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BAUER B14 - RESTAURATION - NEUAUFBAU


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Geschrieben

Ist so meine Erfahrung, nur gescheiter Spiegel ist das Optimale. Bei der Meo5X mit dem liegenden Lampenhaus war eine Bildfensterlinse nötig, ging zwar mit der Schärfe, jedoch hatte die mittig in der Linse keine Vergütung, was zu einem gut sichtbaren Kreis im Bild führte.

Einen falsch geschliffenen Spiegel, bzw. ein Paar davon, hatte ich mal in einem Lampenhaussatz, Ohne Anamophot sauber scharfes Bild, mit nicht mehr möglich, immer unscharf.

Das komplette optische System besteht aus Spiegel, Bildfenster und Objektiv und muß für die beste Bildwiedergabe möglcihst zu 100% in der optischen Achse stehen. Heutzutage einfacher mit Laser zu machen, früher halt mit Stange. 

Jens

Geschrieben (bearbeitet)
vor 7 Stunden schrieb PKGeorge:
Am 3.5.2026 um 21:05 schrieb Eremitage:

-Die Bedienfelder beider Maschinen entsprechen nicht den Abbildungen in den Aufbau

- und Bedienungsanleitungen und sind auch nicht unter www.Kinobauer.de zu finden.

-Daher habe ich auch keine Unterlagen für diese Ausführung. 

-Das ist mir aber soweit es irgendwo greifbar Dokumentation gibt, erstmal zu umständlich.

-Vielleicht kann jemand weiterhelfen (?)

 

Gibts dazu etwas zu berichten?

Hast du Unterlagen/Dokumentationen erhalten?

 

So, mal der Reihe nach.. ist ja schön, dass es mittlerweile doch etwas Beteiligung gibt.

In den drei verschiedenen BDA die ich von den B14's besitze, zeigt eine zwar das Bedienfeld (zweite Generation, so der Vorbesitzer) aber es gibt keinerlei genaue Hinweise auf die Anschlussbelegung oder den inneren Aufbau. 

Das heißt mir bleibt im Moment nur die Kabelwege vom Taster zur Anschlussbuchse an der Geräterückseite abzuklingeln oder visuell nachzuverfolgen.

Foto: BDA die so auch nicht bei kinobauer@kinobaur.de abgekegt ist.

17788516594993156196274508334026.thumb.jpg.0f1564637bb1e859ea9fa0905459056d.jpg

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
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Geschrieben

Das komplette optische System eines Kinefilmprojektors besteht aus Lichtquelle, Hohlspiegel, eventuellen Kondensorelementen, Film und Objektiv. Der Filmträger bewirkt ein wenig Zerstreuung und ein kleines Bißchen prismatische Aberration.

 

Der Hohlspiegel muß mehrere einander widerstrebende Aufgaben erfüllen: Während er einen möglichst großen Raumwinkel ausmachen soll (aus naheliegendem Grund), sollte sein Öffnungsverhältnis (Oberfläche/Brennweite) nicht so groß sein, daß zu viel Licht an Bildfenster und Objektiv verloren geht. Gleichzeitig geht es um eine Vergrößerung des Leuchtflecks oder eines Teils des Lichtbogens aufs Bildfenster. Machen wir die Vergrößerung zu stark, müssen wir mit unruhiger Ausleuchtung, wechselnden Lichtfarben und zu großem Unterschied Mittenleuchtdichte-Randleuchtdichte rechnen. Machen wir die Vergrößerung schwächer, muß die Lichtquelle wachsen (dickere Kohlen). Das lichtwirkungsbeste Bildseitenverhältnis ist 1:1. Mit quadratischem Bildfenster greifen wir die größte Fläche aus der Sonne heraus. Das gab’s mit Superscope.

 

Die schwierigste Aufgabe ist der Wechsel der abbildenden Optik. Nicht nur erfordern unterschiedliche Objektivbrennweiten eigentlich eine Anpassung der Beleuchtungsoptik, sondern der Aufbau des Objektives ist von großem Einfluß. Wir haben ja nicht eine einzelne positive Linse, sondern wenigstens drei. Triplette können beachtlich gute Bilder liefern, unsere Ansprüche stellen sie aber weg. Vier Linsen, das hintere Paar verkittet, kennen wir von den Petzval-Typen. Sie verschwanden kurz nach Einführung der Xenonlampe, deren Lichtbogen am Ort bleibt, entsprechend verharrte das Abbild im ungünstigen Fall in der Nähe des Kittgliedes.

 

Die optischen Verwicklungen werden durch längere Brennweite entschärft. Auch hier wieder Kompromiß zwischen Entfernungen im vorhandenem Raum (Architektur), Zuschaueranordnung, Gesichtswinkeln, Bildgröße und Bildseitenverhältnis

 

Der Wabenkondensor war ein Unglück. Was Kondensorlinsen zugute zu halten ist: Möglichkeit der Anpassung ans Objektiv.

 

Wenn das Projektionsbild mit Vorsatzanamorphot an Schärfe verliert, liegt es entweder an ungenügender Ausrichtung des Anamorphoten zum Grundobjektiv (längs und bei der Einmittung) oder am Ana. selbst. Eine Alternative zu Zylinderlinsen sind Spiegelanamorphote.

Geschrieben
vor 22 Stunden schrieb PKGeorge:
vor 22 Stunden schrieb Eremitage:

Wofür wurde sie dann gefertigt..?

Ich denke das es sich dabei um ein Scheinwerferglas von einem vauweeh Käfer handelt.

Und ja die durchsichtige Planglasscheibe

 

Ja, nochmal das Thema Scheibe dass ich mittlerweile doch sehr interessant finde.

Nur damit man mal vergleichen kann.

Das ist die Käfaah Scheibe. Zwar ähnlich aber doch lange nicht das Gleiche.

Screenshot_20260515-1514372.png.fb78894a22f4874bf290473741d14f71.png

Bezüglich der (originalen) Plan - Scheibe stellen sich mir doch noch einige Fragen.

Einerseits wird argumentiert, dass durch die Scheibe die Bildqualität negativ beeinflusst wird. Andererseits wird behauptet, dass die Scheibe zur räumlichen Trennung von Lampenhaus und Blendenraum zwingend erforderlich ist. Von dritter Seite aus wird angezweifelt, dass die Scheibe überhaupt einen negativen Einfluss auf die Bildqualität hat. Ich gehe davon aus, dass da jeder etwas recht hat.

Ich bin mir z.B. nicht sicher ob die originale Planscheibe entspiegelt ist.

Eine Entspiegelung würde sehrwahrscheinlich den Effekt der Lichtbrechung in der Scheibe etwas abmildern. Optimal wäre wohl keine Scheibe zu haben.

Für den Umstand dass der Antriebsmotor bei fehlender Scheibe mit seinem Lüfterrad die heiße Luft aus dem Lampenhaus zieht und so Film und Werk termisch überhitzt, gäbe es wohl die Möglichkeit mit einem weiteren Lüfter am Abzug des Lampenhauses einen geregelten Gegenzug zu erzeugen.

Es gab auch schon den Hinweis, dass der Hilfsspiegel wegen seiner sensiblen Beschichtung ebenfalls etwas gekühlt werden sollte. Eventuell könnte man diesen Lüfter so einstellen, dass er am Hilfsspiegel vorbei auf den Abzug des Lampenhauses gerichtet ist und so den Luftzug zum Blendenraum negiert.

Das würde dann den Einsatz der Planscheibe überflüssig machen.

Oder..? 🙂 

 

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Film-Mechaniker:

Der Filmträger bewirkt ein wenig Zerstreuung und ein kleines Bißchen prismatische Aberration.

 

Danke für die sehr fachliche Darstellung.

Zu viel um auf alles detailliert einzugehen. Aber um beim ursprünglichen Thema zu bleiben, die Planscheibe, sie erzeugt ja wohl auch eine gewisse prismatische Aberration, nur halt auf der Lampenseite, also vor dem optischen System. Die Frage ist ob das überhaupt Auswirkungen auf die Bildqualität hat. (?)

BAUER hat die Scheibe letztlich damals konstruiert und eingebaut.

Ich gehe mal davon aus, dass dort schon  der Nutzen der Scheibe, die Vor- und Nachteile abgewogen wurden.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Eremitage:

Eine Entspiegelung würde sehrwahrscheinlich den Effekt der Lichtbrechung in der Scheibe etwas abmildern.

 

Das ist nun einfach gedankenlos hingeschrieben und falsch.

 

Entspiegelung tut was? Lichtspiegelung an Glasluftflächen mindern. Die Lichtbrechung kann mit auf der Oberfläche angebrachter Beschichtung nicht beeinflußt werden. Sie ist gegeben durch die optische Dichte eines Materials, auch Brechungskoeffizient oder -quotient oder -zahl genannt.

 

Ich füge gerne an, daß die Projektion mit regenerierten Kopien überraschende Qualitäten haben kann. Ich habe schon Positive gespielt, deren Träger entschrammt wurde. Die ganz leicht unebene und nicht glanzglatte Oberfläche bewirkt einen gewissen Prozentsatz an Streulicht, das dem Bild einen schwer zu beschreibenden Schimmer gibt. Man muß es gesehen haben, aber für solche materiellen Dinge haben die Menschen heute keine Sinne. Fest in solcher Erinnerung habe ich noch Quai des Orfèvres.

Geschrieben

Simon, ich mag deine Beträge, sind immer sehr ausführlich. Wenn ich nicht den A-B Vergleich gehabt hätte, Grundobjektiv scharf, kein Anamorphotbild scharf zu bekommen. Erst nach Spiegelwechsel war das kein Problem mehr. Wo die zwei Weulespiegel herkamen und wann sie für Xeneon und wie gefertigt wurden, keine Ahnung. Nur gab es haölt immer ein unscharfes anamorphotische Bild.

Grüße

Jens

Geschrieben (bearbeitet)
Am 15.5.2026 um 16:01 schrieb Eremitage:

 

Ja, nochmal das Thema Scheibe dass ich mittlerweile doch sehr interessant finde.

Nur damit man mal vergleichen kann.

Das ist die Käfaah Scheibe. Zwar ähnlich aber doch lange nicht das Gleiche.

Screenshot_20260515-1514372.png.fb78894a22f4874bf290473741d14f71.png

Bezüglich der (originalen) Plan - Scheibe stellen sich mir doch noch einige Fragen.

Einerseits wird argumentiert, dass durch die Scheibe die Bildqualität negativ beeinflusst wird. Andererseits wird behauptet, dass die Scheibe zur räumlichen Trennung von Lampenhaus und Blendenraum zwingend erforderlich ist. Von dritter Seite aus wird angezweifelt, dass die Scheibe überhaupt einen negativen Einfluss auf die Bildqualität hat. Ich gehe davon aus, dass da jeder etwas recht hat.

Ich bin mir z.B. nicht sicher ob die originale Planscheibe entspiegelt ist.

Eine Entspiegelung würde sehrwahrscheinlich den Effekt der Lichtbrechung in der Scheibe etwas abmildern. Optimal wäre wohl keine Scheibe zu haben.

Für den Umstand dass der Antriebsmotor bei fehlender Scheibe mit seinem Lüfterrad die heiße Luft aus dem Lampenhaus zieht und so Film und Werk termisch überhitzt, gäbe es wohl die Möglichkeit mit einem weiteren Lüfter am Abzug des Lampenhauses einen geregelten Gegenzug zu erzeugen.

Es gab auch schon den Hinweis, dass der Hilfsspiegel wegen seiner sensiblen Beschichtung ebenfalls etwas gekühlt werden sollte. Eventuell könnte man diesen Lüfter so einstellen, dass er am Hilfsspiegel vorbei auf den Abzug des Lampenhauses gerichtet ist und so den Luftzug zum Blendenraum negiert.

Das würde dann den Einsatz der Planscheibe überflüssig machen.

Oder..? 🙂 

 

Ja, später sahen die so aus, asymm. Beleuchtung für Rechtsverkehr - oder Linksverkehr andersherum. Aber bis in die 40er Jahre waren die symmetrisch von der Ausleuchtung, und am Bild eines alten Mercedes hatte ich gestern diese Riffelscheibe gesehen. Insofern, möglich ist das schon. Bleibt nur ausprobieren,.

Bearbeitet von stefan2 (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb stefan2:

Bleibt nur ausprobieren

Mache ich auf jeden Fall.

Bin schon gespannt was bei rauskommt..

..und natürlich werde ich hier davon berichten.

Geschrieben

Kleiner Eingriff, weg vom Originalzustand aber einheitlich im Vergleich zur Standard B14. Die Studio-Maschine hat von Haus aus (jedenfalls in der Version, wie ich sie erhalten habe) keinen Zündknopf der am Lampenhaus untergebracht ist.

Der Platz an dem dieses Bedienelement typischerweise beheimatet ist, befindet sich mittig zwischen Amperemeter und Stundenzähler. Ich habe also erstmal aus dem kürzlich erworbenen Lampenhaus den Zündknopf ausgebaut, entrostet, gereinigt und die unedlen Metallteile wie Klemmring und Mutter geölt und abgerieben. Im Anschluss wurde mit Stufenbohrer das passende Loch (15,5mm) hergestellt und der Zündknopf eingepasst. 

Das sind immer nur kleine Arbeitsschritte, nichts für Eilige die ein schnelles Ergebnis erwarten.

Foto:

Konsole statt ohne - mit - Zündknopf..🙂IMG_20260516_185946_HDR.thumb.jpg.cac7f589670cb54bb2d253c749dd7394.jpg

Foto unten: Vorarbeit/Aufarbeiten.

IMG_20260516_185706_HDR.thumb.jpg.5d69895fb62d3342e143249230e11c9e.jpg

  • Like 1
  • Thumsbup 1
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Eremitage:

Im Anschluss wurde mit Stufenbohrer das passende Loch (15,5mm) hergestellt und der Zündknopf eingepasst.

Autsch, das hättest du dir sparen können.

Warum? Da eine passende Bohrung für den Kurzzeitdrücker an deinem LH schon vorhanden ist.

Bin so frei und habs markiert.

Und zu den Kreuzschlitzschrauben sag ich mal nix. 

BL9X Zünddrücker.JPG

Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Stunden schrieb PKGeorge:

Autsch, das hättest du dir sparen können.

Warum? Da eine passende Bohrung für den Kurzzeitdrücker an deinem LH schon vorhanden ist.

Bin so frei und habs markiert.

Muss ich dir mal wieder widersprechen.

Deine rot markierte Stelle ist nicht für den Zündtaster vorgesehen. Diese dort vorhandene Bohrung ist für den Durchmesser des Knopfes mit etwa 10 mm viel zu klein. Außerdem - Ich habe zwei Lampenhäuser mit Zündknopf und einfach deren Position maßlich übernommen. An der Stelle die Du markiert hast befindet sich bei den anderen Lampenhäusern ein kleines ovales Typenschild. Warum das hier nicht so ist kann ich mir nur mit einer anderen Fertigungscharge erklären. Bei Bosch/Bauer wurde sich ja auch nicht auf einem Entwicklungsstand ausgeruht und standig weiterentwickelt.

Und zu den Kreuzschlitzschrauben:

Ab und zu muss man Kompromisse eingehen. Die alten Schraubenköpfe waren dermaßen abgedreht und nicht mehr durch aufpolieren zu retten.

Da es sich hier um alte Norm handelt bekommt man auch nichts nach - und - im Gesamtbild sehen die frischen Schraubenköpfe, zumal ich den alten Lack schon weitgehend unberührt gelassen habe, allemal besser aus.

Irgendwo sollte man schon erkennen können, dass hier im Rahmen einer Restauration Hand angelegt wurde.

Nur einfach die technische Funktionalität der Maschinen herzustellen, ist mir im Verhältnis zum Arbeitsaufwand zu wenig.

Foto: Original Konsole Lampenhaus BAUER B14 Studio. 

IMG_20260517_111115_HDR.thumb.jpg.801b9f9ffed7f774f595a327ba57d1bd.jpg

Unter dem Typenschild befindet sich KEINE Bohrung..🙂

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1
Geschrieben
vor 27 Minuten schrieb Eremitage:

-Deine rot markierte Stelle ist nicht für den Zündtaster vorgesehen.

-Diese dort vorhandene Bohrung ist für den Durchmesser des Knopfes mit etwa 10 mm viel zu klein.

-Außerdem - Ich habe zwei Lampenhäuser mit Zündknopf und einfach deren Position maßlich übernommen.

-An der Stelle die Du markiert hast befindet sich bei den anderen Lampenhäusern ein kleines ovales Typenschild. 

-Unter dem Typenschild befindet sich KEINE Bohrung..🙂

Erstmal hast generell Recht was du da Schreibst.

Aber die Bohrung ist nunmal bei dir da vorhanden.

War von Bauer an der Stelle auch für einen Drucktaster (gleich Zündtaster) bei einem Voltmeter statt Betriebsstundenzähler vorgesehen.

Somit hätte ich diese Bohrung genutzt und das grüne Blech unangetastet gelassen.

Das sich unter dem Bauerschild keine Bohrung befindet weiß ich.

Wußte aber nicht das diese Bohrung nur 10mm hat!

Hab ich nie nachgemessen.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb PKGeorge:

Hab ich nie nachgemessen

Aber ich.. sonst säße der Knopf nun dort..🙂

So habe ich einfach die Position von den anderen Lampenhäusern übernommen.

Thema Zündknopf beendet..?

  • Like 1
Geschrieben (bearbeitet)
Am 15.5.2026 um 21:29 schrieb Film-Mechaniker:

Das ist mir rätselhaft, ehrlich.

Thema - Grundobjektiv scharf, kein Anamorphotbild scharf - nochmals aufgegriffen:

Vielleicht liegt hier die Erklärung:

Aber - wie immer gilt bei Recherche mit KI - Keine Garantie auf (absolute) Richtigkeit.

Problem und dessen Lösung finde ich hier gut dargestellt.

Sonst würde ich's nicht Posten.

 

Das Phänomen, das Sie beobachten, ist ein bekanntes Problem bei der Justierung von Kinoprojektoren. Es liegt meistens nicht an einem klassischen Abbildungsfehler (wie der sphärischen oder chromatischen Aberration) des Objektivs selbst, sondern an einem geometrischen Positionierungsfehler – dem sogenannten Achsenversatz oder einer Verkippung.
Hier ist die direkte Erklärung und wie Sie das Problem lösen:
 
Warum das Bild mit Anamorphot unscharf wird
Ein Anamorphot reagiert extrem empfindlich auf minimale Abweichungen in der optischen Achse. Wenn Sie den Kolbenspiegel im Lampenhaus (BL 9X) verstellen, verändern Sie den Winkel, in dem das Licht durch das Filmfenster tritt.
  • Grundobjektiv (Tolerant): Das Standardobjektiv sammelt das Licht rotationssymmetrisch. Kleine Winkelfehler des Lichts fallen kaum auf, das Bild bleibt scharf.
  • Anamorphot (Empfindlich): Der Vorsatz dehnt das Bild nur in der Horizontalen. Wenn das Licht nun schräg oder dezentriert eintrifft, führt dies zu einer asymmetrischen Lichtbrechung. Das Resultat ist eine starke Unschärfe, oft verbunden mit "Geisterbildern" oder einseitig verzerrten Rändern.
 
Schritt-für-Schritt-Lösung an der Bauer B14
Um das Bild mit beiden Optiken scharf zu bekommen, müssen Sie die Justierung in einer bestimmten Reihenfolge wiederholen:
  1. Anamorphot wegschwenken: Nutzen Sie zunächst nur das Standardobjektiv.
  2. Spiegel grob einstellen: Justieren Sie den Spiegel im BL 9X so, dass das Lichtbild auf der Leinwand maximal gleichmäßig und hell ausgeleuchtet ist (ohne dunkle Ecken oder "Hotspots").
  3. Grundschärfe fasseln: Stellen Sie das Standardobjektiv perfekt scharf.
  4. Anamorphot vorschwenken: Schwenken Sie den Anamorphoten in den Lichtweg.
  5. Horizont ausrichten: Der Anamorphot muss absolut waagerecht stehen (meistens über eine Rändelschraube oder einen Klemmring am Vorsatz einstellbar).
  6. Schärfe am Anamorphoten nachstellen: Drehen Sie nur am vorderen Fokusring des Anamorphoten (nicht am Grundobjektiv!), bis das Bild scharf ist.
  7. Feinkorrektur des Spiegels: Wenn das Bild ungleichmäßig unscharf bleibt (z. B. links scharf, rechts unscharf), korrigieren Sie den Spiegel im BL 9X nur noch in minimalen Mikroschritten, während Sie die Leinwand beobachten.
Möglicherweise ist auch der Halter des Anamorphoten an Ihrer Bauer B14 minimal verbogen oder nicht exakt zentriert zum Objektivtubus montiert.
Um Ihnen gezielter zu helfen, lassen Sie mich wissen:
  • Ist das Bild auf der gesamten Leinwand gleichmäßig unscharf oder betrifft es vor allem die Ränder?
  • Welchen Anamorphot-Typ (z. B. Isco, Schneider, Möller) nutzen Sie genau?
  • Bleibt das Bild unscharf, wenn Sie den Fokusring direkt am Anamorphoten maximal verdrehen?
 
 
Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Tja, Ki halt. Die zitiert auch uns hier und sammelt die Infos zusammenn.

Mehr auch nicht.

Da kann ich der Ki noch ein paar Infos geben. wenn der Spiegelschliff nichts ist, dann geht halt nichts mehr.

Und du kannst dir sicher sein, alles war in der optischen Achse, Abstand stimmte auch, extra dafür habe ich mir damals einen Laserpointer umgebaut. Um das optische System genau auf Achse zu bekommen.

Und sicherlich, mit den letzten Objektiven von Schneider oder Isco gab es nur bei passenden Kombinationen scharfes CS Bild.

Isco ging dann nicht mehr mit Schneider und umgekehrt.

Gleiche Objektivkombination dann in einem Bauer Kaltlichtspiegel benutzt, Bild scharf. Der Spiegel liegt in dem Karton, den du noch bekommst. Da werde ich auch noch originale Bauerschlitzschrauben reinpacken, wenn ich noch welche finde. Damit die gräuslichen verzinkten Kreuzschlitzschrauben da wieder rauskommen können. Soviel Mühe, wie du dir gibst, ist das dann schon eher ein Muß.

Grüße

Jens

Geschrieben

Da sieht man wieder, daß es künstliche Intelligenz nicht gibt, nicht geben kann, der Ausdruck ist schon ein Widerspruch in sich selbst. Was heißt denn rotationssymmetrisch? Wenn wir ein Projektionsobjektiv verwinkelt montieren, ist auch das halbe Bild unscharf. Objektive pflegen halt in Halterungen zu sitzen, die einigermaßen genau senkrecht zur Filmoberfläche stehen. Daß der Ana. am besten mit dem Objektiv verschraubt sein soll, ist für uns mit natürlicher Intelligenz Bedachte Grundannahme. Wir sind auch fähig, anamorphotische Vorsätze in Schwenkhalterungen auf optische Achse zu bringen.

 

Unschärfe wegen unguter Spiegel leuchtet mir nicht ein.

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