Zum Inhalt springen

albertk

Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    685
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    2

Alle erstellten Inhalte von albertk

  1. Bei Kubrick gab es auch in den letzten Jahren diverse Filmreihen, u.a. auch zur Zeit der großen Wechselausstellung. Da kann sich jetzt keiner darauf herausreden, dass es von den Filmen keine zeigbaren Kopien gäbe. Insofern Unfug, sanktioniert durch die Sippschaft. SPARTACUS und 2001 digital auf 2k, dafür aber auch noch auf mittelgroßer Leinwand in einem früheren Stummfilmkino. Oder läuft das ganze Festival in den Schuhschachteln?
  2. Formatangaben fehlen meistens, aber nach Eigeninformation bei Vermietungen stellt sich heraus, dass sie gar nicht 4k haben: http://www.babylonberlin.de/vermietungen.htm 4k aufrüstbar, heißt eben 2k und nicht 4k. Kurz: Baby-Lohn-ische Sprachverwirrung!
  3. Noch ein Nachtrag. Ein Artikel aus der "Zeit" vom 9.2.1979, weiter unten auf der Seite "Mendesohn auf japanisch": http://www.zeit.de/1979/07/zeitmosaik/komplettansicht
  4. Danke für die Links zu der neuesten Radiofolge! Astor Kurfürstendamm Ecke Fasanenstraße besuchte ich nur 1x und nie wieder. Das war 1979 bei Woody Allens "Manhattan". Damals ein schummriger, trister, heruntergewirtschafteter Saal mit engen Reihen. Mehr grau als blau. Kein Filmpalast, sondern ein mittelgroßes Kino (>500 Plätze). Trotzdem war es so voll, dass ich entgegen meiner Gewohnheit in der 1. Reihe saß. Kurzum: Rasiersitz ohne Kino-Genuss. Und Panavision sah auf dieser Leinwand auch nicht besonders groß aus. Besonders erschreckend, dass gerade dort die Retrospektiven der Berlinale liefen. Im Kinokompendium tauchen Fotos auf, die darauf schließen lassen, dass in späteren Jahren der Saal etwas verschönert wurde. Ich kann mich weder an die gelbe Wandfarbe noch an die runde beleuchete Deckenkuppel erinnern. http://www.kinokompe...kino_berlin.htm Trotzdem interessant zu hören, wie dort Kinogeschichte geschrieben wurde! Im gleichen Jahr sah ich auch die Trümmer des Universum/Capitol-Gebäudes. Da standen nur noch Elemente der Front. Das dokumentiert übrigens auch dieses Foto auf der Webseite der Schaubühne: https://www.schaubue...buehne_1979.jpg Im Internet und in der Architektur-Fachliteratur findet man zahllose Fotos zu Mendelsohns Bau, die ich hier nicht posten will. Der skandalöse Totalabriss ging damals auch durch die Feuilletons. Absurderweise behaupten sie auf der gleichen Webseite, das Gebäude hätte seit 1979 einen Denkmalschutz... Umso umstrittenener war der teure Neubau dieses Mehrzwecksaals, der sich nur noch mit einer nachgebauten Hülle des früheren Baus schmückt. Als Beispiel nur ein Artikel des Spiegel vom 31.8.1981 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14341637.html "Hair" war als Musical übrigens seinerzeit (~1968) ziemlich umstritten und wurde als skandalös empfunden. Rockmusik, Antivietnamprotest, Langhaarige und Nackte auf der Bühne! Das war zum Zeitpunkt von Milos Formans Film schon vorbei.
  5. Die flotte Schreibe dieses Journalisten liegt auch an mehreren Stellen schief. So schreibt er beispielsweise von einem "hörsaalartig abfallenden Kinosaal". Der Boden des Parketts der "Kaskade" war nur wenig schräg. "Hörsaalartig abfallend" führt vollends in die Irre. Quelle: eigene Erinnerung und Architekturzeichnungen des Architekten. Vor einigen Tagen gab es sogar einen Hessenschau-Beitrag. Tenor: Ein Biomarkt mit schickem Interieur, also dreiste Schleichwerbung. Peinlicherweise ließ einer der Bauarbeiter einen Plastikdeckel unter der Glasdecke. Mein Fazit: Denkmalschutz umgangen, Kino zerstört! Es geht natürlich noch krasser: In Schottland sah ich mal eine umgenutzte Kirche. Religiöse Symbole fehlten, aber der Bau war eindeutig erkennbar. In den Seitenaltären waren Stände mit Wühltischen. Inhalt: Second-Hand-Klamotten und Billig-Schmuck. Wo früher der Altar war, gabs "Fish and Chips". Auf einer großen Platte wurde das Fleisch von "Hamburgern" erhitzt. Als wolle er das ganze noch toppen, goß der Verkäufer das Frittenfett über die Hamburger!
  6. Hallo, @fresi, das Bild, dass du am 22.5.2011 hier gepostet hast, könnte der Turmpalast in Frankfurt/Main gewesen sein. Es gibt allerhand optisch übereinstimmende Faktoren: - vor allem die Deckengestaltung - die seitlichen Ausgänge zu den Wandelgängen, - Kinobreite, - auch die merkwürdigen Gänge auf Ranghöhe. Dort war früher ein schmaler Seitenrang. So auch im Gebäude der Vorkriegszeit, das ursprünglich ein Operettentheater war. Anfang der Achtziger sah es aber nicht mehr so hell und blendend aus, da sparte man bereits mit der Beleuchtung. Heute ist dort ein Neubau, vor einigen Wochen eröffnet: Nobelsupermarkt und Fitnesscenter und äußerlich der übliche Beton-Skelettbau im öden Stil der öden Zehner Jahre des 21 Jahrhunderts.
  7. Diese Bilder lassen einen erschrecken. Dieser Supermarkt ist Zeichen einer architektonischen Zerstörung. Ebenso brutal wie sinnfrei. Kinobesucher gingen einst aus Lust am Kino dorthin. Auch aus Lust an einem interessant gestalteten Kinosaal. Und natürlich wegen der farbig beleuchteten Wasserpiele. Aber nicht um eine nackte Düsen-Apparatur zu sehen! Supermarkt bleibt Supermarkt, auch wenn Bio davorsteht. Vieles davon ist so ökologisch wie eine Currywurst. Aber dieser Supermarkt ist eine Zumutung. Selbst den Rang musste man zerstören. Deutlicher kann eine Barbarei nicht sein. Daran erkennt man die Barbarei: dass sie nicht nur besonders dumm daherkommt, sondern auch noch rechthaberisch triumphieren will. Nach Kassel lockt mich das nicht mehr.
  8. In Berlin hätte ich mir den Film vielleicht in 70mm angesehen. Nun habe ich aber dazu weder Zeit noch Geld. Welche Kinos in Frankfurt am Main können eigentlich "Interstellar" in 4k zeigen? Oder muss ich da womöglich nach Offenbach (da werben sie mit 4k)?
  9. Ich kam erst jetzt dazu, mir diese Hörfunkreihe anzuhören. Hochinteressant, kenntnisreich und unterhaltsam! Der Ku'damm war einst die Kinostraße Berlins, auch noch in den 1980er Jahren, als ich einige davon von innen sah. Jetzt fehlen noch allerhand mittelgroße Kinos, Kunstkinos, Nachspielkinos etc. Mendelsohns Universum/Capitol wäre vermutlich eine eigene Sendung wert; einerseits der damals hochmoderne Bau mit speziellem Konzep, andererseits als Breitwandkino. Ich bin gespannt.
  10. Eine Gruppe junger kinobegeisterter Studenten ist das "Filmkollektiv Frankfurt". Die gehen nicht nur fleißig ins Kino, sondern veranstalten ausgefallene Filmreihen! Vom 7. bis 9. November 2014 zeigen sie seltene und wiederentdeckte Genrefilme in 35mm unter dem Titel: 1. Auswärtiger Sondergipfel des Hofbauer-Kommandos Es laufen am Freitag den 7. November im "Filmforum Höchst" Unersättliche Triebe Frankfurt Kaiserstraße Vorspiel zur Ekstase Tausend Takte Übermut (BRD und ein stählerner Überraschungsfilm Samstag den 8. November im "Filmforum Höchst" Herbstromanze Nordische Nächte - verschwiegene Parties Sünde mit Rabatt Sonntag den 9. November in der "Pupille" (Festsaal im Studierendenhaus/Campus Bockenheim, Mertonstraße) Der Perser und die Schwedin Tanja - die Nachte von der Teufelsinsel Und noch nicht 16 Baron Pornos nächtliche Freuden Schwedischer Sommerwind Expectations - Hemmungslose Verführerin http://www.filmkollektiv-frankfurt.de/veranstaltungen/hksondergipfel Für Geschmack und Niveau übernehme ich keinerlei Haftung! Wie schrieb einst der katholische Filmdienst in den 50ern: "Das sind alles Peinlichkeiten, bei denen man beinahe geniert zusieht."
  11. De Facto erfährt man hier fast nichts über neue 70mm-Veranstaltungen. Z.B. lief NAPOLEON in Amsterdam, aber hier fiel kein Wort darüber. Die Beispiele ließen sich endlos fortsetzen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Wie sagt der Österreicher: Gor net ignorieren!
  12. Die Deutschen taten sich nach dem Krieg schwer mit Musicals. 1965 erschien das erste deutschsprachige Standard-Buch von Siegfried Schmidt-Joos zum Thema. Bis dahin war nur wenig auf deutschen Bühnen gelaufen, abgesehen von Klassikern wie MY FAIR LADY. Im Kino dagegen liefen oft Musicals, viele auch erfolgreich. Aber unter welchen Bearbeitungen! In den 50ern deutschte man vieles ein, da gibt es Fred Astaire mit der Stimme von Rudi Schuricke (TOP HAT), oder SINGIN' IN THE RAIN mit Erik Ode statt Gene Kelly. Auch SEVEN BRIDES FOR SEVEN BROTHERS habe ich mit Operetten-Soubretten und Knödelstimmen in Erinnerung, die der Schmissigkeit der amerikanischen Songs zuwiderlaufen. (Diese Fassung lief glücklicherweise letztes Jahr nicht in der Schauburg). Manchmal übersetzten Kabarettisten mit Wortwitz, so Günter Neumann bei KISS ME, KATE. Oder hocherfahrene Schlagertexter wie Robert Gilbert der außer MY FAIR LADY rund 20 Musicals übersetzt hat. Manchmal waren es aber auch Schnelltexter, die weder Gehalt noch Qualität der Vorlage gerecht wurden. Grundsätzlich alles wurde bei Disney-Animationsfilmen synchronisiert, wegen des Kinderpublikums. Allerdings erhielten manche Trickfilme im Laufe der Jahre mehrere Synchronfassungen. Auch die Untertitelung mancher Musicals war eigenartig: Es gab sogar gereimte Untertitel! Leider gibt es auch Musicals, wo man in der deutschen Fassung zahllose Lieder strich (THE KING AND I, CAN-CAN). Songtexte von Oscar Hammerstein II hätte man vielleicht noch leicht übersetzen können, aber an Cole Porter traute sich kaum einer heran. (Eine einigermaßen gelungene Ausnahme bildet vielleicht der Drehbuchautor und Kabarettist Mischa Mleinek, der Ende der 60er für Hildegard Knef eine ganze LP mit Liedtexten von Porter übersetzte.) Diese gekürzten Fassungen liefen auch noch in den 70er Jahren im Fernsehen in der ZDF-Musical-Reihe "Des Broadways Liebstes Kind". Da fragte ich mich manchmal, wo denn da die Lieder blieben? Das war leider übliche Spielpraxis, sogar bei noblen 70mm-Kopien.
  13. Die genannten Zeitkinos am Alexanderplatz und am Bahnhof Friedrichstraße bestanden nur von 1952-1961. Angeblich sind beide Gebäude erhalten, die Kinos zerstört. Dazu müsste man Berliner Archive aufsuchen. Quelle: Sylvaine Hänsel, Angelika Schmitt (Hg.): Kinoarchitektur in Berlin 1895-1995. Vgl. auch die Webseite http://www.allekinos.com/berlin.htm Allerdings kommt man Bildersuche auch weiter. Hier ist ein Bild von einer Leuchtreklame unter dem Bahnhof Friedrichstraße, im Hintergrund ist der Admiralspalast/Metropoltheater zu sehen: http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2Fwikipedia%2Fcommons%2F6%2F61%2FBundesarchiv_Bild_183-76979-0004%2C_Berlin%2C_DEFA-Zeitkino%2C_Leuchtreklame.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fcommons.wikimedia.org%2Fwiki%2FFile%3ABundesarchiv_Bild_183-76979-0004%2C_Berlin%2C_DEFA-Zeitkino%2C_Leuchtreklame.jpg&h=800&w=613&tbnid=DwUwaYXSA_m4RM%3A&zoom=1&docid=tbv0dAT6shb2IM&ei=D1cJVP79AsrPaLO0gtAG&tbm=isch&client=firefox-a&iact=rc&uact=3&dur=912&page=1&start=0&ndsp=18&ved=0CCIQrQMwAA Und hier ist ein Foto vom Eingang des Kinos am Alex http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.uwe-friedrich.com%2FKino_sw%2Fimage%2Fzeitkino_21.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.uwe-friedrich.com%2FKino_sw%2Fsource%2F33.html&h=376&w=600&tbnid=x1obgORQrg2XhM%3A&zoom=1&docid=MeF9C6w1gphjRM&ei=D1cJVP79AsrPaLO0gtAG&tbm=isch&client=firefox-a&iact=rc&uact=3&dur=655&page=1&start=0&ndsp=18&ved=0CCgQrQMwAg
  14. Getreu der Devise: Im Kino hat man mehr vom Film!
  15. Urlaub genommen, Hotel organisiert, Festivalpass ausgedruckt. Was aber nicht ging, war eine Reservierung bzw. Karte für OKLAHOMA!
  16. Gelungenes Programm! Ich hatte gefürchtet, es liefe nur eine Auswahl der letzten 10 Jahre, eine Art "The Best of...". Das wäre für solche "ferngesteuerten" wie mich, der kein Festival ausließ, weniger interessant gewesen. Nun läuft allerhand, was man sonst nie zu sehen kriegt. Gespannt bin ich auf die beiden DDR-Produktionen und die Vorträge von Ralf Schenk von der DEFA-Stiftung. Das Kurzfilmprogramm steht übrigens schon bei Thomas Hauerslev (Webseite "in70mm"); hier gilt es den Kameramann Dieter Gäbler zu feiern, der dieses Jahr starb mit: SKY OVER HOLLAND und WEHRHAFTE SCHWEIZ. Die kenne ich zwar, aber die werden beim mehrfachen Sehen sicher nie langweilig. FLAMMENDE JAHRE sah ich vor Jahren einmal auf 35mm. Natürlich ein pathetischer Kriegsfilm, Aber: Gestochen scharf, fantastische Bild- und Farbgestaltung. Da drehte ich mich mehrfach im Kino um, um nachzusehen, ob nicht doch 70mm lief. Am Drehbuch Alexander Dowschenko und Musik von Gawriil Nikolajewitsch Popow! Film ist dort immer am besten, wo es einen in eine völlig andere Welt entführt. Ich werde mir auch OKLAHOMA! in 4k ansehen, da ich von Ferndiagnosen nichts halte. Lieber Spekulatius als Spekulationen!
  17. Hier ist auch ein längerer Text über Wiesbadener Kinos. Weiter unten auch ein Absatz über das AKI in der Kirchgasse: http://www.fernsehmuseum.info/ueber-die-kinos-in-wiesbaden.html
  18. albertk

    Lauren Bacall gestorben

    Ausführliche bzw. originelle Nachrufe: Willi Winkler in der Süddeutschen Zeitung http://www.sueddeutsche.de/kultur/schauspielerin-lauren-bacall-sie-regierte-mit-einem-blick-1.2088433 Dieter Bartetzko in der FAZ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/zum-tod-von-lauren-bacall-die-geheimnisvolle-13096155.html Enid Nemy (auch 1924 geboren) in der New York Times http://www.nytimes.com/2014/08/13/movies/lauren-bacall-sultry-movie-star-dies-at-89.html?_r=2
  19. Gestern am 12. August 2014 erlag Lauren Bacall einem Schlaganfall. Ein wirklicher Star, vielseitig und lange aktiv. Hier ein Nachdruck eines Interviews, das Peter Bogdanovich 2002 für die Süddeutsche Zeitung führte. http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/42087/Die-meisten-Prachtkerle-sind-tot Längerer kenntnisreicher Nachruf im britischen Guardian und auch links zu einer Fotoserie: http://www.theguardian.com/film/2014/aug/13/lauren-bacall-obituary
  20. An eine Uhr kann ich mich auch erinnern. Das war wohl Standard. Britische Bahnhofskinos hatten sogar manchmal eine zweite Leinwand, wo mit Glasdias die Verspätungen angezeigt wurden. Es gibt übrigens eine Webseite über Kölner Filmgeschichte mit Beiträgen über einzelne Kinos, darunter 2 AKIs und ein weiteres Aktualitätenkino WoLi findet. Lesenswert! http://www.koeln-im-film.de/kinos.html
  21. Noch ein paar Nachträge: Das Hamburger Programmkino Metropolis war in den 50er Jahren ein Aktualitätenkino. Das Karlsruher Aktualitätenkino hieß Regina (vgl. Stadtwiki Karlsruhe). In der NS-Zeit gab es auch mehrere WoKis (Wochenschaukinos). Empfehlenswert ist auch Wochenschau-Geschichte, mit der diese Kinos verbunden waren. Auf Filmportal.de findet man auch einen Essay zum Thema. http://www.filmportal.de/thema/ein-spiegel-der-zeitgeschichte-die-deutsche-wochenschau
  22. Als Kind erlebte ich Anfang der 70er Jahre das AKI im Frankfurter Hauptbahnhof. Vermutlich mein erster Chaplin-Film auf einer Leinwand. Es war "The Floorwalker". Der Eintritt war billig (~1 DM). Sonst liefen Wochenschauen. Damals war das AKI noch ein großer Saal mit 500 Plätzen, allerdings ziemlich schummrig beleuchtet. Passend zum Winter wärmten sich auch Obdachlose auf. Man konnte so lange sitzen bleiben, wie man wollte, so dass ich den Chaplin mindestens zweimal sah. Ich war begeistert; meine Mutter eher entsetzt. Die Anfang der 50er gegründete Kinokette "AKI" hatte Kinos in folgenden Städten: Aachen, Berlin-West: Tauentzienstr., später Hardenbergstr., Neukölln, Bochum, Bremen, Dortmund, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln (2x), Krefeld, München, Nürnberg, Stuttgart (im Bonatz-Bau), Wiesbaden (Ausnahme: Aktualitätenkino, aber nicht am Hbf. sondern Kirchgasse 50). In Karlsruhe gab es auch ein Aktualitätenkino, aber nicht am Bahnhof. (Name und Buch sind mir leider entfallen!) Diese Kinos existieren alle nicht mehr. Das einzige Kino in einem Bahnhof, das ich kenne, ist in Kassel (Kulturbahnhof). Es handelt sich um ein Programmkino mit zwei Sälen. Die DDR hatte an einigen Bahnhöfen "Zeitkinos": Berlin-Ost: Alexanderplatz, Friedrichstraße, Leipzig, Bernburg. In niederländischen und französisch-sprachigen Ländern gab es die Kinokette Cineac (von cinéma und actualité). Häufig nach Zeitungen genannt, von diesen mit betrieben. Einige waren im Steil der 30er Jahre, im Bauhausstil. Zwei Überbleibsel davon kann man in Amsterdam sehen: Das Cineac Handelsblad (jetzt Restaurant) gegenüber vom berühmten Tuschinski-Kino und das Cineac Damrak (jetzt Spielhalle). http://cinematreasures.org/theaters/11203 In Großbritannien gab es zahllose Newsreel-Cinemas. Allein London soll 20 solche Kinos gehabt haben. Auf der Webseite "Cinema Treasures" findet man Einträge u.a. am Leicester Square, Trafalgar Square, in der Waterloo-Station und in der Victoria-Station. Nach einem Buch über britische Kinogänger bestand der Erfolg dieser Kino nicht nur aus Reisenden; diese Kinos waren auch beliebt als Treffpunkte für Pärchen ohne Wohnung, bzw. auch Orte für käuflichen Sex. Ein besonders schräges Beispiel war wohl das "Eros News Theatre" am Piccadilly-Circus, u.a. auch in einem Horror-Movie verewigt: Ein Kino mit Balkon, winzigst, im Kellergeschoss gelegen. http://cinematreasures.org/theaters/13073 Im Nürnberger DB-Museum gibt es eine kleine Abteilung zum Thema Bahnhofskinos. Es empfiehlt sich natürlich, die einzelnen Bücher, die es zur lokalen Kinogeschichte gibt, durchzusehen und Archive und Fachbibliotheken aufzusuchen. Zum Einstieg: Online findet man jetzt sogar Kinohandbücher bzw. Verzeichnisse wie "AlleKinos" mit entsprechenden Verweisen. Wikipedia hat Einträge in deutsch und englisch, die sich widersprechen, was die ersten Aktualitätenkinos angeht. Hier ist ein Essay aus einer Magisterarbeit: http://www.filmmuseum-hamburg.de/642.html
  23. BLACK TIGHTS wäre auch auf meiner Liste! Eigentlich müßte es heißen: 1-2-3-4 ou Les Collants noirs, weil eine französische Produktion. Der lief auch vor einigen Jahren in Amsterdam im Bellevue-Cinerama, das damals vom Niederländischen Filmmuseum betrieben wurde. Lief leider leicht gefadet. (Bin mir leider nicht mehr sicher, ob der damals in 70mm lief, zumal auch Scope-Kopien liefen). Ein atemberaubender Ballettfilm mit mehreren Sequenzen. Choreographie: Roland Petit und als Highlight die Tänzerinnen Cyd Charisse und Zizi Jeanmaire. Letztere wurde dieses Jahr 90 und hat auf ihrer Webseite auch einen Link mit einem Ausschnitt aus der Carmen-Episode.
  24. albertk

    Alte Kinos in Bonn

    Die Wikipediaseite zum Bonner Metropol informiert recht ausführlich über die diversen Baustadien. Es gab auch ein Buch zu Geschichte und Umbau (späte Achtziger Jahre), dessen Titel und Autor mir leider entfallen ist. Die übliche Barbarei und Leichenfledderei: Mehr als 3 Umbauten, erst konfuser dann vergeigter Denkmalschutz, ignorante Behörden und kulturlose Kulturpolitiker, zuletzt: Zerstörung durch Zeitgeist-Architektur als Buchkaufhaus. Solche Buchkaufhäuser haben in vielen Städten angestammte Buchhandlungen zerstört, haben aber auch nur eine begrenzte Halbwertszeit. In einem Frankfurter Laden dieser Sorte, dem ein typisches 50er-Jahre Kino (Metro im Schwan) weichen musste, findet man heute alles mögliche außer Büchern, vor allem vom kunterbunten Geschenk-Tinneff. Ich besorge mir meine Bücher lieber über kleine Buchläden, ZVAB oder Bibliotheken. Das sind die Gesetze der Verwertung und Verwurstung im Kapitalismus. In Schottland war ich vor Jahren in einer Kirche, wo ein Dauerflohmarkt eingerichtet war; am Altar gabs sogar eine Theke mit Fish & Chips! Mal sehen, was demnächst in Limburg kommt.
  25. Dieser Titel fällt immerhin auf! Hier in Lautschrift: ˈɛɪjaˌfjatl̥aˌjœkʏtl̥. In Wikipedia kann man sichs auch anhören. Dass es sich um einen isländischen Vulkan handelt den meisten Zuschauern bekannt sein, zumal da wochenlang der Flugverkehr lahmlag.
×
×
  • Neu erstellen...

Filmvorführer.de mit Werbung, externen Inhalten und Cookies nutzen

  I accept

Filmvorfuehrer.de, die Forenmitglieder und Partner nutzen eingebettete Skripte und Cookies, um die Seite optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, sowie zur Ausspielung von externen Inhalten (z.B. youtube, Vimeo, Twitter,..) und Anzeigen.

Die Verarbeitungszwecke im Einzelnen sind:

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
  • Datenübermittlung an Partner, auch n Länder ausserhalb der EU (Drittstaatentransfer)
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
Durch das Klicken des „Zustimmen“-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für diese Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu. Darüber hinaus willigen Sie gem. Art. 49 Abs. 1 DSGVO ein, dass auch Anbieter in den USA Ihre Daten verarbeiten. In diesem Fall ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden. Weiterführende Details finden Sie in unserer  Datenschutzerklärung, die am Ende jeder Seite verlinkt sind. Die Zustimmung kann jederzeit durch Löschen des entsprechenden Cookies widerrufen werden.