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cinerama

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Everything posted by cinerama

  1. So, @tornadofilm: da Du mir mit gewisser Ironie diese polarisierte Sicht nachsagst, sie als völlig abstrus beurteilst, muß ich der ironischen Kritik entgegnen, daß ich tatsächlich öfter so verfahre, wie Du oben andeutest. Dafür gibt es auch sachliche Gründe. Noch etwas anderes nur nebenher: ich verdiente Mitte der 90er-Jahre vielleicht weniger Geld, als Du es glaubst. Es war mir aber die Aussicht das härteste Sparen wert, einmal zum Widescreen Festival nach England zu fahren! Einräumen möchte ich aber, daß es in diesem Thread nicht erstrangig um den Stellenwert des auserlesenen Kinos mit gewähltem Format ging, sondern allgemein um den Titel "Die Befreiung". Das ließe sich auch unter Historikern diskutieren - unter Ausschluß der Bewertung des kinematographischen Apparats. - Zur Kenntnis genommen -
  2. Für die Verleiher eine Kostenersparnis, für das Kopierwerk die Einsparung eines Arbeitsganges (wobei mangels Tonnachentwicklung auch die Einnahmen dort sinken). Für die Kinos eine Zusatzinvestition, für den Umweltschutz ein deutlicher Fortschritt, für die Sound-Qualität bei neuen Kopien jedoch mitunter undefinierbar in den Parametern, für die Abtastung älterer Kopien mit Verschlechterungen verbunden.
  3. Alle Fotos stammen aus dem Cinerama in Seattle, USA. "Windjammer" ist ein Cinemiracle-Film, hier aber in einer Cinerama-Projektion präsentiert. Das Kino war in seiner Gründungsphase vom Boden über die Sessel bis zur Decke feuerrot. :roll:
  4. Ha, ha ... ich wollte es fast provozieren: den erwarteten Vorwurf des arroganten Wessis. Täusche Dich mal nicht, ich sei ein blanker Protegist des deutschen Kinos. Dann würde ich mich wohl kaum für "Die Befreiung" brennend interessieren? :lol:
  5. Der Terminus "Getthoisierung" ist durchaus gebräuchlich im Kontext mit Eingesperrtsein, Abschottung, Absonderung, Isolierung, Beraubung der eigenen Qualifikationen/Bedürfnisse/Emanzipationsfähigkeiten o.Ä. Auf dem Monitor erlebt ein Film folglich eine Getthosierung. Umso so trauriger, wenn hier über 70mm-Premieren-Kopien gesprochen wird, und als Ausrede hinterherkommt, man sei im Osten nicht zahlungsfähig und bleibe beim Video. Jedenfalls sagten mir neulich Kulturträger (aus dem Osten: in Dresden), als es um die Rettung eines dort gefluteten Roadshow-Kinos ging, in Anspielung auf die Vergangenheit wie die künftige Nutzung: "Damals mußten wir ja jede Woche 'Befreiung 1 bis soundso' hier ertragen, gottseidank sind diese Zeiten vorbei". Als Alternative schlug er Gespräche mit Investoren vor, die das Kino zu einer Art Merchandising-Kaufhaus nach amerikanischem Vorbild (!) umwandeln wollen. Auch vor dieser Erfahrung mutet es mir um so trauriger an, hier noch REKLAME FÜR DVDs veranstaltet zu sehen, da sich im "Osten" anscheindend jeder wohl schämt, russische Filme zu zeigen (um das im stillen Kämmerlein nachzuholen?). Kein Grund zur Freude also über DVD-Veröffentlichungen, sie geraten schlußendlich doch zum Leichentuch des Kinos und laufen der historisch belegten Distributionsweise diametral zuwider.
  6. Ach ja, hatte es verwechselt, also LED (alles schon etwas länger her). Spaltoptik Victoria habe ich ebenfalls als sehr gut in Erinnerung, es ist also beileibe nicht alles schlecht an Cinemeccanica, im Gegenteil.
  7. Dem wolllte ich theoretisch nicht zu widersprechen wagen, aber die Anekdote hinzüfügen, daß ebenfalls um 1999 in einem mir vertrauten Vorführraum Bauer U4-Maschinen (die verrostet waren) herausgenommen wurden und gegen eine neue FP 30-D ausgetauscht wurden, die @odiugs oben gezeigtes Kombi-Tongerät eingebaut hatten. Schon aufgrund der Laser-Analogtonabtastung war ein bahnbrechend verbesserter Frequenzgang deutlich hörbar. (Was nicht die anderen Mängel wie Hoch- und Gleichlaufschwankungen ausschließt, nebst der fragwürdigen Lichtton-VV, insbesondere bei der jüngeren Kinoton-16-mm-Bildwerferversion).
  8. Mir ist schon klar, daß neue Vermarktungsstrategien für das in den letzten 20 Jahren stark geschwächte Repertoire stets an Events gekoppelt werden. So wurde der dvd-Start von "Once upon a time in west" von einigen singulären Kinoeinsätzen (z.B. im Berliner Zoo-Palast) begleitet. Unter dem Strich betrachtet ist das also mehr als eben gar kein Kinoeinsatz. In der Diskussion aber ist es erlaubt, auf die Paradoxie der gesamten Verwertungskette einmal hinzuweisen und "utopische Forderungen" zu stellen. Ob nun bereits dem karlsruher Einsatz die dvd-"Premiere" zugute kommt, an die sich die Berliner 'Urania' anhängt, weiß ich sicher nicht. Da aber einige in diesem Thread bereits fragten, wie denn die dvd sei und woher man sie bekäme - und Du hierfür noch gönnerhaft Werbung machst, was ich nicht könnte - fragt sich schon: kommt dieser videophile Gast auch in die Special Screenings mit den wirklich fabelnaften 70mm-Kopien oder zieht er sich aus Bequemlichkeit die Silberscheibe rein? Aus dieser Einschätzung heraus interssiert mich die utopische Forderung: was passiert, wenn ein Rechteinhaber es sich leisten könnte, Distributionsrechte für einen Film zu erwerben (zzgl. der Videorechte), und diese Videorechte auf Jahre/Jahrzehnte hinaus nicht wahrnimmt, in dem er auf die Exklusivität der Kinoauswertung hinweist? In einigen Fällen dürfte er Verlust erleiden, gerade wenn der Film kein großer Erfolg war. Handelt es sich aber um einen zeitlosen Klassiker ("Uhrwerk Orange - Special Edition", "Cleopatra"-Langfassung von 7 Std. - hier als beliebige Bsp. angeführt), wird die Aura des Kinos hierdurch exponiert aufgewertet. Wer dennoch zu Hause bleibt, scheint für Theatervergnügen jeder Art ohnehin nicht geeignet, aber für diese Filmfans würde ich mich solange nicht engagieren, wie sie aus Ihrem Fernsehghetto ncht herauskommen. Was ist nun realistisch, wenn viele Entwicklungen der jetzigen Branche nicht unbedingt filmtheaterfreundlich verlaufen? Realístisch ist demnach, mit dem Gegenteil zu experimentieren (wenn man es sich leisten kann...). 8)
  9. Nein, nein, das Zitat "ich spüre eine Erschütterung der Macht" ist doch aus dem Sternenkriegsfilm No. 1 entnommen, wie Dir bekannt ist, wo Alec Guinness auf Tatoine die Zerstörung des Planeten Aldrian durch die kalt-stählerne Kampfstation "Todesstern" erahnt (der alsbald selbst durch eine Abwandlung der "List Davids" in die Luft fliegt). Mein Lieblingsvergleich bei jeder passenden Gelegenheit, bezogen auf den Ruin der Berliner Kino-Boulevard-Kultur: gewissermaßen durch den "Ring des Bösen" bewirkt (ein Abspielring der Firmen UCI, CineStar, CinemaxX), wurden die traditionsreichsten Lichtspieltheater des Kurfürstendamms - vom Hollywood über das Astor, vom Gloria-Palast bis zum Royal-Palast - durch eine inkompetente Stadtplanungspolitik der Berliner Standortpolitiker im Einvernehmen mit besagten Multiplex-Investoren zerstört. Im "Sieg des Bösen" aber, wenn wir derart literarisch anspruchsvoll bleiben, liegt zugleich immer der Keim zur Selbstdestruktion: das Böse sammelt sich als Gift im Organismus und kann auch durch halbherzige Kuren & Reformen nicht mehr entschlackt werden. Bei der UFA kamen die Reformen ebenfalls zu spät: das Publikum ebenso wie die Mitarbeiter waren dermaßen verprellt worden, daß jeglicher Reform der Rückhalt fehlte. Für alle Seiten machen sich somit die alten und neuen Konzentrationsprozesse am Markt schlecht: für Mensch, Natur, Kunst und Technik. Der Berlinale-Festspieldiektor Kosslick übrigens sagte 2003 angesichts des West-Berliner Kinosterbens: "Man muß sich Gedanken über die Zukunft des Kinos machen, gerade auch architektonisch. Wir leben bereits jetzt in einer Nach-Multiplex-Ära". Nach Kosslicks anfänglicher Tapsigkeit beim Amtsantritt staune ich von mal zu mal mehr über seine intellektuelle Weitsicht. (Abgesehen davon, daß er denselben Lieblingsfilm und das selbe Lieblingskino wie ich hat.) :wink:
  10. Ja, die ersten Streikbewegungen bei der UFA habe ich auch noch Mitte der 80er mitbekommen, als man sogar in Freiburg aufgrund einer Betriebsratsgründung das gesamte Kinocenter dicht machte. Das kann sich aber am weltberühmten Potsdamer Platz in Berlin derzeit keiner erlauben, auch wenn die Kinos noch so schrecklich aussähen und keiner mehr hinginge: diese Art minderwertiges Hauptstadt-Entertainment muß irgendwie weiterlaufen, zu sehr haben hier Staat und Konzerne investiert. Die Parallele Heinz Riech zu Marlis Kieft/Flebbe/Kloiber spüre auch ich (beinahe filmisch": wie eine "Erschütterung der Macht"). Ich glaube kaum, daß Kino, das auf derartigen geistigen und moralischen Fundamenten fußt, übermorgen noch eine Reputation aufrechterhalten kann ... zu viel hat sich dann angesammelt, um diese oder jene Firma noch halten zu können. Oft kam es danach zu Verkäufen und Zersplitterungen der Kinoketten und deren Aufteilung unter sog. Diadochen-Herrscher. Aber dies kann ich mir bei Multiplexkinos, die keinen Theater-Nimbus innehaben, schwerlich vorstellen. Möglicherweise zeigt die Zukunft eine kinolose Zeit, wenn heute nur noch stromlinienförmige Kinobetriebe durch fortlaufende Bankkredite und Verleihergarantien am Leben gehalten werden, obwohl diese Wirtschaftsweise nachweislich inflationär ist. Darum müssen wir schon heute für andere Lebensbedingungen und eine andere Kinorepublik eintreten, ehe noch mehr Mensch & Kultur unter die Räder kommen.
  11. Sehr gut natürlich - wie gesagt, die Kopie war kopiertechnisch dem (inhaltlich nicht minder interessanten) "Krieg und Frieden" haushoch überlegen. Color Fading gibt es nur begrenzt bei Orwocolor, allerdings ein gewisses Dichtepumpen bei allen osteuropäschen Materialien. Noch schöner wäre eine WA unter dem Motto: "Exklusiv nur im Kino - kein TV-, Video- und DVD-Vertrieb!" So war's noch Mitte/Ende der 70er-Jahre mit dem Breitfilmrepertoire, und die Filme hatten monatelange Wiederaufführungen zur Folge, wenn ich da nur an "Ben-Hur" alle 9 Monate in Berlin denke und mir fast schwindelig wird, sobald man sich die alten Annoncen wieder hervorkramt... :dance1:
  12. Also die von Dir belächtelte Option, synchron verkoppelte Bandspieler oder andere Tonmachinen erneut zu installieren, finde ich eine sehr vernünftige Lösung für Einzel- und Special-Venue-Theater, die auf die besondere Präsentation Wert legen. Es käme auch preisgünstiger, als eine Commag-Magnettonkopie zu ziehen und hätte mind. eine solche Tongüte vorzuweisen. Dass dies im "normalen" (?) heutigen Vielzeller-Kino keine Rolle mehr spielt, ist ein weiteres Thema. Allerdings ist auch eine dts-Diskussion dort redundant, habe ich den Eindruck - nur wenige Enthusiasten machen sich dafür stark. Bei allem Verständnis aber für die Tatsache, daß dts eine durchdachtere Lösung gegenüber DD oder SDDS sein mag, so gewaltig sind die hörbaren Unterschiede nicht, und die weitere Degradierung des Stellenwerts der Bildkopie, sobald dts ein autonomes Leben führt, finde ich sogar bedenklich. So würde ich heutzutage eher für andere Anlässe auf die Barrikaden gehen, als für dts die Kastanien aus dem Feuer zu holen - ist jedoch meine emotional eher distanzierte Sichtweise zur Digital-Technologie.
  13. Diskussionen über DVD sind völlig kontraproduktiv, wenn man Roadshow-Kino macht. Somit mache ich DVD-Antiwerbung, indem ich - indirekt die Zweifel von @filmempire wegen der Todd-AO-Qualitäten kommentierend - auf die Präsenz der gebogenen Todd-AO/Cinerama-Bildwand des karlsruher Kinos in der Marienstrasse hinweisen möchte, die einen höchst originären, authentischen Zug aufweist. Hiermit sind nämlich grundlegende Voraussetzungen für einen effektiven Todd-AO-Eindruck gegeben, der sich auf flacheren Leinwänden (auch wenn sie in einigen Mulitplexen gelegentlich mit über 20 Metern Breite sich stattlich ausnehmen) nicht ohne weiteres einstellt. Man kann sich der Todd-AO-Sache also nur nähern, aber nicht automatisch alles perfekt voraussetzen, was in den letzten 35 Jahren weltweit vermasselt worden ist. Zum Film "Befreiung", dessen o.g. Presseheftzitate mich ungehalten werden ließen, sei noch gesagt, daß es sich um einer der teuersten Produktionen der Filmgeschichte handelt, und daß etwaige befürchtete "popagandistische" Züge aus meiner Sicht eher einem Bemühen um Objektivität gewichen sind. Teuerster Film der Russen-Epen bleibt jedoch "Krieg und Frieden" und "Waterloo". Ersterer ist nachwievor (und noch vor "Titanic" und "Cleopatra") der teuerste Film der Welt.
  14. Der soziale Kahlschlag in einigen Multiplexen ist natürlich eine Folge von Mißmanagement und enthemmter Globalisierung. Das tägliche Tröten auf allen Medien, die dt. Arbeitnehmer müßten sich mit ihren Leistungen und Bedürfnissen dem "Weltmarkt" anpassen, ansonsten werde man untergehen, täuscht doch in demagogischer Weise darüber hinweg, daß Unmengen an Geld in sinnlosen Investitionen und auf dem internationalen Spekulationsmarkt "verbrannt" wurden. Umso erstaunlicher, daß die CinemaxX AG in Ihrem Jahresbericht ein erfolgreiches Kinojahr 2004 vermeldet, dabei ihre komplette Entschuldung durch die Übernahme durch Tele-München/Concorde (Dr. Kloiber) zitiert, wobei dem Herrn Flebbe und dem Vorstand ein Bonus für die gute Geschäftsführung der letzten Jahre zugeschanzt wurde (vgl. Selbstdarstellung auf www.cinemaxx.de). Gleichzeitig kündigte der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende, Hans-Joachim Flebbe, härteste Auseinandersetzungen mit den Gewerkschaften an, womöglich, um die an die Greater Union Filmpalast verlorengegangene Marktführerschaft auf diese Weise zurückzugewinnen. Wie wenig Achtung gegenüber den eigenen, offenbar als "austauschbar" bewerteten Mitarbeitern darin zum Ausdruck kommt, konnte ich einer weiteren "Erfolgsmeldung" ebd. entnehmen, wonach mit den werten Geschäftspartnern, den Filmverleihern, ebenfalls gute und einvernehmliche Lösungen bei der Verleihmiete erzielt worden seien. Hört, hört - mit den Verleihern verhandelt man, aber die eigenen Mitarbeiter dürfen glücklich sein, daß noch keine 1-Euro-Jobs eingeführt wurden? Es ist gut, daß die Multiplex-Jubelpresse langsam mitbekommen hat, wie hier wie dort Kino gemacht wird, wie man das Publikum und vor allem seine Mitarbeiter schätzt. Ich kann nur hoffen, daß sich die Streikenden nicht billig abspeisen lassen, zumal die Festspiele nahen und man bei den Konzernen den Skandal fürchtet. Seid gewiß, daß man jeden Trick zur Mäßigung der Situation dort anzuwenden weiß! Die Flugblätter werden und müssen also verteilt werden, selbst wenn es zwischenzeitlich tarifliche Übereinkünfte geben sollte. Immerhin gibt es ja auch noch die darbenden Kollegen bei CineStar, wo weder Betriebsrat noch Gewerkschaft zu den deutschen Vokabeln gehören! Glück auf und gut Licht!
  15. Was ist denn unklar? "Eure" karlsruher "Archivkopie" angehend, denke ich, daß ich sie noch letzte Woche in Berlin-Wilhemshagen herumstehen gesehen habe (Bundesarchiv). Immer hübsch bescheiden bleiben und nicht so angeben! :wink:
  16. So langsam, @preston sturges, geben Deine PR-Texte Anlaß zum Widerspruch: "Die Befreiung" ist keine exklusive Entdeckung oder erstmalige Aufführung durch Euch in Karlsruhe, die gezeigte Version ist auch nicht Eure Archivkopie, sondern Eigentum der Bundesrepublik Deutschland (Bundesarchiv-Filmarchiv Berlin) und von Progress Filmverleih GmbH. Auch hatte die berliner Urania bereits seit Anfang der 90er Jahre (tatsächlich "erstmals" im westl. Teil Dtlds., vorher war die Rechtslage nicht gegeben) osteuropäische 70mm-Filme gezeigt und ist nicht erst durch Eure behaupteten Archivgüter auf den Geschmack gekommen. Lassen wir doch bitte die Kirche im Dorf... Dankeschön. Jetzt macht Ihr Euch in Karlsruhe die anerkennenswerte Mühe, den Film komplett und im Originalformat zu zeigen, und dann kommt eine Rechtfertigung für den DVD-Vertrieb? Also ich lasse mich ja spaßeshalber dann von dem brillanten 70mm-DVD-Transfer überzeugen, möchte aber hinzufügen, dass bei "Krieg und Frieden" die neue digitalisierte DVD-Version vom 35mm-Master bearbeitet wurde und keinen Anlaß zum Lob gibt.
  17. Ich denke schon, eine leichte Verbesserung bei Auflösungen bis 24Bit und 96kHz herausgehört zu haben, insbesondere bei der Digital-Projektion hinsichtlich der verbesserten Dolby-Wiedergabe. Von Optimum spreche ich allerdings noch lange nicht, und auch mir kommt es lächerlich vor, für dts "Kämpfe und Boykotte" zu unterstützen, solange die Firmen nicht gewillt sind, endlich für die analoge Projektion ihr 96 Hz/24bit-System "dts-HD" resp. Dolby ihr System "Dolby Digital Plus" einzuführen, sondern sich dies für das Digital Cinema oder den DVD-Markt vorbehalten. Von daher bleiben Dolby und dts ebenso wie Texas Instruments usw. in meinen Augen die Totengräber des Kinos.
  18. In dieser Erwartung natürlich nicht, deshalb sollte man es ernsthaft betreiben, als Event ankündigen und eine Kopienrecherche starten. Das ewige "Rein-Raus-Spiel" wie beim Mainstream-Neustart funktioniert mit Programmkinoware eben nicht. Und vor Polyester-Zeiten sahen die Kopien noch viel garstiger aus... an DVD war noch gar nicht zu denken.
  19. Deswegen heißt unserer Berufsstand auch "Filmeinleger" - und die obligate Technik aus dem 19. Jahrhundert "Filmmühlen". Beides in Allianz wirkend garantiert dafür, daß Späne fliegen... ...bei Digital Projection fliegen dann Festplatten durch die BWRs: schrammig, klebrig, droppig - und alle jammern, welch' alte Ware die Verleiher wieder ausliefern. :roll: Apropos Schimpfkanonade auf verregnete Kopien, @Rio: sie lassen sich gut regenerieren, die Kopie ist danach oft wie neu! Man kann durchaus seinem Publikum viel anbieten, wenn man es ernsthaft genug betreibt.
  20. Das ist schon wahr, wenngleich ich nicht von "'absolut' zuverlässigem Ton" sprechen würde. Er ist besser als alle bekannten derzeitigen 35mm-Digitaltonformate, aber nicht der sozusagen "heilige Gral des Absoluten", was man gerne hätte. Kann schon sein, aber ebenso spiegelt diese Formulierung einen gewissen Fortschrittsoptimismus. Ich sprach oft mit Ingenieren darüber, die auch skeptisch bleiben, insofern, daß die Entwicklungen im notleidenen Kinosektor ja auch "konstant" stehen bleiben könnten. Will heißen, Digital Cinema stagniert im Kinosektor, aber explodiert im Home Cinema-Segment. Diese Fragen war bislang keiner in der Lage überzeugend zu beantworten. Auch in bezug auf ältere Filme dachte ich oft darüber nach, pers. Lieblingsfilme (aus einem bestimmten Formatsektor) "günstiger" als auf Large Format dann als 6k-Datenträger zu vervielfältigen. Aber streng genommen bräuchte man für einige Titel mind. 12k und entsprechende Beamer. Somit ist man an dem Punkt angelangt, wieder die Hände in den Schoß zu legen, weitere zehn Jahre auf die Einführung des "richtigen" Digital Cinema zu warten, anstatt endlich wieder alte Filme zeigen zu können. Daher mein Desinteresse an dieser Technologie. Off-Topic ... also zurück zu dts. Obenstehend verdient @Marco_Baldrino eine Antwort!
  21. Das ist haargenau so. Allerdings bemerkte ich auch bei einigen Multiplexen am Potsdamer Platz in Berlin, daß allenfalls noch vor der Berlinale ein Techniker geholt wird, oder sobald bereits alles "steht". Für die Nicht-Multiplexe kommt kritisch hinzu, daß dort einige alte Anlagen - die theoretisch besser sein könnten als neue - nicht immer nach dem hehren Ziel der Liebe zur vollkommenen Bild- und Tondarbietung installiert wurden, sondern wirklich nur alt sind, sodaß dort selbst Geräte mit bekanntermaßem guten Bildstand (alte Philips-, Bauer- und Ernemann-Serie) nie überholt, gewartet oder gescheckt wurden und folglich genau so "wackeln", wie jede zweite nagelneue E-15 oder FP-30 E in einem Multiplex. Insofern bin ich mir noch immer nicht sicher, welche Betriebsform (in bezug auf technische Bemühungen) die schlimmere ist...
  22. Offenbar sind es Marktgesetze des Mainstreams, die nach einer Zeit der Vielfalt und Innovationsfreude zu eine "Vereinheitlichung" der Standards, Equipments und Vermarktungsquoten zwingen. Ehrlich gesagt: ich würde, vor den Druck gestellt, dem Publikum überhaupt einen Digitalton anbieten zu müssen, als Pfennigfuchser voll auf Dolby Digital-Ton setzen, der bei jeder Kopie einsetzbar und vermarktbar ist. Hier stimmt im Gegensatz zu allen anderen Verfahren die sog. Wareneinsatzquote. (Das ich das persönlich falsch und traurig finde, brauche ich nicht weiter zu kommentieren. Aber eine ähnliche Logik soll auch das Digital Cinema schmackhaft machen. Hoffnung besteht nur dort, wo sich einzelne Kinos vom Mainstream abheben wollen und eine Kundschaft gewinnen können, die Innovationsfreude honoriert.)
  23. Weg damit, auch wenn es der eigene "Lieblingsprojektor" ist. Ich würde im Zweifelsfalle sogar einen von mir gehaßten Projektor (z.B. Wassmann) aufstellen, wenn der Bildstand richtig gut ist. Den größten Ärger in puncto Bildstand in den letzten Jahren habe ich leider bei der Meo erlebt (weiche Kreuze), obwohl der Projektor ansonsten grundsolide ist und eine gute Filmführung hat. Trotzdem: wenn man irgendetwas noch am Kino retten will: raus mit allen klapprigen Gurken (oder noch besser: ein gutes Austauschgetriebe auf Vorrat halten). Gerade ein paar Programmkinos z.B hier in Berlin aus der autonomen Szene sind Hauptsünder in puncto Bildstand, faseln aber jeden Tag von den Segnungen des Digital Cinema. Solche Kinomacher sind mir dermaßen suspekt ... dicht gefolgt von vielen Multiplexen, wo es nur wenig besser aussieht. Genau solche Zustände anno 2005 und seit jeher vertreiben den letzten Kunden, nicht - wie hier von allen Vorrednern richtig erkannt wurde - das für den Kunden unwissentliche Fehlen des Digital Cinema.
  24. Genau, und:achtet supergenau auf den BILDSTAND (Projektor ebenso wie Verleihkopie)! Das ist die absolut weiche Flanke, wo man als Kino schnell angreifbar ist und ziemlich "alt" aussieht, finde ich.
  25. ....dann sollte man es abschaffen. Bringt ja nichts mehr, so man an den Spruch denkt : "Mach Dir ein paar schöne Stunden, geh' ins Kino!" (Wo sieht man denn heute noch schöne Bilder, abgesehen davon, daß sie "künstlerisch" verpönt sind?) Video sieht außerdem über Monitor oder Beamer eben besser aus als auf Film. Am einfachsten einstellbar über TFT-Bildschirm an meinem PC. Also, was sagt uns das?
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