albertk
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Sehen wir mal ab von dem grauenhaften geschwätzigen Schreibstil. Schlimm genug, daß einer ins Kino geht, wenn es andere von ihm erwarten. Zitat: "(...)meistens schaue ich mir dann Filme an, von denen ich glaube, dass man irgendwie von mir erwartet, das ich mir die anschaue (...)." Kann man Kinos und ihre Betreiber für die Leute verantwortlich machen, die sich dort treffen? Daß in manchen Kinos Speisen gibt, die laute Geräusche verursachen, ist noch der einzige Einwand, den ich gelten lasse. Pizza, Nachos, Tacos und eimergroße Popcornpackungen haben im Kinos nix verloren. Vielleicht hat der Autor sich über die Weihnachtstage mit zuviel unangenehmen Verwandten getroffen? Vielleicht zuviel Braten, Süßspeisen oder Alkohol zu sich genommen, daß ihm jetzt die Galle überläuft? Im übrigen handelt dieser Autor nach der Devise: "Ich gehe nicht gern in Versammlungen, wo ich Leute treffe
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Ich bin seit je her von Karlsruhe ferngesteuert, las als Jugendlicher Kaschnitz (eine Karlsruher Autorin), hatte eine Freundin die gern Sloterdijk (auch ein Karlsruher) las und schwinge mich sogleich auf meinen Drahtesel (von Carl Drais, einem Karlsruher erfunden), schaue mir die prächtige ARTISTS-AND-MODELS-Farbdruckkopie mit den merkwürdigen F-Runen an, hinter denen wahrscheinlich ein Verkaufsmärchen eines Karlsruher Kinoleiters steckt... F rohe F esttage und Helau!
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Vergleich US-Fassung mit der Internationalen Fassung: http://movie-censorship.com/report.php?ID=1215
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Noch ein Nachschlag: Stephen King mochte Kubricks Version nicht und wirkte an einer späteren TV-Fassung mit. Aber hier ist die ultimative Version - mit den Simpsons:
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Die lange Fassung läuft heute noch mal im Frankfurter Filmmuseum in Originalfassung um 17.30 Uhr. Einige Szenen kannte ich aus der Deutschen Kinofassung nicht, die ich allerdings um 1980 herum sah. U.a. taucht eine Kinder-Psychologin auf Es gibt übrigens zwei Formate, d.h. Shining wurde von Kubrick in 1:1,33 und 1:1,85 geplant, offensichtlich für Kino und Fernsehen/Video. Das zumindest bestätigt ein kleines Foto aus dem Film mit Anmerkungen/Einzeichnungen von Kubrick, das im Filmmuseum in der neuen Dauerausstellung im 2. Stock hängt.
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Aus den schockierenden 50ern kommt diese Strumpfwerbung des Trickfilmers Hans Fischerkoesen:
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1952 als die "Kaskade" gebaut wurde, gab es noch kein CinemaScope. Die krasse Keilform war durch das Grundstück bedingt. Später mit dem Aufkommen von Scope und Todd-AO baute Bode durchaus Kinos mit breiten Leinwänden, auch Umbauten für Scope sind in seinem Buch dokumentiert. In späteren Jahren wurde in der Kaskade eine Leinwand eingebaut, die breiter als das Bühnenportal war. Ursprünglich war die Leinwand dahinter. Noch in 90ern gab es zuerst Wasserspiele, dann wurde die die Leinwand heruntergelassen. Das wurde hier übrigens schon längst einmal beschrieben. Folgt man Kinohandbüchern konnte man sogar 70mm zeigen. Gibt es eigentlich noch ein Kino von Bode - außer der Kaskade - das noch existiert?
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In dem Berliner Kinobuch von Sylvaine Hänsel und Angelika Schmitter ("Kinoarchitektur in Berlin 1895-1995. Berlin 1995) ist ein etwas klein abgebildeter Grundriß, den ich hier selbstverständlich nicht reinsetzen kann. Nach den Sitzreihenbreiten und Abständen ergibt sich, daß dort auf der Zeichnung die Leinwand tatsächlich rund 22m breit war, der Saal aber an der breitesten Stelle im Parkett mehr als 34m maß! Kurz: Hier handelt es sich nicht um einen Saal wie der Berliner Royal-Palast, der auch nach vorne breiter wurde, aber bei dem die Leinwand die volle Breite einnahme. Folglich gab es im Parkett viele schlechte Seitenplätze. Man müßte Zeitungsrcherche betreiben und Zeitzeugen befragen, ob es hier spätere Umbauten mit größeren Leinwänden gab?
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Bei den Dänen heißt Bio übrigens Kino! Warum soll man nicht um ein Stadtteilkino kämpfen? Biosupermärkte gibt es in Berlin en masse. Freilich sind 2 Kleinkinos im Obergeschoß nur eine Halbe Lösung und der Anfang vom Ende. Das vertreibt Zuschauer, die einen Saal mit Kino-Gefühl erwarten, da kommt man kein zweites Mal. Kurbel-Fans sind übrigens auf Facebook: http://www.facebook.com/rettetdiekurbel
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Glückwunsch: 60 Jahre "Pupille" in Frankfurt
albertk antwortete auf magentacine's Thema in Nostalgie
Hier ist das ausführliche Programm der Pupille-Festwoche in pdf-datei: http://www.pupille.org/programmheft/Pupille_Programmheft_Festwoche.pdf -
Schön zu lesen, daß das Kino zur Dokumenta 2012 genutzt werden soll. Der danach geplante Umbau kommt aber einer Zerstörung gleich: Abriß der gestaffelten Decke, Einzug eines Glasbodens, wo man in einer Shopping-Mall das Parkett des Kinos von oben betrachten kann. Das ist doch alles postmoderner Unfug, wie man ihn woanders schon vor zwei Jahrzehnten hatte. Und gleichzeitig die Zerstörung des letzten Kasseler Bode-Kinos! Zerstört wurde ohnehin schon der Eingangs-, Kassen- und Foyerbereich. Und das alles für Ladengeschäfte, die sowieso immer eine Halbwertszeit von einem Jahrzehnt haben.
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IT'S A MAD (4x) WORLD lief vor einigen Jahren in Bradford ohne Anamorphot auf Cinerama-Lamellenleinwand. Trotz neuer Kopie in mehrfacher Hinsicht gräßlich. Vermutlich keine Verzerrungs-Kopie. Kam mir doppelt so lang vor wie CLEOPATRA und nur halb so lustig trotz der vielen Komiker. Verblüffend sind die Texte in der Gallery zu BEN HUR: Bei MGM-CAMERA 65, dem fast ähnlichen Vorläufer von ULTRA PANAVISION wollten sie gar keine große Durchbiegung der Leinwand. Eigentlich hatte man dieses Verfahren doch extra so entwickelt, daß man CINERAMA damit Konkurrenz machen wollte.
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Danke für das interessante Schreiben, das Du in die Gallery gestellt hast. MGM hatte ihren Haupt-Sitz zwar in Frankfurt über dem MGM-Theater, spielte dort aber erst ab 1968 70mm. Manches lief dort erst mal in 35mm an, z.B. auch BEN HUR. Der hohe Preis für zwei Ultra-Panavision-Anomorphoten (10.000 DM) erklärt manches.
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Passend zum Nikolausabend: http://www.taz.de/digitaz/.tom/tomdestages?day=2011/12/05
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Am 4. Dezember feiert das Kommunale Kino Frankfurt sein 40jähriges Bestehen. Eröffnet wurde mit einer Buster-Keaton-Reihe im früheren Theater am Turm. Schon vor Eröffnung prozessierten Kinobetreiber mehrerer Kinoketten gegen diese - in ihren Augen - ungerechtfertigte Konkurrenz. 1973 wurde der Prozeß schließlich gewonnen. Das schlagende Argument war, daß dort einfach andere Filme zu sehen sind. Ich bin dort gern und oft zu Besuch und gebe einmal meine subjektive Auswahl meiner persönlichen Highlights des Dezember-Monatsprogramms, natürlich nur 35mm-Kopien: Am 4.12. läuft 11.00 THE GENERAL von und mit Buster Keaton (USA 1926), am Klavier: Ulrich Rügner am 14.12. 17.00 THE SHINING (GB/USA, Stanley Kubrick)OF am 15.12. 20.30 150. GEBURTSTAG VON GEORGE MÉLIÈS Méliès war Zauberer und Filmpionier, der immer wieder aufs neue fasziniert. am 16.12. 18.00 GIGI (USA 1958, Vincente Minnelli, CinemaScope) OF Einer meiner Favoriten, vor allem wegen Set und Songs von Lerner & Loewe. Mit Louis Jourdan, Leslie Caron, Maurice Chevalier. am 21.12. 21:00 ARTISTS AND MODELS (USA 1955, Frank Tashlin, gedreht in VistaVision)OF Ein im Kino selten zu sehender brillianter Farbfilm von Tashlin mit Dean Martin, Jerry Lewis & Shirley Maclaine! Songs von Harry Warren! am 23.12. 18:00 ARTISTS AND MODELS (USA 1955, Frank Tashlin, gedreht in VistaVision)OF Natürlich laufen hier fast jeden Tag zwei oder mehr Filme und fast alle in 35mm, das mag man aber im Tabellarium nachlesen: http://deutsches-filminstitut.de/blog/tabellarium-dezember-2011/
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Im anderen Thread jammerte ein Vertreter von Disney über die teuren Lagermieten hierzulande. Umgekehrt hörte ich von Kinobetreibern, daß einige Filme sogar aus dem letzten Jahr dort nicht mehr zu bekommen seien - und dann so etwas! Für Youtube bezahle ich meinen Provider, aber keinen Cent extra. Es dient mir für zur Recherche, für kurze Filmausschnitte, alte Songs und Kuriosa, aber mit dieser schauderhaften Qualität will ich keinen Spielfilm sehen.
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Viele halten Fernseh-Dokumentationen im Stil von Guido Knopp für historisch seriös. Das habe ich auch immer wieder bei politisch hochinteressierten Menschen erlebt; einige Male auch bei Seminaren mit Gewerkschaftern. Statt zu einfachen Büchern zu greifen, zieht man sich lieber auf die Schnelle Doku-Soaps a la HITLERS FRAUEN rein - und hält das für bare Münze. Dokumentarfilme können ganz anders aussehen. Mittlerweile gibt es nicht nur Claude Lanzmann und Marcel Ophüls. Jahrzehntelang hat man früher im Fernsehen altes NS-Material, Nazi-Wochenschauen und Riefenstahlfilme benutzt und sie mit mehr oder weniger kritischen Texten unterlegt. Das war schon fragwürdig genug, weil man auf der Bildebene fast immer Propaganda-Material benutzte. In diesen Bildern siegt Hitler noch immer, während der Kommentar vielleicht auch ein bißchen Kritik bietet. Nun kommen die Doku-Soaps. Ist das Aufklärung? Willkürliche Interviews mit NS-Zeitzeugen, nachgestellte Szenen, billigste filmische Mittel und dräuende Musik. Schaut man genauer hin, bleibt das meiste oberflächlich und die vielen grauenhaften Details der NS-Diktatur kommen gar nicht zur Sprache. Was von der Doku-Soap übrig bleibt, ist die Soap. Kurz eine billige Unterhaltungssendung, hingestümpert, als hätte es nie einen Film wie SHOAH gegeben. Historiker können über Guido K. nur stöhnen: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/aversionen-gegen-herrn-k-/755788.html Und hier fand ich eine lesenswerte Darstellung über Doku-Soaps eines Münsteraner Historikers: http://www.uni-muenster.de/Geschichte/AAhist-dida/Naepel/download/Knopp.pdf Sein Fazit: "Natürlich ist ein „Fernsehfilm keine Doktorarbeit“ – was für ein absurder Vergleich! Aber ob eine Dokumentation über die Vernichtung der europäischen Juden deshalb der Dramaturgie des Groschenromans verpflichtet sein muss, darf bezweifelt werden."
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Ladies' Night müßte es heißen. Bitte keine keine Thread's mit Spam's über Kino's ohne Info's, die wo bloß Nonsen's sind. Und Smiley's setz ich auch nicht dahinter.
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was soll hier diese schleichwerbung für ein kinocenter mit hasenstallqualität? o-zitat der webseite: "Ein ganz besonderes Kinoerlebnis bietet als kleinstes Kino mit 40 Sitzplätzen das Studio Kino 3. Ein elegantes Wandbild entführt Sie in die Zeit des Art Déco, bevor im Saal die Lichter ausgehen und Sie im gemütlichen Kinosessel vom Geschehen auf der Leinwand gefesselt werden…" einmal drin gewesen, nie wieder!
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Übelkeit im Kino? Das ist noch gar nichts. In früheren Jahrhunderten schrieben Kritiker, bei so schriller moderner Musik wie Beethoven oder Wagner bekäme man Kopfschmerzen, würde taub oder irrsinnig. Vor der elektrischen Beleuchtung brannten Theater reihenweise ab. In manchen Theatern wurden durchschnittlich zwei Zuschauer pro Vorstellung ohnmächtig! Zumindest im Pariser Grand Guignol: http://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Guignol
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Noch ein Nachtrag! Ist das legal, ist das normal, ist das erlaubt?*** Zu Kreisler in Hollywood: Kreisler war nicht nur in MONSIEUR VERDOUX (USA 1947) der musikalische Assistent von Chaplin. In BLACK ANGEL, einem Film Noir von 1946 mit Peter Lorre hat Kreisler einen Kurzauftritt als Pianist. In NEW WINE von Reinhold Schünzel, ein Biopic über Schubert von 1941, arbeitete Kreisler als Arrangeur. Zu beiden hätte man ihn gern mal zu Lebzeiten befragt, aber es kann nicht jeder so alt werden wie Heesters. Das sind natürlich wenig spektakuläre Auftragsarbeiten, wie man sie bei Hollywood-Emigranten öfter findet. Der Philosoph Günter Anders beschreibt es noch drastischer: Eine seiner Arbeiten bestand darin, im Fundus einer Filmgesellschaft Nazi-Uniformen abstauben. Lesenswerte Nachrufe: Nachruf mit kurzem Lebenslauf heute in der SZ: http://www.sueddeutsche.de/kultur/georg-kreisler-ist-tot-boese-lieder-immer-boese-sein-nie-1.1197497 Und ein ein Nachruf in der FAZ von Dieter Bartetzko: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/zum-tode-georg-kreislers-immer-mit-der-angst-11538647.html UND HIER GIBT ES SOGAR TEXTE: http://www.georgkreisler.info/ *** Zitat aus "ZWEI ALTE TANTEN TANZEN TANGO"
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Gestern starb im Alter von 89 Jahren der Kabarettist Georg Kreisler. Lange bevor es den Begriff Liedermacher gab, komponierte und textete er satirische Lieder, zuerst in der Emigration in den USA, ab den 50ern in Wien. Seine ungewöhnlichen Texte strotzten voller Biß und Wortspiele und scheinen kaum zu altern - ein Zeichen für ihre Qualität. Mittlerweile gehören viele seiner Lieder zum Programm vieler Sängerinnen und Sänger im Umfeld von Kabarett und Chanson. Bei seinen Liedern, von denen ich viele auf CDs habe, entdecke ich immer noch neue Perlen, obwohl ich manches auch seit meiner Schulzeit kenne. Warum ich ihn hier erwähne? Kreisler arbeitete auch fürs Kino! Lange Zeit war es wenig bekannt, Georg Kreisler arbeitete während seiner Jugend in den USA auch für Chaplin. Die Musik zu MONSIEUR VERDOUX entstand, indem Chaplin Kreisler Melodien vorpfiff, Kreisler notierte sie und brachte sie zu Hanns Eisler zum Orchestrieren. Im Vorspann zu dem Film zu MONSIEUR VERDOUX wurden beide leider nicht erwähnt. Umso generöser wirken seine Interviews über diese Auftragsarbeit. Hier eines meiner Lieblingslieder von Georg Kreisler, passend zum Muttertag:
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Noch als Nachtrag: 70mm kam erst 1958 nach England, da lief SOUTH PACIFIC in London im Dominion, dann aber 4 Jahre! Vgl. http://widescreenmovies.org/WSM11/spos.htm
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Schwarzweißfotos dieses Kinos sah ich Anfang der 80er Jahre in Berlin im Archiv bzw. der Bibliothek der Kinemathek. Als junger Student ohne Geld machte ich mir leider keine Fotokopien. Daß sie mich, der damals in keiner Institution arbeitete, einfach an diesen Archiv-Karton mit Kinofotos ließen, kostete ohnehin allerhand Überredungskünste. Auffällig an dem Saal des MGM-THEATER FENSTER ZUR WELT schien mir die eher quadratische Form, ein über dem Foyer angeordneter Rang (bzw. auch Hochparkett) mit Treppen die hinter dem Parkett nach unten führten. Treppen im Kino waren damals aus baupolizeilichen Gründen sonst unüblich. Die Leuchten an der Wand wirkten eher geschmacklos. Bemerkenswert war auch die anglo-amerikanische Anordnung der Sitzreihen in 3 Blöcken - durchaus eine Errungenschaft, so daß man beim Zuspätkommen nicht zuviel Zuschauer zum Aufstehen nötigt. Wie groß die Leinwand war, konnte man aus den Fotos nicht beurteilen. Das winzige Bild eines Grundrisses bei Sylvaine Hensel deutet auf eine sehr große, aber nicht stark durchbogene Leinwand hin. Ich habe das Kino auch nicht mehr erlebt. Als ich das erste Mal 1979 in Berlin war, war das Kino schon abgerissen, da stand damals das häßliche Ku'damm-Eck, ein Hochhaus im Billigstil der 70er mit Kneipen, Schuhschachtelkinos und Panoptikum, das mittlerweile auch schon wieder abgerissen ist! SAM hat es weiter oben beschrieben: Mehrere Kinos, die wir heute mit 7omm und Todd-AO assoziieren, haben in den späten 50er Jahren in den Kinoadreßbüchern nur Angaben wie 4-Kanal-Magnetton. Da stellt sich die Frage, wieviel 70mm-Kopien anfangs überhaupt in Deutschland kursierten? Selbst nach England kam 70mm sehr spät, lange Jahre nach Cinerama, CinemaScope, VistaVision und Cinestage.
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Matte Shots - Golden Era special fix
albertk antwortete auf Ultra Panavision 70's Thema in Nostalgie
Dokumentation über Matte Painter Albert Whitlock in 5 Teilen auf Deutsch: Dokumentation über Peter Ellenshaw, der unter anderem an MARY POPPINS und DARBY O'GILL arbeitete:
