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Hi zusammen,

 

Ich habe letztens zwei Arriflex Kameras (16SR1 und 16ST) mit Foma 100R getestet.

Zum entwickeln und scannen habe ich es zu Andec geschickt.

Nun fällt mir auf, dass der Bildstand doch um einiges unruhiger ist (horizontal und vertikal), als ich das von einer Arriflex erwarten würde - vor allem war die 16SR1 frisch gewartet.

Was ist hier das Problem? Stimmt tatsächlich etwas mit den Sperrgreifern nicht? Wurde hier nicht richtig abgetastet? Ist das Problem beim Filmmaterial? Oder ist das normal?

Ich habe hier mal eine kurze Sequenz hochgeladen. Diese wurde mit der 16SR1 gefilmt. Bei der 16ST bewegt sich der Bildstand mehr oder weniger im gleichen Rahmen.

 

Ich freue mich auch über Tips, wie man so etwas in DaVinci stabilisieren kann - bisher habe ich es nur geschafft, das Bild komplett zu stabilisieren, nicht aber, den Algorithmus nur auf den Bildstand zu beschränken.

 

 

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Zum Bildstand mit Foma hab ich hier schon mal was geschrieben. Foma hat Konstanzprobleme mit der Perforation, die Plastikspulen, auf dem er geliefert sind, sind etwas zu dick und klemmen gelegentlich oder erschweren den Bildtransport. Besser geworden ist das erst, nachdem ich die Filme in der Duka auf alte Aluspulen umgespult habe. Den Filmdurchlauf bei der Arri kenne ich nicht, aber mit Sperrgreifer darf man sicher einen bombenfesten Bildstand erwarten.

 

 

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Zwei Erscheinungen fallen mir auf.

  1. Zittern in Längsrichtung. Dabei geht es entweder um einen mechanischen Fehler der Kamera oder des Perforierapparates.
  2. Wackeln des Filmbildes gegenüber der Perforation in alle Richtungen. Das ist wohl auf mangelnde Filmführung in der Kamera zurückzuführen und die kann am Film liegen, etwa wenn er zu schmal ist. Nach geltender Norm DIN ISO 69 ist die Mindestbreite, die der Streifen haben muß, 15,925 mm. Das muß eine Kamera noch führen. Rohfilm vor dem Laden messen

Insgesamt sieht es nach Problemfeld Film aus. Die Arriflex haben lange Filmbahnen, was sich mit dem Material nicht gut verträgt. Fomapan R in Kamera mit kurzem Filmkanal belichten. Zusätzlich Samtauflage auf Andrückplatte probieren. Arriflex mit Kodak-Material laden, Vergleichstest schießen

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Ich habe selbst keine Arri - aber alle Abtastungen die ich bisher von Arri-Kameras gesehen habe hatten einen bombenfesten Bildstand. War/ist ja auch eine Profikamera. Ich denke auch, daß es sich hier wieder einmal um Foma-Qualitätsprobleme handelt. Ist halt Amateur-Material...

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Vielen Dank an alle für die Antworten! Das ist schonmal aufschlussreich und bewegt mich wohl leider dazu, Foma ab jetzt zu meiden. Es mag zwar billiger sein, aber kostet inkl. Entwicklung und Abtastung doch noch genug. 

Dass zwei Arriflex Kameras, eine davon frisch von einem Fachbetrieb gewartet, den gleichen Defekt haben, ist in der Tat sehr unwahrscheinlich.

Folglich wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als die Übung mit Tri-x zu wiederholen bevor ich das geplante Kurzfilmprojekt angehe...

 

Eine Frage wäre noch offen: Es muss ja möglich sein, den Bildstand digital zu stabilisieren. Mit DaVinci habe ich es allerdings noch nicht geschafft.

Kann mir hierfür jemand Tips geben, bzw. mich vlt. an irgendein Englischsprachiges Forum verweisen, wo das bereits geklärt wurde?

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vor 33 Minuten schrieb magentacine:

 

Vielen Dank für die Links. Das Problem, welches sich hier leider immer einstellt ist, dass alle Punkte im Bild getrackt werden, wenn ich den Rahmen ziehe. ich will aber nur, dass das Gate getrackt wird. Wie bekomme ich das hin? Nur eine Ecke auszuwählen haut irgendwie auch nicht hin 🤔

Edited by Stereominister (see edit history)
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vor 5 Stunden schrieb Stereominister:

ich will aber nur, dass das Gate getrackt wird. Wie bekomme ich das hin? Nur eine Ecke auszuwählen haut irgendwie auch nicht hin

 

Es gibt in Resolve die Möglichkeit, nur einen Bereich auszuwählen und diesen analysieren zu lassen; ich glaube mit der TRACKING-Funktion. Leider ändert sich bei jeder Version von Resolve so viel, daß ich nicht mehr weiß, wie es ging. Schau mal in Kapitel 73, S. 1484 ff. des Handbuchs

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Am 15.2.2021 um 04:38 schrieb Stereominister:

… und bewegt mich wohl leider dazu, Foma ab jetzt zu meiden.


Dieser Schluss wäre natürlich schade, aber logisch.

 

Die Preise von Orwo/Filmotec sind ja foma sehr ähnlih (und ästhetisches Potential hat deren Material ja auch, s. Blastogenese – auch wenn Tonfilm als Aufnahmemedium offenbar zickig ist). Habt Ihr Erfahrung mit Orwo-Film? Sind deren Filme sauber perforiert?

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Wenn ich jedesmal alles in der Post mühselig stabilisieren muss, hätte ich mir auch gleich eine Krasnogorsk für ein Zehntel des Preises kaufen können. Daher bis auf weiteres kein Foma.

 

Mein nächster Schritt ist es, die Tests mit Kodak Trix oder Double X zu wiederholen (in Singapur bekomme ich die 100ft Spule für knapp 40 Euro von Kodak). Fimotec scheint hier aber wohl auch einen Vertriebsmenschen zu haben - ich frage mal nach, welche Preise für den UN54 und N75 aufgerufen werden. Da wir unseren Kurzfilm aber eh auf Vision drehen werden, ist es wohl weiser, mit Kodak-Material zu testen.

 

  • Thanks 1
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Die modernsten Schwarzweiß-Kinefilme liefert FilmoTec, Marke ORWO. Aus praktischer Erfahrung mit Entwicklungseinrichtungen, Kameras, Kopiermaschinen, Betrachtern, Montagegeräten und Projektoren kann ich die ORWO-Materialien uneingeschränkt empfehlen. ORWO UN 54 und PF 2 kenne ich extensiv in 35 und 16. In Hinsicht auf Bearbeitung mit wässrigen Fotobädern allem anderen weit überlegen. Kodak PX/R oder TX/R brauchen mehr als doppelt so lange zum Trocknen.

 

Einiges Material davon ist auf PETP-Träger erhältlich. Die Perforation ist einwandfrei.

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  • 1 month later...

Hatte in SW bisher eigentlich nur die FOMA Filme verwendet. Nur einmal hatte ich Problem, weil die Perforation so falsch war, dass die Kamera sofort nach Start die Schlaufen verloren hat bis zur Blockade. Die 10 Rollen wurden nach kurzem E-Mail Kontakt mit FOMA/CZ (auf deutsch!) unkompliziert zurückgenommen und die Neulieferung war einwandfrei. Sonst hatten meine Foma Filme bis jetzt völlig einwandfreien Bildstand in der Beaulieu 2016 und R16, auch ohne Sperrgreifer. 

Seither teste ich immer eine Rolle aus einer Lieferung mit IR-Nachtsichtbrille, ob sie in der Kamera sauber läuft, ist aber nie wieder passiert.

 

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