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BAUER B14 - RESTAURATION - NEUAUFBAU


Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

Zum Samtband, wie Chris schon schrieb, nur zum Einlaufen der ersten zwei-drei Durchgänge neuer Kopien. Warum?

Ich schrieb das schonmal, der Abstand der Führungsrollen des Filmkanals ist auf Stahl gefertigt, nicht auf den dickeren Samt. Probier es aus, ein Stück Film in den Kanal, und schauen, ob das eben in den Kanal geht. Tut es bei Samt und neuen, nicht seitlich abgelaufenen Rollen nicht. Willst du auf Samt fahren, dann mußt due die obere gefederte Einführungsrolle im Durchmesser abdrehen lassen und die untere geteilte Rolle ebenso. Hat sich eigentlich niemand früher die Frage gestellt, wieso die Rollen immer schräg abgelaufen waren und die Ränder des Films unscharf?

Ich weiß, die Aussage Samt nehmen stammt vom älteren Vorführer, nur die, die ich kannte, bis auf einen, hatten das nie richtig gelernt. Der, der es wußte, schon. Steht außerdem in der Bedienungsanleitung.

Samt gab es schon, nur nicht bei Bauer für den Dauereinsatz. Kenne ich von Philips, teilweise auch als Stoffbahn.

Und ob Samt so das Optimale wäre, das bezweifle ich, den ab und an hatte ich damals auch schonmal ein Sandkörnchen in den Samt bekommen und einen super Laufstreifen in die Perfo gefräst.

Jens

Bearbeitet von Jensg (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)
vor 17 Minuten schrieb Jensg:

Zum Samtband, wie Chris schon schrieb, nur zum Einlaufen der ersten zwei-drei Durchgänge neuer Kopien. Warum?

Ich schrieb das schonmal, der Abstand der Führungsrollen des Filmkanals ist auf Stahl gefertigt, nicht auf den dickeren Samt. Probier es aus, ein Stück Film in den Kanal, und schauen, ob das eben in den Kanal geht. Tut es bei Samt und neuen, nicht seitlich abgelaufenen Rollen nicht. Willst du auf Samt fahren, dann mußt due die obere gefederte Einführungsrolle im Durchmesser abdrehen lassen und die untere geteilte Rolle ebenso. Hat sich eigentlich niemand früher die Frage gestellt, wieso die Rollen immer schräg abgelaufen waren und die Ränder des Films unscharf?

Ich weiß, die Aussage Samt nehmen stammt vom älteren Vorführer, nur die, die ich kannte, bis auf einen, hatten das nie richtig gelernt. Der, der es wußte, schon. Steht außerdem in der Bedienungsanleitung.

Samt gab es schon, nur nicht bei Bauer für den Dauereinsatz. Kenne ich von Philips, teilweise auch als Stoffbahn.

Und ob Samt so das Optimale wäre, das bezweifle ich, den ab und an hatte ich damals auch schonmal ein Sandkörnchen in den Samt bekommen und einen super Laufstreifen in die Perfo gefräst.

Jens

Sehr interessant Jens,

das sind "genau die Beiträge" die wir hier brauchen.

Ich habe schon ôfters aus deinen Stellungnahmen hier im Forum herausgelesen, dass Du darauf hinweist dass Du über das jeweils aktuelle Thema irgendwann schonmal berichtet hast. 

Ich finde das man immer wieder von Treat zu Treat Themen aufgreifen kann, auch wenn man dass in der Vergangenheit schon irgendwann und irgendwo getan hat. Nur so hält man die typischen Diskussionsthemen hier immer wieder hoch und verhindert, dass Wichtiges in Vergessenheit gerät.

So wie zum Beispiel deine Erfahrungen bezüglich des Samtbandes.

Danke..👍🏻

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb Eremitage:

bin ich mir nicht sicher ob die schon ausreichend eingeschliffen sind um ohne Samtband keinen Schaden zu nehmen.

 

Was soll eingeschliffen werden?

 

Man unterscheidet grüne Kopien von reifen. Grüne enthalten noch etwas zu viel Feuchtigkeit oder verströmen Formaldehyd vom Stabilisierungsbad in der Entwicklungsmaschine.

 

Wenn dir das alles nicht geheuer ist, spiele auf blankem Stahl. Dafür sollte der Film jedoch gewachst sein. Suche nach Filmwachsmischung im Forum und sonst.

Geschrieben

Hallo allerseits!

Ich habe mir die letzten zwei Seiten hier mal durchgelesen und könnte möglicherweise ein paar Tips geben.

Ich habe vor 19 Jahren meine Bauer Sonolux überholt und hatte dabei ähnliche Probleme.

Das ausrichten der Filmbahn zur optischen Achse habe ich wie folgt gemacht. Ich habe den Optikhalter so eingebaut, das er an der Filmbahn anligen konnte. An 4 Punkten lag der Durchmesser nun vorne an der Filmbahn an. Danach habe ich sie festgezogen.

Vom Samtband und den Resitexkufen würde ich abraten.  Ich verwende seit Jahren Kabelbinder auf der Filmbahn, wo sonst das Samtband aufgeklebt wurde. Die halten ca. 500 Stunden, bevor sie schräg abschleifen und das Bild unschärfer wird.  Als Kufen verwende ich den nachbau von Wittner aus teflonisiertem Delrin.  Damit läuft die Maschine sehr leise mit Film und das Bild ist knackescharf.

Anbei mal ein Foto von den Kufen und der Filmbahn mit den Kabelstrapsen.

Lichtspiele 018.jpg

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Samt vs. Kabelbinder: hat man das von Jens beschriebene Problem nicht mit Kabelbindern genauso? Auch hier wird die Bahn ja "dicker" durch die Kabelbinder, wie beim Samt auch.

Geschrieben

Hallo Thomas,

ich dachte immer Du wärst nur auf deine ELMO'S und das SUPER 8 Format fixiert.

Dein Betrag ist sehr interessant und hilfreich obwohl ich mich mit dem Gedanken an Kabelbindern auf der Filmbahn immer noch nicht so recht anfreunden kann. Welche Maße haben die denn..? Breite/Stärke.. 

Jens hat ja dazu schon etwas bemerkenswertes geschrieben in Bezug auf die Tatsache, dass Samtband letztlich den Filmkanal enger macht und die Filmführungsrollen dafür im Durchmesser nicht ausgelegt sind. 

Ich sehe schon dass es hier sehr unterschiedliche Überzeugungen gibt.

Mir leuchtet allerdings ein, dass die Lösung für die perfekte Filmführung noch offen ist.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Minuten schrieb dbx1000:

Samt vs. Kabelbinder: hat man das von Jens beschriebene Problem nicht mit Kabelbindern genauso? Auch hier wird die Bahn ja "dicker" durch die Kabelbinder, wie beim Samt auch.

Genau was ich meine.. da haben wir parallel zur gleichen Zeit den gleichen Gedanken gehabt.

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Eremitage:

Jens hat ja dazu schon etwas bemerkenswertes geschrieben in Bezug auf die Tatsache, dass Samtband letztlich den Filmkanal enger macht und die Filmführungsrollen dafür im Durchmesser nicht ausgelegt sind.

 

Das hast mal wieder nicht Verstanden!

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 48 Minuten schrieb PKGeorge:

Das hast mal wieder nicht Verstanden!

Wenn meinst Du denn damit, Du Schlaumeier..😀 Solche Bemerkungen tragen zu nichts bei..!?

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Ob Samtbänder oder Kabelbinder oder was auch immer einen halben Millimeter auftragen, spielt überhaupt keine Rolle. Der Film läuft ein wenig versetzt, die Optik wird auf ihn eingestellt. Der einzige Punkt, den es zu beachten gäbe, wollte man es wirklich perfekt machen, ist die Flucht des Films als Tangente zur Schaltrolle. Ich würde argumentieren, daß dieser in möglichst gerader Linie herabgezogen werden soll. Als Erhellung dieses Umstands verweise ich auf die gebogene Filmbahn bei den Philips-FP 20 und Nachfolger. Dort ist der feste Teil des Kanals konkav, der bewegliche konvex gekrümmt. Jedes Mal, wenn die Schaltrolle anzieht, wird der Film gegen die Kraft der Andrückplatte gespannt. Wenn man den Andruck verringert, fängt das irgendwann ganz fürchterlich zu klappern an. Bei geradem Filmkanal ist es also völlig unnötig, so ein Kräftespiel zu haben.

Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb Film-Mechaniker:

Ob Samtbänder oder Kabelbinder oder was auch immer einen halben Millimeter auftragen, spielt überhaupt keine Rolle.

Ich hatte ja anfangs des Themas angesprochen, dass ich in Erinnerung habe, dass es die BAUER Filmbühne mit beidseitig flachen durchgehenden Einnutungen gab. Wenn man da Samtband eingelegt hatte, gab es nur eine minimale Materialerhöhung.

Somit wären die aktuellen Bedenken die hier angeführt werden hinfällig.

Oder hatte sich das der Vorbesitzer der Maschine so anfertigen lassen..?

Geschrieben (bearbeitet)
vor 17 Stunden schrieb Eremitage:

Vorsorglich werde ich das Samtband einbauen. Da sind mir meine Filmkopien viel zu wertvoll, als dass ich da ein Risiko eingehe.

Foto: Samtband, Kitt.

IMG_20260712_180140_HDR.thumb.jpg.cb896071e01a4dd6821a53956af42686.jpg

 

IMG_20260712_180213_HDR.thumb.jpg.9dff251adc1792c8e8ea33e58369aad8.jpg

Samt ruiniert Kopien auf Dauer mehr als auf Stahl spielen. Ein Sandkorn reicht.

Der Rest wurde ja schon gesagt.

Ich hab das hier im Forum vor 20 Jahren mal Haarklein herausgearbeitet und hier veröffentlicht, damals war ja der 35mm Film noch usus. 

Jens hat wohl von denen die hier noch 35mm bezogenes Posten am meisten praktische Erfahrung, mir fehlen da ein paar Jahre, wobei ich inzwischen auf auf 27 Jahre Praxis komme.

Bearbeitet von TK-Chris (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Eremitage:

Ich hatte ja anfangs des Themas angesprochen, dass ich in Erinnerung habe, dass es die BAUER Filmbühne mit beidseitig flachen durchgehenden Einnutungen gab. 

Oder hatte sich das der Vorbesitzer der Maschine so anfertigen lassen..?

Was sind flache durchgehende Einnutungen?

Dann könnte man die Frage event. beantworten

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb TK-Chris:

Samt ruiniert Kopien auf Dauer mehr als auf Stahl spielen. Ein Sandkorn reicht.

Der Rest wurde ja schon gesagt.

Ich hab das hier im Forum vor 20 Jahren mal Haarklein herausgearbeitet und hier veröffentlicht, damals war ja der 35mm Film noch usus. 

Jens hat wohl von denen die hier noch 35mm bezogenes Posten am meisten praktische Erfahrung, mir fehlen da ein paar Jahre, wobei ich inzwischen auf auf 27 Jahre Praxis komme.

Das ist der Vorteil der heutzutage bestehenden Vernetzung via Internet.

Man kann aus den langjährigen Erfahrungen Anderer schöpfen und zu einem bestmöglichen Ergebnis kommen.

Wie lief das wohl früher in den Vorführkabinen ab, als der 35 mm Film noch das gängige Medium war..?

Hat da jeder Filmvorführer nach eigener Überzeugung seine Projektoren technisch eingerichtet..? Oder gab es (strenge .!?) Vorgaben wie Filmbahnen auszusehen haben und Filmkopien zu behandeln sind..? Ganz abgesehen vom elektrischen Anschluss oder der Einstellung der Xenonlampe.

 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Film-Mechaniker:

Ob Samtbänder oder Kabelbinder oder was auch immer einen halben Millimeter auftragen, 

Gutes Augenmaß.

Hab mal nachgemessen mit Samtband: es sind vierzentel mit dem Kleber!

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb PKGeorge:

Was sind flache durchgehende Einnutungen?

Dort wo das Samtband sitzt ist eine kleine etwa 1 mm tiefe Rinne in der Breite des Samtbandes auf beiden Seiten der Filmbühne eingelassen. 

Das heißt dass das Samtband nur minimal aufträgt, der Filmkanal nur minimal enger wird.

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