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Simon Wyss

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  1. Nehmen wir an, du hast Fomapan R 100 geladen. Du kommst bei f/2.0 oder f/1.9 an. Öffnung f/1.4 läßt theoretisch doppelt so viel Licht durch wie f/2. Bei f/1.0 hast du vier Mal so viel Licht. Das entspricht der Filmempfindlichkeit 400 ISO. Von f/1.0 zu f/0.9 ist der Lichtgewinn rund eine Drittel Blende. Ich habe nachgeschaut, den größten Öffnungswinkel im Verschluß, 190 Grad, bietet die Paillard-Bolex H 8 (bis Seriennummer 97'800). Dann kommen einige Kameras mit 180 Grad. Der Unterschied beträgt etwa 10 %. Mit Verlangsamung auf halbe Bildfrequenz gewinnst du eine Blende Licht. An C-Mount-Objektiven f/1.0 und größer gibt es mindestens ein Dutzend. Das beste (und teuerste) ist das Angénieux M 1, wovon viele Nachbauten gemacht wurden, die man heute recht günstig kaufen kann. Für Dämmerungsbilder gehen die schon. Da schwimmt sowieso einiges. Die menschliche Sicht verliert mit der Dämmerung ja auch die Farben. Wenn man alle Mittel zusammenfaßt, dann lassen sich gegenüber der Situation, die du schilderst, drei bis vier Blenden gewinnen. Das Letzte wird man mit Hypersensibilisieren (Wasserstoffbehandlung) und forciertem Entwickeln herausholen, das dann aber besser nicht mit Fomapan R, sondern mit einem Negativfilm, z. B. ORWO UN 54 (ISO 100) oder ORWO N 74 (ISO 400). Guck mal Rasos Filmchen an (lustige Toneffekte). Im Übrigen wie gesagt: Mut zur Dunkelheit, das Wichtige mit einer Leuchte hervorheben
  2. Semi, meine Ausführungen sind nicht gegen das 13-0.9 gerichtet, sondern für das Vergleichen von Messungen. Hier noch einige „lichtstarke“ D-Mount-Objektive: Laack 12,5 mm, f/1.3 Bausch & Lomb Cine Balostar 1½", f/1.3 Cinetor (Soligor) 1½", f/1.0 = Rexer 38 mm, f/1.0 = Cine Samoka 1½", 1.0 Zunow 6,5 mm, f/1.1 Zunow 38 mm, f/1.1 = San/Sun 38 mm, f/1.1 Dann gibt es eine Anzahl hochgeöffneter Optiken mit C-Gewinde, die man mit Adapterring verwenden kann. Deren Brennweiten sind 25 mm und länger. Bildfrequenz herabsetzen ist ein gutes Mittel.
  3. Zurück zum Thema, mich überzeugt keine Single-8-Kamera. Am meisten gefällt mir noch die C 100. Es ist einfach zu viel Plastik und nur bei der ZC 1000 kann man die Optik wechseln.
  4. Juni 1935 erschien die H 16, im Jahr darauf die H 9 und 1938 die H 8. Die Modelle waren gleich bis auf die drei Nuten in der Revolverscheibe der H 8, deren Sinn bis heute nicht bekannt ist. H 9 wurden geschätzt 100 Exemplare verkauft, das letzte um 1942 herum. Also keine H 9 Reflex, aber Einstellprisma hat sie.
  5. An Manfreds Stelle bin nun ich. Der Unterschied ist, daß ich Paillard-Bolex H 9, Beaulieu Reflex 9,5 und GIC 9.5 besitze. Nach einem guten 9½-mm-Projektor suche ich noch.
  6. Vor einem Schmalfilmprojektor braucht man keine Angst zu haben. Ausnahme: Eumig P 8, bei dem netzspannungsführende Teile gefährlich schlecht vom Gehäuse isoliert sind (zuunterst in der Gehäuseschale). Zahntrommeln, die den Film antreiben, müssen mit einer Welle verbunden sein, die ihrerseits angetrieben wird. Wenigstens drehend müssen sie fest sein, axial darf ein wenig Spiel vorhanden sein. Da unterscheiden die Konstruktionen sich. Wenn du mit einem Meter weißer Allonge (leerer Plastikfilm) herumspielst, verstehst du das Zusammenspiel von kontinuierlichem und intermittierendem Filmlauf. Darin steckt das Wesen der Filmtechnik.
  7. Bis 2003 war Ilford-Kinefilm erhältlich, die letzten Posten habe ich damals in Rom ausfindig gemacht. Das war dann auch noch frech teuer. In Mobberley stehen vermutlich heute noch alle erforderlichen Gerätschaften herum.
  8. Harman technology, würde ich sagen, aber eher die großen Anlagen, von Leverkusen
  9. Kino ist Konserve. Im Gegensatz zum Theater, das im Hier und Jetzt mit Fleisch und Blut erscheint, kennt der Kinematograf nur technische Reproduktion. Stehbild, Laufbild, Klänge, alles ab Film, Band, Platte. Wenn man sich darauf einläßt, ist der Sinn des Kinos erfüllt, wenn Besucher eines Etablissements im Parkett sitzen, die Augen über einen riesigen Vorhang gleiten und sich dabei von Connie Francis oder Engelbert Humperdinck ab Schallplatte verführen lassen. Anders als das Heim bieten größere Kinosäle eine etwas hallige Akustik, die diese Gehäusemelancholie wecken kann. Wenn wir nur nicht so weit weg wären von der gesellschaftlichen Stimmung, die den Kientopp trägt, ihr wißt schon, exotische Streifen und Klimperklavier!
  10. Der Sinn des Kino war Geld. Man konnte leben vom Filmevorführen. Ich habe von 1988 bis 2008 vom Kino gelebt, 20 Jahre lang. Geliebt und gelitten in der Kabine, geschwitzt und gebangt und geflucht
  11. Vielen großen herzlichen Dank für das Einbringen dieses Videos! Erst heute mittag habe ich mit meiner Partnerin über alte Sachen diskutiert, welche Störung man haben muß, um Film zu kaufen, in eine Filmkamera zu laden, womöglich unbrauchbare Aufnahmen zu machen und dann noch fürs Entwickeln Geld auszugeben. Typisch Frau, aber sie hat natürlich Recht. Heute nimmt sie ihre Enkelinnen (5) mit dem Smartphone auf. Höchst selten, eigentlich gar nicht sehen sie und ihre Tochter und die dritte Generation das Aufgenommene groß an, ich meine projiziert. Sie hat auch keinen Beamer, Strahler. Ha, unsere Großeltern hatten noch Wärmestrahler. Aluminiumbecher und Widerstanddraht Daß beim Wählen einer Zahl immer eins mehr rattert im Ton (Thema), habe ich gewußt, nichts aber von den Kontaktwalzen. Das war noch Telefonieren! Bin ja inmitten von Fernsprechzellen aufgewachsen, im Dorf, in der Stadt, überall standen sie und nie hatte man genug kleine Münzen. Die Kinder fragen uns und zeigen dabei mit dem Finger aufs Wendelkabel: Was ist das? Für sie ist ein Telefon etwas kleines Leichtes, in sich Geschlossenes, ohne Schläuche dran. Es wird in irgend einer Kleidungstasche getragen oder es liegt zwischen den Beinen von Mami, wenn sie Auto fährt und dabei mit Oma redet. Meines Vaters Telefon hat jahrzehntelang am selben Platz gestanden. Bei meinem Schulkameraden Schorsch daheim war das Telefon an der Wand. Schorschs hatten dafür einen Fernseher, zehn Jahre vor meinen Eltern, einen mit einer Doppelteleskopantenne obendrauf. Schorschs und mein Vater haben geraucht und Zeitungen gestapelt. Man muß Nostalgiker sein, wenn man einen COMMAG-Projektor zur Hand nimmt. Als Berufsvorführer habe ich originale CinemaScope-Kopien nie gespielt, nur noch KS-perforierte mit drei Magnetpisten, ein Murks. Ich wünsche Tomaro, daß möglichst guter Ton herauskommt. 📵
  12. Wie, wo? Eherettungsring? Ehrrettich? Hahaha
  13. Das hat schon literarische Güte, nicht? 🙂
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