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Geschrieben

Danke für die umfangreichen Versuche und die Liste. Sie kann bei vielen Diskussionen rund um den LED-Ersatz bei Projektoren als Argumentationshilfe dienen.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Friedemann Wachsmuth:

Ich nehme an, Du meinst die 150W HID-Lampe — was missfällt Dir an deren Licht? 

 

Korrekt. Für sw ists relativ in Ordung, weil man damit eben schwarz-„weiße“ Bilder erhält und kein schwarz-gelb. Bei Farbe fehlt mir aber das warme Halogen-Licht sehr. Das mag bei anderen Menschen anders sein. Ich mag‘s halt nicht so 😉

 

Da die meisten Filme, die ich damit (selten) sehe, kaum die Länge einer 15m Kassette überschreiten, setzt leider auch kein Gewöhnungseffekt ein. Und richtig "fies" fällt's halt auf, wenn man Halogen und HID im Mischbetrieb nutzt, wie ich es nun mal mache. Das sind aber alles Probleme für große Leinwände. Für‘s Wohnzimmer braucht man sowas nicht zwingend.

Geschrieben

Es ist alles weiß, ob nun Halogen oder HID oder sogar die gute alte Glühlampe, nur die Farbtemperatur ist eine andere. Das Auge gewöhnt sich aber schnell an veränderte Farbtemperaturen, sonst würden wir bei Kunstlicht alles in orange-gelb getaucht wahrnehmen, oder am hellen Tage alles in blau.

In Deinem Fall ist der Wechsel das Problem, die Adaptation bleibt aus.

Geschrieben

@Spohnaudio/Martin: Die Farbspiele oder Farbsäume bei Deinen Versuchen mit dem COB-Modul liegen m.E. an der zu geringen Bestromung, wenn Du die Versuche mit den sichtbaren Werten des Netzteils gemacht hast. Für 100 W bräuchtest Du vermutlich ca. 3,5 A. Du hast weniger als 10 % davon. 

Wenn man in das Datenblatt von Luminus schaut, daß Du auf der ersten Seite des Threads verlinkt hattest, ist dieser Effekt auf S.9 im Diagramm Relative CRI-Shift vs If dargestellt. Welchen Strom hattest Du bei "Vollgas" eingestellt?

Ich habe mir heute nachmittag mal ein eher günstiges Downlight aus eigenen Beständen angeschaut. Da sehe ich nichts von Farbsäumen.

Was sollte denn der Impulsbetrieb ändern?

 

 

 

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Laserprojektoren und auch die Mehrlampenprojektoren addieren die Lichtquellen über Spiegelsysteme und Wabenkondensoren, bevor dann eine Kondensoroptik zum Einsatz kommt.

Jens

Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb supersilette:

@Spohnaudio/Martin: Die Farbspiele oder Farbsäume bei Deinen Versuchen mit dem COB-Modul liegen m.E. an der zu geringen Bestromung, wenn Du die Versuche mit den sichtbaren Werten des Netzteils gemacht hast. Für 100 W bräuchtest Du vermutlich ca. 3,5 A. Du hast weniger als 10 % davon. 

Wenn man in das Datenblatt von Luminus schaut, daß Du auf der ersten Seite des Threads verlinkt hattest, ist dieser Effekt auf S.9 im Diagramm Relative CRI-Shift vs If dargestellt. Welchen Strom hattest Du bei "Vollgas" eingestellt?

Ich habe mir heute nachmittag mal ein eher günstiges Downlight aus eigenen Beständen angeschaut. Da sehe ich nichts von Farbsäumen.

Was sollte denn der Impulsbetrieb ändern?

 

 

 

Der Versuch ging nicht mit der Luminus, sondern einer China-Billig-COB. Die wurde zuletzt mit ca. 36V bei 3,8A. erprobt. Durch das Filterglas ist zu sehen, dass die Farbsäume nicht verschwinden. Mit bloßem Auge unsichtbar, wenn alles überstrahlt. Wenn Dein Downlight das besser kann, mach´doch mal einen Versuch damit am Projektor. Vielleicht toppt das Ding ja alles!

Zum Thema Impulsbetrieb liegt der Zweck in der Belastungsreduktion - durch Abschaltung der LED in den Bildwechselpausen bei geschlossener Umlaufblende. Man könnte also versuchen, in den Hellphasen die LED gezielt zu überstromen. Jedoch sind da aus genannten thermischen Gründen enge Grenzen gesetzt.

 

Martin

Geschrieben

Danke für die Antwort! Die Luminus wäre auch noch höher zu bestromen, mit 27 A. Ich hatte die 0,25 A auf der Anzeige gesehen und gelesen, daß die meisten Led des COB-Elements so gerade leuchteten. Das wäre zu wenig. Die Veränderung des CRI-Wertes abgängig von der Bestromung gilt aber nicht nur beim Luminus-Modul.  Das Downlight brauche ich noch als Vertriebsmuster und will das daher nicht zerstören. Das hat auch nur 11-13 Watt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb supersilette:

Danke für die Antwort! Die Luminus wäre auch noch höher zu bestromen, mit 27 A. Ich hatte die 0,25 A auf der Anzeige gesehen und gelesen, daß die meisten Led des COB-Elements so gerade leuchteten. Das wäre zu wenig. Die Veränderung des CRI-Wertes abgängig von der Bestromung gilt aber nicht nur beim Luminus-Modul.  Das Downlight brauche ich noch als Vertriebsmuster und will das daher nicht zerstören. Das hat auch nur 11-13 Watt.

 

Diese auf den ersten Blick geringe Leistung ist kein Widerspruch zum möglichen output. Im Idealfall reden wir von Faktor 10, d.h. 13 Watt LED = 130 Watt Glühlampe. Auch hierbei würde die Aufgabe in einer möglichst guten "optischen Ankopplung" an eine vorhandene Projektionsoptik bestehen. Ich war selbst überrascht, dass eine meiner sehr frühen 5 Watt-"Hochleistungs-Leds" (irgend ein Conrad-Produkt um das Jahr 2012, im Aluguss-Kühlkörper mit integrierter Acrylglas-TIR-Linse) bei 5 Watt gemessener elektrischer Eingangsleistung und direkter Ankopplung an den originalen Bauer-Kondensor einen immerhin bei Tageslicht noch sichtbaren Lichtwurf auf der Zimmerwand erzeugte! Es ist eine single-LED, kein LED-Array wie bei COB. Ein Farbsaum ist dort tatsächlich nicht sichtbar, da er durch die Linse wohl hinreichend effektiv in dem in der Linse erzeugten Mischlicht verschwindet.

Anders als bei der COB handelt es sich hier um einen eher punktförmigen Einzelstrahler, dessen Randstrahlen (dome-LED, also aufgeklebte halbkugelförmige Minilinse) recht effektiv in die TIR-Linse einkoppelt. Die Randstrahlen werden in dieser Linse interessanter Weise durch eine Diffusorzone (mattierte Ringzone am Strahleneingang der TIR-Linse) geführt. Weil sie ohne große weitere Verluste sowieso nicht gezielt refokussierbar sind. Sie tragen aber dennoch positiv zu einer gewissen Erhöhung der Gesamthelligkeit der austretenden Lichtstrahlung bei!

 

Falls Du ein defektes Downlight organisieren kannst, lohnt sich vielleicht die Demontage und Analyse des Defektexemplars.

 

Martin

Bearbeitet von Spohnaudio (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Hallo Leute

ich wollte mich doch nochmal einklinken:

 

Was uns mit unserem Prototyp vielleicht von anderen vergleichbaren Projekten unterscheidet, ist, dass die Gesamte Entwicklungsarbeit innerhalb eines EU-geförderten Projektes namens Spectral entstanden ist. Das hatte den Vorteil, dass wir über ein gewisses Budget verfügen konnten. Geleitet wurde die Entwicklung von mir und meinem Kollegen Juan David González Monroy. Wir sind beide keine Techniker, sondern Künstler & Filmemacher, wir basteln beide ganz gerne, aber unser technisches Know-How ist sehr begrenzt. Von Motor- und LED-Steuerungen haben wir keine Ahnung. Deshalb haben für diese Entwicklung von Anfang an Jan Kulka aus Prag engagiert, der schon Erfahrung mit High-Density-LEDs bei der Entwicklung seines Archeoscopes gesammelt hatte. Jan wiederum hat sich in Prag Hilfe von verschiedenen Elektronikern gesucht. Nun ist das EU-Projekt beendet, was bedeutet, dass wir mit einem sehr viel kleineren Budget in die Zielgerade gehen. Konkret heißt das, dass wir hier in Berlin seit Januar nur noch ehrenamtlich am Projekt weiterarbeiten.

 

Zum Thema LED ja oder nein:

 

Wir hatten bei unseren Versuchen mit High-Density-LEDs der Firma Getian kein einziges Mal Farbverschiebungen innerhalb des projizierten Bildes. Wir haben Testreihen durchgeführt mit 200W, 400W, 600W und 800W. Eine wichtige Limitierung war die Temperatur auf der COB-LED selbst, die darf nämlich nicht über 60 °C erhitzen, sonst geht sie kaputt. Hier könnt Ihr die Testreihen sehen:

 

https://www.filmlabs.org/wiki/en/meetings_projects/spectral/laborberlin16mmprojector/start#high_density_led_tests

 

Die Referenz war ein ganz normaler B&H 16mm Projektor mit 24V 250W Halogen. Dieser kam bei unseren Messungen mit einer 50mm f/1,4 Optik und 155 cm Abstand zur Wand auf 10.000 Lux. Die LEDs haben wir in unserem Versuchsaufbau ohne optische Elemente mit 2,3 cm Abstand direkt hinter dem Filmfenster platziert. Mit der 800W LED haben wir 22.000 Lux erreichen können, ohne die 60 °C zu erreichen. Dies war nur möglich mit Wasserkühlung (die sehr viel leiser ist als jeder CPU-Kühlkörper mit Lüfter).

 

Wir haben ausschliesslich mit LEDs mit 6000K (± 200K) gearbeitet. Bei Getian kann man alles bis hinauf zu 8500K bestellen. (Theoretisch könnte man wahrscheinlich auch LEDS ohne Silikonpaste bestellen, und dann selbst im Projektor einen passenden Farbfilter davor setzen. Das müsste man mit dem Hersteller besprechen.) Um nicht zu viel Geld bei unseren Tests zu verprassen, hatten wir erstmal nur LEDs mit einem CRI von 70 bestellt. Aber wir sind tatsächlich so zufrieden mit den auf die Leinwand projizierten Farben, dass wir wenig Drang verspüren, nochmal mehr Geld in neue LEDs mit höherem CRI zu investieren. Meine Hypothese ist, dass der CRI in der Projektion weit weniger relevant ist, als beim Scannen und in der digitalen Farbkorrektur.

 

Nun mag man ja eine 800W LED unnötig hell finden, oder unnötig teuer (wir haben 141 USD bezahlt, plus Versand, plus Zoll), und es ist durchaus denkbar, dass man mit einer besseren Kondensor-Linse das Licht besser bündeln und somit mit einer etwas schwächeren LED auch ähnlich helle Ergebnisse erzielen könnte. Wir werden dieses Thema dieses Jahr noch eruieren. Wir gehen davon aus, dass wir bei solche einer flächigen COB-LED eine ähnliche Optik verwenden müssen, wie man sie auch in älteren Projektoren mit einer rechteckigen Glühwendel verwendet (keine Ahnung, wie man diesen Lampentypus nennt ...).

 

Da wir das gesamte Projekt am Ende als Open Source online stellen wollen, brauchen wir natürlich an dieser Stelle eine Lösung, die sich überall auf der Welt nachbauen lässt. Deshalb wären Optiken, die man von der Stange kaufen kann, am besten. Also, falls hier im Forum jemand einen Tipp hat, was man da nehmen könnte, dann wäre das tatsächlich sehr hilfreich!

 

Gute Nacht

Bernd

  • Like 2
  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)

@nomasala / Bernd:

 

Deine Ausführungen im Blick auf die RA-Werte unterstütze ich, insbesonders wird ein "schlechter" CRI vermutlich sogar bei der Wiedergabe von rotstichigen Farbfilmen zu deutlich besseren Ergebnissen führen, während bei der Wiedergabe von intaktem Material wohl ein zusätzliches Farbfilter verwendet werden müßte -sofern die Leuchtdichte durch die Filterung dann nicht zu sehr absackt.

 

Ich persönlich werde bei meinen weiteren Versuchen die LARP-Technik ausprobieren. Fertige Leuchtmittel stammen aus der KFZ-Fernlicht-Technik. Solche Arrays sind auf ebay als off-the-shelf-Teile vergleichsweise günstig erhältlich: Siehe z.B. ebay-Artikel-Nummer: 224665196804

 

Ich habe mir so eins für weitere Experimente bestellt, es sollte nächste Woche eintreffen. Das Ding ist durchaus bezahlbar, über die Eigenschaften werde ich dann berichten.

 

Wer sich für diese Technik (deutsches Patent von Osram (!!!) ) interessiert, sollte im übrigen mal einen Blick in die zugehörige Patentschrift werfen, ist durchaus "erhellend":

https://patentimages.storage.googleapis.com/61/14/a7/835b19fbdc1e01/WO2018095653A1.pdf

 

Meine Prognose ist, dass dies gegenüber Konversions-LEDs (COB etc.) sehr wohl eine aussichtsreiche Alternative auch für unsere alten Filmprojektoren sein kann, zumindest solange, wie noch keine kompakten und preiswerten Superkontinuum-Laser für den Amateur verfügbar sind. Dies ist eine Lasertechnik, die aus einem blauen Laserstrahl ein kontinuierliches Spektrum bis in den langwelligen Rotbereich erzeugt. Diese Technik ist seit 1976 bekannt, benutzte seinerzeit bis an die physikalische Grenze ausgesteuerte Glasfaser-LWLs.

 

Höhereffizienten Anordnungen existieren im High-End-Bereich bereits, scheiden aber kostenmäßig für den Bastler zunächst noch aus! Bleibt zu hoffen, dass sich das bald ändert!!!

 

 

Martin

 

Bearbeitet von Spohnaudio (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 17 Minuten schrieb Spohnaudio:

@nomasala / Bernd:

 

Deine Ausführungen unterstütze ich, insbesonders wird ein "schlechter" CRI vermutlich sogar bei der Wiedergabe von rotstichigen Farbfilmen zu deutlich besseren Ergebnissen führen, während bei der Wiedergabe von intaktem Material wohl ein zusätzliches Farbfilter verwendet werden müßte -sofern die Leuchtdichte durch die Filterung dann nicht zu sehr absackt.

 

Ich persönlich werde bei meinen weiteren Versuchen die LARP-Technik ausprobieren. Fertige Leuchtmittel stammen aus der KFZ-Fernlicht-Technik. Solche Arrays sind auf ebay als off-the-shelf-Teile vergleichsweise günstig erhältlich:

 

Siehe z.B. ebay-Artikel-Nummer:

Ich habe mir so eins für weitere Experimente bestellt, es sollte nächste Woche eintreffen. Das Ding ist durchaus bezahlbar, über die Eigenschaften werde ich dann berichten.

 

Wer sich für diese Technik (deutsches Patent von Osram (!!!) ) interessiert, sollte einen Blick in die zugehörige Patentschrift werfen:

https://patentimages.storage.googleapis.com/61/14/a7/835b19fbdc1e01/WO2018095653A1.pdf

 

Meine Prognose ist, dass dies wohl gegenüber Konversions-LEDs (COB etc.) eine aussichtsreiche Alternative auch für unsere alten Filmprojektoren sein kann, zumindest solange, wie noch keine kompakten und preiswerten Superkontinuum-Laser für den Amateur verfügbar sind. Dies ist eine Lasertechnik, die aus einem blauen Laserstrahl ein kontinuierliches Spektrum bis in den langwelligen Rotbereich erzeugt. Diese Technik ist seit 1976 bekannt, benutzte seinerzeit bis an die physikalische Grenze ausgesteuerte Glasfaser-LWLs.

 

Forschungen zu höhereffizienten Anordnungen scheinen bereits zu laufen!

 

Hallo Martin,

 

wie gesagt, wir benutzen aus Kostengründen bisher ausschliesslich LEDs mit einem CRI von 70, und die Farben auf der Leinwand sind absolut brilliant – ohne zusätzlichen Filter. Im Direktvergleich mit unserem 350W Xenon-Projektor Eiki EX-2000 N2 ist das Bild unseres Prototypen nicht nur heller, die Farben sind auch natürlicher und – wir wollten es zunächst nicht glauben – das Bild ist sogar schärfer. Dies blieb auch so, nachdem wir Objektiv und Filmkopie zwischen beiden Maschinen ausgetauscht hatten. Wir führen dies auf die Kondensor-Optik zurück, die momentan in unserem Prototypen verbaut ist. Scheinbar trägt diese noch zu einer schärferen Darstellung bei.

 

Der Vergleich Xenon vs. LED im Video hinkt etwas, weil die beiden Filmkopien eine unterschiedliche Farbgebung hatten. Der Xenon-Projektor links im Bild hatte leider das Pech, dass er eine rot-stichige Kopie abspielen musste. Nichtsdestotrotz: Rechts im Bild sieht man die Projektion unseres LED-Projektors, und ich kann nur sagen, die Farben waren in der Realität noch besser!

 

Nun stellt sich ja sowieso die Frage, warum sollte man überhaupt umrüsten? Die 800W LED spart bestimmt keinen Strom, und heiß wird sie auch. In unserem Fall nutzen wir viele Eigenschaften der LED, die für die normale Projektion uninteressant sind: Wir ersetzen die physische Umlaufblende durch ein Flickern der LED. Das eröffnet viele neue Möglichkeiten im Bereich der Film Performance / Expanded Cinema, aber für den normalen Vorführbetrieb ist das ja eher uninteressant. Deshalb halte ich die spanische Lösung für die meisten Anwendungen für sehr viel sinnvoller. Hier nochmal der Link für alle, die mitlesen:

 

https://mimundoensuper-8.blogspot.com/2026/03/fumeo-9119-cineled-by-l-technologies.html

 

Ich denke, so eine Umrüstung auf LED muss nicht die erwähnten 800 Euro kosten. Vermutlich käme man auch mit 200-300 Euro aus, wenn man es selber macht...

 

LG Bernd

 

 

  • Like 1
Geschrieben

Der Super8 umbau aus Spanien macht mich neugierig, wobei ich jetzt ein wenig von den 800,- Umbaukosten abgeschreckt bin. Aber in einen der Beaulieus von mir wäre das schon eine feine Sache 🙂

Geschrieben

@SpohnaudioAgain what learned! Bei einem deiner vorherigen Posts hast Du schon von LARP geschrieben. Ich wollte schon mal nachfragen, was denn Life Action Role Play hier zu suchen hat.

Zu Deiner Rückmeldung an @nomasala / Bernd: Der CRI-Wert wird immer gemittelt über alle Farben angegeben. Man kann daher nicht schließen, daß ein schlechterer CRI-Wert vorteilhaft für die Wiedergabe von rotstichigen Filmen wäre.

Zum 11-13 W Downlight: Der Leuchtenlichtstrom beträgt 1584 lm bei 11,3 W und 145 mm Leuchtendurchmesser und einem Ausstrahlungswinkel des Reflektors von 20°. Davon würden Dir dann 10-20 % aufs Bildfenster fallen.

Wenn die DL defekt sind, gehen die zur Überprüfung ins Werk. Wenn das Modul oder eine Einzel-LED defekt ist, kann ich damit nicht viel testen. Wenn Du mit Deinem Reflektorentwurf weiter kommen willst, such mal im Netz nach superengstrahlenden Downlights oder Stromschienenstrahler mit konventioneller Lampentechnik wie Halogen oder HQI. Möglicherweise sieht man auf Datenblättern deren Reflektorgeometrie und den Abstand zur Lampe. Das rückwärtige Licht soll dann nicht auf den Lamepenkörper geworfen werden, sondern an diesem vorbei. Vermutlich musst Du aber mit dem Verlust des Lampenlichtstroms einfach leben. 

Du magst sicherlich bei Deiner 5 W LED einen sichtbaren Lichtwurf auf der Wand gesehen haben. Aber nutzbar ist das nicht. Vermutlich auch bei 10-facher Leistung nicht.

Der Farbsaum, den Du bei der Single-LED nicht gesehen hast, sollte auch beim COB-Modul bei Nennbestromung nicht zu sehen sein, siehe auch Anmerkungen von @nomasala.

Der chinesische "Laser-Baum" mit LARP-Technik bringt 800 lm bei 20° Ausstrahlungswinkel, 27x26 mm Größe. Da landen dann auch kaum 400 lm auf dem Bildfenster. Bei sehr eingeschränktem Farbspektrum mit einem Maximum bei 450nm.

 

Ich würde mir eine funktionierende, praktikable und energiesparende Lösung mit LED auch wünschen, aber bisher sehe ich nur Funzeln oder Riesenleistungen mit Wahnsinnsverlusten und einem Kühlaufwand wie im Kernkraftwerk. (Das ist keine Kritk an der Leistung von @nomasala und seinem Team.)

 

Dazu noch was: Ich habe mir den Link zu Ignacio Benedetis Lösung angesehen. Jetzt gerade nochmal, nachdem @nomasalawieder gepostet hatte.

1350 lm scheinen mir nicht wirklich "impressive".

Weiter unten schreibt er noch von ca. 800 lm auf der Leinwand, die die 250 W Xenon Lampe liefert und 1350 lm mit dem L&L Cineled Modul. Hat der wirklich Lumen gemessen oder meint der Lux? Die 250 W QBO Lampen liefern einen Lampenlichtstrom von 12500 lm. 

Und was für eine Linse sitzt vor dem Modul? Wir müssen da noch auf das zweite Kapitel warten.

 

 

Die LARP-Geschichte macht m. E. noch mal zusätzliche, ganz andere Baustellen auf.

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb TK-Chris:

Der Super8 umbau aus Spanien macht mich neugierig, wobei ich jetzt ein wenig von den 800,- Umbaukosten abgeschreckt bin. Aber in einen der Beaulieus von mir wäre das schon eine feine Sache 🙂

Ignacio Benedeti hatte diese Umbauten wiederholt auf Facebook gepostet. Als wir ihn gebeten haben, uns mit dem Menschen in Verbindung zu setzen, der diese Umbauten durchgeführt hat, wurden wir gebeten zu warten, bis alles offiziell auf dem Blog veröffentlich würde. Als es dann so weit war, haben wir Jose Luis direkt angeschrieben – wie gesagt er ist mit seiner Emailadresse in dem Blogpost verlinkt – und er hat sofort geantwortet und war sehr freigiebig mit Informationen. Nun möchte ich nicht derjenige sein, der diese Infos hier einfach weiterverteilt. Was ich aber sagen kann: Es ist wirklich keine Rocket Science! An Deiner Stelle würde ich ihm einfach mal schreiben...

  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb supersilette:

Dazu noch was: Ich habe mir den Link zu Ignacio Benedetis Lösung angesehen. Jetzt gerade nochmal, nachdem @nomasalawieder gepostet hatte.

1350 lm scheinen mir nicht wirklich "impressive".

Weiter unten schreibt er noch von ca. 800 lm auf der Leinwand, die die 250 W Xenon Lampe liefert und 1350 lm mit dem L&L Cineled Modul. Hat der wirklich Lumen gemessen oder meint der Lux? Die 250 W QBO Lampen liefern einen Lampenlichtstrom von 12500 lm. 

Und was für eine Linse sitzt vor dem Modul? Wir müssen da noch auf das zweite Kapitel warten.

Diese Fragen hatte ich mir auch gestellt. Wir hatten bei unseren Tests immer mit einem Lux-Meter gearbeitet, das ja keine absoluten Werte liefert, und deshalb hatten wir immer Abstand zur Leinwand sowie Brennweite & Lichtstärke der Linse angegeben. Erschwerend kam hinzu, dass unser Lux-Meter Schwierigkeiten mit 24 B/s hatte. Natürlich würden wir auch gerne absolute Werte messen, mir ist allerdings nicht ganz klar, wie man das bei einer flackernden Lichtquelle misst...

Bearbeitet von nomasala (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb nomasala:

Wir hatten bei unseren Tests immer mit einem Lux-Meter gearbeitet, das ja keine absoluten Werte liefert

Was meinst Du damit? Die Beleuchtungsstärke (bei einem bestimmten Abstand Projektor<->Leinwand) im Verhältnis zur eingesetzten elektrischen Leistung ist DIE wichtige Größe bei diesem Unterfangen (sofern es um den Ersatz Glühlampe bzw. Halogenlampe durch LED geht).

 

vor 7 Minuten schrieb nomasala:

Abstand zur Leinwand sowie Brennweite & Lichtstärke der Linse angegeben

Natürlich, diese Werte sind wichtig, wobei noch die dabei erzielte Bildgröße auf der Leinwand interessant wäre.

vor 8 Minuten schrieb nomasala:

Erschwerend kam hinzu, dass unser Lux-Meter Schwierigkeiten mit 24 B/s hatte

Welches Lux-Meter war das denn? Am Ende wäre eine mittlere Beleuchtungsstärke der aussagekräftigste Wert, denn das ist der Wert, den das Auge "misst".

Um zusätzliche Informationen zu gewinnen, wäre evtl. eine Messung bei Stillstand eine Idee (also ohne Flügelblende, bzw. bei dauerleuchtender LED)...?

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Helge:

Was meinst Du damit? Die Beleuchtungsstärke (bei einem bestimmten Abstand Projektor<->Leinwand) im Verhältnis zur eingesetzten elektrischen Leistung ist DIE wichtige Größe bei diesem Unterfangen (sofern es um den Ersatz Glühlampe bzw. Halogenlampe durch LED geht).

 

Natürlich, diese Werte sind wichtig, wobei noch die dabei erzielte Bildgröße auf der Leinwand interessant wäre.

Welches Lux-Meter war das denn? Am Ende wäre eine mittlere Beleuchtungsstärke der aussagekräftigste Wert, denn das ist der Wert, den das Auge "misst".

Um zusätzliche Informationen zu gewinnen, wäre evtl. eine Messung bei Stillstand eine Idee (also ohne Flügelblende, bzw. bei dauerleuchtender LED)...?

Also uns ging es natürlich um den sichtbaren Lichtgewinn auf der Leinwand. Wieviel Strom dabei verbraucht wird, war für uns vollkommen uninteressant, weil es ja nicht um Dauerbetrieb geht. Bei Stillstand zu messen, wäre eine Idee für's nächste Mal...

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb nomasala:

Also uns ging es natürlich um den sichtbaren Lichtgewinn auf der Leinwand.

Das verstehe ich, aber auch den muss man messen, auf alle Fälle bei laufenden Projektoren im Vergleich und als Zusatzinformation im Stillstand.

Welches Lux-Meter habt Ihr verwendet?

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