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Film-Mechaniker antwortete auf Volker Leiste's Thema in Schmalfilm
Metol, nicht Methol N-Methyl-p-aminophenolsulfat, ich nenne es Paramethyl-Aminophenolsulfat -
Motivsucher mit C-Fassung gibt es nicht, die hat man um den Hals hängen. Der Seitensucher zur Paillard-Bolex-H ist knapp brauchbar. Du müsstest den Deckel einer älteren Kamera verwenden. Ich rate zum Pan-Cinor 85. Das ist auch nicht so ein schweres Trumm.
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und im Herbst eröffnet dann der Papst mit meiner Tochter eine Herrenboutique in Wuppertal. Ein wenig naiv kann man die Initianten schon einschätzen, doch bei mir überwiegt der Optimismus. Den gibt es im Gegensatz zum Apfelmus nicht im Glas, sondern als Glasnost. Das wiederum ist nicht zu verwechseln mit einem Glas Most. Das russische -nost stammt übrigens von der französischen -nesse.
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Wie Recht du hast, und ich habe ein paar Ideen. Erstens ist der Sucher zu dunkel, um bei abgeblendeter Optik genau scharfstellen zu können. Ich gehe davon aus, daß du weißt, daß man bei ganz offener Blende scharfstellt. Zweitens waren weder Kamera noch Sucher für Zoom-Optiken ausgelegt. Als die H-16 Reflex 1956 auf den Markt kam, waren Zoom-Objektive erst am Aufkommen. Die Schärfe während der Aufnahme nachstellen war nicht vorgesehen. Dafür braucht man einen Reflexsucher, der alles Licht vom Objektiv auf die Mattscheibe umlenkt, oder eine Scharfstellvorrichtung wie Schnittbild- oder Prismenscheibe. Berthiot hatte 1959 das Pan-Cinor 17‒85 mit diagonal durchs ganze Bild verlaufender Schnittbildeinrichtung. Die erlaubt auch bei starker Abblendung sicheres Fokussieren, sofern es im Bild genügend lange Kanten gibt. Du bräuchtest also, so grotesk es klingt, eine Assistenz, die den Schärfezug macht.
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Für Chemieinteressierte könnte es hier weiter gehen.
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Ja, Positiv ist milchig-weiß, die Farbe des Silberbromidchloridsalzes. Das Material hat keine Lichthofschutzschicht, weder auf dem Rücken noch als Zwischenschicht. Auch gedämpftes Kunst- oder Tageslicht kann relativ tief in die Windungen eindringen. Daher Manipulieren in Dunkelheit oder Rotlicht
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Der Kern ist tatsächlich das Gießen. Ein Mehrschichten-Gießkopf kostet eine Viertelmillion. Da war ein sehr informativer Artikel. Die ganze Chemie ist umsonst, wenn die dünnen Schichten nicht gleichbleibend vergossen werden. Ferrania-3M-Scotchchrome 100 unterscheidet sich chemisch gar nicht so stark von Ektachrome und stellt damit eine anscheinend alte Technologie dar. Tatsächlich ähneln sich die Farbumkehrfilme weltweit stark. Die letzten Feinheiten haben sich vom Filmmaterial zur Entwicklungschemie verlagert, auch beim Schwarzweiß, siehe Gigabitfilm. Ich bin der Ansicht, daß die Widerstände bei Ferrania wenig mit der Filmfabrikation und viel mit der maroden Haustechnik zu tun haben. Baldini, Pagni und allen fällt buchstäblich der Dreck in die Suppe. Das Labor scheint einigermaßen brauchbar zu sein, die Maschinerie ebenfalls. Es ist ihnen das Geld ausgegangen wegen unvorhergesehener Zwischenfälle. Ich sage nicht unvorhersehbarer. Volker hat damit Recht, eine kleinere, dafür saubere Hütte vorzuschlagen. Andererseits besteht großes Potenzial mit der alten Fabrik.
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Ich gebe die Seiten 14-15 und 16-17 eines Prospekts von 1988 wieder: Ob noch alle Perforierapparate in Mortsel voll einsatztüchtig sind, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist aller Super-8-Film vorher 35 oder 16 mm breit gewesen. Auch 8 mm entsteht immer aus Doppel-8 oder etwas Breiterem.
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Der Film bleibt blind für Rot, Orange, Gelb und das meiste an Grün. Wenn du Blau dämpfst, hast du gar nichts mehr. Fahl ist auch falsche Annahme, Positivfilm ist hart, kontrastreich. Das Dritte: DIN- und ISO-Grade darfst du nicht gleichsetzen. Nur bei zwei Empfindlichkeiten stimmen die Zahlen überein: 1 und 12. Die DIN-Reihe verläuft linear 1-2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13-14-15-16-17-18-19-20-21, usw. Je Dreierschritt verdoppelt sich die Empfindlichkeit, z. B. 12 DIN ist doppelt so empfindlich wie 9 DIN, 18 DIN ist halb so empfindlich wie 21 DIN. Die ISO-ASA-Reihe ist geometrisch, 1-1,25-1,5-2-2,5-3-4-5-6-8-10-12-16-20-25-32-40-50-64-80-100-125-160-200-250-320-400, usw. Z. B. 64 ISO ist doppelte Empfindlichkeit von 32 ISO. Die alten Systeme gelten nicht mehr, Hurter & Driffield, Scheiner, Weston, GOST. Allen Empfindlichkeitsbestimmungssystemen liegt aber eine festgelegte Entwicklung zu Grunde. Da gibt es Pinselmethoden, liegend, stehend, soundso viel Agitation.
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filmfool, beim Kopieren hat man keinen Lichtmangel, man kann stärkere Lampen verwenden. Friedemann, leider nein. Die Empfindlichkeit steht in keinem linearen Bezug zum Silbergehalt, nicht ein Mal in einem kubischen. Entscheidend sind da eher die Form der Körnchen (Tafelkristalle sind heute das Fortgeschrittenste) und Sensibilisierungsfarbstoffe. Die Frage ist aber: Warum sind Farbenpositive empfindlicher als Schwarzweißpositive? k.schreier, das stimmt leider auch nicht. Soll ich noch warten mit der Auflösung?
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Nun rufst du in Königgrätz an, verlangst Ivan Tvrdík, so sieht er aus: und besprichst das mit ihm. Ich kann leider kein Wort Russisch. Doch, eines: bistro.
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Umkehrkopierfilme pfleg(t)en in dem Maße empfindlich zu sein. Mikrofilmpositiv, ja, das gibt es, hat auch um die 4 ISO herum. Farbenpositive sind empfindlicher, ISO 10 bis 12. Warum wohl? Hochsommer-Quizfrage
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Der Bilderhost von damals hat eine Änderung vorgenommen, von der ich nichts erfuhr. Sind zwar hübsch, die Damen, doch unerwünscht hier. Hier also das Bild vom Rivas, unveränderlich: Christy’s führt ihn nicht mehr. Es gibt ihn dafür hier.
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Warum glaubt man mir nicht? Das stürzt mich in eine tiefe Krise. Was ich vergessen hatte anzumerken: Das Material hat keinerlei Lichthofschutz, es ist also mit Lichthöfen zu rechnen, Überstrahlungen der Spitzlichter. Es gibt Schwarzweißpositiv mit Lichthofschutz, und zwar Orwo PF 2 plus.
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Gleich wie AP-41 ist Orwo 9165. Das Rezept ist greifbar, nichts Ausgefallenes.
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Sprichst du fließend Tschechisch oder Russisch?
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Positivfilm wird nicht mit einem Nennempfindlichkeitsindex fabriziert. Die Güsse kommen einfach mal so, mal so heraus. Im Allgemeinen schwankt der Index um ISO 9 mit der Breite von ISO 7,5 bis gut 10. Man muß daher, bei allen Kopierfilmen übrigens, Proben machen, um die richtige Belichtung zu bestimmen. Für Eastman x302 und Orwo PF 2 kann ich drei Minuten Entwicklungszeit angeben, ständige Agitation in Spirale, 20 Grad Celsius. Als Aufnahmefilm, ich wiederhole: Schwarzweißpositiv ist empfindlich von harter Strahlung (Röntgen-Strahlen) über UV und Violett bis Blau, würde ich am Belichtungsmesser ISO 10 einstellen und vier Minuten entwickeln. Um den Kontrast niedrig zu halten, ist verdünnter Entwickler die einfachste Lösung. Je halbierte Konzentration, also 1+22 statt 1+11, die Entwicklungszeit um ein Drittel verlängern: 5'20" statt 4'. Rodinal ist klassischer Verdünnungsentwickler, aber auch alle Metol-Hydrochinon- und Phenidon-Hydrochinon-Rezepte gehen gut. Amidol, Studional, Papierentwickler, geht alles, auch Caffenol, Wein, Vitamin C, Aspirin und Pippi Langstrumpf.
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Verstehe nur Bahnhof. Wegen der Weichen. Aber egal
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Gigabitfilm bzw. mit angepaßter Entwicklung benutzte Mikrofilmmaterialien hätten vielleicht besser im Hintergrund bleiben sollen. Es interessiert doch niemanden, welche Handelsmarke mit dem Duplikat verbunden ist, das in einem Kopierwerk zur Erhaltung von Filmbildern entsteht. Wenn Herr Ludwig mir sagt, sein Entwickler enthalte mehr als 40 Zutaten, dann muß ich das so annehmen. Ich weiß in der Praxis, daß das Bad wie Pisse riecht. Wir waren natürlich scharf darauf, so genannt engagierte Filmleute anzulocken, nur wollten die immer ihr Korn und gerade nicht kornloses Bild. Man kann niemanden gegen seinen Willen glücklich machen, zumindest nicht, wenn man ihm dafür Geld abnimmt. Hätte ja sein können, daß ein 100minüter auf Gigabitfilm gedreht wird. Wurde aber nicht. Ich muß mir selber einen Anteil am Mißerfolg zuschreiben, weil ich im Schmalfilm-Artikel sagte, G. wäre anspruchsvoll. Ludwig schwankte hin und her zwischen „eigentlich der einfachste Film“ und hochtechnischen Ausführungen, bei denen jeder Kameramann abwinkt. Der zweite Teil des Artikels aus seiner Feder hätte ins Journal der SMPTE gehört, nicht ins Schmalfilm. Lang lebe der Film!
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Ja, als ich mit Giga anfing, 2001, verdiente ich noch Geld mit Labor und Kino. 2004-05, als ich Giga in 16 ausprobierte, war der digitale Tsunami schon am Überrollen. Es war die denkbar schlechteste Zeit und mit der Vermarktung war ich auch von Anfang an nicht glücklich. Es scheint auch heute noch nicht die Zeit, in der Filmtechnik etwas zu holen, man kann bringen, was man will. Die ganze Gigabitfilmfamilie hat Polyesterträger. Amateure wollen partout Acetatunterlage, damit sie ihre Filme kleben können. Das finde ich eigentlich auch richtig. Selbst Professionelle tun sich schwer mit PETP-Unterlage, in der Kamera, im Schneideraum. Im Kino, das bräuchte ich hier eigentlich gar nicht erwähnen, war in den letzten Jahren Polyesterfilm Alltag. Geschweißter Polyesterfilm macht keine Probleme. Diese Schleife ist Hunderte von Malen durch die Ernemann V gelaufen: dbx1000, professionelle Entwicklung muß nicht maschinelle sein. Ich habe mit drei Ausnahmen (yan ist leider eine) bewiesen, daß Handentwicklung mit Spiralen verlässlich konstante Ergebnisse liefert. Ab 2004 passierte mir kein Fehler mehr. Friedemann, Cargo war noch nie für Hobbyentwicklung gedacht, das habe ich, glaube ich, deutlich genug ausgedrückt. Es ist für ernsthafte Filmbearbeitung geplant, wo täglich oder zumindest ein, zwei Mal in der Woche entwickelt wird. Mit der großen Spirale sollen bis 500 Fuß (152 m) Film bis 105 mm Breite bearbeitet werden können. Mit einem Trick kann man 1000 Fuß 35-mm-Film einziehen. Die Schwefelsäure ist Bestandteil der meisten Bleichbadrezepte. Die Borsäure zersetzt das Fixierbad nicht im Gegenteil zur Citronensäure, die ich genau dazu einsetze. Am besten wäre für den Zweck Ameisensäure, die spurlos verdunstet, doch sie ist zu teuer. Agfa Copex Pan Rapid wird nicht mehr hergestellt. Agfa CP 30, ST 8 und ST 9 auch nicht mehr Wenn Verbraucher Geld zusammenlegen, können sie von den Filmfabriken haben, was sie wünschen. Es liegt sogar im Bereich des Möglichen, Kodachrome neu auflegen zu lassen. Kodak will einfach eine fünstellige Summe auf ihrem Konto sehen. Detlef Ludwig hat genug Geld in das Projekt gesteckt und ich habe Schulden aus der Geschichte. Scott Pickering hat einen Schwarzweißfilm in 65-70 machen wollen. Als er herausgefunden hatte, daß er kaum eine Kamera auftreiben kann respektive für eine ARRIFLEX 765 Miete bezahlen müßte, ist es still um ihn geworden. Auch das Entwickeln ist nicht mehr so einfach zu haben. Ich habe mich mit ihm elektroschriftlich ausgetauscht, er antwortet nicht mehr. Vielleicht handelte es sich um eine Ente.
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Im Schmalfilm 5-2005 war Veröffentlichung auf Deutsch, wegen Schreibfehlers (Gigbitfilm) nicht leicht wiederzufinden. Bezugsquelle und Einführungspreis am Ende des Artikels http://www.wittner-k...er/zeitschr.php. Im smallformatHeft 2-2006 war Veröffentlichung international. http://www.cinematog...showtopic=14307
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http://www.filmvorfu...al/#entry151652 Da hatte ich angeboten.
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Der Spinner hat die Karte der Umkehrentwicklung von 2001 aufgehoben. ALMA 345 war mein Hausrezept, ein Hydrochinon-Phenidon-Entwickler. Ich habe nichts zu verbergen: Erstentwicklung mit ALMA 345, 22° C, 3' Unterbrechung 0,5prozentiges Schwefelsäurebad, ein paar Sekunden Bleichen, Schwefelsäure und Kaliumbichromat, 1' Unterbrechung mit Sodawasser, ein paar Sekunden Klären, Natriumsulfit, 1' Abspülen, wässern und durchbelichten Schwärzen (Zweitentwicklung), ALMA 345, 1' Unterbrechen, Borsäure, ein paar Sekunden Fixieren, 30" Wässern mit etwas Citronensäure Schlußwässerung Eben geschossen, man sieht einen leichten Fleck im Himmel (des Filmbildes). Ungenügend gebleicht Phantom? Ich habe doch einiges Material verkauft, in der Schweiz, nach Deutschland. Gigabitfilm 40 gab es als Kleinbildfilm auch in Großbritannien, in den Vereinigen Staaten von Amerika, in Frankreich. Gigabitfilm 25, Planfilm 4" × 5", war ein anderes Material der Familie. Als 16-mm-Film ist Gigabitfilm noch an verschiedenen Orten in Kameras, wie ich vermute. Für diesen Herbst sind ein paar Portionen zur Entwicklung angemeldet. Warum Wittner nicht in D.-8 und DS-8 konfektioniert hat? Einesteils ist, wie ich schon sagte, die Nachfrage nach Schwarzweißfilm minimal, weshalb es sich für ihn vermutlich nicht lohnte, da etwas zu unternehmen, einesteils hält er Entwicklung mit spezieller Chemie für abwegig. Da kann ich nichts machen. Wie sich gerade wieder zeigt, braucht der Konsument eine Schachtel, ein Etikett, einen Beipackzettel, den ganzen Werbeschmus, sonst existiert das Produkt nicht für ihn. Dosenaufkleber habe ich jeweils selber gemacht: Ansonsten darf man jederzeit mit dem anderen Spinner Kontakt aufnehmen. Seine Webseite ist ja bekannt.
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Das Bild bei Wikipedia ist ein Ausschnitt. HIer das ganze: Die Aufnahme machte ich am 9. Juni 2006 am Bieler See mit einer Olympus-Pen-F. auf Gigabitfilm. Das Negativbild ist 18 × 24 mm, hier habe ich eine Vergrößerung auf RC-Papier von nicht ganz 18 × 24 cm mit 300 DPI eingelesen. Ein weiterer Ausschnitt ab Fotopapier, eingelesen mit 600 DPI: Das sind gut drei auf drei Millimeter des Negativs. Man sieht gut die Skala des Fußzählers und die der Verschlußanzeige. Auf dem Negativ ist noch viel mehr drauf. Die Vergrößerung ist nicht mit besonderer Sorgfalt gemacht worden. Gigabitfilm ist ein Wundermaterial. Es ist die Film gewordene Naßkolloidplatte, und das noch panchromatisch. Als Beispiel für die Fotografie des 19. Jahrhunderts eine Aufnahme von Frankfurt am Main: Und hier habe ich als Beleg noch die Schleife auf den Scanner gelegt, die ich mit einem Abschnitt eines von mir umkehrentwickelten Originals machte, das Detlef Ludwig mir 2001 zugesandt hatte: Wer genau hinsieht, entdeckt das Bildformat der Übergangszeit zum Lichtton. Französische Kamera
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Ja, eben, noch so ein Nachtrag nach Jahren! Ich mußte die 16-mm-Gigabitfilm-Reste wegwerfen. Es war alles über zehn Jahre altes Material und ich kann nicht mehr kistenweise Dosen von Ort zu Ort schleppen, wieder neu verstauen. Möglich, daß irgendwo in dem Chaos, das ich mit mir herumtrage, noch eine Büchse mit Giga liegen geblieben ist. Die Nachfrage war trotz noch ein Mal halbiertem Preis und wegen fehlenden Marketings Null. Das bedeutet nicht, daß es nie wieder so etwas wie Gigabitfilm geben wird. Im Gegenteil, ich bin heute wohl mehr von der Technik angetan als Mr. Gigabitfilm himself. Zur Zeit ist einfach kein frisches Material greifbar, doch das sollte es. Zu einem bestimmten Grad haben sich die Ansichten darüber, was das richtige Gigabitfilm-Material sein soll, bei Herrn Ludwig und bei mir unterschieden. Chemisch kann ich mit ihm nicht mithalten, dafür habe ich, wie mir scheint, in pragmatischer Hinsicht, z. B. puncto Perforieren, einen Vorsprung. Die Nachfrage nach Schwarzweiß-Kinefilm ist viel zu klein. Vielleicht steht in fünfzehn Jahren eine Generation da, die ganz neu ans Phänomen Film herantritt ‒ dann wäre ich der Letzte, der sich dagegen wehren wollte, etwas zu liefern. Heute schweben einfach nur hoffnungsvolle Vorstellungen umher, denen meistens aussagelose Bilderfolgen entspringen. Ich kann’s nicht anders sagen. Als Duplizierfilm war Gigabitfilm, in 35 und in 16, traumhaft. Ich konnte zu jedem beliebigen Kontrast zwischen etwa 1:0,3 bis 1:4 entwickeln (1:1 ist unveränderte Kontrastweitergabe). Das Material ist empfindlicher als die sonst erhältlichen Dupfilme, es ist auf dünnerem Träger erhältlich, es hat eine ausgezeichnete Antistatikbeschichtung und es ist praktisch kornlos. In Filmarchivkreisen hat man, eine traurige Erfahrung, kein Verständnis dafür. Auch bei Kodak versteht man nicht, was dünneres Filmmaterial bedeutet. Selbst als ich darauf aufmerksam machte, daß Kodak schon knapp vier Hundertstel dünnen Träger beschichtet hatte, war keine Synapse frei für eine Schaltung. Also, das wäre jetzt öffentlich erklärt mit dem Hinweis darauf, daß ich nach wie vor auf dem Gebiet der Filmtechnik etwas unternehmen will. Nach vierzehn Jahren habe ich mich aber wieder um 180 Grad umgedreht, blicke nach vorne, bemühe mich um Neues. Während es Hundert zu Eins dagegen steht, daß positiv auf meinen Rekurs eingegangen wird, hege ich natürlich wie jeder Mensch Hoffnung. Anderes bleibt nicht. Eine gut etablierte Kaste von Sozialtätern kann sich ja nicht selber abschaffen wollen, weshalb sie Recht behalten werden, auch mit faulstem Zauber. Densograph, Graukeile, einiges konnte ich bis jetzt erhalten. Der halb fertige Prototyp einer neuartigen Kopieranlage ist auch noch vorhanden. Genau das haben sie mir entgegengehalten, ich hätte ja gar keine Maschinerie.