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70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)


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Ich komme grade aus Werder zurück.

 

Es war ein sehr schönes Screening mit zwei, für ihr Alter, gut bis sehr gut erhaltenen Kopien.

" In 80 Tagen..." sah man das Alter natürlich deutlicher an, insbesondere die Rottöne waren teilweise deutlich gefaded ( wobei die capas in natura auch nicht rot sondern rosa bzw. gelb sind).

" Dolly" erschien mir eher ausgeblasst als farbstichig sodaß manche Szenen wie überbelichtet wirkten, gut zu sehen in der Street-Parade Szene. Ansonsten hatten beide Filme aber einen exzellenten Bildstand und brachten, im Rahmen des machbaren, eine knackige und konstante Schärfe auf die Bildwand. Leichte Unschärfen bei "80 Tage" sind wohl eher dem frühen Produktionsdatum geschuldet

Die "Rummelplatzfilme" ( Cinema 180) waren ein nettes Schmankerl zwischen den Hauptfilmen. Ursprünglich wurden diese Kurzfilme für eine Sphärischen Projektion ( 180° horizontal, 90° vertikal) produziert, sodaß teilweise deutliche "Fishey"-Effekte auftraten. Nichtsdestrotz, auch diese Streifen, wussten zu gefallen, schon aus rein nostalgischen Gründen. Ich erinnere mich gut daran, wie die Leute in den Kuppelzelten bei der Achterbahnfahrt oder bei den Bremsmanövern reihenweise umkippten...

( Für diejenigen die Cinema 180 nicht Live erlebt haben: Während der Vorstellung stand man quasi innerhalb der Bildwand und war vom Geschehen qausi eingehüllt. Dadurch entstand ein 3D ähnlicher Effekt.Das Publikum machte jeden Richtungswechsel des Geschehens mit und schwankte dabei unwilkürlich in die jeweilige Richtung. Besonders "beliebt" waren bei den Betreiben deshalb angetrunkene Besucher... )

 

Btw. die Bildwand der Scale wirkt schon fast deplaziert da, sie die gesamte Front des relative kleinen Saales vollständig ausfüllt (kein Vorhang), nichtsdestotrotz wurde der Gesamteindruck durch den Fourth-Wall-Effekt und die fur 70mm Produktionen adequate Krümmung positiv gefördert. Bei entsprechendem Sitzabstand fühlt man sich "im Film". So soll es sein.

 

Kleiner Minuspunkt für den Ton. Sehr höhenlastig bis hin zur Verzerrungsgrenze, insbesondere beim Musikeinsatz ( Intermissionmusik bei "80 Tage", Parade und Themesong im Restaurant bei "Hello Dolly") mit starkem Blechbläseranteil schrillte es mir bedenklich in den Ohren. Ungewöhnlich für die sonst wirklich guten 6-Kanalmischungen. Die Dialogverständlichkeit war allerdings sehr gut und verteilte sich direktional sehr sauber auf die fünf Frontkanäle.

Möglicherweise waren hier aber auch die Audiosysteme der Scala im höherfrequenten Bereich an der Leistungsgrenze. Die Magnetspuren sind ja doch etwas potenter als komprimierter Digitalton.

 

Alles in allem ein wirklich gelungener Tag. Danke an Cinerama, Kinomuseum e.V, das Team der Scala und alle anderen Beteiligten.

Ich hege leichte Hoffnungen auf eine Wiederholung....:D

 

 

@Cinerama

Bei nächsten Mal bring ich ein Fläschchen Baldrian mit ;-)

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Vielleicht arbeitest Du noch etwas an Deiner Grammatikarbeiz. Bei nur zwei Sätzen kann man vielleicht nochmal draufschauen.

Und jetzt greife ich hier ein!  Alles was ab jetzt nicht direkt mit Aufführungen von 70mm Titeln zu tun hat, wird gelöscht! 

Bitte Vorsicht Salvatore, denn Dein Posting ist offtopic und könnte vom Moderator gelöscht werden. Aber Du, als bester Kumpel des Moderators, scheinst hier ja ohnehin eine Netiquetteimmunität zu besit

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Ich möchte mich ebenfalls bei Cinerama und dem Scala Lichtspielhaus bedanken.

 

Die weite Anreise hat sich, nicht nur wegen der 70mm Filme, gelohnt.

 

Überaus nette Leute, super Gastfreundschaft und ein Haus mit Geschichte.

 

In dieser Form macht Kino einfach Spaß.

 

 

Die Cinema 180/Omnivision Filme waren für mich ein Beam in die Kindheit.

 

Das ich dies noch erleben durfte hat mich mehr als BEGEISTERT!

 

 

 

Danke nochmals allen Beteiligten für diesen wunderschönen Kinotag!

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Da ich ein paar Tage länger im Großraum Berlin verweilte, komme ich erst jetzt dazu, meine Eindrücke vom 70 mm-Tag im Scala/Werder zu schildern.

 

@Cinerama hab recht herzlichen Dank für Deine Mühe, natürlich auch Deinen helfenden Mitgliedern des Vereins, dass Ihr den Besuchern dieser Veranstaltungen einen sehr schönen und mit viel Nostalgie versehenen Tag bereitet habt. Was @Pinbot in seinem Beitrag über diesen Tag schon niedergeschrieben hat, sind zum größten Teil auch meine Eindrücke. Auf dieser für diesen Kinosaal "deplazierte" :P Leinwand kamen die Filme voll zur Wirkung. Wie schon im damaligen Programmheft zu Flying Clipper ausgeführt, ist das 70 mm-Filmformat auch für kleinere Säle sehr gut und wirksam geeignet.

 

Trotz der schon in die Jahre gekommenen Optiken, war das Bild sehr scharf und die manchmal auftretenden Unschärfen bei "In 80 Tagen um die Welt" und "Hello Dolly" gehen voll auf das Konto der damaligen Aufnahmen. Vielleicht wäre mit ein paar neueren Objektiven das Bild noch exellenter gewesen?

 

Der Ton, na ja, @Pinbot hat ja da schon ausführlich darüber geschrieben, uns klangen die hohen Töne noch am späten Abend in den Ohren. Ich bin mir aber bewusst, das zwei unterschiedliche Filme und wobei der "Hello Dolly"-Streifen auch erst ziemlich spät angeliefert wurde, so dass Ihr nicht genügend Zeit hattet, den Ton für beide Filme richtig einzupegeln. Der Effektkanal in "In 80 Tagen um die Welt" wurde hervorragend genutzt und vermittelte den Eindruck mitten im Geschehen zu verweilen. Leider vermisste ich bei "Hello Dolly" dessen Existenz.

 

Das Kino Scala hat ein ausgesprochen schönes Ambiente und die Kinosessel ließen zu keiner Zeit den Filmgenuß zur Qual werden und dies bei über 7 Stunden dauersitzen! Ein Wehmutstropfen war die Klimaanlge, die den Saal zu stark abkühlte.

 

Bedanken möchte ich mich auch bei den Spendern der Verpflegung sowie auch beim Kinobetreiber Knut Steenwerth, der diese gelungenen Veranstaltungen erst möglich gemacht hat. Macht weiter so und wir kommen dann bestimmt wieder die 500 km vom geografischen Mittelpunkt Bayerns nach Werder.

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Danke für die vielen aufmerksamen Beobachtungen und Anregungen und Änderungsvorschläge!

 

Kurze Unterbrechung der Diskussion wegen Programmänderung:

 

Zum 200. Jahrestag des Einmarsches von Napoléon in Russland - Monumentalklassiker bei freiem Eintritt!

 

KRIEG UND FRIEDEN ("Wojna i mir")

 

Eine Mosfilm-Produktion, UdSSR 1964-66 in deutscher Synchronfassung. Ausgezeichnet mit dem "Oscar" für den besten fremdsprachigen Film 1968.

 

Alle 4 Teile des teuersten Films aller Zeiten am Sonntag, den 30. September 2012 ab 13.00 bis 21.00 Uhr - deutschlandweit exklusiv auf 70mm-Breitformat-Filmrollen mit 6-Kanal Stereoton (garniert mit Gesprächspausen, Snacks und Getränken...).

Die produktionshistorische Einführung hält Marc Hairapetian, M.A. ("film-dienst", "Berliner Zeitung", "Spiegel Online" u.a.:

 

 

 

13.00 Uhr

 

"Krieg und Frieden, Teil 1 Petersburg tanzt"

Originaltitel: WOJNA I MIR

Spielfilm - SU, 1965, Farbe, 153 min., FSK: 12

Literaturverfilmung, Historienfilm

 

Regie Sergej Bondartschuk, A. Tschemodurow

Produzent Mosfilm-Studio

Drehbuch Sergej Bondartschuk, Wassili Solowjow

Literarische Vorlage Nach dem gleichnamigen Roman von Leo Tolstoi

Kamera Anatoli Petrizki, Dmitri Korshichin, Alexandr Schelenkow, A. Senjan, Tschen-Ju-Lan, G. Aisenberg Musik Wjatscheslaw Owtschinnikow, Sinfonieorchester der Moskauer Philharmonie, Chor und Orchester des Allunions-Rundfunk- und Fernsehkomitees

Plakatkunst Ebel (1966)

 

Darsteller

Ljudmila Saweljewa (Natascha Rostowa), Sergej Bondartschuk (Pierre Besuchow), Wjatscheslaw Tichonow (Andrej Bolonski), Wiktor Stanizyn (Ilja Andrejewitsch Rostow), Kira Golowko (Gräfin Rostowa), Oleg Tabakow (Nikolai Rostow), Irina Gubanowa (Sonja), Anatol Ktorow (Nikolai Andrejewitsch Bolonski), Anastasia Wertinskaja (Lisa Bolkonskaja), Oleg Jefremow (Dolchow)

 

Sprecher

Sigrid Göhler, Günter Grabbert, Winfried Wagner, Siegfried Weiß, Sabine Krug, Carl-Hermann Risse, Monika Lennartz, Herwart Grosse, Angelica Domröse, Dieter Wien

 

16.00 Uhr

 

"Krieg und Frieden, Teil 2 Natascha"

Originaltitel: WOJNA I MIR

Spielfilm - SU, 1966, Farbe, 101 min., FSK: 12

 

18.00 Uhr

 

Krieg und Frieden, Teil 3 Borodino 1812

Originaltitel: WOJNA I MIR

Spielfilm - SU, 1966, Farbe, 81 min., FSK: 12

 

19.30 Uhr

 

"Krieg und Frieden, Teil 4 Pierre Besuchow"

Originaltitel: WOJNA I MIR

Spielfilm - SU, 1967, Farbe, 96 min., FSK: 12

Literaturverfilmung, Historienfilm

 

Regie Sergej Bondartschuk, A. Tschemodurow

Produzent Mosfilm-Studio

Drehbuch Sergej Bondartschuk, Wassili Solowjow

Literarische Vorlage Nach dem gleichnamigen Roman von Leo Tolstoi

Kamera Anatoli Petrizki, Dmitri Korshichin, Alexandr Schelenkow, A. Senjan, Tschen-Ju-Lan, G. Aisenberg Musik Wjatscheslaw Owtschinnikow

 

Darsteller

Anatol Ktorow, Viktor Stanizin, Kira Golowko, Irina Gubanowa, Wjatscheslaw Tichonow, Ljudmila Saweljewa, Sergej Bondartschuk, Oleg Jefremow, Oleg Tabakow

 

Der Kampf gegen Napoleon bildet den Hintergrund für ein facettenreiches Gesellschaftspanorama aus der Zeit von 1805 bis 1812. Im Mittelpunkt steht die Freundschaft zwischen dem patriotischen Fürsten Andrej Bolkonski und dem illegitimen Grafensohn Pierre Besuchow. Aufwendig inszenierte, monumentale Tolstoiverfilmung in vier Teilen.

1812. Napoleons Heere stehen vor Moskau. Kutusow gibt schweren Herzens den Befehl zum kampflosen Rückzug aus der Stadt. Auch die Rostows, die einen schwerverwundeten Offizier aufnahmen, fliehen aus Moskau. Seit Natascha weiß, dass dieser Schwerverwundete der Fürst Andrej Bolonski ist, wacht sie am Krankenlager. Der sterbende Andrej erkennt sie und bestätigt seine große Liebe zu ihr.

“Es ist wahrscheinlich die beste Tolstoi- und Leinwandhistorie, die es je gab. Auch die ausführlichste, längste, aufwendigste und teuerste.“ (aus Hamburger Abendblatt, 11.03.1967)

 

Prädikate / Auszeichnungen / Festivals

Academy Awards USA 1969: Oscar für den Besten ausländischen Film, British Academy of Film and Television Arts London 1970: nominiert für Beste Regie, USA 1969: Golden Globe für den Besten fremdsprachigen Film, National Board of Review New York 1969: NBR-Preis für den Besten fremdsprachigen Film, 59. Internationale Filmfestspiele Berlin 2009: Retrospektive "70 mm – Bigger than Life"

 

 

( zitiert aus: http://progress-film.de/de/filmarchiv/filmsuche.php?regietitel=Krieg+und+Frieden&suchen=suchen&encode=%C3%84&hauptgenre=alle&land=alle )

 

 

***

 

Bildquellen: a ) Bildwand-Shot zur IFB 2009, Kino International b ) Ruscico: DVD-Edition "War and Peace"

 

https://www.youtube.com/watch?v=lKkKJ07_hfM

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Hallo Film-und Kinofreunde,endlich wurde auch für die Berliner Filmbegeisterten eine schöne und gelungene Tod-AO (70mm) Filmvorführung in der

Nähe möglich,ohne großen Zeitaufwand,hohe Fahrgeldkosten und Hotelpreise zahlen zu müssen.Ein schönes und traditsionsreiches,kleines Kino in

Werder,von Berlin mit guter Verkehrsanbindung schnell erreichbar,machte es mit aufwendiger Vorarbeit und der Unterstützung des Kinomuseums Berlin

möglich,zwei der erfolgreichsten 70mm Filme vorzuführen:"In 80 Tagen um die Welt" und "Hello Dolly".Durch die gewölbte Bildwand,die vom Boden bis zur

Decke und an die Seitenwände des Zuschauerraumes reichte,wurde eine beeindruckende Breitbildwirkung erreicht.Das kam besonders bei der Vorführung

eines "Rummelfilmes" zur Geltung.Bei den Aufnahmen aus Achterbahnen und Hubschraubern hatte dern Zuschauer das Gefühl,mitten selbst im

Geschehen zu sein.Erstaunlich war auch die gestochene Bildschärfe des 2. Teils von "Hello Dolly" und die noch gut erhaltene Farbwiedergabe.Für das

leibliche Wohl (Essen und Trinken) war auch gesorgt.Ich persönlich schwelgte besonders in Erinnerungen,da ich noch als Zeitzeuge damals diese

70mm Filme mit nagelneuen Kopien sehen konnte.Ein sehr gelungener Kinotag und großen Dank an das Kino Scala und dem Kinomuseum Berlin.Ich

würde mich freuen,wenn solche Veranstaltungen weiter möglich wären."Ferraniacolor".

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Unter den technischen Neuerungen und Modifikationen sei noch die umgebaute Klebepresse beschrieben:

 

Wir entfernten in der Vereinswerkstatt die 8 Registrier-Pins einer Catozzo-Stumpfklebepresse für 70mm und ersetzten sie durch 4 Pins der Stumpfkleberpresse für Filme einer 70mm Aerial Shot Kamera der NASA. Notwendig unsere Erachtens darum, weil alle 60er bis 80er Jahre-Materialien geschrumpft sind und beim Einpassen der Filmstücke bei der Filmklebung die normierten Pins stets die Perforation zu stark beanspruchen.

 

Also hier eine kleine Eingabe auch an alle anderen 70mm-Spieler im "In- und Ausland" - wenn sie nicht bereits ähnliche Vorkehrungen getroffen haben.

 

Derzeit ist auch der Aufbau des Bauer U4 in vollem Gange. Eine Version mit Einflügelblende, herausragendem Bildstand und 3-fach Objektivrevolver so wie Laser-Abtastung für den Normalfilm. Für DTS sind gleichfalls Anschaffungen im Gange, um u.a. auch VERTIGO oder TITANIC spielen zu können.

 

Erst einmal aber soll der Umblendbetrieb ingang kommen. Primär für Orwocolor-Materialien könnte dies segensreich sein, so ein Plädoyer gegen den generellen Tellerbetrieb.

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Etwas knapp aber vielleicht ist ja jemand in der Nähe ...

 

Heute, Sonntag, 23. September 2012 ... Leokino - Innsbruck - Tirol

 

Ein interessantes Doppel-Programm

 

um 16.30 Uhr

 

SAMSARA

in 4K Projektion (Barco 4K DLP)

 

 

anschließend um 18.25 Uhr

 

BARAKA

in 70mm Projektion (DP70) und 6-Kanal-Magnetton (mit optimierten Tonköpfen allerneuster Fertigung)

 

www.leokino.at

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..... 4 Pins der Stumpfkleberpresse für Filme einer 70mm Aerial Shot Kamera der NASA.

 

Kannst Du das genauer erklären? Warum ist eine Klebepresse für Filme von der Nasa ein anderes als für andere 70mm Filme?

Hat die Nasa ein anderes Format verwendet als andere 70mm nutzer?

Steht irgendwo auf der Klebepresse "NASA" ?

Da mich neben Film, auch Raumfahrt/Nasa Themen sehr interessieren, bin ich hier neugierig geworden.

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Hallo Herbert,

 

erst mal viele Grüße von Dietmar, die Kopien für dich sind bald unterwegs! (ich hätte sie mitgenommen, aber ich schaffs leider nicht zeitig zu deiner Veranstaltung)

 

Die Filme waren Großartig, sowohl vom inhaltlichen wie auch vom technischen her, wobei manche Szenen wirklich mehr als unter die Haut gingen, es macht schon Nachdenklich, wenn man länger über Inhalt einzelner Szenen nachdenkt. Auch war der Vergleich zwischen Legebatterie und Wohnsilo sowie "Kükentrichter" und den Umschnitt auf die Krematorien dramaturgisch gut gewählt, jedoch kam das nicht bei jedem Zuseher (ca. 70 Personen) gut an.

 

Der Direkte Vergleich 4k - 70mm lässt meinen klaren Sieger zu, jedes System hat seine Stärken und schwächen. Die Digitale Version von Samsara wirkte in den Farben ein wenig kräftiger und auch in einigen Einstellungen schärfer als Baraka.

 

Vom Ton her hat Digital die Nase vorn gehabt, jedoch auch nur, weil auf der Magnetpiste stellenweise aussetzer zu hören waren, sonst jedoch war von Klangfülle und Wiedergabegüte an sich für den Laien wohl kein Unterschied feststellbar.

Als Laien hatte ich meinen Vater dabei, der dann auch im BWR mal mit 70mm hantieren durfte - das erste mal in seinem Leben) Ihm hats übrigens auch sehr gut gefallen und ich soll mich bei dir für den Termintip bedanken :)

 

Viele Grüße von Jung und Alt :)

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Die Zeit ist leider momentan etwas knapp aber ich wollte doch noch etwas schreiben zu den Kopien der Doppelvorstellung IN 80 TAGEN UM DIE WELT und HELLO DOLLY vor knapp zwei Wochen - das hat auch mir sehr gut gefallen und ich freue mich bei ersterem Film schon auf den Vergleich zur 30 fps Kopie die in Karlsruhe gezeigt werden wird.

 

IN 80 TAGEN UM DIE WELT wurde gezeigt in einer sehr schönen Kopie mit wenig Kratzern und noch sehr guter Dichte und überdurchschnittlich wenig Fading gemessen am Alter der Kopie. Von "gewellter Tiefkühlkopie" konnte keine Rede sein, leider habe ich aber von dem Herrn der sich in diese Richtung äusserte dann doch nichts gehört seit der Veranstaltung die er glaube ich auch besuchen wollte? Die Schärfe war nicht ganz auf dem Niveau das man von späteren Produktionen gewohnt ist, schon SCENT OF MISTERY ist da zum Beispiel noch einmal deutlich besser und etwa auf dem Niveau späterer Spitzentitel. Dafür gab es zahlreiche Weitwinkelaufnahmen für die der Prozess ja ursprünglich gedacht war und die man bei späteren Produktionen vermisst.

 

Auch ein paar Rummelfilme gab es noch die obwohl von überschaubarem künstlerischen Wert doch zu begeistern wussten. Besonders interessant war zu sehen, dass die zunächst wie von Einigen spekuliert vom Objektiv herrührende Unschärfe bei IN 80 TAGEN UM DIE WELT doch wohl zum erheblichen Teil auch auf der Aufnahmeseite zu suchen war denn diese Filme waren deutlich schärfer als in 80 Tagen. Die Verzerrungen des speziellen Aufnahmeverfahrens waren mir eindeutig zu viel und hätten wahrscheinlich einer halbrunden Leinwand bedurft um sie auszugleichen und die Achterbahnfahrt verfehlte mal wieder nicht ihre Wirkung und ich fühlte mich nachher doch etwas wunderlich im Bauch. Insgesamt eine interessante Kuriosität mit Unterhaltungswert, man kann sich vorstellen wie so mancher Betrunkene auf dem Rummelplatz damit nicht so gut klarkam :lol:

 

HELLO DOLLY danach mit deutlich besser erhaltenen Farben als IN 80 TAGEN aber auch deutlich blasser, man kann eben nicht alles haben. Die Schärfe dieser Kopie war auch besser als bei in 80 TAGEN und mechanisch war die Kopie ebenfalls noch wirklich gut erhalten.

 

Als wenn auch eher passives Mitglied des Kinomuseum Berlin werde ich zum Rest der Veranstaltung nichts schreiben denn das wäre denke ich nicht ganz neutral aber ich möchte mich noch einmal für den unermüdlichen Einsatz der Vereinskollegen und vom Kino Scala bedanken, die diese Veranstaltung damit erst möglich machten.

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Wenn ich mich nicht verrechnet habe, beträgt die Gesamtlaufzeit aller auf dem Festival gezeigten Filme ziemlich exakt 24 Stunden ( 24:19 um genau zu sein).

Das nenn' ich Timing :D.

 

 

Btw: Kennt jemand einen guten Masseur/ eine gute Masseurin in Karlsruhe, der/die einen plattgesessen Gluteus Maximus wieder in Ordnung bringen kann :grin:

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Der Termin rückt näher, daher hier noch einmal eine freundliche Erinnerung:

 

70mm Filmmarathon bei freiem Eintritt im Scala

 

Wir freuen uns, am 30.9.2012 eine besondere Rarität vorstellen zu können. Das Scala Licht Spiel Haus zeigt in Zusammenarbeit mit dem Kinomuseum Berlin e.V.

„Krieg und Frieden“ (Vojna Mir) UDSSR 1965 Regie Sergej Bondartschuk

in einer seltenen Archivkopie.

Diese sowjetische Verfilmung von Tolstois Roman gilt auch heute noch als die aufwendigste und teuerste Filmproduktion der Filmgeschichte. Mehr als 150.000 Statisten kamen zum Einsatz und als Prestigeprojekt wurde KRIEG UND FRIEDEN im damaligen 70mm Breitwandverfahren Sowscope 70 gedreht.

Bei der Erstaufführung in Westdeutschland wurde KRIEG UND FRIEDEN in den sechziger Jahren vom Verleih auf drei Teile gekürzt. Wir zeigen die vollständige, deutsch synchronisierte (DEFA) Fassung, die aus vier Teilen besteht. Diese Fassung darf aus Lizenz Gründen nur in den neuen Bundesländern gezeigt werden. KRIEG UND FRIEDEN läuft in seinem werkgetreuen Uraufführungsformat, nämlich als 70mm Breitfilmkopie mit 6 Kanal Stereo Magnetton.

Die Anfangszeiten:

1. Teil um 13:00 Uhr,

zweiter Teil um 16:00 Uhr,

dritter Teil um 18:00 Uhr und der

vierte Teil um 19:30.

Die Gesamtlaufzeit aller vier Teile beträgt etwa 7,5 Stunden. Reservierungen können unter Krieg-Frieden@scala-werder.de erfolgen, eine Antwort erfolgt nur im Falle von Nichtverfügbarkeit der Plätze. Auch können Zutrittskarten vorab zu den Kinoöffnungszeiten abgeholt werden.

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THE MASTER und sein Trailer.

Hat es Gründe,warum stilistisch die Einebnung der Schärfentiefe auf riesiger 70mm-Bildwand uns alle etwas lehrt,was High Definition Video nicht kann? Die Köpfe füllen die Bildhöhe komplett aus.Hat man einen Würfelfernseher zu Hause,rückt der Schauspieler näher zum Betrachter,der die erste Reihe meidet.

Die Machter des Films haben sich vorher Vistavision-Filme angeschaut. Die fünfziger Jahre als Schulmeister?Und ist das innovativ? Aussenaufnahmen auf 35mm während Malick oder Cruise Aussenpanoramen auf Super Panavision und Imax produzierten.Und sehen die ersten Vorschauen vom MASTER aus wie Vistavision,das als Vorbild erwähnt ist?Sieht 65mm aus wie Vistavision und 70mm wie 1:1,85? Und 1:1,85 wie HD? Tati drehte auf 65mm in 1:1,7,vielleicht nicht aus künstlerischen Gründen sondern aus finanziellen?

Ehrlich gesagt,hat die Vorschau THE MASTER die Rätsel nicht lösen können. Offen gesagt steht eine Aussage im Widerspruch zur anderen. Vielleicht wird MASTER ein Meisterwerk.Vielleicht verschwindet es in der Versenkung,wenn der Betrachter das Besondere daran nicht tiefgreifend wahrnimmt.

Ich würde nicht um jeden Fall auf Film drehen,wenn die intendierte Aussage mit elektronischen Kameras besser darstellbar ist. Jedem Ausdruck sein Werkzeug. Für die Panorama-Bildwand muss es trotzdem das Besondere geben. Landet der Blick im Flachen,endet er in der übertriebenen Grossaufnahme eines Gesichts,ist es ein möglicherweise neuartiger Experimentalfilm oder doch nur ein Mißverständnis.

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Die fünfziger Jahre als Schulmeister?Und ist das innovativ? Aussenaufnahmen auf 35mm während Malick oder Cruise Aussenpanoramen auf Super Panavision und Imax produzierten.Und sehen die ersten Vorschauen vom MASTER aus wie Vistavision,das als Vorbild erwähnt ist?Sieht 65mm aus wie Vistavision und 70mm wie 1:1,85? Und 1:1,85 wie HD? Ehrlich gesagt,hat die Vorschau THE MASTER die Rätsel nicht lösen können.

 

Diese Fragen kann Dir eine Trailersichtung am Computer-Bildschirm nicht beantworten.

 

Empfehle die Sichtung der 70mm Kopie von THE MASTER auf einer großen Bildwand - im Kino, mit Publikum.

 

Und genau das kannst Du am 7. Oktober um 15.15 Uhr erleben ... 8. Todd-AO Festival Karlsruhe, Schauburg.

Anschließend ist genug Zeit zum Gespräch und Gedankenaustausch mit anderen Filmliebhabern.

 

Macht Spaß und Du kommst mal raus.

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Der Termin rückt näher, daher hier noch einmal eine freundliche Erinnerung:

 

70mm Filmmarathon bei freiem Eintritt im Scala

 

Wir freuen uns, am 30.9.2012 eine besondere Rarität vorstellen zu können. Das Scala Licht Spiel Haus zeigt in Zusammenarbeit mit dem Kinomuseum Berlin e.V.

„Krieg und Frieden“ (Vojna Mir) UDSSR 1965 Regie Sergej Bondartschuk

in einer seltenen Archivkopie.

Diese sowjetische Verfilmung von Tolstois Roman gilt auch heute noch als die aufwendigste und teuerste Filmproduktion der Filmgeschichte. Mehr als 150.000 Statisten kamen zum Einsatz und als Prestigeprojekt wurde KRIEG UND FRIEDEN im damaligen 70mm Breitwandverfahren Sowscope 70 gedreht.

Bei der Erstaufführung in Westdeutschland wurde KRIEG UND FRIEDEN in den sechziger Jahren vom Verleih auf drei Teile gekürzt. Wir zeigen die vollständige, deutsch synchronisierte (DEFA) Fassung, die aus vier Teilen besteht. Diese Fassung darf aus Lizenz Gründen nur in den neuen Bundesländern gezeigt werden. KRIEG UND FRIEDEN läuft in seinem werkgetreuen Uraufführungsformat, nämlich als 70mm Breitfilmkopie mit 6 Kanal Stereo Magnetton.

Die Anfangszeiten:

1. Teil um 13:00 Uhr,

zweiter Teil um 16:00 Uhr,

dritter Teil um 18:00 Uhr und der

vierte Teil um 19:30.

Die Gesamtlaufzeit aller vier Teile beträgt etwa 7,5 Stunden. Reservierungen können unter Krieg-Frieden@scala-werder.de erfolgen, eine Antwort erfolgt nur im Falle von Nichtverfügbarkeit der Plätze. Auch können Zutrittskarten vorab zu den Kinoöffnungszeiten abgeholt werden.

 

Freue mich schon sehr darauf, und ich denke man sollte bei dieser Gelegenheit auch noch einmal darauf verweisen, dass er sehr schwierig ist Krieg und Frieden an einem Tag sehen zu können - auf der Berlinale wurde er zuletzt gestückelt gezeigt und auch noch parallel zu anderen 70mm-Präsentationen, da war es mir aus beiden Gründen nicht möglich dabei zu sein. Daher rechne ich es der Scala hoch an, dass man den Mut hat den ganzen Tag lang nur diesen einen Film zu zeigen.

 

Ich hoffe sehr, dass die Resonanz entsprechend ausfallen wird, auch wenn ein 7,5 stündiger Monumentalfilm sicherlich keine ganz einfache Kost ist.

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Für die Panorama-Bildwand muss es trotzdem das Besondere geben.

Landet der Blick im Flachen,endet er in der übertriebenen Grossaufnahme eines Gesichts,

ist es ein möglicherweise neuartiger Experimentalfilm oder doch nur ein Mißverständnis.

 

Und genau das ist es was einige Herrschaften welche sich pure Nostalgiker nennen einfach nicht begreifen möchten.

 

Deutlich zu lesen auf den Seiten 98 sowie 99 in diesem Thread.

http://www.filmvorfuehrer.de/topic/2421-70mm-event-in-karlsruhe/page__st__1940

 

THE MASTER OF 70MM DESASTER :shock1:

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Empfehle die Sichtung der 70mm Kopie von THE MASTER auf einer großen Bildwand.

 

Bitte den Bühnenvorhang sowie die Seitenkaschierung nicht an das Bildformat des Films The Master anpassen.

Dadurch kann das gesamte Kinopublikum ganz genau erkennen wie dieser Film in seiner vollen 70MM BILDBREITE gewirkt hätte.

 

Mit freundlichem Gruss Jasmin

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