Zum Inhalt springen

Film-Mechaniker

Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    8.300
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    215

12 Benutzer folgen

Profile Information

  • Geschlecht
    Männlich

Letzte Besucher des Profils

35.479 Profilaufrufe
  1. Sehr schön EFPETAR als Objektivname
  2. Ich glaub’, ich hab’ vergessen zu sagen, was ich mit rauer Behandlung meine. Wenn man das Federwerk mit oder ohne Film ablaufen läßt, wird es durch das Sperrgetriebe angehalten. Schäden sind nicht zu erwarten bei Geschwindigkeiten bis – nach Paillard – 32 B./s. Bei Tempo 64 sieht’s anders aus, obwohl das eigentlich möglich sein sollte. Wenn man das Federwerk aufzieht, ist der Geschwindigkeitsregler nicht in Funktion, man geht mit voller Gewalt an der Aufzugkurbel über ein Zwischenrad der Kupplungsgruppe aufs Federhaus. Am oberen Anschlag, ich nenne ihn so, verliert sich überschießende Energie nun über das Zwischenrad in den Zähnen der Sperrräder. Ein Zahn steht an einem Steg des Gegenrads an. Vom erwähnten Kupplungsrad aufs Federhaus haben wir eine Untersetzung von 3:8, vom Federhaus eine Übersetzung aufs Zwischenrad von 60:11 und dann wieder Untersetzung 2:5. Welches Teil kommt also am meisten dran?
  3. Betrifft Paillard-Bolex-H-Kameras ab Nummer 251501 Die Führungsbolzen des Sperrgetriebes sind mit der Hauptplatine vernietet. Es handelt sich um vier Zahnräder, zwei als eigentliches Sperrgetriebe, eines, das mit dem größeren Sperrrad fest verbunden ist, und ein Zwischenrad auf eigenem Bolzen. Ich habe nun (leider erst) festgestellt, daß der dritte Bolzen mit dem Zwischenrad oft, wenn nicht bei allen Kameras schräg steht, schiefgedrückt von den Kräften, die da zwischen diesen Zahnrädern und der Federbüchse auftreten. Ich werde das in Zukunft genau verfolgen bei jeder H, die ich bearbeite. Was nun immer mehr zunimmt, ist die grobe Behandlung von feinmechanischem Gerät. Ich kann meine Kunden und alle am Film Interessierten nicht erziehen und darf niemandem direkt die Wahrheit sagen, doch als verallgemeinerte Feststellung dramatisiere ich es hier: Wer aus eigener Tasche fünftausend Franken hinlegt für eine H-Kamera, sei es 1937, sei es 1967, die oder der hat eine andere Beziehung zu ihr als jemand, die oder der so ein Ding in letzter Zeit auf dem Flohmarkt oder bei ebay für ein paar Mäuse gekauft hat. Es gibt auch Leute, die es nicht akzeptieren, daß eine Revision das Fünffache dessen kosten soll, was sie für die Anschaffung auslegten. Das bedeutet, daß die Kamera für sie exakt den Gebrauchswert des Anschaffungspreises besitzt. Man kann das so sehen. Ein Drama spielt sich dann in dem Moment ab, da eine Funktion nicht mehr gegeben ist, und es ist dann aber nicht mehr ein Drama in der Kamera, sondern eines in der Seele. Genau zeitgleich bin ich dann nur noch Techniker, weil man bis dahin meine Erklärungen und meinen Rat in den Wind geschlagen hat, wozu man natürlich das Recht hat. Paillard hatte für H-Kameras ab oben stehender Nummer die Sperrgetriebeteile einzeln zum Kauf angeboten, Serviceleute in Verbindung mit der Firma konnten also eine Schwäche der Konstruktion wenigstens für eine unbestimmt lange Zukunft beheben, aber die verbogenen Bolzen aus der Platine nehmen geht nur mit Zerstörung der Nieten, man muß sie wegbohren oder -fräsen. Also auch das Ersatzmaterial war nicht für raschen Wechsel konstruiert, sonst wäre das zu verschrauben oder mit Sprengring zu befestigen oder sonstwie gemacht worden. Sie war, ist und bleibt eine in Teilen lausige Amateurkamera, zu der heute Ersatzteile immer schmerzhafter fehlen. Das Bewußtsein des eigenen Konsumverhaltens fehlt auch.
  4. Das hätte Vigeant von Anfang an schreiben können. So wie es herüberkam, verstand ich, daß wir vom alten Problem klemmender Kassetten sprechen. Nun gut, umso besser, wenn das jetzt stimmt.
  5. Doch, das wird klar gesagt und mit den Bildern gezeigt, der Aufwickelzylinder war zu lang, wodurch er die Kassette in der Kamera nicht ganz abliegen ließ und unnötig Druck erzeugte. Das hat nun mehr als 60 Jahre gedauert, bis das endlich richtig dimensioniert wurde.
  6. Das stimmt nun einfach nicht. Ja, dann aber besser eine Zeiss-Ikon-Moviflex Super. Die ist übrigens keine Super-8-Kamera.
  7. Von der Meopta Admira 8 G Supra gab es drei Modelle mit den Bezeichnungen 0, 1 und 2. Die A8G0 Supra ist rein mechanisch, weder CdS- noch Selenzellenmeßsystem. Ja, es hat auch die 8 L gegeben. Woher willst du wissen, ob Sven S. Elektromotorantrieb vorzieht? Wie soll ich wissen, daß er lieber Federwerk hätte? Weil er von einem Super-8-Stil schreibt, den es nicht gibt. Daraus schließe ich Besetzung seines Geistes, die nur damit aufgelöst werden kann, daß man zu den Quellen geht. Sven, du darfst mir vertrauen, ich kenne mich aus bei den Gerätschaften. Sofern du deine ersten Filme projizieren willst, fallen gewichtige Punkte für Normalacht in die Waagschale. Wenn nicht, du hast Instagram erwähnt, dann bin ich, wie sagt Carsten Maschmeyer, ‘raus.
  8. Aus einem Kodak-Katalog von 1963
  9. Nicht aufregen, viertes Viertel 20. Jahrhundert.
  10. Modell 99 ist gleich wie 88 ausgenommen Objektiverevolver. Dieser ist groß, du hast viel Raum um die Objektive herum. Das Auflagemaß ist in mir schleierhafter Weise um 0.002 Zoll oder fünf Hundertstel Millimeter länger als bei Bell & Howell (Revere 0.486", BH 0.484"). Das kann jedoch behoben werden, so daß du jede D-Mount-Optik verwenden kannst.
  11. Unfehlbar kommt Film-Mechaniker dazu. Mein Rat wäre, daß du mit einer der billig erhältlichen Meopta-Doppel-Super-8-Kameras losziehst. Argumente: geringe Anschaffungskosten, rein mechanisches Gerät, das ohne Strom auch in der Kälte filmt, ausbaubar für Wechselobjektive mit D-Fassung. Doppel-Super-8-Film liegt nach der Verarbeitung als Super-8-Film vor, du profitierst dabei von vollflächigen Klebestellen und von den Vorteilen des Doppelformates. Es sind weniger Filmmaterialien in DS-8 erhältlich als in Super-8-Kassette, aber Fomapan R ist dabei. Es könnte ja sein, daß du Schwarzweiß magst. Vielleicht kann ich dich noch von Super-8 abbringen und für Doppelacht gewinnen, einen Versuch ist’s wert. Die alten, soliden Geräte sprechen für sich.
  12. Umschaltbarer Bauer T 10, 16 oder 24 B./s https://www.ebay.de/itm/267443175683?_skw=projektor+bauer+t10+automatik+works&itmmeta=01KE6VGDXF97QC2C2EZGQ2XA84&hash=item3e44db0103:g:bqYAAeSw14Bo9mpg&itmprp=enc%3AAQAKAAAA4FkggFvd1GGDu0w3yXCmi1e1SADBScqnZ%2Bgj3FSdFJQhzZNw1VGzhwaBsg5AsJljQYW2ituSMz02NB5j4CMf670FJr9UHWyqok0zjj0VC0sIwkkDIc4gJN85t2bHpy4r17t6m4zod8%2Bbj5vIfdspFAsx%2FPXlm8LwpJBbtbSCdT1zWT3UpHIwrZO0dLfnbcUbsMaP8jteh7NsuQyGzU9%2F2evLJLQEK12ybhghIHgcQ%2FylXr0TDs3CyOx9QblPccjDV41dB13OGvSB5jGxUgXRvIC8DcrjAgV9zfkg7InKIY2C|tkp%3ABk9SR-7ewdvxZg
  13. Bauer T 10 ist der leiseste Achtmillimeterfilmprojektor, den ich kenne. Das hat aber auch mit der schwächlichen Lüftung zu tun. Wie @Ernst Wiegand an anderer Stelle beschrieben hat, werden die Modelle mit 150-Watt-Lampe denn auch gut warm. Das mit der Gerätekühlung haben die in Folge der Konzentration unter den Geräteherstellern weniger werdenden Techniker verstanden, um bei Super-8 bessere Lüfterräder einzusetzen. Für Normalachtfilm war die Blütezeit der Projektoren in den 1940er Jahren, in den Fünfzigern und frühen Sechzigern wurden einige Sünden begangen. Ach, ich bin wieder am Plappern.
  14. Film-Mechaniker

    Pentax 81

    Material zum Projektor 81
  15. Lieber Martin, ich wollte das mit den Werkstoffen ohne Wertung darstellen. Die Furcht vor statischer Ladung der Druckstücke war wohl bei den Gestaltern in Amerika vorhanden. Den Greiferrahmen verkupfern hilft auch gegen Korrosion, weil das unedle Kupfer eher oxidiert als das Stahlblech darunter. Kunststoffdruckstücke erlauben spielfreie Passung, eine Übergangspassung mit leichtem Druck. Das kann man bis ins Kleinste untersuchen, was aber nicht weiter führt. Die Materialien sind im 81 nicht schlecht eingesetzt. Wenn du dich auf wirr konstruiert beziehst, will ich sagen, daß ab 1958 der Apparatebau zunehmend von Prämissen des Apparatebaus bestimmt wurde und immer weniger vom Nutzen. Anders formuliert, der Käufer wird nicht mehr als Mensch erkannt denn bloß noch als Käufer. Die Idiotie geht heute so weit, daß meine Partnerin mit einer Arthrose im Knie von einer Ärztin behandelt wird, die sich mit Gelenken auskennt, von möglichen Thrombosen in den Beingefäßen aber nichts wissen will. Wie Autoschrauber, die mir erklären wollen, wie der T 5 aus Motorabwärme die Klimaanlage speist, während ich konstatiere, daß man von Volkswagen für 70'000 Franken Neupreis keinen verdammten Glühdraht irgendwo eingebaut erhält, der bei laufendem Motor sofort warme Luft liefern könnte. Kühlen im Sommer geht prima. Es gibt einige sehr gute Normalachtprojektoren, von denen bald Weiteres erzählt werden soll. Auf den einen oder anderen Altbekannten verzichten zu Gunsten unbekannter Schätzchen, das wär’ doch erfrischend, nicht?
×
×
  • Neu erstellen...

Filmvorführer.de mit Werbung, externen Inhalten und Cookies nutzen

  I accept

Filmvorfuehrer.de, die Forenmitglieder und Partner nutzen eingebettete Skripte und Cookies, um die Seite optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, sowie zur Ausspielung von externen Inhalten (z.B. youtube, Vimeo, Twitter,..) und Anzeigen.

Die Verarbeitungszwecke im Einzelnen sind:

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
  • Datenübermittlung an Partner, auch n Länder ausserhalb der EU (Drittstaatentransfer)
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
Durch das Klicken des „Zustimmen“-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für diese Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu. Darüber hinaus willigen Sie gem. Art. 49 Abs. 1 DSGVO ein, dass auch Anbieter in den USA Ihre Daten verarbeiten. In diesem Fall ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden. Weiterführende Details finden Sie in unserer  Datenschutzerklärung, die am Ende jeder Seite verlinkt sind. Die Zustimmung kann jederzeit durch Löschen des entsprechenden Cookies widerrufen werden.