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Das merkt doch sowieso niemand !!!!!


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Hallo,

 

meine Ausführungen zum guten SR-Ton basieren auf meinen technischen Einrichtungen als da sind: hervorragendes makroskopisches Tonteil mit einer Kanaltrennung von der Andere nur träumen können. SMART-Prozessor MOD VI mit einem Circle-Surround Decoder, der um Längen besser ist als der Dolby-Decoder. Der Circle-Surround-Decoder liefert einen, wenn auch simulierten, Splitsurround von normaler Bandbreite. Bei mir kann ich während des Filmlaufes im Saal zwischen analog und digital hin und her schalten. Bei diesem A-B- Vergleich schneidet das Analogsystem bei intakter Tonspur nicht schlechter ab.

 

Gruß FH99

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Hallo,

nicht zu vergessen: Filme, die nur in SR produziert wurden, haben eine deutlich bessere Abmischung als Filme mit Digitaltonspuren, die analog auf SR abgespielt werden.

Aktuelles Beispiel: "Lilja 4-ever". Hervorragender Sound und klare Dialoge!

Bis neulich.

Rolli

:roll2:

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man sollte nicht ALLES überbewerten...

 

auf einer gut eingemessene anlage (z.b. kein lautstärkeunterschied aufgrund mangelhafter dolbypegel) bespielt mit einer SRD kopie- die wegen einer schlechten leserate öfters zwischen SR und SRD pendelt, wird ein unterschied zwischen diesen "formaten" kaum hörbar sein.

 

...jetzt kann man natürlich wieder mit den argumenten kommen...ja aber wenn ich die messkurven auf dem oscar sehe...

 

vertraut mehr euren OHREN :!:

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Hallo,

 

meine Ausführungen zum guten SR-Ton basieren auf meinen technischen Einrichtungen als da sind: hervorragendes makroskopisches Tonteil mit einer Kanaltrennung von der Andere nur träumen können. SMART-Prozessor MOD VI mit einem Circle-Surround Decoder, der um Längen besser ist als der Dolby-Decoder. Der Circle-Surround-Decoder liefert einen, wenn auch simulierten, Splitsurround von normaler Bandbreite. Bei mir kann ich während des Filmlaufes im Saal zwischen analog und digital hin und her schalten. Bei diesem A-B- Vergleich schneidet das Analogsystem bei intakter Tonspur nicht schlechter ab.

 

Gruß FH99

 

Dann spiele doch gleich mit Analogton, wenn es keinen Unterschied gibt bzw. das Analogsystem nicht schlechter abschneidet.

 

Ich habe langsam wirklich das Gefühl, daß Manche den wichtigsten Vorteil der diskreten Systeme (Digital und Magnetton) nicht realisieren. Es geht in erster Linie weder um den eigenen Tiefbaßkanal, noch um die Stereosurrounds, sondern VOR ALLEM darum, daß die Tonkanäle _vollständig_ getrennt voneinander aufgezeichnet, gespeichert und wiedergegeben werden.

 

DAS ist für mich der Hauptvorteil der digitalen Verfahren und der Magnetton Systeme.

 

1) Man kann die Musik _exakt_ auf die Frontkanäle und den Center aufteilen und im Extremfall (bei komplexen Tonpassagen) sämtliche Musikanteile aus dem Center entfernen (verbessert die Sprachverständlichkeit).

 

2) Man spielt die Dialoge in erster Linie _nur_ auf den Center was eine präzisere Abstahlung und bessere räumliche Sprachabbildung ermöglicht als bei allen Matrix Systemen.

 

3) Man kann die Musik extrem weitläufig auf links und rechts vorne mischen, _ohne_ daß es zu Übersprechen in die Surrounds kommt (das würde ich gerne mal bei Dir abhören noch dazu wo Du aus dem analogen Lichtton sogar noch Pseudo-stereo Surround vermutlich ohne Frequenzbegrenzung betreibst). An der Detailgenauigkeit und Weitläufigkeit der Musik hört man auch sofort, ob es ein diskretes Verfahren ist, oder nur eine Matrixlösung.

 

4) Man kann sämtliche Tonkanäle _gleichzeitig_ betonen und mit voller Bandbreite und Dynamik ausfahren, anstatt immer nur einen einzigen Kanal voll zu befeuern.

 

All das sind Punkte die für mich den Hauptunterschied zwischen einem diskreten System und dem Matrixmischmasch ausmachen und die selbst die beste Matrix der Welt nicht schafft.

 

Die anderen Punkte wie der eigene Tieftonkanal und seine Möglichkeiten die Gesamttonspur durch ihn zu verbessern brauche ich wohl ohnehin nicht extra zu erwähnen. :wink: Durch einen eigenen Tieftonkanal ist es im Grunde erst möglich komplexe, tieftongewaltige Soundtracks wie DER SOLDAT JAMES RYAN zu erzeugen. Während man den Tieftonkanal bei SR immer nur dann voll ausfahren kann, wenn man Dynamik von den Frontkanälen abzieht (sonst platzt der analoge Lichtton), kann man bei den diskreten Verfahren Baß- UND Hauptkanäle ZEITGLEICH mit voller Wucht ansteuern. Und das hört man dann ja auch. :shock: Aber was erzähle ich Euch da. :wink:

 

mfG

Christian Mueller

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Hallo Christian,

 

im Grundsatz hast Du vollkommen recht. Wenn Du Dich aber mal mit der Hörphysiologie des Menschen auseinander setzt, wirst Du sehen, dass es zwar schöne Meßergebnisse sind, ich kann so etwas auch messen, aber wie Manfred schon sagt, letztendlich entscheidet unser Ohr.

 

Gruß FH99

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Hallo FH99!

 

Hallo Christian,

 

im Grundsatz hast Du vollkommen recht. Wenn Du Dich aber mal mit der Hörphysiologie des Menschen auseinander setzt, wirst Du sehen, dass es zwar schöne Meßergebnisse sind, ich kann so etwas auch messen, aber wie Manfred schon sagt, letztendlich entscheidet unser Ohr.

 

Gruß FH99

 

Wieso Meßergebnisse? Das hört man doch, ob bei starken Tieftonpassagen auch die restl. Dynamik optimal vorhanden ist. Oder ob die Musik weitläufig aufspielt und nicht am Center festklebt oder gar unkontrolliert und hallig in die Surrounds überspicht. Oder ob man mehrere dynamische Effekte auf unterschiedlichen Kanälen gleichzeitig wiedergeben und betonen kann oder nicht.

 

Ich kann nur sagen, daß für mich ein haushoher Unterschied zwischen Matrix und Diskret besteht und er für mich meistens schon bei den Anfangstitel heraushörbar ist. Da brauche ich auch nix (nach-) messen.

 

Ich kann mich noch erinnern als der digitale Kinoton damals eingeführt wurde. Da war der Unterschied so groß, daß ich geglaubt habe ich sitze bei AUF DER FLUCH vor einer 70mm Präsentation, sogut klar und dynamisch war der Sound. Ich wußte damals noch garnicht, daß es einen neuen digitalen Kinoton gibt, daher nahm ich sofort 70mm an (Dolby SR war für mich praktisch ausgeschlossen). Erst später wurde mir bewußt was es tatsächlich war.

 

Ich war auch schon in etlichen Vorstellungen wo das System mehrmals zwischen analog und digital hin- und hergeschaltet hat. SR war nicht schlecht aber doch klar hörbar schwächer (in so ziemlich allen Belangen).

 

Dasgleiche bei den Heimsystemen. Würde nie auf die Idee kommen einen Film (sogar per US-LD PCM Tonspur) über Logic7 oder Pro LogicII mit einer guten DD oder dts-Tonspur zu vergleichen. Da liegen ja trotz modernster Technik klar- und sofort hörbare Welten dazwischen. Und da geht es immerhin um PCM Tonspuren und nicht um einen flachen SR-Lichtton.

 

mfG

Christian Mueller

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Komisch eigentlich, daß man in Zeiten des weit überlegenen Digitaltons plötzlich von SR so begeistert ist.

Teilweise schon. Dabei will ich Deine Argumente nicht negieren, denn ich kenne diese Betrachtungen, lange bevor wir darüber erstmals diskutierten. Auch für mich war die erste DD-Vorführung mit Ähnlichkeiten einer 70mm-Mag-Vorführung behaftet ("Stalingrad").

Dennoch würde ich (ehem. aus der E-Musik kommend) den analogen SR-Ton, so wie er mit Wellen und Obertönen bei instrumentaler/gesanglicher Musik umgeht, klar bevorzugen. Unter einer Grundvoraussetzung: daß er nicht - wie bei den Mainstreamfilmen seit 1993 - nur noch von einer digitalen MOD ünberspielt un degradiert wird!

Also NUR unter der Voraussetzung sorgfältiger analoger Bearbeitung ohne datenkomprimierende Zwischenträger, Sampling Frequence etc. lohnt es sich für Musikfreunde, ihn zu präferieren - erst recht auf 70mm MAG. So waren Vergleichsvorführungen (allerdings leider kein A/B-Vergleich ein und- desselben Films) von 70mm SR MAG (Die Hard) und fast zeitgleichen DD-35mm-Filmen (Batman) musik-akustisch eindeutig zugunsten von 70mm MAG ausgefallen.

Und noch etwas, was ja wieder keiner glaubt, weil das ja gar nicht sein darf: Auch ein führender Dolby-Entwicklungs-Ingenieur gab 1993 zu, daß das analoge SR-Lichtton(!)-System in der Bespeisung der Frontlautsprecher dem neuen DD noch immer "überlegen" sei. Er meinte offenbar Musikpassagen.

All das soll in keiner Weise die zugunsten des Digitaltons ausfallenden Aspekte wie diskrete Kanaltrennung, bessere Dynamik für Bässe und Höhne etc. in Abrede stellen. Aber ein Musikstück ist auf hochwertigen analogen Trägern autentischer zu hören als auf den derzeitigen digitalen Kinotonsystemen - einschließlich des so hochgelobten SDDS.

Ich möchte niemanden falsch zitieren, aber ich denke, daß stefan2 die Aussagen des Dolby-Ing. ebenfalls kennt und die Vorteile einer analogen Musikaufzeichnung ebenso wie ich zu schätzen weiß. Ähnliches glaube ich auch bei FH99 beobachtet zu haben, der das beständig verglichen hat?

 

Es kommt also darauf an, für welche Bedürfnisse man ein Tonsystem/Verfahren auswählt. Anstatt sich in Diskussionen zu zerfleischen, in denen pauschal das andere als schlechter oder überlegener kategorisiert wird, sollte man die Meßergebnisse, gefolgt von den Höreindrücken für sich sprechen lassen.

 

(Nach meinen "minderheitlichen" Geschmack mag ich die Töne der analogen Welle. Sie sind nicht "schlecht". Und nehme dafür ein gewisses Übersprechen, eine mangelnde Surround-"Aufwertung" und ein diffuseres Baßsignal gerne in Kauf, weil diese Attribute nicht die für mich emotional-psychlogische Ebene unmittelbar ansprechen, ohne sie hiermit sofort wieder zu verdammen. Klang ist für mich ein orchestrales Spektrum, und diese Klänge höre ich seit 1993 - zumindest im Kino - leider nicht mehr, was doch sehr schmerzlich ist!).

 

Fazit: "Man merkts's"...

 

(P.S.: Dennoch kann es gelegentlich ganz spaßig sein, dem Trampeln der Dinos & Terminatoren zu lauschen, aber bei jedem meiner Kinobesuche möchte ich dies nicht hören, weil mich Musik mehr interessiert. Punkt)

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Analog hat sich früher besonders mit Röhrenverstärkern gut angehört!

Eigentlich hab ich ja bei allen Systemen schon gute und schlechte ergebnisse erlebt, sei es Dolby A,SR oder Digital. Hängt immer von der aufnahme ab!

 

Kenne auch Leute die behaupten, kenne da keinen unterschied - hauptsache ich versteh was! (ist ja auch der Sinn der Sache).

 

Aber es gibt auch Besucher die bewusst wegen der dieser Aktuellen Digitalen Soundsystemen ins Kino gehen, die sich eben auskennen und geniesen wollen.

Was kommt als nächtes... :?: 24 Bit 96khz unkomprimierte 5 Kanäle... :?:

 

Ps: Halte zwar nicht mehr viel von den Zahlenspielereien...verlasse mich auch lieber auf das Ohr... 8)

 

Mfg Walt

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Hallo Jean-Pierre!

 

Teilweise schon. Dabei will ich Deine Argumente nicht negieren, denn ich kenne diese Betrachtungen, lange bevor wir darüber erstmals diskutierten. Auch für mich war die erste DD-Vorführung mit Ähnlichkeiten einer 70mm-Mag-Vorführung behaftet ("Stalingrad").

Dennoch würde ich (ehem. aus der E-Musik kommend) den analogen SR-Ton, so wie er mit Wellen und Obertönen bei instrumentaler/gesanglicher Musik umgeht, klar bevorzugen.

 

Wieso Obertöne? Wir reden hier nicht von einer 38cm SR-Studer Maschine, sondern von Lichtton. Was Du (mir) mit den analogen Wellen sagen willst, weiß ich immer noch nicht. Auch nicht nach unserer sehr hochklassig und informativ (fast endlos) geführten E-Mail Diskussion.

 

Es ist und war doch wohl so, daß der analoge A oder SR Lichtton ein klangliches Eigenleben führt. Genauso wie auch der dynamikbegrenzte aber doch als wesentlich hochwertiger zu bezeichnende LP Ton ein Eigenleben führt. Natürlich klingt Musik über ein weniger dynamisches Tonsystem ganz anders wie über eine CD ähnliche Wiedergabequelle.

 

Damit will ich sagen, daß viele der von Analogfreaks beschriebenen Schallplattenaufnahmen, selbstverständlich von einem digitalen Master stamm(t)en. Vergleicht man dann das Master mit den Schallplatten werden die Analogbeführworter immer der LP den Vorzug geben, obwohl der Ton eigentlich vom digitalen Master stammt(e).

 

Ähnlich verhält es sich beim Licht- aber auch Magnetton. Je besser der Magnetton schließlich mithilfe von SR wurde, desto ähnlicher sowie vergleichbarer wurde er doch im Vergleich zum digitalen Kinoton und auch zum digitalen Master im Studio.

 

Unter einer Grundvoraussetzung: daß er nicht - wie bei den Mainstreamfilmen seit 1993 - nur noch von einer digitalen MOD ünberspielt un degradiert wird!

 

Wieso erst seit 1993? Digitalton gibt es in der Postproduktion doch schon viel länger.

 

Also NUR unter der Voraussetzung sorgfältiger analoger Bearbeitung ohne datenkomprimierende Zwischenträger, Sampling Frequence etc. lohnt es sich für Musikfreunde, ihn zu präferieren - erst recht auf 70mm MAG.

 

Was ist für Dich datenkomprimiert?

 

So waren Vergleichsvorführungen (allerdings leider kein A/B-Vergleich ein und- desselben Films) von 70mm SR MAG (Die Hard) und fast zeitgleichen DD-35mm-Filmen (Batman) musik-akustisch eindeutig zugunsten von 70mm MAG ausgefallen.

 

Ich kenne die Aussage eines Londoner Filmvorführers bei der Einführung von Batman Returns. In seinem Kino wurden beide Prints (also 70mm und 35mm SR.D) verglichen. Seine Meinung war, daß SR.D besser klang.

 

Und noch etwas, was ja wieder keiner glaubt, weil das ja gar nicht sein darf: Auch ein führender Dolby-Entwicklungs-Ingenieur gab 1993 zu, daß das analoge SR-Lichtton(!)-System in der Bespeisung der Frontlautsprecher dem neuen DD noch immer "überlegen" sei. Er meinte offenbar Musikpassagen.

 

 

In jedem Betrieb wirst Du solche Aussagen finden. Es gibt ähnliches auch über die Minidisc und sogar CD Rekorder zu lesen. Aus meiner Sicht vollkommen unverständlich.

 

Aber ein Musikstück ist auf hochwertigen analogen Trägern autentischer zu hören als auf den derzeitigen digitalen Kinotonsystemen - einschließlich des so hochgelobten SDDS.

 

Hochwertige analoge Träger? Dolby SR _Lichtton_ kann man doch wohl kaum als hochwertigen Träger bezeichnen. Und als autentisch schon garnicht. Wenn Du einen Vergleich zwischen SDDS oder den anderen Verfahren im Gegensatz zu einer hochwertigen Bandmaschine ziehen willst bitte. Habe und hätte auch nix dagegen. Aber ausgerechnet mit dem Lichtton? Ich denke da täuscht Du Dich massiv. :wink:

 

Ich möchte niemanden falsch zitieren, aber ich denke, daß stefan2 die Aussagen des Dolby-Ing. ebenfalls kennt und die Vorteile einer analogen Musikaufzeichnung ebenso wie ich zu schätzen weiß. Ähnliches glaube ich auch bei FH99 beobachtet zu haben, der das beständig verglichen hat?

 

A-B Vergleiche immer blind durchführen und/oder durch falsche Beschilderung durchführen. Die Erwartungshaltung hört immer mit und bei mir hat noch Keiner einen wirklichen Unterschied zwischen CD-Rekorder, Minidisc-Deck und LP gehört. Jedenfalls nicht bei einem Blindtest. Auch hier habe ich immer solche oder ähnliche Aussagen gehört wie überlegen doch analog und die LP sei. Wenn man aber die LP dann auf CD oder MD aufgenommen hat konnte kein Mensch mehr sagen was gerade wiedergegeben wird. Es geht bei den überlegenen Analogtonschilderungen aus meiner Sicht nicht um Obertöne oder ähnliches, sondern um eine geringere Dynamik wo einfach mehr vom Musiksignal zu hören ist als bei einer digitalen Quelle die das Signal wesentlich weiter auseinanderzieht.

 

Es kommt also darauf an, für welche Bedürfnisse man ein Tonsystem/Verfahren auswählt. Anstatt sich in Diskussionen zu zerfleischen, in denen pauschal das andere als schlechter oder überlegener kategorisiert wird, sollte man die Meßergebnisse, gefolgt von den Höreindrücken für sich sprechen lassen.

 

Dann lege doch mal die Messergebnisse vom überlegen klingenden Dolby SR Lichtton auf den Tisch.

 

(Nach meinen "minderheitlichen" Geschmack mag ich die Töne der analogen Welle. Sie sind nicht "schlecht". Und nehme dafür ein gewisses Übersprechen, eine mangelnde Surround-"Aufwertung" und ein diffuseres Baßsignal gerne in Kauf, weil diese Attribute nicht die für mich emotional-psychlogische Ebene unmittelbar ansprechen, ohne sie hiermit sofort wieder zu verdammen. Klang ist für mich ein orchestrales Spektrum, und diese Klänge höre ich seit 1993 - zumindest im Kino - leider nicht mehr, was doch sehr schmerzlich ist!).

 

Dann sollte man vielleicht mal einen Film so aufnehmen wie das noch 1992 gemacht wurde. Ihn dann auf 70mm überspielen. Den 70mm Ton später digitalisieren, ihn danach auf einem der digitalen Verfahren wiedergeben. Dann hättest Du genau den Ton den Du haben willst. Aber natürlich nur, wenn Du wirklich glaubst einen analogen Ton abzuhören.

 

Fazit: "Man merkts's"...

 

...eben nicht, wenn man die bereits veränderte analoge Kurve auf einem hochwertigen Digitalsystem aufzeichnet und dann einen Blindtest macht. :wink:

 

mfG

Christian Mueller

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Hallo

 

vergleicht hier aber bitte nicht Äpfel mit Birnen.

Wer den Digitalton der Postproduktion mit dem Endresultat auf DD, DTS und SDDS vergleicht der tut genau dieses!

 

Die Postproduktion benutzt keine bzw. keine so starke Datenreduktion wie DD.

 

Und reduktion reduziert nun mal den Datenumfang und somit das Endergebnis, während der Analogton - der ja bekanntlich aus der selben Quelle stammt genau dieses nicht tut.

 

Sehr schön ist dieses bei der Originalversion von Lilo und Stich zu hören!

Während der Digitalton stellenweise Klinisch und platt klingt (damit meine ich nicht die Dynamik) ist beim SR Ton noch jedes kleine Windgeräusch und Vogelgezwischer zu hören.

 

Ich will keineswegs den Digitalton verdammen er hat zweifelsohne seine Vorteile - aber auch der Analogton hat seine Vorzüge (Vorrausgesetzt die Anlage ist sauber eingemessen und gewartet).

 

Mir ist eine gute Analoganalge allemal lieber als ein Digitalton der aufgrund schlechter Kopien ständig aussetzt und zurückschaltet - denn das merkt der Kunde auf jedem Fall. :wink:

 

Gruß

HAPAHE

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Hallo HAPAHE!

 

 

vergleicht hier aber bitte nicht Äpfel mit Birnen.

Wer den Digitalton der Postproduktion mit dem Endresultat auf DD, DTS und SDDS vergleicht der tut genau dieses!

 

Die Postproduktion benutzt keine bzw. keine so starke Datenreduktion wie DD.

 

Die Frage ist immer ob man da dann einen Unterschied hören kann. Ich kann z.B. zwischen einer CD und einer MD keinen Unterschied heraushören. Und um wieviel besser klingt ein unkomprimiertes Master bei Filmton?

 

Und reduktion reduziert nun mal den Datenumfang und somit das Endergebnis, während der Analogton - der ja bekanntlich aus der selben Quelle stammt genau dieses nicht tut.

 

Sehr schön ist dieses bei der Originalversion von Lilo und Stich zu hören!

Während der Digitalton stellenweise Klinisch und platt klingt (damit meine ich nicht die Dynamik) ist beim SR Ton noch jedes kleine Windgeräusch und Vogelgezwischer zu hören.

 

Genau das ist aber die Dynamik. Vor allem leisere Geräusche kommen mit SR lauter und besser hörbar zur Geltung. Erst wenn man den digitalen Kinoton voll ausfährt, wird man das Vogelgezwitscher ebenfalls hören da dieser im unteren Hör- und Lautstärkebereich angesiedelt ist.

 

Dasgleiche kann man bei Musik zwischen Schallplatte und CD feststellen. Hört man zahlreiche Nebengeräusche auf LP Aufnahmen mit Zimmerlautstärke, so kann man diese von der gleichnamigen CD Aufnahme bei gleicher Lautstärke oft garnicht hören. Dreht man jedoch beide Quellen voll auf, so hörte man diese Geräusche auch von der CD und von der Schallplatte kommt nur noch Rauschen und der Plattenton wird je lauter man abhört immer schlechter.

 

Ähnlich sehe ich die Unterschiede beim SR Lichtton. Je lauter man ihn abhört, desto schlechter wird er sich im Gegensatz zu digital herausstellen.

 

Ich will keineswegs den Digitalton verdammen er hat zweifelsohne seine Vorteile - aber auch der Analogton hat seine Vorzüge (Vorrausgesetzt die Anlage ist sauber eingemessen und gewartet).

 

Mir ist eine gute Analoganalge allemal lieber als ein Digitalton der aufgrund schlechter Kopien ständig aussetzt und zurückschaltet - denn das merkt der Kunde auf jedem Fall. :wink:

 

Genau DAS ist das (eigentliche) Problem. Daher ist dts einfach ein MUSS! :)

 

mfG

Christian Mueller

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Hallo Christian Mueller

 

glaube mir, wir haben die Anlage richtig ausgefahren :wink:

Und es war sicherlich keine "null acht 15" Anlage :lol:

 

Aber kein Digitalverfahren konnte das Vogelgezwischer und das Windrauschen hervorholen.

Auf der US Fassung sind SDDS, DD und DTS vorhanden

 

Aber du hast natürlich auch recht - den Dynamikumfang eines Digitalsystemes kann Lichtton nicht erreichen.

Jedes System hat seine Vor und Nachteile.

 

Sofern der Digitalton funktioniert nutze ich Ihn auch (leider kann man das zZt nicht von allen Kopien behaupten)

 

Aber deswegen schreibe ich meine Analoganlage nicht ab.

 

Gruß

HAPAHE

 

PS. bei DTS bin ich voll deiner Meinung :)

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hi

 

lass doch die, die ihren SR Ton lieben in SR spielen 8) und die Digitalen Anlagen verstauben! Manche wollen oder können es halt nicht begreifen :twisted:

 

Gruess

 

...es hat niemand geschrieben, das SR besser als SRD ist- und beim vorhanden einer digitalen information diese ignoriert und lieber analog gespielt wird------> sondern das ein unterschied beim pendeln zwischen den formaten innerhalb eines filmes kaum zu hören ist.

...um es mit deinen worten zu schreiben....manche wollen oder können es halt nicht richtig lesen... :wink:

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Also SR Lichtton detailreicher als Digital? Lese ich hier zum ersten mal, obwohl ich die _ausschließlich_ bei SR vorhandenen Wind- und Naturgeräusche von der Schilderung für glaubwürdig halte.

 

Hmmm [...]

 

SR Lichtton ist IMHO weitaus schlechter als PCM Laserdisc. Ich kann mich hier an Vergleiche zwischen DD und Logic7 bzw. PLII erinnern. Fazit: Digital war und ist in jeder Weise überlegen auch im Detailreichtum. Und hier geht und ging es um PCM Ton und nicht nur um Lichtton. Oder soll der SR Lichtton auch besser als PCM sein?

 

mfG

Christian Mueller

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Also SR Lichtton detailreicher als Digital? Lese ich hier zum ersten mal, obwohl ich die _ausschließlich_ bei SR vorhandenen Wind- und Naturgeräusche von der Schilderung für glaubwürdig halte.

Christian Mueller

Nur ein voll-analog produzierter SR-Lichtton hört sich auf den Frontkanälen besser an als derzeitige digitale Kinosysteme, hebe ich gerne erneut hervor. Bei sehr hohen Lautstärkevolumina verzerrt SR-Lichttton natürlich, habe ich auch immer wieder auf THX-Anlagen und anderswo ausgetestet.

Aber das weiß ja hier jeder.

 

Den Vergleich Dolby Digital und 70mm SR-MAG habe ich im erwähnten Fall erstmals Anfang der 90er Jahre im Zoo-Palast miterlebt, als Leute von Rang und Namen von Dolby-Europa, Kinoton und der technischen Inspektion der Berlinale mit dabei waren. Man ließ sich Wochen lang Zeit für die Einrichtungen der Anlagen, aber einige waren noch immer der Ansicht, der Unterschied sei "wie Tag und Nacht" (zugunsten von SR-MAG, zuungunsten von DD).

 

Der Auffassung sind viele mir bekannte Sound-Ingenieure, einige haben auch promoviert, selbst wenn sie heute ausschließlich mit digitalen Systemen nur noch arbeiten. Der Erkenntnisse über das Oberwellenspektrum und die klangcharakteristisch sich auswirkenden Signalformen wie die einer Sinuskurve sind ebenfalls unbestritten - selbst bei Lichton, der bei angeblich 14 kHz endet (was natürlich unrichtig ist). Eine Oberwelle breitet sich auch außerhalb als verzerrungsfrei ausgegebenen Frequenzgangs weiter aus. Es ist komplett falsch anzunehmen, daß Lichtton bei 14 oder 16 kHz irgendwie und irgendwo endet. Wer im Kopierwerk arbeitete, weiß, daß bei Ausschaltung aller Entzerrer usw. eine fantastische Mono-Lichttonkopie sich heute ziehen läßt, deren Frequenzgang aufgrund der der verbesserten Lichtton-Negativmaterialien wie SD-8 u.a. ohne Abfall locker die 20 kHz Schwelle überschreitet - wir haben das hier gemacht. Auch dieser Monoton kann sich "musikalisch" (also die Authentizität eines Musikinstrumentes angehend) m.E. "besser" anhören, als alle auf heutigen Kinokopien digitalisiert anzutreffenden Töne. Kein Scherz - sondern mein Ernst. (Weshalb ich aber nun nicht überall den einspurigen Monoton zurückhaben möchte, denn es geht mir hier nur um Charakteristiken der Signalverarbeitung.)

Das ist einfach nicht alles so eindeutig, denn die digitalen Kino-Techniken arbeiten mit Kompromissen wie Datenreduktion und Sampling Frequence, die die Klangtreue m.E. kaputt machen. Das ist neu, und das gab es bei "analog" noch nicht (dafür halt andere, hier genügend aufgezählte Nachteile).

 

Die von Dir erwähnten Blindvergleiche kann ich leider nach 30 Jahren Kinoerfahrung überhaupt nicht nachvollziehen, habe immer gegenteilige Erfahrungen gemacht. Auch will ich, wie Du mir empfiehlst, keinen Ton analog aufnehmen und dann digital überspielen, sondern entweder nur voll-analog oder voll-digital produzieren.

Im Zweifelsfall - gäbe es hier eine "Kampfabstimmung" - plädiere ich für Magnetton SR (auf 70mm-Kopien, da es ihn auf 35 mm leider nicht gab), der am ehesten den lautstarken Anfechtungen gegen die analogen "Artefakte" wie angeblich mangelnde Dynamik, Klirrfaktor, Rauschabstand etc. trotzt und (trotz des Nachteils der eingesetzten Kompander und Expander, die ein Signal negativ beeinflussen und trotz mangelnder Direktionalität resp. trotz Beschränkung auf 3 Frontlautsprecher) am ehesten der Klanggüte und Qualität eines bestmöglichen Analogtons verhaftet bleiben.

Weltweit habe ich auf keiner Anlage und bei keinem Film jemals einen Digitalton gehört, der diese Höreindrücke toppen konnte und sammle deshalb leidenschaftlich gerne Magnettonrollen, während das Digitale mich kalt läßt. Der digitale Kinoton hört sich steril, flach und synthetisch an. Schlechter Digitalton ebenso wie guter Digitalton in allen Kinos und Systemen.

 

Den selben Vergleich - auch hier hattest Du mir immer widersprochen - mache ich bei DLP-Projektion vs. photochemischen Film auf, was Kontrast und Auflösung anbetrifft.

 

Film und "analog" kann noch heute deutlich mehr leisten, als man - gläubig dem digitalen Hype nachlaufend - annehmen möchte. Ich kenne nichts Besseres und nehme gewisse Verzerrungen, Verschrammungen und Unstetigkeiten solange geduldig in Kauf, bis es wirklich etwas deutlich Besseres gibt.

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Egal, ob die analoge SR-Spur durch "Heruntermixen" des Digitalmasters entsteht oder eigens gemischt wird, wie's in den ersten Jahren von SR.D wohl üblich war - auf jeden Fall ist der diskrete Sechskanal-Ton das Format, auf das Regisseur/Tonmeister/Sounddesigner/Komponist aubgestimmt haben.

 

Bestimmte gestalterische Mittel, die in diskretem Mehrkanalton möglich sind, entfallen bei analogem SR, zum Beispiel die räumliche Surroundgestaltung wie in MASTER AND COMMANDER, von der kürzlich hier auf dem Forum die Rede war.

Damit will ich keine qualitative Aussage über die Tonformate machen, sondern nur darauf hinaus, daß marktbedingt die Digitalspuren die "künstlerisch korrekte" Wiedergabe darstellen (von 6-kanaligen 70mm-ComMag-Kopien natürlich abgesehen).

 

Im übrigen scheint es mir nicht verwunderlich, daß der SR-Analogton heute besser als bei seiner Einführung klingen kann, denn die Lichttonnegative werden heute nicht mehr nur mit "analogen" Tonkameras ("Lichtventil" mit optomechanischen Elementen) hergestellt, sondern vielfach durch trägheitsfreie Laseraufzeichnung, was viele systembedingte Mängel der früheren Lichttonaufzeichnung eliminierte. Interessant wäre eine SR-Spur, die nicht vom MOD-Master, sondern (unkomprimiert) direkt aus dem Postpro-System oder gar von dolbysierten Analog-Magnetbändern/filmen stammt, aber das nur am Rande.

 

Was einem subjektiv am besten gefällt, ist deswegen noch nicht das Nonplusultra der Technik. Ich kenne einen Sammler, der den Ton seiner 35+16mmFilmkopien grundsätzlich über ein Röhren-Effektgerät für Studiozwecke laufen läßt und mit dem "satten Röhrensound" überglücklich ist. Mit korrekter Wiedergabe hat das nichts zu tun, aber es gibt ja auch leute, die die LOUDNESS-Taste an jedem Gerät immer eingeschaltet haben! :lol:

 

PS: Über die Vorteile der Laser-Lichttonaufzeichnung im Direktvergleich gab es 1994 einen Bericht im SMPTE Journal, sehr spannend geschrieben.

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Egal, ob die analoge SR-Spur durch "Heruntermixen" des Digitalmasters entsteht oder eigens gemischt wird, wie's in den ersten Jahren von SR.D wohl üblich war - auf jeden Fall ist der diskrete Sechskanal-Ton das Format, auf das Regisseur/Tonmeister/Sounddesigner/Komponist abgestimmt haben. [...]

Im übrigen scheint es mir nicht verwunderlich, daß der SR-Analogton heute besser als bei seiner Einführung klingen kann, denn die Lichttonnegative werden heute nicht mehr nur mit "analogen" Tonkameras ("Lichtventil" mit optomechanischen Elementen) hergestellt, sondern vielfach durch trägheitsfreie Laseraufzeichnung, was viele systembedingte Mängel der früheren Lichttonaufzeichnung eliminierte. Interessant wäre eine SR-Spur, die nicht vom MOD-Master, sondern (unkomprimiert) direkt aus dem Postpro-System oder gar von dolbysierten Analog-Magnetbändern/filmen stammt, aber das nur am Rande.

 

Was einem subjektiv am besten gefällt, ist deswegen noch nicht das Nonplusultra der Technik. Ich kenne einen Sammler, der den Ton seiner 35+16mmFilmkopien grundsätzlich über ein Röhren-Effektgerät für Studiozwecke laufen läßt und mit dem "satten Röhrensound" überglücklich ist. Mit korrekter Wiedergabe hat das nichts zu tun [...]

Eigentlich meinte ich das Gegenteil, zumindest wird von mir solches behauptet: Dolby SR-Lichtton war vor 1993 BESSER als heute, da er noch nicht von der MOD, sondern einem (wenngleich mit Matrix-Decodierung abgemischtem) analogen Perfoband entsprang. Ich will das Digitale wirklich einmal weggedacht haben vom SR, weil beides nicht zusammengehört, dann kämen wir dem Potential dieses Verfahrens vielleicht näher. Nur hat hier die Branche eine andere Richtung eingeschlagen, und daher kann man heute m.E. SR-Lichtton nicht mehr fair beurteilen, weil er ein Abklatsch der MOD geworden und allenfalls als Back-up-Faktor noch von praktischer Relevanz im so befreiend perfekten digitalisierten Kinobetrieb ist. Bei dieser Beurteilung habe ich die künstlerischen oder vom Produzenten intendierten Vorgaben nicht berücksichtigt, weil mich nur das Tonsignal als solches an dieser Stelle interessiert, ob das nun der Produzent hören mag oder nicht.

 

Sehr richtig bleiben aber Deine Beobachtungen der Problematik verzerrter Lichtöne durch lahme Lichtventile an den Kameras, da gibt es grabentiefe Unterschiede zw. Picot, Westrex oder Eurocord.

All dies klammerte ich aber trotzalledem bei meinem Loblied auf Dolby-SR-Lichtton vor 1993 bewußt aus. Wer einmal eine schöne Repertoire-Kopie in die Hände bekommen sollte (z.B. "Valmont" mit klassischer Musik), kann das ja bei Gelegenheit und Laune erneut untersuchen und wird es bestätigt finden.

 

Nun zu Deiner Röhren/Sammler-Attacke:auch hier mein Loblied auf viele Klangfilm- und Philips-Röhrenverstärker der Sechziger, währendessen bei Dolby MPU von Anfang an bis zum Ende billigste ICs zum Einsatz kamen. Somit gilt für Klangfilm- und Philips-Vorverstärler mit Röhre (bei Wiedergabe analoger Filme der Vor-Dolby-Zeit), daß deren Transistorschaltungstechnik oder Röhrenwerte eine optimalere Anstiegsgeschwindigkeit und Transientenwiedergabe ermöglichten, als bei dem Zeug von Dolby ab 1978, abgesehen von dessen unverschämt frequenzbeschneidenden "Academy"-Filtern. Das konnte man auch messen. (Auch im Zoo-Palast klang selbst eine dolbysierte SR-70mm-Kopie auf dem zudem ohne SR-Equalization arbeitendem Röhenverstärker um Welten besser als auf dem neuen CP 200 - wirklich erschütternd!).

Also ist der "subjektive" Eindruck, auch der des Sammlers, den Du kanntest, kongruent zu Erkenntnissen der Schaltungstechnik! Das hat sehr wohl - obwohl Du es negierst - mit korrekter Wiedergabe zu tun.

(Gleichwohl es auch schlechte Röhrenverstärker gibt, was immer und AUSSCHLIESSLICH eine Frage der Art der Schaltungstechnik ist. Aber bei bestimmten Tonformaten hat man oft keine andere Wahl, so bei analogem, nicht dolbysierten Magnetton und analogem Lichtton, als auf Uraltverstärker zurückzugreifen, wenn realiter nur Dolby-Geräte hier herumstehen und Panastereo-Prozessoren keiner bezahlen kann).

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Was die Röhre betrifft, hast Du mich vielleicht mißverstanden.

 

Der von mir erwähnte Heimkinomacher schickt sein Tonsignal am Ende (nach Abtastung mit Mono-Solarzelle und selbstgebautem Vorverstärker) sozusagen zur "Klangveredelung durch ein Effektgerät, das letzten Endes eher für gesang oder Naturinstrumente gedacht ist, um den Klang zu "erwärmen".

 

Kann ja im Einzelfall schön klingen, ist aber wohl kaum als adäquate Filmton-Wiedergabe zu bezeichnen.

 

Daß alte Kino-Röhrenverstärker im Klang eine feine Sache sind, bvleibt unbestritten! Röhre ja - aber nicht als "end of pipe technology" !

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...

Ich habe langsam wirklich das Gefühl, daß manche den wichtigsten Vorteil der diskreten Systeme (Digital und Magnetton) nicht realisieren. Es geht in erster Linie weder um den eigenen Tiefbaßkanal, noch um die Stereosurrounds, sondern VOR ALLEM darum, daß die Tonkanäle _vollständig_ getrennt voneinander aufgezeichnet, gespeichert und wiedergegeben werden.

...

 

4) Man kann sämtliche Tonkanäle _gleichzeitig_ betonen und mit voller Bandbreite und Dynamik ausfahren, anstatt immer nur einen einzigen Kanal voll zu befeuern.

...

 

Während man den Tieftonkanal bei SR immer nur dann voll ausfahren kann, wenn man Dynamik von den Frontkanälen abzieht (sonst platzt der analoge Lichtton), kann man bei den diskreten Verfahren Baß- UND Hauptkanäle ZEITGLEICH mit voller Wucht ansteuern. Und das hört man dann ja auch.

 

Hallo,

da stelle ich die Frage in den Raum, kann AC3 tatsächlich gleichzeitig auf allen Kanälen vollkommen unterschiedliche Signale in voller Dynamik liefern?

 

Klar, 70mm Mag kann das, aber bei DD hege ich ernste Zweifel.

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Hallo,

da stelle ich die Frage in den Raum, kann AC3 tatsächlich gleichzeitig auf allen Kanälen vollkommen unterschiedliche Signale in voller Dynamik liefern?

 

Klar, 70mm Mag kann das, aber bei DD hege ich ernste Zweifel.

 

Nö, kann es nicht, weil nur Quasi Diskret, DD funktioniert auch nur aufgrund der Tatsache das unser Gehör relativ leicht zu überrumpeln ist.... und wenn ich jetzt wüsste wo ich das gelesen hab, hätte ich den Link eingefügt :D

 

 

Gruss

 

Stand-By

 

P.S. Im übrigen eine sehr interessante Diskusion...was wäre wohl passiert wenn der führende Hersteller nicht Dolby sondern UltraStereo, PanStereo oder CircleSurround sein würde ??

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Hallo T-J!

 

 

Hallo,

da stelle ich die Frage in den Raum, kann AC3 tatsächlich gleichzeitig auf allen Kanälen vollkommen unterschiedliche Signale in voller Dynamik liefern?

 

Klar, 70mm Mag kann das, aber bei DD hege ich ernste Zweifel.

 

Wieso sollte das denn nicht gehen? Du kannst gleichzeitig einen Hubschrauber links hinten abbilden, rechts hinten ein Alarmsignal, links und rechts vorne Musik und in der Mitte Dialoge. Und jeder Kanal kann GLEICHZEITIG mit voller Dyamikspitze 105DB© gefahren werden, wenn das gewünscht wird. Bei Dolby SR aber auch den anderen Spielarten wie Logic7 und PLII kann man aufgrund der 4:2:4 (bzw. 4:2:5) Übertragung aber immer nur _einen_ einzigen Kanal mit 105DB© befeuern.

 

Wenn man bei SR.D wie es so schön heisst nicht versucht "fünfmal die Fünfte" (gemeint ist Beethovens 5. Symphonie) wiederzugeben wird man doch auch hier keine Probs haben. Und selbst _das_ ginge und geht doch, nur muß man dann Einschränkungen in Punkto Auflösung in Kauf nehmen. Da bräuchte man dann schon eine höhere Datenrate. SR.D ist jedoch für Filmtonanwendungen entwickelt worden und nicht um solche Anwendungen sauber verarbeiten zu können... :wink:

 

mfG

Christian Mueller

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Hallo Jean-Pierre!

 

Den Vergleich Dolby Digital und 70mm SR-MAG habe ich im erwähnten Fall erstmals Anfang der 90er Jahre im Zoo-Palast miterlebt, als Leute von Rang und Namen von Dolby-Europa, Kinoton und der technischen Inspektion der Berlinale mit dabei waren. Man ließ sich Wochen lang Zeit für die Einrichtungen der Anlagen, aber einige waren noch immer der Ansicht, der Unterschied sei "wie Tag und Nacht" (zugunsten von SR-MAG, zuungunsten von DD).

 

Dann wüßte ich jetzt gerne einmal welchen Film oder welche Filme es in Berlin sowie in 70mm als auch in SR.D gab. Oder habt Ihr unterschiedliche Filme miteinander "verglichen"? Ich kenne wie gesagt die Schilderungen von Batman Returns aus London. Da wurde es genau verglichen und SR.D soll hörbar besser geklungen haben.

 

Der Auffassung sind viele mir bekannte Sound-Ingenieure, einige haben auch promoviert, selbst wenn sie heute ausschließlich mit digitalen Systemen nur noch arbeiten. Der Erkenntnisse über das Oberwellenspektrum und die klangcharakteristisch sich auswirkenden Signalformen wie die einer Sinuskurve sind ebenfalls unbestritten - selbst bei Lichton, der bei angeblich 14 kHz endet (was natürlich unrichtig ist). Eine Oberwelle breitet sich auch außerhalb als verzerrungsfrei ausgegebenen Frequenzgangs weiter aus. Es ist komplett falsch anzunehmen, daß Lichtton bei 14 oder 16 kHz irgendwie und irgendwo endet.

 

Finde ich interessant, daß man einem Lichtton in einem Kino mit unpräzise und im Frequenzumfang ohnehin nicht sehr hoch reichenden Hornlautsprechern ein Oberwellenspektrum zutraut. Aus meiner Sicht völlig aus der Luft gegriffen um den klanglichen Unterschied aufgrund des eigenen Geschmackes und des subjektiven Höreindruckes zugunsten des Lichttons zu verbiegen.

 

Da ist außerdem überhauptnichts unbestritten. Im Gegenteil. Wenn Du Recht hättest, so wären sämtliche Namhafte Toningenieure und Regisseure sowie die führenden Köpfe der Filmtonfirmen (darunter auch Mike Kohut von SDDS) praktisch Scharlatane, denn sie sagen und behaupten genau das Gegenteil, was Du und die von Dir bekannten Sound-Ingenieure hier festgestellt haben (wollen).

 

Weiters bleibt mir zu erwähnen, daß sich der Lichtton im Vergleich zum Digitalton deutlich _schlechter_ und in allen Belangen schwächer anhört. Nur der SR Magnetton ist mit den digitalen Systemen überhaupt vergleichbar.

 

Wer im Kopierwerk arbeitete, weiß, daß bei Ausschaltung aller Entzerrer usw. eine fantastische Mono-Lichttonkopie sich heute ziehen läßt, deren Frequenzgang aufgrund der der verbesserten Lichtton-Negativmaterialien wie SD-8 u.a. ohne Abfall locker die 20 kHz Schwelle überschreitet - wir haben das hier gemacht.

 

Glaube ich gerne, daß Ihr die 20 KHz überschritten habt. Und wie hat sich der knisternde Rauschton angehört? Mit HiFi hat das aus meiner Sicht wenig zu tun.

 

Auch dieser Monoton kann sich "musikalisch" (also die Authentizität eines Musikinstrumentes angehend) m.E. "besser" anhören, als alle auf heutigen Kinokopien digitalisiert anzutreffenden Töne. Kein Scherz - sondern mein Ernst. (Weshalb ich aber nun nicht überall den einspurigen Monoton zurückhaben möchte, denn es geht mir hier nur um Charakteristiken der Signalverarbeitung.)

 

Sorry, aber glaube ich ehrlich geschrieben keine Minute, daß das mit einer realistischen Darbietung etwas zu tun hat. Analoger Lichtton ist mit das schlechteste Tonsystem das es je gegeben hat. Erst gegen Mitte der 70er Jahre konnte man es anfangs etwas später stärker verbessern. Man schafft es mit Lichtton doch nichteinmal an die Qualität eines Billigkassettendecks heranzukommen.

 

Das ist einfach nicht alles so eindeutig, denn die digitalen Kino-Techniken arbeiten mit Kompromissen wie Datenreduktion und Sampling Frequence, die die Klangtreue m.E. kaputt machen. Das ist neu, und das gab es bei "analog" noch nicht (dafür halt andere, hier genügend aufgezählte Nachteile).

 

Was haltest Du eigentlich generell von PCM Ton (also CD Sound mit 44,1 KHz Samplingfr. und 16 Bit Auflösung)? Nicht viel oder?

 

Die von Dir erwähnten Blindvergleiche kann ich leider nach 30 Jahren Kinoerfahrung überhaupt nicht nachvollziehen, habe immer gegenteilige Erfahrungen gemacht. Auch will ich, wie Du mir empfiehlst, keinen Ton analog aufnehmen und dann digital überspielen, sondern entweder nur voll-analog oder voll-digital produzieren.

 

Du würdest aber keinen Unterschied hören (können). Blindtest vorausgesetzt. Da sind schon ganz andere gescheitert, wenn man direkt vom _analogen_ Master bzw. dem Änderungsbehafteten analogen Medium gezogen bzw. aufgezeichnet hat.

 

Im Zweifelsfall - gäbe es hier eine "Kampfabstimmung" - plädiere ich für Magnetton SR (auf 70mm-Kopien, da es ihn auf 35 mm leider nicht gab), der am ehesten den lautstarken Anfechtungen gegen die analogen "Artefakte" wie angeblich mangelnde Dynamik, Klirrfaktor, Rauschabstand etc. trotzt und (trotz des Nachteils der eingesetzten Kompander und Expander, die ein Signal negativ beeinflussen und trotz mangelnder Direktionalität resp. trotz Beschränkung auf 3 Frontlautsprecher) am ehesten der Klanggüte und Qualität eines bestmöglichen Analogtons verhaftet bleiben.

 

Wielange hört sich 70mm SR sogut an wie das Studiomaster? Und glaubst Du wirklich, daß man 1987/88/89 auf Filmstudioebene noch auf analoger Ebene gearbeitet hat?

 

Weltweit habe ich auf keiner Anlage und bei keinem Film jemals einen Digitalton gehört, der diese Höreindrücke toppen konnte und sammle deshalb leidenschaftlich gerne Magnettonrollen, während das Digitale mich kalt läßt.

 

Es gibt etliche LP Sammler die nach der Einführung der CD-Rekorder begonnen haben ihre Sammlung auf CD aufzuzeichnen. Andere wiederum bleiben dabei, daß sie einen Unterschied hören können. Ich und viele Andere können es definitiv _nicht_. Blindtest vorausgesetzt.

 

Der digitale Kinoton hört sich steril, flach und synthetisch an. Schlechter Digitalton ebenso wie guter Digitalton in allen Kinos und Systemen.

 

Auch die Realität hört sich zumindest steril, flach und hart an. Es ist ein Irrglaube, daß Musik in Wirklichkeit weich und warm/musikalisch klingt. Dasselbe auch bei Geräuschen und Dialogen.

 

Den selben Vergleich - auch hier hattest Du mir immer widersprochen - mache ich bei DLP-Projektion vs. photochemischen Film auf, was Kontrast und Auflösung anbetrifft.

 

Also bitte. DLP ist in jeder Weise unterlegen. Alleine schon von den Eckdaten her. Der Vergleich ist absolut keiner.

 

Film und "analog" kann noch heute deutlich mehr leisten, als man - gläubig dem digitalen Hype nachlaufend - annehmen möchte. Ich kenne nichts Besseres und nehme gewisse Verzerrungen, Verschrammungen und Unstetigkeiten solange geduldig in Kauf, bis es wirklich etwas deutlich Besseres gibt.

 

Selbst ein unendlich aufgelöst und gesampeltes Digitalsignal wird sich niemals so verfremdet anhören wie eine von Dir präferierte Lichtton Spielart, sondern so wie die Realität und ähnlich den heutigen Digitalverfahren.

 

Somit gilt für Klangfilm- und Philips-Vorverstärler mit Röhre (bei Wiedergabe analoger Filme der Vor-Dolby-Zeit), daß deren Transistorschaltungstechnik oder Röhrenwerte eine optimalere Anstiegsgeschwindigkeit und Transientenwiedergabe ermöglichten, als bei dem Zeug von Dolby ab 1978, abgesehen von dessen unverschämt frequenzbeschneidenden "Academy"-Filtern.

 

Der Academy Filter ist aber leider keine Erfindung von Dolby Inc., sondern war praktisch Kinostandard in den USA um das Rauschen zu reduzieren, daß man auf Hifi Lautsprechern wesentlich besser hören konnte als aus Boxen der 40er- und 50er Jahre. Daß dabei der Ton und die Wiedergabequalität enorm leidet ist auch klar.

 

Das konnte man auch messen. (Auch im Zoo-Palast klang selbst eine dolbysierte SR-70mm-Kopie auf dem zudem ohne SR-Equalization arbeitendem Röhenverstärker um Welten besser als auf dem neuen CP 200 - wirklich erschütternd!). Also ist der "subjektive" Eindruck, auch der des Sammlers, den Du kanntest, kongruent zu Erkenntnissen der Schaltungstechnik! Das hat sehr wohl - obwohl Du es negierst - mit korrekter Wiedergabe zu tun.

 

Es geht nicht darum ob etwas gut oder schlecht "klingt", sondern ob etwas realistisch wiedergegeben wird oder nicht. Röhrenverstärker bringen warme, angenehme und weiche Töne die mit einer realistischen Wiedergabe nicht das Geringste zu tun haben, sondern viel eher mit Tonverfremdung und Verbiegung. Daß Jemand Schallplatten oder von mir aus auch Filmton so wiedergibt liegt am Geschmack und subjektiven Hörempfinden des Abhörers. Nicht an Wirklichkeitstreue.

 

mfG

Christian Mueller

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