Lieber cinerama, hier eine hilfreiche Checkliste zu den Aeronauten:
Wurde der Film als "Todd-AO" annonciert?
- In diesem Fall: NEIN
Wurde er mit Todd-AO Aufnahmeobjektiven gedreht?
- In diesem Fall: NEIN
Ist es hilfreich und dient dem Verständnis, eine auf 15-perf 65mm und Digital gedrehte,
im Format beschnittene, digital postproduzierte und (eventuell) digital ausbelichtete
Produktion von 2019 als "Todd-AO" zu bezeichnen?
- In diesem Fall: NEIN
Deine eigene verlinkte Definition nennt Magnetton als Bestandteil des Verfahrens und wirft obendrein noch Todd-AO 35 mit hinein, das nun wirklich technisch gar nichts damit zu tun hat.
Welche Blowups wurden denn als "Todd-AO" beworben? Ich kenne nur 35er Kopien und Werbematerialien zu 35mm-Scopefilmen, in denen man absichtlich oder versehentlich das "35" weggelassen hat (Macbeth, Logan's Run).
Warum sollte man das Todd-AO nennen? 70mm (5-perf) ist unmißverständlich, umgangssprachlich eingebürgert ist nämlich eher das banale "70mm", der Begriff Todd-AO sagt nur noch Leuten etwas, die in den fünfziger und sechziger Jahren kinosozialisiert wurden.
Nach Deiner Definition wäre sonst jedes Blowup Todd-AO, also auch solche in 1.85 oder 1.66. Selbst HiFi Stereo 70 (mit zwei kleineren anamorphen Teilbildern) wäre Todd-AO. Special-Venue-Filme (z.B. Mercedes-IAA mit Letterbox-Breitbild ca 1:4) wären Todd-AO. Ultra-Panavision anzuführen finde ich nachgerade bizarr, weil es eine Abkehr vom Prinzip der sphärischen Aufnahme ist und - Filmband hin oder her - ein anderes Seitenverhältnis erzeugt.
Was meinst Du?