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cinerama

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Everything posted by cinerama

  1. cinerama

    Dolby 70mm & Todd-AO

    Das ist auch ein wichtiges Thema, das leider nie wissenschatlich erörtert wurde, sondern mit Fragen des Geschmacks oder der Ästhetik erklärt wurde. Ich stimme der These aber zu!
  2. cinerama

    Dolby 70mm & Todd-AO

    Leider falsch. Dachte ich früher auch, die Cat. 64 wären fest für den Saal equaliziert: angeblich für alle Formate. Leider müssen bei Magnetton andere Einstellungen zur Optimierung gewählt werden, im Zweifelsfall alle Potiregler auf "12" (also lineare Übertragung) gestellt werden. Hier muß man sich zwei Sätze Cat. 64 kaufen, einen für die modernen Formate, einen weiteren für Magnetton. Zur Anmerkung der Primitivität früherer Magnettonvorführungen war das von Ort zu Ort unterschiedlich. Selbtverständlich gab es auch gut gewartete Anlagen, Stereodyn von Klangfilm u.a., die oft optimal eingepegelt und eingemessen wurden und mehrere Übertragerstufen besaßen im Gegensatz zum billigen Operationsverstärker der MPU von Dolby. Solche Töne klangen definitiv besser als auf Dolby-Geräten oder modernen schallgedämmten Auditorien, sofern die Röhrenverstärker und Lautsprecher intakt waren, die Kopien intakt waren und die Akustik und Magnetköpfe in Ordnung waren. Bitte nicht alles gleich schlecht machen, was alt ist! (All dies läßt sich in dieser Qualität mit MPU, CP 200 und THX leider nicht bewerkstelligen, weshalb es gilt, für den Magnetton gut erhaltene alte Anlagen wieder aufzubauen oder einen neuen Panastereo-Prozessor zu kaufen, wenn man den Magnetton wirklich liebt. Das sind Erfahrungen, die bitter waren und einen viel Geld kosteten: so habe ich den Tag verflucht, für Magnetton Dolby-Geräte angeschafft zu haben und wechselte zurück zur Röhrenkiste.) :o
  3. cinerama

    Dolby 70mm & Todd-AO

    Ich wußte, dies kommt als Antithese - und völlig falsch ist es ja nicht, einwandfreie Kopien zu erwarten und mit Terzanalyzern zu verfahren sowie anschließend konträr mit einem alten SMPTE-Testfilm (den mit dem "Klavier") gegenzuhören. Oder wie Du sagst, andere Verfahrensweisen zu suchen, die dies optimieren. Für neue Filme und neu gebaute Auditorien mag die THX-Sache ja zunächst etwas Beruhigendes und marketingtechnisch Brauchbares sein. Aber wie erwähnt, ist THX ja technisch und juridisch nicht flexibel im Alltagsbetrieb modifizierbar. Mein traumatisches Erlebnis kommt daher, daß ich (neben anderen Versuchen) mit einer 6-Kanal-Magnetton-Kopie in einem dieser Häuser vorstellig wurde, wobei die Kopie im Kanal Center-left Tonstörungen hatte. Mit Mischpult und Steckfeldern hätte man das gut in den Griff bekommen, zumal in diesen Auditorien ja doch nur 5 Frontlautsprecher in Betrieb waren. Jegliche Bitte, an der THX-Anlage - eigentlich nur die Vorverstärker MPU betreffend - eine Änderung vornehmen zu lassen, wurde kalt-höhnisch abgewiesen, ich solle doch eine neue Kopie liefern, Nun - da aber keiner mehr weltweit was nachzieht, frage ich mich: war der Zweck des Zusammentreffens nun, einen Film zu zeigen, der durchaus noch spektakuläre Qualität aufwies (mit kleineren Abstrichen) oder primär dem THX-Kultus zu frönen? Hier hat sich eine Technologie als Blockade für ein vielseitiges Programm erwiesen, das würde ich schon so festhalten wollen. Und für einige Firmen wie etwa CinemaXX wurde die Sache offenbar zu teuer, sodaß man sich hiervon trennte - ich denke, dies geschah aus geschäftlichen Gründen, nicht etwa, weil alle anderen Sälen a priori bereits THX-ähnlichen Standard aufwiesen, wie oft behauptet wurde. Teuer und was für Dummis. Gibt ja noch andere geistreiche Labels wie "5-Sterne Kino" und "Digital Cinema" usw. - aber lassen wir das...
  4. cinerama

    Dolby 70mm & Todd-AO

    THX?! :D mfG Christian Mueller Ach du Grüne Neune .. hebe dich bloß hinweg, Luzifer! Das war doch wohl das Letzte - der Magnettonvorführungs-Killer Nr. 1! Da bekanntlich bei Magnetton immer nachgebessert werden muß, ist diese (mit Panzerglasscheibe) verplombte Anlage wie ein Korsett für jede vernünftige Einstellung. Die Magnettonfilme müssen ständig überwacht, nachjustiert und mitgehört werden, denn nachstellen muß man bei dem alten Krempel bei jeder Vorführung in jedem Auditorium, was ich auch gut finde, wenn man das beherrscht. Habe in so einigen "ruhmreichen" THX-Kinos der siegreichen Kinomogule - Namen nenne ich nicht, sonst wird mir einer der Teilnehmer hier wieder sehr böse - damit nur komplett verkorkste Magnettonvorführungen erlebt. War die Kopie nicht nagelneu, konnte man die Sache eigentlich abblasen. Auf solchen "Weltraum"-Anlagen gab's noch Anfang der 90er Jahre einige Einsätze alter und neuerer 70mm-Titel .. großartig annonciert in THX und herumgereicht zwischen Einzelhäusern und Multiplex-Vorführanlernlingen ... war nur noch ätzend hoch drei. Klang im Zusammenspiel mit MPU, CP 200 und gedämmter Saal-Akustik außerdem wie aus dem "Mußtopf", man verzeihe mir die grobe Sprache. Das kann nur das Produkt eines Verrückten sein, der als Controllfreak von Allmachtsphantasien geplagt ist, anstatt bessere Filme zu drehen. Scheußlich und idiotisch! Eine Welt ... "weit, weit von der Galaxis"... :lol:
  5. cinerama

    Dolby 70mm & Todd-AO

    Da war meine Weltsicht wohl verkehrt? Denn auf das Academy-Dolby-Filter für alte Filme würde ich nicht einen Penny setzen. Umgekehrt aber sehr viel auf SR (gegenüber DD). Woher stammt denn Deine erstaunlich positive Beurteilung des Academy-Filters - und woher die so harten Abstriche an Spectral Recording? (Beides sehe ich genau umgekehrt!) Apropos Rauschkarte: die hat es seit den ersten Prozessoren gegeben (CP 50) - womöglich sogar noch früher: für Dolby-Studio-Anwendungen...
  6. Das weiß Stefan2 am allerbesten, da er einen solchen Normvorschlag mal erwähnte. Wurde aber angeblich von Sony wieder abgeblasen. Mich würde interessieren, wieweit dieser Vorschlag tatsächlich und nachprüfbar an die Originaltreue eines erstklassigen Magnettons herankäme - denn Dolby Digital tut dies leider überhaupt nicht und ist eine frappante Enttäuschung für das musikalisch geschulte Gehör ...
  7. Auch dieser Titel ist neu. Auf Th. Hauerslevs Seite http://www.in70mm.com/lists/blow_up/index.htm haben noch die beiden Amerikaner Coate/Kallay sich um eine Ergänzung der Blow-ups bemüht, aber nur sehr inkonsequent. Carr & Hayes haben das ebenfalls sehr locker damals gesehen, und es ist merkwürdig, daß dieser Band offenbar in Neuauflage jetzt erscheint (vielleicht mit dem Anhang "Wide Screen Corrections"...) :wink:
  8. cinerama

    Dolby 70mm & Todd-AO

    Sind doch aber (z.B. Cat. 280T) stets 20-bandige Equalizer-Karten mit einer daher differenzierteren Entzerrerkruve, genannt nach der "Kuhschwanz"-Charakteristik? :lol: Also doch immer die gleiche Karte für Licht- und/oder Magnetton. Was ist dann "variabel" (ich weiß das leider nicht...)? Erinnere mich nur, daß bei 70mm-Mag-Kopien mitunter keine zuverlässigen Voreinstellungen dieser Karten garantierbar waren und sie sich daher oft auch "pumpend" gebärdeten. :?
  9. Die 70mm-Fassung von "Rio Bravo" war für mich eine Neueigkeit. "Quo Vadis?" wurde ja auch von der MGM im dt. Verleihkatalog Ende der 60er Jahre "in 70mm" annonciert, ob die Kopie aber jemals lief - keine Ahnung. Gibt es über die fabelhaften spanischen Engagements noch Zeitungsannoncen, Hinweise Fotos oder Erinnerungen? Sehr spannend, in welcher Qualität die Blow-ups denn waren und wo diese Kopien verblieben sind (die könnte man ja noch heute zeigen, wenn man sich die Mühe einer Zweibandmischung macht)! Vielleicht ein Foto oder ein Bericht der Vistarama-Einrichtung noch erhalten? :hasi:
  10. Zwischen "Gone with the Wind" und "Star Wars" liegen noch ein gutes Dutzend andere Besucherrekordhalter aus den 50er- und 60er-Jahren: "The Ten Commandments", "Zhivago", "Sound of Music", "Ben-Hur" u.a., die ihr Geld nicht am ersten Startwochende einspielten, was @preston sturges als heutzutage erfolgsentscheidend (richtig) anführte, sondern oft erst nach einem Jahr oder bei den schon mit Beginn der Vorproduktionsplanung anivisierten Wiederaufführungen kommender Jahre. Das uralte Verwertungsprinzip fand ich teilweise doch faszinierend, wie lange Film im kulturellen Gedächtnis haften bleiben können, währenddessen die Jetztzeit des Blockbusters andere Ziele offenbar anstrebt: kein Risiko wagen, nicht provozieren, niemandem wehtun, alle Zensur- und Freigabehörden umschiffend, nicht zu tiefschürfend sein, nicht zu lange Vorstellungen abhalten (und langatmige Szenenausspielungen) - sonst "Zwangs-Eispause" in den Multiplexen; alles wieder schnell umschneiden, wenn ein Mißerfolg droht (noch am Tag der Weltpremiere und dann via Digital Cinema 9 Stunden später zum Europastart in neuer, geclonter Version). Das Mainstreamkino hat also heute etwas Neuartiges und mehr mit dem Chamäleon zu tun: sich in jede "Matrix" einzupassen, technisch "flexibel" zu sein, keine "Meinungen" zu vertreten und auf ("nervige"?) Botschaften zu verzichten. Alles hat beliebig zu sein, jedem sein Geschmack, nichts schmerzt und wird sichtbar verletzt, alles, was stört, kann oder soll sich künftig schnell "löschen"/"clonen"/uminterpretieren lassen. Der "Autor" verschwindet hinter diesen Bestrebungen oder wird vermutlich Handlanger und Handwerker des industriellen Merchandisinggedankens. (vgl. Kulturindustriedebatte bei T.W. Adorno/ M. Hockheimer). Früher war keineswegs alles besser und vieles sogar schlechter, man sollte aber heute aufpassen, für welchen Zweck man Filme produziert. (So wie die eingangs kritisierten "Regisseure", Mr. Lucas, Mr. Raimi, Mr. Jackson und immer noch - bedauerlicherweise - Mr. Spielberg.) :? Überdies gehörte "Spiderman 1" zu den tricktechnisch dürftigsten Fluganimationen, die ich jemals sah. Auch die Umkopierung der nur in 2 k animierten Special Effects in das 35mm-Format stachen gegenüber Realaufnahmen nachteilig hervor. Wenn hier bereits im ersten Teil "gespart" wurde und nunmehr Teil 2 im größeren ("echten"?) Scope-Format produziert wurde, ist Sparsamkeit sicher kein guter Ratgeber.
  11. Ja, ja, die berühmten drei Starttage - kein Wunder, bei so vielen Multiplexen und einem Vermarktungsprinzip, das doch nur dem Digital Cinema Tür und Tor öffnet. Dafür aber lief der größte Erfolg der 60's, THE SOUND OF MUSIC, jahrelang ohne Unterbrechung in den Roadshow-Kinos ... und hatte offenbar mehr Besucher als STAR WARS, SPIDERMAN, POTTER oder LORD OF THE RINGS oder TITANIC. (Box-Office-Liste leider nicht präsent, müßte aber hinkommen...) Ich würde aber wie die Vorredner ebenfalls die Marktdiversifikation hierfür verantwortlich machen. Ob indes Filme schlecht oder gut sind, war m.E. noch nie ein Kriterium für Blockbuster. Indertat: die Branche schafft sich selbst ab, und die weltfremden Fantasy-Regisseure sägen am eigenen Ast - oder sitzen längst auf einem anderen: denn allesamt sind die Herrschaften ja am Fernseher oder Computer "groß [und blind] geworden" und haben eine geringere Kino- und Kultursozialisation erfahren als frühere Hollywood-Tycoone, ganz nüchtern betrachtet. :dance1:
  12. War das nicht "Blutrausch der Zombies?" (War so in Berlin 1979 annonciert.) Monaural ist auch "Gone with the Wind", allerdings pseudostereophonisch auf 6-Kanal mit dem Panoramapotentiometer "gespreizt".
  13. Wie gesagt sollte man im A/B-Vergleich enmal abwägen. Die Körnung könnte in etwa identisch sein, die Schärfentiefe nun betreffend lobst Du ja selbst das eherne und somit zeitlose Gesetz aus von Aufnahmewinkel, Abblendungsgrad, Ausleuchtung und Objektivbrennweite mit allzeit gleichem Ergebnis (Deine These). Dennoch aber ist der Bildeindruck der 60er nicht mehr redublierbar, meine auch ich. TROJA hatte übrigens etliche scharfe (Außen-)Aufnahmen, hatte aber auch inhaltlich/technisch schlimme Schnitzer - von A - Z. :?
  14. Sollte man so lieber nicht stehen lassen, da kein akzeptabler A/B-Vergleich: es müßte schon die Londoner 70mm-Kopie von TROJA herangezogen werden, um mit HERKULES EROBERT ATLANTIS näherungsweise einen Vergleich, wie Du ihn anstellst, heranzutragen. Beide Titel sind optisch umkopiert (aufgenommen entweder in Technirama oder in Super 35) und können beide entweder nur auf 35mm oder nur auf 70mm - also im jeweils identischen Kopienformat - miteinander verglichen werden. Das ist deshalb schon beachtenswert, da bereits TITANIC (ebenfalls Super 35) auf 70mm-Blow-up-Kopie ein überragend besseres Aussehen gegenüber der Scope-Kopie (und jeder anamorphotischen Wiedergabe) aufweisen konnte. Zu ZOMBIE: erinnere mich, daß die Kinotransparente 1978/79 mit "4-Kanal-Stereo" warben. Weiß aber nicht, ob bereits Dolby-Kopien im Einsatz waren und wie der Film sich anhörte, da damals noch minderjährig. (Diese Kopie aber hätte ich schon gerne, wenn nicht gekürzt!)
  15. ... und etwas neuer - eine Nachlese zur Berlinale: http://movies.abacho.de/kino/kino_repor...ml?id=1553 sowie die Studie der Filmförderungsanstalt, die - George Lucas alles glaubend - frohgemut eine 10k-Sony-Kamera für die Produktion von "Star Wars - Episode III" ankündigt: http://www.filmfoerderungsanstalt.de/do...s_kino.pdf
  16. Mit der kleinen Ergänzung, daß viele Zeitzeugen den Sound der 35mm-Mag-Kopie besser fanden als den der 70mm-Mag-Kopie (bei "Jesus Christ Superstar"). "Fischer von Galiläa" habe ich in 70mm archiviert, aber lange nicht mehr gesehen (und vor allem gehört). Weiß gar nicht mehr, wie der Monoton verteilt war, dachte, er wäre auf allen 5 Frontakanälen überspielt gewesen... war aber in jedem Falle monaural. Bedenken sollte man noch, daß mit Panoramapotentiometer bei 70mm-Mag auf Mitte-links und Mitte-rechts gemischt wurde (Berliner Synchron Wenezel Lüdecke), in durchaus sinnvoller Weise, sofern ja maximal immer nur ein 4-Kanal-Master vorlag und fünf Frontlautsprecher hinter übergroßen Cinerama-Leinwänden zu bespeisen waren. Bei "2001" ist die Musik auch auf allen 5 Frontkanälen aufgemischt.
  17. Ein affines Verfahren präsentierte die EXPO 1966 mit "Die wehrhafte Schweiz". Eine Doku, aufgenommen mit drei MCS 70-Kameras und projiziert mit drei 70mm-Projektoren. Auf dem Bild ist näherungsweise noch die Winkelstellung der beiden flankierenden Leinwände um 45 Grad zu erkennen, deren Abstand mir jedoch sehr großzügig bemessen erscheint (vielleicht wollte man die unscharfen "Schwartenränder" gewisser Bildfenstermasken um entsprechende Streufaktoren reduzieren? Die Cinerama-Verfahren indessen benutzten ja zur minimalen Überlappung/haarscharfen Grenzziehung der Bilder entweder bewegliche Kämme im Projektorfenster oder doch umlenkende Spiegelsysteme). Ob dieses 38 Jahre alte Verfahren nun besser oder schlechter als die DLP-Methode anno 2004 war, ist vielleicht nur für den Technik-Historiker noch von Interesse. Allemal aber kann behauptet werden, daß die sechziger Jahre auf den Weltausstellungen für traditionelle Kinotechnik-Freunde die vielleicht aufregendste Zeit gewesen war. :roll:
  18. Ich danke hier für alle Infos und hänge hier in Kürze mal ein Bild von einem Filmverfahren mit an, das den spezifischen Beschreibungen der obigen DLP-Triple-Vorführung auf der Cinema-Expo möglicherweise ähneln könnte (siehe Weltausstellungen der 60's etc.). Ansonsten kann man sich vielleicht 2005 auf den 4k-Sony-Beamer freuen, der hoffentlich zur nächsten Expo vorgestellt wird und das Hinfahren lohnt.
  19. Da würde mich sehr interessieren, ob jemand ein Foto davon gemacht hat? Was mir einiges wert wäre... Aber ich denke nicht, daß die Triple-Dijektion auf eine gewölbte Leinwand erfolgte (etwa 146 Grad wie anno 1952) - daher kann die Sogwirkung nicht ohne Weiteres identisch sein. Nun hat eine DLP-2k-Dijektion immer eine gewisse Brillanz an Video-Schärfe und den Vorteil der Direktabtastung von Interpositiven entgegen der Dupkopierung, aber wenn nach SMPT ein 35mm-ECN II auf der max. Fläche von 4 perf eine Auflösung von 4 - 6k erreichte, müßte gemäß Cinerama-Format (6 perf) die Abtatsrate bei 8 k pro Filmstreifen liegen. Aber das ist theoretisch und berücksichtigt nicht ausreichend die geringere Auflösung des ECN 5248 von 1952-1962, nämlich zu Cinerama-Zeiten. Aber Wölbung sollte schon sein, finde ich. :o Hat jemand ein Bildchen??
  20. Die Kopie lief auch im März 2004 auch im englischen Bradford. Leider kann man über eine erfolgreiche Restaurierung wohl noch nichts sagen, und der vorerst gute Eindruck von der American Cinematheque / Egyptian Theatre in L.A. resultiert aus der Betrachtung einer Direktkopie vom 65mm-Kameranegativ, das in mechanisch und farblich exzellentem Zustand sein soll (bis auf gewisse Kürzungen, die Robert A. Harris zu einer geplanten Restaurierung motivierten). Nach einer Restaurierung (und Dup-Kopierung) sieht die Sache nochmals anders aus (vgl. "Lawrence of Arabia", "Spartacus" oder "Vertigo" - allesamt unbefriedigende Umkopierungen). Die derzeitigen DVDs stammen ausschließlich von 35mm-Scope-Transfers.
  21. Wegen eminenter Zeitknappheit (leider!) nur kurz: 1. Ich sprach eindeutig von durchgehender Unschärfe, nicht von den Symptomen, die durch Klebestellen, Laschen, Kerben u.a. verursacht wurden. 2. Diese 65mm-Abtastunschärfe hat nichts mit der Konvertierungs-Theorie HD zu PAL/NTSC-Transfer zu tun, da auch viele 35mm-Scope-Titel in HD abgetastet und später konvertiert wurden. 3. Verwölbungen schließe auch ich aus - es gibt ja keine "Randunschärfe"! - da das Material über gekrümmte Führungen läuft, ähnlich einer Kontaktkopiermaschine. 4. Nicht alle Abtaster verfahren mit Wetgate. Im Fall von "Around the world in 80 Days" gibt es so viele Schrammen und Schmutzpartikel, daß eine Trockenabtastung (oder Trockenkopierung des I.P. vom ECN) vermutet werden kann (65mm-Naßabtastung gibt es ja wohl auch erst seit kurzem). 5. Die Abtaster arbeiten mit optischen Systemen. Ist die Schärfe nicht akkurat justiert, ist die Abtastung mithin mißlungen: man sieht es an unzähligen LDs und DVDs. Woraus in unserer Diskussion der Wunderglaube an die perfekte Abtastung entspringt, bleibt mir schleierhaft. 6. Vielleicht - das ist ein harter Verdacht - wurde ja, wie im Falle von "Around the World in 80 Days" vermutet werden könnte, die Optik mit Vorsatz in die Unschärfe gezogen, da dies weniger unangenehm (und billiger) käme als die Anwendung von kontrastmindernden Antikratzer- und Antiflecken-Programmen. Dies geschieht durch die optische Ausrichtung oder auch durch Filter. 7. Ich habe keine gesicherte Erklärung für die aufgezählten Mängel. Sie sind jedoch objektiv und unstrittig vorhanden.
  22. Danke für die Erklärung: aber das wissen wir bereits, daß HD-Transfers erfolgten, insbesondere löblich und vorbildlich bei der Columbia. Die sehen dann aber im allgemeinen auch auf DVD besser aus. Von HD-DVD sprach ich zu keiner Zeit. Die von mir spezifisch angesprochenen Probleme haben leider nichts mit den von Dir erläuterten Konvertierung zu tun, sondern mit Problemen bei der Abtastung per se! (Unschärfe bei 65-mm-Abtastungen der aufgeführten Filmtitel). Weiterhin müßte mal der Beweis erbracht werden, dass "The Greatest Story ever told"" tatsächlich vom 65-mm-Material transferiert wurde. Das steht zwar auf dem Cover, aber der Bildcharakter ist derselbe wie beim 35-mm-Transfer von "Ben-Hur" - und genauso beschnitten. Im Falle von "Greatest Story" hätte ein 65-mm-Transfer somit ebensowenig gebracht, wie ein 35-mm-Transfer. Also bitte mal etwas mehr in die Praxis gehen! :wink:
  23. Zu den DVD-Transfers ist wenig Erfreuliches zu bekunden, sofern man die Ansprüche sehr hoch schraubt: Sämtliche bisherigen Transfers von 65-mm-Ausgangsmaterialien zeigen leider eine leichte ("2001") bis schwerwiegende Bildunschärfe ("Around the World in 80 Days", "Star!" - soeben auf NTSC erschienen). "The Greatest Story ever told" ist zudem etwas körniger und im Format ringsherum beschnitten. (Ich wage kaum, an die europäische Kontinentalpremiere am 5.8.1965 auf 36 Metern Super Cinerama-Bildbreite im Berliner Royal-Palast zu erinnern!). Die deutsche DVD-Version, "Die größte Geschichte aller Zeiten", ist indessen bildlich etwas besser. (Zum Ton gelegentlich eine weitere Kommentierung.) Vergleicht man diese Large-Format-Transfers mit den etwa zeitgleich von Scope-Produktionen dieser Ära transferierten Resultaten, so gibt es nicht wenige 35-mm-Transfers (etwa "A Star is born" von 1954!), die die jetzigen 65-mm-Abtastungen der Mammutproduktionen deutlich überragen. Anscheinend wird bei einigen DVD-Firmen die Abnahme über geeichte Monitore vollzogen, die in nur begrenzter Weise das herauskristallisieren, was man später leider über einen guten Beamer beobachten kann. Hiervon evt. auszunehmen wäre die neue Superbit-Version "Lawrence of Arabia", die ich jedoch noch nicht gesehen habe. Ein Grund mehr, daß es sich noch immer - und immer öfter - lohnt, einen Blick in die alten Kopien zu werfen! :roll:
  24. Ja, das trifft in dieser trockenen Ironie hundertprozentig zu. Nur weiß dies keiner in United States, und in Europa gibt es weniger als eine Handvoll Personen, die das höchst kritisch sieht (und nachweisen könnte). Der Hall im Ton ist wohl eine Reminiszenz an das Star-Wars-Publikum... Mit "Vertigo" gab es 1997 vergleichbaren "Budenzauber" in Bild und Ton, was ich mal im Berliner TIP kritisierte, währendessen die geballte "Kompetenz" der hiesigen Museums-Nomenklatura (Stiftung Deutsche Kinemathek) alles pekiert abstritt und diese Arbeiten pauschal lobte. Die neue "My Fair Lady" hatte ich einen Tag in Berlin und mal gezeigt, am nächsten Tag zurückgeschickt (Geld aus Ami-Land kam nie zurück). Noch nie so eine zerstörte Kopie gesehen, zumal die gerade erst drei Jahre alt war (massive Tonstörungen und Bildssprünge). Vergleichbares kenne ich von bis zu 45 Jahre alten 70mm-Kopien eben nicht (nur eben den Rotstich). In USA werden die beiden Wunderknaben (Robert A. Harris und James C. Katz) übrigens hofiert wie die Götter. Eines jedoch ist klar: die Gutachten der Beiden waren noch nie seriös. :mrgreen: P.S.: Die 60-er Jahre 70mm-Kopien wurden immer vom Kameranegativ gezogen, West wie Ost. (Trailer ausgenommen sowie einige Cinerama- und CinemaScope-55-Umkopierungen auf 70mm-Format.)
  25. Wäre nicht zu empfehlen, da a. eine Degradierung des 6-kanaligen diskreten Magnettons, sofern zwei Kanäle entfallen, und b. würde die Lamelle des Magnetkopfes auf der DTS-Piste entlangsschaben. Vielleicht wäre zu überlegen, ob es Möglichkeiten gäbe, den Timecode auf den Perforationsstegen unterzubringen? Sinn macht aber das vollformatige Ausnutzen der Gesamtbildbreite des 70mm-Positivs primär nur bei den Blow-Ups von 2.35 : 1-Aufnahmen. Der Wunschtraum, evt. auch ältere Werke "vollformatig" zu kopieren, würde bei zumindest einigen Titel scheitern: vgl. die Abschattungen etwa bei Verwendung längerer Brennweiten z.B. bei "My Fair Lady", wo das Bild mitunter knapp an der Magnettonpiste endet - je nach Einstellungsfolge. :roll:
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