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Bild und Ton auf den IFB


TomCat
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Da ich trotz Akkredition leider nur in wenige Vorstellungen besuchen kann, besteht für mich nicht die Möglichkeit, folgendes zu überprüfen:

Es geht das Gerücht, dass es in ca. fünf der größeren Spielstellen Probleme mit der Bildqualität bei den installierten metallbeschichteten Bildwänden gab. Daher wurde für die Zeit der Berlinale eine „normale“ Bildwand vorgehängt, dazwischen Molton zum Schutz der metallbeschichteten Bildwand.

 

Sollte diese Aussage zutreffen, so gelten auch folgende Aussagen:

- Metallbeschichteten Bildwände haben starke Einschränkungen im Normalbetrieb. Oder auch: Häuser, welche auf DCI – 3D umgerüstet haben, bieten im Regelbetrieb schlechtere Qualität.

 

- Ältere Aussage zur Lautsprecherinstallation im Saal sind nicht zutreffend. Während man früher die Größe und Anzahl der Löcher in der Bildwand als wesentlich für die Qualität der der Tonwiedergabe erachtete, geht es augenscheinlich auch mit drei Tüchern übereinander, davon eins ganz ohne Löcher.

 

Kann jemand vorstehende Aussagen bestätigen, oder ist es ein Hoax?

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Du bist vollkommen richtig informiert. Da hat man wohl die Verträge mit der Berlinale (v.a. wohl den Teil mit der maximal erlaubten Ausleuchtungsabweichung) glatt vergessen als man freudig die alten gegen silberbeschichtete Leinwände getauscht hat.

 

Über meine sonstigen Erlebnisse mit dem Bild und Ton in den IFB-Spielstätten lasse ich mich vllt. Noch später aus... Brr.

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...Sollte diese Aussage zutreffen, so gelten auch folgende Aussagen: - Metallbeschichteten Bildwände haben starke Einschränkungen im Normalbetrieb. Oder auch: Häuser, welche auf DCI – 3D umgerüstet haben, bieten im Regelbetrieb schlechtere Qualität.

 

Das gilt nicht pauschal für DCI 3D, sondern nur für Installationen, die eine Silberleinwand für 3D voraussetzen (Real-D z.B.). XpanD oder auch Dolby 3D benötigen keine Silberleinwand und sind von o.g. Mängeln nicht betroffen.

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- Ältere Aussage zur Lautsprecherinstallation im Saal sind nicht zutreffend. Während man früher die Größe und Anzahl der Löcher in der Bildwand als wesentlich für die Qualität der der Tonwiedergabe erachtete, geht es augenscheinlich auch mit drei Tüchern übereinander, davon eins ganz ohne Löcher.

 

Kann jemand vorstehende Aussagen bestätigen, oder ist es ein Hoax?

 

Ich habe gehört, das in den Kinos mit abgehängter Bildwand im Audio Bereich die Höhen nach dem Prozessor mit einem sub-prozessor um bis zu 7dB angehoben werden um die Dämpfung der mehrschichtigen Bildwand zu korrigieren.... würde mich nicht wundern wenn denen dann die Hochtöner um die Ohren fliegen.....

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... und immer wieder die Frage (in der Retrospektive), ob man alte Kopien mit Laser/Rotlicht wiedergeben darf. Gestern abend (bei "Le départ") wieder ein kleines kreuzmodulationsmäßiges Desaster erlebt ...

 

Eine schöne alte Schwarz-weiß-Kopie aus dem Bestand des belgischen Filmarchivs. Aufschlussreich das unterschiedliche, gelegentlich von Einstellung zu Einstellung wechselnde Filmkorn - je nach Empfindlichkeit des Filmmaterials (weitgehend mit Original-Licht gedreht). Jerzy Skolimowski erzählte einleitend, wie sie seinerzeit die siebzig Seiten des Skripts (der Film ist nicht gerade dialog-überladen) in nur sieben Tagen zusammenschrieben, jeden Tag zehn Seiten - unter den strengen Augen einer älteren Dame, die - ja, nicht etwa selbst den Film finanzierte, wohl aber ihr Ehemann. Der gab ein Auto-Magazin heraus, weswegen strikte Order war, dass möglichst viele schnelle Autos in dem Film vorkamen, vorwiegend allerdings ein Porsche 911 S. Der Saal bog sich vor Lachen ... das sind die wahren Highlights der Berlinale ...

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Seit 1991 befinden sich die IFB hinsichtlich Technik-Inspektion und Planung auf Talfahrt. Gleichwohl flossen Millionen in Neuausstattungen, auch filmbandbasierter Vorführtechnik, die qualitativ dann hinter den ausrangierten Anlagen zurückfielen. Einzigartig in geschäftlicher Umtriebigkeit, Inkompetenz und Kulturbarbarei.

 

Filmhistorisch stimmige Aufführungspraxis angehend, gibt es weder bei den IFB noch im Filmhaus am Potsdamer Platz patente Ansprechpartner mehr. Die Stellenbesetzungen seit 2000 erfolgten nach Maßgabe moderner IT- oder BWL-Profile, nicht aber auf der Grundlage dezidierter Kenntnisse auf dem Gebiet der Kinotechnik, der Filmtechnik, der Kamera- und Formatkunde, der Kopierwerks- oder Mechanikerberufe.

 

Der letzte "filmkundige" Fachmann der Deutschen Kinemathek bswp., der Leiter der Filmtechnik, der einst auch Leiter des Filmarchivs zu DDR-Zeiten war und über Kopierwerkswisssen verfügte, wurde vor 2 Jahren in den Ruhestand geschickt.

Seither spricht man von Digitalisierung der filmischen Bestände (auf 1.4K-Niveau), um den Content in Manier von "Amazon"-Versandhäusern an die Filmforscher u.a. Kunden elektronisch versenden zu können. Zum Zippen und Zappen, für Formatwandlungen und Häppchen-Contents around the clock. - Ins Kino geht dann keiner mehr...

 

Verantwortliche für die technischen Desaster, konkret Diejenigen, die auf den IFB mit der Fehlanschaffung der ROPA-Server schon im Vorjahr einen Millionenschaden zu verantworten hatten, wurden nicht zur Verantwortung gezogen und ziehen weiter ihre Kreise.

 

Erwartest Du unter solchen Umständen, @Sam, daß irgendwer (zudem auf einer eher randständigen Koerber/Rother-Retrospektive für Jubiläums-Nostalgiker) noch einen einzigen Handstreich verrichtet, um Farbtemperaturen, Bildformatprüfungen. Tonformatbestimmungen, Schärfekontrollen, Kopienvorkontrollen (nervig: sich häufende Bildstrichfehler bei der Projektion) durchzuführen?

 

2011 werden wir evtl. unter Brechung des FIAF-Codex vielleicht erste 1.4K-DLP-Ersatzprojektionen erleben. Zur Freude der digitalen Saubermänner im sog. Filmhaus auf einem "einheitlicheren", natürlich substandardisierten Level.

 

Der erste Probelauf hierfür war in diesem Jahr die 1444-Spalten-Dijektion von METROPOLIS an diversen Orten...

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Ist es möglich, daß mittlerweile während der Berlinale am Vorführpersonal gespart wird? Gewisse Vorführpannen sollten bei erfahrenen Vorführern auch dann nicht passieren, wenn die Anlagen nicht in 100% optimalem Zustand sind...

 

... So wie eine komplett vergessen Überblendung...

 

Ich würde wohl im Boden versinken...

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Vielleicht liegen inzwischen auch einfach (nur) die Nerven blank. In einer der heutigen Retrospektive-Vorstellungen, Film in schwarz-weiß, Überblendung auf Akt 2 - liegt eine völlig falsche Rolle in der Maschine, Farbe, Aufblende 1. Akt. Nach Pause dann richtiger Akt 2, nach einer Minute oder so: erneute Unterbrechung. Eine genervte Saalbetreuerin, hektische Aktivitäten am unteren Teil der Maschine - offenbar waren die ersten dreißig Filmmeter auf dem Boden des BWR gelandet ...

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Nur gut, das ich das nicht erleben muss. :evil:

 

Aber, wo sind denn die wirklichen Ursachen? ...

 

Meine Meinung hierzu ist folgende: Der extreme (auch aufgezwungene) Sparzwang an ausgebildeten und somit teurem Fachpersonal zu sparen. Ala dem langjährigem Motto der Plexe: 'Ein paar Aushilfen tun's doch auch, vllt. geht's ja gut.' :evil:

 

Ja klar, im Kino wird heute das meiste Geld mit Popcorn, Cola und Gummibärchen verdient, aber ohne eine qualitätsgerechte Vorführung (egal ob DCI oder analog) gehen die Besucher irgendwann lieber in die Kneipe oder sehen sich die Filme zu Hause an wann immer sie wollen.

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... aber ohne eine qualitätsgerechte Vorführung (egal ob DCI oder analog) gehen die Besucher irgendwann lieber in die Kneipe oder sehen sich die Filme zu Hause an wann immer sie wollen.

 

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Ist es möglich, daß mittlerweile während der Berlinale am Vorführpersonal gespart wird? Gewisse Vorführpannen sollten bei erfahrenen Vorführern auch dann nicht passieren, wenn die Anlagen nicht in 100% optimalem Zustand sind...

Berliner Administrationen von Festspielen erkennen dies nicht - betreiben auch keine Kinos, sondern "organisieren" als "Generalisten".

 

Dein Verdacht trifft zu: schon im Vorjahr konnte einem erfahrenen Filmvorführer für die 70mm-Retrospektive sein üblicher Lohn nicht bezahlt werden: 1 Akt von "Ryans Daughter" (nach 40 Jahren noch wie neu aussehend) wurde darauf auf Potsdamer-Platz-Projektoren so zerfahren, als hätte man ein Rasiermesser längst über die Schichtseite laufen lassen. Das Svensk Filminstitut dürfte sich gefreut haben...oder weiss es noch gar nicht.

... So wie eine komplett vergessen Überblendung...

 

Ich würde wohl im Boden versinken...

Weil Du hauptamtlich fürs Kino tätig bist.

IFB-Aushilfskräfte sehen das mehr als Fun, nicht als Existenzsicherung.

Vielleicht liegen inzwischen auch einfach (nur) die Nerven blank. In einer der heutigen Retrospektive-Vorstellungen, Film in schwarz-weiß, Überblendung auf Akt 2 - liegt eine völlig falsche Rolle in der Maschine, Farbe, Aufblende 1. Akt. Nach Pause dann richtiger Akt 2, nach einer Minute oder so: erneute Unterbrechung. Eine genervte Saalbetreuerin, hektische Aktivitäten am unteren Teil der Maschine - offenbar waren die ersten dreißig Filmmeter auf dem Boden des BWR gelandet ...

Die Saalbetreuer wirken so hypernervös, als hätten sie gestern ihre Magister-Hausarbeit abschicken müssen, wären aber gezwungen, Pförtner- und Ansagedienste zu verrichten, um den Copyshop bezahlen zu können.

- - -

Vertauschter Akt: sowas kann vielleicht einmal im Leben passieren. Dauerhaft ungenau justierte Bildstriche aber oder unbemerkter Schärfeabfall nach jeder Klebestelle sagen mir allerdings, das Kenntnisse zur Filmkopienkunde ausgestorben zu sein scheinen.

Der, der es besser wissen sollte (Leiter der Kinematheks-Filmabteilung, Prof. Koerber) schweigt zu alledem und meidet Auseinandersetzungen. Sein Vorgesetzter, Retro-Leiter Dr. Rother, ist promovierter Literaturhistoriker und erregt sich sicher über andere, meist finanzielle "Defizite" als über eine mißglückte Vorführung.

 

Nur gut, das ich das nicht erleben muss. :evil:

 

Aber, wo sind denn die wirklichen Ursachen? ...

 

Meine Meinung hierzu ist folgende: Der extreme (auch aufgezwungene) Sparzwang an ausgebildeten und somit teurem Fachpersonal zu sparen. Ala dem langjährigem Motto der Plexe: 'Ein paar Aushilfen tun's doch auch, vllt. geht's ja gut.' :evil:

 

Ja klar, im Kino wird heute das meiste Geld mit Popcorn, Cola und Gummibärchen verdient, aber ohne eine qualitätsgerechte Vorführung (egal ob DCI oder analog) gehen die Besucher irgendwann lieber in die Kneipe oder sehen sich die Filme zu Hause an wann immer sie wollen.

 

Nun erweisen sich gerade diejenigen, welche dem angeblich nur bösen Popcornbetrieb (immerhin 25% der Kinoumsätze rekrutieren sich aus diesem Nebenerwerb, um einen Standort zu erhalten) gute und kunsthymnische "Subventionskultur" entgegensetzen wollen, offenbar als die unbedarftesten Präsentatoren des Kinos.

 

Der Personalstamm aber auf den IFB ist nachwievor hoch: zumeist 2 bis 3 Personen in 1 BWR. Allerdings wurden rund 90% der wirklich gewieften Vorführer (die auch nebenher Techniker, Kameraleute, Kopierwerksmenschen oder Fotografen) waren, seit Jahren nicht mehr als BWR-Kräfte herangezogen.

So erscheint es paradox, etwa im "Friedrichstadtpalast" ("The Killer inside me", Michael Winterbotton) über 2 Std. massive Projektionsunschärfen zu erleben, und dennoch saubere Überblendungen zu sehen. Da sind sowohl die Untertitel als auch das Filmbild totaler Matsch, mind. 2 Vorführer am Werk, näher zu Leinwand auch noch ein Mischmeister an den Pulten, es sitzen über 1000 Gäste im Saal, und es läuft - Verzeihung - Schlabbersoße von der Bildwand, vom topfigen Ton ganz zu schweigen.

 

Deutlich besser das Augenmerk noch im Berlinale Palast: zwar leichte Bildstandsunruhe auf FP-75 E (Schrittmotor anstelle Malteserkreuzgetriebe), aber eisern-pedantische Vorbereitung der Vorführungen: alle Rollen kommen randscharf und richtig zentriert auf der Bildwand an. Vermutlich Testläufe dort oder Markierungen an den Bildwerfern. Da hat man verstande, dass der Rest der diesjährigen "Festplatten"-Berlinale zu einer ernsthaften Herausforderung für den Berufsstand geworden ist und hält die Fahne des Vorführens hoch.

 

Aber auch eine Festplatten-Berlinale stösst schnell an Imperfektionen: neuerliche Serverausfälle im CxX und randunscharfe 4K-Bildwerfer, was unbemerkt blieb.

Nach dem Millionenschaden im Vorjahr durch ausfallende ROPA-Server sind die Mißstände nicht gebannt.

Technische Planung und Inspektion führt Dr. Chemnitius durch, den man als Promovend für Kunstoffverklebung kannte. Der kann planen und ausgeben, was ihm gefällt, offenbar ohne den IFB-Sektionen unterworfen zu sein: Auftraggeber ist die übergeordnete Festspiele GmbH, der m.E. aber die filmische Kompetenz abgeht.

Zuguterletzt muss dann Kulturminister Neumann das turbulente Geschehen weglächeln und kriegt auch gar nicht mit, welch ein Dilettantismus das Ansehen Berlins und der Filmfestspiele ruiniert haben.

 

Artikel aus "filmecho/filmwoche" 6/2009:

 

Berlinale Digital: Ein Blick auf die Kinotechnik. ERSTMALS MIT EIGENEN SERVERN.

 

Bisher hatte die Berlinale für die Beiträge, die nicht auf Film angeliefert wurden, einen Park von Abspielgeräten der benötigten Bandformate angemietet, darunter zehn HDCAM-MAZen, die 2008 wechselnd in 27 Sälen engesetzt wurden. [...] Jetzt werden die digitalen Beiträge erstmals mit der eigenen Technik zentral vorbereitet. Das nimmt den Zeitdruck von den Vorführern. "Die Betriebssicherheit wird erstmals erhöht", ergänzt Reiner Chemnitius, der das Festival in Sachen Filmtechnik berät, zum Hintergrund der Anschaffung. [...] So können nicht alle Säle mit entsprechenden Projektoren ausgestattet werden Daher werden auch 1,4K-Projektoren verwendet, deren Leistung für kleinere Leinwände ausreicht. Das paßt zu der HDTV-Variante "720p", wie sie von öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten als Sendestandard gewählt wurde. Die gringere Auflösung von 1.280 mal 720 Pixeln (für Filme mit Bildseitenverhältnis 16 : 9) erleichtert zudem das Hochskalieren einiger Filme von der geringeren SDTV-Auflösung des Originals (576 mal 729 Bildpunkte bei 16 : 9). "Die dafür benutzten Algorithmen sind mittlerweile sehr gut". Subjektiv scheinen manche Filme "hochgerechnet sogar besser auszusehen", schätzt Chemnitius ein.

Mit Blick auf den Filmfestpielleiter Kosslick haben sich die Analysen anmutender Peinlichkeit zwar bis in Ausland herumgesprochen, nur eben nicht zum Festspielkuratorium, zur Festspieladministration oder zum BKM:

 

Für Cannes gilt Nämliches, allerdings verärgert es eher durch manchmal unbegreifliche Treue zu in die Jahre gekommenen Filmemachern einst erster Güte.

Was immer noch besser ist als die fanatische Begeisterung für die Mittelmäßigkeit, die Berlin in den zehn bleiernen Jahren rasenden Stillstands unter seinem Leiter Dieter Kosslick konsequent an den Tag legt. In den Verdacht, die Filmkunst zu lieben, wird Dieter Kosslick in der Tat niemals geraten. Er ist eine sehr deutsche Gestalt aus den Untiefen des sozialdemokratisch arbeitenden Filmförderbetriebs. Er ist ein Leiter ganz nach dem Geschmack deutscher Politiker und Sponsorenvertreter (aber seine besten Freunde sind Künstler). Und wie jeder genuine Sozialdemokrat angetrieben nicht von der Einsicht in die gelegentliche Notwendigkeit, sondern von der tiefinneren Liebe zum Kompromiss. Wie die Faust aufs Auge passt da das hinreißend sinnlose Motto des neuen Sponsors BMW: "Freude ist großes Kino". Damit ist das Konzept der Kosslick-Berlinale in seinem Wesen umrissen.

http://www.perlentaucher.de/berlinale-b...kompromiss

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Schön, dass sich jemand nachts um 03.15 Uhr die Zeit nimmt, um die Berlinale-Vorführer und -Saalbetreuer aus der Anonymität des Internets mal so richtig niederzumachen. Weiter so ... besonders freut es mich, dass endlich mal nicht von Filmen und deren Inhalten geredet wird, sondern in deutscher Gründlichkeit auch noch so jede partielle Randunschärfe akribisch notiert wird.

 

Kamerad @cinerama ... verleihe Ihnen hiermit das "Jungmädel-Leistungsabzeichen". Weiter so ...

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Möchte nun wo mehr Zeit zur Verfügung steht noch ein paar Anmerkungen machen:

 

- CinemaxX 3

Bei 1.85 35 mm grober Maskenschatten unten, auch Links und rechts nicht sauber kaschiert, Schärfeabfall nach unten, Bildstand "OK", reicht aber nicht an andere E15 im selben Haus heran

 

- CinemaxX 7

Auf der (rechten) E15 kein einziges Bildformat ohne Maskenschatten, habe ich mir im Detail nicht eingeprägt. Dafür sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen ein erstaunlich guter Bildstand. Eine echte Überraschung. Auf der linken DP70 alle Formate sehr schön eingerichtet und kaschiert, bei CS grenzwertig viel auf untere Kaschierung projeziert. Bildstand aber merklich schwächer als auf E15 (!), was bei jeder Überblendung gut zu erkennen war. Dies überrascht, so bekam ich vor kurzem noch zugetragen, dass die angesprochene DP70 für viel Geld überholt wurde (wohl neues Getriebe). Ausserdem bei jeder der viel zu "weichen" (mehr dazu siehe unten) Überblendungen der enorme Helligkeitsunterschied zugunsten der DP70 zu erkennen. Erschienen die Laser-UT auf E15 noch gräulich-fahl, so leuchteten sie auf der DP nahezu hellweiss. Desweiteren - hier möchte ich mich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, Spekulation! - erschien mir das DP70 CS-Bild geringfüger größer zu sein als jenes der E15, zu erkennen bei den UT. Noch anzumerken und von mir auch noch am 1. Festivalwochenende am die Projektion durchgegeben: Blendenziehen am oberen Rand auf der E15, bei CS sehr störend. Fiel dies in dieser Woche noch jemandem auf?

 

- Cin

 

In diesem Saal keine digitale Projektion gesichtet.

 

CinemaxX

 

- CinemaxX 8 (Retrospektive)

 

Auch hier kein Format ohne Schatten auf irgendeiner Seite eingerichtet. Sehr guter Bildstand auf beiden E15! Das Tonwiedergabeproblem bei alten Kopien (deren Einsatz die IFB ja erheblich überraschen muss...) hat @Sam ja bereits angesprochen. In diesem Saal das Erlebnis eins durchgelaufenen 3. Aktes (Repulsion) sowie eines vollkommen unscharfen Bildes nach erfolgter Überblendung. Dieser Mangel wurde erst (nach Abwarten meinerseits - es erschien mir einfach unmöglich, dass soetwas bei aktweiser Überblendung nicht auffällt. Danach endlich Nachziehen der Schärfe.

 

- Berlinale-Palast

 

Einzige Beanstandung: Viel zu softe Überblendungen, die eher einem Fade out/in entsprechen. Ansonsten Bravo: die souveränste 35mm-Projektion der ganzen IFB. Bildstand bei der von mir gesichteten Weltpremiere von "Na putu" sprichwörtlich wie festgenagelt, wenn überhaupt ein minimalstes seitliches Wackeln. Wäre sicher mein bevorzugtes Berlinale-Kino, wenn es nicht diese unzumutbaren Plätze auf 1. und 2. Rang gäbe.

 

- Cinema Paris

Hier den Lord-Foster-Film in 1. Vorstellung gesehen. Sehr solide Projektion, herausragender Bildstand auf den konventionellen FP30-Maschinen. Saube kaschiertes 1.85-Bild, allenfalls auf dem linken Projektor minimaler Maskenschatten oben oder unten. Saubere Überblendungen. So kann Belinale Spaß machen. Stand etwa ein forumsbekannter Vorführer hinten in der Kabine? Wink

 

- Urania

Hier gesehen den neuen Vinterberg ("Submarino"). Bildstand auf beiden Bildwerfern nicht überragend (DP75?), halbwegs sauber kaschiertes 1.85-Bild mit leichten Rändern oben auf dem einen und unten auf dem anderen Projektor. Die besten Überblendungen (meiner) IFB. Keine Beurteilung des von @cinerama gelobten Tones da Sitzplatz 2. Reihe am Rand. Insgesamt vollkommen OK.

 

- Cubix 7

 

Bildstand auf dieser E15 schon merklich schwächer als im CxX. Dicker Trauerrand (Maskenschatten) bei CS über die gesamte obere Kante. Unruhiger seitlicher Bildstand. Schärfe und Helligkeit OK, Überblendung entfällt mangels 2. Projektor.

 

- Cubix 9

Bei der gesehenen Vorführung von "Red Hill" vollkommen unsauber eingerichtetes (DCI)-CS-Bild. Von mir geschätzte 30 cm

wurden auf die untere und seitliche Kasch. Projeziert. Peinlich. Vom Sitzplatz in letzter Reihe keine Pixelstruktur zu erkennen. Helligkeit grenzwertig für diese Bildwandgröße.

 

- Zoo Palast 1

 

Hier die schlechteste aller Projektionen gesehen.

Sie mein vorheriger Post. Wie so oft im UCI auffällig sowohl technische Defizite als auch wohl solche beim Personal.

 

- Babylon Mitte 1

 

Projektion in CS. Sehr sauber kaschiertes Bild auf beiden FP30E, auf linke Maschine minimaler Maskenschatten am oberen Rand. Für FP30 erstaunlich wackeliges Bild in beiden Richtungen. Sehr helles Bild. Größter Kritikpunkt hier: Absolut flaues und kontrastarmes (und nicht so richtig knackig-scharfes) Bild. Sollte hier tatsächlich mit zu viel Licht gefahren werden? Selbst damit sollten moderne Optiken aber noch zu Recht kommen. (Fahre selbst 1600W mit Ultra-Star HD Plus auf knapp 5m) Latent falscher Fokus auf einem Projektor, der auch nach sehr freundlicher Info der Dame mit Telefon am Einlass kaum behoben wurde. Absolute Frechheit die Antwort auf mein Anliegen, wörlich: "So, meinen Sie?". Natürlich nicht! Ich renne aus Spaß aus dem Kino und verpasse so einen Teil des Filmes...

 

- Colosseum 1

 

Dieses Kino kenne ich auch ausserhalb der IFB sehr gut, da direk um die Ecke. Guter Bildstand auf FP30. Bei 1.85 Maskenschatten Links und unten, Helligkeit grenzwertig.

 

 

Zusammenfassend: Als jemand, der das techn. Pflichenheft von Herrn Dr. Chemnitius kennt (und selbst erfüllt hat) wundere ich mich über all die

rein technischen Mängel. Ob es wohl zielführend ist meine Aussagen hier auch den IFB zukommen zu lassen?

 

Soweit erstmal von mir.

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Also, wenn jemand - egal welche Uhrzeit es ist - Mängel bei den Vorführungen eines Festivals beschreibt, die ja wirklich gehäuft vorkommen, dann finde ich solche Bemerkungen ala preston sturges nur daneben und peinlich. Man hat den Eindruck, er will nur aus Prinzip gegen cinerama schreiben und sonst gar nichts, denn Realität verdrängen, wie er es da macht ist erbärmlich in meinen Augen.

Ich habe schon genug Festivals erlebt und bemerke auch, das teilweise die Qualität der Vorführungen nachläßt - hat oft damit zu tun, das die erfahrenen und guten Vorführer einfach nicht mehr genommen werden. Ob um Kosten zu sparen oder weil die Organisatoren zu wenig Ahnung von Vorführtechnik haben, bleibt einfach mal dahingestellt. Ein Effekt ist nur der, das irgendwann Regisseure ihre Filme auf solchen Festivals nicht mehr zeigen werden.

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Man hat den Eindruck, er will nur aus Prinzip gegen cinerama schreiben und sonst gar nichts, denn Realität verdrängen, wie er es da macht ist erbärmlich in meinen Augen.

 

Was ist denn an folgender Äußerung Realität?

 

Die Saalbetreuer wirken so hypernervös, als hätten sie gestern ihre Magister-Hausarbeit abschicken müssen, wären aber gezwungen, Pförtner- und Ansagedienste zu verrichten, um den Copyshop bezahlen zu können.

 

Das ist eine Anhäufung von Vermutungen und unpassenen Vergleichen.

 

Da lobe ich mir dann schon eher @showmanships präzise Angaben.

 

Überhaupt verstehe ich manchmal nicht, wieso in einem Filmvorführer Forum man sich am liebsten über die Fehler von Kollegen ausläßt. Wer lange Jahre in dem Beruf steht, der weiß, dass sich gerade im Festivalstress und bei Zeitdruck manchmal kleine Fehler einschleichen können. Dem hier mit spöttischer öffentlicher Häme zu begegnen finde ich zumindest ein seltsam ethisches Verhalten den Kollegen gegenüber.

 

Schaut Euch bitte einmal bei www.cinematography.com um. Da wird man kaum Kameraleute und -assistenten finden, die keinen anderen Sinn in Ihrem Leben finden, als nur die Fehler der Anderen in deren Filmen zu suchen und dann akribisch anonym auflisten.

 

Zum Schluß noch eine kleine buddhistische Weisheit zum Sonntag:

 

"Es ist leicht, die Fehler der anderen,

aber schwierig, die eigenen zu sehen.

Die Fehler der anderen siebt man heraus wie Spreu,

die eigenen verbirgt man, wie ein Falschspieler einen unglücklichen Wurf.

 

Wenn du dich auf die Fehler anderer konzentrierst

und dauernd an ihnen herumnörgelst,

gedeiht deine Gier mehr und mehr,

ohne Chance, sie zu beenden."

(Dhammapada 252/253)

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Vor langer Zeit, Cinerama möge sich erinnern, führte die IFB für die Filmfest- Vorführer eine Kurs durch. Ein völliger Overkill, über einen längeren Zeitraum wurde das Filmvorführerhandbuch kapitelweise abgearbeitet. Eine einmalige Aktion. Man wollte dem Rechnung tragen dass, auch schon damals, der Überblendbetrieb nicht die Regel war.

Vermutlich wäre es sinnvoll, auch heute die eingesetzten Vorführer zu briefen. Selbst wenn der Überblendbetrieb zu Gunsten der Digitalisierung durch Entsorgung der zweiten 35mm Projektoren zurückgeht.

Das Problem scheint aber zu sein, dass im Normalfall die Spielstellen samt Personal angemietet werden. Da ist nur begrenzt Einflussnahme möglich. Wo die Verantwortung bei der IFB liegt (Berlinale – Palast) funktioniert es ja. (Das CP ist in diesem Zusammenhang (als Anmietung) eine Ausnahme, die sind da einfach gut.)

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Alle Jahre wieder...

Dein Verdacht trifft zu: schon im Vorjahr konnte einem erfahrenen Filmvorführer für die 70mm-Retrospektive sein üblicher Lohn nicht bezahlt werden: 1 Akt von "Ryans Daughter" (nach 40 Jahren noch wie neu aussehend) wurde darauf auf Potsdamer-Platz-Projektoren so zerfahren, als hätte man ein Rasiermesser längst über die Schichtseite laufen lassen.

Komisch, am 14. Februar 2009 hast Du noch diese Aussage getätigt:

(und am wenigsten dem engagierten, idealistischen Vorführer)

 

Aber das macht ja nichts: "Ryans Daughter" lief ja auch nicht am Potsdamer Platz. Aber Hauptsache mal wieder eine Aussage getroffen...

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"Ryans Daugther" lief am Potsdamer Platz. In der Pressevorführung, wo es passierte. - Aber Dein Nachhaken ist legitim, damit es nicht falsche Adressaten trifft. -

Eben so sind die idealistischen Vorführer nicht wegzureden.

 

- - -

 

Der Vorführer-Kurs muss im Frühjahr 1986 gewesen sein? Gute Seminar-Texte (ähnlich "Filmtheaterkaufmann"), aber an das individuelle Training (so wie ein Lehrer seinen Violinisten, die Ballett-Tänzerin, den Fussballer, eine Bildhauerin in die Feinheiten einführt) erinnere ich mich nicht mehr so. Wurde vermutlich auch in der Geschichte nie gelehrt oder vermittelt: musste jeder selbst herausfinden.

 

Aber so machte es mit Schulungen auch mehr Spaß: Freude überall in der Bildwerferrräumen, und es könnten dann noch so viele Server abstürzen wie lustig sind: auf Filmvorführung wäre Verlass.

 

Es ist ja auch an diversen Orten vorbildlich hinsichtlich der Vorführerleistungen: Cinema Paris wurde erwähnt, Moviemento im weiteren, Berlinale-Palast und noch mehr Häuser (Verzeihung für die Abkürzung auf die bisher schon Genannten). Dort mit filmberuflich Volltätigen offensichtlich, die sich - das ist wichtig - auch neben dem Gelderwerb für das interessieren, wie man etwas besser machen kann.

 

Danke, @Showmanship, für die sicher konstruktiven Ergänzungen: denn von selbst würde sich nichts mehr rühren, da die Leitungsverantwortlichen es einfach nicht bemerken. Indiz hierfür: Karrieristen in der IFB-Nomenklatura, die immer mehr Aufträge und Einfluss-Sphären einheimsen, immer oberflächlicher aber in der Abarbeitung der Anforderungen verfahren.

Dass aber eine einzige Person die Inspektionen nun sämtliche Pflichtenforderungen der Filmtechnik, mechanischer und elektronischer Kinotechnik, individueller Haustechnik, IT- und Servertechnik, Elektro- und Tontechnik (!) beherrschen soll, eher doch aber willkürlich bestimmt und darin von den IFB-Administrationen und Kinematheks-"Film"-Beauftragen seit zwei Jahrzehnten vollste Unterstützung findet, das ist eines der Wunder der Berlinale und des bundesdeutschen Steuerpardieses.

Sein Vorgänger (und selbst dessen Vorgänger): die hatten das Rüstzeug, die suchten nach Wegen für eine Optimierung, nach Lösungen, die auch stets seriöse Kosten nach sich zogen. Die Vorführungen waren meiner Erinnerung nach solider, auch die Bauer-Bildwerfer von Zoo-Palast über Astor-Fasanenstr. bis hin zu Programmkinos und dem Filmmessezentrum lieferten stabilere Bilder als das neuzeitliche Gewackle oder die mit halber Leuchtdichte aufglimmenden Überblendungen auf mind. der Hälfte aller im Rahmen ehrgeiziger Planungsvorhaben ausgeschriebener Filmbildwerferinstallationen, insbesondere am Potsdamer Platz. Das ist längst nicht mehr mit Pflichtenheften und internationalen Standards konform zu bringen (Überprüfungen der Normen durch amerikanische Gutachter wurden übrigens abgelehnt), sondern legeres Durchwinken der Mißstände und Arbeitscurricula.

 

Würde man das Schlamassel tatsächlich auf die Agenda der IFB setzen, müßten auch finanzielle Ausstockungen erfolgen, weitere Filmfachleute und unabhängige Gutachter hinzugezogen werden oder bisherige Projektdurchführungen überprüft und infrage gestellt werden. Was ungemütliche Folgen hätte, denen sich keiner der Vorbenannten aussetzen möchte.

Also geht es weiter wie bisher mit der Spaßgesellschaft, und nach ihr die Sintflut.

 

Ob einen Dieter Kosslick das alles nun tief berührt und umtreibt?

Aber auch die Filmemacher und/oder Film-Leihgeber stellen kaum Forderungen: sind dankbar für Einladungen, Speisungen und Akkreditierung.

Business as usual...

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Ich ergänze gerne: CS 8 sowie Inter als Retro-Spieler 2009 sind ausdrücklich von besagten "Beschädigungen" der Filmprints auszunehmen.

 

[...] preston sturges nur daneben und peinlich. Man hat den Eindruck, er will nur aus Prinzip gegen cinerama schreiben und sonst gar nichts, denn Realität verdrängen, wie er es da macht ist erbärmlich in meinen Augen.

Er erhält indertat Zuwendungen seitens der IFB und der Deutschen Kinemathek. Das ist einer von mehreren Gründen, hier die Kritiker oder sog. "Weltverbesserer" als Verbrecher abzustempeln.

Ich habe schon genug Festivals erlebt und bemerke auch, das teilweise die Qualität der Vorführungen nachläßt - hat oft damit zu tun, das die erfahrenen und guten Vorführer einfach nicht mehr genommen werden. Ob um Kosten zu sparen oder weil die Organisatoren zu wenig Ahnung von Vorführtechnik haben, bleibt einfach mal dahingestellt. Ein Effekt ist nur der, das irgendwann Regisseure ihre Filme auf solchen Festivals nicht mehr zeigen werden.

Ja, das ist genau die Gefahr, die wir abwenden müssen!

Stichpunkt "Festplattenfestspiele" anstatt stabiler Filmprojektion - und diese Szenarien sind nicht mehr weit, wenn die Administration ausserstande ist, das Technik-Desaster der letzten 19 Jahre zu erkennen. Und endlich einmal die Projekte auch gemeinsam mit den Projektionisten vorbereitet, anstatt sie in snobistischer Art "anzuheuern" und "wahllos abzustellen". Die Projektionisten wissen vielfach mehr als Administratoren oder die gegenwärtigen IFB-Technik-Inspekteure, werden aber, wie ich hörte, arrogant angefahren.

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Wenn ich eure Diskussion über Festivals und Filmrestaurierung noch mit einer winzigen Einzelheit ausschmücken darf: Vor Jahren saß ich in der Salle Paderewski beim schweizerischen Filmarchiv und erlebte die Aufführung eines rückgeführten Stummfilms mit Louise Brooks aus der Hand einer Französin. Da prangten die neuen Titellettern

 

Lulu

Die Büsche der Pandora.

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TomCat hat folgendes geschrieben:

Das Problem scheint aber zu sein, dass im Normalfall die Spielstellen samt Personal angemietet werden. Da ist nur begrenzt Einflussnahme möglich.

So ist es.

Ich weiß nicht wo hier von manchen der sonderbare Irrtum herkommt, das Vorführungen während der Berlinale besser sein müssten als im dortigen regulären Betrieb. Auf einem großen Filmfestival können die Vorführungen im Schnitt nicht besser sein als im regulären Betrieb. Normalerweise sind die Vorführungen im Schnitt sogar weniger gut, wegen der Belinale-Hektik und natürlich wegen der anachronistischen Überblenderei, für die man eine ganze Menge Routine braucht, wenn das dann wirklich jedes Mal klappen soll. Wo soll die Routine denn herkommen, in den Berlinale-Kinos wird im regulären Kinobetrieb nicht überblendet. Auf einem kleinen Festival kann man alles vorher ausgiebig proben, das geht auf einem Riesending wie der Berlinale einfach nicht.

 

 

 

 

pepu hat folgendes geschrieben:

Ich habe schon genug Festivals erlebt und bemerke auch, das teilweise die Qualität der Vorführungen nachläßt - hat oft damit zu tun, das die erfahrenen und guten Vorführer einfach nicht mehr genommen werden.

Quark. Wie oben bereits von Tomcat angedeutet erwähnt, während der Berlinale führen die Vorführer vor, die auch sonst da vorführen + ein Vorführer (extern oder intern) als Hilfe zum Umrollen etc. Im Übrigen kosten erfahrene Vorführer nicht mehr als unerfahrene, vor allem nicht die externen für die paar Tage Berlinale-Vertrag. Unter diesen Umständen tun die Vorführer während der Berlinale, was sie können, und meistens ist das auch gut.

 

 

 

 

pepu hat folgendes geschrieben:

Ob um Kosten zu sparen oder weil die Organisatoren zu wenig Ahnung von Vorführtechnik haben, bleibt einfach mal dahingestellt.

Soll heißen, du weißt es nicht. Kommt mir bekannt vor.

 

 

 

 

pepu hat folgendes geschrieben:

Ein Effekt ist nur der, das irgendwann Regisseure ihre Filme auf solchen Festivals nicht mehr zeigen werden.

Na klar, sicher. Die gehen mit ihren Hollywoodproduktionen dann alle auf die Oberhausener Kurzfilmtage.

 

 

 

 

Showmanship, du hast ja nicht ganz Unrecht mit deiner Mängelliste. Vieles, was du aufzählst, sind aber Banalitäten. Auf ein Filmfestival geht man nicht (außer vielleicht du), um sich über irgendwelcher Maskenschatten, etwas wackeligem Bildstand, unterschiedlicher Leuchtdichten nach Überblendung aufzuregen.

Im Übrigen, ich denke, wer so ausgiebig wie du die Arbeit der Kollegen kritisiert, kann sich auch mal einem Vergleich stellen. Es wäre daher nur fair, wenn du hier das Kino postest, in dem du vorführst. Keine Bange, deinen Namen musst du nicht nennen. Ich oder jemand anderes würde dann gerne man vorbeischauen und danach hier aufzählen, was mir an deiner Vorführung gefallen hat und was nicht - und du kannst sogar ohne jede Berlinale-Hektik vorführen, ganz bequem vom Teller oder Spulenturm. Ich bin sicher, so ein Vorführer-As wie du muss keinen Vergleich scheuen.

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