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andreasm

Agfa Movexoom und das Geheimnis der seltsamen Schrauben

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Hi Leute

 

Ich bin auf meine alten Tage seltsamerweise Agfa Movexoom 10-Fetischist geworden, weil diese allgemein unterschätzte Kamera alle wichtigen Features mit Kompaktheit und einer scharfen Optik verbindet. Auf Reisen nehme ich sie wesentlich lieber mit als die üblichen Superkameras wie die Canon 1014Xl usw. Die Movexoom passt irgendwie besser ins Handgepäck , sieht auch noch sehr hübsch aus und die Überblendung über den Auslöser ist ziemlich einzigartig.

Einige meiner Agfas haben allerdings ihre alterbedingten Macken, wie das Knarzen der automatischen Belichtungsanpassung. Ich würde gerne eine opfern, um mal reinzuschaun, wie das Innenleben organisiert ist. Leider hat die Agfa seltsame Sicherheitsschrauben, mit zwei gegenüberliegenden Löchern statt eines Schlitzes. Hat jemand eine Ahnung, was für einen Schraubendreher man dafür braucht?

 

Viele Grüße

Andreas

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Ich hab mir hierfür überzählige Schlitzschraubenzieher zurechtgedremelt. Bei großen Durchmessern geht auch ein Spannschlüssel für Objektive gut, gibt's einstellbar für ca 12€ bei EBay.

 

Die Movexoom 10 begeistert mich ebenso. Leider belichten alle meine Modelle stark unter und sie erkennen auch nur 40 und 160 ASA. Hast Du da ein Gegenmittel?

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Ich filme fast nur mit externem Belichtungsmesser: Bei der Agfa Movexoom 10 ist die Belichtungszeit bei 18fps 1/36 , ich gebe noch eine halbe Blende für die Sucherausspiegelung über das Prisma zu und liege damit in der Regel richtig. Bei Blenden über die Automatik trickse ich ein wenig, nehme irgendwas Dunkles ins Bild, so daß der Beli erschrocken die Blende aufmacht. Meistens klappt das ganz gut.

 

Bei einer meiner Movexooms, die sonst besonders gut funktioniert, habe ich ein seltsames Schärfeproblem: eine Bildhälfte ist bei kürzeren Brennweiten komplett unscharf, wie bei einer Shiftoptik . Ich vermute, daß in der Makro-Stellung eine zusätzliche Linse eingeschwenkt wird, die bei dieser Kamera leider in halber Position festhängt. Könnte das sein? Hattest du zufälligerweise mal eine MVX10-Optiken auseinandergeschraubt?

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Für solche Schrauben bzw. Schraubdeckel, haben sich auch Nagelscheren bewährt. Einfach die Schere soweit spreitzen, dass die Scherenspitzen in die Löcher greifen, dann die Schere etwas fester nach unten drücken, mit der Hand umschließen und die Schraube lösen. So habe ich schon manche Kameras geknackt, z. B. die Federwerksschlüssel, die oft mit solchen Schrauben befestigt sind.

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Hallo Andreas,

das sind Schrauben mit sogenanntem Zweilochantrieb. Im Netz wirst du kaum fündig werden, jedenfalls ging mir das so vor einiger Zeit. Hab mir dann selbst welche gebaut.

 

Für den Eigenbau nimmst du einen billigen Schraubendreher, dessen Schaft etwas größer ist als der Schraubenkopfdurchmesser. Dazu Messing- oder Stahldraht im Durchmesser der Löcher. Dabei auf minimale Luft achten.

Du brauchst Drehbank, Fräse, Schieblehre, Lot und Kolben; oder einen Freund welcher all dies besitzt.

 

Klinge abdrehen, Löcher im entsprechenden Abstand in den Schaft fräsen und die Drähte einlöten. Deshalb billigen Schraubendreher, weil die eher lötbar sind.

Das Ergebnis ist auf Simons Bild zu sehen.

Edited by B12 (see edit history)

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Die Bits passen bei Kameras meistens nicht, zu dicke Enden. Nagelschere würde ich nicht machen, viel zu wenig Kraftschluss. Das macht die Schrauben kaputt. Mit Dremel, Trennscheibe und einer kleinen feinen Feile hat man einen Schlitzschraubenzieher binnen 15 Minuten umgearbeitet. :)

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Nagelschere ist auch nur als Notlösung gedacht. Meinst Du nicht eher Formschluss? Wenn man nicht abrutscht, bleiben die Schrauben ganz. Das sind jedenfalls so meine Erfahrungen, aber ein sogenannter Stirnlochschlüssel ist natürlich die beste Lösung und gibt es auch im Internet oder im Fachhandel zu kaufen.

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@: Du brauchst Drehbank, Fräse, Schieblehre, Lot und Kolben; oder einen Freund welcher all dies besitzt.

 

 

Welch geniale Lösung... Gottseidank hat jeder eben mal schnell eine Drehbank und eine Fräse rumstehen...

 

Erstaunlich, dass da noch keine Ideen gekommen sind, zu denen man noch eine vollwertige CNC Maschine benötigt... erstaunlich...

 

 

Da macht die Lösung vom Friedemann doch um einiges mehr Sinn... effizient und billig, aber sehr wirksam...

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Jeder hat seine Methode, Rudolf, und das ist meine.

Aber du hast natürlich völlig recht: In Zukunft werde ich die CNC-Lösung bevorzugen, das spart mir dann das ganze Geraffel mit de Löterei.

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Bezüglich Unschärfe:

 

Gehe ich recht in der Annahme, daß die linke Bildhälfte das Schärfeproblem hat?

 

Ich hatte die Kamera auch mal mit dem gleichen Fehler. Grund hierfür waren Haarrisse im Filmfenstereinsatz, so daß durch die dadurch bedingte Formveränderung des Filmfenstereinsatzes der Film nicht mehr komplett in der Schärfeebene lag.

 

Leider ist so mein 25 Minütiger Film über die Straßenbahn in Mannheim Ludwigshafen Heidelberg (also 10 Kassetten K 40) leicht unscharf geworden.

 

LG Martin

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Hallo Martin, ich schätze, es hat bei mir doch eher mit der Makro-Einstellung zu tun. Der Fehler tritt nur bei Brennweite 6mm, also ganz knapp am Übergang zum Makro-Bereich auf. Als würde beim Drücken des Makro-Hebels eine Linse eingeschwenkt, die dann in halber Stellung hängen bleibt. Wäre der Film aus der Schärfeebene, müßte es bei Tele-aufnahmen auch auftreten, das tut es aber nicht. Alles was längerbrennweitig ist, ist scharf

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Ich habe noch hochwertige Zapfenschlüssel abzugeben. Mit Holzheft, natürlich aus Werkzeugstahl. Fabrikat: Kücke, Wuppertal. NOS (New Old Stock).

 

Zapfenabstand: 4,2 mm

Zapfendurchmesser: 1,2 mm

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Andreasm: es ist nicht intuitiv, aber eine falsche Lage der Schärfeebene sieht man am ehesten bei Weitwinkel. Hab hier erst kürzlich einen Thread genau zu dem Thema (ich glaube von mir gestartet)

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Bei mir immer fast alles Weitwinkel. Wie soll man auch sonst die schönen alten Straßenbahnen formatfüllend ins Bild bekommen?

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