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Film-Mechaniker

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  1. Auf 682 habe ich im Zürcher Zoo mit meiner H 16 und der Kern-Paillard-Stereo-Optik gedreht. Agfa-Gevaert-Farbfilme waren gröber im Korn als anderes, aber gut ausgewogen. Schon damals vermißte ich wenig empfindliche Filme, die dafür feiner körnig gewesen wären. Ohne Lobhudelei war Kodachrome der Maßstab, obwohl härter im Kontrast für die Projektion. Erfahrung habe ich auch mit 166 gemacht, schöne Grautöne, aber auch zu grob. Die Umkehrmaterialien 722 und 702 kenne ich kaum. Etwas Weiches, Scharfes und gleichzeitig Feines herzustellen, ist Kodak mit dem aktuellen Ektachrome gelungen. Von so einem Material hat man in den siebziger Jahren nicht mal geträumt.
  2. Kaum zu richten, weil, wie du weißt, das Material nicht mitmacht. Hier eine Reproduktion der Zeichnung in den Serviceunterlagen, eine bessere Qualität habe ich nicht zur Verfügung: Man erahnt, daß die Bohrungen in der Platine einen Absatz haben. Genau an dem verenden die Kräfte, d. h. der ziemlich dünne Aluminiumkragen wird verkrümmt. Ich habe einen Bolzen, er hat Ø 8, in Spannzange aufgenommen und dann zu richten versucht, es ist ziemlich witzlos. Um die Kameras hier aufzuwerten, müßte man die Nieten ausfräsen (Stahl), danach die abgesetzten Öffnungen in der Platine in gleicher Art neu fräsen oder ausdrehen, logisch etwas größer, und schließlich neue Kopfbolzen anfertigen. Ich tendiere zu verschrauben und sichern. Mit Scheiben ließe das Spiel der Zahnräder sich minimieren, so daß diese gut geführt umdrehen. Wer bezahlt sowas?
  3. Sehr schön EFPETAR als Objektivname
  4. Ich glaub’, ich hab’ vergessen zu sagen, was ich mit rauer Behandlung meine. Wenn man das Federwerk mit oder ohne Film ablaufen läßt, wird es durch das Sperrgetriebe angehalten. Schäden sind nicht zu erwarten bei Geschwindigkeiten bis – nach Paillard – 32 B./s. Bei Tempo 64 sieht’s anders aus, obwohl das eigentlich möglich sein sollte. Wenn man das Federwerk aufzieht, ist der Geschwindigkeitsregler nicht in Funktion, man geht mit voller Gewalt an der Aufzugkurbel über ein Zwischenrad der Kupplungsgruppe aufs Federhaus. Am oberen Anschlag, ich nenne ihn so, verliert sich überschießende Energie nun über das Zwischenrad in den Zähnen der Sperrräder. Ein Zahn steht an einem Steg des Gegenrads an. Vom erwähnten Kupplungsrad aufs Federhaus haben wir eine Untersetzung von 3:8, vom Federhaus eine Übersetzung aufs Zwischenrad von 60:11 und dann wieder Untersetzung 2:5. Welches Teil kommt also am meisten dran?
  5. Betrifft Paillard-Bolex-H-Kameras ab Nummer 251501 Die Führungsbolzen des Sperrgetriebes sind mit der Hauptplatine vernietet. Es handelt sich um vier Zahnräder, zwei als eigentliches Sperrgetriebe, eines, das mit dem größeren Sperrrad fest verbunden ist, und ein Zwischenrad auf eigenem Bolzen. Ich habe nun (leider erst) festgestellt, daß der dritte Bolzen mit dem Zwischenrad oft, wenn nicht bei allen Kameras schräg steht, schiefgedrückt von den Kräften, die da zwischen diesen Zahnrädern und der Federbüchse auftreten. Ich werde das in Zukunft genau verfolgen bei jeder H, die ich bearbeite. Was nun immer mehr zunimmt, ist die grobe Behandlung von feinmechanischem Gerät. Ich kann meine Kunden und alle am Film Interessierten nicht erziehen und darf niemandem direkt die Wahrheit sagen, doch als verallgemeinerte Feststellung dramatisiere ich es hier: Wer aus eigener Tasche fünftausend Franken hinlegt für eine H-Kamera, sei es 1937, sei es 1967, die oder der hat eine andere Beziehung zu ihr als jemand, die oder der so ein Ding in letzter Zeit auf dem Flohmarkt oder bei ebay für ein paar Mäuse gekauft hat. Es gibt auch Leute, die es nicht akzeptieren, daß eine Revision das Fünffache dessen kosten soll, was sie für die Anschaffung auslegten. Das bedeutet, daß die Kamera für sie exakt den Gebrauchswert des Anschaffungspreises besitzt. Man kann das so sehen. Ein Drama spielt sich dann in dem Moment ab, da eine Funktion nicht mehr gegeben ist, und es ist dann aber nicht mehr ein Drama in der Kamera, sondern eines in der Seele. Genau zeitgleich bin ich dann nur noch Techniker, weil man bis dahin meine Erklärungen und meinen Rat in den Wind geschlagen hat, wozu man natürlich das Recht hat. Paillard hatte für H-Kameras ab oben stehender Nummer die Sperrgetriebeteile einzeln zum Kauf angeboten, Serviceleute in Verbindung mit der Firma konnten also eine Schwäche der Konstruktion wenigstens für eine unbestimmt lange Zukunft beheben, aber die verbogenen Bolzen aus der Platine nehmen geht nur mit Zerstörung der Nieten, man muß sie wegbohren oder -fräsen. Also auch das Ersatzmaterial war nicht für raschen Wechsel konstruiert, sonst wäre das zu verschrauben oder mit Sprengring zu befestigen oder sonstwie gemacht worden. Sie war, ist und bleibt eine in Teilen lausige Amateurkamera, zu der heute Ersatzteile immer schmerzhafter fehlen. Das Bewußtsein des eigenen Konsumverhaltens fehlt auch.
  6. Das hätte Vigeant von Anfang an schreiben können. So wie es herüberkam, verstand ich, daß wir vom alten Problem klemmender Kassetten sprechen. Nun gut, umso besser, wenn das jetzt stimmt.
  7. Doch, das wird klar gesagt und mit den Bildern gezeigt, der Aufwickelzylinder war zu lang, wodurch er die Kassette in der Kamera nicht ganz abliegen ließ und unnötig Druck erzeugte. Das hat nun mehr als 60 Jahre gedauert, bis das endlich richtig dimensioniert wurde.
  8. Das stimmt nun einfach nicht. Ja, dann aber besser eine Zeiss-Ikon-Moviflex Super. Die ist übrigens keine Super-8-Kamera.
  9. Von der Meopta Admira 8 G Supra gab es drei Modelle mit den Bezeichnungen 0, 1 und 2. Die A8G0 Supra ist rein mechanisch, weder CdS- noch Selenzellenmeßsystem. Ja, es hat auch die 8 L gegeben. Woher willst du wissen, ob Sven S. Elektromotorantrieb vorzieht? Wie soll ich wissen, daß er lieber Federwerk hätte? Weil er von einem Super-8-Stil schreibt, den es nicht gibt. Daraus schließe ich Besetzung seines Geistes, die nur damit aufgelöst werden kann, daß man zu den Quellen geht. Sven, du darfst mir vertrauen, ich kenne mich aus bei den Gerätschaften. Sofern du deine ersten Filme projizieren willst, fallen gewichtige Punkte für Normalacht in die Waagschale. Wenn nicht, du hast Instagram erwähnt, dann bin ich, wie sagt Carsten Maschmeyer, ‘raus.
  10. Aus einem Kodak-Katalog von 1963
  11. Nicht aufregen, viertes Viertel 20. Jahrhundert.
  12. Modell 99 ist gleich wie 88 ausgenommen Objektiverevolver. Dieser ist groß, du hast viel Raum um die Objektive herum. Das Auflagemaß ist in mir schleierhafter Weise um 0.002 Zoll oder fünf Hundertstel Millimeter länger als bei Bell & Howell (Revere 0.486", BH 0.484"). Das kann jedoch behoben werden, so daß du jede D-Mount-Optik verwenden kannst.
  13. Unfehlbar kommt Film-Mechaniker dazu. Mein Rat wäre, daß du mit einer der billig erhältlichen Meopta-Doppel-Super-8-Kameras losziehst. Argumente: geringe Anschaffungskosten, rein mechanisches Gerät, das ohne Strom auch in der Kälte filmt, ausbaubar für Wechselobjektive mit D-Fassung. Doppel-Super-8-Film liegt nach der Verarbeitung als Super-8-Film vor, du profitierst dabei von vollflächigen Klebestellen und von den Vorteilen des Doppelformates. Es sind weniger Filmmaterialien in DS-8 erhältlich als in Super-8-Kassette, aber Fomapan R ist dabei. Es könnte ja sein, daß du Schwarzweiß magst. Vielleicht kann ich dich noch von Super-8 abbringen und für Doppelacht gewinnen, einen Versuch ist’s wert. Die alten, soliden Geräte sprechen für sich.
  14. Umschaltbarer Bauer T 10, 16 oder 24 B./s https://www.ebay.de/itm/267443175683?_skw=projektor+bauer+t10+automatik+works&itmmeta=01KE6VGDXF97QC2C2EZGQ2XA84&hash=item3e44db0103:g:bqYAAeSw14Bo9mpg&itmprp=enc%3AAQAKAAAA4FkggFvd1GGDu0w3yXCmi1e1SADBScqnZ%2Bgj3FSdFJQhzZNw1VGzhwaBsg5AsJljQYW2ituSMz02NB5j4CMf670FJr9UHWyqok0zjj0VC0sIwkkDIc4gJN85t2bHpy4r17t6m4zod8%2Bbj5vIfdspFAsx%2FPXlm8LwpJBbtbSCdT1zWT3UpHIwrZO0dLfnbcUbsMaP8jteh7NsuQyGzU9%2F2evLJLQEK12ybhghIHgcQ%2FylXr0TDs3CyOx9QblPccjDV41dB13OGvSB5jGxUgXRvIC8DcrjAgV9zfkg7InKIY2C|tkp%3ABk9SR-7ewdvxZg
  15. Bauer T 10 ist der leiseste Achtmillimeterfilmprojektor, den ich kenne. Das hat aber auch mit der schwächlichen Lüftung zu tun. Wie @Ernst Wiegand an anderer Stelle beschrieben hat, werden die Modelle mit 150-Watt-Lampe denn auch gut warm. Das mit der Gerätekühlung haben die in Folge der Konzentration unter den Geräteherstellern weniger werdenden Techniker verstanden, um bei Super-8 bessere Lüfterräder einzusetzen. Für Normalachtfilm war die Blütezeit der Projektoren in den 1940er Jahren, in den Fünfzigern und frühen Sechzigern wurden einige Sünden begangen. Ach, ich bin wieder am Plappern.
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