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cinerama

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Everything posted by cinerama

  1. also irgendwie zuckt der patient "kino-/spielfilm" auf eurem seziertisch in der kinotechnischen-pathologie aber noch gewaltig und hat eigentlich ganz rosige wangen für einen toten. 2004 entwickelt sich zu einem der besucherstärksten jahre fürs kino seit die FFA mitzählt ... oder wie oder was :-) Leider bereit existente Realität. wieso "leider"? viele kunden halten es für einen sehr angenehmen weg, sich zu hause auf dem bestuhlungsplan den lieblingsplatz auszuwählen und ggfls. schon zu kaufen (print@home). bis zu 12% der tickets werden so bereits verkauft. niemand zwingt einen kunden dazu, diesen weg des ticketkaufes zu wählen, aber offensichtlich wird dieser service verlangt und genutzt und dann sollte man dem kunden diese möglichkeit auch anbieten. Den beiden Beiträgen von @stefan2 und @expert groupers braucht eigentlich nicht "widersprochen" zu werden. Zumindest bei mir schlägt es keine sensitive Saite an, wo Du, @preston sturges, vorzugsweise beschwichtigst und die Probleme kleinredest, wenn nicht sogar ins "Positive" umdeutest, nur weil das Deiner Betriebspraxis womöglich entspricht. Da nützen auch nicht die von Dir eingebrachten Zahlen, die immer und immer wieder sich auf Praxen der Multiplexe beziehen und andere Betriebsformen außer acht lassen (Bsp: "12% der Tickets werden so bereits verkauft"). Es kann nur sinnvoll und erstrebenswert sein, einmal andere Wege einzuschlagen, möchte ich unterstreichen. Die obenstehenden technischen Umbrüche und ästhetischen Bewertungen, wie sie @Expert Groupers beschreibt, kann ich daher nur unterschreiben, kopieren und jeder Betriebsstätte am liebsten an die Wand nageln. Vielleicht für Dein Multiplex (Erfolg sei neidlos gegönnt, wenn er ausnahmsweise einmal durch gute Führung verdient erarbeitet wurde), aber von der FFA habe ich nur das (als Mitteilung vom 17.8.2004) gelesen: ZITAT ANFANG Aktuelle Pressemitteilungen - Detail Das Kino-Halbjahr 2004: Die Lust aufs Kino wieder geweckt 17.08.2004 Eine Million Besucher mehr, 420 Millionen Euro Umsatz Wie stabil der Trend auf Dauer ist, kann noch keiner sagen. Doch die positiven Vorzeichen des ersten Halbjahres 2004 berechtigen die Kinobranche zu einigem Optimismus. So kamen in den ersten sechs Monaten mit 72,3 Millionen Filmfans rund eine Million Besucher mehr in die Kinos als im Vorjahreszeitraum; das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent. Der Umsatz stieg um rund sechs Millionen Euro auf 420 Millionen Euro. Da der durchschnittliche Eintrittspreis mit 5,81 Euro stabil blieb, bedeutet der zurück gekehrte Aufschwung einen realen Zuwachs. ZITAT ENDE Auch weiß man nicht, ob das zweite Halbjahresergebnis nicht zu einer Neutralisierung führt. Das Overscreening, der Qualitätsmangel, das Managementversagen, die Konzernpolitiken und die Personalprobleme bleiben leider bestehen, fürchte ich. Ebenso die Tendenz, Bild- und Tonsysteme nicht aufwändiger zu gestalten (wie das der Aufbruchsphase Anfang der 50er-Jahre gemein war), sondern eher abzurüsten resp. zu flexibilisieren.
  2. Alle die letztgenannten "neueren" Kinos (mit Ausnahme also des uralten, geschlossenen Royal und des uralten Zoo-Palast) haben zwar ansatzweise hier oder dort auf den ersten Blick interessante Punkte: entweder außenarchitektonische oder innenarchitektonische, entweder marginal hier einmal technische oder dort sitzkomfortbezogene, oft standortrelevante oder an dieser oder jener Ecke auch atmosphärisch auffällige Besonderheiten. Wägt man jedoch ab und erkennt, daß dies immer nur Einzelaspekte sind, währenddessen sämtliche anderen kinospezifischen Faktoren in den neueren Mehrsaalkinos hier wie dort dort schwerwiegend vernachlässigt werden (entweder technisch oder programmatisch, personalpolitisch oder wirtschaftlich, architektonisch oder atmosphärisch, demographisch oder kulturell), muß konsequent darauf hingewiesen werden, daß die Neubauten in keinem Verhältnis zu dem Kinosterben in den Bezirken und am einstigen "Prachtboulevard" Kurfürstendamm stehen. Die Beseitigung oder "Verdrängung" hätte schon zur Rechtfertigung die Entstehung entweder noch größerer oder besserer oder noch schönerer oder vielseitigerer Kinos bedurft. Das ist ultimativ nicht eingetreten, im Gegenteil: hier haben sog. "Killerkinos" mit ihren Substandards tradierten Betrieben die Luft abgewürgt, ohne selbst irgendwie wirtschaftlich zu agieren: Überkapazitäten infolge sinnloser Investments und Bodenspekulation mit der Folge leerer, rasch unansehnlich werdender Kinosäle mit dürren Ton- und Bildanlagen, demotiviertem Personal und Einheitsprogramm ... wohin man sieht. Man fühlt sich dort irgendwie jederzeit "eingesperrt" und als Besucher "normiert" (so stereotyp, wie sich eben auch die Säle und Vorführtechniken dieser Kinos ähneln), fast "eingezwängt", eben wie in einen SR.D-Datenblock, über den wir hier gerade philosophieren, ob dies wohl der Sinn des Kinolebens sein kann. Kino, wie es keiner braucht ...
  3. "Seit die FFA mitzählt..." Na, aber...von wem kam denn kürzlich (auf meine Projektanfrage bezogen) die Antwort, der Branche ginge es zurzeit ganz, ganz schlecht, sie stünde in keinem guten Ansehen bei den Banken, und die nächsten drei Jahre würden noch schlimmer werden?! Plötzlich etwas ganz anderes, gar rosige Zeiten? Ich muß schon schmunzeln, Herr Kollege ... Wenn wir Entwicklungen und Phänomene betrachten, hilft m.E. weniger das Verharmlosen weiter, so wie man glücklich ist angesichts des schönen Wetters und wieder einmal gestiegender Besucherzahlen, sondern vielleicht folgende Fragen: wie tiefgreifend kann Kino heute noch Zuschauer binden, beeindrucken, in den Wahrnehmungsweisen prägen? Ist der aktuellle Blockbuster-Erfolg womöglich eine Selbsttäuschung, eine nur kurzzeitig angeheizte mediale Euphorie, die rasch wieder verklingt? Benötigen wir im Mainstreamkino nur die Serials, oder wäre die Idee des "Mythos", der handwerklichen, schauspielerischen und technischen (Präsentations-)Form und Perfektion ein interessanterer Weg, um sich vom Home Cinema abzugrenzen? Ist der digitale Kinoton eher eine spektakuläre Selbsttäuschung? Ist, wie oben vorgeschlagen wurde, das DTS 5.1-System - mit 24 Bit/96 kHz, bereits in den Startlöchern? (Zurzeit schreibt dts über seine Experimente mit "Fernsehübertragung" usw.: http://www.dtsonline.com/company) Dein letzter Beitrag, @preston sturges, beantwortet mir diese Frage bedauerlicherweise nicht. Und das besucherstarke Jahr 2004 müßte ja dann auch zu besseren Filmen, Filmkopien, Präsentationsweisen, Kinotechniken und auch zu äußerlich und innerlich "saubereren" sowie personalfreundlichereren Multiplexkinos geführt haben! Zurzeit sehe ich in meiner "besucherstarken" Heimatstadt ebendort dreckigste Säle, verspeckte Sitze, demotiviertes Personal, schlechten Digitalton (der in 85% der von mir beobachteten Säle beständig aussteigt), und ich sehe eine sehr, sehr starke Cinéasten-Gruppe, die sich zur DVD zurückgezogen hat und sich solches Hollywood und solche Plexe nicht mehr bieten läßt. Könnte es sein - ich frage unverschämt und provokant -, daß man sich die eigene Wirtschaftsbasis ein wenig schön redet, @preston sturges? Mehr interessierte mich einmal folgende Erörterung: wie gelänge es mit den heutigen Verfahren der Magnetbandtechnik ein auch hinsichtlich der Dynamik und Übersprechdämpung den digitalen Tonsystemen gleichwertiges Ergebnis zu erzielen, das zudem sinnvoll und hörbar einen Qualitätsvorsprung durch Verzicht auf digitale Kompression und Datenreduktion, ohne redundante Verkürzung und Sampling Frequences erzielt? Also Qualitäten der analogen Sinuswelle und Aufzeichnung voll entfaltet? Die älteren Methoden von Telcon C 4 oder ANT wurden einmal benannt, aber was mache ich als Tonfreak, der anno 2004 immer den "musikalischen Klang" zurückfordert, um eine optimale Alternative zum synthetischen Digital-Ton zu offerieren? Hier war die analog/digital-Diskussion auch sehr anregend und zeigt, mit welchem Murks man heute leben muß: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...c&start=60
  4. Nun, ich meinte sicher nicht "gutes Schauspiel". Und ohne Lack und Leder und die infantile, "pseudo"-feministische Einfärbung der Kampfszenen wirkt die Halle Berry ganz präsent und konzentriert. Hat eben Pech mit ihrer Rollenwahl seit dem überraschenden "Oscar". In "Die another Day", "Monsters Ball" und "Gothika" war sie nicht übel, und "Robots" könnte 2005 vielleicht noch sehr amüsant werden.
  5. Ist aber ein Stummfilm (16 - 20 fps)! Allerdings kann dieser kopiertechnisch "optisch gedehnt" werden, in dem jedes 6. Bild doppelt kopiert wird, dann haben wir 24 fps. :?
  6. Gelbe LS = verschrammtes Dupnegativ. Bildqualität gut, hervorragende Fotografie und Farbbeleuchtung. Attraktive Hauptdarstellerin: ein kleiner Trost in den inhaltlichen Leerstellen.
  7. Im Klartext: dieser Film wurde von einem Sammler vor etwa zwei Jahren avisiert (ich glaube, es war 16mm-Material) und von der Stiftung Deutsche Kinemathek Berlin gesichert und umkopiert. Dies bestätigte mir seinerzeit die Vorsitzende der FIAF.
  8. Die ver.di haben in diesem Jahr einer Nullrunde mit Rücksicht auf kleinere und mittelgroße Unternehmen akzeptiert. Rücksichtsvoller gegenüber den "Geldverbrennanlagen" von Kinokonzernen kann man kaum wohl sein? :( Immerhin wurden aber durch ver.di gerade die Bedingungen im Niedriglohnsektor ein wenig stabilisiert, bevor dort ungezügelt der Hartz-IV-Dschungel ausbricht: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...7866#27866 Weiters steht ja hinter der Kieft-Gruppe ein gewaltiger australischer Konzern (Amalgan Holding/Loews), der die Geschäftsführungsgeschwister laufend bedrängt, noch weiteren Druck auf Vermieter und Mitarbeiter zu machen, um weltweit zur Nr. 1 auzusteigen. Gleichzeitig wird beständig mit dem Rückzug der Australier aus dem deutschen Engagement gedroht und die Auflösung der Neue-Filmpalast-GmbH diskutiert. Nun: dem kann man ja freundlichst nachgeben und hoffen, daß sich später einst der Arbeitgeber für soviel Lohnverzicht bedankt. Die Fehler liegen aber beim Management und den Investoren, und verarmte wie verlumpte Kinomitarbeiter sind gewiß kein Team, das lange hält. Daher auch das Kündigungskarussell. Von diesem Gedanken scheint sich auch CinemaxX noch nicht verabschiedet zu haben, nachdem das Betriebsergebnis Ende August 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,7 resp. 17,4% gesunken war. Auch hier sind es Vermieter und Beschäftigte, die sich flexibel zu beugen haben. Zumindest dieser Thread unseres Forums spricht schon Bände: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=3278 :?
  9. Fundsache aus "Menschen machen Medien. Medienpolitische ver.di-Zeitschrift Nr. 8.9/04", S. 26 (Anm.: der zweite Bericht, "Niedrigöhne noch weiter in den Keller", ist einstweilen durch das neue Tarifergebnis überholt): GEKÜNDIGT UND ABGEMAHNT - DRASTISCHES VORGEHEN GEGEN STREIKENDE KINOBESCHÄFTIGTE Die Lübecker Kinogruppe Kieft und Kieft - Deutschlands Marktführer der Kinobetreiber - wollte Betriebsratsmitgliedern fristlos kündigen. Das ist inzwischen vom Tisch. Andere Streikteilnehmer kämpfen jetzt darum, dass Abmahnungen zurück gezogen werden. Weil die Verhandlungen über einen Haustarifvertrag nicht von der Stelle kamen, rief ver.di die Beschäftigten der zum Lübecker Konzern gehörenden UFA-Neue Filmpalast-Kinos in Berlin, Frankfurt / Main, Hamburg und Kassel am 24. Juni zu Streiks auf. Dieser wurde befolgt und dauerte zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Daraufhin flatterten den Streikteilnehmern Abmahnungen ins Haus. Zudem wurde mit dem Ziel der fristlosen Kündigung gegen mehrere Betriebsratsmitglieder ein außerordentliches Kündigungsverfahren eingeleitet. Die betroffenen Betriebsratsgremien in Berlin und Kassel widersprachen dem Begehren. Das Vorgehen des Kinobetreibers sei ,,rechtlich vollkommen haltlos", so ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel. In einem offenen Brief forderten mehrere Hundert Gewerkschattsmitglieder die Rücknahme dieser ,,empörenden und dreisten Maßnahme". Wenig später geschah das dann auch. Doch die Abmahnungen wurden aufrecht erhalten. Mit Hilfe von ver.di klagen die Kollegen jetzt auf Löschen der Abmahnungen in der Personalakte. Eine seltsame Auffassung von verfassungsgemäßen Rechten legte die Kieft und Kieft-Personaichefin Uschi Rahn an den Tag: Die Arbeitsniederlegung wertete sie als einen ,,schwerwiegenden Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten". Da vor Streikbeginn kein Streikbeschluss der Gewerkschaft bekannt gegeben wurde, sei die Aktion der Beschäftigten ,,rechtswidrig", so Rahn. ,,Wir müssen einen Streik nicht unbedingt ankündigen", stellt ver.di-Justitiar Helmut Platow klar. Ist ein Tarifvertrag ausgelaufen und mehrere Verhandlungen brachten kein Ergebnis, müssen Unternehmen mit Streikaufrufen rechnen. Im vorliegenden Fall treffe das umso mehr zu, da die Kinobetreiber sich weigerten, über Gewerkschaftsvorschläge zu verhandeln, so Platow. Der für die Beschäftigten der UFA-Neue Filmpalast-Kinos geltende Tarifvertrag lief am 31. Januar des Jahres aus und drei Verhandlungsrunden endeten ohne Ergebnis. Die UFA strebe eine Durchlöcherung des bisherigen Tarifwerkes an, so Matthias von Fintel. Sowohl die Gehaltsstruktur wie auch die Tätigkeitsbeschreibungen sollen neu geregelt werden. Das Kinounternehmen wolle massive Lohnsenkungen und andere Verschlechterungen durchsetzen. Beispielsweise sollen Platzanweiserinnen künftig ohne vorherige Ankündigung im Umkreis von 500 Metern des Kinos auch Prospekte verteilen. Weigern sie sich, hätte dies eine Gehaltskürzung von zehn Prozent zur Folge. Um Reinigungspersonal einzusparen, sollen die Beschäftigten nach Veranstaltungsschluss selbst putzen. Überstunden- und Nachtzuschläge sollen nicht mehr ausbezahlt werden, sondern in ein rechtlich nicht abgesichertes Zeitkonto fließen. Der deutsche Kinomarkt leidet seit Jahren an Überkapazität. Im Dezember 2002 wurde für die UFA-Gruppe das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Kieft und Kieft-Gruppe, zu der die CineStar-Kinokette gehört, übernahm zum 1. April des vergangenen Jahres 28 der 43 UFA-Kinos und überflügelte damit den Marktführer Cinemaxx von Joachim Flebbe. Mit dem Kauf der UFA-Kinos hat sich Kieft und Kieft auch Betriebsräte ins Haus geholt. Im Gegensatz zu den CineStar-Kinos, in denen überwiegend Schüler und Studenten mit Zeitverträgen beschäftigt sind, und die weitgehend betriebsratsfrei sind, arbeitet in den zugekauften Kinos fest angestelltes Personal. Das erklärt auch den ungeübten und schikanösen Umgang mit den Beschäftigten. Autor: Günter Frech NIEDRIGLÖHNE NOCH WEITER IN DEN KELLER? Die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und Cinemaxx für über 2000 Beschäftigte wuden nach der vierten Runde am 5. August ergebnislos vertagt. Gleiches gilt für die Tarifrunde mit dem Kinobetreiber "Neuer Filmpalast" aus der Kieft-Gruppe in Lübeck einen Tag zuvor. Beiden Unternehmen geht es offenbar um eine nachhaltige Absenkung der Kinolöhne. Obwohl in diesem Jahr ähnlich wie 2001 mit Rekord-Besucherzahlen gerechnet wird, sind die Kinobetreiber nicht bereit, über Lohnerhöhungen zu verhandeln. Zudem werden bei Neueinstellungen um 10% niedrigere Löhne etabliert", so Tarifsekretär Matthias von Fintel. ver.di fordert von Cinemaxx eine Erhöhung des Stundenlohns um 25 Cent für alle Beschäftigte. Derzeit beträgt er zwischen 6,50 und 11,00 Euro brutto. An 2005 sollte es 2,5% mehr geben. Niedriglöhne von bisher 7 Euro sollten dann der Vergangenheit angehören. Die Arbeitgeber waren dagegen nach sechs Monaten Verhandlungspause und bundesweit 60 Warnstreiks nicht verhandlungsbereit. Beim "Neuen Filmpalast" ist man nicht einmal gewillt, auf der Grundlage des bisherigen Tarifvertrages zu verhandeln. Vergiftet wird die Atmosphäre durch die ausgesprochenen Abmahnungen gegen Streikteilnehmer. Trotz ihrer Rechtswidrigkeit wurden sie bisher nicht zurückgenommen. Die Verhandlungen mit Cinemaxx werden am 27. August, mit dem ,,Neuen Filmpalast" am 18. August jeweils in Hamburg fortgesetzt. Autor: wen
  10. " Vielleicht wurden die nun unscharfen Totalen mit der Massenanimation wieder nur in 2k produziert und sind daher ebenso unausgegoren wie in HDR I-III. Die Schutzbehauptung, daß alles so "dichter" würde, kenne ich nicht. Jedoch, daß gesoftete Bilder eine "stimmigere Atmosphäre" zeigen sollen, was genau so dämlich ist. Allerdings erklärten die TROJA-Produzenten, sie wollten einen digitalen Look aus der Hexenküche des PCs wie in HDR möglichst vermeiden, und haben indertat aufwändige (wenn auch unealistische) Kulissen geschaffen. Es gibt m.E. Sehenswertes an diesem Film, nicht zuletzt der von Dir zitierte Zweikampf Achilles/Hektor. Daß die Special-Effects-Filme auf DVD und auf Monitor homogener und spektakulärer als im Kino wirken, dieses Phänomen fiel mir erstmals schlagartig auf nach Start von "Star Wars - Phantom Menace": im riesigen Zoo-Palast seinerzeit ein läppisches und unscharfes Puppentheater, auf dem 16 : 9-Bildschirm aber sehr monumental wirkend. Das erkläre mir mal einer bitte! Genau dies ist der Punkt: die zeitgleichen Premieren in HDTV im Kino und On Demand (mit oder ohne HDTV). Insofern wäre der derzeitige DLP-Standard zwischen 1.25 Mio pix bis zu 2 k das, wovor man sich stets fürchtete: die Vereinheitlichung und Austauschbarkeit der Bildformate, kompatibel für Digital Cinema ebenso wie für Home Cinema. Die Einzigartigkeitsstellung der Ware Kinos ist somit endgültig passé. Dem wäre zuzustimmen, obwohl die Materialien früher deutlich körniger waren und der Kontrastumfang geringer ausfiel. Zumindest aber bei Kopierung vom Kameraoriginal älterer Filme (oder Herstellung eines neuen Dups, zumal die alten Dupnegative zu körnig und in den Hauttönen leicht bronzefarben ausfallen) ließe sich der beschriebene "brillante" Look gegen die heutige Produktionsweise ausspielen. Hierzu schickte mir auch Kollege @magentacine als Link die Debatte im hervorragenden Cinematography-Forum, wobei ich mich der Darstellung von Mr. Mullen vollends anschließe: http://www.cinematography.com/forum2004...topic=2150
  11. Wunderbar. Hatte mit K & H - zumindest in der 80er-Jahren - die allerbesten Erfahrungen gesammelt. Alles, was danach an Anbietern kam, war zerriger und rauchiger... :dance1:
  12. Dazu werde ich in jedem Falle etwas kommentieren, will aber, damit es "vielseitig" bleibt, auch etwas Widerspruch mit ein bringen: Es ist für die "Nachgeborenen" (ich bin Jahrgang 1963 und kenne nur die Ausläufer und Reprisenkopien der sog. "Hoch-Ära" kinematographischer Glanzleistungen) nicht einfach vermittelbar, die Sensation des Aufkommens von Raumton und Breitwand um 1953 nachzuvollziehen. Ganz schwieirg wird es, die Sensation von Stummfilm-Aufführungen (auch wenn sie heute restauriert und mit orchesterbegleitgen gebracht werden) vollends zu begreifen: zumeist fehlen einfach die zeitgenössischen Filmpaläste und das Ambiente, das 20er-Jahre-Leben mit seinen Boulevards und seinen Sehnsüchten und Hoffnungen. Das Problem speziell in Deutschland ist, dass die sog. "Gralshüter" der Filmkultur (die Museen) nicht imstande sind oder adäquat finanziert werden, um "authentische" Erlebnisse des Stumm-, Breitwand- oder Raumtonfilms zu reproduzieren. Insbesondere Breitwand & Raumton bedeuten der heutigen Filmwissenschaft nicht viel, daher kann jeder Tonfritze einer Major-Compnay verkleckern, wie schnell und billig sein Digitaltonsystem auf den Markt zu bringen ist, und die Börsenhaie in den Vorstandsetagen nicken das noch ab, da von Film, Kino und der Zukunft keine Ahnung. Einen "Aufbruch" sehe auch ich im heutigen Mainstream-Kino noch nicht: es gab Anfang der 90er-Jahre einen gewissen Multiplex-Tourismus, der sich aber bald abschliff und mittlerweile kaum bleibenden Wert schuf. Der persönliche Kontakt zum Vorführer/betreiber noch bis in die 60er-Jahre war ein wichtiges soziales Moment selbst in kleineren Stadtteil- und Dorfkinos - es ist heute in den Metropolen einer roboterhaften Abfertigung gewichen (analog zu den vielen geclonten Roboter-Filmen seit StarWars). Was die Brillanz der Kopien und die konstante Beibehaltung von Standards in der Phootographie angeht, waren die 60er-Jahre im westlichen Kino der Höhepunkt im Kinematographischen. Die Filme hatten tlws. einen "plastischen" Look, der selbst heutigen IMAX-Filmen abgeht. Wo ich auch noch zustimme und staune, das ist die damalige Prognose eines 20er-Jahre-Technikers in der 60er-Jahren, der prophezeite, daß es nunmehr mit der Filmpräsentation nur bergab gehen könnte. Das ist im großen und ganzen Fakt geworden. Da Ende der 60er-Jahre ein ideologscher Umbruch war - und viele Filme wurden tatsächlich etwas "befreiter" und weniger hermetisch, denn sie zeigten oft ein Gegenbild zu einer Weltmacht, die alles mit der Bombe zu erledigen glaubt, da wurde auch mit den als starr empfundenen Regeln des "Schaukinos" gebrochen: Weichzeichner, Teleaufnahmen, Zooms und Reißschwenks galten als neue Idee und hatten anfänglich sogar erfrischende Eindrücke zu geben. Als das aber zur Mode und zum Fetisch auswuchs, und nicht nur die langhaarigen Rebellen ihre "Ausbrecherfilme" damit drehten, sondern namhafte Major-Companies und etablierte Regisseure des Erzähkinos dieser Mode epidemisch verfielen, da brach leider auch die letzte Bastion des Handwerklichen zusammen. Brillanz malerischer Bildgestaltung und Überwältigung im Optischen war nicht mehr das Traumkino der Watergate-Zeit, in der Korruption und Verfolgungsphobien Themata abgaben. Wenn dies die West-Kommunisen beflügelte, so soll selbst das mir recht gewesen sein, denn immerhin hatten diese Filme ein Thema und wollten etwas mitteilen. ("Der Dialog", "Der Pate", ""Brennpunkt Brooklin", "Norma Rae", "Harold and Maude", "Blow Up", "Taxi Driver", "Die Unbestechlichen", "Uhrwerk Orange" usw.). Aber auch Spätausläufer des Monumentalkino in künstlerisch neuem Umfeld, wie 1968 2001: Odyssee im Weltraum" hatten immerhin in Cinerama-Kinos mit handverlesenen 70mm-Kopien eine treues Publikum, auch und gerade unter der Hippies (wiewohl ich LSD nicht mag). Schon Ende der 60er-Jahre aber begannen die o.g. Auflösungssymptome des alten Studiosystems. Teilweise war es wohl nicht reformierbar, anderseits versanken damit gleichzeitig Kunstbereiche und gewachsene Ausdrucksformen nebst handwerklicher Rafinesse. Einerseits hatte es John Wayne zu erstaunlich langlebiger Genre-Größe gebracht (und nebenher mit "Der Schwarze Falke" VistaVision und mit "The Alamo" Todd-AO befügelt), andererseits stand er Mitte der 60er-Jahre auf Seiten der Napalmwerfer. Den mochte also nicht jeder mehr liebend gerne von vorne sehen, nur verständlich. 1978 überschlug sich die bundesdeutsche Presse mit Sensationsberichten über den "Krieg der Sterne". Wiewohl ich schon damals jeder 70mm-Vorführung entgegenfieberte und tägl. beiwohnte, so dauerte es mehr als ein halbes Jahr, bis ich mich in den Royal-Palast bequemte, und nur, weil die Schulkameraden es alle schon gesehen hatten. Die Zeitungsberichte klangen befremdend und dröge: da sollte doch aus mehreren dutzend Kriegsfilmen die Tonspur zu einem "Sound" zusammengemischt worden sein, und die Story zitiere neben "Schneewittchen auf den Milchstraße" den gesamten Repertoire-Schatz Hollywoods. Alles summa summarum doll rekordverdächtig, inklusive der vielen "Oscars". Monatelange Laufzeiten in Cinerama-Kinos in Berlin und Essen waren die Folge, und ausgerechnet ich schlief darin ein. Zuderzeit wirkte "Unheimliche Begegnung der Dritten Art" (ein ebenso flaues Blowup auf 70mm-Magnetton) deutlich stringenter. Unbestritten ist - hier möchte ich ausdrücklichst zustimmen - dass der Start vom "Krieg der Sterne" alles ins Zerstörerische wandte, was bis dato in Hollywood möglich war: sowohl das klassische, "epische" Genrekino angehend wie auch den politischen Film oder auch Autorenfilm der 70er-Jahre. Ein lärmiger und klebriger Merchandising-Rummel galt fortan als Vorbedingung zur Vorproduktion eine Block-Busters, der pervertierte Begriff vom "Familienkino" schuf nervtötende Puppenfilme und Discokultur ohne Ende. Der vormals in "2001" noch LSD-schnüffelnde Hippie galt nun wie ein kauziger Philosoph unter dem Trubel einer entbändigten Jubel-, Disco- und Popcorn-Kultur, die Gier, Fun, Adrenalystöße, Videokonsum, Fantasy-Unsinn und Psychopathen-Filme en vogie in die Kinosäle der Schachtelkinos schwemmte. Die Mittelmäßigkeit und Schablonenhaftigkeit dieses Konzepts wirkt noch immer fort, was erstaunlich ist, da der Branche schon vor zehn Jahren aus eben diesen Gründen eine implizite Krisenhaftigkeit nachgesagt wurde. Mich wunrdert selbst, daß die Besucherzahlen gegenüber den End-Sechzigern eher leicht gestiegen sind und erst durch die DVD einbrachen. Die Frage, ob man an diesem Punkt den Beruf wechselt, muß eine jeder selbst beantworten. Vom Film allgemein sich abzuwenden, hielte ich aber für einen Fehler. Die jüngste sich anbahnende Krise ist nunmehr ein Ausläufer der Computer-Kultur und des TV-Zappens - nur so wurden Multiplexe durchsetzungsfähig, die plötzlich solche "Regungen" in ein neues Gemeinschaftserlebnis einzubinden wußten (einer Gemeinschaft, der ich jedoch nicht angehören möchte).Pracht- und Großraumkinos bestitzen wir keine mehr (außer zwei Ausnahmen: Zoo-Palast Berlin und Lichtburg Essen), sie sind durch die Kinoketten der Fast-food-Konzerne geschleift worden, die nunmehr auch die Programmkinos und kleineren Betriebe vernichten könnten (mit Einverständis nicht weniger Filmverleiher, ohne hier ein bekanntes europäisches Konsortium namentlich erwähnen zu wollen). Dies bösartig zu unterstellen, ist gewiß keine Paranoia, sondern ein Gesetz des Marktes. Die parall zu dieser "Globalsierung" sich überall "gleich anhörende" Akustik gedämmter Kinosäle und fader Digitaltonverfahren wird ständig ausgelobt als neuer "Standard" unserer High-tech-Kultur, in der "Perfektion" überall zur gleichen Zeit herrsche. Man kann dieses Immergleiche aber auch als Verlust an Aura und Charakter umschreiben, und hier ist auch der Zuschauer zum anonymen Kosumenten und Spielball weltweit orperierender Ketten geworden, was wir ja bereits von McDonald her und seiner gesundheitsförderndem Naturkost nicht anders kennen. Wer nun den sterilen DD-Ton mit seinen zerhackstückten Sinuskurven und redundanten Auslassern als Super-Erlebnis feiert und sich schon auf das starr-tote Pixel-Raster einer DLP-Projektion freut, der macht vermtulich einen Fehler, sobald er übersieht, was hierfür geopfert wird und was alles in die Vergessenheit gedrängt wird. Und die Filmmuseen und Programmkinos alleine werden es m.E. kaum schaffen, hier noch gegenzuhalten, wenn künftig Tonsysteme und Programmpakete den Betreibern zwangsverbundelt werden bis hin zur An- und Abschaffung oktoryierter Projektionssysteme (an denen sich wieder neue Firmen des Neuen Marktes eine Goldene Nase verdienen, sowie die Dinger laufend kaputt gehen und weder Schärfe noch Helligkeit der einwandfreien tradierten Projektion anbieten wollen). Jetzt hab' ich mal den "Roten" und den "Schwarzen" gleichzeitig das Wort geredet, aber wir werden bald sehen, was nach den Multiplexen und ihrer Billig-Distribution und Fast-food-Technik uns blüht: Home Cinema auf gleichem oder besserem Niveau, frisch aus dem PC, austauschbar und anonym wie das Surfen im World Wide Web.
  13. cinerama

    Schrittmotoren

    Kann durchaus sein, daß es an der feinfühligen Jusiterung mangelte, deshalb hatte ich noch einmal nachgefragt. Diesbezgl. gab es damals leider dutzende Horrormeldungen, da die Buchsen seinerzeit alle paar Monate ausgetauscht wurden ... und irgendwann auch die FP -20 einer schrecklichen Wassmann wich! Vermute, daß die Nylon-Kupplungsbuchse einfach nur hätte nachjustiert werden müssen, währenddessen die drei seinerzeit hier agierenden Service-Firmen immer nur Totalschaden meldeten und neue Buchsen den Betreibern andrehten. Dergleichen passierte auch mit Malteserkreuzgetrieben, die ich mal nachstellte zur Verwunderung der Betreiber, da man ihnen doch schon ein "tolles Angebot" mit einem "Austauschgetriebe" unterbreiten wollte. Euren Erfahrungen lauschend, könnte die Nummer wohl auch mit der Nylon-Kupplungsbuchse so gelaufen sein....
  14. Mit dem letzten Satz zieht man sich wohl aus der Affäre. Wir beide wissen doch, daß es sich anders darstellt. Ein Blick in die Nöte der Programmkinos und das Schrumpfen des Repertoires sowie der "Erfolg" der Multiplex-Kultur spricht Bände. Ein "Gegensatz" besteht alltäglich, und wo die "dunkle Seite der Macht", die alles frißt oder verdrängt, liegt, daran habe ich wenig Zweifel. (Keine falsche Versöhnung bitte an diesem Punkt, sondern harte Aufarbeitung und Aufklärung ist wohl angesagt!) 4-k-Projektoren gibt es im Angebot, etwa den LCOS-Beamer von SONY, wie üblich aber nicht für Riesenleinwände geeignet (schafft DLP aber auch nicht) http://www.av-views.com/marktuebersicht/pr002101.php http://www.av-views.com/marktuebersicht/pr002101.php http://www.high-def.de (letzterer Link vergleicht die 4-K-Bildqualität sogar ungeniert mit Deinem Lieblingsformat.) EUR 1080-Übertragungen fanden und finden doch statt, vgl. Zoo-Palast u.a. Gegen ernsthafte Auswertungen von Erfahrungen aus der Psychoakustik ist nichts einzuwenden, Ärgerlich wird es nur, wenn "warmer und weicher" Ton immer als Vorzug des Magnettons angegeben wird, wohingegen die Verfechter des digitalen Ton recht flott die aktuellen Datenblätter ihrer favorisierten Systeme hochhalten. Gegen orale Überlieferungen von 60er-Jahre-Produktionsweisen aus dem Mund sehr zuverlässiger Kollegen ist gar nichts einzuwenden, aber man selbst stand eben doch nicht "in erster Reihe". :wink: Zurück zum SRD-Block: Zu der begrenzten Anzahl der film elements ( 76 x 76) wäre zu sagen, daß die ständige Weiterentwicklung der chemischen Filmmaterialien und ihrer Auflösung hier eigentlich hoffen läßt. Wie ist hierzu die Meinung der Dolby-Experten? @T-J: Du kürzt ab mit "q.e.d", war das eine Zustimmung zu @Expert Groupers? (Du meinst vielleicht, "quod est demonstrandum" - was zu beweisen wäre, q.e.d. heißt aber "quod erat demonstrandum" - was zu beweisen war.) Ach ja, so traurig verbittert sind wir doch alle, weil wir unsere alten Kinos und Filme nicht mehr sehen können, zur mickrigen DVD greifen oder im Kino 2004 nur technischen Einheitsbrei uniformer Filme ertragen müssen - wiewohl sie sich gottlob zumindest noch inhaltlich voneinander unterscheiden...) :)
  15. Zunächst zur ersten Hälfte des Beitrages: Wie willst Du denn in den 60er Jahren die Tonabmischungen miterlebt haben, zumal wir altersmäßig nicht weit auseinanderliegen? Die zweite Hälfte des Traktats betreffend scheint offenbar der Diskussion ein bißchen die Ernshaftigkeit abhanden gekommen zu sein: Daß die Zeiten älterer Filmtechnologien vorbei seien und dies mit einem belehrenden Unterton vorzutragen, soll sagen, hier stünden weltfremde Spinner im Diskussionsforum. (Tagtäglich haben sich jedoch weltweit die Restaurateure und DVD-Firmen mit diesen Problemen herumzuschlagen, daher aktueller denn je.) Du solltest "reality mind" zunächst zu Dir selbst sagen - und anstelle eigener Rahmenprogramme mit verdächtigem Inhalt (70mm, wenn ich mich nicht irre?) den von Dir anderweitig oft zitierten "Prioritäten" den Vorzug geben, und dies heißt: optimale Vermarktung des Mainstreams und Schließen von Marktlücken im Multiplex-Bereich anstelle von Hobby und Experimenten. Wenn das normale Business dem digitalen Bild gehört, wie Du sagst (die Kameraleute und Ingenieure geben eigenartiger Weise dem 35mm-Negativ noch eine Zeit von zehn Jahren, in der es schwerlich getoppt werden könne), dann solltet Ihr in Eurem Kino damit anfangen, und zwar richtig: mit 4 k -Auflösung! Wie wär's zunächst mit Übertragungen von EUR 1080 in Hessen und anderen Sport- und Kulturveranstaltungen? (Das meine ich, wie ich es sage, da dies eine Marktlücke in diesem Bundesland darzustellen scheint.) Dann zum "analogen" Ton, wo die Diskussion ins Geschmäcklerische anstatt ins Technisch-Vergleichende abgleitet: "weicher, angenehmer und warmer Magnetton"...also so würde ich das nie formulieren. Das wird dem Thema nicht gerecht. Bereits an dieser Stelle war die Diskussion viel weiter: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...sc&start=0 http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...sc&start=0 Schließlich die Forderung nach dem "normal business": hier haben wir Auffassungsunterschiede, die bedauerlicherweise kaum in den Griff zu bekommen sind. Mein Interesse ist nicht das normale Business, denn dieses erscheint mitunter kontraproduktiv und überwindenswert (siehe Overscreening. Fast-Food-Kino, Substandards, Supermarktkinos). Vielleicht liegt es an unserer unterschiedlichen Provenienz? Der eine kommt aus dem Mainstreamgeschäft, ich dummerweise aus dem Programmkinobereich. Im letzteren ist der Begriff "normal business" sicherlich nicht die erhellendste Maxime des Strebens nach dem Guten. Programmkino heißt auch Problemkino, das nicht immer für "gute Laune" garantiert, bittschön. Du kannst sie ja in Deinem Kino verbreiten. Internetforen sind ebenso Plattformen für Streitgespräche, nicht nur für harmoniesüchtige Marketing-Kampagnen. In diesem Thread tauchten anhand der Fixel-Zählungen des digitalen Dolby-Blocks Zweifel an Tonsystemen auf, die uns täglich aufgetischt werden. "Schlechte Laune" verbreiten diese nun selbst, kaum aber diejeningen, die das nicht mögen und versuchen Vergleiche anzustellen (hin zu besseren Lösungen, sei es SDDS, unkomprimiertes Dolby Digital, analoger Magnetton oder was auch immer). Was vorbei ist und was kommt, obliegt nicht primär Dir oder mir zu "prophezeien", denn damit sind schon viele auf die Nase gefallen. (Pardon für meine gereiztes posting!)
  16. cinerama

    Schrittmotoren

    Gegenbeispiele sind etwa 20 Stück FP-20 / FP-30 und DP-75-Projektoren in einer einzigen Stadt, wo ich das seit 22 Jahren praktisch beobachte und selbst miterlebt habe. Das verwundert mich absolut, woher die positive Bewertung der Nylon-Kupplungsbuchse kommt. Ich bin da gänzlich anderer Ansicht und wünschte mir das Gegenteil! In einem Fall hat es dem fast 50 Jahre dienstuenden Vorführer (Gloria-Palast, Berlin) derart "gereicht", daß er die Nylon-Kupplungsbuchse der DP-75 bei Kinoton hat aus Bronze herstellen lassen. Danach blieb der Bildstand stabil! Und FP-20 wackelte hier überall: Porno-Kinos, Zoo-Palast-Kinos, Europa-Studio ... eine endlose Reihe von Kinos, die mit gutem Bildstand begannen und nach allerkürzester Zeit ein ernstes Problem hatten. Beim Austausch der Nylon-Kupplungsbuchse zeigten sich auch deutliche Verschleißerscheinungen. In anderen Fällen lasse ich offen, ob sie bereits verschlissen war oder lediglich hätte nachjustiert werden müssen, was von den Kinotechnik-Firmen nicht immer wahrheitsgemäß kundgetan wurde. :cry:
  17. cinerama

    Schrittmotoren

    Die Nylon-Kupplungsbuchse ist eine mit äußerer Schneckenradverzahnung versehene Kunststoff-Buchse, die die beiden Teilstücke der unterbrochenen Malterkreuzwelle zusammenhält und somit als Sollbruchstelle fungiert. Außerdem dient sie als Bildstrichverstellbuchse, die die zentrale Bildstrichverstellung (sich drehendes Kreuzgetriebe) ermöglicht. Einige Kinos behaupten, sie sei jahrlang ohne Beeinträchtigungen gelaufen, die meisten erzählen vom Gegenteil. Aus meiner FP-20-Zeit (Mitte der 80er Jahre) weiß ich noch, daß alle drei bis fünf Monate die Buchse ausgegurkt war, was bedauerlich bleibt, da die Kreuze selbst ganz ordentlich gefertigt waren. Super-8 wird nachwievor fleißig gedreht und entwickelt. Auch in Negativkopierung angeboten.
  18. Also einen unverhältnismäßig hohen Abrieb an Magnetpisten älterer Magnetton-Filmkopien (in 35mm und 70mm), wie immer wieder kolportiert wird, kann ich weder aus der Praxis noch (von meinen etwa 45 Archivkopien) her bestätigen. Zwar gab es bei Fernseh-ComMag-Kopien irgendwelche Probleme mit dem "Dachrinnen"-Effekt aufgrund anderer Auftragung (Aufklebung) oder Ausfräsung, wie auch aufgrund einer unzureichend stabilisierenden Ausgleichsspur, aber damit hatte ich weniger zu tun. Bekannt sind mir noch aufgeklebte Magnettpisten auf 16mm-Kopien, die man, wenn sich eine Ecke gelöst hatte, ohne jeden Widerstand abziehen konnte. Aber was kann die physikalische Qualität der (analogen wie digitalen) Aufzeichung dafür, daß derart miserable Distributionsmethoden überhand nahmen? Dolby allerdings kann schon was dafür, denn die wußten ja, daß sie mit Kopien ins Kino kommen, wo zumindest die Schichtseite durch ständigen Abrieb durch die Kufen oder Bänder nach wenigen hundert Durchläufen kaum mehr abspielbar ist. Und außerdem, daß bei geringsten Fehlern der Dichtebestimmungen des Tonnegativs Probleme im späteren DA-10/20-Prozessoren der Kinos auftreten. Unter den rauhen derzeitigen Projektionsbedingungen hört man sogar von noch kürzeren Verfallszeiten. Dementgegen kenne ich nun Magnettonkopien, die mehr als tausend Durchläufe erlebten und noch immer einen kommerziell vorzeigbaren Superton präsentieren. Umgekehrt auch Fälle, in denen leider die Magnettonkopie über nicht entmagnetitsierte (vergessenes "Degaussing") Stahl-Laufrollen lief und folglich ein Rascheln aufwies. Oder neben einem Lautsprecher stand und angelöscht wurde. "Abgerieben" waren sie nur, wenn ein Magnetkopf an den Lamellen einen Gratspan aufwies, der die Piste abschürfte. (Allerdings wäre all dies bei ordentlicher Berufsausübung nicht gegeben, sondern passierte erst im Anlern-Vorführbetrieb.) Wer heute übrigens eine Tonaufnahme macht (und nicht tausendfach re-mixt, um irgendwelche Sound-Designs bis zum letzten Punkt auszureizen), wer z.B. eine Orchesteraufnahme optimal aufzeichnen möchte, dem sei die analoge Technik wärmstens empfohlen. Und sie hat auch in der Folge einen sehr guten Kinoton, wenn voll-analog (und nicht von der MOD) ein Dolby-SR-Lichttonnegativ hergestellt wird, das einer DD-Tonspur vorzuziehen wäre. Wer ältere Raumton-Film neu herausbringt/umkopiert oder wiederaufführt, sollte um die Neumischung und Übertragung auf digitale Medien einen hohen Bogen machen. Hier kann wieder nur die analoge Magnettonspur die volle Informationsfülle des Originals transportieren. Insgesamt klangen vor Aufkommen der Kino-Digitaltöne gelungene Magnetton-Vorführungen stets präsenter, transparenter, klarer, "musikalischer" und natürlicher. Die neuen Kino-Digitaltonsysteme (zudem in Verbindung mit "Watte"-THX und gedämmten Sälen) klingen vergleichsweise flach, farblos, verwässert, begrenzt, stumpf und synthethisch. Das gilt für DD, dts und sogar SDDS. Nicht komprimiertes Dolby Digital (bei der DLP-Projektion) indessen wirkte schon deutlich besser als die vorgenannten Systeme, aber auch hier wäre ein Vergleich mit den analogen Möglichkeiten einmal meßtechnisch und auditiv herzustellen. Ich wage zu behaupten, daß sich mitunter einige Zwischenstufen bei den Bearbeitungen selbst des alten, analogen und monauralen Lichttons der 60er Jahre (z.B. ZwiPo deutscher Abmischungen, die dann zur Herstellung der Technicolor-Druck-Kopien nach London weitergereicht wurden) in einigen Parametern naturgetreuer und brillanter anhörten, als DD. Fazit: Wir haben heute mitnichten einen Supersound im Kino, und noch viel weniger ein Superbild. Was wir sehen und hören, sind die Verfallsprodukte einer Industrie, die ihre Technologien zuallererst nach den Verwertungsmethoden der Fernseh- und Videobranche ausrichtet und nicht mehr am "unverwechselbaren" Event-Charakter des Kinos festhält. Das gilt für alle Bereiche des Filmlebens und ist für die Kinofreunde betrüblich. Von Seiten der Produktions- und Distributionsgesellschaften werden diese Gefahren leider nicht erkannt, sondern es werden lieber Kompatibilitätszwänge als "Synergieeffekt" verkauft.
  19. cinerama

    Schrittmotoren

    Die Fragen erscheinen mir wesentlich komplexer, da sie globale Wirtschaftsweisen anbetreffen. Es wirkt wie etwas, das mit aller Macht von Vertriebsketten und -netzen auf den Markt gedrückt wird, um (ver-)altete Produktionsweisen zu eliminieren oder eine neues Konzept "ideologisch" und aus Marketinggründen als erster auf der Markt zu drücken, egal, in welchen Richtungen "Folgen" abzusehen sind. Das scheint wie eine Doktrin der BWL-Liga, solche modularen Mischkonzepte zusammenzuführen, nur weil sich in der Dritten Welt, in Ungarn oder sonstwo Arbeitskräfte fanden, die billig Zahnriemen oder die Stahlschränke der FP-Serie im Fließbandbetrieb herstellen. Höre ich so etwas wie "Downsizing" u.a., werde ich zunächst skeptisch. Wer hat denn ein Interesse daran, Kostenersparnisse bei der Fertigung zu erzielen und warum? Baut man ein Produkt, das den gängigen Marktmechnismen entspricht, oder etwas, das technisch und qualitativ überzeugt? Gerne kehre ich doch den Stammtisch gegen die Marketing-Phrase. Nicht auszuschließen ist natürlich in Zukunft, daß mit günstiger erworbenen Rohstoffen (und Kunststoffen) Ersatzlösungen gefunden werden könnten, die die aufwendigere Getriebebausweise tlws. zu ersetzen imstande sind. Das könnte oder sollte auch Ziel der ingenieurwissenschaftlichen Forschungen und Entwicklungen sein. Defacto sehe ich aber - auch bei den jüngsten Modellen der Kompaktbauweise - einen höheren und schnelleren mechanischen Verschleiß der Getriebeteile. Hier fragt sich, ob es betriebswirtschaftlich für den Betreiber vernünftig ist und auch im Interesse der Kinobesucher liegt, in verkürzten Intervallen Ersatzteile am Projektor auszuwechseln, die nachweislich auf Getriebeprojektoren länger gehalten hätten. Zu den neuralgischen Punkten zählen m.E.: - Nylonkupplungsbuchsen der Malteserkreuzwellen (dadurch sind allgemein die Bildstände "häufiger" und rascher "schlecht" geworden, als bei Geräten der uralten Bauweise) - Elektronische Schrittmotoren (wartungsanfäliger und aus meiner Beobachtung prozentual in den Kinos mit viel schlechteren Bildständen anzutreffen als bei den "uralten" Geräten) - Die geringen Massen", die Du befürwortest, erweisen sich an vielen Punkten als verschleißanfälliger (nochmals Nylon-Kupplungsbuchse, weiters Bildbahneinsatz-Kufen, Delrin-Führungsrollen, verkleinerte Alu-Tonbahn usw.) und führen nach meiner Beobachtung in der Praxis zu a) schlechteren Bildständen, b) gewissen Unschärfen und c) vermindertem Ton-Gleichflauf - gerade bei älteren Kopien oder Kopien mit vielen Klebestellen. Demzufolge muß häufiger gewartet werden, und es treten auch - für den Zuschauer erkennbar - häufiger sichtbare Störungen auf. (Nach etwa 8000 Kinobesuchen in meinem Leben und der späteren Praxis "hinter der Kabinenscheibe" hat sich diese Überzeugung bei mir durchgesetzt). [Auch die "Vorzüge" neuerer Geräte wie Automatik-Verkopplung, Vor- und Rücklauf, Frequenzumformer, leichtere Bauweise, keine Ölzirkulation bei der E-Serie etc. sind allesamt relativ zu bewerten und auf ähnliche Produkte der 50er und 60er Jahre zu beziehen. Nichts ist wirklich neu und revolutionär, ausgenommen die encodierte Lichttonspur seit 1977, die den Raumton erstmals in kleinste Kinobetriebe brachte sowie die Aufwertung der Surround-Lautsprecher; oder die Entwicklung neuerer Objektivtypen, die große Qualitätsprünge nach vorn brachten]
  20. cinerama

    Schrittmotoren

    Ich argumentiere für das Gegenteil in unserer Diskussion: der Kostenaufwand der Getriebprojektoren steht im gesunden Verhältnis zum Nutzenaufwand: Königswellengetriebe haben eine schier unbegrenzte Lebensdauer (bei korrekter Ölung und vernünftiger Schneckenradkonstruktion). Es "rentierte" sich, denn diese Geräte laufen noch heute wartungs- und verschleißarmer als die Geräte der Kompaktbauweise. Das Wort "Schwachsinn" würde ich daher nicht verwenden; es auch hat keiner daran gedacht, eine Königswelle in eine FP 30 etc. zu "verpflanzen". Dreimal unterstreichen kann ich Deinen Satz: "Wenn man Schwingungen erst gar nicht entstehen läßt, braucht man sich auch keine Sorgen um deren Dämpfung zu machen". So ist es. Zwar stimme ich auch den schwingungsdämpfenden Maßnahmen zu (Gummifüße, Ausgleichswellen, Gummilagerung) - aber hier scheint es mir, als würde man das "Pferd von hinten aufzäumen". Zumindest wird das alles wartungsaufwendiger und auf Dauer möglicherweise auch teurer. Freunden wir uns doch mit dem Gedanken an, daß Projektoren heutzutage möglicherweise mit dem selben Hintergedanken wie Waschmaschinen gebaut werden: als daß sie bald kaputt gingen und viele schöne Wartungsaufträge entstehen. Das war bei Bauer u.a. nicht die Maxime, vielleicht ist die Firma daher auch Konkurs gegangen, da die Geräte so strapazierfähig waren. :lol:
  21. cinerama

    Schrittmotoren

    Man sollte auch erwähnen, wie oft jemand mit dem Lappie dort nachstellte und wie lange das gut geht, und wo die Grenzfälle liegen. Hast Du sämtliche Wartungsberichte des vermutlich kopierkwerksseitig sorgsam betreuten Gerätes vor Dir zu liegen? In meiner Region leider wackeln die Bildstände dieser Serie zu 90%, und da darf die Frage erlaubt sein, ob der Wartungsaufwand in Relation zur Kinopraxis liegt und was hieran besser ist als beim Malteserkreuz. B 11/14 finde ich auch schön, nur leider ein Projektor ohne die von mir geschätzte gekrümmte Bildbahn. Zur 1960er-Remineszenz von @preston sturges: Die generell negative Sichtweise teile ich nicht. Ähnliche Symptome erlebe ich noch heute und wöchentlich in den Supermarktkinos: a. laufverstreifte Kopien b. stärker verwackelte Bildstände als 1960 (bestätigen mir ältere Techniker aus ihrer Branchenpraxis) c. unangenehme Sichtverhältnisse durch übertriebene Auframpung (viele mögen's nicht: so einfach heruntergucken, daß einem übel dabei wird) d. heute eher zu weiche Schaumstoff-Plastiksessel (orthöpädisch als bedenklich eingestuft) c. Schlangen auch an Kassen der Mulitplexkinos am Wochenende infolge Personaleinsparung (erlebe ich jede Woche). [Kommentar]. Keine Frage, daß es heute Fortschritte gibt (z.B. Telleranlagen ... wiewohl seitdem die Schärfe weniger kontrolliert wird). Aber in anderen (und tlws. noch immer den gleichen) Aspekten herrscht der selbe Mißstand wie vor 44 Jahren. Daher greift Dein Beitrag in unserer Diskussion über "Schrittmotor vs. Malteserkreuz" resp. "Königswelle" nicht so richtig. Sofern Du die modernen "Prioritäten" als setzenswert empfiehlst, werde ich nicht diese Partei wählen, da dies nach Opportunismus aussieht. :!:
  22. cinerama

    Schrittmotoren

    Gut umschrieben, besonders der letzte Satz zur "Königswelle". Würde ihn aber (aus ideologischen Gründen) - und als ein rückwärts gewandter Utopist - so umdeuten, daß der alte mechanische Antrieb doch lieber nicht die Attribute "teuer" und "aufwendig" erhält, sondern als Mindesstandard angesehen werden müßte. Danach wird klar, was für eine Scheiße man heute - in der Nachfolge vormals bewährter Industriemechanik - zu bedienen hat, und daß auch jeder heutige Verweis auf die "Kostenfrage" nur beweist, wie sehr kinematographische Werte und kinospezifische Bewirtschaftung sich schon ab 1960 beginnend (mit Einführung der FP 20 und den Folgen) "verdünnisiert" haben. :oops:
  23. cinerama

    Schrittmotoren

    Tolles Experiment, aber stellst Du das auch in Serie her? Dein Gallerie-Bild ist unbestritten schön, aber es müßte auch einmal statistisch ermittelt werden, wieviele dieser Kreuze zufriedenstellend laufen. Irgendwann Ende der 80er Jahren hat man wohl bei einem norddeutschen Projektorenhersteller damit angefangen, das über diesen Weg zu erledigen. Dann sollte "in Handarbeit" nochmals nachgeschliffen und poliert werden, aber der angeblich einzige Mitarbeiter, der das noch beherrschte, ginge dann in Rente. Tatsache ist: jede zweite Maschine aus dieser Fabrikation hatte bei Auslieferung Bildstandsungenauigkeiten, die auch nie mehr nachgebessert wurden. Beispiel aus den 90er-Jahren: zwei Kinokomplexe eines der plexalen Marktführer unserer Branche: Haus 1 in steht in Hamburg, Haus 2 steht am Potsdamer Platz/Berlin. Beide haben diese Sorte eingebaut - jeder zweite Saal hat unruhige Bilder. Also argumentiere ich nicht gegen den unstrittigen Segen der CNC-Maschinen, die ich auch gelegentlich benutze (wunderbar für azentrische Objektivhalter und Tubusse etc. pp), sondern gegen das Endprodukt "Schrittschaltwerk". Die in der Fertigungstraße über PC ausgelobten Kreuze ebenso wie die Systeme der elektronsichen Schrittmotoren sind meiner Erfahrung nach unberechenbar. Und ich habe hunderte an Vorführsälen verglichen und die Nase gestrichen voll davon! In diese Kinos gehe ich nicht mehr. Korrekt ausgelierte Projektoren der alten Fertiungsweise hatten das nicht (Bauer, Philips, Ernemann ... sprich die "Getriebeprojektoren"). Auffällig instabil wurden die Bildstände erstmals mit Aufkommen der FP 20 (Nylonkuppplungsbuchse), später der Ernemann 12s/15 sowie der Kinoton-E-Serie. Projektoren, die ich mag (alte Bauer, Philips, Ernemann) liefen bei ordentlicher Ölung und ohne Gewalteinwendung mehr als ein halbes Jahrhundert perfekt. Sofern man sie pflegte und gut behandelte, konnte man sicher gehen, daß Bildstandsfragen eine sehr, sehr lange Zeit überhaupt kein Thema sind. Und daher auch keine Laptop-Kontrollen u.a. mit Marketing-Rafinesse durchgedrückten neuen Technologien, die uns den Himmel auf Erden verspechen und oftmals hinter dem Niveau vergangener Epochen zurückfallen. Das aber ist eine kulturgeschichtliche Diskussion, die alle Bereiche der Technik und des Lebens tangiert, glaube ich.
  24. cinerama

    Schrittmotoren

    So ist es. Ich habe auch nicht schlechte Massenkopien zum Anlaß genommen. Und inwieweit Wartungsaufwand und Qualifikation eines normalen Filmvorführers die Technologie beherrschbar machen, ebenfalls nicht zum alleinigen Kriterium. Es waren daher technische Vergleiche angeregt worden mit meiner Andeutung. Hatte auch Glück, zwei Projektoren der E-Serie mit ständiger Wartung kennenlernen zu dürfen (FP 75-E im Stella-Theater/Berlinale-Palast). War ziemlich gut bei 35mm-Wettbewerbsfilmen und Testfilmen, wackelte aber bei "2001" und "Vertigo" in 70mm-Format (ausgerechnet!). Aber auch der recht gute 35mm-Bildstand war nicht das Beste, was ich bis dato kannte, selbst wenn mittlerweile Malteserkreuzprojektoren unserer Branche überall in die "Knie" zu gehen scheinen. (Aber was sind dafür die Ursachen? Polyesterfilm und unvorsichtiger Filmzug sowie ebenfalls Null-Wartung etc. pp.). Ich würde mir dennoch wieder einen Projektor mit Malteserkreuz (sofern kein Schrott wie "computergefräst" usw.) zulegen wollen, der vom ersten Tag an stimmt, und den ich daher bei schonender Behandlung Jahrzehnte lang im Griff behalten kann - ohne Wartungen. TK-Chris: Warum möchtest Du dies bei Gelegenheit genauer erklären und nicht jetzt? Das Thema würde sonst versanden, fürchte ich. :(
  25. cinerama

    rollenlänge

    Sorry, aber das sind beides Begriffe für mich, die negativ besetzt sind! Vgl. auch FKT 2004 zum D.I. Auf sowas freue zumindest ich mich nicht. Da Du vom Editieren sprachst: Ex post, wenn bereits Debatten über ein Statement stattfanden, sollte man eigene Aussagen nicht verändern. Lieber in der Vorschau im Voraus dreimal lesen, was man schreibt. Aber ich bin hier nicht der Moderator ... (stand nur so in den Forumsregeln.) Die Rollenlänge- das eigentliche Thema angehend - wurde gefragt: 0,456 m pro Sekunde, daran läßt sich jede Länge/Laufzeit bei 35mm eruieren. Transportbehälter mit gekoppelten 1200 meter-Akten fand ich gut, ebenfalls die von @TJ erinnerte Methode aus dem Programmkinobereich, Repertoirefilme auf 1800-Meter-Spulen weiterzureichen (um die vielen Schäden an den Aktübergängen zu vermindern.)
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