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chrisdae

Kurzfilmtag im Kino

9 posts in this topic

Liebe Kollegen,

sowohl in 2017 als auch in 2018 habe ich bei mir im Kino am Kurzfilmtag teilgenommen.

 

Beide mal waren eher mau besucht, wobei 2018 ganz mies war. Sicherlich liegt das auch an meinem Standpunkt, meinem Publikum und meinem Marketing.

 

Mich würde deshalb mal eure Erfahrung interessieren! Wie war es bei euch besucht?

 

Ich halt den Termin ein paar Tage vor Weihnachten halt auch für sehr unglücklich gewählt. Ich werde in diesem Jahr nicht mehr teilnehmen, zumindest werde ich bei gleichem Termin keinen neuen Versucht starten.

 

Wobei ich es eigentlich toll finde, mal ein anderes Angebot im Programm zu haben.

 

Viele Grüße

Chris

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Ich schildere es mal aus meiner Sicht und nach meinen Erfahrungen.

Wir haben auch schon mehrmals an "Kurzfilmfestivals"  teilgenommen jedoch noch nicht direkt am Kurzfilmtag. 

Habe bei den Kurzfilmfestivals am Abend mit Moderation ca. 7-9 Kurzfilme mit unterschiedlichen Themen gezeigt (Erwachsenenprogramm).

Es kristallisierte sich raus, dass man damit, trotz Werbung in der Zeitung , Homepage etc. und Kontinuität über 4 Jahre, nur einen kleinen Teil interessierter Menschen gewinnen konnte.

Wie du schon sagst, finde ich auch den Termin des Kurzfilmtages schlecht gewählt, wir haben bewusst darauf verzichtet teilzunehmen, weil der Kurzfilmtag einfach in einer Zeit lag, wo wir einen großen Teil unseres Jahresumsatzes generieren, da  konnte ich dann den Saal nicht blockieren.

Grundsätzlich finde ich solche Veranstaltungen, Thementage gut, man  muss man sich bei derartigen Veranstaltungen aber davon verabschieden, "Geld verdienen" zu können,

man macht halt was für die Allgemeinheit.

Wir nehmen z.B. jedes Jahr an der sogenannten "Ökofilmtour" teil, zeigen innerhalb von 3 Tagen jeden Tag 2-3 Dok - Filme,  die sich mit Ökölogischen Themen befassen, das Ganze nur mit Spendenbasis und ohne Eintritt, da weiß ich dann auch dass ich kein Geld verdiene, nehme es aber bewusst in Kauf.

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Der Kurzfilmtag war bei uns (wie alle Kurzfilmabende) sehr gut besucht. Das ist aber kein Selbstläufer, sondern Ergebnis langjähriger Arbeit - wir spielen monatlich Shorts Attack und haben viel Stammpublikum.

Kurzfilme kann man nicht einfach nur so runterspielen - man braucht eine gute Kuratierung und Moderation.

Ob man einen Saal dafür blockieren will, muss man natürlich selbst entscheiden - aber die Entscheidung wird ggf. dadurch erleichtert, dass man ja von der FFA eine enorm lukrative Förderung für abendfüllende Kurzfilmprogramme bekommt. Hier werden 80 Prozent Zuschuss gezahlt, und zwar sowohl auf Filmmieten als auch auf kosten für Werbematerial, Moderation etc.

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Eine gute Alternative kann es sein, am Kurzfilmtag einfach einen extra ausgewählten Kurzfilm im Vorprogramm zu zeigen. Das machen wir so, mit entsprechender Anmoderation kommt das immer sehr gut an bei dem Publikum, das eh schon im Haus ist.

 

Kurzfilmprogramme in Spielfilmlänge funktionieren in dieser beknackten Stadt auch nicht.

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Wie die Vorredner schon sagten, mann muss einen besonderen Event machen - wir bieten zum Kurzfilmtag - ein Programm der "Kurzfilmtage Oberhausen" und kombinieren das mit unseren Flüchtlings-Sprachcafe-Publikum (die treffen sich dort einmal die Woche in unseren Cafe), die dann (da im Iran zum Beispiel, dann die "Kürzeste Nacht" gefeiert wird) mit Internationalen Speisen aufwarten - und alles auch zum "freien Eintritt". Ist dank der Leute vom Sprachcafe dann immer gut besucht und ein schöner Abschluss-Event zum Jahresende.
Ansonsten finde ich Kurzfilmprogramme nett - mache da aber auch nur noch mit den "Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen" zusammen was und natürlich während des Festivals selbst. Da ist der Standort "Oberhausen" dann mal vom Vorteil.

 

Grüße
Jörg

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Wir machen auch seit Jahren mit beim Kurzfilmtag, und wie bei Macplanet ist das immer sehr gut besucht – aber auch nur dank kontinuierlicher Arbeit und Aufbau einer kleinen Fangemeinde, die weiß, dass wir an dem Abend nicht nur ein simples Programm abspulen, sondern ein kleines Rahmenprogramm drum herum anbieten. Andere Kurzfilmprogramme im Jahr laufen bei uns nicht ganz so gut.

 

Der Termin 21.12. ist bestimmt für einige nicht besonders angenehm, auf der anderen Seite sind die meisten Weihnachtsfeiern dann vielleicht schon durch. Und der Aufhänger "wir feiern den kürzesten Tag des Jahres mit kurzen Filmen" ist halt nur an diesem einen Tag denkbar 🙂 Zumindest 2018 war es mit einem Freitagabend doch ein recht guter Termin.

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Chris, Kurzfilme bringen meist einen Filmpreis in Höhe der entstandene Kosten nach dem ersten Jahr ein, wenn du dich um Filmpreisprämien bewirbst. So bekommst du dann nach dem ersten Jahr, das dich ca. 1000€ an Filmmiete kostet, dein Publikum für den Kurzfilmtag dann auch zusammen. Ab dem 2. Jahr bringt es dann auch etwas ein außer Arbeitsaufwand.

Jens

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wie von den Vorrednern schon geschrieben: kann laufen, wenn es richtig gemacht wird, und über längeren Zeitraum durchgeführt wird, mit guter Kuratierung und Moderation, möglicherweise auch beschränkt auf bestimmte Themen pro Abend bzw. Programmblock.

 

Wenn es nicht direkt am Kurzfilmtag stattfindet, bietet es sich auch an, die Filmemacher einzuladen (sofern sie nicht allzu weit entfernt wohnen): kurzes Gespräch auf der Bühne jeweils nach dem Film, und anschließender Ausklang bei Diskussion im Gastrobereich. Da haben alle was davon: Publikum trifft Filmemacher, Filmemacher bekommt Feedback, Kinobetreiber macht Gastro-Umsatz. Ich empfehle dazu mal ein Kurzfilmfestival zu besuchen, um sich ein wenig Inspiration zu holen.

Das Kurzfilmformat ist übrigens für fast alle Filmemacher der Einstieg in die Filmbranche, d.h. fürs Publikum eine Möglichkeit die (potentiellen) großen Regisseure von Morgen zu treffen 😏und sich mit ihnen auszutauschen. Das muss man aber natürlich dem Publikum erstmal erklären, auch in der Außendarstellung. Wenn Filmemacher kommen und das Ganze gut aufgezogen ist, vielleicht gibts ja auch einen Artikel in der Lokalpresse, der ein wenig Hintergrund zum Kurzfilm als Kunstform liefert?

 

Nicht verschwiegen werden soll, dass ein selbst organisierter Kurzfilmblock bzw. -Festival Extraaufwand ist: man muss die Kurzfilme kuratieren (es gibt auch viel Schrott!), meist einzeln beziehen, sicherstellen dass sie rechtzeitig eintreffen und im richtigen Format etc etc... hier gibts ja im Regelfall keinen Verleiher, der dazwischensitzt und die technische und organisatorische Qualität sicherstellt. 

Edited by dbx1000 (see edit history)

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