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Gute Nacht Super 8

BAUER T 610 Verstärker brummt, Ton extrem leise

31 posts in this topic

Der Verstärker meines BAUER T 610 zeigt nach längerer Standzeit folgendes Problem: Permanentes sehr lautes Brummen und gelegentliches Knacksen auf beiden Kanälen, in allen Positionen (MONO/STEREO, PHONO/MICRO etc.). Tonwiedergabe ist nur extrem leise - bei maximaler des Position Lautstärke-Reglers. Das Brummen überlagert alles. Beim Ausschalten der Taste für Track 1 und Track 2 ist der Ton kurioserweise auch noch hörbar (aber auch nur extrem leise).

 

Habe die Regler und die Schalterkontakte mit Kontakt 60 besprüht,  danach war für sehr kurze Zeit die Tonwiedergabe fast normal (das Brummen blieb aber). Jetzt ist der Ton wieder extrem leise  (unterschiedlich je nach Kopie, bei manchen kaum hörbarer Ton, bei anderen etwas besser verständlich) und mit Knacksen und Brummen. Immerhin kratzen die Regler nun nicht mehr. Ich kenne komplett kaputte Verstärker, aber einen solch seltsamen Teildefekt hatte ich noch nicht. 

 

Ich habe 5 Kondensatoren auf der Verstärkerplatine getauscht (die üblichen Verdächtigen: 2x 2200, 2x 1000 und 1x 220er ganz hinten links vor dem Gleichrichter. Die Verstärkerplatine auszubauen traue ich mir nicht zu, das ist offenbar sehr frickelig und vermutlich ohne Auslöten der Kontakte nicht möglich. Bin etwas ratlos. Der Projektor läuft ansonsten einwandfrei. Kalte Lötstellen konnte ich auf der Verstärkerplatine auch keine entdecken, bin aber auch nicht so der Experte in solchen Dingen. Hat jemand einen Rat?

 

Danke & Grüße zum Wochenende. Jetzt geht´s erst mal raus in die Sonne.


 

Edited by Gute Nacht Super 8
Syntax-Fehler (see edit history)

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Kontakt 60 ist keine Lösung, das wirkt kurz und macht dann alles noch schlimmer, denn es ist sehr aggressiv. 

 

Mindestmaßnahme: Schalter mit Isopropylalkohol fluten um das 60 rauszuwaschen. Nach dem Trocknen mit Minibisschen Kontakt 61 benetzen. 

 

Ich würde Verstärker und Schalter ganz ausbauen, zerlegen und mit Lederstäbchen richtig reinigen. Ist aber natürlich viel Arbeit. 

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An meinem T610 war es bei vergleichbarer Symptomatik eine kalte Lötstelle auf der Platine, und zwar an einem größeren Pin im Bereich der Masseanschlüsse des Verstärkers. Das Knacksen und Brummen erscheint mir diesbezüglich verdächtig. Und ja, Kontakt 60 ist toxisch...

Edited by jacquestati (see edit history)

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Ich tippe auch auf Massedefekt. Eventuell hat sich eine Schraube gelöst. Interessant wäre es auch noch zu prüfen, ob die Platine klopfempfindlich ist. Also bei eingeschaltetem Verstärker mal mit einem Schraubenziehergriff (nichts metallisches!!!) gegen bzw auf die Platine und verdächtige Bauteile klopfen. Ohne die Verstärkerplatine auszubauen wird keine vernünftige Fehlersuche möglich sein.

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vor 12 Minuten schrieb Gizmo:

Interessant wäre es auch noch zu prüfen, ob die Platine klopfempfindlich ist.

Stimmt. Oder dran drücken mit etwas , das nichtleitend ist. (Kalte Lötstelle). Am besten wäre natürlich Ausbau, wie Friedemann schon sagte. Weiss nicht, ob man von unten an die Verstärkerplatine ran kommt ohne Ausbau. Sonst könnte man alle Pads nachlöten, wäre am einfachsten.

 

 

Edited by Carena48 (see edit history)

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Danke für die vielen guten Hinweise. Wusste nicht, dass Kontakt 60 so aggressiv ist. Ich werde versuchen, die Schalter gründlich mit Isopropylalkohol zu reinigen und mich dann wohl an den Ausbau der Platine wagen. Gibt es evtl. noch einen anderen ELCO außer den 5 bereits getauschten der für den Fehler verantwortlich sein könnte?

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hmm. Könnte es auch ein Gleichrichter sein? Ein Schalter sicher nicht, weil der knackst entweder oder er schaltet gar nicht. Brummen tut der nie.

Also , ich sag, nachdem alle Cs getauscht wurden, es ist der Gleichrichter

 

Edited by Carena48 (see edit history)

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Dürften ja auch noch einige kleinen Koppelkondensatoren drin sein. So zwischen 1 Mfd und 10 Mfd. Vermutlich ist das da ja eine unsymmetrische Versorgungsspannung, eventuell um die 24VDC. Und da gibts dann immer eine Menge.

Schaltplan: https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwj9--qVyrvhAhWQEVAKHbadCLMQFjAAegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.harz-ferienhaus-mohnblume.de%2Fkinotechnik%2Fmanuals%2FBauer-T610-Schaltplan.pdf&usg=AOvVaw0JP0NNUeHU7gz42pOulxRj

Jens

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Lautstärken-Poti austauschen! Hab das mit dem " extrem leise " übersehen! Amateurfunkfreund und alter Praktiker sagte grad via Skype : "Poti tauschen!"

 

Zuerst Potentiometer tauschen und dann kann man weiter gucken , meint er und ein "Grundbrumm " wäre ohnehin drauf, sagte Konrad  😉

Edited by Carena48 (see edit history)

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Grundbrumm ist bestimmt drauf, die unsymmetrischen Verstärkerschaltungen haben das meistens. Schalterproblem scheint mir da auch am wahrscheinlichsten, es tritt ja wohl auf beiden Kanälen auf.

Jens

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vor 6 Stunden schrieb Gute Nacht Super 8:

Gibt es evtl. noch einen anderen ELCO außer den 5 bereits getauschten

 

Ich habe keine Ahnung, wo das ursprünglich mal herkam. Aber bitte glaubt mir: Nicht jeder elektronische Defekt in einer Verstärkerschaltung wird durch einen Elko verursacht. Ein Elko mit Kurzschluss verursacht eher eine kaputte Sicherung. Ein eingetrockneter Koppelkondensator sorgt für leisen oder gar keinen Ton. Die Gleichrichter kann man ebenfalls im eingebauten Zustand mit einem Multimeter prüfen. Mit dem Wissen, daß ein Lötkolben vorne ziemlich warm wird, ist man noch lange kein Elektroniker. Wenn man nun nach einigem probieren nicht weiterkommt ist es auch keine Schande, die nächste Radio & Fernsehtechnikwerkstatt aufzusuchen. Die sollten so etwas eigentlich auch können.

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In meiner Nähe gibt es keinen Radio- und TV-Techniker, und mit meinem Bandscheibenvorfall kann ich das Gerät leider auch nicht durch die Gegend tragen. Mit Elektronik beschäftige ich mich auch nur notgedrungen, um liebgewonnene alte Geräte wie den T610 wieder zu reparieren, soweit es mir möglich ist. Bisher konnte ich schon einige Projektoren-Zipperlein kurieren, aber in diesem Fall wird es für mich doch sehr schwierig. Der Hinweis von Carena48 mit dem Austausch des Lautstärken-Potentiometers ist sehr hilfreich, Danke! Ich habe noch einen alten T502 zum Ausschlachten. Da die dort verbauten Komponenten zum großen Teil ähnlich sind, könnte er als Ersatzteilspender dienen. Es wird in jedem Fall ein zeitraubendes Bastelprojekt, und ich muss mich Schritt für Schritt rantasten. 

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Eben nochmal gecheckt: Der Fehler tritt bei beiden Kanälen auf. Was mich stutzig macht, ist die Tatsache, dass die sehr leise Tonwiedergabe auch bei ausgeschalteten Spurschaltern (Track 1 und Track 2) hörbar ist. Im Normalzustand dürfte da ja nichts zu hören sein. Auch hat der leise Ton einen Hall bzw. ein Echo. Das starke Grundbrummen ist eher ein lautes Rauschen, je nach Schalter-Postion MONO oder STEREO wird es lauter oder etwas gedämpfter. Es ist zum Mäusemelken.

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Probiere doch mal alle externen Eingänge aus. Aus der Ferne kann man Dir schlecht helfen. Rauschen deutet möglicherweise auf eine Unterbrechung hin. Das könnte eine defekte Masseverbindung, ein defekter Transistor (Alterung!), ein hochohmig gewordener Widerstand, eine kalte Lötstelle, aber auch ein defekter Elko sein. Du musst die Platine ausbauen, ein Testsignal einspeisen und mit einem Tastkopf den Signalweg prüfen. Hast Du die getauschten Elkos auch richtig herum gepolt eingelötet? Zur Not musst Du testweise mal die Tonköpfe ablöten und dort ein Signal einspeisen. Magnettonköpfe liefern ein um den Faktor 10 kleineres Signal als Mikrofone und sind sehr niederohmig. Wenns auf beiden Kanälen stört dann glaube ich nciht an eine defektes Poti. Das als Tipp. Dein Amateurfunkfreund sollte Dir aber ebenfalls helfen können. Es sei denn ihr seid nur QSO.

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Wer heute elektronikbasteln will, der kann doch für wenig Geld ein gebrauchtes Hameg kaufen. Analoge Technik ist doch schön zu reparieren, vor allem, solch altes Material. Testtöne spuckt der Rechner via Kopfhörerbuchse aus, ansonsten brennt man sich eine CD oder schließt das Smartphone an. Selbst so ein Billighandheldoszi wie das 110€ Velleman würde dafür reichen, mir fehlt da nur der Trigger. Aber Tongenerator, wie ich den vor 40 Jahren selbstbauen mußte, das ist Geschichte. Und dann mal los und zugucken, wo denn das Signal verstirbt.

Jens

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vor 56 Minuten schrieb Gizmo:

(...) Das könnte eine defekte Masseverbindung, ein defekter Transistor (Alterung!), ein hochohmig gewordener Widerstand, eine kalte Lötstelle, aber auch ein defekter Elko sein. 

(...) Dein Amateurfunkfreund sollte Dir aber ebenfalls helfen können. Es sei denn ihr seid nur QSO.

 

Guter Tipp, Danke! Hört sich für mich auch plausibel an, dem werde ich morgen mal in Ruhe nachgehen. Alle 5 ELKOs habe ich entsprechend der Polung korrekt und sorgfältig verlötet. Soweit reicht mein Geschick und Verständnis für elektronische Basteleien gerade noch. Aber bevor ich die komplette Platine ausbaue und überprüfe, werde ich das Procedere erst einmal am T502-Schlachtgerät üben. Theoretisch könnte man ja den intakten Verstärker aus dem T502 in den T610 einbauen. Dann ginge die Stereo-Funktionalität und der Vertonungschnickschnack etc. verloren, aber das bräuchte ich ohnehin nicht. Vermutlich passt es aber wegen unterschiedlicher Spezifikationen nicht.

 

In einem älteren Forums-Beitrag habe ich gelesen, dass aktuelle ELKOs teilweise die Nennkapazität nicht erreichen. Sollte ich vielleicht doch lieber die originalen ELKOs wieder einlöten? Da der Fehler ha nach wie vor evident ist, kann es nicht an den ELKOs gelegen haben.

 

"Dein Amateurfunkfreund" - Da hast Du etwas verwechselt, es war Carena48, der seinen Amateurfreund um Rat gefragt hat, nicht ich. In meinem Umfeld kennt sich leider niemand mit solchen Dingen aus, daher bin ich für jeden Hinweis dankbar.

 

 

Edited by Gute Nacht Super 8
Syntax (see edit history)

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vor 24 Minuten schrieb Gute Nacht Super 8:

es war Carena48, der seinen Amateurfreund um Rat gefragt hat,

 

😉  Ja, den kenne ich schon seit 1982 persönlich. Wir haben sehr viel zusammen auf 70cm und 23cm in ATV (Amateurfunkfernsehen) in AM und FM gemacht. Und mit dem zweiten AFU - Kameraden, den ich seit meiner frühen Jugendzeit her kenne, habe ich so um 1975 herum das erste Mal gefilmt-in N 8 mit einer Bauer-Kamera - und selbst entwickelt. Splitter war Eigenbau.

Edited by Carena48 (see edit history)

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vor einer Stunde schrieb Gizmo:

Probiere doch mal alle externen Eingänge aus.

Das wäre das naheliegenste. Der eingebaute Verstärker kann auch externe Tonquellen wiedergeben. Werden die einwandfrei wiedergegeben, dann schließt das schon mal vieles aus (Endverstärker, Lautstärke und Klangregler). Anders herum, solltest du auch einen externen Verstärker anschließen. Kommt da der Ton unverzerrt heraus, dann ist der Endverstärker defekt.

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Hatte jetzt erst Zeit, das zu prüfen: Externe Eingänge MICRO/PHONO funktionieren einwandfrei. Ton aus dem Zuspielgerät kommt sehr sauber an und die Lautstärke lässt sich problemlos regeln. Laut Theseus würde dies einen Defekt des Endverstärkers ausschießen:

 

Am 7.4.2019 um 12:15 schrieb Theseus:

Das wäre das naheliegenste. Der eingebaute Verstärker kann auch externe Tonquellen wiedergeben. Werden die einwandfrei wiedergegeben, dann schließt das schon mal vieles aus (Endverstärker, Lautstärke und Klangregler). Anders herum, solltest du auch einen externen Verstärker anschließen. Kommt da der Ton unverzerrt heraus, dann ist der Endverstärker defekt.

 

Beim Anschluss des Gerätes an einen externen Verstärker ist der Ton ebenso leise und vom Brummen überlagert wie bei der Wiedergabe über die internen Lautsprecher. Ich stehe vor dem Problem mit der Verstärkerplatine wie ein Schwein vorm Uhrwerk. Laienfrage: Wo sitzt der Endverstärker?

Defektes Lautsärken-Poti ist vermutlich auch eher nicht die Ursache? Gizmo meinte: "Das könnte eine defekte Masseverbindung, ein defekter Transistor (Alterung!), ein hochohmig gewordener Widerstand, eine kalte Lötstelle, aber auch ein defekter Elko sein."  - Bevor ich an der Platine rumstümpere, nutze ich das Gerät erst mal weiter als hochwertigen Stummfilmprojektor.

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vor 3 Stunden schrieb Und tschüüüüsssss!:

Kann nicht auch einfach nur der Tonkopf magnetisiert sein?

 

Tonkopf ist schon eine gute Idee. Allerdings ist das keine Erklärung für das Brummen. Möglicherweise gibt es eine Unterbrechung auf der "kalten" Seite der Tonköpfe. Wenn die externen Quellen einwandfrei wiedergegeben werden, dann liegt der Fehler irgendwo zwischen Tonkopf und Vorstufenausgang. Solche Fehlersuchen sind auch für Geübte nicht so einfach. 

 

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Magnetisierter Tonkopf - das war auch mein erster Gedanke, als ich den Fehler bemerkte. Aber nach dem Einsprühen der Wahlschalter (Track 1 und Track 2) mit Kontakt 60 funktionierte die Tonwiedergabe für wenige Sekunden einwandfrei, danach war es wieder leise mit lautem Brummen/Rauschen. Auch seltsam, dass die sehr leise Tonwiedergabe auch bei ausgeschalteten Spurschaltern (Track 1 und Track 2) hörbar ist. Das passt alles nicht zusammen. Trotzdem Danke für die vielen Ratschläge.

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vor 17 Minuten schrieb Gute Nacht Super 8:

Aber nach dem Einsprühen der Wahlschalter (Track 1 und Track 2) mit Kontakt 60 funktionierte die Tonwiedergabe für wenige Sekunden einwandfrei,

Ich würde die austauschen oder vorübergehend abhängen und mit anderen probieren.

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