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Die Frage nach der optimalen Leinwand


Schokoprinz
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Ein bisschen offtopic, aber für mich ein wichtiges Thema: Ich habe zum Burtstach eine klappbare Leinwand bekommen, so ca. 60 x 40 cm. Die kann man auf den Tisch oder den Fußboden stellen. Bisher habe ich die quick and dirty  Lösung mit Din A 4 Papier am Schrank bevorzugt. Wenn ich keine Lust hatte, die Leinwand und den Projektionstisch zu schleppen. 

Mein Fazit: Eine gute Leinwand ist soviel wert wie ein guter Projektor. Das Ergebnis auf Leinwand ist um ein vielfaches heller und schärfer als auf Papier. Wenn man dann noch gegen eine Raufasertapete vergleicht, dann gewinnt die Leinwand noch mehr. 

Auch die S/W Filme haben echten Reiz, aber ich werde mich über die neuen Farbfilme sehr freuen. 

 

Viele Grüße, 

Uwe

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Am 3.2.2017 um 16:56 schrieb Schokoprinz:

Ich glaube aber auch, das es einen Strohfeuermarkt geben wird. Die Filmer und Fotografen werden ihre Kühlschränke füllen, Kodak stellt den Film wieder ein, da es sich dann wieder einmal nicht lohnt. Eine weitere Auflage wird es dann wohl nicht mehr geben.

 

Ich weise den Gedanken (als ernsthafte Möglichkeit) erst mal weit von mir. Ich gehöre aber nicht zu den Leuten die mit dem Auto nach Ulm fahren und beständig vor sich hinmurmeln "ich bekomme einen Parkplatz, ich bekomme einen Parkplatz".

Aber Unken im Vorfeld ist destruktiv.

Ich handle aber nicht so. Ich will mein Hobby so nicht betreiben auf eine Art die ich egoistisch und zynisch finde (...wenn Du so blöd bist und nicht einkaufst, mach das, ich bin nicht so blöd ääätsch....") und irgendwie den heutigen Zeitgeist widerspiegelt. Der Nachbar ist nicht der auf den man u.U. baut sondern der Konkurrent und Rivale den man morgens gar nicht mehr grüßt.

Und wie Du sagst, wenn der Kühlschrank voll ist fällt die Person länger als Käufer aus und die Filmhersteller schauen in die Röhre. Das Argument, "diese Käuferschicht zählt gar nicht sondern einzig die mysteriösen Newcomer" lasse ich nicht gelten. Es wird sich erweisen ob die existiert (die Käuferschicht) und wie  die Kodak Führungsmannschaft in Zukunft einzustufen ist. Immerhin wäre jedes Argument von 2014 das zur Einstellung der Filmproduktion führte (nachzulesen bei Wikipedia) heute obsolet und das ist schon seltsam.

Dann steig ich konsequent auf Digital um (bevor ich horte).

Edited by Robert17 (see edit history)
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vor 9 Stunden schrieb Schokoprinz:

Mein Fazit: Eine gute Leinwand ist soviel wert wie ein guter Projektor.

 

....Clint Eastwood würde in seinem Western "Zwei glorreiche Halunken" zu dem Satz sagen.."worauf Du getrost einen lassen kannst".

Ich hab meine zwei Leinwände in der Zeit gekauft die ich im Beitrag #284467 in diesem Thread kurz beschrieben hab: Renommierte Firma damals war die Mechanische Weberei und da kaufte ich im Sommer 1960 eine Stellira Kunststoffleinwand und vorher einen Liesegang Fantax 7-300 mit händischem Wechselschieber. Im Sommer 1961 folgte dann eine große Leinwand im blau lackierten Metalltubus mit Stativ und Kristallperltuch. Der Nachteil von dem ist, daß seitlich sitzende Personen das Bild dunkler sehen und daß es leicht körnig wirkt.

Spitzenprodukt heute dürfte eine Da-Lite sein mit Durchschnittsanfangspreis von ca. 500€.

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Mit 500€ kommst Du bei Da-Lite wohl kaum aus.

 

Ich hätte ja längst eine große Pearlescent-Leinwand gekauft (und auch gutes Geld dafür bezahlt), wenn es sie irgendwo geben würde. Jedes Mal, wenn ich nach guten Leinwänden gucke, habe ich irgendwann 30 Browsertabs offen und bin frustriert. Finde ich das passende Produkt, ist es nirgends zu kaufen. Alles kaufbare scheint China-Schrott zu sein oder eben keine Perl-Leinwand.

 

Wenn da noch mal jemand einen Tipp hat für einen wirklich guten Laden, am besten im Raum Hamburg... her damit!

Edited by F. Wachsmuth (see edit history)
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vor einer Stunde schrieb F. Wachsmuth:

Mit 500€ kommst Du bei Da-Lite wohl kaum aus.

Wenn da noch mal jemand einen Tipp hat für einen wirklich guten Laden, am besten im Raum Hamburg... her damit!

 

...ich hab extra vom Anfangspreis gesprochen.

Probiers mal bei dem. Das ist Manfred Schmidt bei Heidi Foto in München. Frag nach Da-Lite High Power. Die wurde von der Firma in den USA eingestellt aber angeblich hat er die noch. Eignet sich nicht für Beamer - umgekehrt könnten Beamer Leinwände Probleme mit Analogprojektion machen.                    

www.rollei-diaprojektor.de/Rollei-P-Kontakt.htm

 

 

Edited by Robert17 (see edit history)
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Ich muss mal ausmessen, wie viel Diagonale ich in meinem (recht kurzen) Wohnzimmer bei 11mm (Super 8) bzw. 21mm (16mm) Brennweite schaffe, aber ausfüllen würde ich sie schon gern. Ich schätze mal, es sind etwas mehr als 2m Breite. 

 

Es scheint das HighPower-Tuch mit Gain 2.4 aber wirklich nirgendwo mehr zu geben. Schade. :(

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Meine Stativleinwand ist von Projecta. Die haben einen tollen Service. Mir fehlte eine Feststellschraube, da ich die Leinwand abgestaubt habe. Die Schraube wurde mir kostenfrei zugeschickt. Hat mich von den Socken gehauen, dass es soetwas noch gibt. 

Vielleicht ist auch für 

Dich etwas im Angebot.

 

Gruss

Uwe

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Ich wollte hier auch noch mal meinen Senf dazugeben, weil das kürzlich auch auf meiner Agenda stand (konnte wieder mein Arbeitszimmer beziehen, weil der Grosse ausgezogen ist). Ich habe mich auch bei den ganzen Leinwänden verloren. Letztlich bin ich nach Format gegangen und habe versucht Aussagen über die Farbneutralität zu kriegen. In manchen Test waren irgendwelche Celexxon Tücher z. B. röter... lange Rede. Ich wollte größen-mässig das Maximum. Jetzt habe ich eine 4:3 die 2,50m breit ist. Damit komme ich mit Scope prima klar, aber bei einem Projektorabstand von 4m sind es sonst nicht mal 2m. Ich habe einen ganz brauchbaren Konverter (0,72) und habe davor einen guten Achromaten. So kann ich mit dem Elmo 12,5 1.0 ganz rauszoomen und kriege ein ganz ordentliches Bild. Es ist auch mit dem 1200 ST hell genug (mein GS ist in der Reparatur). Klar es ist nicht ganz so knackscharf aber ich bin doch sehr zufrieden - besonder wenn die Kopien was taugen. Ihr werdet sicher nur mit dem Kopf schütteln :) Ich habe mich übrigens für eine EliteScreens entschieden - hatte irgendwann die Schnauze voll. Und sie ist locker genauso gut (oder besser) wie meine MW-Professional mit Perlen. Aber ich mache jetz auch keine Wissenschaft draus...

IMG_2856.JPG

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IMG_3250.JPG

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Zu meiner Leinwandentscheidung: Ich hatte noch ein bißchen rumtelefoniert und mir waren folgende Faktoren wichtig:

- moderate Geruchsbildung; also Verzicht auf "üble" Chemikalien. (meine Leinwand ist für Schulen zertifiziert; ob sie gesund ist? Stinkt aber nicht so schlimm)

- nicht zu hoher Gain Faktor. Ich benutze sie für Projektor und Beamer und für Super 8 ist 2.0 genau richtig. Der Beamer läuft auf Sparflamme. Sonst blendet es schon. Aber das hängt natürlich auch von den lokalen Begebenheiten und der Entfernung ab. Meine Wände sind auch hell...

- Wie schon erwähnt möglichst neutrale Farbe der Leinwand

- ganz wichtig bei Rollos ohne Tension dass sich keine Wellen bilden

- ausreichender Kasch damit man Spielraum hat

Preis/Leistung war dann für mich die EliteScreen ohne Motor und dafür in den anderen Belangen völlig ok

 

 

.... ach sorry, dass ich das hier noch reinggeschrieben habe :)

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vor 3 Stunden schrieb k.schreier:

Wenn ich die Beiträge hier also recht verstehe, sind für S8-Projektoren Leinwände mit möglichst viel Gain das beste... ?

Für ein kleineres Publikum, denn das Licht wird dann nur in die Mitte geworfen. Die Auflösung dieser Perlleinwände war mir aber immer zu niedrig. Für Diaprojektion völlig untauglich.

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Mattweiße Kalkwand wäre das optimale mit Gain von 1, saubere Streuung und quasi 180° Blickwinkel. Keine Farbveränderung. Alle Leinwände mit höherem Gain haben eine Lackierung und verändern leicht die Farbe, die Silberleinwände sind da die schlimmsten. Im Kino wurden früher meist Gain 1.4 und 1.8 verwendet, je nach Saal und Lichtleistung des Projektors. Für die langen Schlauchsäle und Format 1.37 (Normalformat) ging das mit 1.8, fiel schon auf der Helligkeitsabfall zum Rand hin, war aber erträglich. Besser als ein zu dunkles Bild. Für Zuhause würde ich auch nicht über 1.8 gehen, die Aufhellung in der Mitte wird dann schon sehr auffällig, eher einen schwarzen Kasch um die Leinwand machen, das wirkt besser, das Auge öffnet dann weiter. Grundsätzlich sollte man sowieso um die Leinwand incl. Decke und Boden möglichts keine reflektierenden Oberflächen haben, denn das Streulich von dort reduziert doch erheblich den sichtbaren Kontrast und läßt das Bild abflauen.

Jens

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Nun, eine Kalkwand hat den Nachteil, bei auch noch flachem Betrachtungswinkel eine nutzbare Leuchtdichte zu liefern, einen Winkel, den aber keiner nutzt, weil das Bild perspektivisch verzerrt wäre.

Der Leuchtdichtefaktor ("Gain") gilt ja nur im Vergleich zum Weißstandard, wirklich "gewonnen" wird da nix. Je höher der Leuchtdichtefaktor in der Mitte, um so weniger Licht kommt bei flacherem Betrachtungswinkel an.

Das mit dem heute üblichen, breiten Kasch ist zwar ganz nett, aber erstens kostet es Leinwandfläche, denn da könnte ja auch Projektionsfläche sein und zweitens nützt der Kasch nur etwas, wenn er wirklich genau auf die Bildbegrenzungen paßt (dann unterdrückt er helle Reflexionen durch Streulicht und begrenzt das Bild scharf).

Ich projiziere aber so viele Formate, daß ich dann lieber keinen wirklichen Kasch habe, sondern nur einen schmalen dunklen Rand.

Das Auge öffnet in einem wirklich dunklen Raum durch den Kasch übrigens nicht mehr weiter, es muß eh' zwingend im Bereich Tagsehen oder vielleicht gerade noch im bereich Dämmerungssehen sein, d.h. es adaptiert korrekt auf die angebotene Bildhelligkeit.

 

Streulicht wirksam zu verhindern iat aber völlig richtig, Reflexionen von Streulicht an Vitrinenscheiben und von da auf die Leinwand verringern den Kontrast sichtbar. Diese Flächen müssen sich dazu aber vor der Leinwand und seitlich bzw. über dem Weg des Lichts vom Projektor zur Leinwand befinden, das was dahinter passiert hat höchstens noch störenden Einfluß, beeinflußt aber den messbaren Kontrast nicht.

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Am 8. Februar 2017 um 10:25 schrieb Rudolf2:

Zu meiner Leinwandentscheidung: Ich hatte noch ein bißchen rumtelefoniert und mir waren folgende Faktoren wichtig:

- moderate Geruchsbildung; also Verzicht auf "üble" Chemikalien. (meine Leinwand ist für Schulen zertifiziert; ob sie gesund ist? Stinkt aber nicht so schlimm)

 

Wenn ich den Geruch der Leinwand rieche, dann werde ich jünger und mir wachsen wieder die Haare. Hat für mich ein Gefühl einer Zeireise und finde ich auch nicht schlimm. Ist aber eine sehr persönliche Einstellung. 

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