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BAUER B14 - RESTAURATION - NEUAUFBAU


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Geschrieben

Also, die Sache ist ganz klar, Filmtechniker irrt sich da. Die B14 habe während meiner Ausbildungszeit 1958

im Synchronstudio tausende male rückwärts laufen lassen. Dies mit ganz normalem "einfachem Schaltrollenantrieb".

Natürlich hat dies nur funktioniert nach Abheben der Andruckkufen. Am Fuß der B14 war eineElektromagnet, der über einen Bowdenzug mit der Halterung der beiden Andruckkufen gekoppelt war und beim Einschalten des Rückwärtslaufes erregt wurde. So hat er die Andruckfedern der Kufen entspannt. Es war ein vergleichsweise simpler Mechanismus,

arbeitete aber störungsfrei. Im engeren Sinne hat Simon insofern recht, es war keine Rückwärtsprojektion im qualitativen

Sinne, sondern ein sichtbares Rückwärtsfahren des Filmes mit Bildstandsunruhe und Schärfeeinschränkung. Schaden

hat der Film niemals genommen, das Rückwärtsschieben funktionierte ohne Spuren. Außerdem handelte es sich ja 

zwangsläufig nur um Arbeitskopien im Synchronbetrieb.

 

Ich habe gesucht und noch ein altes B14 Studio manual  gefunden, mit allerdings der damaligen Druckqualität.

Die Punkte 2 und 3 zeigen den Abhebemechanismus.

 

  • Like 1
  • Thumsbup 3
Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Eremitage:

Ob es die Abhebeeinrichtung heute noch irgendwo gibt..?

Bestimmt.

Liegt vermutlich in einer deiner Kisten die du zu den Projektoren dazu bekommen hast!👍

Geschrieben

Na klar, gute Idee, ich werde mal nachschauen. Muss ich nur aufpassen, dass ich nicht den Märklin-Metall-Baukasten erwische..🙂 Sonst werden sich wieder einige Forenten beschweren, dass die Restauration nicht authentisch genug ist. (katholische Schrauben z.B.)

Geschrieben

Hier wird wieder einmal alles bunt gemischt. Nicht  jede B14 (Studio) war auch für Rückwärtslauf eingerichtet. Insbesondere die mit klangfilm Europa konnten das nicht. Die angetriebene Bremsrolle allein ist kein sicherer Indikator dafür. 

Die Ausführungen für rotosyn Betrieb waren idR(!) rücklauffähig. 

In der Bavaria waren im alten Mischatelier Rückläufer, im (alten) Musterkino hingegen nur "normale" die später durch FP30s ersetzt wurden. 

Man brauchte schon die lieferliste um zu wissen, welche Version wo stand. 

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb TK-Chris:

Hier wird wieder einmal alles bunt gemischt.

Thematisch ja, das führt jedoch zunehmend zu einem Gesamtbild, dass Aufschluss über die Geschichte der B14 gibt. Ich kenne keinen Treat der sich so tiefgehend mit der Historie dieser Kinomaschine beschäftigt. 

Ich finde das einfach klasse, dass alles wieder aufleben zu lassen.

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Hier muß ich Chris zustimmen. Es wird gerade einiges bunt gemischt. Es gab von der B14 2 Varianten an Zweiband-Projektoren. Eine Version nennt sich Bauer B14 Zweiband-Projektor und die andere Bauer B14 Studio.

 

Die Studio war grundsätzlich rücklauffähig. In der Studio war "normalerweise" immer ein Klangfilm-Tongerät für Lichtton verbaut. Sie hatten auch immer den Kastenfuss mit den Verstärkereinsätzen von Klangfilm. Eine Anhebung der Kufen für den Rückwärtslauf gab es hier nicht.

 

Die Zweiband-Variante als Bezeichnung (natürlich ist die Studio auch eine Zweiband-Variante) hatte immer einen Gussfuss.

Das Steuertableau wich auch von der Studio ab. Hier kenne ich verschiedene Varianten mit Klangfilm- oder mit Bauer-Tongerät. Es gab sie mit und ohne Rückwärtslauf. Hier war beim Rückwärtslauf die Kufenanhebung verbaut.

 

  • Thumsbup 2
Geschrieben

Ich bin jetzt 

vor 45 Minuten schrieb flimmerman:

Hier muß ich Chris zustimmen. Es wird gerade einiges bunt gemischt.

Ich vermute jeder der hier Stellung bezieht hat auf seine Weise recht.

Das hängt damit zusammen, dass es zwar für die B14 Studio und natürlich auch für die B14 Standard jeweils eigene Bedienungsanleitungen, Aufbau - und Servicemanuals gab, jedoch jede Maschine die bestellt und montiert wurde, auf den jeweils angedachten Einsatzzweck konstruktiv zugeschnitten wurde.

Ich habe ja im Grunde beide Versionen dieser Maschinen hier vor Ort. Ob das später mal abgeändert wurde oder schon von Werk aus so ausstaffiert wurde bleibt wohl für immer unbeantwortet. Ist auch nicht so wichtig. Tatsache ist dass keine der Maschinen mit den gezeigten Versionen in den allgemeinen Unterlagen übereinstimmt. Ob das jetzt das Bedienfeld, das Lampenhaus, das Tongerät oder den Fuß des Projektors betrifft, alles weicht vom Standard etwas ab.

Geschrieben (bearbeitet)

Anderes Thema:

 

Das EUROPA - Lichttongerät wurde so wie ich die B14 Studio bekommen habe, an dieser Maschine eingesetzt.

Das Kabel der Stereo-Lichttonzelle wurde vom Vorbesitzer am Gehäuse einfach abgeschnitten. Ich habe die Isolation entfernt und nicht schlecht gestaunt, als unter dem Schirmgeflecht 9 Adern zum Vorschein kamen. Von meiner damaligen B8B kann ich mich an zwei Adern plus Schirmgeflecht erinnern.

Bevor ich da lange herumrätseln muss, kann jemand zur Belegung und dem Grund der vielen Adern etwas sagen .?

Foto: Kabel der Stereo-Lichttonzelle am Europa Lichttongerät.

IMG_20260719_120818.thumb.jpg.1092cf29a4535af2bac679f0a259177f.jpg

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb flimmerman:

Für die Bauer B14 Zweiband gab es als Option auch einen Schleifenkasten und eine Fernbildschärfe.

Die FWU Maschinen die wir mal hatten waren Zweiband mit Rücklauf und Kastensäule. ☺️ Und BT14 mit Stützstück an der Schaltrolle und  Rücklauf. 

Irgendwo hab ich die Bilder in ihrer natürlichen Umgebung noch 

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb TK-Chris:

Das ist auch kein geeignetes Kabel sondern irgendwas mit mehreren Adern und Schirm

Ganz meine Meinung.

Ich schaue mal was in den anderen Lichttongeräten die bei mir im Karton verstaut sind verbaut ist.

Soweit ich mich richtig erinnere, sind auch dort alle Kabel direkt am Gehäuse abgeschnitten worden. Da wurde halt beim Abbau der Projektoren keine Rücksicht genommen und einfach alles hauruck auseinandergerissen.

 

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb TK-Chris:

irgendwo hab ich die Bilder in ihrer natürlichen Umgebung noch.

Das wäre super..!! 👍🏻

Geschrieben

Für die Lichttonleitung zwischen Solarzelle und Tonprozessor ist dieses Kabel hier zu empfehlen:

 

 Sommer Cable Mistral Multipair MCF02

 

Hab ich unter anderem bei mir im Heimkino im Einsatz.

Das auf deinem Bild gezeigte Kabel ist, wie Chris schon shrieb, für diesen Einsatzzweck nicht wirklich geeignet.

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Ich verfolge diesen thread schon eine geraume Zeit. Ich bin fasziniert, wie viele schon mit einer Bauer B14 Zweiband/Studio zu tun hatten. Mich würde interessieren, wer alles in dieser Runde, ausser den hier sehr schön beschriebenen B14, noch eine oder mehrere B14/Zweiband/Studio zuhause stehen haben. Ob in Einsatz (z.B. Heimkino) oder eingelagert/zerlegt.

 

Bei mir sind es 2x Bauer B14 Studio, davon eine mit Klangfilm LT-Gerät und eine auf Bauer LT-Gerät umgebaut, eine Bauer B14 Zweiband mit Bauer LT-Gerät und abhebbaren Kufen, eine Bauer B14 Standart aus dem normalen Kinobetrieb mit Bauer LT-Gerät.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb flimmerman:

Bei mir sind es 2x Bauer B14 Studio, davon eine mit Klangfilm LT-Gerät und eine auf Bauer LT-Gerät umgebaut, eine Bauer B14 Zweiband mit Bauer LT-Gerät und abhebbaren Kufen, eine Bauer B14 Standart aus dem normalen Kinobetrieb mit Bauer LT-Gerät.

Also wenn ich richtig gezählt habe sind das 4 B14.

Ich hab' ja ne Menge Platz für die zwei Maschinen,

die jetzt restauriert und aufgebaut werden.

Bei vier B14 würde meine bessere Hälfte das Handtuch werfen.

Aber das nur am Rande.

Und wenn wir schon pedantisch auf die genaue Bezeichnung "Thread" bestehen, dann bitte wie für das deutsche Nomen üblich in Großschreibung..🙂

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)
vor 26 Minuten schrieb Film-Mechaniker:

wenn wir auf der Bezeichnung bestehen, intransitiv

Das nennt man Wechselpräposition.

Beide Varianten sind richtig.

Schau in den Duden.

Da steht's..👍🏻

Ansonsten schreibe ich immer wie es mir in den Sinn kommt. Die deutsche Sprache ist fließend und ständigen Veränderungen unterworfen. Schau dir die jungen Leute an, wie die sich verbalisieren.

Da muss man zweimal hinhören, bis man versteht, was die überhaupt von einem wollen.

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Stunden schrieb flimmerman:

Ich verfolge diesen thread schon eine geraume Zeit. Ich bin fasziniert, wie viele schon mit einer Bauer B14 Zweiband/Studio zu tun hatten. Mich würde interessieren, wer alles in dieser Runde, ausser den hier sehr schön beschriebenen B14, noch eine oder mehrere B14/Zweiband/Studio zuhause stehen haben. Ob in Einsatz (z.B. Heimkino) oder eingelagert/zerlegt.

 

Bei mir sind es 2x Bauer B14 Studio, davon eine mit Klangfilm LT-Gerät und eine auf Bauer LT-Gerät umgebaut, eine Bauer B14 Zweiband mit Bauer LT-Gerät und abhebbaren Kufen, eine Bauer B14 Standart aus dem normalen Kinobetrieb mit Bauer LT-Gerät.

 

Eine B14 Studio, ohne Zweiband, dafür mit 4 Kanal Klangfilm MT-Gerät (Bavaria) und BT 14, aber mit Rücklauf

Zwei B14 (MuLi MUC) ebenfalls mit BT14 Tongerät, Normalausführung für Kinobetrieb und Drucktastensteuerung

Eine B14, erste Ausführung noch mit Knebelschalter am Tableau und dem Überblendschalter am Blendengehäuse

 

Erstere Steht bei einem Spezl im Keller, die letzte steht im "Cadillac" ausgestellt, die anderen beiden sind eingelagert.

 

PS:

2x E II bzw. Hahn inkl. Nachrüsttongerät mit eigenem Antrieb (Danke Thomas R.)

1x Je:

Ernemann IV Linksmaschine

Ernemann VIIb

Bauer M7 mit Roxy Tongerat

Standard 5, ebenfalls mit Roxy Tongerät

B8 Vorkrieg, aber mit spätem Xenon LH

B11 mit 1800 Trommeln, ehemals Landesachriv Niederösterreich

FP20 mit originalen 1800m Trommeln

FP30

FP30e

FP38 EC

UP 700 (kann man wunderbar als Bodenverdichter nutzen 480 KG!)

Wenns Portabel sein soll:

TK 35

Wassmann Multikino 35

"Mini FP" eigenbau auf FP30 Basis ("Transportabel" ca. 90 kg)

 

Und noch 280 Filmkameras aller möglicher Formate und sonstiges Geraffel

 

Bearbeitet von TK-Chris (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)

Wenn Du das besagte Kabel nirgends bekommst, such Dir für Stereo sowas:

2 Solarzellen für STereo haben normal 4 Anschlüsse. Jeder dieser Anschüsse braucht eine separate Schirmung. Wegen der Tatsache, dass die Solarzellen an einen symmetrischen Eingang des Vorverstärkers angeschlossen werden. Zusätzlich kann um das Bündel noch eine Komplettschirmung außen rum sein.

 

Bearbeitet von Dent-Jo (Änderungen anzeigen)

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