut sein, heutiges Publikum mit dem vorführseitigen damaligen teilweise bizarr anmutendem Gezappel oder den vorführseitigen Zeitlupen zu quälen? Das wäre heute eine Lachnummer.

 

Hast du nicht richtig eingeordnet. Mein Satz war Das die geschwindigkeitsschwankung endlich angepasst ist, siehste an der digitalen Metropolis-Aufführung. Denkste!.

Denkste. Das heißt ironisch: trotz volldigitaler Restaurierung (überwiegend gut gelungen) hat keiner Geschwindigkeiten an heutige Gewohnheiten angepaßt. Schaut mal auf den Bericht im Forum zu "Metropolis auf der Berlinale"). Der Kollege dort erinnerte an unterdrehte Szenen. Mit 13 Bildern/Sekunde. Und die zappeln bei 24 p mehr denn zur Uraufführung.

Soll ich das noch einmal Schritt für Schritt durchgehen?

In deiner Vorstellung ist genau die Restaurierung die "Lachnummer". dann solltest du aber nicht lachen über die historische Aufführungsmethode. Die zappelt weniger.

 

Warum ist das so komisch? Museen rekonstruieren halt historische Aufführungsmethoden Herstellertechnologien. Offenkundig ward ihr dort lange nicht mehr gewesen.

 

o.k., es ist keine absolute Authentizität erreichbar. Wissen wir. Und trotz alledem nähern sich viele Museen der Bemühung, weil sie etwas über Geschichte wissen.

Ich habe auch schon reichlich Stummfilme vorgeführt, incl. Orlacs Hände komplett durch eine TK35 gekurbelt. Das war wohl die authentischste Vorführung des Stummfilms seit Anflanschen des Motors an die Handkurbelkisten. Obwohl, als der rauskam, kurbelte keiner mehr. One Reeler mit Kohlelicht auf Vorderblendenmaschinen, mit damaligen Optiken auf wackeligen Gestellen und echten Leinwänden oder weiß gekalkten Wänden.

Schlamm vorm Zelt, Anreise mit Pferd oder Kutsche, meist zu Fuß. Damen im Korsett usw. Das nenne ich authentisch. Gaslicht nicht vergessen, eventuell sogar Karbitlampe als Lichtquelle.

Los gehts, Kinomuseum, ich komme dann zum zuschauen :wink: .

Sonst bin ich allerdings Brillos Meinung.

Jens

Wenn das jemand machen möchte und hinbekommt, sage ich "Kompliment"!

Andere Ansichten vertrete ich zu wackligen Gestellen, augeschlagenen Umlaufblenden, Optiken mit Kittschäden, dreckigen "Leinwände" und kaputten Maschinen.

Auch das kann natülrich jeder, der über die damaligen Wartungsbedingungen Kenntnis hat, gern rekonstruieren.

 

Für die Regelaufführung würde ich lieber Geräte im Optimalzustand damaliger Auslieferung einsetzen. Man kennt die fantastischen Bildstände alter Mitchell-Kameras und Simplex-Projektoren. Die können neuzeitlichen Produkten präzisionmechanisch überlegen sein.

 

Kein Restaurator macht das, was ihr gerade gefordert hattet, eine Anpassung an heutige Sehgewohnheiten. Gilt noch immer als Teufelszeug.

 

Meinen einige im Forum das wirklich ernst, was sie zur Sache preisgeben und ist das hier ein Sport?

 

Was hat die TK35 denn mit dem Film Orlacs Hände gemeinsam @jensg? Der Film ist von 1924. Der Projektor ist von den vierziger Jahren in etwa.

Dazwischen liegen ganze 20 Jahre.

 

AEG Triumphator steht dem Anliegen schon näher. Wenn Bildstand top ist und ein gutes Objektiv zur Verfügung steht.

Warum darf man das nicht so zeigen?

 

Um auf das Thema sprechen zu kommen. Wenn wir von 3-D-Festivals sprechen, dann hunderte an Produktionen. Immens viele ab 1951.

 

Unser Gespräch über historische Aufführungspraxis und Neukopierung hat sich unzulässig auf Lumière und Skladanowsky verengt. Die sind nur Fußnoten bei einem Festival des 3-D- Films.

 

In den achtziger Jahren gab es ein aufwendiges 3-D-Festival zur Berlinale. So viel Unfug wie heute lag damals noch fern.

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KINOMUSEUM hat folgendes geschrieben:

Denkste. Das heißt ironisch: trotz volldigitaler Restaurierung (überwiegend gut gelungen) hat keiner Geschwindigkeiten an heutige Gewohnheiten angepaßt.

Ich habe das schon verstanden, trotz deiner nichtironischen Ironie. Ob bei einer Restaurierung eine nachträgliche Anpassung der Geschwindigkeit an heutige Sehgewohnheit sinnvoll ist oder nicht, ist letztlich Ansichtssache. Ich bin zwar dafür, weiß aber auch nicht, ob das der Weisheit letzter Schluss ist. Es ist aber klar, das man bei einer Restauration so wenig wie möglich verändern will, daher in der Regel keine Geschwindigkeitsanpassung vornimmt. Die könnte sowieso nur Pi mal Daumen erfolgen.

 

 

KINOMUSEUM hat folgendes geschrieben:

dann solltest du aber nicht lachen über die historische Aufführungsmethode. Die zappelt weniger.

Nein, das ist ein grundsätzlicher Irrtum von dir. Das Gezappel, das wir heutzutage im TV bei Stummfilmausschnitten sehen, die im TV mit 25 Bildern ausgestrahlt werden, ist noch sehr mild gegenüber den damaligen Verhältnissen. Hing aber natürlich immer von Ort und Zeit ab. In Deutschland wurde ab ca. Anfang der 20er Jahre in vielen Kinos mit bis zu 40 Bildern abgespielt, egal ob noch per Kurbel (was fast schon einen Sportler brauchte) oder schon motorisch. Das war bis zu doppelte Aufnahmegeschwindigkeit! Das Gezappel war natürlich enorm - störte das Publikum aber offenbar nicht. Das Gezappel war der Grund, warum es bei einigen wenigen Stummfilmen ausdrückliche Geschwindigkeitsanweisungen gegeben hat - ging bei Premieren mit Konzertbegleitung sowieso nicht anders. Wie all das in anderen Ländern war, weiß ich nicht.

 

 

KINOMUSEUM hat folgendes geschrieben:

Soll ich das noch einmal Schritt für Schritt durchgehen?

Du solltest vielleicht lieber mal die Quellen zum Stummfilm studieren.

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Um mal auf die münchner 3-D-Sache zurückzukommen:

 

Innerhalb eines Vortrages, zu dem Filmbeispiele gezeigt werden, die einen eher illustrativen Charakter haben, finde ich die digitale Projektion durchaus vertretbar. Für die Präsentation eines ganzen Films sollte man in einer solchen Reihe - sofern verfügbar - natürlich das Filmbandoriginal einsetzen.

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Das sehe ich auch so wie @magentacine...

Vor ca. 6 Jahren liefen in München eine ganze Handvoll alter FOX-dual-strip 3-D-Filme in hervorragender Qualität, wo sind die geblieben? Back to the states oder bereits nicht mehr entleihbar/vorführbar?

Weiß jemand näheres?

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Für die Präsentation eines ganzen Films sollte man in einer solchen Reihe - sofern verfügbar - natürlich das Filmbandoriginal einsetzen.

 

Konkretes Beispiel:

 

Ein 3-D Film der 50er Jahre ...

 

Es liegt vor: 35mm Filmband, ein Auge TC-Kopie vom Original, anderes Auge Eastman Dup mit den entspechenden Abstrichen ...

 

Es liegt weiterhin vor: 2K DCP, beide "Augen" vom Kameranegativ, entspechend digital bearbeitet und angepasst ...

 

In der Projektion hat das DCP eindeutig den bessern Bild- und 3-D Eindruck, die 2-Band Projektion leidet unter ungleichen Filmbändern ... was soll gezeigt werden?

 

Die Variante, die dem entspricht, was das Publikum 1953 wahrscheinlich in Deutschland gesehen haben mag, oder die Variante, die mit Mitteln der heutigen Technik etwas zu rekonstruieren vermag, was die Filmemacher zur Zeit der Entstehung gerne gezeigt hätten ... Eine einwandfreie Projektion, die von Unzulänglichkeiten der Technik weitgehenst frei ist und den Blick auf das Wesentliche lenkt.

 

Hier muss man entscheiden: Entweder technische oder dramaturgische Authentizität ...

 

Bei aller Liebe zur Kinotechnik: Ohne funktionierende Geschichten, erstklassige Schauspieler, hervorragende Regisseure, einfaltsreiche Kameramänner, geniale Komponisten, professionelle Schnittmeister etc. wäre Kino schon längst tot.

 

Kinotechnik ist nur ein Mittel zum Zweck und nicht Selbstzweck.

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"Technik-Fetischist" trifft auf Sie zu. Landesweit kein anderer Protagonist betreibt einen derartigen Vernichtungskrieg gegen die traditionelle Filmtechnik, wie er Ihrer Feder entspringt.

 

- -

 

Warum äußert sich nicht der angesprochene @magentacine zu den obigen Aussagen? Harmonisüchtig geworden - oder ist das der konsensuale Kompromiß zwischen Neu und Antiquitätenhandel und wir katapultieren dank bequemer HD-Beamer ganze 120 Jahre Kinematographie kurzerhand "in die Tonne" [P. Slansky]?

 

Die Demagogie und Geschäftemacherei verpackt sich geschickt hinter Schwärmerei und Nostalgie. Man bekennt "Liebe" zur alten Kinematographie (doch nicht mehr als eine rührselige Jugenderinnung), um härter als andere jedwede Filmverwertung zu liquidieren.

 

Steilvorlage für Simplifizierungen ist der Unglaube und (auch der oft berechtigte) Unmut über die Filmkopierung, aber auch Wissenslücken in der Filmrestaurierung: was sich von München, über Karlsruhe bis nach Berlin epidemisch ausbreitet.

 

Ein "konkretes Beispiel" wird also angeführt, das leider nirgendwo mit Titelangabe konkretisiert wird (allenfalls irgendwelche exotischen Shorts von Lumière wurden genannt). Klassische Filmtitel werden nicht genannt. Selbst wenn das obige Beispiel zuträfe, dann verschweigt das Marketing die Majorität von Beispielen, die dem positiv auf 35mm entgegenzusetzen sind. Andere Beiträge in diesem Thread führen sie in Hülle und Fülle auf, und sie reichen von Oslo über Hollywood bis hin zu vorangegangenen Retrospektiven im Münchner Filmmuseum: purer Darbietungen auf 35mm-Filmbandoriginal.

 

Ein Eastman-Dup, @Herr Sturges, muß nicht zwingend Abstriche an der Güte mit sich tragen. Wenn sie es nicht mögen, dann nehmen Sie ein Fuji-Dup.

Gleichwohl gibt es genügend Fälle negativer Dupkopierung. Was sich damit paart, daß doch auch die viel beschworenen DCPs nicht in allen Fällen von Originalen erstellt werden. Hier betrachte man profane Kopien-Scans im BFI oder in der SDK, wo man scannt um des Scannens wegen, um eben ein innovatives Geschäftsfeld anzufeuern.

 

2K DCP, beide "Augen" vom Kameranegativ, entspechend digital bearbeitet und angepasst
heißt es weiters. Das kann alles oder nichts bedeuten, positive wie negative Symptome mit sich führen.

BeitragVerfasst am: Do Apr 15, 2010 8:27 pm Titel:

magentacine hat folgendes geschrieben:

Für die Präsentation eines ganzen Films sollte man in einer solchen Reihe - sofern verfügbar - natürlich das Filmbandoriginal einsetzen.

 

 

Konkretes Beispiel:

 

Ein 3-D Film der 50er Jahre ...

 

Es liegt vor: 35mm Filmband, ein Auge TC-Kopie vom Original, anderes Auge Eastman Dup mit den entspechenden Abstrichen ...

 

Es liegt weiterhin vor: 2K DCP, beide "Augen" vom Kameranegativ, entspechend digital bearbeitet und angepasst ...

 

In der Projektion hat das DCP eindeutig den bessern Bild- und 3-D Eindruck, die 2-Band Projektion leidet unter ungleichen Filmbändern ... was soll gezeigt werden?

 

Wer sagt das? Hörte man solche Reden in Los Angeles und Oslo? Verbreiten tut dies @preston sturges, weil er den Glauben verlor.

 

Die Variante, die dem entspricht, was das Publikum 1953 wahrscheinlich in Deutschland gesehen haben mag, oder die Variante, die mit Mitteln der heutigen Technik etwas zu rekonstruieren vermag, was die Filmemacher zur Zeit der Entstehung gerne gezeigt hätten ... Eine einwandfreie Projektion, die von Unzulänglichkeiten der Technik weitgehenst frei ist und den Blick auf das Wesentliche lenkt.

 

Selbstverständlich ist die Variante, die 1953 gesehen wurde, das historische Filmoriginal. Es ist allenfalls akademisch interessant, ob man es damals hätte verbessern können oder heute erstmals verbessern, d.h. eigentlich "verändern" sollte.

Beispiel: das einwandfrei belichtete Negativ braucht, wenn intakt gelagert, nicht "verbessert" zu werden, sondern bedarf einer filmischen Restaurierung im historisch gewollten Format und in der historisch adäquaten Technologie: was alle Mussen der Bildenen Künsten oder Musik so handhaben.

Die - Verzeihung - Degenaration solcher Hypothesen wie obenstehend versammelt, ist typisch für eine geldgierige Szene.

Hier muss man entscheiden: Entweder technische oder dramaturgische Authentizität ...

 

Gut, daß Sie das nicht entscheiden. Das Gleichnis für sich betrachtet hat mit der Dramaturgie außerdem nicht im Geringsten etwas zu tun.

 

Bei aller Liebe zur Kinotechnik: Ohne funktionierende Geschichten, erstklassige Schauspieler, hervorragende Regisseure, einfaltsreiche Kameramänner, geniale Komponisten, professionelle Schnittmeister etc. wäre Kino schon längst tot.

 

Drehen wird doch diese These einfach um. Es könnte auch heißen: "Ich verkauf' Euch was, und das sind Träume und Illusionen, die gut verpackt sind. Ich bezeichne jede marktfähige Verkaufstechnik als legitim im Sinne des Geschichtenerzählens und schauspielerischer Entfaltung. Der einfaltsreiche [sie meinten "einfallsreiche"?] Kameramann und geniale Komponist, auch wenn alle tot sind, den nehme ich als Zeugen für meine Verwertungspraxis".

 

Kinotechnik ist nur ein Mittel zum Zweck und nicht Selbstzweck

 

Eine antiquierte Aussage.

Ich stelle dem entgegen: Technologie hat einen Eigenwert und eine Eigendynamik, die dem Skript oder narrativen Content ein anderes oder neues Gesicht verleihen. Das Gesicht für sich genommen, auch ohne Sprache, ist bereits Ausdruck genug.

Oft ist sie es erst dieses neu zu kreierende Instrument, um überhaupt neue Filmstile und Varianten zu ermöglichen, auf die kein Filmemacher von selbst gekommen wäre (siehe digitale Filmexperimente von Peter Grenaway u.a.)

Ihre Verteidigung einer "dienenden" Funktion hinkt noch der hegelianischen Philosophie des 18. Jhds. hinterher.

 

Persönlich möchte ich anmerken, dass nicht wenige filmtechnologische Leistungen mir mehr Respekt einflössten, als die Profanation der Wiederholung sich wiederholender narrativer Plots und "starker Stories" in Fortsetzung und Agglomeration.

 

@preston sturges verneigt sich nun vor Story und dem Schauspieler als Vehikel der Fetischbildung - was klar im Widerspruch zu seinem Interesse am 3-D- oder am Todd-AO-Film steht. Er schätzt "Avatar" eben so wie "300" oder "The Alamo" - aber es hat keiner dieser Filme je einen anderen Wert hinterlassen außer dem auffälligen Umgang mit avancierten Produktionsmitteln, die als Marke auftreten, ohne Geist und Kunst zu beflügeln.

Daher glaube ich: @preston sturges verkauft m.E. zunächst Marken, nicht aber Filminhalte. Gefühl und Emotion sind Staffagen: geflügelte Worte des Marketing. Und dies gilt es zu begreifen, wenn hier jemand insinuiert, die alten Meister hätten geträumt von heutigen Produktionsmethoden (die sie aber, so meine Auffassung, in der Mehrheit gar nicht hätten erahnen können), und eine Uminterpretation mit modernsten Medien sei per se legitim, wenn sie nur Aufmerksamkeit schafft.

 

Das ist manchmal legitim, immer öfter aber eine perfide Ausrede, jedoch niemals Museum.

 

„Nicht ein künstlerischer Impuls hat die Entdeckung und allmähliche Vervollkommnung einer neuen Technik herbeigeführt, sondern eine neue technische Erfindung die Entdeckung und allmähliche Vervollkommnung einer neuen Kunst. (S. 343) Indem sie mittelbar sein muß, ist kommerzielle Kunst vitaler als nichtkommerzielle, und deshalb hat sie weit mehr Wirkungsmöglichkeiten, im guten wie im schlechten“ (S. 354), bemerkte Erwin Panofsky 1947 [Aus]

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Warum äußert sich nicht der angesprochene @magentacine zu den obigen Aussagen? Harmonisüchtig geworden - oder ist das der konsensuale Kompromiß zwischen Neu und Antiquitätenhandel und wir katapultieren dank bequemer HD-Beamer ganze 120 Jahre Kinematographie kurzerhand "in die Tonne"

 

Noch alles klar bei Dir?

 

Muss man neuerdings innerhalb von 4 Stunden sich hier äußern? Ansonsten wird man sofort als "harmoniesüchtig" beschmipft?

 

Dein Verhalten nimmt bedenkliche Züge an, Deine demagogische Wortwahl übrigens auch ... "Vernichtungskrieg" ... "Technik-Fetischist" ... "liquidieren".

 

Kein Wunder, dass sich immer mehr Forumsmitglieder an Deinen Diskussionen nicht mehr beteiligen wollen und einfach schweigen.

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Ich möchte noch auf einen anderen Aspekt dieser Retrospektive mit 3D-Filmen im Filmmuseum München hinweisen. Ich dachte ja früher, der mechanische Film würde noch sehr lange im Kommunalkino, Museumsbereich etc. eine nennenswerte Nische haben. Aber wie wir sehen, schätzt nicht nur das Publikum, sondern selbst Museumsleute die Vorzüge eines ordentlich gemachten DCP. Hätte ich noch vor 3 Jahren nie und nimmer von den Museums-Staubmäusen erwartet. So kann man sich irren! Wenn ein Repertoirefilm erstmal als akzeptables DCP vorliegt, wüsste ich keinen Grund, ihn mechanisch vorzuführen – es sei denn, das Kino ist noch nicht digitalisiert. Sobald diese Digitalisierung abgeschlossen ist – wann auch immer- ist es aus mit der Nische. Ich wünsche all den zerschlissenen mechanischen Kopien, die mich als Kunde mit ihrer miesen Qualität so sehr gemartert haben, dann von Herzen, das sie in gute Sammlerhände gelangen – oder auf den Recyclinghof.

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@cinerama:

Wo ich bin, geht nichts, aber ich kann nicht zu jeder Zeit überall sein! :)

 

@preston sturges:

 

Die Frage, was man zeigt, um sich dem historischen Material und Filmwerk anzunähern, ist natürlich nicht pauschal zu beantworten.

 

Das genannte Beispiel mit TC links und Eastman-Dup (ich vermute, Du meinst ein altes Dup, also mit anderer Kornstruktur, Schärfe- und Farbwiedergabe) ist sicher ein Grenzfall, aber wie Jeff Joseph gezeigt hat, ist es durchaus möglich, authentische zeitgenössische Kopien korrekt zu projizieren.

 

Eine digitale 3D-Projektion kann sicher besser aussehen als eine verfälschte Filmprojektion, so würde ich persönlich eine digitale Vorführung in echtem Schwarzweiß den 1980er-Jahre-Anaglyphenkopien von Filmen vorziehen, die bei der EA in Polarisations-SW liefen.

Was kostenmäßig machbar ist, muß natürlich der Kurator der Filmreihe entscheiden, da auch die Kinematheken nicht mit der Gelddruckpresse arbeiten können. Für Sonderformate Digitalprojektion als Quasi-Standard zu etablieren, finde ich problematisch, solange mit vertretbarem Aufwand auch eine material- und werkgetreue Aufführung realisiert werden könnte.

 

Sehr problematisch finde ich - jetzt mal filmhistorisch gesprochen - die Frage, was die damaligen Filmemacher wohl gewollt hätten, wenn sie heutige Technik zur Verfügung gehabt hätten.

Meistens ließe sich das sowieso nicht mehr feststellen, weil es die Tradition der oral history Interviews bei Filmschaffenden in großem Stil erst seit den späten 1970ern gibt. Wenn aber z.B. der von mir geschätzte William Friedkin meint, er müsse auf DVD FRENCH CONNECTION wie Michael Manns Neuverfilmung von MIAMI VICE aussehen lassen, nur weil es technisch möglich ist, dann hat das eben mit dem Klassiker von 1971 nichts mehr zu tun.

Auch die wiederholten digitalen Faceliftings der STAR WARS-Folgen IV-VI wurden vom Rechte-Inhaber und originalen Schöpfer so gewollt - eine filmhistorisch korrekte (nicht: kommerziell sinnvolle) Repräsentation der Originale wären sie nicht.

 

Völlig unproblematisch wären m.E. 35-mm-Neukopien einiger Over/under-Streifen aus den 1960ern, zum Beispiel Arch Obolers SciFi-Produktion THE BUBBLE. Leider zur Zeit nur als greuliche Farbanaglyphen-DVD zu sehen...

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Für Sonderformate Digitalprojektion als Quasi-Standard zu etablieren, finde ich problematisch, solange mit vertretbarem Aufwand auch eine material- und werkgetreue Aufführung realisiert werden könnte.

 

Sehe ich auch so, glaube aber nicht, dass das Filmmuseum München Digitalprojektion als Quasi-Standard für 3-D einführen möchte. "Dial M for Murder" läuft ja auch in 35mm Dual-Projektion.

 

Aber gerade die älteren 3-D Filme kann man oft nicht mit vertretbarem Aufwand beziehen. Da ist dann ein DCP in meinen Augen schon eine gangbare Alternative, um den Film seinem Publikum in 3-D überhaupt zeigen zu können.

 

Es werden zur Zeit einige der älteren 3-D Filme gescannt, digital bearbeitet und in Kürze auf DCP verfügbar sein. Diese Filme würde man ohne DCI 3-D wahrscheinlich nie mehr in einem Kino in 3-D sonst sehen können ... ich freue mich jedenfalls darauf.

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Dein Verhalten nimmt bedenkliche Züge an, Deine demagogische Wortwahl übrigens auch ... "Vernichtungskrieg" ... "Technik-Fetischist" ... "liquidieren".

 

Kein Wunder, dass sich immer mehr Forumsmitglieder an Deinen Diskussionen nicht mehr beteiligen wollen und einfach schweigen.

 

Moment, Technikfetischisten haben wir geschrieben, allerdings mit Smiley, auf niemanden direkt gemünzt :)

 

Und zurück zum Thema: DCPs sind die einzige dauerhafte Formatwahl für die ganzen Klassiker im musealen Einsatz, das muss man einfach verstehen. Alles andere schliesst Öffentlichkeit aus UND das der Mythos das Film nicht altert ist ja wohl ein Witz. Und den kann man eben NICHT durch einmal umkopieren perfekt erneuern, da geht immer Güte verloren.

 

Wir werden, in TOP Güte, zig Klassiker im voller Pracht wieder sehen können. Bspw. die Sound of Music 4K DCPs zeigen wie exzellent das schon seit Jahren geht.

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