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3D-Konvertierung von 2D-Filmen

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Interessanter VARIETY-Artikel: Dreamworks-Chef Katzenberg kritisiert schlechte 3D-Konvertierung von Flachfilmen:

 

http://www.variety.com/article/VR1118017453.html?categoryid=10&cs=1

 

(Auszugsweise Übersetzung von mir, Originaltext s.u.)

 

Wir stehen momentan an einem Scheideweg. 3D im Kino stellt heute eine große Innovation und Gelegenheit für Filmemacher, Studios und Kinobetreiber dar, besonders aber den wichtigsten Anreiz für Kinobesucher, den es seit Jahrzehnten gab.

 

Einige Leute haben nicht verstanden, was mir in den vletzten Wochen Sorgen gemacht hat. Für DRAGONS hatten wir eine breitere 3D-Basis als jeder andere aktuelle Film. Es geht also nicht darum, daß uns für DRAGONS Kinos fehlten. Es geht bei KAMPF DER TITANEN nicht um die [digitale] Abspielbasis, sondern um das, was dieser Film darstellt - nämlich ein ganz anderes [3D-]Erlebnis.

Eine Seherfahrung, die meiner Meinung nach, wenn sie sich durchsetzt, das Ende von 3D bedeuten wird.

 

Mit AVATAR haben wir eine Spitzenleistung (von 3D) erlebt, und jetzt sehen wir einen wahren Tiefpunkt in Form von KAMPF DER TITANEN. Man kann es nicht minderwertiger und in schlechterer Qualität liefern als es im Fall von TITANEN gemacht wurde. Man kann nur sagen: "Glückwunsch, ihr habt das Publikum an der Nase herumgeführt."

 

Damit kann man ein paarmal durchkommen, aber auf die Dauer wird das Publikum aufwachen. Und wenn das geschieht, haben wir es vermasselt. Wird die Öffentlichkeit einen, drei oder fünf Filme brauchen, um den Unterschied zwischen gut und schlecht zu lernen?

Wenn sie es wahrnehmen, werden noch zwanzig, dreißig der vierzig Filme in der Pipeline sein, aber wir haben dann die Gans geschlachtet, die goldene Eier legt.

[...]

Wenn wir als Industrie diesen Weg einschlagen, ist das das Ende. So rasch wie es [3D] aufkam, wird es auch wieder verschwinden.

 

Katzenberg sagt auch ganz klar, daß er beim Scheitern von 3D befürchtet, die für die Studios kostensparende Digitalumrüstung könne zum Stillstand kommen:

 

Wenn Sie jetzt 3D [als Einnahmesteigerung, bezieht sich auf vorigen Absatz] aus der Gleichung herausnehmen, bringen Sie den digitalen Zug zum Entgleisen. Und wer ist der größte Nutznießer des Digitalen, einer volldigitalen Plattform? Hollywood. Wenn man also vom Effekt eines Scheiterns [von 3D] spricht, wäre dieser unvorstellbar.

 

 

 

Jeffrey Katzenberg: I think we are at a genuine crossroads. Today, 3D in theaters offers probably the greatest innovation and opportunity for movie makers, studios, exhibitors and, most importantly, the consumers, of anything that's come along in several decades.

I think people have really misunderstood what my anxieties have been about in these last few weeks. We had the largest 3D release platform for "Dragons" than any movie today. It's not been about losing 3D screens for "Dragons."

So the issue of "Clash of the Titans" is actually not about theater (capacity) and theater access, it is about (what) that movie represents -- a different experience. And in my opinion, one that, if replicated, and becomes the standard, is the end of 3D.

 

We've seen the highest end of (3D) in "Avatar" and you have now witnessed the lowest end of it (in "Titans"). You cannot do anything that is of a lower grade and a lower quality than what has just been done on "Clash of the Titans." It literally is "OK, congratulations! You just snookered the movie audience."

[...]

We may get away with it a few times but in the long run, (moviegoers) will wake up. And the day they wake up is the day they walk away from us and we blew it.

Does it take the moviegoing public one movie, three movies, five movies to get to the point where they are discerning the difference between good and terrible? By the time that happens, there will be another 20 or 30 or 40 movies in the pipeline but we (will already have) killed that goose that is delivering us golden eggs.

[...]

And if we as an industry choose this 2D to 3D post-production conversion, it's the end. As quickly as it got here, that's how fast it will go away.

[...]

So now take that 3D out of the equation and you derail that (digital) train. And who's the biggest beneficiary of digital, of a full digital platform? Hollywood. So when you want to talk about the effect of actually blowing this, it's unbelievable.

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Der Katzenberg :lol: , hat auch immer was zu melden. Aber mann muss sagen, er bringt es eigentlich immer auf den Punkt.

 

Gibt zwar schon den Kampf der Titanen-mocking-thread, aber ich muss sagen, wir können froh sein, dass die Leute quasi alle schon Avatar in 3D gesehen haben. Wenn ich mir vorstelle, dass der erste 3D Film von jemandem so was wie KdT ist, denken die sich doch auch »und das ist der große 3D-Hype?«.

 

Man könnte in dem Sinne auch glatt froh sein, dass der Film in der Presse so wegen dem schlechten 3D zerrissen wird.

 

Kleine Annekdote noch zu KdT: Ich habe den Film mit einem Kollegen gesehen, nach fünf Minuten ruft der ernsthaft im Vorführraum an und motzt »stell den Apparat mal richtig ein! Da stimmt was nicht, sieht total scheiße aus!« :P

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Wir haben den Film nicht eingesetzt ...

 

Einige Kollegen aber, die den Film in 3-D zeigen, haben schon auf die Beschwerden reagiert, den 3-D Zuschlag gestrichen und verkaufen die Karten zum regulären Preis.

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Bei uns liefen auch schon einige beschwerden auf, dass unsere projektion einen fehler hätte.

Tja was sagt man den leuten, liegt am film... Toll die werden sich auch denken - "Und das ist das hochgejubelte 3D" :evil:

 

Solche filme beschädigen den ruf des kinos und das 3D verfahren.

 

Wenn es so weitergeht dass filme zwangsweise in schlechter qualität in 3D umgewandelt werden bloß um die leute zu locken, geht die ganze sache auf kurz oder lang in die hose.

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Hallo lichtbringer,

 

genau das ist das Problem. Die Zuschauer, die zum ersten mal mit Kampf der Titanen einen 3D Film gesehen haben, werden zukünftig kaum noch bereit sein, dafür so einen happigen Preisaufschlag zu zahlen.

Schon bei AVATAR beklagen sich einige Zuschauer darüber, dass sie die 3D-Effekte kaum/nur selten wahrgenommen haben.

 

Darüber hinaus gibt es die ersten Berichte auf "Schnittberichte.com", dass die Kinofassung von Kampf der Titanen massiv gekürzt wurde. Einige "erklärende" Hintergrundinformationen wurden aus der finalen Fassung herausgeschnitten oder gar nicht erst fertiggestellt.

 

Inzwischen regen sich zahlreiche Filmfreunde über gekürzte Filmfassungen in den Kinos auf (wie z.B. Terminator 4) und warten lieber auf die Blu-ray oder DVD-Fassung, weil diese Filme als Special Edition dann den Film in "voller Länge" zeigen. Auch hier sollten die Filmemacher aufpassen. Mit diesem Marketing von "verlängerten" Fassungen auf DVD/Blu-ray kann es passieren, dass viele Zuschauer nicht mehr ins Kino gehen, weil die Fassungen dort "gekürzt" sind.

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Schon bei AVATAR beklagen sich einige Zuschauer darüber, dass sie die 3D-Effekte kaum/nur selten wahrgenommen haben.

 

*hust* Naja sorry, aber wer in Avatar keinen 3D "effekt" sieht sollte vieleichtmal zum Optiker gehen.

Man sollte dabei unterscheiden zwichen auf "aha-effekt" getrimmte IMAX Filme von früher wo mit vielen Speilerreinen wie Gegenstände die eben massiv auf die Zuschauer zukommen, und eben Filmen in den die räumliche Wirkung ganz natürlich dargestellt wird.

Es geht dabei ja nicht um effekthascherrei sondern eben um die räumliche Darstellung.

 

Ich denke das viele Leuten sich unter einen "3D Film" was falsches vorstellen.

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Hallo lichtbringer,

 

genau das ist das Problem. Die Zuschauer, die zum ersten mal mit Kampf der Titanen einen 3D Film gesehen haben, werden zukünftig kaum noch bereit sein, dafür so einen happigen Preisaufschlag zu zahlen.

Schon bei AVATAR beklagen sich einige Zuschauer darüber, dass sie die 3D-Effekte kaum/nur selten wahrgenommen haben.

 

Darüber hinaus gibt es die ersten Berichte auf "Schnittberichte.com", dass die Kinofassung von Kampf der Titanen massiv gekürzt wurde. Einige "erklärende" Hintergrundinformationen wurden aus der finalen Fassung herausgeschnitten oder gar nicht erst fertiggestellt.

 

Inzwischen regen sich zahlreiche Filmfreunde über gekürzte Filmfassungen in den Kinos auf (wie z.B. Terminator 4) und warten lieber auf die Blu-ray oder DVD-Fassung, weil diese Filme als Special Edition dann den Film in "voller Länge" zeigen. Auch hier sollten die Filmemacher aufpassen. Mit diesem Marketing von "verlängerten" Fassungen auf DVD/Blu-ray kann es passieren, dass viele Zuschauer nicht mehr ins Kino gehen, weil die Fassungen dort "gekürzt" sind.

 

Meine Rede seit langer Zeit: das Kino wird von den Majors primär als Werbeplattform für Mainstream-DVDs und -Blu-rays "missbraucht" :evil:

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Schon bei AVATAR beklagen sich einige Zuschauer darüber, dass sie die 3D-Effekte kaum/nur selten wahrgenommen haben.

 

*hust* Naja sorry, aber wer in Avatar keinen 3D "effekt" sieht sollte vieleichtmal zum Optiker gehen.

Man sollte dabei unterscheiden zwichen auf "aha-effekt" getrimmte IMAX Filme von früher wo mit vielen Speilerreinen wie Gegenstände die eben massiv auf die Zuschauer zukommen, und eben Filmen in den die räumliche Wirkung ganz natürlich dargestellt wird.

Es geht dabei ja nicht um effekthascherrei sondern eben um die räumliche Darstellung.

 

Ich denke das viele Leuten sich unter einen "3D Film" was falsches vorstellen.

 

Es ist eine Tatsache, dass mehr Menschen an Sehfehlern leiden als man denkt. Viele entdecken ihre Augenfehler erst beim Betrachten von 3D-Filmen. Ich weiß wovon ich spreche, denn ich selbst habe bei 3D erhebliche Probleme, eine räumliche Tiefe wahrzunehmen. Objekte, die sich auf die Kamera zubewegen, kann ich problemlos dreidimensional erleben. Für mich persönlich bringt 3D daher nicht viel und ich sehe das als reine Spielerei an.

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Wir haben den Film nicht eingesetzt ...

 

Einige Kollegen aber, die den Film in 3-D zeigen, haben schon auf die Beschwerden reagiert, den 3-D Zuschlag gestrichen und verkaufen die Karten zum regulären Preis.

 

Ich habe nach kurzer Zeit während der Pressevorführung einfach die XpanD-Brille abgesetzt :roll:

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Man sollte dabei unterscheiden zwichen auf "aha-effekt" getrimmte IMAX Filme von früher wo mit vielen Speilerreinen wie Gegenstände die eben massiv auf die Zuschauer zukommen, und eben Filmen in den die räumliche Wirkung ganz natürlich dargestellt wird.

Es geht dabei ja nicht um effekthascherrei sondern eben um die räumliche Darstellung.

 

Das denke ich auch, es geht ja hier nicht um 20min jahrmarktsfilme aus den 90er sondern um 3D im sinne der räumlichen wahrnehmung für ein erweitertes, intensiveres filmerlebnis dauerhaft zu etablieren.

 

Cameron hat da schon gute vorarbeit geleistet.

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Da denk' ich doch mit Grausen an die kommenden beiden Potter-Filme.

 

Auch hier muss man ja unbedingt auf den 3D(2D)-Zug aufspringen.

Als ob Potter allein nicht schon genug Zugkraft hätte.

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Naja ich glaube bei potter können die es sich nicht leisten solchen pfusch zu produzieren.

Und um die nachbearbeitung mal nicht ganz zu verpöhnen, g-force war eigentlich ganz ansehlich...

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Schon bei AVATAR beklagen sich einige Zuschauer darüber, dass sie die 3D-Effekte kaum/nur selten wahrgenommen haben.

 

*hust* Naja sorry, aber wer in Avatar keinen 3D "effekt" sieht sollte vieleichtmal zum Optiker gehen.

Man sollte dabei unterscheiden zwichen auf "aha-effekt" getrimmte IMAX Filme von früher wo mit vielen Speilerreinen wie Gegenstände die eben massiv auf die Zuschauer zukommen, und eben Filmen in den die räumliche Wirkung ganz natürlich dargestellt wird.

Es geht dabei ja nicht um effekthascherrei sondern eben um die räumliche Darstellung.

 

Ich denke das viele Leuten sich unter einen "3D Film" was falsches vorstellen.

Dem Stimme ich so nicht zu, ich denke es muss eine gute mischung sein, nur wegen der Tiefenwirkun brauche ich peseonlich kein 3D. Man muss die Technik einfach nutzen und wenn es sich anbietet objekte direkt auf den Zuschauer zukommen zu lassen sollen sie s auch tun. Denn sonst machts auch keinen Sinn...... Es ist wie ueberall im leben: die Mischung machts......

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Naja ich glaube bei potter können die es sich nicht leisten solchen pfusch zu produzieren.

Und um die nachbearbeitung mal nicht ganz zu verpöhnen, g-force war eigentlich ganz ansehlich...

 

 

Und auch "Alice im Wunderland" sah nicht schlecht aus. Es ist also eher eine Frage der Technik und wie viel Zeit man in die Umwandlung investiert.

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Einen spannenden (englischen) Artikel von Stereo-Guru Lenny Lipton über die Technik der nachträglichen 3-D-Konvertierung, was man dabei richtig und falsch machen kann, gibt es in zwei Teilen hier:

 

Converted To Conversion, Part 1

http://lennylipton.wordpress.com/2010/04/05/converted-to-conversion-i/#more-429

 

Converted To Conversion, Part 2

http://lennylipton.wordpress.com/2010/04/07/converted-to-conversion-2/#more-431

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Allein eine räumliche Darstellung mittels 3-D (wie in einigen AVATAR-Szenen) wäre ja für eine Mise en scène noch nicht überzeugend. In diesem Film wurde mir schnell langweilig aufgrund der konventionellen Kameraführung, die gerade auf der blau-ausgeleuchteten Raumstation wie eine TV-Produktion anmutete.

Zu überdenken ist auch ein weiteres Mal, ob in Distanz zum früheren 3-D-Film (oder zum Jahrmarktsfilm) die "exploitativen" szenischen Ideen unbedingt zurückgehalten und gezähmt werden sollen zugunsten einer "normalen", räumlich-tiefenscharfen Darstellung (einem reinen Naturalismus).

 

Alle bisher gesehenen 3-D-Filme entsprachen nicht meinem natürlichen Sehen. Wie sollte auch in in HDTV gedrehter Cameron-Film täuschend echt zur Realität sich verhalten, zudem mit einigen CGI-Fehlern (grosse puma-artige Raubkatze im Kampf gegen kleinere Hunde, wo wieder der Hintergrund zum Vordergrund abschmiert. Sowie einige Bewegungsartefakte bei rotoskopischen Szenen mit "wider die pandorische Schwerkraft" wechselhaft vollzogenen Beschleunigungen).

 

3-D kann sich also nicht all zu rigoros vom Jahrmarktseffekt lossagen, sondern sollte ihn durch Filmsujets, die sich für den 3-D-"Effekt" eignen, weiterführen und verfeinern. Also Objekte im Raum szenisch so einführen, daß sie sozusagen ein "Bindeglied" zwischen dem Dispositiv der Flachleinwand und dem Zuschauerraum darstellen und "auf den Zuschauer zukommen" (wie im Leben auch).

 

Alles andere ließe sich m.E. mit konventionellem Film ebenfalls räumlich darstellen: "Natürlicher" in der Raumwirkung wirkte auf mich einst der 70mm-Todd-AO-Prozeß ohne Brille und Stereoskopie.

 

- -

 

CLASH OF THE TITANES ist bereits aufnahmetechnisch so gestaltet, daß eine verflache Schärfentiefe, Verwendung des 500T-Materials sowie Unterbelichtungen einer "Reliefierung" von Raumobjekten wenig Chancen geben. Sollte wohl auch etwas duster/düster ausfallen.

Auch auf digitaler Real-D-Projektion war der Effekt kaum vorhanden, abgesehen von wieder tierischem Ghosting, wie es ich selbst auf 35mm-Basis nicht kenne.

 

G-FORCE wurde ja stereoskopisch aufgenommen - übrigens mit 35-mm-Dualkameras (Arricam LT, Arricam ST, Arriflex 235, Arriflex 2C, Arriflex 435 Advanced, Arriflex 435 ES, Bell & Howell Eyemo, Fries Mitchell 35R3 PL) wie auch die Disney-3-D-Realfilme.

 

- -

 

Jeffrey Katzenberg wäre, da er die Kollegen so kritisiert, höflich darauf zu befragen, wie er es denn auch mit "innovativen" Inhalten in seinen Produktionen hält. Die erscheinen mir, mit Verlaub, stockkonservativ.

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