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Zensur - Kill Bill


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Hey Jungs, wasn hier passiert?

Habe mit meinem Beitrag nichts gepostet, was in irgendeiner Weise anstößlich wäre, oder jemanden verletzen könnte. Wiso entfernt der Admin ihn dann? Es tut mir Leid wenn ich mich täusche, möchte dann aber doch gerne informiert werden damit ich mich korrigieren kann. Soweit halte ich aber das geschrienbene für die absolute Realität, so unschön das auch ist. Lieben Gruß,

 

der Frank

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Hey Jungs, wasn hier passiert?

Habe mit meinem Beitrag nichts gepostet, was in irgendeiner Weise anstößlich wäre, oder jemanden verletzen könnte. Wiso entfernt der Admin ihn dann? Es tut mir Leid wenn ich mich täusche, möchte dann aber doch gerne informiert werden damit ich mich korrigieren kann. Soweit halte ich aber das geschrienbene für die absolute Realität, so unschön das auch ist.

Normalerweise benachrichtige Leute wenn ich was editiere lösche.

Aber bei dem Monsterthread und nach 12h am Compi hatte ich dazu keinen Bock mehr. Falls ich zuviel erwischt habe, sorry dann bitte nochmal schreiben. Aber ich wollte das nur auf ein neutrales Niveau bringen. Werd wohl mal anfangen müssen ein paar Regeln aufzusetzen.

Und soviel hier zu dieser Zensurdiskussion.

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Es wird hiermit der Administrator um Restitution der ungekürzten Beiträge gebeten, die wesentliche Krisensymptome innerhalb unserer Branche thematisierten, die zu erörtern auch im allgemeinen Interesse liegt. Hierbei entspricht es den Satzungen des Pressegesetzes, Kritik zu äußern, und zwar auch gegenüber verschiedenen zu benennenden Verantwortungsträgern:

a. einzelne Filmverleiher und/oder Filmtitel

b. Mitarbeiter von Betrieben, zumal sie namentlich hier nicht einmal erwähnt wurden

c. Mängel an Waren und Dienstleistungen.

 

Hierbei haben - und hatten - die angesprochenen Seiten eine ausführliche Möglichkeit der Erwiderung. Konkret wurden unbefriedigende Vorführungen von "Kill Bill" thematisiert. Die angesprochenen Mitarbeiter des Kinos konnten dazu ebenso ausführlich Stellung nehmen wie die Kritiker. Im weiteren kann es einer Aufklärung nur dienlich sein, wenn auch die jeweilige Firmenzentrale (Kinobetrieb resp. Filmverleih) sich dazu äußern möchte. I.d.R. tun sie dies auch, spätestens, wenn sie unliebsame Stellungnahmen im Internet zu beseitigen versuchen. (Derartige Erfahrungen konnte ich mit meinem Beitrag etwa zur Vorführkultur einer Multiplexfirma mit dem Doppel-X- im Namenszug machen, als vergeblich von dort interveniert wurde).

Die unbefriedigende Vorführung von "Kill Bill" kann in dem in diesem Thread angesprochenen Frankfurter Multiplex, das den Namen eines der bekanntesten deutschen Stummfilmklassiker trägt, kein Einzelfall sein: erinnert sei an die Vorführung von Fritz Langs "Metropolis" ebendort vor einigen Monaten und vor versammeltem Fachpublikum: unscharf und auf Breitwand gestutzt! (Der Film hatte in allen Versionen stets das Seitenverhältnis von 1.33.: 1!) Daher erschien mir die jetzt leider herausgenommene Ergänzung von franktion sehr hilfreich.

Alle Diskutanten dieses Threads zu "Kill Bill" waren sich zudem einig, daß die angesprochenen Mängel keineswegs auf eine einzige Betriebsstätte/Betriebsform oder einen einzigen (hier noch nicht einmal benannten) Verleih sich beziehen kann. Gleichwohl ist es unumgänglich und unerläßlich, konkrete Fälle zu benennen, sowohl die beteiligten Personen als auch ein angenommenes Fehlverhalten (magentacine), oder umgekehrt eine angenommene/vermeintliche Fehlleistung (Stand-By oder CineStar oder Verleih) möglichst direkt anzusprechen. Dabei sollten auch andere und vergleichbare Vorkommnisse nicht verschwiegen werden, wenn sie einen Rückschluß auf allgemein immer wiederkehrende Symptome mit stets ähnlichen Ursachen zulassen. Dies war in diesem Thread sehr klar formuliert der Fall, bevor er vom Administrator zur Unkenntlichkeit gekürzt wurde.

Die Beiträge in ihrer Gesamtheit waren - nur solange ungekürzt - also sehr aufschlußreich; ich bitte den Administrator, sie mir nochmals als Mail in der vorherigen Form (und zur rechtlichen Absicherung) zuzusenden.

 

Die Begründungen des Administrators sind für mich nur zum Teil verständlich, da ich mit Gepflogenheiten des Internet-"Kauderwelchs" nicht vertraut bin. Als Mensch, der einst noch Bücher las, verstehe ich manche Satzbildungen nicht, und einige Leserbriefe und Administrator-"Postings"dieses Forums sollten sich bitte etwas mehr Mühe in ihrer Artikulation geben, sonst verhallen sie. Die vorstehende Äußerung des Administrators - ist sie vielleicht einer Star-Trek-Semiologie entlehnt? - erschließt sich mir jedenfalls nur zum Teil. Auch werden dort in keiner Weise die Gründe und presserechtlichen/internetrechtlichen Statuten benannt, die zu den überraschenden Kürzungen führten.

 

Es erscheint auch nicht angemessen, daß ein Administrator, der sich kaum der Mühe unterzieht, die beteiligten Personen über Änderungen des Threads zu informieren, diese Funktion überhaupt ausübt.

Sollte dies so bleiben, so erscheint es nahezu zwingend, ein anderes Internetforum zu konstituieren, das sich der Behandlung derartiger Themen ernsthafter annimmt - und auch nicht äußerem Druck weicht, was in diesem Falle vielleicht nicht ganz auszuschließen war?

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hi cinerama,

nu halt mal den ball flach...

wenn ihr untereinander probleme habt, dann tragt sie per mail oder pn aus, aber fangt nicht an schlammschlachten über einzelne häuser oder personen öffentlich auzutragen, das ist das einzige was dem admin zum eingriff bewegt hat.

bevor letztlich der thread noch geschlossen wird, besinnt euch auf das wesentliche und belasst es ggfls. bei konstruktiver kritik...

 

weiterhin viel spaß im forum

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Hallo zusammen,

 

ich wusste garnicht, dass cinerama die Kinematographie erfunden hat. Jedenfalls tut er so und dann auch noch als einer der unfehlbar ist. Fehler machen wir alle, aber wir bemühen uns immer um einen freundschaftlichen Umgangston. Dieser hat auch in diesem Forum zu vielen Freundschaften geführt.

Wenn Du Dich also in diesem Forum fehl am Platze fühlst, steht es Dir ja frei, ein anderes zu benutzen.

 

Also seid nett zu einander

 

Gruß FH99

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@cinerama

Es ist bis jetzt hier ungeschriebenes Gesetz das hier nicht über Firmen und Mitarbeiter gelästert wird. Solche Beiträge wurden und werden editiert / gelöscht.

Meine Überlegung war den Thread komplett zu löschen oder zu editieren. Da wie du sagst "wesentliche Krisensymptome innerhalb unserer Branche" thematisiert wurden, habe ich mich aufs editieren belassen.

 

So wie es aussieht müssen wir jetzt wohl doch ein paar Regeln aufsetzen.

 

Sollte dies so bleiben, so erscheint es nahezu zwingend, ein anderes Internetforum zu konstituieren, das sich der Behandlung derartiger Themen ernsthafter annimmt - und auch nicht äußerem Druck weicht, was in diesem Falle vielleicht nicht ganz auszuschließen war?

Es gab keinen äusseren Druck und auf solchen würde ich wahrscheinlich eher gegenteilig reagieren. Wenn du das Forum wechseln willst, bitte.

 

Vielleicht etwas zu meinem Gedankengang (mail an Manfred):

Ich bin der Meinung das man nicht über spezielle Kino's / Mitarbeiter diskutieren soll. (Lob kann schon fallen).

Du würdest dich ja auch nicht freuen wenn plötzlich dein Kino allgemein von nem Besucher in den Dreck gezogen wird, weil ihm die Vorstellung nicht gepasst hat (bzw ne Aushilfe nen schlechten Tag hatte). Das die Zustände in deutschen Kinos extrem unterschiedlich sind, ist ja leider so.

Stell dir mal vor wenn jetzt Kinogäste - Filmeinleger... anfangen würden Kinos an den Pranger zu stellen. Würde im Endeffekt das Forum zerstören.

Ausserdem lesen hier verdammt viele andere Leute mit, die sowas eventuell in den falschen Hals bekommen. Ein Kinogast bekommt von unzulänglichkeiten nichts mit, wärend einem Filmvorführer erfahrungsgemäß schon Kleinigkeiten ne Vorstellung versauen können.

Wir sollte vielleicht mal anfangen ForenRegeln zu entwickeln.

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Hallo

Das ist mal Action :twisted:

 

Ersteinmal zur Erklärung, ich habe den gesamten thread verfolgt, und auch alle gelöschten Kommentare gelesen, und die Reaktion auf die Löschung war nicht anders zu erwarten.

Das schöne dabei ist ja man gibt sich jetzt nicht zufrieden mit dem erreichten, es reicht nicht persönlich zu werden Firmen und einzelne Kinos zu diffamieren, nein das geht doch nicht so einfach da muß mehr her.

Und dann greift doch glatt der Admin ein, so ein Spielverderber.

 

Aber die Spielverderber seit ihr, erst wird sich der Klage über die schlechte Vorführung (das es sich dabei um einen extrem subjektiven Begriff handelt lassen wir besser unter den Tisch fallen) angenomen, die beklagte Seiten (gell immer schön in Staatsanwaltmanier Anklagen) nimmt sich auch noch die Zeit die Sache richtig zu stellen, aber der Versuch verhallt in dem allgemeinen Tenor wie schlecht die Kette ansich ja schon ist (ist ja sehr viel bequemer so).

Nachdem man nun diese eine Kette "abgefertigt" hat nimmt man sich halt diejenigen vor die es wagten dem Kollegen argumentatorisch zu unterstützen, natürlich dürfen auch deren Arbeitgegeber nicht ungeschoren davonkommen.

Wieso werde ich das Gefühl nicht los, das am Ende des threads (hätte Henri nicht eingegriffen) die gesamte Kinobranche als inkompetent, unwissend und völlig unfähig dagestanden hätte ?

 

Klage um der Klage willen, das kann es echt nicht sein.

Mit dem Finger auf andere Zeigen und mit Dreck schmeißen (wieso erinnert mich das jetzt an die Kindergartenzeit ?) kann jeder, drum macht es erstmal besser.

Das wars von mir dazu.

 

 

 

 

p.s. in letzter Zeit tauchen immer mehr Leute hier auf, die die Weisheit mit dem Löffel gefressen haben, oder täusche ich mich da irgendwie ?

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Also denn:

Ich halte nichts davon in diesem oder jedem anderen Forum, sowie auch im echten Leben, mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen und zu meckern. Das tue ich auch nicht, weder hier, noch sonstwo. Eine andere Sache ist es wenn man offensichtliche Tatsachen und Fakten darlegt und daraus seine Konsequenzen zieht und diese wiederum mitteilt. Es ist uns allen sicherlich kein Geheimnis das es gute und auch schlechte Filmvorführer gibt. Genauso wie es bessere und schelchtere Projektoren gibt. Genau da trennt sich aber schon die Spreu vom Weizen. Wenn man Maschine A mehr mag als Maschine B, dann kann man argumentieren und eventuell triftt man, eher selten, auf jemanden der Zuhört und ganz selten auf jemanden der sogar nachvollzieht. Ich habe aber noch keinen Vorführer getroffen, der sich nicht sofort in seiner Ehre gekrännkt gefühlt hat, wenn man seine Projektion kritisiert. Oder besser gesagt: Alle diejenigen, die mit Liebe und Leidenschaft beim Job sind, geben keinen Grund zum kritisieren und wenn doch mal, dann sind solche Personen mit Eifer und Fleiß hinterher den Fehler zu beheben.

Nach vielen vielen Jahren im Kino und noch viel mehr Kinobesuchen kann ich eindeutig feststellen welche Projektion adäquat ist und welche nicht. Natürlich ist das mein Empfinden und deshalb spreche ich ja hier auch nur in der einzahl ;-) Das aber sollte mein gutes Recht sein.

Das mich persönlich manches Haus nicht so begeistert, könnt Ihr versuchen zu verstehen, oder ihr könnt mit mir argumentieren oder alles was die moderne Bandbreite der Kommunikation erlaubt. Beim agitieren allerdings höre ich nicht mehr zu, denn Schlechte Laune gibts viel zu häufig auf dieser Welt.

 

 

"Der Kunde ist König"

 

 

 

Enjoy the movies...

 

Lieben Gruß an alle da draußen,

euer Frank

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zum Mitschreiben:

 

Die Firman CineStar hat in den letzten Jahren sehr viele Kinosaäle neu gebaut. Die neuen Kinos wurden unter anderem mit den Slogan "Die Leinwand bildet die vierte Wand im Saal" beworben. Nun ist eindeutig feststellbar das dies der Tatsache entspricht. Leider. Denn die Räumlichkeiten in denen sich die Kinos befinden sind nicht im Bildverhältnis 1:2,35 gebaut worden. Dies wäre aber erforderlich um eine einwandfreie Projektion zu gewährleisten, es sei denn man benutzt einen Höhenkasch, den CineStar aber nicht sein Eigen nennt. So finden sich unzählige Kinosaäle in Deutschland in denen die CS Projektion abgeschnitten wird. Diese Tatsache allein macht, für mich, den Besuch in einem CineStar zu einer unschönen Angelegenheit. Deshalb geh ich nicht hin. Es gibt genug Alternativen.

 

Gute Nacht

 

der Frank

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Noch was aus dem anderen Thread von magentacine

Hallo Henri,

Zensurentscheidung akzeptiert, aber wäre es nicht gut, wenigstens die erste Antwort von Stand-By wieder herzustellen, da der Rest der Diskussion sonst nicht ohne weiteres verständlich ist?

Nein, da sowas hier nichts zu suchen hat. Ich denke das ist einigermassen noch verständlich.

Vorschlag: Editierte oder gelöschte Beiträge auch an der betreffenden Stelle im Thread kenntlich machen, das ist für spätere Leser weniger verwirrend...

Mach ich normallerweise. Aber das war mir nach 12h am Compi dann zuviel Aufwand...

Cu Henri

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Denn die Räumlichkeiten in denen sich die Kinos befinden sind nicht im Bildverhältnis 1:2,35 gebaut worden.

 

Das ist kein Cinestartypisches Problem, sondern gibts wohl leider (viel) öfters.

Erschiess den Architekten :shoot1:

Bin auch absolut kein Freund von dem kleineren CS.

Cu Henri

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moin, jetz muss ich hier aber auch mal was loswerden:

 

ich wäre mit pauschalen Äußerungen a la "... Höhenkasch, den CineStar aber nicht sein Eigen nennt ..." sehr vorsichtig. Ich kenne ca. 90% der CineStar Sääle sehr genau und es gibt ihn durchaus. Allerdings sollte man mal die Kirche im Dorf lassen, wenn man pingelig wäre ist 1:2,39 das richtige CS Format und da will ich nich wissen wieviel "richtige" CS Projektionen tatsächlich in D realisiert sind. Natürlich wird in einem Multiplex die Maske zurechtgefeilt, aber so schlimm, dass es nicht mehr wirklich schön ist, bleibt (zumindest bei CineStar) eher die Ausnahme. Weiterhin sollte man bei der Kritik schauen, dass viele Multiplexkinos geplant wurden, bevor der endgültige Mieter feststand. Beispiel: Für Warner (jetzt Village) projektierte Sääle sind sehr lang und haben fast immer Höhenkasch, d.h. nur bei 1,85 wird volle Leinwand ausgeleuchtet - nicht wirklich die Realisation des in der Breite vergrößerten Bildes im Sinne der Blickfeldanpassung. - Und es gibt mehrere Beispiele dass der Eine plante und der Andere einzog, und dann auch nur zur Miete.

 

Desweiteren sollte man doch froh sein (zumindest als Besucher), dass mit so vielen Kinos die Auswahl selbst treffen kann wohin man geht. Und wenn man mal ganz ehrlich ist sind mit dem Multiplexwahn der 90er doch die Ansprüche mit gestiegen, keiner will doch mehr Mono Ton; die Diskussion beläuft sich doch auf Details hinaus, dass ein paar Sachen nur nich ganz so gut sind wie schon mal gesehen - da immer gleich von schlecht zu reden - na ja iss nich mein Ding.

 

Und was vorangegangene Diskussion betrifft - da frag ich mich bei soviel Besserwisserei warum es so schwer ist, gute Filmvorführer zu finden, die neben technischer Perfektion auch noch menschlich halwegs in das Team eines Kinos passen ...

 

Na ja bis die Tage _ BIG

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Und was vorangegangene Diskussion betrifft - da frag ich mich bei soviel Besserwisserei warum es so schwer ist, gute Filmvorführer zu finden, die neben technischer Perfektion auch noch menschlich halwegs in das Team eines Kinos passen ...

 

Ich denke mal es gibt schon genug gute Vorführer, nur wollen die meisten Kino's halt möglichst billige, und das sind halt oft "nur" Aushilfen, die zwar einlegen können, aber von der Technik halt nicht so die Ahnung haben (nur damit mir dass nicht übel genommen wird, es gibt natürlich auch unter den Aushilfen Ausnahmen, nur sind das halt wirklich Ausnahmen)

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Hallo sewi,

 

stimme Dir vollkommen zu, es gibt zuviel schlechte Laune auf der Welt.

da Du den ganzen Thread gelesen hast, wirst Du auch bemerkt haben, daß ich mich bemüht habe, die Sache allmählich konstruktiv zu präzisieren.

 

Da Stand-By auf meine cinestar-bezogene Äußerung reagiert hat, bekam er natürlich auch Kritik für Dinge ab, für die er gar nichts kann, Ansprechpartner wäre der Theaterleiter gewesen (oder wer halt in der Organisationsstruktur der betreffenden Kette verantwortlich ist).

 

Wenn eine bauliche oder projektionstechnische Schwachstelle erkannt ist, bemüht man sich doch, wenigstens mittelfristig Abhilfe zu schaffen, wir reden nicht vom Umbau eines Saal oder Austausch ganzer Geräte, sondern vielleicht nur von der Anschaffung eines Objektivs, das in der speziellen Projektionssituation eine bessere Leistung bringt.

 

"Gute" oder "schlechte" Vorführung ist natürlich nur eine grobe Verallgemeinerung, aber ein unscharf projiziertes Bild bleibt ein erheblicher Mangel, ebenso wie Cola ohne Kohlensäure oder ranzige Popcorn-Butter am Konzessionsstand es wären.

 

Die Bewertung einer Vorführung wird immer wieder erschwert durch ungenügende Kopierqualität von Werbespots wie Hauptfilmen, wofür natürlich der jeweilige Verleiher verantwortlich ist. :roll:

Ich habe lange genug Filme vorgeführt und kenne auch die Produktions- und Kopierwerkseite gut genug, um eine unscharfe Projektion von einer schlechten Kopie zu unterscheiden. Wenn ich diese Kritik äußere, besteht die Möglichkeit, daß der Defekt behoben wird, sei es auch nur, weil der Mann/die Frau "vor Ort" bei der "Zentrale" eine Argumentationshilfe hat.

In meinem Arbeitsfeld konnte ich manchmal Investitionen oder Verbesserungen erst durchsetzen, nachdem jemand sich beschwert hatte, dann erst waren die (technikängstlichen) Vorgesetzten zum Handeln zu bewegen.

 

 

Es wurde hier mehrmals die Formatfrage angesprochen. Obwohl ich auch kein Freund des "Vertikal-Scope" bin, akzeptiere ich so etwas als Element einer bestimmten Multiplex-Bauweise. Da mir in vielen Theatern das Breitwand-Bild ohnehin zu groß ist (weil auch die Kopien die potentielle Bildgüte des 35mm-Formats fast nie erreichen), empfinde ich die Reduktion auf CS eher als angenehm.

 

Es hat sicher keinen Sinn, den Kinobetreiber für Dinge zu kritisieren, die er nicht ändern kann. Aber Pannen und Fehler als unabänderlich zu betrachten, das ist mir dann doch eine Nummer zu fatalistisch... :)

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@magentacine

 

´Fehler sind dazu da um gemacht zu werden´

 

Fehler passieren nunmal, inwieweit hier tatsächlich ein Fehler Vorlag, das kann ich aus der Ferne kaum beurteilen.

Nur sollte man das bei aller Kritikwürdigkeit auch berücksichtigen, und nicht es im Stile eines schmuzelnden "Guckt mal der kann nicht mal richtig vorführen" abtun.

Desweiteren, technische Mängel in einem Multiplex zu beseitigen stelle ich mir persönlich schwer vor.

Ich kann da nur von meiner Warte ausgehen und wie lange es bei uns gedauert hat (und noch dauert) gewisse Schwächen im technischen Bereich zu beseitigen.

Bei aller Liebe zur Projektion, die du hier oft genug bewiesen hast, so muß man ein Kinobetrieb nicht nur durch die Technikerbrille, sondern auch durch die Kaufmännische Brille betrachten.

Und schaut man durch diese sieht es bei mehr als einem Kino, oder einer Kette, schlecht aus.

Klar werden jetzt wieder Leute sagen "Das darf sich nicht auf die Projektion auswirken" tut es aber, erinneren wir uns doch an die Zeit als die UFA (Gott hab sie selig :twisted: ) damit begann Einzelkinos in Groß- und größeren Städten aufzukaufen, sie wurden technisch vernachlässigt, um dann nach Neuerffönung der Multiplexe dem Erdboden gleicht gemacht zu werden.

 

In Anbetracht dieser Tatsachen sollte man es nicht als einfach betrachten technische Änderungen in Multiplexe einzubringen.

Aber gehen wir mal weg von den Änderungen, stellt sich einem doch die Frage inwiefern hier eine Änderung im technischen Sinne von Nöten wäre, auch das kann ein Außenstehender wie ich kaum beurteilen.

 

Ansonsten, es bringt herzlich wenig in einem thread wo es lediglich um die Schärfe einer Kopie geht über Seitenverhältinsse Leinwandgrößen etc. zu dozieren.

Jeder hier weis doch was ihn in einem Multiplex erwartet ? oder nicht !

Den einfachen Gast kratzt es wenig ob es eine Höhenkasch gibt oder nicht, hier ist eher die Theaterleitung gefragt, ob es ihren Ansprüchen genügt.

Auch deshalb ist es müßig irgendjemanden hier im Forum irgendetwas in diese Richtung vorzuwerfen.

 

 

Eigentlich hat mich das Thema nicht die Bohne interessiert (der Inhalt von Kil Bill ist da viel wichtiger als das ;) )

was mich dann doch interessiert bzw. stört, ist die Tatsache das es neuerdings Tendenzen im Forum gibt auf einem absolut abgehobenen technischen Niveau zu diskutieren das jeder Beschreibung spottet.

Früher mußte man in Diskussionen damit leben das nach Beantwortung einer Frage immer noch ein "Ja aber ..." nachgeschoben wurde, was nervig ist, aber man kann es noch gerade so akzeptieren.

Heute da doziert man über Tote Filmformate, Tote Tonformate, da werden Fachbücher zitiert (ohne Quellangaben) und das ganze als eigenen Gedankengänge verkauft.

Einige User des Forums sollte sich bemühen von ihrem hohen Ross herunterzukommen.

 

Die Reallität sieht anderes aus 70mm interessiert den Kunden nicht, Magnetton interessiert den Kunden nicht, welcher Tonprozessor welche Maschine etc. pp. im Hintergrund werkelt interessiert den Kunden nicht.

Was er will ist Spaß, Unterhaltung, Was zu Essen was zu Triinken, und nach Ende des Films will er schnell nach Hause.

Der ganze technische Kram darüber will er garnichts wissen.

Willkommen in der Wirklichkeit

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Da würde ich doch widersprechen, obgleich immer herausgestellt werden muß, welche Interessen wer mit welchem Beitrag in welcher Art mit welcher Zielsetzung verfolgt. Bei mir vorweg - andere finden es verwerflich: mich interessiert primär der Kampf um eine gute Kopie und gute Projektion.

Der Satz aber "Jeder hier weiß doch, was ihn in einem Multiplex erwartet" greift m.E. nicht durch, denn einerseits wird das höchste Lob, und andererseits der höchste Tadel ausgeteilt. Deshalb ist eine Diskussion vorgezeichnet und kaum zu unterbinden. Das Argument, daß auch Arbeitsplätze gesichert werden müssen (Kritik an konkreten Spielstätten, Verantwortlichen, Firmen scheint mir nach dem Eingriff des Administrators künftig nicht gesichert zu sein) oder zunächst die wirtschaftlichen Verhältnisse berücksichtigt werden müssen, vermag ich nicht immer zu teilen. Wenn das Maß der Kritik tatsächlich den "Bogen überspannt", so sollte ein jeder für das von ihm Vorgetragene auch rechtlich verantwortlich sein. In der Presse ist es nicht anders, und wir sollten nicht auf ein Demokratiebewußtsein des Mittelalters zurückfallen.

Sowie ich vollzeitmäßig in Betrieben der Kino- oder Kopierwerksbranche tätig war, habe ich mich, wenn immer Einwände gegen die Qualität des Abgelieferten kam, zumindest geschämt! Das führte auch entweder zur a. Eigenkündigung oder b. zur Kündigung seitens des Arbeitsgebers, wenn eine Verbesserung der Qualität nach Ansicht eines (zumeist filmunkundigen) Geschäftsführers der Rendite zuwiderlief.

Als Filmvorführer (oder als Programmdisponent, Kopierer, Theaterleiter etc.) tätig zu sein, erfordert in anbetracht der nicht gerade zukunftsweisenden Entlohnung und beruflichen Perspektive ein hohes Maß an Idealismus und Glauben an das Gute einer Filmdarbietung. Ist dies nicht gegeben, so weiß ich wirklich nicht, warum dann Arbeitsplätze um jeden Preis resp. der Fortbestand einer Firma unbedingten Vorrang vor den doch berechtigten Anwürfen und Änderungswünschen hat. Dies erschiene mir doch als eine Tendenz zur Stagnation, und wie vom Vorredner selbst erwähnt wurde, zeigt das Beispiel der UFA, wohin es leider geführt hat - dass nämlich einige recht schöne traditionelle Kinos mit dem Niedergang einer Großfirma ebenfalls ein Ende gefunden haben (oder Vorführer sich zu Tode "soffen").

"Durchwurschteln" wäre das ein schlechter Ratgeber. Überdies weiß ich nicht, ob ein Overscreening und eine Übersättigung des Marktes, was immer zu einschneidenden Abstrichen an Qualität und Serice führt, dauerhaft so weiter laufen sollte. Was zu viel wird, ist dann eben zuviel.

Wenn außerdem ein Marktführer - hier teilweise zu recht, teilweise zu unrecht gescholten - auch einmal auf seine Betriebsphilosophie hin abgetastet wird, finde ich dies nur gerecht. Der konkret benannte Markführer (obwohl es anderswo natürlich Ähnliches gegeben sein dürfte) verfolgt einen sehr harten Kurs der Marktbeherrschung: etwa durch Personalabbau sowie durch Unterlaufen der Mietverträge bei den Hauseigentümern (die schon von "Erpressung" sprachen, Süddeutsche Zeitung im September. Quelle: kino-hdf.de, vgl. dort den Thread von "marktgerecht") oder bei den Verleihern (auch Kleinverleiher), die unter Druck gerieten. Nun kann man das eine kritisieren und das andere durchaus befürworten - jedoch wäre es angemessen, daß in den Spielstätten eines größeren Betreibers bei so viel Ellbogenmentalität auch etwas lohnmäßig für die Vorführer, für die Wartung und Verbesserung der Anlagen wie auch für eine gehobenere Entertainmentkultur übrig bliebe.

Wenn dem aber nicht so ist und so mancher kleinere Betreiber oder Vorführer in abgelegeneren Spielstätten sich mehr Mühe gibt und investiert, trotz noch schwierigerer Geschäftsgrundlage, dann besteht doch ein beachtlicher Schiefstand, wie ich meine.

Obwohl auch ich - zumal vor vier Jahren noch in Dtlds. damals größter Multiplex-Firma - als gelobter und sogar einigermaßen gut bezahlter Mitarbeiter eine Tendenz hatte, die Kritik am eigenen Unternehmen zunächst "offiziell" zurückzuweisen, so fühle ich mich heute alt und weise genug, niemals mehr Bedenken und Zweifel vom Tisch wischen zu wollen, zu sehr leidet man doch selbst angesichts einer unbefriedigenden Performation, wann immer man in seiner Freizeit ein teures Kinoticket löst.

 

Da sollte das Argument "der normale Zuschauer bemerkt das doch gar nicht" insofern einmal auf den Prüfstand gestellt werden, ob er tatsächlich nichts bemerkt (oder durchaus vieles bemerkt, sich aber nicht artikuliert), und ob nicht künfitg auch der Wille des Filmemachers/KameramannFrau/Komponisten/TonmeisterIn wieder eine gewisse Beachtung finden sollte. Außer den technischen Standards gibt es aus meiner Sicht noch einen Rest an Ethik und Respekt gegenüber dem Filmwerk selbst (als Unterhaltung wie als Kunst) und das Wissen darüber zu wahren, daß eine einzige Vorführung eines Films mitunter in einem Menschen prägende Erinnerungen hinterläßt - im Guten oder auch im Schlechten.

So ist es gewiß keine Schande, wenn auch auf diesem Forum mitunter historische Vergleiche gezogen werden (sowohl mit "toten Formaten", die oft langlebiger sind, als mancher glaubt) wie auch der Status Quo des gegenwärtigen Geschäfts und der Filmvorführerei diskutiert wird.

Es könnte zu keinem guten Ende führen, wenn ausschließlich die Überzeugung "so läuft es halt und wird nicht besser" viele interessante Diskussionansätze und einen gemeinsamen Einsatz für besseres Kino als lächerlich abtut, obwohl ein jeder von uns weiß, daß geschichtliche Entwicklungen niemals eine hermetische Konstante bildeten und vielmehr ständig überraschende Neuerungen und Umwälzungen im Gange sind.

Diese könnten uns sehr rasch ereilen (nämlich in die Arbeitslosigkeit eines gesamten Berufsstandes), wenn die vielen Vorzüge der analogen Filmtechnik so gering geschätzt werden und jegliche Standards als überflüssig gelten, da angeblich der Kunde davon nichts bemerkt.

Woher kommen denn die vielen Beschwerden? Warum sind denn so viele Filmfreunde und Cinéasten zum Medium DVD abgewandert? Warum hat es denn in Kürze ein Konsortium von Unternehmen auch bei uns einfacher, dem Kinomarkt die Substandards des D-Cinema schmackhaft zu machen, mit dem steten Verweis darauf, wie "schlecht" doch perforierter Film sei?

Was wird dann aus dem Filmvorführerforum, da es ja dann (angeblich) keinen Anlaß mehr zur Diskussion über den Laufbildfilm mehr gibt? "Tote Filmformate, tote Tonformate" sagt sich leicht, aber es gibt nun einmal eine Vielfalt in der Technik und Kunstgeschichte. Nur ein Beispiel - vielleicht aus der Musik: wer Musiker werden will oder Konzertveranstalter, sollte auch ein Wissen um die Tonsysteme, Komponisten, Solisten und Orchester haben. Wer das beherzigt, kann viel aus der "toten" "Kunst der Fuge" von Johann Sebastian Bach lernen (der natürlich "tot" ist), auch dann noch, wenn das Gröhlen eines Dieter Bohlen längst "gestorben" ist.

 

In diesem Sinne!

 

(Völlig richtig aber ist die Mahnung und Bitte, bei Zitaten die Quellen genauer zu zitieren und von der eigenen Argumentation zu trennen.)

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Mahlzeit

Ich mache es kurz, da ich weder die Zeit noch die Lust habe mich in epischer Breite auszulassen.

 

@cinerama

Bei mir vorweg - andere finden es verwerflich: mich interessiert primär der Kampf um eine gute Kopie und gute Projektion.

- Da divergieren wir bereits, mir ist es wichtig das es dem Kunden gefällt, das beinhaltet etwas mehr als nur gute Kopien und Projektion.

 

Der Satz aber "Jeder hier weiß doch, was ihn in einem Multiplex erwartet" greift m.E. nicht durch, denn einerseits wird das höchste Lob, und andererseits der höchste Tadel ausgeteilt.

- Sorry der Sinn erschließt sich mir nicht ganz, ich beleibe dabei jeder weis was einem in einem Multiplex erwartet, ob nun gutes oder schlechtes hängt allein vom Standpunkt des Betrachters ab.

 

Ist dies nicht gegeben, so weiß ich wirklich nicht, warum dann Arbeitsplätze um jeden Preis resp. der Fortbestand einer Firma unbedingten Vorrang vor den doch berechtigten Anwürfen und Änderungswünschen hat.

- Im Klartext also, wenn ihr keine technischen Verbesserungen einführen könnt, macht den Laden besser direkt dicht ?

Sorry da bin ich sprachlos

 

Der konkret benannte Markführer (obwohl es anderswo natürlich Ähnliches gegeben sein dürfte) verfolgt einen sehr harten Kurs der Marktbeherrschung: etwa durch Personalabbau

- Wo kann man das bitte nachlesen ?

In einer der letzten Blickpunkt Film war lediglich zu lesen das in den regionalen Büros etwa 50 Mitarbeiter "freigesetzt" wurden, wie es so schön

Neudeutsch heißt.

Bei einem Personalbestand von rund 3500 Mitarbeitern (ebenfalls nachzulesen in diesem Artikel) dürfte so etwas wohl als irrelevant bezeichnet werden.

 

sowie durch Unterlaufen der Mietverträge bei den Hauseigentümern (die schon von "Erpressung" sprachen, Süddeutsche Zeitung im September. Quelle: kino-hdf.de, vgl. dort den Thread von "marktgerecht") oder bei den Verleihern (auch Kleinverleiher), die unter Druck gerieten.

- Sorry hier weine ich keinem eine Träne nach, denn die Eigentümer der Örtlichkeiten haben sich nun wirklich an den Multiplexen gesundgestoßen, was dort an Mieten gezahlt wurde war schlichtweg lächerlich.

Auch um die Verleihe tut es mir kein bischen Leid, denn was von deren Seite kommt ist ebenso lächerlich, hier ins Detail zu gehen wäre aber müßig, die Verleiher klagen über die Macht der Kinobetreiber, und die Kinobetreiber über die Macht der Verleiher.

Das beide Seiten sich da oftmals lächerlich machen ist bekannt.

 

Nun kann man das eine kritisieren und das andere durchaus befürworten - jedoch wäre es angemessen, daß in den Spielstätten eines größeren Betreibers bei so viel Ellbogenmentalität auch etwas lohnmäßig für die Vorführer, für die Wartung und Verbesserung der Anlagen wie auch für eine gehobenere Entertainmentkultur übrig bliebe.

- Nun da kann ich nur vom örtlichen Lohnniveau ausgehen, die Mitarbeiter des örtlichen Multiplexes verdienen jedenfalls mehr als ich bei einem Einzelunternehmen, wohlgemerkt vergleich von Aushilfstätigkeiten.

 

Wenn dem aber nicht so ist und so mancher kleinere Betreiber oder Vorführer in abgelegeneren Spielstätten sich mehr Mühe gibt und investiert, trotz noch schwierigerer Geschäftsgrundlage, dann besteht doch ein beachtlicher Schiefstand, wie ich meine.

- Damit sind exakt die örtlichen Verhältnisse beschrieben.

 

Da sollte das Argument "der normale Zuschauer bemerkt das doch gar nicht" insofern einmal auf den Prüfstand gestellt werden, ob er tatsächlich nichts bemerkt (oder durchaus vieles bemerkt, sich aber nicht artikuliert), und ob nicht künfitg auch der Wille des Filmemachers/KameramannFrau/Komponisten/TonmeisterIn wieder eine gewisse Beachtung finden sollte.

- Da stimmt etwas ganz und garnicht, es gibt einen Unterschied zwischen "bemerkt das doch garnicht" und "bemerkt das nicht"

Und da kann mir hier jeder erzählen was er will, nicht nur im Bereich Kino wird daran gearbeitet das der Kunde es nicht bemerkt, gewisse Unzulänglichkeiten lassen sich nie vermeiden, die Kunst ist eben den Kunden es nicht merken zu lassen.

 

Außer den technischen Standards gibt es aus meiner Sicht noch einen Rest an Ethik und Respekt gegenüber dem Filmwerk selbst (als Unterhaltung wie als Kunst) und das Wissen darüber zu wahren, daß eine einzige Vorführung eines Films mitunter in einem Menschen prägende Erinnerungen hinterläßt - im Guten oder auch im Schlechten.

- Da bin ich mal so vermessen und sage in den seltesten Fällen hinterlässt ein Film heute bei Kunden eine bleibende Erinnerung.

Deshalb gilt für mich, hat der Kunde mich nicht bermerkt (fehlende Anerkennung die hier hin und wieder beklagt wird) und denkt er nicht darüber nach wie das nun alles im Kino so abläuft, dann hab ich meine Arbeit gut gemacht.

 

So ist es gewiß keine Schande, wenn auch auf diesem Forum mitunter historische Vergleiche gezogen werden (sowohl mit "toten Formaten", die oft langlebiger sind, als mancher glaubt) wie auch der Status Quo des gegenwärtigen Geschäfts und der Filmvorführerei diskutiert wird.

- Sinnlos mit mir darüber diskutieren zu wollen, bestände aus meiner Sicht Interesse daran, würde ich mich an entsprechender Stelle (diverse Threads) auch dort melden.

 

Es könnte zu keinem guten Ende führen, wenn ausschließlich die Überzeugung "so läuft es halt und wird nicht besser" viele interessante Dikussionansätze und einen gemeinsamen Einsatz für besseres Kino als lächerlich abtut, obwohl ein jeder von uns weiß, daß geschichtliche Entwicklungen niemals eine hermetische Konstante bildeten und vielmehr ständig überraschende Neuerungen und Umwälzungen im Gange sind.

_ Die Umwälzung läuft, nur scheinen sich einige hier nicht ganz im klaren zu sein, in welche Richtung sie läuft.

 

Diese könnten uns sehr rasch ereilen (nämlich in die Arbeitslosigkeit eines gesamten Berufsstandes), wenn die vielen Vorzüge der analogen Filmtechnik so gering geschätzt werden und jegliche Standards als überflüssig gelten, da angeblich der Kunde davon nichts bemerkt.

- Und mit diesem Satz ist das gesamte Elend eines Berufsstandes unter einem Deckel gebracht, und mein letzter Satz wird bestätigt.

 

Woher kommen denn die vielen Beschwerden? Warum sind denn so viele Filmfreunde und Cinéasten zum Medium DVD abgewandert? Warum hat es denn in Kürze ein Konsortium von Unternehmen auch bei uns einfacher, dem Kinomarkt die Substandards des D-Cinema schmackhaft zu machen, mit dem steten Verweis darauf, wie "schlecht" doch perforierter Film sei?

- Warum soviele Filmfreunde abwandern ? Weil sie alles was sie im Kino teuer bezahlen müssen, auch zu Hause günstig erhalten, und als Laien kratzt es sie wenig welche Seitenverhältnis die Leinwand nun wirklich hat.

Und die wenigen Cineasten die wirklich den Unterschied erkennen können, und solch extremen Wert auf Projektion legen das sie die schlechteren Kopien von heute beklagen, die können nicht die bekannten Umsatzeinbußen verursachen.

Hier ist eher die ganze Branche gefragt, die Musikindustrie war eine Warnung, aber die Filmindustrie hat weiter gepennt, und wurde genauso wie die Musikindustrie von den Filesharern überrollt, wen du mir nun erzählen willst das einer dieser Leute an der Qualität der Projektion interessiert ist, dann ist hier aller Tage Abend.

 

Was wird dann aus dem Filmvorführerforum, da es ja dann (angeblich) keinen Anlaß mehr zur Diskussion über den Laufbildfilm mehr gibt? "Tote Filmformate, tote Tonformate" sagt sich leicht, aber es gibt nun einmal eine Vielfalt in der Technik und Kunstgeschichte.

- Wissen ja, Nachtrauern vielleicht, aber eine Wiederauferstehung herbei zu reden grenzt an einer Lächerlichkeit, die unbeschreibbar ist.

Gegen eine Rückblick hab ich ja nichts, aber bei Sätzen wie "Ne wat war dat früher schön" da geht mir eben die Hutkrempe hoch.

Also Rückblick ja, aber ein Rückblick und gleichzeitiges umdrehen und zurückrennen, das hat keinen Zweck.

 

 

 

In diesem Sinne schönes Wochenende noch,

 

 

 

 

 

p.s. Achja wenn das Bild wieder erwarten mal unscharf sein sollte, auch immer in die Objektive hineinschauen :twisted: (Sorry kleiner Insider den kann ich mir nicht verkneifen)

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@Sewi

 

Nun zum Großteil hast du recht aber in ein paar Kleinigkeiten hängt dein Vergleich.

 

50 Mitarbeiter von 3500

 

Tja das sind die Zahlen... Nur wird werden eben die Kinos massiv mit Aushilfskräften besetzt. Und wenn mich nicht alles täuscht sind bei den 3500 Leuten auch alle Aushilfen mit drin, oder? Dann sind 50 Festangestellte Mitarbeiter schon ne ganze Menge...

 

 

Ok die Mieten mögen heftig sein aber auch die Vermieter müssen die doch beträchtlichen Kosten für die überdimensionierten Bauten in den 90ern wieder reinholen grad wenn Kleinanleger dort ihre Ersparnisse da in Fonds angelegt haben trifft es nicht nur den bösen Immobilienmogul... :cry:

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Hallo!

 

Also ich glaube wirklich, daß es sich manche hier in der Argumentation zu einfach machen. Aus meiner Sicht liegen die Umsatzprobleme der Branche _nicht_ daran, daß es schlechte Projektionen und Prints gibt. Komischer Weise habe ich garnicht das Gefühl, daß die Leute in den Kinos im Allgemeinen so sehr auf die Bildqualität achten.

 

Ich glaube eher, daß es den Leuten vielmehr um die Tonqualität und den Film selbst geht.

 

Auch denke ich, daß eine Vielzahl von Dingen daran Schuld hat und eine mangelnde Projektion nur der geringste Faktor ist.

 

Wenn man mal beim Ton bleibt, so gibt es da keine Exklusivität der Kinos mehr. Seit der Einführung der DVD und der AV-Verstärker/Receiveranlagen hat das Kino dem Heimkino in Punkto Ton nicht mehr viel bzw. tw. überhauptnichtsmehr voraus. Soll heißen, daß die Masse eine gute Filmtonwiedergabe nicht mehr exklusiv im Kino sieht, sondern diese längst als nichts mehr besonderes ansieht, da man sich soetwas längst auch für Zuhause kaufen kann.

 

Weiters hat das Freizeitangebot durch die breite Einführung von Videospielen, Internet, Handy, verstärkte Sportaktivitäten usw., der Attraktion des Kinos weiter deutlich geschadet.

 

Geht doch mal durch die Einkaufszentren und Elektromärkte. Da seht ihr die Jugendlichen mit Joysticks vor Bildschirmen stehen und die Massen gebannt auf gezeigte und (vor-)gespielte Videogames blickend, die sich in der Grafik und vom optischen Eindruck immer weiter verbessern und die inzwischen eine dermaßen gute Qualität erreicht haben, wie man sie noch vor wenigen Jahren für vollkommen unmöglich hielt.

 

Hinzu kommen noch etliche Jahre, wo man die wirklich guten, ansehbaren Filme an zwei Händen abzählen kann und die Aufgusserien, wo man den 2.,3.,4. und wasweissichwievielten Teil sehen kann tragen auch nicht gerade zu einer Verbesserung der notwendigen Vielfalt bei und natürlich die tw. überzogenen Ticketpreise.

 

Ich denke es wird eine Vielzahl von Faktoren für den Niedergang der Besucherzahlen verantwortlich sein.

 

Daher bleibe ich dabei. Selbst wenn man jetzt den 70mm Film wieder einführen würde, so würde das aus meiner Sicht nicht den geringsten Umsatzgewinn bringen, da die Interessen der heutigen Jugend sicher nicht an einer etwas schärferen und ruhigeren Bildqualität liegen (würden). Ich habe letztens den Sohn eines guten Bekannten von mir darauf angesprochen und er hat daraufhin gemeint, daß sich bei ihm in der Schule kaum wer für Filme interessiert oder darüber spricht und wenn, dann wird nur über die wenigen Blockbuster wie Matrix usw. diskutiert.

 

Ich könnte mir allerdings vorstellen, daß die generelle Einführung des 3-D Filmes (mit oder ohne Brille) die Attraktivität des Kinos zugunsten der anderen Konkurrenten wie TV, Videospiele usw. wieder verbessern könnte, da hier ein wesentlich gesteigerteres Entführen in eine andere Welt möglich ist. Sowas kann ein Game nicht und sowas kann man Zuhause auch nirgens erleben.

 

Man ist während und nach dem Besuch eines solchen 3-D Filmes ganz anders vom Gesehenen beeindruckt, als wenn man vor einer 2-D Wand gesessen hat.

 

Ich glaube aber irgendwie nicht, daß die Industrie, die ja schon wesentlich mehr mit dem Vermarktungsmarkt _nach_ der Kinoauswertung verdient, daran überhaupt interessiert wäre. Denn wenn die Leute nach einem perfekten 3-D Erlebnis sich denselben Film dann auf VHS oder DVD Zuhause ansehen, so könnte hier der umgekehrte Effekt eintreten und sie würden vielleicht wieder von den Heimkinomedien Abstand halten, was den Majors noch wesentlich mehr schaden würde als die derzeitige, hoffentlich aber leider nicht wahrscheindlich wieder vorübergehende Kinoflaute.

 

mfG

Christian Mueller

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@Sewi

 

50 Mitarbeiter von 3500

 

Tja das sind die Zahlen... Nur wird werden eben die Kinos massiv mit Aushilfskräften besetzt. Und wenn mich nicht alles täuscht sind bei den 3500 Leuten auch alle Aushilfen mit drin, oder? Dann sind 50 Festangestellte Mitarbeiter schon ne ganze Menge...

 

Soweit mir bekannt (und auch "öffentlich nachzulesen), wurde hauptsächlich in der Konzernleitung "aufgeräumt", und der wohl in jeder grösseren Firma vorhandene Speckgürtel (Leiter, stellvertrende Leiter, stellvertreter des Stellvertrenden usw.) etwas verringert, die Mitarbeiter an der Basis (z.B. Vorführer) wurden dabei verschont. Somit wohl ein Schritt in die richtige Richtung, und ich glaube kaum das die betroffenen Postitionen durch Aushilfskräfte ersetzt werden.

 

 

Im übrigen wurde die "vierte Wand" von Herr Flebbe eingeführt, nicht von K&K, ich erinnere mich ungern an plötzlich stark geschrumpfte CS Bilder.

 

 

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