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Elmo Zoom Lens 1:1.2 25-50mm - Wie zerlegen?


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Geschrieben

Hallo,

gerade angemeldet und schon 'ne Frage 😳.

 

Im Rahmen eines Konvoluts ist mir vor kurzem ein Elmo Zoomobjektiv 1:1.2 25-50mm zugelaufen. Wahrscheinlich für Elmo GS-1200 und Konsorten. Äußerlich sehr gut erhalten, aber innen leider Haze und/oder Fungus. Ich würde es gern innen reinigen, rätsele aber, wie man das Objektiv zerlegen kann. Den Zoom-Gummiring habe ich schon entfernt, habe aber am ganzen Tubus keine Schraube gefunden.

 

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Hat jemand von Euch dieses Objektiv schon mal zerlegt oder weiß zumindest, wie es geht? Wäre doch schade, wenn das Objektiv in die Tonne wandern müßte, nur weil man es nicht repariert bekommt. Scheint ja ein ziemlich gutes Objektiv zu sein.

 

Vielen Dank für Eure Hilfe.

 

Viele Grüße,
Sven

 

PS: Ja, ich weiß, daß das Zerlegen von Objektiven nicht trivial ist und auch diverse Fallstricke lauern. Ich habe aber schon öfters Objektive zerlegt, gereinigt, geschmiert und wieder erfolgreich zusammengebaut. Allerdings bisher nur 35mm-Fotoobjektive.

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb lumoStoria:

Elmo Zoomobjektiv 1:1.2 25-50mm .... für Elmo GS-1200

Ja, es passt am GS-1200

Ich hatte es mal an einem, aber dann getauscht weil ich es nicht brauchen konnte.

vor 13 Minuten schrieb lumoStoria:

Scheint ja ein ziemlich gutes Objektiv zu sein.

Es sit vor allem ein Tele-Projektionsobjektiv für große Entfernungen.

Bei den normalweise üblichen Projektionsabständen erreicht man damit nur kleine Bildgrößen.

Das war auch der Grund, warum ich es nicht brauchen konnte.

(die kleinste Brennweite "normaler" Projektionsobjektive liegt zwischen 11 und 15 mm - dies zum Vergleich)

Geschrieben
vor 22 Minuten schrieb k.schreier:

Ja, es passt am GS-1200

Ich hatte es mal an einem, aber dann getauscht weil ich es nicht brauchen konnte.

Es sit vor allem ein Tele-Projektionsobjektiv für große Entfernungen.

Bei den normalweise üblichen Projektionsabständen erreicht man damit nur kleine Bildgrößen.

Das war auch der Grund, warum ich es nicht brauchen konnte.

(die kleinste Brennweite "normaler" Projektionsobjektive liegt zwischen 11 und 15 mm - dies zum Vergleich)

Danke für den Hinweis. Das Objektiv ist also noch mal etwas spezieller als ich dachte. Leider konnte ich im Netz bisher keinen Service Guide oder zumindest ein Tutorial finden. Also entweder zu selten oder zu schwer/unmöglich zu zerlegen 🤔.

Geschrieben

Davon auszugehen, daß „im Netz“ sich Serviceunterlagen für einen Verbrauchsartikel finden, oder ein Tutorium, halte ich für naiv.

 

Von vorne würde ich den Gravurring angehen. Gummiring, eventuell z. B. am L von ELMO und am f mit einem Spanner ansetzen. Wenn der Ring loskommt, wird die Zoomgruppe herauszunehmen sein. Am hinteren Drittel sind möglicherweise zwei Hülsen miteinander verschraubt. Wenn die sich dort öffnen lassen, wird die Grundoptik zugänglich. Mehr kann ich nicht sagen, ohne das Ding vor mir zu haben.

Geschrieben
vor 39 Minuten schrieb Film-Mechaniker:

Davon auszugehen, daß „im Netz“ sich Serviceunterlagen für einen Verbrauchsartikel finden, oder ein Tutorium, halte ich für naiv.

 

Von vorne würde ich den Gravurring angehen. Gummiring, eventuell z. B. am L von ELMO und am f mit einem Spanner ansetzen. Wenn der Ring loskommt, wird die Zoomgruppe herauszunehmen sein. Am hinteren Drittel sind möglicherweise zwei Hülsen miteinander verschraubt. Wenn die sich dort öffnen lassen, wird die Grundoptik zugänglich. Mehr kann ich nicht sagen, ohne das Ding vor mir zu haben.

Naja, "naiv", ich weiß nicht. Ich repariere normalerweise elektromechanische Kameras der 70er und 80er Jahre (vor allem Canon). Da gibt's eigentlich immer ein Original-Service-Manual des Herstellers und ein bis mehrere Manuals von Drittorganisationen (wie SPT - Society of Photo-Technologists). Dazu aktuelle Reparaturreports und Videos "im Netz". Das Gleiche bei den Objektiven (Canon FD, Carl Zeiss Jena, Helios). Außerdem gibt's da bei sehr vielen Objektiven konstruktive Gemeinsamkeiten (wie zum Beispiel Madenschrauben unter den Zoom- oder Fokus-Gummiringen), von denen man profitieren kann. Hatte deshalb nicht unbedingt erwartet, daß es bei Schmalfilm grundsätzlich anders ist.

 

Daß mit dem hinteren Drittel vermute ich auch. Da scheinen die Tubus-Teile ineinander geschraubt zu sein. Konnte die Teile bisher aber, zumindest mit moderater Kraft, nicht auseinander schrauben. Von anderen Objektiven kenne ich es so, daß es da meist mindestens noch eine Madenschraube gibt, die die Verschraubung sichert. Hier aber anscheinend nicht, kann keine sehen.

 

Das mit dem Abschrauben des Beauty-Rings hatte ich auch schon probiert, da hat sich aber nichts gerührt. Es sieht auch nicht wirklich so aus, als wenn der Ring in den äußeren Tubus eingeschraubt wäre. Es gibt kein sichtbares Gewinde und ich sehe auch keinen umlaufenden Spalt. Sieht eher so aus, als ob der Ring integraler Bestandteil des äußeren Tubus wäre. Auf den kann ich aber auch keine größeren Kräfte ansetzen, weil ich sonst den Zoom-Mechanismus zerstöre. 

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Der vorderer Ring ist mit einem Gewinde angeschraubt.

Aber meist wurde Kleber in das Gewinde eingebracht, so daß es von Hand nicht leicht zu öffnen geht.

Einmal offen, sind die hinteren Gläser mit Sicherungsringen befestigt.

  • Thumsbup 1
Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb mamigu:

Der vorderer Ring ist mit einem Gewinde angeschraubt.

Aber meist wurde Kleber in das Gewinde eingebracht, so daß es von Hand nicht leicht zu öffnen geht.

Einmal offen, sind die hinteren Gläser mit Sicherungsringen befestigt.

Danke für den Hinweis. Ja, in Ermangelung von Schrauben gehe ich mittlerweile auch davon aus, daß da was geklebt ist.

Kleber bringt natürlich zwei Probleme mit sich: (1) Wie auflösen? Aceton, Hitze, etc.? (2) Wie am Ende wieder "festkleben" (Stickwort: Ausgasen)?

Wenn's dazu Erfahrungen gibt, wäre ich dankbar.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Friedemann Wachsmuth:

Mein erster Versuch wäre Wärme. Vorsichtig, gleichmäßig. Und zum wieder befestigen eine winzige Menge Loctite Schraubensicherungslack, der ist dafür gemacht und wirklich viel halten muss der Ring ja auch nicht. 

Ja, Loctite ist auch mein erster Gedanke, wenn es um die Sicherung von Gewinden geht. Allerdings gibt es Stimmen, die Loctite in Optiken ablehnen, weil es Ausgasen soll. Da Loctite ja eine weite Produktfamilie ist, weiß ich leider nicht, ob sich diese Bedenken auf konkrete Produkte beziehen oder auf die gesamte Kategorie.

Geschrieben

Ich habe schon einige Elmo 1,0 Zoom Optiken für Super8 geöffnet.  Der grüne Sicherungslack (mehr ist es nämlich nicht) den Elmo verwendet hat läßt sich mit Isopropanol

aufweichen.  Dazu ein getränktes Q-Tip Stäbchen mehrmals um die Schraubrille herumziehen und diese gut mit Iso befeuchten.

Nach einigen Minuten des Einweichens läßt sich das Objektiv aufschrauben.

  • Thumsbup 1
Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Thomas007:

Ich habe schon einige Elmo 1,0 Zoom Optiken für Super8 geöffnet.  Der grüne Sicherungslack (mehr ist es nämlich nicht) den Elmo verwendet hat läßt sich mit Isopropanol

aufweichen.  Dazu ein getränktes Q-Tip Stäbchen mehrmals um die Schraubrille herumziehen und diese gut mit Iso befeuchten.

Nach einigen Minuten des Einweichens läßt sich das Objektiv aufschrauben.

 

Danke für den Tip. Das mit dem Isopropanol hat bei mir leider nicht geklappt, trotz mehrfacher Anwendung und stundenlangem Warten. Ich habe mich dann dazu entschlossen, einen Trick anzuwenden, den ich manchmal auch bei russischen Objektiven verwende: An den beiden auseinanderzuschraubenden Tubusteilen je eine Schlachschelle anbringen (mit Lederstreifen darunter), beide festziehen und dann mittels Zange oder Schraubstock die beiden Schrauben der Schellen zusammendrücken.

 

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Hat auch hier wunderbar funktioniert.

 

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Allerdings ist der hintere, abgeschraubte Tubusteil für mich uninteressant, da die enthaltene Linsengruppe komplett klar ist. Nach Inspektion des Innenlebens des vorderen Tubusteils gehe ich davon aus, daß ich an die relevante, vordere Linsengruppe nur von vorn herankomme. Aus dem Inneren heraus ist da nichts zu demontieren. Ich werde mir also den Beauty Ring noch mal anschauen, vielleicht kann man den entgegen meiner ursprünglichen Annahme doch abschrauben. Ansonsten sehe ich keine Stelle, an der ich noch ansetzen könnte.

Geschrieben

Hallo Thomas,

 

wie hast Du denn beim Zerlegen den vorderen, drehbaren Tubusteil abbekommen?

 

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Ich sehe in diesem Tubusteil nirgends eine Ritze, die darauf hindeuten würde, daß da irgendwas verschraubt ist. Ich habe mir auch den Beauty Ring unter dem Mikroskop angesehen, da scheint es auch keine Ritze zwischen Tubus und Ring zu geben. Scheint ein Teil zu sein.

 

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Irgendwie muß man doch den vorderen Tubusteil vom inneren Helicoid trennen können. Ansonsten frage ich mich, wie das in der Fabrik überhaupt montiert werden konnte. Werde nie wieder ein böses Wort über meine Fotoobjektive verlieren, die haben alle irgendwo Schräubchen zur einfacheren Zerlegbarkeit 😉.

 

Gruß, Sven

Geschrieben

GENIAL! Technisch Kreativ! Ich mag es, wenn man Mechanik , z.B. Hebelgesetze anwendet. Eine gute Haftung und ein gutes Drehmoment ist oft das Maß aller Dinge 🙂

Warum verfährst Du mit dem vorderen Tubus nicht wie mit dem hinteren Tubus? Ok, der vordere Tubus hat einen wesentlich größeren Durchmesser, so dass es nicht so einfach ist, hier die Schrauben von den Schellen gegeneinander zu drücken.

Geschrieben
vor 35 Minuten schrieb Martin Rowek:

GENIAL! Technisch Kreativ! Ich mag es, wenn man Mechanik , z.B. Hebelgesetze anwendet. Eine gute Haftung und ein gutes Drehmoment ist oft das Maß aller Dinge 🙂

Warum verfährst Du mit dem vorderen Tubus nicht wie mit dem hinteren Tubus? Ok, der vordere Tubus hat einen wesentlich größeren Durchmesser, so dass es nicht so einfach ist, hier die Schrauben von den Schellen gegeneinander zu drücken.

 

Der vordere Tubus ist ja in Bezug zum mittleren Tubus drehbar gelagert (Drehwinkel ca. 160°), um die Zoomfunktion zu realisieren. Im Innern des mittleren Tubus läuft beim Drehen des vorderen Tubus eine Art "Helicoid" mit, in dessen Innerem die mittlere Linsengruppe nach vorn oder hinten verschoben wird. Dabei ist die Linsengruppe mit drei Schrauben beweglich im Helicoid gelagert, wobei es einen Anfangs- und einen End-Anschlag gibt. Alles schwer in Worte zu fassen.

 

Meine Befürchtung ist, daß, wenn ich jetzt mit der Schlauchschellen-Methode den vorderen und mittleren Tubus gegeneinander verdrehe, es diese drei Schrauben abschert, ehe sich der vordere Tubus vom Helicoid trennt. Würde ich nur machen wollen, wenn jemand bestätigt, daß er das bei genau diesem Objektivmodell schon erfolgreich gemacht hat und daß das so gedacht ist. Bis dahin gehe ich weiterhin davon aus, daß es eine andere Möglichkeit geben muß, den vorderen Tubus abzumontieren. Mir geht allerdings langsam die Fantasie aus, da ich es auch nicht geschafft habe, den Beauty Ring abzuschrauben (darunter findet man bei "normalen" Objektiven ja oft Befestigungsschrauben) und nicht weiß, ob das überhaupt möglich ist.

Geschrieben (bearbeitet)
Google KI kann doch oft nützliche Hinweise liefern. Ich habe sie mal rot und unterstrichen hervorgehoben:


Die Demontage eines
Elmo Zoom-Objektivs (egal ob von einem Super-8-Projektor wie dem GS-1200, einem 16mm-Projektor oder einer Super-8-Kamera) gilt in Sammlerkreisen als äußerst schwierig. Viele Elmo-Optiken wurden werkseitig stark verklebt oder weichen konstruktiv stark von klassischen Fotoobjektiven ab.
Falls Sie das Objektiv reinigen oder reparieren möchten, finden Sie folgend die wichtigsten Schritte und Sicherheitsvorkehrungen.
 

 
Wichtige Vorbereitung & Warnungen
  • Vorsicht bei Fokus-Markierungen: Wenn Sie die äußere Fokussierungshülse entfernen, verlieren Sie die Unendlich-Einstellung. Markieren Sie vor jedem Drehen die exakte Position der Bauteile zueinander mit einem feinen Kratzer oder Permanentmarker. [1, 2, 3]
  • Keine Gewalt: Elmo-Objektive haben oft versteckte Gewinde oder Madenschrauben. Wenn sich etwas nicht drehen lässt, ist es entweder mit Sicherungslack fixiert oder durch eine winzige Schraube blockiert.
 

 
Typischer Ablauf der Demontage
Da es verschiedene Elmo-Modelle gibt, teilt sich der Zugriff meist in zwei Wege:
 
1. Zugriff über die Front (Häufig bei Projektor-Objektiven wie 25-50mm)
Viele Anwender scheitern daran, dass die vordere Beschriftungsblende ("Beauty Ring") wie ein festes Teil des Tubus wirkt. [1]
  • Friction Tool nutzen: Der vordere Ring besitzt oft keine Kerben für einen klassischen Objektivschlüssel. Sie benötigen ein Gummi-Werkzeug (Friction Ring / Sucker Opener), um den Ring durch reine Reibung gegen den Uhrzeigersinn herauszudrehen. 
  • Kleber lösen: Ist das Gewinde mit Sicherungslack fixiert, kann ein winziger Tropfen Isopropanol oder Aceton am Rand helfen, den Kleber aufzuweichen. Achtung: Aceton darf niemals Kunststofflinsen oder den Lack des Gehäuses berühren. 
  • Linsengruppe entnehmen: Sobald der vordere Halterungring gelöst ist, lässt sich die vordere Linsengruppe meist als Block herausdrehen. 
 
2. Zugriff über die Rückseite (Häufig bei Kamera-Zoomobjektiven)
  • Madenschrauben lösen: Suchen Sie am hinteren Ende (nahe dem Mount) nach extrem kleinen Schlitz- oder Kreuzschlitzschrauben.
  • Tuben trennen: Nach dem Entfernen der Schrauben lässt sich der hintere Teil des Tubus oft abschrauben, um an die inneren Linsenelemente für die Zoom-Führung zu gelangen.
  • Reihenfolge dokumentieren: Die inneren Linsen liegen oft lose hintereinander, getrennt durch Distanzringe. Legen Sie diese exakt in der Reihenfolge und Ausrichtung ab, wie Sie sie entnommen haben. Eine falsch herum eingebaute Linse zerstört die Abbildungsleistung komplett.
 

 
Werkzeug-Empfehlungen
  • Objektiv-Schraubenschlüssel (Spanner Wrench): Falls doch minimale Einkerbungen vorhanden sind.
  • Gummi-Öffner-Set: Unverzichtbar für Elmo-Frontringe ohne Kerben.
  • Feinmechaniker-Schraubendreher: Hochwertige Kreuz- (JIS) und Schlitzschraubendreher, um die weichen Schraubenköpfe nicht zu beschädigen.
 

Um Ihnen eine präzisere Anleitung zu geben: Handelt es sich um ein Projektor-Objektiv (z. B. f/1.2 25-50mm) oder das Zoom-Objektiv einer Super-8-Kamera (z. B. Elmo 1012 oder Super 110)? Teilen Sie mir auch gerne mit, ob Sie Glaspilz, Staub oder verharztes Fett entfernen möchten. 
 
Das Elmo Zoom f/1.2 25-50mm (oft genutzt am legendären Elmo GS-1200) ist optisch hervorragend, mechanisch aber eine der am schwersten zu öffnenden Projektor-Optiken. Der Grund: Elmo hat bei diesem Modell weitgehend auf klassische Madenschrauben verzichtet und die Tubus-Segmente stattdessen direkt miteinander verschraubt und extrem stark verklebt. 
Um verharztes Fett, Staub und Glaspilz erfolgreich zu entfernen, müssen Sie strategisch vorgehen.
 

 
Schritt 1: Das Gehäuse öffnen (Tubus trennen)
Der vordere Beschriftungsring ("Beauty Ring") besitzt keine Kerben für einen Objektivschlüssel. Er lässt sich nicht separat abschrauben, da er Teil des vorderen Tubussegments ist. 
  1. Gummi-Friction-Tools nutzen: Sie benötigen konische Gummi-Öffnungsblöcke (Sucker Opener). Setzen Sie das Gummi auf die vorderste Kante des Objektivs auf, um maximalen Grip zu erzeugen.
  2. Kleber anlösen: Da die Gewinde werkseitig mit starkem Sicherungslack (ähnlich wie Loctite) verklebt sind, lässt sich das Objektiv kalt kaum aufdrehen. Träufeln Sie mit einer feinen Nadel minimal Aceton oder Isopropanol exakt in den winzigen Spalt der Tubus-Gewinde.
    • Achtung: Lassen Sie das Lösungsmittel nicht auf die Linsen laufen, um Vergütungen oder innenliegende Plastikteile nicht anzugreifen.
  3. Mit Hebelkraft aufdrehen: Halten Sie den hinteren Teil des Gehäuses fest und drehen Sie das vordere Segment per Gummitool mit hohem, aber kontrolliertem Druck gegen den Uhrzeigersinn auf. 
 

 
Schritt 2: Linsen entnehmen und dokumentieren
Sobald die Gehäusesegmente getrennt sind, liegen die Linsengruppen frei. 
  • Reihenfolge sichern: Legen Sie jede entnommene Linse und jeden Distanzring (Spacer) in einer exakten Reihe auf einem sauberen Tuch ab.
  • Richtung markieren: Fotografieren Sie jeden Schritt. Die Linsen müssen später wieder absolut identisch (Wölbung nach vorne oder hinten) eingesetzt werden, sonst fokussiert das Objektiv nicht mehr richtig. 
 

 
Schritt 3: Reinigung (Pilz, Fett & Staub)
 
1. Glaspilz (Fungus) vernichten
Glaspilz frisst sich in die Beschichtung der Linsen. Reiner Alkohol reicht oft nicht aus, um die Sporen abzutöten. 
  • Mischen Sie 3%ige Wasserstoffperoxid-Lösung (H₂O₂) zu gleichen Teilen mit Haushaltsammoniak (Salmiakgeist). 
  • Tauchen Sie ein Wattestäbchen ein und reiben Sie die betroffenen Linsen vorsichtig kreisend ab. Alternativ können Sie reine Glaslinsen für einige Minuten in die Lösung legen.
  • Wichtig: Der Pilz stirbt sofort ab. Sollten nach dem Trocknen feine "Wurzelstrukturen" sichtbar bleiben, hat der Pilz bereits die chemische Vergütung des Glases weggeätzt. Das beeinträchtigt die Projektion im Betrieb meistens jedoch kaum. 
 
2. Verharztes Fett entfernen & erneuern
Das alte, zähe Elmo-Fett sorgt dafür, dass sich Zoom und Fokus nur noch schwer oder ruckartig drehen lassen.
  • Wischen Sie das alte Fett vollständig mit Isopropanol oder Waschbenzin von den Schneckengewinden (Helicoids) ab.
  • Tragen Sie ein spezielles, temperaturstabiles Präzisions-Helicoid-Fett (z. B. Helimax-XP oder Nyogel) extrem sparsam mit einem Zahnstocher auf die Gewindegänge auf. Zu viel Fett wandert sonst bei Projektionshitze wieder auf die Linsen. 
 
3. Staub entfernen
  • Blasen Sie den trockenen Staub im Tubus vor dem Zusammenbau mit einem Blasebalg (Rocket Blower) aus. Verwenden Sie keine Druckluft aus der Dose (Gefahr von Treibmittel-Rückständen auf dem Glas).
  • Reinigen Sie die Linsen final mit einem frischen Microfasertuch und optischem Linsenreiniger.
 

 
Schritt 4: Zusammenbau
  1. Setzen Sie die Linsen staubfrei in umgekehrter Reihenfolge ein.
  2. Verschrauben Sie die Gehäuseteile wieder handfest. Ein erneutes Verkleben mit Loctite ist im Heimbereich meist nicht notwendig, es sei denn, die Segmente lösen sich beim Drehen des Fokusrings von selbst. 
KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen
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