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pesinecki

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  1. Wir haben von unserem Anbieter noch keine Info erhalten. Und solange nichts dergleichen kommt, werden wir auch nichts unternehmen.
  2. Eigentlich schon schauerlich, wenn man sich über einen Einsatz von so einer ollen Kamelle wie "After Truth" Gedanken machen muss. Wer ausser lüsternder Großstadt-Pubertierender schaut sich solchen Quark an? Und das dann 4 Wochen lang im Programm, wo nach einer Woche schon die Luft raus ist? Nun gut... Ausnutzen ist vielleicht nicht das richtige Wort, eher frei nach Don Corleone: Ein Angebot, was Viele nicht ablehnen können. Wir, die Groß-Verleiher, stehen unter Kosten- und Erfolgsdruck, den wir an die teilnehmenden Kinobetriebe weitergeben (müssen). Wir sehen, dass die Konkurrenz mit ihren Bezugsbedingungen regelmäßig erfolgreich ist. Warum? Mangels Alternativprogramm oder aus Kosten- und Ertragsdruck bei den Kinos. Friss oder stirb! Ergo geben die Kinos nach. Punkt für uns (Verleiher). Im Zweifel wird die Streaming-Karte gezogen bzw. damit gewedelt. Also machen wir das auch so. Aus rein wirtschaftlichen Gründen einseitig nachvollziehbar. Das das Vertrauensverhältnis aber langfristig ge- oder zerstört wird, wird offensichtlich hingenommen. Aber gab es denn jemals Kino- und Verleihbeziehungen auf Augenhöhe? Zumindest bei den Majors? Genauer zwischen Kleinkinos und Verleih? Kleinkinos und Kleinverleiher in der Regel super, aber ansonsten? Wir, die Kinobetreiber, stehen aber ebenso unter hohem Kostendruck. Wir haben Pacht, Zinsen, Personalkosten, Strom, Gas, Wasser etc. zu zahlen, tragen das Risiko, einen Film zu buchen, der sich als kapitaler Flop erweisen kann. Und hier gebe ich Dir recht. Das Risiko ist meiner Meinung nach bei uns viel größer, als bei den Verleihern, denn andere Auswertungsmöglichkeiten haben wir nicht. Ich verstehe Deinen Zorn, denn er drängt uns Kinos noch mehr Richtung totaler Abhängigkeit der Groß-Verleiher. Sie versuchen, das Risiko auf die Kinos abzuwälzen, da sie ja die Option und den Heiland "VOD" in der Hinterhand haben. Ich frage mich allerdings auch, ob die Rechnung langfristig aufgehen wird?! Der Konsument ist in der Regel geizig und wird, so denke ich, keine 30 Euro für einen Film ausgeben wollen. Was die Gefahr illegaler Streams befruchten wird. Jetzt in Coronazeiten kann ich die Reaktion der Verleiher vielleicht noch verstehen, aber langfristig könnte das sicherlich für uns alle ein großes Problem werden. Ich hoffe nicht! Ich bin jetzt erst einmal gespannt auf die Post-"Tenet"-Zeit. Erwartet uns eine Hiobsbotschaft oder eine gesundende Zukunft? Und ja, jedem steht es frei bei der Wahl seines Filmprogramms. Manchmal drückt aber leider der Schuh zu arg, als dass man verzichten könnte. Und das ist dann die Krux.
  3. Frischmilch hat in der Regel immer ein MHD. Die Deklarierung "verbrauchen bis..." gilt meines Wissens für Frischfleisch, Frischfisch und Medikamente.
  4. Na dann meinst du aber den Antrag aus dem "Zukunftsprogramm Kino" und nicht die Überbrückungsgelder. Wir warten auch noch. Allerdings hatte uns der nette Mitarbeiter der FFA am vergangenen Mittwoch bestätigt, dass dort gerade Land-Unter herrscht, zumal jetzt ja noch das Zukunftsprogramm II beantragt werden kann. Wird also noch dauern...
  5. Wenn ich das so sehe, könntet Ihr wirklich die Aktion von Thies unterstützen und die Reste und den Müll von Mulan-Artikeln an Disney schicken. Wir sind ja schon froh, wenn die Verleiher uns mal ein paar Poster zuschicken. Von Aufstellern oder Bannern können wir oft nur träumen. Ansonsten hätte ich da gerne mitgemacht. Ich kann aber mal gerade böse gucken, vielleicht hilfts ja?!
  6. Hallo Sven-Uwe, hast Dir ja wirklich den richtigen Zeitpunkt für eine mögliche Kinowiedereröffnung ausgesucht. Wenn Du das nötige Kleingeld übrig hast, wünsche ich Dir trotzdem viel Erfolg! Es wird aber nicht besser werden - leider! Grüße, Sascha
  7. Ich glaube, dass wir in diesem thread schon wieder etwas abschweifen...😁 Mmh, klar könnten sie das ändern. Wie hoch war noch mal der Gesamtetat für die diesjährige Invest-Förderung? 17 Millionen? 18? Ich glaube aber nicht, dass, wenn alle Kinos Anspruch darauf erheben würden, die Summe auch nur annähernd ausreichen würde. Zumal keiner weiß, wielange wir noch ohne umsatzstarke Filme auskommen müssen. Und eine gerechte Verteilung vs. notwendigem Bedarf der einzelnen Kinos ziemlich unterschiedlich aussehen würde. Das könnte dann ein Fass ohne Boden werden. Zudem können wir doch gerade wieder Soforthilfe beantragen.
  8. Wenn sie schlau wären, würden sie den Film in 2 Teilen, also mit eine Pause, von sagen wir mal 30 Minuten, vorführen. Ich kenne die chinesischen Regeln nicht, aber das wäre doch eine geeignete Maßnahme, die Vorgaben zu erfüllen?!
  9. Genau das meine ich. Bei uns ist es zwar Eigentum, die Variable "Pacht" fällt da als Risikoposten raus. Allerdings sind wir, wie ich schon oft beschrieben habe, ein Einsaalkino in einer relativ ruhigen Kleinstadt mit relativ vielen Mitbewerbern. Wenn wir dann nicht bei Wiedereröffnung und entsprechendem Filmen den Zuspruch haben, den wir vorher hatten, dann fällt das genau in das von Dir beschriebene Szenario. Ich bin aber ein positiver Mensch und bin mir ziemlich sicher, dass das Kino als kultureller Treffpunkt nicht untergehen wird. Daher investieren wir auch noch. Unser Projektor ist jetzt 9 Jahre alt und zeigt Alterserscheinungen, also wäre das die erste Wahl. Und die Leute wollen ja und fragen nach Wiedereröffnung. Das ist das, was motiviert!
  10. Laut Blickpunkt Film sollen es ca. 1/3 zusätzliche Kinowiedereröffnungen auf jetzt ca. 800 Standorte/Kinos gewesen sein. http://beta.blickpunktfilm.de/details/452286
  11. Das glaube ich auch nicht (August-Besucher). Unsere Zahlen waren Sommer 2019 auch nicht wirklich gut, aber da haben wir wenigstens keine Limitierung setzen müssen. Wobei wir die aktuell wohl auch nicht reissen würden... Ach ja, ist schon eine sehr verfahrene Situation. Ich hoffe wohl aber darauf, dass die US-Amerikaner so vernünftig sein werden und Trump bei der anstehenden Wahl die rote Karte zeigen. Wenn der noch weitere 4 Jahre agiert, dann sehe ich auf absehbare Zeit für Filmstarts aus Hollywood eher schwarz. Gerade Georgia, wo viel für Disney (plus) gedreht wird, steht ja die Produktion seit Monaten still, bzw. jetzt wohl wieder. Das wäre mir wichtiger als die Diskussion, ob Weihnachtsmärkte ihre Pforten öffnen dürfen.
  12. Ja das stimmt schon. Wie gesagt, auch die Leute beim HDF schauen nur in Glaskugeln und geben Prognosen ab. Aber haben wir anders reagiert? Wie oft wurde von den Heilsbringern "TENET" und "Mulan" für den Sommer gesprochen. Auch hier war meiner Meinung nach absolut nicht sicher, ob die Termine haltbar gewesen wären. Trotzdem wurde von frühzeitigen Öffnungen fabuliert. Ich will das nicht kleinreden, denn jeder von uns hat die Hoffnung, dass endlich wieder ein normaler Spielbetrieb möglich sein wird. Vollkommen nachvollziehbar. Und vielleicht werden die Titel ja wider erwarten doch im August gestartet und die Kinos wieder gut gefüllt. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt. Ich glaube da auch nicht dran.
  13. Auch wenn ich Dir recht gebe mit Deinem sarkastischen Kommentar, muß man die Aussage auch im politischen Kontext sehen. Wie soll die Kinobranche denn von Berlin und der Bevölkerung als systemrelevant wahrgenommen werden, wenn nicht durch eine positive und natürlich etwa schongefärbte Kommentierung. Alles andere wäre meiner Meinung nach kontraproduktiv. Die wenigsten Experten haben nicht mindestens eine saubere Glaskugel auf ihrem Schreibtisch stehen. Mehr als Prognosen sind eben nicht drin. Und man hört lieber positive und mutmachende, als pessimistische. Auch wenn sie dann nicht zutreffen.
  14. Das ist ja für viele Betreiber das Problem. Einerseits stellt sich die Frage, wann mit einer Entspannung im Kinobereich zu rechnen ist? 2021 oder vllt. 2022? Soll ich investieren, wenn ich zwar finanzielle Rücklagen habe, aber nicht weiß, ob sie bis zur Normalisierung, sollte es sie denn geben, noch ausreichen werden? Andererseits ist die Förderhöhe aber unschlagbar attraktiv, sodass diejenige, die es sich noch leisten können, hier auf Risiko gehen werden. Wir auch. Denn wir hoffen natürlich auch, dass die Kinobranche nicht zusammenbrechen wird. Aber im Grunde war Kino ja schon immer ein riskantes Spiel.
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