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Kabelsalat

Elmo ST1200 Tonproblem...

14 posts in this topic

Moinmoin. ^^

 

Vor einiger Zeit (letztes Jahr) erstand ich in Deidesheim einen ST1200, wohl frühe Serie (1 Motorriemen, kein Gummibelag an der Umlaufblende).
Es hat ein Weilchen gedauert bis ich endlich mal Zeit hatte, das Teil wieder auf Vordermann zu bringen, aber ich bin soweit fast fertig... fast.
Es waren der Motorriemen sowie einige lecke Elkos auf der Tonplatine zu tauschen, die zunächst für einen Totalausfall derselben sorgten.

Die Wiedergabe von Licht- und Magnetton funzt soweit wieder... bis auf eine Kleinigkeit:

Der Ton ist schon im unteren Bereich des Volume-Reglers BRÜLLEND LAUT, ich kann die Lautstärke kaum vernünftig regeln.

Da sind vielleicht max. 15°...20° zwischen "nix" und "AUA" (inklusive mitschepperndem Gehäuse)! :46_confounded:
also... "halb 9" = grad noch wahrnehmbar, "halb 10" = kurz vor "Ohren klingeln". Lautstärkesprünge gibt es dabei nicht.
Das kann doch nicht normal sein, oder!? Die Potis scheinen noch in Ordnung, Kratzgeräusche kann ich jedenfalls nicht feststellen.

Ich werde die nächsten Tage mal noch ein Video davon hochladen, zur Veranschaulichung.

Bis nächstens,
Kabelsalat. :3

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Da dürfte der Anschluß des Potis gegen Masse defekt sein. Also Kontaktprobleme Potiplatine.

Jens

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Moinmoin.
Ich habe alle Potis auf Verbindung geprüft. Befund: Alles in Ordnung, keine Kontaktstörung soweit.
Das Problem bleibt trotzdem. :(

 

Hier mal das Video:

https://cloud.nyaan.de/index.php/s/RQsJIIm1HExTqCm

 

Gruß, Kabelsalat. ö.ö

Edited by Kabelsalat
Videolink (see edit history)

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Eventuell einer der Widerstände im Gegenkopplungszweig defekt, defekte Lötstelle oder eine Lötbrücke über einen Vorwiderstand. Anscheinend ist der Vorverstärker zu empfindlich.

Jens

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Hallo Freunde des Elmo ST 1200!

Ich habe mir euer Problemchen hier mal durchgelesen und kann euch beruhigen.

Das ist beim ST 1200 immer so.  Die komplette Lautstärkeregelung findet nur auf einem sehr kleinen  Bereich am Anfang des Potis statt.

Da braucht man etwas Feingefühl beim einstellen.

Ich besitze 3 ST´s, ist bei allen gleich.

 

Gruß Thomas

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Da muss ich widersprechen. Bei meinem regelt der regler die Lautstärke so, wie man es von einem Poti gewöhnt ist. Ganz ohne "Vollgas ab Anfang" 

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Hmm, d. h. unsere Elmos haben vom Ton her erste Mangelerscheinungen, die dem Geist der langen Benutzungszeit von heute bis zur damaligen Fertigung entsprechen? Oder haben wir Fehlproduktionen? - Vielleicht kann man sich da etwas aus der Trickkiste behelfen. Beispielsweise einfach einen Lautsprecher anschließen mit anderem Widerstand als vorgegeben, sprich einen, der mehr "verkraftet", als der Elmo einen aufzwingen will, also einen, den man lauter drehen muss, um überhaupt einen annehmbar lauten Ton zu erhalten.

Edited by -- JS. -- (see edit history)

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Potianschluß an Masse defekt, einfach durch Oxidation der Silberschicht. Dann funktioniert das selbige nicht mehr sauber als Spannungsteiler, sondern als Vorwiderstand.

https://elektrotanya.com/elmo_st-1200_sm.pdf/download.html

da gibts das Servicemanual, eifach warten, bis aus processing download wird. Seite 35 ist der Schaltplan des Verstärkers.

Jens

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Kurz zum einfachen testen, ob die Vorverstäker und Klangregelung samt Endstufe elektronisch in Ordnung ist. Der AUX-Eingang geht parallel zum Filmtonlautstärkeregler. Ist da die Funktion auch so, dann ist es nicht das Lautstärkepoti Filmton, dann ist etwas an der Elektronik faul. Unterschied der Potis ist die Kennlinie, eiens ist Logarithmisch, ich vermute das des Filmtones, eines Linear. lt Schaltplan sind die als 'A' Typ und 'B' Typ gekennzeichnet.

Es gibt einiges an Elkos im Signalweg, die austrocknen können und dann den Bass klauen. Klingt der Ton über Kopfhöhrer mit 200 Ohm oder mehr einwandfrei, dann ist der 470 Mfd Koppelelko des Endstufenausgangs trocken. Ändert sich da nix, dann an den Elkos im Signalweg und der Gegenkopplung suchen. Gegenkopplung, das ist immer der Zweig, der von Ausgang des IC's zu einem Anschluß zurückführt, mindestens zwei Widerstände, einen in Reihe, dann einen  und einen Kondensator gegen Masse beinhaltet. Dieser Zweig sorgt zum Einen für die Stabilität des Verstärkers, das der nicht schwingt, zum anderen stell er die absolute Verstärkung über die nutzbare Frequenz ein. Ist da der Elko gegen Masse trocken, dann werden die tiefen Frequenzen nur mit dem Faktor 1 quasi durchgereicht, die hohen Frequenzen hingegen kommen wieder durch den kleineren Wert im Elko gegen Masse, es gilt dann das Verhältnis des Widerstandsspannungsteiler und sie werden z.B um den Faktor 10 verstärkt.

Soweit der kurze Exkurs in die Elektronik für engagierte Löter ohne tieferes Wissen für Verstärkerschaltungen.

Jens

  • Thanks 1

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Ach, noch was, es gibt laut den Unterlagen, die ich da verlinkt habe, zwei Versionen des Verstärkers. In der ersten liegt die Klangregelung im Gegenkopplungszweig, wenn da also das Poti hin ist, also die Kontakte an die Kohleschicht weg sind, dann funktioniert die Gegenkopplung nicht mehr richtig.

In Version zwei liegt die am Eingang und ist mehr so in Richtung Höhenanhebung, bei Defekt des Potis dürfte da nur der Ton etwas dumpf klingen. Da hat sie auch weniger Einfluß auf den AUX-Eingang.

Jens

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Zunächst mal kann ich nur wiederholen, dass Elektronik Komponenten von ihren Herstellern für 5 Jahre konzipiert wurden, gut bei höheren Grenztemperaturen wie 85° oder 105°, weshalb sie ja länger halten. Aber 40 Jahre, die der EL-MO mittlerweile hinter sich hat, dürfte da schon den Ausfall begünstigen.

Die Schaltungen der EL-MO Projektoren stellen nicht gerade jene Entwicklungsstufen elektonischer Hi-Tech Geräte dar, die japanische Geräte bekannt gemacht haben. Sie sind sehr einfach, und vielleicht sogar primitiv gehalten. Verarbeitungsmäßig entspricht das Ganze den billigen Kasettenrekordern unserer Jugend, die schon kurze Zeit nach Auspacken nur noch wenig Freude boten. 

Die Ursache des beschriebenen Phänomens dürfte sich am Lautstärkepoti befinden. Ein Spannungsteiler ist das nicht, sondern eine Mischschaltung, bei der der Ausgang der Filmvorverstärker auf Masse gezogen wird, oder auf den Eingang des Ausgangsverstärkers. Das Poti ist linear (A char.), und die Einstellkurve daher alles Andere, als gewohnt, kann man sich ja mal aus den wirkenden Widerständen vorzustellen versuchen.

Der Wiedergabeverstärker liegt über einen 50 k Widerstand am Schleifer des Potis, und kann dann über das 10k Poti wahlweise auf Masse oder Verstärkereingang gelegt werden. Das Poti ist linear, kleine Drehung gibt schon erhebliche Spannung am Endverstärkereingang...

Auch der Vorverstärker ist kein "richtiger" OP Amp, sondern ein Hybridbaustein von Sanyo, der 2 Transistoren und einige Widerstände beinhaltet. Dieser war schon vor Jahrzehnten als nicht besonders zuverlässig bekannt, nur so viel dazu. (Er befand sich in vielen Billig Kasettengeräten und Tonbandgeräten aus Japan, wo auch die Schaltung herkommt) Hier lohnt ein Blick auch einmal auf die Komponenten im Umfeld.

Der Ton kann ja über die AUX Buchse (voll aufgedrehter Poti) abgenommen werden, einem Verstärker zugeführt werden, ohne dabei über den Endverstärker zu gehen. Der MONI Ausgang liegt hinter dem Endverstärker.

ld3141.PNG

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Ich würde die Drähte vom Poti ablöten und es mit dem Multimeter durchmessen.Vom Schleifer weg zu den Aussenanschlüssen und zwischendurch am Schleifer drehen. Wenn da wo plötzlich unmotiviert zwischendrin Volldurchgang kommt, hat das Poti was.

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Stefan, stimmt, ist nicht so üblich, drum hab ich es übersehen. Apropos meiner Anfrage bezgl. Notlichtgerät, ich hab die gleichen Platine als Ersatzteil gerade vor mir liegen, mal vom gleichen Hersteller vor dem Kinoabriß mitgenommen. Nehme gerade die Klemmenbelegung auf.

Grüße

Jens

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