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Während meiner Zeit auf dem Kino Sputnik in Liestal, 1992 bis 1995, habe ich einen Kampf nicht nur mit Verleihern, sondern auch mit dem schweizerischen Filmarchiv aufgenommen dahingehend, Bewußtsein von etwas zu schaffen und eine Antwort zu bekommen auf die Frage: Wieviel darf in einer Filmkopie fehlen, bevor man von Betrug am Zuschauer sprechen muß? Ich hatte keine Möglichkeit, mit dem 62-Plätze-Saal an neue Filme heranzukommen, es gab im selben Ort noch einen Betrieb mit 220 Plätzen, also ging es um ein möglichst attraktives Angebot an Wiederaufführungen. Eine Musikfilmreihe, thematische Reihen, zwischendurch eine Premiere eines kleinen einheimischen Dokumentarfilms auf 16 oder geschlossene Gesellschaften mit deren Lieblingsstreifen. Entstprechend zerrüttetes Material, von der Filmkopie bis zum Plakat. Hello, Dolly! war zum Beispiel so ein Fall, ein Klebestellenalbum, eine zur Hälfte mit Magnetpiste überklebte Lichttonspur, rotstichig, und dafür verlangte die Cinémathèque eine Handlinggebühr. Zu meiner Überraschung waren die Bildtonabstände alles andere als gleich, mal 84 Löcher, mal 86 oder auch 79. Ich habe damals auch bei allen Filmen die Bilderzahlen aufgenommen und niedergeschrieben, um Vergleiche mit Angaben zu ziehen. Ich finde heute, daß in einem Film nicht ein Bild fehlen darf. Damals fand ich, es gebe eine Toleranz von einem halben Prozent, das sind bei 100 Minuten Tonfilm 30 Sekunden. Auch falsche Wiedergabegeschwindigkeit stellt Mißachtung des Grundanspruchs von Kinogängern dar. Später, 2001, konnte ich aus der Cinémathèque eine Kopie der missbrauchten Liebesbriefe loseisen, bei der in einem Akt die Tonspur während zwei Minuten praktisch blank ist. Entsprechend war fast nichts zu hören. Nach einigen Tagen fand ich heraus, daß eine gute Kopie nach Locarno gegeben wurde. Da war bei mir Dampfdruck, Manometer! Wenn man ältere Filme spielt, stellt man fest, daß der Bildtonabstand im Allgemeinen eher stimmt, wenngleich es von Anfang an Schluderei oder, sagen wir Nachlässigkeit, gegeben hat. Mit ISO 2939 sind die fotografischen Eigenschaften von Normalfilmkopien festgelegt. Der Bildtonabstand soll 21 Bilder ± ½ betragen (84 Lochabstände). Und ja, ich weiß, daß es ein hoffnungsloses Unterfangen wäre, bei Aktkoppelung auf Fehler beim Bildtonabstand reagieren zu wollen. Wenn man im Wechselbetrieb spielt, bei welchem man jeden Akt für sich in den Projektor spannt, dann hat man die Möglichkeit zur Korrektur. Wie man bei den Filmverleihfirmen auf meine Vorwürfe reagiert hatte, kann sich jede/r selber ausmalen. Wie geht man mit einem paranoiden Kleingewerbler um, der am Telefon Gift und Galle spuckt: „Beschiss, Komplizen des Betrugs am Kunden, an Technik Uninteressierte, Kopie nicht nach Norm!“ Ja, so war ich. Eine Näherungslösung für das Problem gab es durch im Lauf verstellbare Schleifengröße bei entsprechenden Projektoren. https://www.filmvorfuehrer.de/topic/9121-schleifengr/#findComment-121780
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Ich bezweifle, daß er den Bildtonabstand aller Akte geprüft und notiert hat, glaube nicht ein Mal, daß er die Zusammenhänge kennt. Spulhölle ist nichts als Verachtung fürs Gewerbe. Andere im Filmgeschäft haben tagein, tagaus im Dunkeln umgerollt, und zwar Rohmaterialien oder von anderen Menschen belichtetes Material, also mit einer gewissen Verantwortung. Hier wird entwickeltes Material am Licht wie Verbrauchware behandelt. Was gibt es zu diskutieren? Die Kopien wurden immer billiger und schlechter. Keine Präzisionsabzüge aus Schrittkopieranlagen, die Filmwirtschaft hatte sich technisch selbst ausgezehrt. Ich hab’ von 1982 bis 2003 im Kino und in Laboren gearbeitet und es miterlebt. Was es erträglich machte: Bei den meisten Filmen war es egal, wie schlecht die Technik ist. Guten Bildstand will ich bei guten Streifen.
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Was für ein Grobian! Zuerst die Schachtel auf den Umrolltisch, ob auf die Teller oder nicht, ist ihm egal. Dann . . . ich weiß, es läuft oder lief in den meisten Kinos so greift er die Akte frei gespannt zwischen Kern und Außen aus den Dosen anstatt die Dose aufzustellen und Teller anzulegen, . . . ja, so macht man das richtig dann wirft er die Dosen umher, usw. Der Catozzo klemmt. Zuletzt beim Einspannen in den Projektor ist es ihm auch völlig schnuppe, wie der Abstand zwischen Bild und Ton herauskommt. Keine Garantie für synchrone Wiedergabe wenigstens für eine Sitzreihe Die Aktkoppelung und die Tellersysteme sind mir bekannt, auch warum die anderen das Eine verdrängt haben. So hatte Kino keine Chance gegen das Digitale. Erstmal nackisch mache, auch die Ausdruckweise hat keine Zukunft. Bäh.
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ACHTUNG! Foma Cine 100 schlecht perforiert!
Film-Mechaniker antwortete auf MFB42 aka M. Bartels's Thema in Schmalfilm
Ein Satz Stempel besteht aus einzelnen Stanznadeln, die müssen ja einzeln in Form geschliffen werden, sei es mit Profiltiefschleifen, sei es traditionell an flacher Scheibe. Es ist durchaus möglich, daß ein Paket schlecht montiert wird, schon etwas Staub oder ein Körnchen Irgendwas wirft die Abstände auseinander. Hier ein Blick auf Trägerplatte für die Matrize links und das Fangstiftestempelpaket. Die beiden Fangstifte sind nur angestellt, nicht ausgerichtet und verschraubt: -
Nackte Tatsachen: Transparente Filmkameras im Super 8 Magazin #15
Film-Mechaniker antwortete auf Jürgen Lossau's Thema in Schmalfilm
Hier auch angekommen Warum verifiziert man denn nicht im Voraus? Das Schnittmodell der Paillard-Bolex H 16, abgebildet auf Seite 49, ist von 1956, als die Reflex erschien. Ich gebe gerne und kostenlos Auskunft. Bei Paillard kenne ich mich wirklich aus, für einige Leute in der Schweiz gar zu gut. Die Liste der Schmalfilmlabore finde ich toll, dankeschön. -
Drama in der Kamera im Gegensatz zu sonst
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
Drama um die Kamera Anruf aus Frankreich vor 20 Minuten, ich meine, mein Französisch ist brauchbar, doch wie die Jungen heute sprechen, so schnell und flach, da verstehe ich nicht alles. Er spricht von einer SBM, die nach fünf Sekunden Filmsalat anrichtet. Ob ich das reparieren könne. Auf Nachfrage sagt er mir, er habe 3500 Euro für die Kamera bezahlt. Er will auch noch wissen, ob ich umbaue. Du liebe Zeit, manchmal sind einfach Hopfen und Malz verloren (nach bayrischer Grammatik).- 139 Antworten
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Zeiss Ikon B 1000 Ton Gewissenskonflikt
Film-Mechaniker antwortete auf Nils Jacobsen's Thema in Technik
Ist das Abtasten Privatsache oder sollen Aufträge ausgeführt werden können? Dann möchte ich zu Bedenken geben, daß bei 35 mm professionelle Ansprüche gestellt werden dürften, welche für besten Bildstand eine andere Vorrichtung erfordern als einen Schaltrollenprojektor. Bei Bedarf kann ich erläutern. -
Der Hauptunterschied zwischen Haushalt-, sprich: allgemeinen Beleuchtungslampen und jenen für die Projektion liegt in der Form des Hohlspiegels, paraboloid im Haushalt, ellipsoid im Projektor.
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https://www.manualslib.com/manual/2761887/Bell-And-Howell-Tqiii.html Falls du Englisch nicht verstehst, Text markieren, kopieren und in einen Übersetzer speisen
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Filmkanal sauber halten
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Filmtipp: DIE RÜCKKEHR DES FILMVORFÜHRERS
Film-Mechaniker antwortete auf Martin Rowek's Thema in Nostalgie
Vielen Dank, großartig! Das tut gut. -
Da ist ein Widerstanddraht mit verstellbarem Abgriff für den Motor. 110 Volt ist richtig, ist am Projektor auch angeschrieben. 110-V-Lampen gibt es viele, von 50 Watt bis 500.
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Nein, es ist ein 100-Volt-Motor vorhanden.
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Bell & Howell TQIII Schneckenrad
Film-Mechaniker antwortete auf MFB42 aka M. Bartels's Thema in Schmalfilm
Die Bezeichnung ist TQI, Abkürzung für Transistorised, Quiet, Iodine Lamp. Nicht ohne Schalk hat jemand bei Bell & Howell bei den Folgemodellen aus dem großen i römische I gemacht, was keine große i sind, sondern einfach Striche; TQII, TQIII. -
Regular Aperture
