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Wie am besten Titel filmen?


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Ich würde gerne Titel auf s/w-Super 8-Material so filmen, dass (a) typografisch beste Qualität erzielt wird, (b) bestmögliche Auflösung und (c) bestmöglicher Kontrast (schwarzer Hintergrund sollte im Film also wirklich schwarz und nicht dunkelgrau sein, weiße Buchstaben wirklich weiß und nicht hellgrau).

 

Dafür fällt mir zunächst diese Methode ein:

 

  • Schrift in Photoshop (mit aktivierter Kantenglättung) in eine 1440x1080 Pixel großes Graustufen-Bild setzen, als TIFF oder PNG speichern; zusätzlich eine Bilddatei mit 18% monochrom Grau erzeugen.
  • Die Bilddateien auf einem Full HD-Flatscreen-TV anzeigen, dessen Bildhelligkeit/Kontrast aufs Maximum hochgeregelt ist und der in einem völlig abgedunkelten Raum steht.
  • Die Schriftanzeige mit einer Super 8-Kamera mit gutem Objektiv und Bildstand (Nikon R10/Leicina Spezial/Canon 514xl-s/...) abfilmen, indem erst auf das Graubild belichtet und diese Belichtung für die Schrifttafeln beibehalten wird.

 

Ist diese Methode richtig, oder stecken da Denkfehler drin? Gibt es noch qualitativ bessere Lösungen?

 

Ist es eventuell besser, um die Farben der Bilddateien in Photoshop negativ umzukehren, mit Tri-X zu filmen und den Film als Negativ entwickeln zu lassen?

Edited by fcr
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Der Mehrwert entsteht sofort, wenn man Titel handwerklich gestaltet und nicht bloß was flaches ausdruckt.

ich bleibe beim Abfilmen von Ausdrucken. Ich möchte versuchen für ein found-footage-Projekt mit alten K40-Aufnahmen End- und Anfangstitel auf demselben Filmmaterial zu ergänzen, damit man das gan

Wieso macht denn die Herstellung an einem PC keinen Spass? Ich finde, es kommt darauf an für welchen Zweck, wenn der Film für Publikum gedacht ist, dass den Film wegen des Inhalts sieht, nicht weil es

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Meine Empfehlung wäre, den Titel mit der gleichen Kamera aufzunehmen, die den Rest des Films aufgenommen hat. Meist haben die Kameras unterschiedliche Bildstriche im Bezug auf die Perfo.

Auch das Bildfenster kann in der Größe unter Umständen variieren. Da das Bildfenster des Projektors üblicherweise etwas kleiner ist, als das der Kamera, wird das aber nicht auffallen.

Zum Rest fehlt mir die Erfahrung. Ich habe die Titel immer vom Papier abgefilmt. Zur Belichtungmessung diente ein Stück Zeitung (nur Text ohne Photos).

 

Aber das sind natürlich Amateurtipps und keine Berufsfilmmethoden.

 

Ulrich

Edited by uhuplus (see edit history)
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11 minutes ago, uhuplus said:

Meine Empfehlung wäre, den Titel mit der gleichen Kamera aufzunehmen, die den Rest des Films aufgenommen hat. Meist haben die Kameras unterschiedliche Bildstriche im Bezug auf die Perfo.

 

Danke!

 

11 minutes ago, uhuplus said:

Zum Rest fehlt mir die Erfahrung. Ich habe die Titel immer vom Papier abgefilmt. Zur Belichtungmessung diente ein Stück Zeitung (nur Text ohne Photos).

 

Selbst Fotopapier hat i.d.R. nur einen Kontrastumfang von 5-6 Blenden bzw. 1:32/1:64, während Tri-X-Film ca. 11 Blenden bzw. 1:1024 hat. Heutige Flatscreen-TVs schaffen 1:1000 oder mehr, vor allem, wenn man sie in die entsprechenden Betriebsmodi schaltet. Insofern scheint mir das ein besseres Verfahren.

 

Bleibt aber die Frage, ob man Titel lieber positiv oder negativ aufnimmt und entwickelt...

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Danke, Friedemann!

 

- Ich frage mich noch, ob die Belichtung auf 18% Grau in diesem Verfahren wirklich optimal ist. Denn LCDs liefern ja kein echtes Schwarz, sondern wegen des Rücklichts nur Dunkelgrau. Eventuell müsste man das 18% -Grau noch eine Blende unterbelichten bzw. auf 36% Grau belichten, um wirklich sauberes Schwarz zu erzielen? (Dann müsste der Fernseher allerdings auch mindestens 1:2000-Kontrast liefern, damit Weiss auch Weiss wird.)

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18 minutes ago, F. Wachsmuth said:

Hast du ein iPhone X? Dann nimm dessen OLED, das hat echtes schwarz und mehr als genug Pixel. 

 

Ich würde halt ne Belichtungsreihe machen ? 

Welches Filmformat wird es denn?

 

Kein iPhone, aber ein Oberklassen-Huawei mit OLED-Schirm und sogar höherer Auflösung als Full-HD. Stimmt, daran hatte ich noch nicht gedacht, danke für den Tip!

 

Das Filmformat wird klassisches Super-8. 

 

Nur eine Frage habe ich bei Deiner Methode: Man muss mit der Super-8 Kamera dann zwangsläufig eine Makroaufnahme machen und auf wenige Zentimeter ans Handy-Display 'ran. Werden dann nicht die Pixel-Gitterstrukturen des Handydisplays im Film sichtbar? (Im Kamerasucher auf jeden Fall, die Frage ist, ob die Auflösung von Super 8 das wegbügelt.)

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Ich hab noch nie Pixel auf Film gesehen, wenn ich OLED abfilmte. 

Wenn Du S8 Printfilm willst — ich hab DS8 und könnte Dir daraus eine Kassette machen. Müsstest halt einmal Belichtungsreihe machen, die zu mir schicken, und die finale Belichtung dann auch noch mal. Mach ich aber gern für dich ?

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Am 2.8.2019 um 20:09 schrieb fcr:
  • Die Schriftanzeige mit einer Super 8-Kamera mit gutem Objektiv und Bildstand (Nikon R10/Leicina Spezial/Canon 514xl-s/...) abfilmen, indem erst auf das Graubild belichtet und diese Belichtung für die Schrifttafeln beibehalten wird.

 

Das kann man tatsächlich so machen. Es gibt Bildschirmtestprogramme z.B. von EIZO, wo Grautreppen und andere Testbilder enthalten sind. Ein Test mit Diafilm ergab, das die Enden der Graustufen nicht vom Film wiedergegeben werden können. D.h. man sieht sie zwar auf dem Monitor, auf dem Film sind aber die letzten drei oder vier Schwarz oder Weißbalken nciht mehr auseinanderzuhalten. Belichtung kann man auf den Graubalken ind er Mitte einstellen. Die Pixelstruktur des Monitors sieht man zwar im Sucher, man kann sie direkt als Scharfeinstellhilfe verwenden. Auf dem Film ist sie jedoch nicht sichtbar. Selbst auf einem Dia sieht man keine Pixelstruktur, bereits selbst ausprobiert. Kleiner Tipp - eher mit Telebrennweite aufnehmen. Wenn man zu nah am Monitor dran ist gibts Tonnenverzeichnung und gerne auch Schärfeprobleme (Field flatness).

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Am 2.8.2019 um 22:16 schrieb uhuplus:

Meine Empfehlung wäre, den Titel mit der gleichen Kamera aufzunehmen, die den Rest des Films aufgenommen hat. Meist haben die Kameras unterschiedliche Bildstriche im Bezug auf die Perfo.

Auch das Bildfenster kann in der Größe unter Umständen variieren. Da das Bildfenster des Projektors üblicherweise etwas kleiner ist, als das der Kamera, wird das aber nicht auffallen.

Zum Rest fehlt mir die Erfahrung. Ich habe die Titel immer vom Papier abgefilmt. Zur Belichtungmessung diente ein Stück Zeitung (nur Text ohne Photos).

 

Aber das sind natürlich Amateurtipps und keine Berufsfilmmethoden.

 

Ulrich

Dieses wichtige Thema sollte in dem konkreten Fall zu vernachlässigen sein. Wenn das Film bild schwarz ist, zeigt sich auch kein Bildstrich.

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Am 6.8.2019 um 02:21 schrieb fcr:

D.h. auf 50% (statt 18%) grau?

 

Bitte nicht durcheinanderbringen: die oft erwähnten 18% "Grau" beziehen sich auf den sogenannten Reflexionsfaktor, dem von der Graukarte in Richtung Kamera reflektierten Licht. Viel besser hilft hier die Vereinfachung "mittleres Grau", das ja ebenfalls durch eine Graukarte dargestellt werden soll. Oder Du misst auf vollen Weißwert und ziehst zwei bis drei Blenden zur Ermittlung des benötigten Arbeitswertes ab.

Edited by Gizmo (see edit history)
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Am einfachsten wird wohl die Methode sein vom Monitor abzufilmen. Ein Titel ist schnell erstellt und man kann gleich mit den Tests loslegen. Oder gleich "ins Reine" filmen.
Wenn ich vom Monitor abgefilmt habe, musste ich immer die Blende maximal öffnen (und manchmal auch mit der Bildfrequenz runtergehen), da der Monitor gar nicht genug Licht geliefert hat. Aber weiß war dann auch wirkllich weiß (auf Kodak E100D / 7285) und schwarz auch richtig schwarz.
Schwarzes Papier/Karton mit weißen Buchstaben funktioniert nicht so gut, da die Oberfläche von schwarzem Papier immer noch viel zu stark reflektiert. Zu dumm, dass diese "Superschwarzfarbe" mit den Kohlenstoffnanoröhrchen (VANTAblack heißt es glaub ich) für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Damit hätte ich gern mal schwarze Titelhintergründe erstellt.
Aber eines fällt mir noch ein. In den End 80ern hab ich auch mal recht gute Ergebnisse erzielt mit folgendem Aufbau:
Buchstaben aus weißem Papier ausgeschnitten und auf eine Glasplatte gelegt. In etwa 30 cm darunter schwarzes Papier und dieses dann auch noch von allen Seiten abgeschattet und die weißen Buchstaben beleuchtet. Wenn ich mich recht erinnere klappte es am besten die Buchstaben auf der Glasplatte aus kurzer Distanz zu beleuchten. War aber auch ein bisschen tricky wegen der Reflexionen auf der Glasplatte.
Das schwarze Hintergrundpapier wurde nicht direkt vom Licht getroffen und vor allem ... nur aus größerer Entfernung - wodurch der Rest vom Lichtstrahl, der auf das schwarze Papier fiel, nicht mehr so stark war und durch die Abschattung des Hintergrunds traf das schwarze Papier auch kaum diffuses Streulicht... außerdem war der Hintergrund nicht mehr in der Schärfeebene und daher sah man auch keine Oberflächenstruktur vom schwarzen Papier mehr.
Hat damals ganz gut funktioniert, ich habe das nur deshalb nicht sehr oft angewendet, weil ich nicht so begabt darin war, hübsche Buchstaben aus Papier auszuschneiden oder mit weißer Deckfarbe auf die Glasplatte zu malen und weil man per Monitor (später - in den 90ern) viel einfacheren Zugriff auf viel mehr und schönere Fonts hatte.

Edited by Regular8 (see edit history)
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Ich mache das fast nur noch mit Power Point. Abfilmen vom Flatscreen habe ich inzwischen wirklich im Griff. Ich weiß, dass es Gegner von Power Point gibt. Es ist aber eine Frage des damit arbeitens. Niemand hindert mich, ganz schlichte Titel damit zu machen. Weisse Schrift. Schwarzer Grund. Ohne Firlefanz Übergänge und sonstigen Quatsch. Geht man damit klug um, so lassen sich in einem Wusch ganze Titelsequenzen machen. Mit dezenten Überblendungen oder auch Laufschrift. 

Edited by Freund.Filmsammler (see edit history)
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  • 3 months later...
  • 9 months later...

ich bleibe beim Abfilmen von Ausdrucken.

Ich möchte versuchen für ein found-footage-Projekt mit alten K40-Aufnahmen End- und Anfangstitel auf demselben Filmmaterial zu ergänzen, damit man das ganze auch gut projezieren kann ohne Schärfesprünge wg. anderem Filmmaterial...

Verwende dafür mit Computer bearbeitete Einzelfotos aus dem Original.20200817_185631.thumb.jpg.0717028ed270f587ed9fea92a4fbd641.jpg20200817_185657.thumb.jpg.30b23ab08a71b48b1e3e487f846ee1cd.jpg20200817_185506.thumb.jpg.a7de142efa45839275770d32d71a2a9f.jpg

Gefilmt mit K40 und als Negativ entwickelt... so hoffe ich bekomme ich weiße Schrift auf einem S/W-Positivbild (evtl. mit mehr oder weniger starkem Gelbstich wie man es vom K40 kennt)

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EinfachIch habe jetzt nicht nochmal alle Beiträge durchgelesen. Einfach ist heute, vom Bildschirm abfilmen. Das geht flimmerfrei und perfekt. Ich mache lauftitel weiss auf schwarz mit PowerPoint, als Pfad von unten nach oben. Das Programm ist nach eigenem Gusto zu wählen. 

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vor 1 Stunde schrieb k.schreier:

ich bleibe beim Abfilmen von Ausdrucken.

Ich möchte versuchen für ein found-footage-Projekt mit alten K40-Aufnahmen End- und Anfangstitel auf demselben Filmmaterial zu ergänzen, damit man das ganze auch gut projezieren kann ohne Schärfesprünge wg. anderem Filmmaterial...

Verwende dafür mit Computer bearbeitete Einzelfotos aus dem Original.20200817_185631.thumb.jpg.0717028ed270f587ed9fea92a4fbd641.jpg20200817_185657.thumb.jpg.30b23ab08a71b48b1e3e487f846ee1cd.jpg20200817_185506.thumb.jpg.a7de142efa45839275770d32d71a2a9f.jpg

Gefilmt mit K40 und als Negativ entwickelt... so hoffe ich bekomme ich weiße Schrift auf einem S/W-Positivbild (evtl. mit mehr oder weniger starkem Gelbstich wie man es vom K40 kennt)

Ausdrucke abfilmen mache ich auch gerne, aber einen schönen, handwerklich anspruchsvoll gestalteten Titel mag ich auch sehr, irgend ein simples PowerPoint vom Bildschirm abfilmen kann ja jeder 😀

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Man muss sich halt bewusst sein, dass Papier ein Kontrastverhältnis von ungefähr 100:1 hat, was knapp 7 Blenden entspricht, während ein heutiger Flachbildschirm mindestens 1000:1 bzw. 10 Blenden Kontrastumfang hat, was dem Kontrastumfang von Film erheblich näher kommt.

 

In der Praxis läuft das darauf hinaus, das schwarze Schrift auf weißem Papier im Film zu dunkelgrauer Schrift auf hellgrauem Hintergrund wird. 

 

Hat der Flachbildschirm mindestens HD-Auflösung, sind in der Super 8-Abfilmung auch keine Pixel sichtbar bzw. bietet der Auflösungsvorteil von Papierdrucken keinen sichtbaren Mehrwert für Super 8.

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Ich halte das für ein theoretisches Problem. Meine Titel haben noch nie nach dunkelgrauer Schrift auf hellgrauem Papier ausgesehen. Ich vermute eher, Du verwendest einen eher weichen Film.

10 Blenden schafft auch nur Negativfilm, vermutlich sogar nur S/W-Negativ.

So ein E100D wird kaum über 6 Blenden Dynamik können, eher weniger, paßt also.

Zudem ist dieser große Dynamikumfang auch nur mit knallharten S/W-Titeln sinnvoll, bei Farbe wird das eher uninteressant.

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vor 10 Minuten schrieb fcr:

....

Hat der Flachbildschirm mindestens HD-Auflösung, sind in der Super 8-Abfilmung auch keine Pixel sichtbar bzw. bietet der Auflösungsvorteil von Papierdrucken keinen sichtbaren Mehrwert für Super 8.

Der Mehrwert entsteht sofort, wenn man Titel handwerklich gestaltet und nicht bloß was flaches ausdruckt.

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