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70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)


cinerama
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Nur mal für die Unwissenden: Was ist denn der Unterschied zwischen den 70mm-"70mm"-Kopien und den 70mm-"Cinerama"-Kopien (wenn es denn einen gab)? In der am Sonntag gesehenen Fassung war das "in 70mm" in die Schlusstitel (nach "Presented by Metro-Goldwyn-Mayer") von Hand (!) eingeschnitten, in der BR-Fassung heißt es an gleicher Stelle "Cinerama". Das englische Wikipedia glaubt immerhin zu wissen: "The original 70 mm release, like many Super Panavision 70 films of the era such as Grand Prix, was advertised as being in "Cinerama" in cinemas equipped with special projection optics and a deeply curved screen. In standard cinemas, the film was identified as a 70 mm production." Werbegag oder mehr? (Für den Werbegag scheint mir der Handeinschnitt zu sprechen.)

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Cinerama war für damalige Zeit ein Begriff für große Bilder und Stereoton. Es wurden einige Titel in Cinerama präsentiert, obwohl die nichts mehr mit der 3-streifen-Technik zu tun hatten und auch nicht immer ein Seitenverhältnis von 1:2,7 hatten. Der erste Einlinsencinerama Titel "Eine total total total verrückte Welt" hatte noch das Cinerama-Seitenverhältnis. Aufnahmeseitig musste es nicht immer 65 mm Negativ gewesen sein um als Cinerama Präsentation ins Kino zu kommen. Filme in Supertechnirama 70, die ja auf querlaufendem 35 mm 8 Perfo mit anamorphotischen 1:1,5 aufgenommen wurden waren Titel wie "Circus Welt", "El Cid", "König der Könige", "55 Tage in Peking", "Raubzug der Wikinger", "Big Horn ein Tag zum Kämpfen" und einige mehr. Diese Supertechnirama Filme aus Europa wurden dann in den Supercinerama Häusern gespielt. Zeitweise gab es in 70 mm ja die sphärischen Kopien mit an den Seiten korrigierten Entzerrung um auf gewölbte Bildwände die Verzerrungen entgegenzuwirken. Von 2001 kenne ich aber keine solche Kopie. Sicher war auch die Cinerama Inc. finanziell am Projekten beteiligt. Der Kurzfilm "Shellarama" hatte in der Erstfassung noch Cinerama im Titel erwähnt. Später musste der Film in "Push Button, Go" umgetauft werdern und Cinerama war nicht mehr im Haupttitel aufgeführt. Mögen wohl finanzielle oder rechtliche Gründe gewesen sein. Bei 2001 möglicherweise ebenso.

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Kommenden Sonntag, 17. März 2013 um 13.00 Uhr - Schauburg-Cinerama, Karlsruhe

 

Unser Beitrag zur Papstwahl ...

 

IN DEN SCHUHEN DES FISCHERS

(The Shoes of the Fisherman)

USA 1968

Regie Michael Anderson

Drehbuch James Kennaway, John Patrick

Produktion George Englund

Musik Alex North

Kamera Erwin Hillier

Schnitt Ernest Walter

 

Besetzung

70mm Kopie der Erstaufführung, deutsche Sprachfassung, 6-Kanal-Magnetton

präsentiert auf der Cinerama Bildwand

 

http://www.youtube.com/watch?v=KlnqHxenYBM

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Die Musik im Film kommt Dank 6-Kanal-Magnetton besonders kräftig, obwohl damals noch keine Subwoofers in Betrieb waren. North hatte Teile seiner Musik von "2001" hier nochmals verarbeitet, nachdem Kubrick ja bekanntlich sein Score nicht verwendet hat. Auch der Blow Up von Panavision ist bemerkenswert. Schön fand ich auch die Szenen als der einsame Papst mal abends heimlich in die Stadt geht, um unter die Leute zu kommen und dann auch fast noch von einer Dr. Faber zum Pizzaessen eingeladen wird.

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Im Grunde war es ein absoluter Glücksfall für diesen Film, dass Alex North das musikalische Hauptmotiv nicht in "2001" unterbringen (und für die "Shoes of the Fisherman" noch weiterentwickeln) konnte. Bei der "Coronation", die mit "Tu es Petrus" beginnt, laufen ganz bestimmt Schauder über den Rücken. - In den USA ist bei Silver Age Classics/Film Score Monthly eine limitierte Doppel-CD mit etlichem Bonus-Material und einem umfangreichen Begleitheft erschienen, in dem unter anderem nicht nur das Aufnahmedatum für jeden Track, sondern auch die Zahl der mitwirkenden Musiker (bis zu 100) vermerkt ist. - Nicht zu vergessen: Oskar Werner ist in jeder Hinsicht brillant ...

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  • 3 weeks later...

Kommenden Mittwoch, 10. April 2013 um 17.00 Uhr - Schauburg-cinerama.gif, Karlsruhe

 

2001 - Odyssee im Weltraum

(2001: A SPACE ODYSSEY)

USA 1968

Regie: Stanley Kubrick

Kamera: Geoffrey Unsworth

mit Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Daniel Richter, Leonard Rossiter, Margaret Tyzack, Robert Beatty, Sean Sullivan,

Douglas Rain, Frank Miller, Bill Weston, Ed Bishop, Glenn Beck, Alan Gifford, Ann Gillis

 

Aufgenommen in Super-Panavision 70 (65mm Negativfilm) / Präsentiert in Cinerama (Single Lens)

70mm - Kopie der EA - Deutsche Sprachfassung

6-Kanal Magnet-Raumton

 

Mit einer Einführung von Nils Daniel Peiler

und erstmaliger öffentlicher Präsentation eines Interviews mit Peter Schiff zur deutschen Synchronisation von "2001" ...

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(Peter Schiff ist die deutsche Stimme des HAL 9000 Computers)

 

Vorher - gegen 16.15 Uhr - gibt es eine Führung durch das Haus inkl. Technikräume und Proszenium hinter der Cinerama-Bildwand

(Bitte Anmeldung per PN - nur noch 2 Plätze bei der Führung frei)

 

Am 10. April 1968 - also am Tag der Vorstellung vor genau 45 Jahren - fand die erste Vorführung von "2001-A Space Odyssey" ausserhalb der USA statt und zwar in Japan (sh. auch http://cinematreasur...ama-engagements)

 

Die Schauburg selber stellte vor 45 Jahren für drei Monate ihren Betrieb ein und wurde aufwändig unter der Regie der Deutschen Cinerama GmbH zu einem "Cinerama" Kino umgebaut. Die technische Planung und Umbauten führte Herr Hans-Peter Zoller, Firma Kinoton, aus. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die tiefgekrümmte Cinerama-Bildwand installiert.

 

Eröffnet wurde das Kino dann mit "2001-Odyssee im Weltraum" in 70mm Projektion.

 

BNN-sonderseite.jpg

(Badische Neueste-Nachrichten-Sonderseite - 1968)

 

Schauburg%20Cinerama%20Film-Echo.jpg

 

(Film-Echo 1968 - Dank an Gerhard Witte für den scan)

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Im Grunde war es ein absoluter Glücksfall für diesen Film [iN DEN SCHUHEN DES FISCHERS], dass Alex North das musikalische Hauptmotiv nicht in "2001" unterbringen (und für die "Shoes of the Fisherman" noch weiterentwickeln) konnte. Bei der "Coronation", die mit "Tu es Petrus" beginnt, laufen ganz bestimmt Schauder über den Rücken. - In den USA ist bei Silver Age Classics/Film Score Monthly eine limitierte Doppel-CD mit etlichem Bonus-Material und einem umfangreichen Begleitheft erschienen, in dem unter anderem nicht nur das Aufnahmedatum für jeden Track, sondern auch die Zahl der mitwirkenden Musiker (bis zu 100) vermerkt ist. - Nicht zu vergessen: Oskar Werner ist in jeder Hinsicht brillant ...

 

Das freut den Werner-Experten und North-Anhänger Ma.Ha. ganz gewiss, mit dem wir in Berlin die Gedenkveranstaltung durchführten: im Astor auch der bis dato beste conventional magnetic-Klang der gerade angelaufenen Reihe:

http://www.spirit-fa...tor-matinee.pdf

http://www.in70mm.co...ounge/index.htm

Die Blow-up-Technik war zuderzeit wohl auf dem Höhepunkt angelangt:und noch 30 Jahre später fiel erfahrenen Filmvorführern die Kinnlade runter, als ich ihnen den Film mal zeigte.

Die Rolle für Werner wie massgeschneidert, was mir für NAPOLÉON vorzustellen schwierig fällt.

Der Film war progressiv - die Gegenwart in den USA konservativ und halb-faschistoid.

Ähnlich 2001: ODYSSEE IM WELTRAUM so wie ZABRISKIE POINT.

Fime, mit denen eine Major Company seinerzeit Wagnisse einging.

Warum IN DEN SCHUHEN DES FISCHERS derart floppte, bleibt mir ein Rätsel.

Leider merkt man dem Schluss des Films die überstürzten Drehpläne an, da das Ende etwas abrupt daherkommt.

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  • 1 month later...

Sonntag, 9. Juni 2013 um 15.00 Uhr - Schauburg-cinerama.gif, Karlsruhe

 

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THE ABYSS

USA 1989

Buch & Regie: James Cameron

Kamera: Mikael Salomon

Musik: Alan Silvestri

mit Ed Harris, Mary Elizabeth Mastrantonio, Michael Biehn

 

70mm Magnetton-Kopie - deutsche Sprachfassung (Dolby A)

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Ein weiterer Vermerk in dieser 70mm-Chronik:

 

Screenings im LEO KINO, Innbruck - von Ende Mai: Auftaktveranstaltung zum "Internationalen Filmfestival Innsbruck" - Festliche Gala in 70mm- Todd-AO mit Soundbeschallung im diskreten 6-Kanal Stereo-Magnetton.

 

Zum dritten Male dort zugegen, war es eine Freude, in einem derart profilierten Programmkino (zu unterscheiden von der Konvention der Arthaus-Kinos, d.h. wurzelnd in der Aufbruchsbewegung der 1960er Jahre) nicht nur dem politischen und dokumentarischen Film eine Heimat zusprechen zu können, sondern mindest gleichauf Repertoire und Klassiker so bestmöglich und aufwendig wie es irgend geht in 2013 präsentiert zu sehen.

Das LEO KINO und das CINEMATOGRAPH wurden beide mit DP70-Maschinen ausgestattet und bilden das programmatische Lebenswerk des Betreibers Dietmar Z., auch der Gründer des Innsbrucker Otto-Preminger Instituts.

 

Das Ganze fand wie folgt eine Presseresonanz, die das weitersinniert, was in den Einführungen angerissen wurde: in diesem Stil konnte ich mich damit sehr identifizieren. Alles Wesentliche steckt drin und Probleme werden auch nicht verschwiegen. Unterstützung und Kenntnisse zum Verfahren und zur Herkunft der 70mm-Archivkopie kamen auch von Jeanine Meerapfel (auf dem Festival mit ihren Filmen durchgängig präsent). Auch Paul Leduc nahm Bezug hierzu und schenkte dem Festival eine Retro auch eigener Werke.

 

Zum Hintergrund der Verläufe und Ergebnisse des 70mm-Engagements:

 

Keine Schrammen, Filmrisse oder Technikausfälle waren zu beklagen: ein butterweicher Durchlauf des Altfilmmaterials über alte Philips-Projektoren (denen ich nachwievor gerne "die Stange halte").

Das arrangiert man auch nur mit Personen, die etwas wirklich wollen - und eher seltener im Rahmen nur "eingeschobener Termine" in Kinos mit Fliessbandbetrieb (egal, ob "Fliessbandbetrieb" im Klischee auf Multiplexe, Kommunale Kinos, Centerkinos, Einzelkinos oder Programmkinos eine Anwendung fände).

Als Leute vom Fach im Innsbrucker Projekt sind Clemens Sch. aus Karlsruhe zu nennen, der den multivariablen Magnettonverstärker mit Umschaltdifferentialen und Individual-Einpegelung installierte so wie Stefan Sch. aus Schönberg, dem es gelang, ein fast millimetergenau passendes Objektivpärchen der extrem seltenen Cinelux-Ultra Star 8-Perf. Serie heranzuholen. Vielen Dank an beide Ingenieure!

Damit war ein Potential geschaffen, durch verschiedene Experimente wie Abblendung oder gar Steuerung der Farbtemperatur eine optimierte Darbietung auch von Kopien mit Farb- oder Dichteverlusten zu realisieren. Zeitweilig machte diese Bemühung das Fading vergessen - oder anders gesagt: so gut, scharf, dicht und in den Kontrasten differenziert hatte ich diesen Film zuvor nie sehen können.

 

Viele Fotos zwar gemacht, würde ich aber dem Presseartikel gerne den Vorzug geben:

 

 

IFFI 2013: 70-mm-Projektion von «Porgy and Bess» zur Eröffnung

29.05.13 Walter Gasperi | Film 28.05.13 bis 02.06.13 » IFFI Innsbruck

 

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Mit der Verleihung des IFFI-Ehrenpreises an den Mexikaner Paul Leduc und der 70mm-Projektion von Otto Premingers Verfilmung von George Gershwins Oper «Porgy and Bess» wurde das 22. Internationale Film Festival Innsbruck gestern Abend glanzvoll eröffnet.

Mit einem US-amerikanischen Film ein Festival zu starten, das den Fokus auf die Länder des Südens legt, ist zwar nicht ganz stimmig, andererseits ist eine 70mm Projektion immer ein Kinoereignis der besonderen Art. Nur noch wenige Kinos verfügen über die Möglichkeit Filme in dieser cineastischen Königsdisziplin, die auch in Zeiten des digitalen Films ein an Brillanz kaum zu übertreffendes Seh- und Hörerlebnis bietet, zu zeigen. In Österreich gehört das Innsbrucker Leokino dazu.

Kurz gehalten wurde die Eröffnung. Die stellvertretende Leiterin Evelin Stark stellte knapp das Programm und die Juries vor, die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer hielt auf ausdrücklichen Wunsch von Festivalleiter Helmut Groschup nur eine Mini-Rede, Groschup selbst verlieh anschließend den IFFI-Ehrenpreis an den Mexikaner Paul Leduc, der mit Hinweis auf seine dialoglosen Filme sich auch nur kurz bedankte. Zur Einstimmung auf das folgende Filmerlebnis informierte Dietmar Zingl, der die 70-mm-Anlage des Leokinos mit sehr viel Mühe in den letzten Jahren renoviert hat, über den folgenden Film, mit dem auch dem Namensgeber des Otto-Preminger-Instituts, das das Leokino betreibt, die Reverenz erwiesen wird.

Die 70mm-Kopie von Otto Premingers 1959 entstandener Verfilmung von George Gershwins Oper „Porgy and Bess“ war seit der Üraufführung 1959 kaum mehr zu sehen, meist wurde die 35-mm Fassung gezeigt. Wie Preminger mit Filmen wie «River of No Return» schon seine Meisterschaft im Umgang mit dem Cinemascope-Format bewies, so meisterhaft nutzte er auch die Möglichkeit der Todd-AO-Leinwand und des 6-Kanal-Stereo-Magnettons.

Dabei hatte der österreichische Emigrant zunächst gar nichts mit diesem Film zu tun, sondern Rouben Mamoulian, der sowohl die Uraufführung des ursprünglichen Sprechtheaterstücks 1927 als auch 1935 die Uraufführung von Gershwins Oper am Broadway inszeniert hatte, sollte Regie führen. Aufgrund von Differenzen mit dem Produzenten wurde Mamoulian, der an Originalschauplätzen in South Carolina drehen wollte, aber gefeuert und durch Preminger ersetzt.

Die Handlung spielt um 1870 in der afroamerikanischen Siedlung Catfish Row in Charleston, Im Mittelpunkt steht der verkrüppelte Bettler Porgy, der sich in Bess verliebt. Diese kommt aber von ihrem früheren Liebhaber nicht los und wird auch vom Drogenhändler Sporting Life umworben.

Tabuthemen der damaligen Zeit wie Drogensucht und Prostitution werden angesprochen, doch Preminger setzte nicht auf Realismus, sondern stilisierte das Milieu der Oper. Die Siedlung mit dem Marktplatz im Mittelpunkt ist deutlich als Kulisse erkennbar, wird wie eine Theaterbühne in Szene gesetzt.

Aufgrund ihres Alters weist die Kopie zwar einen starken Rotstich auf, doch sichtbar macht dieser Film, wie die gestochen scharfen und ungemein tiefenscharfen Bilder sich auf den Stil der Inszenierung auswirkten. Statt schneller Schnitte prägen lange Einstellungen die Erzählweise, nicht nur der Vordergrund, sondern die ganze Tiefe des Raums wird genutzt. Auch im Bildhintergrund spielt sich so die Handlung ab. Der Zuschauer wird nicht durch Großaufnahmen gelenkt, sondern muss sich in den Bildern selbst orientieren, kann seinen Blick auch auf Details lenken. Bestechend aber auch die Tonqualität. – Ein Kinoerlebnis mit Seltenheitswert.

 

Aus: http://www.kultur-on...t/?q=node/24165

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Im Juni in Süddeutschland unterwegs, wollte ich wissen, ob die karlsruher Filmvorführungen ABYSS und IM RAUSCH DER TIEFE auf die regisseurseitig heute gewollten und editierten Fassungen eingestimmt sind? Es gibt ja nicht nur in Dtld. derzeit eine "Flutwelle", sondern auch als Highlight im Film THE ABYSS.

Bei THOSE MAGNICENT MEN war es damals gelungen, zum Berliner Lufthansa-Jubiläum auch mal eine farbige Neukopie heranzuholen. Wäre das diesmal ein weiterer Ausflug der Kopie nach Germany?

 

Am 8.6. im Los Angeles County Museum eine ungefadete 70mm-Darbietung von 2001: A SPACE ODYSSEY: http://www.lacma.org...space-odyssey-1

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Screenings im LEO KINO, Innbruck ...

Schade, dass das LEO nicht ein wenig näher vor der Haustür liegt ...

Aus technischer Neugier: Ein erklärender Satz zum Magnettonvorverstärker ... ?

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Schade, dass das LEO nicht ein wenig näher vor der Haustür liegt ...

Aus technischer Neugier: Ein erklärender Satz zum Magnettonvorverstärker ... ?

Ja, solche Kinomacher braucht das Land. Der Spagat zwischen durchaus wertkonservatem Repertoire und prononciertem Politkino (auch mal mit Systemhinterfragung) gelingt hier fast nahtlos. In Berlin würden sich diese Lager bekämpfen oder ignorieren. Wo Repertoire in Berlin dann plötzlich doch wieder in angemessenem, architektonischem Ambiente die Matinee-Vorstellungen füllt, läßt sich leider der Hang zum Kitsch, zur Verklärung, zum Bestseller und zum technischen Substandard leider nie in den Griff bekommen. Wo anderenorts dann der Kitsch zwar vermieden wird (KoKi am Potsdamer Platz), strotzt man trotzdem vor Ignoranz jedweder kinematographischer und kinästhetischer Begriffsbildungen (von Large Formats herunterkopierte 16mm-Versionen in sprachlicher "Originalfassung", Projektionen auf Flat Screens oder bedenkenloser Einsatz neu gezogener, den Look oftmals verfälschender "Restaurationsfassungen" - ohne jede Kommentierung des Auswahl).

 

***

 

Den Entwicklungs-Ing. des besagten Magnettonverstärkers lernte ich persönlich erstmals auf der ziemlich verunglückten IFB-Retrospektive von 1993 kennen: "CinemaScope - zur Geschichte der Breitwandfilme".

Über die Projektionsbedingungen im damaligen "Filmpalast Berlin" und den Zustand der Scope-Versionen herrschte große Unzufriedenheit: selbst Frieda Grafe sprach nur noch von "Ruinen" und Berhard K. und auch der "Tagesspiegel" vom "CinemaScope-Schwindel" der Stiftung Deutsche Kinemathek, die die Retrospektiven der Berlinale ausrichtet.

Es war weder der führenden kinotechnischen Betreuungsfirma der IFB, weder dem Technischen Leider der IFB (graduierter Ingenieur) noch dem Hauspersonal möglich, an der Cat. 93 die Filterung für den pfeifend durchlaufenden 12-kHz-Pilotton anzuheben: sozusagen die Scheusenfunktion angemessen einzupegeln.

Clemens Sch, entwickelte aus diesen Erfahrungen diverse Optimierungen und Sonderanfertigungen, die über die 1996 gegründete Fa. Cinema Technologies verschiedenen KoKis angeboten wurden, aber auch an private Sammler und verschiedene Kinos verkauft wurden: erstmalig Mitte der 1990er Jahre an das Zentrum für Kunst und Medientechnik (ZKM) in Karlsruhe - wo übrigens auch DP70-Maschinen eingebaut wurden. Erst später folgten Kinos wie LEO in Innsbruck oder SCHAUBURG in Karlsruhe. Zeitgleich bot Clemens Sch. zum Vorsatz vor der Frontslinse der Kinooptik Cyan-Glasfilter (Serie 1492 und eine noch stärkere Version) zum Zweck der Kompensation von nicht allzu rotstichigen Theaterkopien.

M.W. gelten diese Angebote nachwievor.

 

Der besagte Magnettonverstärker fußt m.E. auf einem Schaltbild eines der letzten Magnettonvorverstärker der Fa. Klangfilm und vermeidet zu starke Filterungen, Equilizations oder manipulative Klangverschlechterer. Auch wird vom Ansatz her nicht, wie etwa beim CP650, das Magnettonsignal über eine digitale Strecke quantisiert, sondern in allen Übertragerketten analog gehalten. Obwohl die moderne Quantisierung der Digitalprozessoren bereits hervorragend funktioniert, würde ich immer eine authentische, also pure Übertragungsstrecke bevorzugen.

 

Fotos von der Innsbrucker Einrichtung:

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  • 3 weeks later...

 

Am 11. Februar 2013 kündigte @preston sturges für sein Kino in Karlsruhe "Die tollkühnen Männer..." für den 23. Juni 2013 in 70 mm an.

Nun kommt aber nur eine DCP dieses Filmes zur Aufführung.Warum?

 

Na ganz einfach weil das ja kein Bundesstsart mehr ist und das nur noch als pure Nostalgie gesehen wird sonst nichts.

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  • 1 month later...

Letzte 70mm Vorführung vor der großen Renovierung

Schauburg, Karlsruhe - auf der Cinerama Bildwand

 

Kommenden Sonntag, 18. August um 15.00 Uhr

 

IM RAUSCH DER TIEFE

(Le Grand Bleu / The Big Blue)

Frankreich 1988

Regie: Luc Besson

Musik: Eric Serra

 

70mm Kopie (KEIN Farbfading) der Erstaufführung

Deutsche Fassung - 6-Kanal-Magnetton DOLBY A

 

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Zur Abwechslung --- kleines Express - Wochenendrätsel ... der Gewinner erhält 2 Freikarten für IM RAUSCH DER TIEFE heute nachmittag um 15.00 Uhr in 70mm in der Schauburg Karlsruhe ...

 

Glücklicherweise können wir bei IM RAUSCH DER TIEFE auf die Original DOLBY Referenz-Tonschleife zurückgreifen, die zu dem Film in der Erstaufführung mitgeliefert worden ist. Mit Hilfe dieser Schleife wird der Dolbylevel der einzelnen Kanäle vor der Vorstellung genau eingestellt.

 

bigbluedolbyloop-web.JPG

 

Der printfilm auf den die Dolby-Töne aufgespielt worden sind, ist jedoch aus einem anderen großen Blow-Up Hit der späten 80'er ... erkennt/errät jemand den Filmtitel?

 

Wer zuerst hier den richtigen Titel postet, erhält für heute nachmittag zu IM RAUSCH DER TIEFE zwei Freikarten ... good luck!

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