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BAUER B14 - RESTAURATION - NEUAUFBAU


Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

Danke für das Kompliment.

Welche mittlere Führungsstange ist dir da ins Auge gefallen..))..? Falls Du das Foto durch die Längsseite des Lampenhauses meinst, das ist keine rostige Stange sondern die Hitzeschutzummantelung des Kabels vom Zündgerät zum Xenonkolben.

Das Material besteht aus Glimmer und hat leider (in diesem Lampenhaus) diesen rostähnlich braunen Farbton.

Ich hab' das so gelassen und nicht wie so vieles über- gepinselt damit auch hier noch so ein bisschen Authentizität erhalten bleibt..🙂

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Das ist die normale Farbe von dem Glimmermaterial, wenn es ausreichend dick ist. Sieht in allen Bauer-Lampenhäusern so aus. Keinesfalls "Überpinseln", denn dann leiden Isolationsfähigkeit und Hitzebeständigkeit.

Geschrieben (bearbeitet)

Also man muss wohl auch mal darauf hinweisen, welche Aufgabe das "Glimmerrohr" real wirklich hat. Es dient in erster Linie nicht zur Ableitung der Hitze (wie ich ursprünglich dachte) des Xenonkolbens, um das darin liegende Kabel zu schützen.

Sondern es hat die Aufgabe, dass Durchschlagen des Zündfunkens auf das Lampenhaus zu verhindern. Deswegen kann ein Überlackieren diese Eigenschaft (je nach Lack) negativ beeinflussen.

Da hat DBX 1000 absolut recht.

In dem Material des Rohres ist kein Asbest enthalten. Es ist eine Form von Kunstglimmer der anfangs noch mit Schellack später mit Expositharz vermengt und verpresst wurde.

Sieht nicht unbedingt schön aus, erfüllt aber seinen Zweck. Streng genommen versteckt sich das Rohr hinter dem Hauptspiegel und es schaut eh keiner ins Lampenhaus. Ist also eigentlich egal ob das etwas verrostet aussieht..🙂 Oder..?

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 2
Geschrieben (bearbeitet)

Nächster Restaurationsabschnitt mit schon dagewesenem Betätigungsfeld.:

Das Werk der STUDIO-MASCHINE kommt an die Reihe. Trotzdem ich mit dem Werk der Standardausführung der B14 so einige Erfahrungen sammeln konnte, ist das Werk der Studioausführung dieses Projektors, nochmals eine ganz andere Hausnummer. Zusätzliche und komplexere Bauteile (Magnettonlaufwerk) zeichnen diesen Projektor aus.

Die erste Bestandsaufnahme hat ergeben, dass es wohl kaum Fehlteile gibt. Die Inspektion hat ergeben, dass das Handrad fest sitzt. Das Öl im Inneren des Werkes ist wohl in den über 15 Jahren, die die Maschine eingelagert war fest geworden.

Die Filmschlaufen-Hand-Ringe lassen sich leicht drehen. Die unteren Zahnräder drehen sich mit. Das mit dem Malteserkreuzgetriebe verbundene Zahnrad, dass für den Filmtransport zuständig ist und den Filmschritt am Bildfenster vorgibt , ist fest. Ich hoffe das mit einer Getriebespülung das alte verhartze Öl aus dem Getriebe zu beseitigen ist. 

Ansonsten äußerlich viel Dreck, Patina und ein fehlendes Typenschild (wer klaut denn sowas..!?) das ich irgendwie ersetzen muss.

Foto unten: Werk der B14 STUDIO 

IMG_20260604_182038_HDR.thumb.jpg.a85a816ea29518905871dd7916025576.jpg

Foto unten: Detailaufnahme, viel Dreck und angelaufene Teile.

IMG_20260604_182339_HDR.thumb.jpg.1b4afbe0a9f5fb7900269702bc1084f2.jpg

 

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1
Geschrieben

Falls es noch jemanden interessiert.

Hier mal das frontseitig demontierre Werk und nachfolgend noch eine Ansicht vom Inneren des Tonteiles. Das ist technisch gesehen schon erschreckend mager ausgestattet, was da zutage kommt. Vor allem wenn man bedenkt, dass die B14 Studio in den 60ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, in der Neuanschaffung um die 65000 DM gekostet hat. Auf der anderen Seite wird ersichtlich, was für Quantensprünge die technische Entwicklung vom Zeitpunkt der Entwicklung dieses Projektors, bis zu der Projektionstechnik die heutzutage angewandt wird, gemacht hat.

Foto: Werk frontseitig, bewegliche Teile demontiert.

IMG_20260605_115947_HDR.thumb.jpg.7f3e9ae5315539d93c00ecf30d5645c1.jpg

  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)

Detailfoto: Magnettontonköpfe für Aufnahme und Wiedergabe.

IMG_20260605_115907_HDR.thumb.jpg.8d603b01fdc9ae3ca29978a93bfbae16.jpg

Foto unten:

Werk rückseitig geöffnet mit Blick auf das Innere des Tonteiles. (Schwungmassen abgenommen.)

IMG_20260605_115704_HDR.thumb.jpg.583f1d917b36cb77fe3b6b32540a9bf7.jpg

 

 

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1
Geschrieben

Aufnehmen kann dieses Tonlaufwerk nicht. Es ist lediglich ein Kombilaufwerk für 35mm 1 Kanal TV sowie 17,5mm Magnetfilm und wichtig: Kein 4 Kanals CS Tonlaufwerk, dazu bräuchte es andere Kopfträger.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb TK-Chris:

Kein 4 Kanals CS Tonlaufwerk, dazu bräuchte es andere Kopfträger.

Sehr interessanter Beitrag,

Danke..

Ich könnte einen vierkanaligen Tonkopf bekommen.

Nur wofür..? Selbst wenn ich 

das Tonteil wieder zum Laufen brächte,

aktiv arbeiten könnte (und wollte) ich damit nicht.

Es ist eher ein musealer Anspruch den Projektor wieder rauszuputzen und gangbar zu machen. Letztlich werden nur Filme damit abgespielt. Und das da mal ein Magnettonfilm dabei ist, halte ich für recht unwahrscheinlich.

Den vierkanaligen Tonkopf würde ich dann eher als Anschauungsstück dazulegen um zeigen zu können was alles möglich war. 

Ich habe noch einen SONY Walkman aus den 80ern. Den Stelle ich neben das Tongerät (da ist noch ein kleiner Platz frei) um den Entwicklungsunterschied von zwei Jahrzehnten deutlich zu machen. 

In der kleinen Kiste steckt zehnmal mehr Technik und das auf kleinstem Raum.

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)

Du vergleichst da ein bißchen Äpfel mit birnen. Es kommt doch darauf an, was der Zweck des Apparates war. Der Vergleich,  dass aus beiden Ton rauskommt, ist ungefähr so, wie wenn du sagst,  Äpfel und birnen wachsen auf Bäumen.

Im Ernst: Wenn du die b14 benutzen willst,  lass das magnettongerät weg und packe es in eine Kiste. Du wirst es nie benötigen. Es stört eher.

Bearbeitet von Dent-Jo (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)
vor 23 Minuten schrieb Dent-Jo:

Im Ernst: Wenn du die b14 benutzen willst,  lass das magnettongerät weg und packe es in eine Kiste. Du wirst es nie benötigen. Es stört eher.

 

Da hast Du absolut recht.

Mein Vorhaben ist allerdings gerade die Studio-Maschine moglichst original wieder herzustellen und mit der Standard Ausführung der B14 die Filmvorführungen durchzuführen.

Es sind ja zwei Maschinen die ich parallel wieder aufbaue. Es wäre doch sehr schade diesen Projektor, zumal er so gut wie komplett in seinen Baugruppen unbeschädigt vorhanden ist, nicht wieder so herzustellen, wie er einst zum Einsatz kam.

Die B14 Standard werde ich zum allgemeinen Leidwesen etwas verunstalten müssen. Auf das Werk muss bei Gelegenheit das CAT 701 montiert werden. Dolby CP möchte ich schon nutzen. Hab' schon überlegt das Gehäuse des CAT im gleichen Farbton wie Werk und Spulenarme anzulegen. Der schwarze Block fällt dann nicht so ins Auge. Sieht dann etwas homogener aus.

Die Spulenarme möchte ich verlängern und mit stärkeren Motoren ausstatten.

Da muss ich mir auch noch Rat einholen was man da am besten nimmt und was vor allem nicht stilbrüchig ausschaut.

Meine Filme habe ich weitgehend auf 1800 und 3000 m Drahtspulen konfektioniert. Das ist der Grund weshalb die Spulenarme läänger werden müssen..🙂

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 17 Minuten schrieb PKGeorge:

o.O. der verkratzt und verregnet dir aber jede 35mm Kopie.

 

Kommt nicht zum Einsatz.. die Frage ist wenn dieser Tonkopf so brachial mit dem Filmmaterial umgeht, warum er überhaupt angeboten wurde.

Hat doch seinerzeit auch schwindelerregende Summen gekostet.

Geschrieben (bearbeitet)

Weil das auch kein tonkopf für magnetbespurte 35mm Filme ist.

Der ist für sepmag o.ä.

3000m spulen machen nur mit spulenturm Sinn. 1800 am projektor geht noch. 

Den cat 701 würde ich nicht unlackieren.  Dann ist er nicht mehr original. 

Bearbeitet von Dent-Jo (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)

Meine Herren 🙂 : Der gezeigte Tonkopf ist nicht und war nie für 4-Kanal-Vorführkopien gedacht!

Er tastet 4 Spuren auf 35mm-Magnetfilm (Cordband, engl. full coat mag film) ab, da gibt es keine fotografische Bildschicht, die verkratzen könnte.

 

Bei ComMag-Tonabtastung (z.B. CinemaScope-Verleihkopien) liegen die Spuren bekanntlich außen neben der Perforation und sind viel schmaler.

Im Studiobetrieb ging es darum, mit der Maschine 35mm Bildfilm und den verkoppelten Ton auf Magnetfilm (17,5 oder 35mm) synchron abspielen zu können.

 

 

edit: Dent-Jo war schneller als ich...

 

Bearbeitet von magentacine (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb magentacine:

Im Studiobetrieb ging es darum, mit der Maschine 35mm Bildfilm und den verkoppelten Ton auf Magnetfilm (17,5 oder 35mm) synchron abspielen zu können.

 

Danke für die fachliche Unterstützung.

An der Zahnrolle die ich gerade aufarbeite, kann man sehr schön sehen, dass dort zwei unterschiedlich breite Formate abspielbar sind. 

Hilfreich wären detailierte/re Hinweise wie man mit dem Magnettongerät damals gearbeitet hat. Nur abspielen wird's ja wohl nicht gewesen sein, oder wurden Magnettonaufnahmen im Studiobetrieb noch auf anderen Stationären Maschinen bearbeitet..?

Foto: Vorher/Nachher (muss noch mit Polierscheibe nachbehandelt werden.)IMG_20260607_130620_HDR.thumb.jpg.9c6323b399deab0163d16a0af902b7bd.jpg

 

IMG_20260607_155731_HDR.thumb.jpg.11ccaa42c98fd4ab1d6b36cd06f370c1.jpg

 

 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb magentacine:

..da gibt es keine fotografische Bildschicht, die verkratzt werden könnte..

Klar, wenn die Tonspuren wie auf dem Tonkopf angeordnet über das Filmbild verteilt wären, wäre das beim Betrachten auf der Leinwand eine ganzschön streifige Angelegenheit..🫣

Geschrieben

Für Studioaufnahmen gab es separate grosse Laufwerke... der projektor diente wohl hauptsächlich nur zur Vorführung des fertigen Ergebnisses, bevor man den Streifen mit lichtton unabänderbar herstellen ließ. Bin mir nicht ganz sicher, aber der gleichlauf wirdbei den cordbandgeräten schon noch ein paar Nummern besser gewesen sein, sls bei einem projektor,  bei dem die schwungmasse des werks in kaum einem Verhältnis zu dem grossen Drehstrom Motor liegt.

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