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Lars M.

Kurze Frage - Kurze Antwort.

329 Beiträge in diesem Thema

vor 10 Stunden schrieb F. Wachsmuth:

Ist der Zerstreuungskreis solcher Superzooms überhaupt klein genug für ein scharfes Filmbild..? 

Das ist das Entscheidende. KB-Objektive sind eben für 24x36 mm² gerechnet und nicht für das viel kleinere 16 mm-  oder gar 8 mm -Filmbildchen. Habe früher mal mit einem Canon FD 3,5-50 mm Makroobjektiv an der Bolex scharfe Ergebnisse erzielt, an der Leicina special waren auch M-Objektive der Minolta CLE (40mm, 90mm), und R-Objektive von der Leicaflex mit Adapter gut, aber nur mit längeren Brennweiten ab 35 mm. Bei Zooms darf man Probleme erwarten, die meisten fallen schon im Kleinbildbereich gegenüber Festbrennweiten zurück.

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Es wurde kein Hehl daraus gemacht. An die Leistung eines aufs Format gerechneten Objektives kommt man mit Fotolinsen aber nicht heran. Ein Kinoptik-Apochromat, ein kompaktes Schneider-Xenon, ein Cooke-Ivotal oder ein Tessar bringen maximalen Detailreichtum. Unter den kleineren Objektiven für Schmalfilm findet man auch extrem lichtstarke Konstruktionen.

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All diese Dinge sind ja bekannt.

 

Aber trotzdem lohnt sich immer ein Test. Man kann ja nur gewinnen und oft wird man auch positiv überrascht !

 

bearbeitet von Mich (Änderungen anzeigen)

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Enthalten alte Cine-Kodak 16mm Magazine doppelt perforierten 16mm Film und kann ich diesen leicht im Dunklen (sonst halt mit IR-Brille) öffnen und auf eine Tageslichtspule umspulen?

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http://dougkerr.net/Pumpkin/articles/Kodak_film_transport.pdf

 

So weit ich mich erinnere, ja. Einseitig perforierten Film gab es bis in die 1960er Jahre nur in Magazinpackungen.

Amateurfilme, Kodachrome, gab es seit etwa 1955 in beiden Varianten.

bearbeitet von Filmtechniker (Änderungen anzeigen)

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Liege ich richtig in der Annahme, dass beliebig alte Farbnegativ- und auch Farbumkehrfilme in SW-Negativentwickler ein Negativ ergeben sollten und nur die extra Schichten, die so nicht weggebleicht werden, die einzige Probleme sein sollten (unter der Annahme, dass das Alter nichts macht)? Also egal welcher Farbprozess nötig war, ein SW-Negativ sollte immer klappen (Kodachrome weiß ich, denke da aber an uralte Agfa Filme)?

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Man bekommt in SW-Chemie immer ein Negativ. Die Extraschichten können allerdings so dicht sein, dass man mit dem Negativ nicht viel anfangen kann. Beispiel moderner Fuji E6-Film in SW-Entwickler. Fixiere ein Stückchen Film ohne Entwicklung und du weißt, wie die Grundfarbe des Film ist.

 

bearbeitet von Theseus (Änderungen anzeigen)

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Ja, jeder Farbfilm bekommst in SW-Entwickler immer ein Silberbild.
Es kann aber durchaus sein, dass auch "alles" schwarz wird, das ist dann eben zugefoggt. Manchmal helfen da extrem potente Hydrochinonbomber (Kodak D8 zB) bei sehr niedrigen Temperaturen (3°C) und kurzen Entwicklungszeiten, um noch Konturen abgrenzen zu können. Ein hübsches Bild bekommt man damit aber nicht.

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Übrigens: Meine diversen Versuche mit "latenter" Fotografie (ganz ohne Chemie, in einem andren Thread besprochen) helfen mir bei Uraltfilmen nun auch:

In der Dunkelkammer ein paar Zentimeter vom Uralt 16mm Film abgeschnitten.

Danach ein Testnegativ kontaktkopiert aufs Uraltnegativ für 20 Minuten mit meinem starken Licht.

Das gab mir gerade jetzt ein wunderbares Ergebnis, schaut fast besser aus als mit aktuellem Film!

Der Uraltfilm "lebt" also noch, das weiß ich nun und ich habe keinen Tropfen Chemie für diesen ersten Test benötigt, musste nichts her- oder wegräumen oder wegputzen, ist super praktisch so! 😀

Wenn ich jetzt noch einen direkten zeitlichen Zusammenhang zwischen Belichtungsdauer für latente Fotos und normaler Entwicklung finde, dann kann ich so sogar alte Filme "eintesten" und zumindest rausfinden, wieviel Licht passen könnte...

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Weiß jemand, welche in heutige ISO umgerechnete Empfindlichkeit diese 16mm/Doppel8 Filme wirklich hatten?

Teils gibt es keine Infos, teils Widersprüche, da sich DIN/ASA/ISO seit damals geändert hat.

Cine-Kodak Kodachrome Daylight (1940er)

Cine-Kodak Super-X (1950er)

Agfa Isopan ISS Umkehr (1950er)

Agfacolor Negativ Ultra T (1950er)

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Perfekt, vielen Dank, auf dich ist immer Verlass! :)

Darf ich fragen, woher du die Empfindlichkeiten hast?

Die stimmen mit meinen gesammelten Daten zusammen, doch trotzdem war ich mir da nicht sicher.

Es wurde wo angemerkt, dass nach den 60ern alle ASA Werte um eine Blende angehoben wurden.

 

Zum Super-X hab ich wo die ursprünglichen ISO 40 gesehen, ebenso bei Agfa-Isopan ISS Umkehr (sagt auf der Packung DIN 19 wäre heute ISO 64) und Agfacolor Negativ Ultra T (sagt DIN 17, wäre heute ISO 40). Wären die alle dann nicht um je eine Blende höher einzustufen?

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Im Prinzip ja, aber du verlierst mindestens eine Blendenstufe Empfindlichkeit durch das Alter der Materialien. Von daher kannst du weitermachen wie immer.

 

Das andere beantworte ich damit, daß ich einen offenen Geist und eine humanistische Allgemeinbildung habe. An der Uni habe ich bibliographieren gelernt, noch mit ph. Wer nicht in einer größeren Bibliothek mit Handkatalog schubladiert hat, weiß nicht, wovon ich rede. Effizienzsteigerung ist zentral. Google-Bildersuche und quer dazu Textsuche bringt vieles hervor. Abkürzungen sind manchmal unnütz, dann tippt man halt American Standards Association ein und haut auf ENTER.

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vor 7 Minuten schrieb Filmtechniker:

Im Prinzip ja, aber du verlierst mindestens eine Blendenstufe Empfindlichkeit durch das Alter der Materialien. Von daher kannst du weitermachen wie immer.

Ich nutze da eher immer eine Blende pro Dekade, wären also bei 1940er zu heute wohl eher fast 8 Dekaden, also 8 Blenden.

vor 7 Minuten schrieb Filmtechniker:

Das andere beantworte ich damit, daß ich einen offenen Geist und eine humanistische Allgemeinbildung habe. An der Uni habe ich bibliographieren gelernt, noch mit ph. Wer nicht in einer größeren Bibliothek mit Handkatalog schubladiert hat, weiß nicht, wovon ich rede. Effizienzsteigerung ist zentral. Google-Bildersuche und quer dazu Textsuche bringt vieles hervor. Abkürzungen sind manchmal unnütz, dann tippt man halt American Standards Association ein und haut auf ENTER.

Super! Wir haben immer gelernt, dass man nicht alles wissen muss/kann, aber wissen muss, wo man es nachschlagen kann!

Spätestens auf der technischen Uni muss man das dann eh beherrschen, sonst kommt man nicht weit und im Beruf teils sogar noch öfters (abhängig davon, woran man arbeitet natürlich)

Noch besser als Foreneinträge von irgend jemand zu ergooglen find ich es ja Dokumente aus jener Zeit, in denen dann z.B. schwarz auf weiß steht, wie so ein Film zu belichten ist, zu finden ;)

bearbeitet von FilmCurlCom (Änderungen anzeigen)

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Ja genau, diese “Belichten wie“ Sticker sind auf meinen Packungen auch drauf. Nur Super-X schweigt sich auf der Packung komplett aus, bei den andren hatte ich eben einen kleinen Restzweifel wegen der Umstellung der Zahlen seit damals.

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Kodak hat 1940 mit ASA-Werten begonnen, den Amateuren gegenüber jedoch geschwiegen.

Man mußte einen Film kaufen, um dann auf dem Beipackzettel eine Empfindlichkeitsangabe

als Zahl zu finden. Von diesem Movie-Kodaguide kannst du ablesen, daß Super-X vier Mal so

empfindlich ist wie Kodachrome.

 

2048539742_MovieKodaguide.thumb.jpg.06bf54d20cd51f3007ab221ac523c3d4.jpg

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Mein 1945er Isopan ISS Umkehrfilm (damals ISO 64) wurde normal belichtet (Belichtungsreihen vom ISO 0.25 bis rauf zu ISO 16 und weitere Tests) in Rodinal komplett schwarz.

Man sieht überhaupt nichts, kein Text am Rand, keine Bilder, alles komplett schwarz.

Massive Überbelichtung jetzt kann man wohl ausschließen, Überentwicklung glaub ich auch nicht, da ich eher kürzer und kühler entwickelt habe.

Der selbe Film "latent" genutzt, also mit massiver Überbelichtung und ohne jegliche Chemie bringt sehrwohl Bilder, die man nutzen kann und zeigt keinen massiven Fog.

Liegt der komplett schwarze Film nun an

a.) Massivem Fog, der nur bei Entwicklung aufscheint, nicht aber wenn keine Chemie verwendet wird

b.) Einer Schicht, die bei S/W Negativentwicklung mit Rodinal sich nicht auflöst (der Film ist ja ein Umkehrfilm)

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vor 45 Minuten schrieb Filmtechniker:

b) ist zutreffend. Wie alle Schwarzweiß-Umkehr-Kinefilme hat auch dieses Material einen Unterguß, der in Bleich- und Klärbad mit dem entwickelten Negativbild zusammen verschwindet.

Danke!

Das heisst mit nur bleichen und sonst nix entfernt es mir ja auch das Negativbild, ganz ohne bleichen bleibt alles schwarz.

Also ist meine einzige Option, es vollständig als S/W Dia fertig zu entwickeln, korrekt?

Oder kann ich irgendwie den Unterguß wegbekommen, aber das Negativbild behalten?

 

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vor 14 Minuten schrieb FilmCurlCom:

Oder kann ich irgendwie den Unterguß wegbekommen, aber das Negativbild behalten?

 

Versuche es mal mit erst bleichen und dann belichten. Das kann allerdings die Sensibilisierung stören.

 

Du gekommst heraus, ob störende schwarze Schichten vorhanden sind, wenn du ein Stück Film ohne Entwickeln fixierst.

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