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Film-Mechaniker

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Everything posted by Film-Mechaniker

  1. Du mußt gar nichts, solltest aber in die Wirklichkeit zurückkommen. Wer kauft denn Chemikalien in fernen Ländern? Ich nehme an, die lebst in Deutschland. Ja, Herrgott, welches Land ist reicher an Chemiefirmen? Nur um ein paar Märker zu sparen, nimmst du Risiken und Transporte auf dich, die völlig unnötig sind. Ich habe jetzt keine aktuelle Liste zur Hand, aber ein wenig suchen lohnt bestimmt. Ja, gut, Euro. Ich hatte bei Neubauer gekauft, in der Schweiz bei Fluka. Da sind Merck, Bayer, Mirko mit Fotoimpex, die MACO, eine Tetenal-Nachkommenschaft, Calbe, Kodak, Moersch, https://www.lieferanten.de/produkt-Fotochemikalien.html Man muß gut aufpassen, es gibt nicht nur in Großbritannien dumme Leute, auch in der Schweiz (gut 8 Millionen davon, besonders heute), und überall. Bin grad sauer.
  2. Blödsinn. Kaliumthiocyanat ist auf Englisch potassium thiocyanate. Die andere Substanz heißt copper thiocyanate. Wie man sich da mit Verwechselung herausreden will, wüßte ich nicht. Zum Filmeentwickeln kannst du es nicht gebrauchen. KSCN
  3. Vollkommen richtig. Entwicklersubstanzen sind Reduktoren, die selbst oxidieren, man spricht von Redox-Reaktionen. Braun wird auch der Apfel beim Anbiß, die gleiche Reaktion des Fruchtpektins mit dem Luftsauerstoff. Man vergesse nie, daß im Wasser eines Entwicklerbades Luft und damit Sauerstoff gelöst sind. Wenn das Sulfit bereits angebraucht ist, kann es die reduzierenden Substanzen nur mehr schlecht schützen, oxidiert und überläßt somit die eigentlichen Entwicklerstoffe dem Schicksal. Brauner Entwickler ist immer schlecht.
  4. Ich würde das nicht so verallgemeinern. Mir scheinen die umgebogenen Krallen der Gabel, wie du sagst, also der obere Teil des C, gehärtet zu sein. Möglicherweise hast du eine spröde Wippe gehabt. Nach dem Härten sollte solche Teile angelassen werden, d. h. man erwärmt den Stahl noch ein Mal und läßt langsam abkühlen, was das Gefüge weniger brüchig macht. Was damals genau geschehen ist, wissen wir nicht. Man müßte Härteprüfungen an verschiedenen Stellen machen. Der Bolzen im Zahnrad, wie du erwähnt hast, ist nicht hart. Der meiner Kamera hat deutliche Abnützung, aber einen neuen Stift einsetzen ist da nicht schwierig.
  5. Die Schaltwippe, am oberen Ende in C-Form, wird schon belastet, umso stärker, je größer das Tempo ist. Bei 16 B./s ist das nicht so arg. Man sollte deiner Kamera eine neue Wippe geben oder dir gleich ein anderes Exemplar. Bei den Preisen heute
  6. Schau mal da: https://www.slideshare.net/meoptaoptika/meonews-102017
  7. Guten Abend! Für die Diskussion ein Anfangsbeitrag Quadratisch, praktisch Suchanek-Meopta Admira 8.pdf Ich bin gespannt auf Reaktionen, Fragen und Antworten.
  8. https://www.pacificrimcamera.com/rl/01321/01321.pdf
  9. Auf der Internetseite von Film Ferrania steht: Next year, we have ambitious plans. We will flesh out our P30 line with additional speeds and formats - including cinema films. We will restart our work on color film. We will continue the process of installing the equipment that allows us to further automate all parts of production. Auf Deutsch: Für nächstes Jahr haben wir anspruchsvolle Pläne. Wir werden unsere P-30-Linie ausbauen mit zusätzlichen Empfindlichkeiten und Formaten, einschließlich Kinefilme. Wir werden unsere Arbeit an Farbfilm wieder aufnehmen. Wir werden den Fortschritt beim Einrichten von Anlagen fortsetzen, was uns erlaubt, alle Teile der Fertigung weiter zu automatisieren. Solche Texte zerstören das Vertrauen. Habt ihr den Widerspruch zwischen P 30 und zusätzliche Empfindlichkeiten bemerkt? Es ist ja erwiesen, daß P 30 nicht 80 ISO Empfindlichkeit hat, sondern nur etwa zwei Drittel davon. Das Material ist auch nicht panchromatisch, wofür das P ja steht, sondern ortho. Für erfolgreichen Absatz von Kinefilm muß im Mindesten das Marketing professioneller werden, indem das Geschwätz von Dave Bias beendet wird und den Tatsachen entsprechende ISO-Werte veröffentlicht werden. Die meistverwendeten Entwicklerrezepte sind anzuwenden, dann kann man ein Datenblatt erstellen. Manca la disciplina.
  10. Das so genannte Essigsyndrom hat mit dem Filmträger zu tun. Richtig heißt es Essigsäuresyndrom und ist eine Begleiterscheinung. Celluloseacetate zerfallen unter Freisetzung von Essigsäure. Die ist flüchtig und riecht. Nachdem alle Essigsäure weg ist, bleibt ein verschrumpelter, spröder Plastik zurück. Ausschlaggebend sind der Grad der Acetylierung, die Reinheit der einst verwendeten Essigsäure, das Vorhandensein von Metallen im Kunststoff (Katalyse), die Qualität der Cellulosemasse und die Lagerbedingungen. Man unterscheidet Mono-, Di- und Triacetate. Es sind auch Gemenge von Acetaten, Propionaten und Butyraten verwendet worden. Je komplizierter das Gemisch, umso anfälliger ist es im Allgemeinen auf Zerfall. Wenn Technicolor-Drucke wenig Verfallserscheinungen aufweisen, dann liegt das daran, daß nur wenig Metall in der Nähe ist. Das Silberbild vom Grünauszug als Kontrast- und Schärfehilfe ist viel dünner als ein projizierbares Silberbild. Technicolor ist ausschließlich von Eastman-Kodak beliefert worden, deren Cellulosetriacetat von bester Güte ist.
  11. https://www.filmvorfuehrer.de/topic/31953-bolex-h16-kupplungsplatte/
  12. Schweinerei! Protest! Mechanische Musik schädigt das Gehör! Die Zivilisation geht unter.
  13. Beim 12,5 mm ist keine Korrektur erforderlich. Beim 36 mm führt der maximale Auszug zum Abbildungsmaßstab 1:6, wenn ich mich recht erinnere. Das macht eine gute Drittel Blende aus. Verlängerungsfaktor = (1 + Abbildungsmaßstab)2
  14. Eine richtig gute Super-8-Kamera gibt es m. E. nicht, weil die Kassette vieles verdirbt. Super-8 hat gute Seiten, z. B. die Einmittung des Bildes aufs Perforationsloch, 3600 Bilder am Stück (2½ Minuten Aufnahmezeit bei Tempo 24) oder die Tonspur auf der nicht perforierten Seite. Deinem Anspruch kann das System aber gerade nicht gerecht werden. Die Schärfe kann wackelig werden, der Bildstand kann unruhig sein. Abhilfe bringt Kloses Einlegeplatte oder DS-8. Eine richtig gute Doppel-Super-8-Kamera wäre die Pathé WEBO M, wenn sie nicht so schlecht gemacht wäre. Die zweitbeste DS-8-Kamera ist in meinen Augen die Zenit-Quarz 5. Heute hast du feinkörniges Farbennegativ in Super-8, Kodak Vision3 50 ISO Day. Ektachrome ist doppelt so empfindlich, jedoch sogar noch feiner in der Wolkigkeit. Das ideale Format für dich wäre eigentlich Neuneinhalb. Da gibt es handliche Kameras und eine Bildfläche auf dem Film, die zu größerer Projektion einlädt. Ich denke an die Pathé WEBO A oder die Ercsam-Camex, beide mit Wechselobjektiven. Neuneinhalb ist leider eingegangen. 16 mm kostet schon etwas mehr, man gibt auch leicht zu viel Geld für Sachen aus, die es nicht bringen, und begeht Fehler, die zu Enttäuschungen führen. Mein Rat, man konnte es erwarten, lautet auf eine richtig gute Doppel-8-Kamera. Mit guten Objektiven und Ektachrome 100 D kommen Bilder heraus, die man groß zeigen kann. Es ist je nach Kamera vielleicht etwas umständlicher, doch die technische Sicherheit ist im Vergleich mit Super-8 mit Garantie größer. Es kann mit einer Bauer 88 anfangen oder mit einer Beaulieu Reflex 8. Die Auswahl ist riesig. Als Abschluß möchte ich nur ergänzen, daß auch in Doppel-8 alles automatisiert erhältlich ist, Blende, Verschlußverstellung, Zoom. Nur Autofocus hat es nicht gegeben, aber Mikroprismen, Schnittbild und Mattscheibe.
  15. Danke für den tollen Bericht. Es wird gefilmt und projiziert, tut gut, davon zu lesen.
  16. Tut mir leid, wieder den Lehrer heraushängen zu müssen, aber die Entfernung ist nicht maßgebend, sondern die Bildfläche. Filmprojektoren können aus dem Grund nicht gleich viel Licht auf gleiche Fläche bringen, das wäre die Vergleichsgrundlage, weil der Filmtransport verdunkelt wird. Videostrahler kennen keine Dunkelpause.
  17. Bei Zeiss 1935, allgemein etwa zehn Jahre später
  18. Von mir aus kann man den ganzen Kram mit Ranglisten und Bewertungen ausschalten. Aus Amerika kommt doch immer ein Haufen kindisches Zeug.
  19. Ist in Arbeit, immer wieder ein Mal wegen zunehmenden Auftragsvolumens. Bolex über Bolex und ein Objektiv am anderen
  20. Ein kleiner Vorauszug aus meiner Besprechung des P 8 Bedienung Die meisten Youtuber, welche sich um eine Präsentation des P 8 bemüh(t)en, gehen ganz hilflos mit dem Projektor um. Dabei ist die Bedienung einfach. Hören Sie auf mich und vergessen Sie das Videozeug, man wird nur viertelstundenlang aufgehalten und verwirrt. Es geht so: Gerät ölen und reinigen, den halboffenen Filmkanal mit einer passenden Rundbürste; der Greifer darf dabei ruhig vorstehen und mitgebürstet werden, er kann zurückfedern und ist ansonsten robust genug; Mechanismus mit Handknopf bewegen, bis Greifer sichtbar ist; So viel Filmvorspann von Vorratspule ziehen, daß wenigstens eine Umwindung des Leerspulenkerns möglich ist, Vorspann in Filmkanal mit der Perforation auf die Greiferzähne legen, Filmkanal schließen; Obere und untere Filmschleife bilden, indem Sie das Material um einen Finger und um die Zahnrolle legen, dann anziehen; die Halteklauen schnappen über den Film. Mit etwas Übung treffen Sie die gestrichelten Marken recht genau. Fertig! Sicher, man muß noch um die Umlenkungen und auf die Leerspule geben. Brauche ich das zu sagen? Einfacher geht es nur noch mit der Einfädelhilfe, die zum Säubern des Filmkanals aber abgeschraubt werden muß. Sie selbst sollte auch stets sauber sein.
  21. Ja, witzige Sache. Einfache optische Ausrüstung
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