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Bestimmung der Aktreihenfolge anhand der Startbandfarben


EnWo
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Hallo zusammen,

gleich vorweg, ich bin kein Profi sondern ein Hobbysammler. Habe mir vor kurzem eine ältere Filmkopie gekauft, bei der auf den Akten keinerlei Kennzeichnungen vorhanden sind. Die Vorspänne haben allerdings verschiedene Farben. Kann mir jemand zufällig einen guten Tipp geben zuvor ich die Akte wegen der Reihenfolge einzeln durchschauen muss.

Vielen Dank und Gruß

ENWO :lol:

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Die Seite könnte dir weiterhelfen:

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Allonge_(Film)

 

(Link bitte kopieren, der URL-Tag mag wohl den Unterstrich nicht.)

 

Die Fächer in unserem Filmschrank sind auch mit Farben beschriftet, allerdings bilde ich mir ein, dass die Farben nicht immer mit denen der Filmkopien übereingestimmt haben. Vielleicht gibt es noch ein anderes Farbsystem.

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Hallo Iggi,

vielen Dank für die schnelle Antwort an den Profi. Alle Farben sind vorhanden und die Farben stimmen auch mit dem erkennbaren ersten und letzten Akt überein.

Schauen wir mal was Fernandel dazu sagt...

Schöne Weihnachten

Gruß

ENWO 8)

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Hi!

 

Hier das ganze in schriftlicher Form:

 

AKt 1: Aktanfang (Aa) voll-rot; Aktende (Ae) gestreift-rot

Akt 2: Aa voll-blau; Ae gestreift-blau

Akt 3: Aa voll-grün; Ae gestreift-grün

Akt 4: Aa voll-gelb; Ae gestreift-gelb

Akt 5: Aa voll-lila; Ae gestreift-lila

Akt 6: Aa voll-weiß; Ae gestreift-weiß

Akt 7: Aa voll-braun* ; Ae gestreift-braun

 

* Ja, ja ich weiß, liest sich total lustig... hatte aber keine Lust dauernd das Wort "Aktanfang" vollständig auszuschreiben.

 

LG von Bauer-Fan

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Braun für den 7. Akt? Da staune ich aber - ist das eine südwestdeutsche Regional-Markierung?

Kann schon sein..... schließlich war das Saarland ja bis 1957 eine Autonome Region...... ich kenne ab dem 6. Akt nur Aktanfang weiß mit entsprechender Nummerierung für folgende Akte ......

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Ich habe angeführt, was in der Schweiz üblich war, was auf das straff durchorganisierte Filmwesen Deutschlands zurückging. Wir hatten ja Baron Günther von Stapenhorst-Brockdorff (1883—1979) in Zürich. Ganz am Anfang stand die Idee, mit den Grundfarben Rot-Blau-Grün die ersten drei, mit den Komplementärfarben Türkis-Gelb-Purpur die nächsten drei Akte zu kennzeichnen. Man sieht, welches Durcheinander entstanden ist.

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Braun für den 7. Akt? Da staune ich aber - ist das eine südwestdeutsche Regional-Markierung?

 

Hatte ich schon ein paar mal so bekommen. Es sieht aus wie aufgespritzte, mattglänzende Lackfarbe auf Blankfilm. Man kann die Farbe mit dem Fingernagel wieder leicht abkratzen, und dann sieht man wieder den Blankfilm. Die meißte Zeit aber, wenn denn mal ein Film mit solcher Überlänge bei uns läuft, ist überhaupt kein farbiges Stück Start- oder Schlußband am siebten Akt mit drann. Allenfalls ein langes Stück Blank- oder Schwarzfilm, mal mit mal ohne Bildtrennung. Ein Stück Rohfilm (oder vielleicht sogar Magnetfilm) wäre allerdings auch eine Möglichkeit, zwecks zur Aktkennzeichnung.

 

LG von Bauer-Fan

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Ich kenne es nicht anders,alle dem 6.Akt nachfolgende Akte waren mit farbneutralen Startbändern versehen.Die Farbe braun ist mir als Startband nie begegnet.

Leider kennen viele der heutigen Kollegen die Aktfarben überhaupt nicht mehr,sodaß es zum Vertauschen der Startbändern kommt,wenn sie mal eine alte Kopie bearbeiten.

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Ganz am Anfang stand die Idee, mit den Grundfarben Rot-Blau-Grün die ersten drei, mit den Komplementärfarben Türkis-Gelb-Purpur die nächsten drei Akte zu kennzeichnen.

Ob die Farbenfolge glücklich gewählt war, würde ich mal dahingestellt lassen; nicht nur einmal habe ich es erlebt, dass Kollegen die Abfolge von blau und grün vertauschten und im Filmschrank der dritte Akt statt des zweiten stand. Vielleicht hätte man sich eher an der Abfolge der Farben im Regenbogen orientieren sollen - hat auch etwas mit Didaktik (oder vielleicht eher: Merkfähigkeit) zu tun.

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Zugegeben, foolproof wäre nur ein Verfahren gewesen, bei dem die Fächer des Filmschranks mit den entsprechenden Farben gekennzeichnet gewesen wären. Komisch, auf die Idee scheint nie einer gekommen zu sein - auch die schlauesten Filmvorführ-Lehrbücher (jedenfalls in der mir zugänglichen beschränkten Auswahl) enthalten zwar tolle Erklärungen zur Funktionsweise eines Drehstrom-Motors, aber keinen Hinweis auf basics wie die Farb-Kennzeichnung der Akte. Na ja, heute ist es eh egal, wer spielt noch 600 Meter ...

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sodaß es zum Vertauschen der Startbändern kommt,wenn sie mal eine alte Kopie bearbeiten.

Das ist das Grundübel. Eine Vorführkopie gibt es nicht zu bearbeiten. Wieder eine Gelegenheit für mich, Automation ohne Aktkoppelung vorzuschlagen, und zwar mit mehreren Projektoren. Maschine 1, Akt 1; Maschine 2, Akt 2; Maschine 3, Akt 3. Mit drei Projektoren ist schon eine Stunde Programm beisammen, Aktwechsel mit FCC*, Schnellrücklauf auf der Maschine. Projektorenaufstellung zum Beispiel mit einem geradeaus und zweien, die sich quer dazu gegenüberstehen, Spiegel dazwischen.

 

Werft die Telleranlagen fort!

 

_____________________

*Frame Count Cueing, Bilderabzählen, sichere und wirtschaftliche Technik beim Kopieren. Alles, was erforderlich ist, sind eine Lichtschranke, das ist ein einziges elektronisches Bauelement, und ein Zählwerk, das programmiert werden kann, sei es mechanisch, sei es elektrisch, um bei vorgewählten Bilderzahlen etwas auszulösen, z. B. Start eines Projektors und Überblendung vom einen zum andern. Die Lichtschranke umfaßt etwa die Blende. So ist es bei der Dixi-700, der 16er Kopiermaschine der alten Filmkunst, und bei der Debrie-Matipo 35. Das Lichtsteuersystem Memochrome funktioniert mit FCC.

Beim Projektor entspricht jeder zweite Impuls einem Bild.

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