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BAUER B14 - RESTAURATION - NEUAUFBAU


Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)
vor 17 Stunden schrieb Thomas:

Kolben...die Dinger heißen Xenonkolben. Bei Brennstäben muss ich immer zwangsläufig ans AKW denken. 

 

Der Eine denkt an Kernkraft und der Andere an Mais..🤭 Aber Spaß beiseite 

der Umgang mit dem "Leuchtmittel" ist ja das eigentlich brisante am Umgang mit unseren Kinomaschinen. Neben der beträchtlichen Zündspannung ist auch die Explosionsgefahr des Xenonkolbens real gegeben. Da ist nicht nur reines Interesse der Grund zur Information rund um das Thema Lampentechnik, sondern auch ein Muss um den richtigen Umgang 

mit den stabförmigen Möchtegengranaten gewährleistet zu bekommen.

Ich habe mal einen der vorhandenen Xenonkolben fotografiert.

Für meine Vorstellung sieht der noch richtig gut aus. Anode und Kathode sind ohne sichtbare Abnutzungen. Das Quarzglas hat nur einen leichten Schimmer einer Eintrübung was, so habe ich's gerade gelesen, als gerade "eingefahren" anzusehen ist.

Leistung wie schon beschrieben 900 Watt.  

IMG_20260201_112557_HDR.thumb.jpg.7b13c7472077ad5f2d394db5811712b5.jpg

 

Die Darstellung ist etwas unscharf weil die Schutzhülle nicht abgenommen ist.

 

IMG_20260201_113104_HDR.thumb.jpg.91a885232560c620fb052033ae41aaad.jpg

 

Die anderen Xenonkolben haben rotorangene Schutzhüllen.

Entstehungszeit unbekannt.

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)
vor 17 Stunden schrieb Thomas:

Ich schaue dann in der Spiegel-Kiste nach, ob ggf. noch ein baugleicher zum testen da ist. 

 

Danke übrigens für das Angebot.

Spiegel habe ich (so hatte ich das verstanden) wohl im Moment genug.

Obwohl man im realen Betrieb anscheinend doch nicht genug davon haben kann.

Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass mir bei einem der BL 9X Lampenhäuser die Halterung für den Hilfsspiegel fehlt.

Außerdem die beiden Abdeckbleche für die Führungsstangen der Hilfs- Spiegelverstellung. Und zu guter letzt fehlt mir der Spanring für die Befestigung des Hitzschutzglases, dass im Vorderteil des Lampenhauses befestigt ist.

Wenn da jemand was hat und abgeben möchte bitte melden. (Danke)...🙂

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Ich würde sagen, der kolben ist bereits deutlich gebraucht. Er wirf möglicherweise verwendbar sein, sprich zünden, aber was man nicht vergessen sollte ist, dass mit steigender Betriebsdauer auch das Risiko steigt, dass er explodiert.

 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Dent-Jo:

Ich würde sagen, der kolben ist bereits deutlich gebraucht

 

Und woran erkennt man das genau..?

Anode/Kathode sind doch ohne erkennbare Abnutzung und das Glas ist nur schwach eingetrübt.

 

Geschrieben

Der hat, soweit ich das sehen kann, einen große rauhen Bereich auf der Anode, dem dicken Wolframkörper. Das deutet für mich auf etliche Betriebsstunden mit hohem Strom hin, die Kathode sieht ebefalls schon verschlissen aus.

Stehende Brenner haben immer einen dunklen Kolben, wenn sie verschlissen sind. Und man darf sie nicht zu sehr kühlen, sonst flackert der Lichtbogen. Das ist im Übrigen auch der Grund für die Schwärzung. Hilfsspiegelkühlung ist genug mit etwas Abluft für die 900W.

Liegende Kolben hingegen mögen möglichst sehr starke Kühlung, dann tritt kaum Schwärzung auf.

Zu Versuchszwecken und den wenigen Einsatzstunden kannst du den noch nehmen, neue 1600W habe ich tatsächlich noch.

Jens

 

Geschrieben

Das Foto ist nicht sehr schön zur Beurteilung des Zustandes. Kannst du nochmal ein Bild ohne Hülle machen?

Wenn ein Brenner nur wenige Betriebsstunden weg hat, dann ist eigentlich noch keine dunkle Färbung an der Glasinnenseite zu erkennen.

Wenn du risikofreudig bist, dann probiere ihn ohne Spiegel, lass ihn lange brennen und zünde ihn (nach Abkühlung) mehrmals. Wenn er das übersteht und immer zuverlässig zündet, sollte dem privaten Gebrauch nichts im Wege stehen.

Geschrieben

Der obige Kolben ist den Bildern nach am Ende seiner Lebensdauer angekommen und birgt, gerade für den Amateur, erhebliche Gefahren.

Übrigens gibt es 900er nicht mehr neu, ich habe vor einem Jahr ewig suchen müssen, bis ich hier dank eines netten Kollegen noch zwei neue bekommen habe.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Minuten schrieb Eremitage:

 

Bitte die Aussage auch begründen.

Es reicht, wenn ich diese Aussage tätige, denn im Gegensatz zu Dir habe ich über 2o Jahre Erfahrung, ich quatsch Dir ja auch nicht in die Restaurierung oder den Umbau des S8 Kistchens rein, oder?

 

Bearbeitet von TK-Chris (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1
  • Thumbsdown 1
Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb TK-Chris:

Es reicht, wenn ich diese Aussage tätige,..

 

Das ist doch genau der Punkt um den es geht. Kannst dir gerne deine 20 Jahre Erfahrung für dich behalten.

Davon haben haben allerdings alle diejenigen, die sich so wie ich als Amateure für das Genre interessieren - nichts.

Und mit dieser Einstellung wird auch nichts weitergegeben, was das Genre am Leben erhält.

Oder liege ich da falsch..?

  • Thumbsdown 1
Geschrieben

Nun ja, es knallt halt laut und gibt viele Splitter. Das ist mit jedem Xenonkolben so, deshalb die Dinger immer nur im geschlossenen Lampenhaus betreiben. Chris hat da schon recht, ich kenne aus alten Lampenhäusern etliche Spiegel mit Spuren geplatzter 900W Kolben. 

Dein Kolben ist jedoch nicht so alt, das es unter die geplatzten Kolben zu zählen ist.

Sei dennoch immer vorsichtig mit den Kolben.

Jens

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Danke Jens, das war jetzt nur einer der fünf zur Verfügung stehenden Kolben.

Die anderen werde ich morgen mal näher betrachten und gegebenenfalls ein paar Fotos einstellen.

Kleines Fazit an dieser Stelle:

Die Ansichten über die gebrauchten Xenonkolben sind doch sehr geteilt.

Ich finde aber nach wie vor die Überlegung angebracht, gerade wenn man den Neupreis eines Xenonkolbens heranzieht, die vorhandenen Xenonkolben zu prüfen und und wenn sie "gut" sind (was ist gut..?) weiter zu betreiben.

Geschrieben

Gut ist neben der Schwärzung der Zustand der Elektroden zur Beurteilung. Sind diese ausgefranst oder mit Tropfen versehen, brennt die Lichtbogen sowieso nicht ruhig. Explodiert sind auch diese thermisch überlasteten aktuellen D-Cinema Kolben auch nicht. Die einzig mir bekannten explodierten Kolben sind diese mit den eingeschmolzenen Zündhilfsdrähten in den NEC's vor einigen Jahren. Als Konsequenz hat man diese nun nicht mehr übers Glas gespannt.

Und ein 1600W vor 25 Jahren neu nach 30h,gabs neue Teile auf Garantie. Und einen weiteren mit einem Sprung im Glas, den ich übersehen hatte. Mein Fehler, der hätte in die Tonne gehört.

Jens 

Geschrieben (bearbeitet)

Von jemandem der die letzten >15 Jahre sehr viele Xenonkolben in den Händen hatte: Das Ding hat es hinter sich. 

 

Diese Einschätzung ist absurd realitätsfern:

Zitat

Das Quarzglas hat nur einen leichten Schimmer einer Eintrübung was, so habe ich's gerade gelesen, als gerade "eingefahren" anzusehen ist.

Vermutlich hast du das bei irgendeinem eBay-Verkäufer gelesen, der versucht seinen Sondermüll als "neuwertig" an den Mann zu bringen.

 

Kurz: Tu dir den Gefallen und suche was Besseres.

Bearbeitet von Fabian (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Ich bleibe bei meinem ersten Kommentar. Neben der optischen Betrachtung geben auch Zündverhalten und Lichtbogenbild den Zustand eines Brenners wieder.

Zugegeben, die Beurteilung setzt ein gewisses Fachwissen voraus.

Aber was soll bei sachgemäßem Umgang (Schutzkleidung beim Montieren, geschlossenes Lampenhaus beim Betrieb) in einem alten Lampenhaus ohne Spiegel passieren?

Im schlimmsten Fall "knall" und Glassplitter im Inneren der Blechkiste. 

Letztlich muss das aber jeder selbst entscheiden und verantworten .

Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb uwe602:

Ich bleibe bei meinem ersten Kommentar

 

Hallo Uwe,

ich danke dir für deine versteckte Fürsprache und deine Resilienz bezüglich deiner getroffenen Aussage. 

Sie ist einzig begründet (und mit den hilfreichen Tipps von Jens, validiert)

Langjährige Erfahrung und daraus resultierende wohlgemeinte Hinweise zur Vorsicht im Umgang mit dem Medium werde ich natürlich nicht außer acht lassen.

Es ist ja nicht so, dass ich überhaupt keine Erfahrung mit Xenonbrennern hätte.

Im ELMO GS 1200 XENON oder im ELMO 16 CL XENON oder auch in der BAUER B8B die ich Anfang der 2000er noch besaß, konnte ich Erfahrungen sammeln.

Das betraf allerdings immer nur den Betrieb der Geräte. Es war aufgrund der geringen Betriebszeiten nie notwendig, einen Xenon-Brenner auszutauschen.

Außer mit der kleinen Xenpow Lampe für das Projekt BAUER STUDIOKLASSE PROJEKTOREN modifizieren, habe ich keine realen Erfahrungen im Umgang bei der Montage und der Inbetriebnahme dieser Lampentechnik.

Der jetzt hier gezeigte Xenonkolben ist wohlgemerkt einer von fünf.

Aufgrund des minimalen zeitlichen Einsatzes und den massiven Anschaffungskosten für neue Xenonkolben (Stückpreis um die 700 €)

halte ich die Überlegung schon für angebracht, die alte Lampentechnik meinetwegen unter strengen Sicherheitskriterien aber auf alle Fälle erstmal auf Funktional zu prüfen, bevor etwas Neues angeschafft wird.

Es handelt sich ja um zwei Projektoren B14 die hier betrieben werden sollen. Die Gesamtlaufzeit wird unter 50 Stunden im Jahr liegen. Trotz der Bildqualität steht  das SUPER 8 und 16 mm Format bei mir hoch im Kurs. 

Deshalb möchte ich minimale Laufzeiten mit minimalem Kostenaufwand verbinden.

 

 

 

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb Dent-Jo:

Also ich betreibe hin und wieder einen 2kw Brenner sus Fernost mitm kleinen schweissinverter. Der hat 300 gekostet

 

Aus Fernost kenne ich nur USHIO

und da kommt man mit 300 € nicht ans Ziel. 

Ich habe das Konvolut an Xenonkolben 

aus dem Bestand eines verstorbenen Kinotechnikers bekommen.

Ganze Kiste voll. Als Beigabe zu einer B14. Leider gab es keine Dokumentation wie lange jeweils die Brenner im Einsatz waren.

Gibt's nicht irgendwo so etwas wie nen Prüfstand für gebrauchte Lampen..?

Wo man eventuell auch eine Prognose erhalten kann, wie lange das Medium noch hält..?

  • Face with tears of joy 1
Geschrieben

Brenner kosten nicht viel - der Preis bestimmt sich i.W. durch den Umfang der Garantie. Ich habe vor einigen Jahren Xenonlampen verschiedener Leistungsklassen 2kW SHSC bis 8 kW übernommen - aus dem Restbestand eines Vergnügungsparks.

Der Preis lag zwischen 50 und 90 Euro, laut Beschaffer. Diese wurden aus China ohne Garantie bezogen.

Je mehr im Fall eines vorzeitigen Ausfalls durch Zerknall ersetzt wird, je höher der Endpreis.

Auch ein Multiplexkonzern hat direkt bezogen, und insgesamt hat sich die Sache gerechnet. Die Ausfallrate war sehr klein. Selbst eine Spiegeleinheit eines D-Kino Projektors wäre im Halbjahr immer noch günstiger gewesen. 

Habe gerade eine neue Osram 2 kW Film Lampe beschafft, auf dem Umkarton ein deutliches Made in China. Das ist nämlich nichts gängiges mehr - Auslauftype. Osram ist eine China Marke der Ledvance. Und der Xenonlampenbereich von Osram wurde vor kuryem von Ushio aufgekauft.

 

Bei der Lebensdauer der Xenonlampen ist es wie bei Glühlampen, angegeben ist die durchschnittliche Brenndauer, bis zu der das Leuchtmittel genutzt werden kann, ohne unter eine Mindestlichtstärke abzusinken. Bei Xenonlampen sind das 50% des Neu Lichtstromes. Innerhalb der ersten 20% der Lebensdauer sinkt der Lichtstrom um 30% ab, über den Rest der Zeit dann auf 50%, danach geht der Abfall merklich langsamer. 50% sind aber aus Wirtschaftlichkeitsgründen der effektive Endzustand.

 

Die Restlebensdauer kannst Du durch Ermittlung des Lichtstroms bei Nennbetriebsbedingungen ermitteln, durch Vergleich mit Neuzustand,.

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