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N8 selbst entwickeln


Schimmy

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Hallo zusammen,

 

ich habe vor einiger Zeit meinen ersten N8 Film bei ANDEC entwickeln lassen und war begeistert.

Nur die Kosten mit hin und her senden fand ich schon Recht hoch.

Ich hab mich nun dazu entschieden die Sache selbst in die Hand zu nehmen und habe mir eine Lomo Trommel und einen Splitter zugelegt (der Preis war OK).

Mit dem Entwickeln von S/W Negativen hab ich schon einige Erfahrungen gemacht.

 

Hat jemand Tips zur Entwicklung und eine gute Adresse woher ich die Chemikalien bekomme (vorzugsweise im Ruhrgebiet)

 

Munter bleiben

Christoph 

 

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Wenn du Umkehrentwicklung machen willst, brauchst du 1. Dokumol vom Fotoladen oder Versender, 2. Natriumsulfit (bei Ebay suchen), 3. Bleiche (KMnO4/ Dichromat, Schwefelsäure, Calgon) bei Chemikalien Suvatlar in HH, Fixierbad vom Fotoladen oder Versender, Netzmittel dto. 

Bei Negativentwicklung z.B. D76, Fixierbad und Netzmittel alles vom Fotoladen oder Versender. 

Edited by jacquestati (see edit history)
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vor 46 Minuten schrieb Matthias Bätzel:

Gehört zwar nicht zu Deiner Frage, aber mich würde interessieren, welche N8 Kamera/Kameras Du benutzt.

Ich benutze eine Eumig C3 und dank der netten Zeiss Icon Werbung aus den 50er Jahren, hat sich noch eine Movikon mit Teleobjektiv dazugesellt.

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vor 43 Minuten schrieb jacquestati:

Wenn du Umkehrentwicklung machen willst, brauchst du 1. Dokumol vom Fotoladen oder Versender, 2. Natriumsulfit (bei Ebay suchen), 3. Bleiche (KMnO4/ Dichromat, Schwefelsäure, Calgon) bei Chemikalien Suvatlar in HH, Fixierbad vom Fotoladen oder Versender, Netzmittel dto. 

Bei Negativentwicklung z.B. D76, Fixierbad und Netzmittel alles vom Fotoladen oder Versender. 

👍 Besten Dank für die Infos..

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vor 51 Minuten schrieb jacquestati:

 Dichromat ... bei Chemikalien Suvatlar in HH

Um diese Zutat für die sogenannte "Männerbleiche" zu bekommen, musst Du bei Suvatlar anrufen und tel. bestellen.

Das Produkt findest du in keiner Verkaufsliste und darf offiziell nicht mehr verkauft werden, zumindest nicht an Privatpersonen, da mittlerweile als hochgiftig/ kreberregend eingestuft.

Allerdings bringt nur Kalium-Dichromat-Bleiche ordentliche Ergebnisse....

Edited by k.schreier (see edit history)
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Ich möchte hier ein klein wenig widersprechen... Ohne zu wissen, wie sorgfältig Du arbeitest, wie gewissenhaft Du mit Chemie umgehst, wo Du entwickelst und ob Kinder im Haus sind, würde ich nicht leichtfertig zu Kaliumdichromat raten. Gerade beim Lomo-Tank wird es schnell mal siffig und es geht mal was daneben.

 

Mir ist die sogenannte "Männerbleiche" daher zu gefährlich und deshalb bleiche ich konsequent und erfolgreich mit Kaliumpermanganat. Allein schon der Ausdruck "Männerbleiche" ist unpassend und disqualifizierend.

Rezepte und Anleitungen für Kaliumpermanganat-Bleiche findest Du bei filmkorn.org oder hier im Forum. Jacquestati hat für den Foma R100 die Methode mit einer 5 minütigen Vorwässerungszeit verfeinert. Dies in Verbindung mit frisch angesetzter Kaliumpermanganat-Bleiche und ständiger Bewegung des Filmes im Bleichbad funktioniert für mich gut.

Ich würde Dir allerdings raten, eine Test-Entwicklung zu machen, um zu sehen, ob es für Dich auch funktioniert, damit Du Dir nicht durch unzureichende Agitation oder falsch angesetzte Bleiche einen wichtigen Film versaust...  

 

Viel Erfolg,

Sebastian

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Die Kaliumpermanganatbleiche funktioniert wohl dann gut, wenn man 25g/l Calgon zuletzt. Dann soll sie nach Patentschrift haltbarer sein und weniger/ keine  Schichtablösungen machen. Weiß ich aber  nur vom Lesen, ausprobiert hab ich das noch nicht. Ansonsten gilt immer noch, dass die Dosis das Gift macht. Ich will hier nichts verharmlosen, aber mit Kochsalz oder Zucker oder Schokolade kann man sich auch umbringen, alles eine Frage der Menge. Und wenn man im Fotolabor arbeitet, hat  sauberes Arbeiten oberste Priorität, ebenso korrekte Entsorgung der Chemie am Schadstoffmobil o.ä.. Kaliumpermangant ist ebenfalls  toxisch, siehe Sicherheitsdatenblatt, kann man runterladen. Schwefelsäure  wird in beiden Bleichbädern benutzt. Und dass man im (Chemie-) Labor nichts isst und trinkt und seine Flaschen korrekt beschriftet,  sollte wohl selbstverständlich sein.

 

 

Edited by jacquestati (see edit history)
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vor 34 Minuten schrieb jacquestati:

wenn man im Fotolabor arbeitet, hat  sauberes Arbeiten oberste Priorität,


Erzähl das mal nem Lomo-Tank 😉

 

vor 34 Minuten schrieb jacquestati:

ch will hier nichts verharmlosen, aber

 

Bei allem Respekt: Der Vergleich von Kaliumdichromat mit Kochsalz, Zucker oder Schokolade IST verharmlosend. 
Bei Dichromat reicht halt schon eine kleine Dosis, um giftig zu sein und Kochsalz ist meines Wissens nicht krebserregend und erbgutverändernd… Aber über dieses Thema wurden sich hier im Forum schon genug die Köpfe heiß geredet. 
 

Muss halt jeder selber wissen, wie hoch er/sie das Risiko für sich einschätzt. Ich fand nur den Hinweis auf die angeblich alternativlose „Männerbleiche“ ergänzenswert. Gerade an jemanden, der neu in die Selbstentwicklung einsteigt. 
 

Und ein weiterer Punkt, der bedenkenswert ist: ich kann mir vorstellen, dass Eure Kaliumdichromatquelle schnell versiegt, wenn die Quelle mitbekommt, wie ihr hier den problemlosen Bezug öffentlich macht. 
 

@k.schreier Ist nicht als Angriff gemeint, aber willst Du Deinen Beitrag nicht lieber noch mal überarbeiten? Wäre schade, wenn er Probleme bekommt. Dann haben wir Selbstentwickler auch bald Probleme. 

 

Edited by Sebastian Bock (see edit history)
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vor 2 Stunden schrieb Sebastian Bock:

@k.schreier Ist nicht als Angriff gemeint, aber willst Du Deinen Beitrag nicht lieber noch mal überarbeiten?

 

naja... zum editieren ist es jetzt eh zu spät...

Ich habe mit Kaliumpermanganatbleiche bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Und schon gar nicht mit der Kaliumpermangnatbleiche, die im originalen Foma-Entwicklungssatz dabei ist. 

ÜBer die Bezugsquellen von Kaliumdichromat wurde hier schon desöfteren offen diskutiert. Und auch den Rat, beim Händler in HH fernmündlich oder persönlich vorzusprechen konnte man hier im Forum schon mehrfach lesen. Ich komme mir daher jetzt etwas blöd vor, hier nun als "Geheimnisverräter" hingestellt zu werden.

Hier im Forum wird ja auch CD1-Farbentwickler "gehandelt" ....

Den Ausdruck "Männerbleiche" haben übrigens andere hier im Forum schon vor längerem geprägt... mag sein das Du recht hast und der Ausdruck eher ein schlechter Witz ist.

Ich bin auf jedenfall raus aus dem Thema hier. Noch einen schönen Abend! 

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Vielleicht noch zum Umgang nicht nur mit der Bleiche, da hier noch nicht erwähnt:

 

- selbstverständlich sind Handschuhe zu tragen, es empfiehlt sich, jene aus Nitril zu nutzen

- und für die Nase: FFP2 Masken hat man derweil ja zu Hauf. Das ist gut, denn bei Pulverchemie insbesondere den Bleich-Pülverchen zwingend erforderlich

 

Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt wird sich dessen aber hoffentlich bewusst sein. Das also nur der Vollständigkeit halber.

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vor 1 Stunde schrieb k.schreier:

naja... zum editieren ist es jetzt eh zu spät...


Du kannst Deinen Beitrag aber melden und der Meldung einen entsprechenden Kommentar hinzufügen. Dein Beitrag wird dann vom Admin oder Moderator gelöscht. Ich spreche da aus Erfahrung, schnell ist mal etwas geschrieben, was ebenso schnell auch falsch aufgefasst wird und/oder in den falschen Hals gelangt.
_____________________________________________________________________________________________________________________________________________

Zum Thema Fotochemie: Sie sollte nicht in feuchten und/oder schlecht belüfteten Hobbykellern verarbeitet werden und auch nicht in Küche/Bad. Zudem sind, wie bereits erwähnt wurde entsprechende Atemschutzmasken und entsprechende Schutzhandschuhe zu tragen. Besonders die Filmentwicklung von s/w-Umkehrfilm erfordert diese Schutzmaßnahmen. Es geht hier nicht nur um Krebs oder Erbgutschädigungen, sondern auch um Erkrankungen wie Asthma, Parkinson etc.

Ich hatte mal die Möglichkeit in einem eigens für Filmentwicklung ausgestattetem Raum einen Super8-Farbumkehrfilm und einen 16mm-Farbnegativfilm zu entwickeln. Das war wirklich ein sehr schönes Erlebnis. Danke Patrick Müller 🙂

 

Edited by Martin Rowek (see edit history)
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Lesigh!


Fotochemie darf absolut in feuchten Kellern verarbeitet werden. Lagern kann man sie ja trotzdem trocken. Und auch das Bad eignet sich hervorragend als Labor. Man muss danach halt  korrekt sauber machen, nicht nur schnell mal drüberwischen. 

Generell sollte man nur dann mit Rohchemie agieren, wenn man weiß, was man tut, und ein Sicherheitsdatenblatt in vollem Umfang verstehen kann. Und von Caffeenol bekommt man sicherlich auch kein Parkinson. 
 

Kurz: Bitte Fachliteratur und ggf. Expertenrat einholen (d.h. Chemiker fragen, nicht Amateure) und dem Quatsch aus dem Internet bitte erst mal keinen Glauben schenken. 

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Es ging mir eher darum, dass giftige Dämpfe von Fotochemikalien in Verbindung mit Schimmelsporen in der Luft das gesundheitsschädliche Risiko noch mehr erhöhen. Schimmelsporen gelten auch als Auslöser für diverse Krankheiten und viele Keller sind nunmal feucht und das riecht man auch. Hochgiftige Fotochemie, die regelmäßig verarbeitet wird, sollte an eigens dafür vorgesehenen Orten verarbeitet werden. Meine ganz persönliche Meinung und mein Wissen über Fotochemie, da ich früher beruflich Fotochemikalien in einem großen US-Konzern für Photovoltaik anwenden musste.

Edited by Martin Rowek (see edit history)
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vor einer Stunde schrieb Schimmy:

Ich arbeite als Fachkraft für Arbeitssicherheit und kenne mich daher im Umgang mit Gefahrstoffen aus.

Betriebsanweisungen werde ich mir trotzdem nicht zu Hause aufhängen....😉


Brauchst Du ja auch nicht, da Du sie als Fachkraft ohnehin kennst.

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Oh je, immer das Gleiche. Die Dichromat/Permanganat-Frage ist für mich eher eine emotionale Sache. Was WILL ich? Was traue ICH mir zu? Wie schätze ich die Risiken für MICH ein?

Die Inhaltsstoffe der meisten Entwickler sind ebenfalls formal nicht ohne. Wenn ich Film selbst

 entwickle, gehe ich potentiell gesundheitliche Risiken ein.

Das ist auch bei anderen Hobbies so. Fragt mal den Hobbyschrauber nach Öl, Lack, Abgasen etc.

 

Und bei (oder gerade wegen) all diesen Hintergedanken ist der selbst entwickelte Film von der ersten Blendenrotation bis zur letzten Klebestelle mein Baby, das Werk meiner Hände. Hobbies sind nicht immer rational. Wäre ja auch schlimm.

 

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