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BEN HUR & Magnetton


preston sturges

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Immer wieder gegenstand beliebter diskussionen hier im forum ...

 

... ein gewaltiges filmwerk voll ungeheurer emotionaler kraft ...

 

Aus tradition am Karfreitag, 14. April 2006 um 15.00 uhr in der schauburg, karlsruhe ...

 

BEN HUR

 

in 35mm und 4-Kanal-Magnetton

 

Eine der wenigen gelegenheiten, den film in einer noch farblich zufriedenstellenden kopie auf der südkurve zu sehen und Miklós Rózsa's grandiose musik in 4-Kanal-Magnettontechnik zu hören.

 

selbstverständlich komplett mit overtüre, pause etc.

 

rabatt für forumsmitglieder ...

 

Ben_Hur_2_small.sized.jpg

 

Ben_Hur_3_small.sized.jpg

 

Ben_Hur_4_small.sized.jpg

 

Ben_Hur_5_small.sized.jpg

 

Ben_Hur_6_small.sized.jpg

farbrekonstruierte scans aus der original MGM-camera65 kopie

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Sehr schade, daß die Perforation und Filmkante fehlt.

 

Etwa deswegen unterlassen, weil Ostern die CRI-35mm-Kopie läuft? Dann hätte man aber auch aus dieser Kopie in der Schärfe durchaus zufriedenstellende Scan machen könnten, um einen Eindruck zu erhalten?

 

So ganz begeistert bin ich nicht von der Art und dem Anlaß der Bilderverwendung: entweder man macht das rein archäologisch (Originalclip in voller Breite) oder man setzt auf DVD-Captures mit der geringsten Farbveränderung, sofern man aber auch eine dementsprechende Kopie (auf Film dann natürlich!) bekäme.

 

So aber existiert BEN-HUR in so vielen Versionen, das mir davon bald der Kopf raucht ... :smokin:

 

Antrag: beim nächsten Screening sollte man auch von der CRI-Kopie Fotos machen, sofern ein ungefährer Vergleich zu neuen Fassung von Neue Visionen möglich oder nützlich ist. Mich würde dies interessieren, ebenso ein paar Scans aus der CRI-Kopie (bis zur Filmkante möglichst, am Szenenwechsel und mit Randnummierung). Nur ein Vorschlag, zumal Sie selbst das ganz gerne festhalten und die Vergleiche mögen.

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... oder man setzt auf DVD-Captures mit der geringsten Farbveränderung

 

seltsam ... irgendwie stehen Deine aussagen in krassen wiederspruch zu Deiner signatur, die für "Kinooriginal auf Film - kein Video" wirbt und jetzt forderst Du hier scans aus einem video als referenz ein :?: :?: :?: :?:

 

... wir sind hier nicht im dvd- oder home"theatre"-forum, in dem mit DVD-captures argumentiert wird ... pfui ... diese neumodischen digitalen silberscheiben :-)

 

Nein, ganz der aufforderung Deiner signatur folgend, haben wir uns für scans aus einer "film"kopie entschieden, die dem "originalen film" zur zeit der erstaufführung am ehesten entspricht. Die eingestellten scans bringen sehr schön zum ausdruck, welchen beitrag auch die kameraarbeit zu dem epischen rahmen eines filmes beitragen kann ... sorgfältig "komponiertes" breitbild, das das thema des filmes und die emotionale wucht der erzählten geschichte wirkungsvoll unterstützt.

 

Gerade diese überlegung wird aber erschwert, wenn sich die bilder mit perforation darstellen würden. Selbstverständlich haben wir auch die perforation und die noch im originalstartband enthaltenen farbtafeln und graukeile mitgescannt, die uns die rekonstruktion der farbwerte aufs genaueste möglich zu machen halfen. Auch wundern wir uns über die seltsame bildstrichstruktur und fragen deshalb bei technicolor an.

 

Aber dies alles würde den rahmen der ankündigung einer seltenen magnetton-vorführung von BEN HUR überschreiten und die gewichtung auf ein ganz anderes feld verlagern und nur zu endlosen debatten führen, die die welt nicht braucht und vom wichtigsten, dem eigentlichen monumentalen und ehrfürchtigen filmereignis zu karfreitag, unnötig ablenkt.

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DVD-Scans erwähnte ich als Richtwert für Vergleiche der Farbparameter, wollte sie aber keineswegs im Zusammenhang mit öffentlichen Filmveranstaltungen nahelegen.

Es geht darum, etwas Passendes zu finden, und das sind für Ihre Veranstaltung die (farbkorrigierten) Scans aus der vorliegeneden Kopie ja nicht, wenn diese gar nicht läuft.

 

Wenn mich ein voller Scan aus (jeglicher Art) von Filmkopie interessiert, so liegt dies der Ausrichtung des Forum doch gar nicht so fern. Scans bis zur Filmkante sind in den letzten 12 Jahren sehr en vogue, selbt in rein filmwissenschaftlichen Blättern selbst ohne technischen Anspruch kommen sie immer wieder vor und machen die Sache richtig interessant.

 

Daher bin ich ganz einfach nicht Ihrer Auffassung, man sollte das plötzlich nicht alles mehr zeigen dürfen, weil es den Gesamteindruck stört usw., hier meinen Sie: "Gerade diese überlegung wird aber erschwert, wenn sich die bilder mit perforation darstellen würden."

Dann stören aber in diesem Forum auch gelegentlich abgebildete Geräte, Schaltpläne, Tipps & Tricks, die Rubriken Technik usf. usw. Warum?

 

Sie schreiben: "Selbstverständlich haben wir auch die perforation und die noch im originalstartband enthaltenen farbtafeln und graukeile mitgescannt, die uns die rekonstruktion der farbwerte aufs genaueste möglich zu machen halfen. Auch wundern wir uns über die seltsame bildstrichstruktur und fragen deshalb bei technicolor an."

Dann zeigen sie es doch, was ist das Problem? Was spricht gegen Technicolor?

 

 

Ihr letzter Satz leuchtet mir nicht so richtig ein: "Aber dies alles würde den rahmen der ankündigung einer seltenen magnetton-vorführung von BEN HUR überschreiten und die gewichtung auf ein ganz anderes feld verlagern und nur zu endlosen debatten führen, die die welt nicht braucht und vom wichtigsten, dem eigentlichen monumentalen und ehrfürchtigen filmereignis zu karfreitag, unnötig ablenkt."

Um ehrfürchtig zu sein, gehe ich doch gleich in die Kirche um die Ecke. Nein wirklich: im immerhin größten Filmtechtnik-Forum ("Filmorfuehrer.de") interessieren diese Fragen durchaus. Reine Werbung, die nur eine Stimmung transportiert, die Sie vermitteln möchten, stört mich gar nicht, solange der Informationsgehalt auch gegeben wäre. Sonst ist es Werbemüll.

 

Die (etwa kontraproduktiv sich anhörende) Anmerkung von mir, man könnte dann auch ein DVD-Capture einstellen, will nur verständlicher machen, daß ein Bild immer auch eine Funktion hat, nicht nur die Stimmungskanone hergibt. Wenn Sie also die Stimmung, die am ehesten möglichen Orginalfarben wieder herstellen möchten und das Original-Seitenverhältnis zeigen möchten (wunderbare Idee!), dann ist für die Wiedergabe im Internet dieses Medium am geeignetsten. Außerdem müßte daß Bild geometrisch Ihrer Bildwandkrümmung angepaßt werden. Aber das interessiert mich jetzt nicht so sehr.

 

Kurzum: mich würde ein Scan (und später auch ein Leinwandbild) der CRI-35-mm-Kopie interessieren. Ebenso zu anderem Anlaß auch wieder ein Scan aus der Camera-65-Kopie u.a. Kopien. Wir hantieren ja alle mit solchen oder anderen Kopien, warum sollte es uns die Stimmung verderben? Man sollte hier keinen Dissenz aufmachen, der gar nicht existiert.

 

Ich frage also höflich an: wäre es möglich, weniger Werbeprospekte zu verschicken, dafür aber etwas mehr Information rüberkommen zu lassen? (Zum Beispiel über Jahrgang der Herstellung der gezeigten Kopie, Art Ihrer Herstellung, ihre Eigenschaften, ihre Besonderheit - denn ja, sie ist etwas Besonderes!)

 

In diesem Sinne!

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nun ... dieses lange traktat war zu erwarten. gehe jetzt aus zeitmangel nicht näher darauf ein, einige gewünschte scans habe ich Dir an Deine private e-mail geschickt ... sollst ja keine schlechte laune bei dem frühlingswetter bekommen :-) ...

 

wer auch dieses scans haben möchte, bitte eine PN mit e-mail adresse an mich ...

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läuft am Karfreitag nun die Technicolor Druckkopie mit 4-Kanal-Magnetton oder eine nachgezogene aus Anfang/Mitte 70er Jahre?? Gibt es eigentlich keine spielbare 70 mm Kopie mit deutscher Synchronisation mehr?

 

Ich glaube hier musst Du den Begriff "spielbar" genauer definieren :wink:

Der gesehene Camera-65-Clip von @preston ist sicherlich spielbar und verfügt über deutschen Ton, aber bei den Farben müsste man halt Abstriche machen. Aber das sind wir Breitbildfans ja inzwischen gewohnt :D

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läuft am Karfreitag nun die Technicolor Druckkopie mit 4-Kanal-Magnetton oder eine nachgezogene aus Anfang/Mitte 70er Jahre?? Gibt es eigentlich keine spielbare 70 mm Kopie mit deutscher Synchronisation mehr?

 

es läuft eine kopie aus den 70ern, von einem CRI negativ, in deutscher synchronisation in 4-kanal-magnetton ...

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Ich gehe mal davon aus, dass es sich um dieselbe Kopie handeln dürfte, welche ich vor exakt einem Jahr auf der Südkurve bewundern durfte.

Preston hat eigentlich alles geasgt: sie hat, was den Erhalt der Farben angeht, Abstriche die man jedoch gut in Kauf nehmen kann. Somit ist sie, auch in meinen Augen, spielbar und durchaus sehenswert. Zumindest insoweit, dass ich sie mir nächsten Freitag auch gerne ein weiteres mal ansehen werde.

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Die eingestellten scans bringen sehr schön zum ausdruck, welchen beitrag auch die kameraarbeit zu dem epischen rahmen eines filmes beitragen kann ... sorgfältig "komponiertes" breitbild, das das thema des filmes und die emotionale wucht der erzählten geschichte wirkungsvoll unterstützt.

 

Übrigens erzählt Ernest Dickerson in einem Interview (zu sehen im Zusatzmaterial auf der neuen erst kürzlich erschienen "Ben-Hur"-DVD-Box),

dass die Kameraarbeit von "Ben-Hur" Pate stand für den Spike Lee Film "Malcolm X". Bei diesem Film war Dickerson DoP und es wurde damals

wohl ernsthaft überlegt, "Malcolm X" ebenfalls auf 65mm-Film zu drehen! Die Idee wurde dann aber (leider) wieder fallen gelassen...

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Aus tradition am Karfreitag, 14. April 2006 um 15.00 uhr in der schauburg, karlsruhe ...

 

BEN HUR

 

in 35mm und 4-Kanal-Magnetton

 

 

sorry ... aus gegebenem Anlaß eine programmänderung

 

BEN HUR am karfreitag fällt (leider) aus

 

Vorstellung wird aber nachgeholt und zu gegebener zeit hier angekündigt ...

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Aus tradition am Karfreitag, 14. April 2006 um 15.00 uhr in der schauburg, karlsruhe ...

 

BEN HUR

 

in 35mm und 4-Kanal-Magnetton

 

 

sorry ... aus gegebenem Anlaß eine programmänderung

 

BEN HUR am karfreitag fällt (leider) aus

 

Vorstellung wird aber nachgeholt und zu gegebener zeit hier angekündigt ...

Darf man aus reiner Neugierde nach dem Anlaß fragen?

 

Viele Grüße, Florian

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Darf man aus reiner Neugierde nach dem Anlaß fragen?

 

Viele Grüße, Florian

 

klar darf man das ... :-)

 

programmatische überlegungen gaben den ausschlag ... er wird im rahmen einer bibel-monumental-film reihe wiederkommen, deren machbarkeit durch zwei kopienzusagen wichtiger anderer titel vor wenigen tagen jetzt gesichert ist ... und da warten wir lieber und zeigen den film im geeigneten kontext einer begleitenden filmreihe ...

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programmatische überlegungen gaben den ausschlag ... er wird im rahmen einer bibel-monumental-film reihe wiederkommen, deren machbarkeit durch zwei kopienzusagen wichtiger anderer titel vor wenigen tagen jetzt gesichert ist ... und da warten wir lieber und zeigen den film im geeigneten kontext einer begleitenden filmreihe ...

War da nicht vielleicht auch noch das ZDF ein bißchen mit schuldig, da die heute nachmittag auch Ben Hur gezeigt haben?

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Bibelfilmreihe - *wuerg*.

 

weder "Cinerama" Kopien noch die Inhalte von Greatest story ever told oder Bible oder 10 commandments vermögen mich dazu zu bewegen, diese Produkte in meinen Projektor zu legen. Und da müßte ich nicht bis KA fahren, sondern nur ins Erdgeschoß gehen...

 

Ben Hur - das ist eine Andere Liga.

 

Stefan

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Das ist sehr traurig, mein Lieber!

 

Alle diese Ressentiments kamen immer aus der links-liberalen Ecke der im Zuge der (sicher nicht verdienstlosen) 1968er-Aufklärung sich emanzipiert habenden Intellektuellen in Deutschland. Sie führte aber auch zur völligen Verdammung des übrigen Repetoires aus den Behelfskinos der Programmkinomacher, kommunalen- und Museumskinos.

Die Kommune des westdeutschen Teilstaats mochte die Kirche offensichtlich nicht.

 

Anders die revolutionär-inspirierten Linken (der ansonyten nach meiner Auffassung unverkrümmte Teil der 68er-Bewegung) in Westdeutschland, die aufgrund ihres Interesses für historische Zusammenhänge eigentümlicherweise nie Probleme dabei hatten, sich mit Vertretern der filmischen Rechten auseinander- oder an einen Tisch zu setzen: mit George Stevens (dessen atemberaubende Cinematographie und intimes Kammerspiel in GREATEST STORY EVER TOLD dem Bibelfilm eine neue Verwandlung in der Misé-en-Scene bescherte; mit John Wayne in THE ALAMO, der in seiner autoritär-pariotistischen Geschichtspolitik aber auch die klarsten und unverwässertsten Momente in der Psychologie der amerikanischen Siedlungsmission verkörpert und in seinem Film eben so mit religiösen Symbolen arbeitet. Nicolas Rays KING OF KINGS, der in seiner Bildgestaltung dem russischen Revolutionsfilm angelehnt ist und eine der atemberaubendsten Farbfilm-Orgien und Breitfilmkompositionen Super Technirama 70 auf die Bildwand hervorbrachte (hinter denen selbst BEN-HUR vergleichsweise zurückfällt - man schaue einmal genauer hin und studiere die Cadrages!), ist dringend wiederaufführungsbedürftig. Vornehmlich aber THE TEN COMMANDMENTS hat ein lange Tradition in der Bildkultur des amerikanischen 19. Jahrhunderts: liest man ihn einmal als (offen oder verdeckt auch lasziven) Sittenspiegel der prüden und geldgierigen High Society, der "herrschenden Klasse" der 1950er Jahre in Amerika, so trägt er deutlichere Züge einer gesellschaftlichen Widerspiegelung - weit klarer und einprägsamer als die liberalistisch gut gemeinten Werke anderer Regisseure jener Epoche, die heute zum Programm-Kanon der Liberalen zählen. THE TEN COMMANDMENS ist auch in der Härte beispielloser, aufwühlender Kontrast-Montagen Sinnbild der Kalten-Kriegs-Konfrontation zwischen USA und Sowjetunion, die (in beinahe biblischem Ausmaße) zu allen Zeiten am Rande des Weltuntergangs verlief - sofern sich hier einige noch an diverse atomare Krisen jener Zeit zurückerinnern, die der Systemauseinandersetzung entsprangen, an der sich Regisseur DeMille übrigens aktionistisch beteiligte.

Zu THE BIBLE - IN THE BEGINNING: rein technisch gesehen war er das atemberaubendste Todd-AO-Erlebnis das ich je hatte mit einer der schönsten Filmusiken der Geschichte: aber den hast Du in 70mm auch gar nicht "im Keller" wie Du schreibt, Angeber! (Wie gut aber, daß ich Deinen Keller nicht weiter kenne.)

Man betrachte aber auch den auratisch aufgeladenen CinemaScope-Film THE ROBE: analysiert man ihn mit unterkühltem Verstand und jenseits der von Dir verdammten Frömmelei, so wird hier etwa evident, daß selbst Kubrick die atemberaubende Golgatha-Sequenz in THE ROBE buchstäblich "nachinszeniert" hat (für die Krater-Tycho-Szenen vor dem Monolith in "2001"), ohne aber die emotionale und geradezu unheimliche Sphäre gerade dieses Bibelfilms zu erreichen. Denn Kubrick - anders als Henry Koster - zügelt die Affekte in seinem Religionsfilm so sehr, daß gerade "2001" unentschieden in seinen Ansätzen dramaturgisch auseinanderfällt. Da hatte die Bibel - das sage ich als Atheist - vielleicht mehr an Stofflichkeit als Kubrick anzubieten: es handelt sich immerhin um jahrtausende lang ausentwickelte Mythen der Menschheit.

 

Der Begründungshorizont für eine Auseinandersetzung mit dem Bibelfilm ließe sich noch weiter stricken, nur leider nicht aber auf dem Niveau erarbeiten, mit der Du ganze Filmgenres auf die Stufe des "Materialfutters" für Deine Heimkinoprojektoren herabwürdigst. Jetzt hast Du es eindeutig zu weit getrieben mit Deinm "Würg", ich jedenfalls nehme das nicht länger ernst, was aus Deiner Feder kommt.

 

Ich frage mich, wie Du es fertig bringst, auf der einen Seite das Hohelied der Religion von SONY (inkl. SDDS) zu verbreiten, andererseits aber auszublenden, wie sehr hier gerade dieser, Dein Auftraggeber, zum Totengräber des Kino sich geriert: betrachtet man dessen Anstrengungen im Multmedia-Markt zur Befüllung der von Breitwand-, Bibelfilm und Roadshow-Kinos wenig beflügelten Konsumenten, und ich frage ich mich, wie hier SDDS (als Ersatzreligion der Techniker und Ingenieure?) eine Faszination des Kinos revitalisieren sollte? Noch ein weiterer Hinweis zu SONY: gerade deren DVD-Produkte, einige HD-Abtastungen gehören derzeit unter den den DVD-Auswürfen der Major-Companies zu den bildtechnisch schlechtesten Consumer-Produkten auf dem Markt.

 

Ich betrachte gerade die vermeintlich konservativen Kinogenres des Bibelfilms und des Westerns als klarsichtigste Spiegelungen gesellschaftlicher Zustände. Erstaunlicherweise haben sie über Jahrzehnte hinweg Jung und Alt fasziniert (Wiederaufführungen von 1953 bis 1985!), begeistert oder abgestoßen, und sie flimmern mit unerschütterlicher Werthaltigkeit an den Festtagen über die TV-Sender - sehr zum Leidwesen der 'Schauburg'-Disposition.

 

Lieber @Stefan, man sollte die Kirche im Dorf lassen. Nach meinem Eindruck bewegst Du Dich in so massiven Widersprüchen, daß solche Attitüden einer weiteren Beschäftigung sowohl mit Filmgenres als auch kinematographischen Sonderverfahren leider abträglich sind.

 

Mit messianisch beseelten Grüßen zum Ostersonntag!

 

Konig_der_Konige__WA_7.6.74.mod.jpg

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Bibelfilmreihe - *wuerg*.

 

Stefan

 

... über geschmack läßt sich bekanntlich streiten, nicht aber über die tatsache, dass "bibelfilme" inhaltlich, künstlerisch als auch technisch dem medium film immer wieder neue impulse gegeben haben.

 

Dies rechtfertigt in meinen augen eine eigene "reihe" zum thema durchaus und ist für den interessierten filmliebhaber und kinobesucher, der in der lage ist zu kontextuieren, ein sehr ergiebiges feld, das auch filmhistorische zwangsläufigkeiten erkennen läßt ... wenn man denn will und mit offenheit den filmen begegnet.

 

"Bibelfilme" durchziehen die ganze filmgeschichte bis heute, einer der ersten filme der gebrüder lumiere im jahre 1897 "Leben und Passion Jesu Christi" war ein bibelfilm.

 

I.N.R.I. und DER GALILÄER, die ersten großen deutschen Bibelfilme aus dem jahre 1923, die frühen stummverfilmungen der ZEHN GEBOTE und BEN HUR und die in den 50er und 60er jahren als Bibel- und Sandalenfilme bezeichneten großproduktionen QUO VADIS, DIE ZEHN GEBOTE, DAS GEWAND, BEN HUR, KÖNIG DER KÖNIGE, GRÖSSTE GESCHICHTE ALLER ZEITEN und DIE BIBEL markieren meileinsteine der filmgeschichte.

 

Und auch GODSPELL, JESUS CHRIST SUPERSTAR, DAS LEBEN DES BRIAN, Pasolini's Mathhäus-Passion, Scorsese's DIE VERSUCHUNG CHRISTI oder Gibson's PASSION CHRISTI zeigen die breite vielfalt der "bibel"-interpretationen bis hin zu David Lynch's DUNE

 

Und nicht wenige sehen in filmcharakteren wie John McClane (Stirb Langsam) oder dem "Terminator" messianische erlöserfiguren ... :-)

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Bibelfilmreihe - *wuerg*.

 

Stefan

 

... über geschmack läßt sich bekanntlich streiten, nicht aber über die tatsache, dass "bibelfilme" .........

SNIP

 

Und auch JESUS CHRIST SUPERSTAR.....

SNIP

 

mein persönlicher favorit aus diesem genre...

warum sollen solch religiöse filmwerke nicht sehenswert sein.... :?: :roll:

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Und auch JESUS CHRIST SUPERSTAR.....

SNIP

 

mein persönlicher favorit aus diesem genre...

 

... wegen dem film bin ich damals bestimmt 5x von aachen nach düsseldorf ins "europa" angereist ... dort lief er in 70mm ... wir im elysee aachen hatten "nur" eine 4-kanal-magnetton kopie ...

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Ebendort noch andere Schauerlebnisse: GRAND PRIX in Suuuuuperschärfe - die Bildwirkung auf der gekrümmte Bildwand, leicht aufwärts gerichtet, sie hatte was.

 

Das macht die bauliche Vielfalt aus, die es heute leider so nicht mehr gibt.

(Man sammle und behüte die Fotos einstiger Sandalenhäuser, da Kinoabrisse sehr schnell in Vergessenheit geraten!). :(

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diesen saal hatte seinerzeit dr. schoof selbst geplant- und ist wegen der leinwandrahmen (bilderrahmenkonstruct) und deckentechnik extra durch die lande gereist um passende firmen für den bau zu finden.

 

wenn er wüßte was riech und co mit seinem nachlaß angestellt haben...

eine wirkliche schande für die branche- verursacht durch geldgeilheit, arroganz und absolutes kulturelles desinteresse obiger firma.

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