Jump to content

Simon Wyss

Mitglieder
  • Content Count

    5,283
  • Joined

  • Last visited

  • Days Won

    120

Everything posted by Simon Wyss

  1. Simon Wyss

    Die Paillard-Bolex H stürzt vom Sockel

    Ja, die EL ist 1974-75 auf den Markt gekommen. Der erste Prospekt ist mit 1974 datiert. Man könnte das noch genauer bestimmen. Sie ist bis letztes Jahr neu verkauft worden. Möglich, daß man immer noch eine bestellen kann. Die Webseite von Bolex International ist gegenwärtig unbrauchbar. Die EBM erschien 1972.
  2. Wie schrieb Büchner so wunderbar: „Das leiseste Zucken des Schmerzes, und rege es sich nur in einem Atom, macht einen Riß in der Schöpfung von oben bis unten.“ Freunde, so ist es mir diese Woche ergangen. Ich habe das Bild in Filmebene und das auf der Suchermattscheibe einer H 16 Reflex einfach nicht beide scharf bekommen, wie ich auch verstellen wollte. Als ich das Auflagemaß noch ein Mal prüfte, stellte ich fest, daß es nicht gleich ist auf beiden Seiten der Filmauflage. Wenig Unterschied, ein Hundertstel, doch klar vorhanden. Nach Demontage aller Teile kommt eine ganz neue Sicht auf die so hochgerühmte und weltbekannte Paillard-Bolex heraus. Ich hätte es nie geglaubt, hätte ich es nicht selber unwiderlegbar entdeckt. Die Fensterplatte ist auf ihrer Vorderseite roh, unbearbeitet. Weil ich wissen wollte, ob es sich bei den Erhöhungen um Lack oder Rost oder was auch immer handelt, habe ich zu schleifen angefangen. Es ist der blanke Stahl, am Stück, nichts Aufgetragenes. Die Platte wurde offensichtlich aus einem Blech mit recht holpriger Oberfläche gestanzt. Ihr seht die Ausfräsung vor dem Bildfenster, die für das eingepreßte Nylon-Stück als Greiferstütze und jene für die Blattfeder der Filmseitenführung. Ihr seht auch, daß die Kanten der Ausfräsung nicht parallel, sondern schief laufen. Es gibt Höhenunterschiede von zwei Hundertsteln links-rechts und oben-unten. An einer Stelle messe ich 1,77 und an anderer 1,74 mm. Die Platte kann nie vollflächig und eben aufliegen. Beim Anziehen der vier Schrauben, mit denen die Platte befestigt ist, wird sie unkontrollierbar verspannt. Im Bereich des Bildfensters bleiben etwa 0,01 mm Höhenunterschied in zwei Richtungen stehen. Es ist die originale Platte. Zwischen Objektiv und Film gibt es vier Bauteile, die Revolverscheibe mit den Objektivgewinden, die Front, ein Distanzblech und die Bildfensterplatte. Um professionellen Ansprüchen gerecht zu werden, müßten Revolverscheibe, Front und Fensterplatte planparallele Flächen haben. Die Revolverscheibe und die Frontvorderseite sind den Bearbeitungsspuren nach geläppt. Die Frontrückseite ist gefräst. Das Zwischenblech ist kaltfeingewalzt und durchgehend 0,41 mm stark. Die Fensterplatte besitzt eben geläppte und polierte Filmlaufflächen auf der einen Seite, die andere Seite jedoch ist nur schwarz gespritzt. Auf Grund dieser absolut unterirdischen Qualität läuft der Film windschief. Läppen ist übrigens ein Fertigungsverfahren, mit dem man auf Bruchteile eines Tausendstel Millimeters genau arbeiten kann. Es sind innerhalb eines Tausendstels zueinander parallele ebene Flächen erreichbar. Die genauesten Meßmittel, so genannte Endmaße, werden so hergestellt. Aus irgend einem Grund liegt hier etwas ganz anderes vor. Paillard-Bolex ist keinen Dreck besser als alle anderen. Die Kamera ist eine REX-4, Baujahr 1966. Ihr Besitzer ist am sich Überlegen, was zu tun ist. Der Geschmack von faulem ISO-9000-Zauber klebt nun auch an Paillard, wo man zwar Prüffilmabschnitte auf chicen Zertifikaten abgegeben, doch auch immer wieder zwischendurch ein Produkt rausgelassen hatte, das den Ladentisch nie hätte sehen dürfen. Ich habe fertig.
  3. Simon Wyss

    Single-8-Kassetten

    Sonst schönes Werkzeug fräsen und Blech drücken
  4. Simon Wyss

    Beaulieu

  5. Simon Wyss

    P1010793.JPG

    From the album: Beaulieu

  6. Simon Wyss

    Tippfehler, bzw. Rechtschreibfehler

    Direkt getippte Beiträge bleiben, glaube ich, eine Stunde lang bearbeitbar. Danach muß ein Moderator dran. Hochgeladene Dateien, so viel ich weiß, desgleichen. Also ganze Datei austauschen
  7. Simon Wyss

    Filmo 70-DA

    Schick.
  8. Simon Wyss

    Initiative "Filmerbe in Gefahr"

    Jo, geht, danke.
  9. Simon Wyss

    Initiative "Filmerbe in Gefahr"

    Geht nicht nicht. ntntttnt
  10. Simon Wyss

    Filmo 70-DA

    Ich hätte vielleicht noch schreiben sollen, wenn alles vorhanden ist und funktioniert. Man kann schon einen Schuh voll herausziehen. Einen 70-DL habe ich für $15 gekauft. Lief nicht. Zum Glück war nur alles verklebt. Seit der Überarbeitung ist die Kamera wieder voll einsatzfähig. Darum: Bilder genau betrachten, Beschreibung durchlesen, nachfragen
  11. Simon Wyss

    Filmo 70-DA

    Bis € 350 Dazu käme eine Generalüberholung im Kostenrahmen von € 400. 750 Euro ist so eine Kamera technisch wert.
  12. Simon Wyss

    Initiative "Filmerbe in Gefahr"

    Hä? Wir freuen uns auf Besuch Ihren Besuch? Unlöblich auch die Unvollständigkeit, wo ist der Rest?
  13. Simon Wyss

    Filme mit Überlänge sind bald Geschichte

    Du kannst die Riemenschieben umdrehen.
  14. Simon Wyss

    Vorführung/Sendung direkt vom 35-mm-Film im TV

    Ampex lieferte die ersten Quadruplex-Rekorder 1956. Bis dahin und noch bis in die 1960er Jahre hinein wurde direkt gesendet. Ab etwa 1964 war weltweit praktisch immer eine MAZ vorhanden, unabhängig vom Fernsehprogrammbetrieb zu geeigneter Zeit hergestellt. Manchmal stand nur ein Film zur Verfügung, eine Kinokopie, ein Duplikat. In der Schweiz wurde für die Tagesschau und die Rundschau bis 1989 auf 16-mm-Film aufgenommen. Manchmal hat es gereicht, eine MAZ zu ziehen, machmal nicht, dann lief ein Abtaster live. Alles andere war vorbereitet.
  15. Simon Wyss

    Filme mit Überlänge sind bald Geschichte

    War doch schon vor hundert Jahren so.
  16. Simon Wyss

    Initiative "Filmerbe in Gefahr"

    Du hast Recht. Ich glaube zwar, daß Eiernudeln als solche bezeichnet werden. Ihr Daseinsrecht wollte ich nie bestreiten. Mir geht bloß die grüne Hysterie auf den Sack, weil ich vor Jahren selbst so idiotisch grün gewesen bin. Wer sich Gedanken zu seiner Ernährung macht, wird ja wohl die Zusammensetzung auf einer Packung lesen oder sich vorlesen lassen können. Saft mit Zusatz ist kein Saft, sondern heißt dann Nektar oder sonst etwas. Wein mit Zusatz finde ich grauslig. Bier mit Zusatz, wozu nur? Und ja, bei den Inhaltsangaben wird immer wieder geschummelt. Es ist, damit finde ich zum Thema zurück, dasselbe beim Filmerbe. »Digital restauriert« ist etwa wie Käsekuchen aus rein veganen Zutaten.
  17. Simon Wyss

    Belegausgabepflicht ab 01.01.2020

    Ist das dann schwarzer Kaffee?
  18. Simon Wyss

    Tonfilm von 1908

    Am besten gefällt mir der saarländische Reeder.
  19. Simon Wyss

    Belegausgabepflicht ab 01.01.2020

    Auch bei der Duden-Redaktion fehlt Kenntnis der französischen Sprache. In Frankreich, Belgien, in der Romandie, in Kanada und noch anderenorts gibt es keine bons an einer Kasse. Man spricht vom ticket, auch gibt es den reçu, den récépissé, die quittance, aber keinesfalls einen bon.
  20. Simon Wyss

    Belegausgabepflicht ab 01.01.2020

    Drei Belege sind erforderlich, die praktischerweise miteinander erstellt werden. Der Besucher erhält eine Eintrittskarte, der Kinobetreiber reißt den Coupon ab, das machen traditionell die Placeure, für den Verleiher und das Finanzamt behält der Kinobetreiber traditionell die Souchen beisammen (bei Kartenblöcken zusammengeklammert), heute die fortlaufenden Registrierkassendrucke auf Papierband. Wenn die Fritzen vom Finanzamt noch mehr verlangen, sind sie kaufmännisch verwirrt. Auf der Eintrittskarte müssen der Name des Veranstalters stehen, das Datum oder eine nachprüfbare Nummer, und der Preis. In diesem Beispiel wäre links die Souche zu denken, die vom Kassier an die Geschäftsleitung übergeben wird. Auf dem Teil für den Besucher findet sich die selbe Nummer wie auf Souche und Abriß. So hat jede der Vertragsparteien ihren Beleg für das Geschäft. Zu Zeiten der Kino- und Verleiherverbände wurden die Kartennummern von den Druckereien festgehalten und an die Verleiher übermittelt. Der Vermerk Einheitspreis auf allen Plätzen stellt alle Besucher, alle Plätze und alle Veranstaltungen gleich, das Grundangebot hier vom Kurkino Berchtesgaden. Die Druckerei ist auch notiert (Becker, Hamburg). Einen Bon gibt es übrigens nicht unter den Eintrittbelegen. Ein Bon ist ein Gutschein, der gehört in die Kasse. Es gibt keinen falscheren Begriff als Kassenbon, auch wenn er bei Wikipedia als nun ein Mal eingeführt verteidigt wird. Das Wort gehört getilgt. Es ist so blöd wie Schlauchapfel oder Gesichtserker oder IMBIß oder AGBs. Gemeint ist der Kassencoupon oder auf Deutsch -abschnitt/-abriß. Ich habe fertig.
  21. Simon Wyss

    Raritäten bei Ebay

    Nicht ebay, aber eine Rarität. Preis auch ausgefallen https://articulo.mercadolibre.com.ar/MLA-614388557-antigua-filmadora-de-16mm-schalie-collee-_JM
  22. Simon Wyss

    Beaulieu R16: Kopfschmerz

    ANDEC-Filmtechnik, Berlin
  23. Simon Wyss

    16mm-Kamera Kaufberatung ?

    Vor einigen Tagen habe ich die Linsen des Suchers eines Filmo 70-DL neu geklebt und montiert. Ich muß sagen, daß das einer der besten Rohrsucher ist, hell und scharf. In der Höhe gibt es keine Parallaxe. Die seitliche ist ja weniger kritisch und kann aber doch recht genau ausgeglichen werden, genauer als beim wackligen Paillard-Bolex-Octameter. Unübertroffene Bell-&-Howell-Technik Bald kommt ein Stützsattel für Filmo 70, der der Kamera festen Halt gibt, auch seitwärts. Bei Interesse freue ich mich über Anfragen, Preis wahrscheinlich um € 50.
  24. Simon Wyss

    Beaulieu R16: Kopfschmerz

    Der kann Deutsch, verbiegt euch nicht zu stark.
  25. Simon Wyss

    Beaulieu R16: Kopfschmerz

    Sta cinepresa sembra essere in disordine. Bisogno farla riparare direi.
×