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albertk

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Alle erstellten Inhalte von albertk

  1. wie heißt es bei karl valentin: es ist schon längst alles gesagt, aber nicht von allen... danke an alle beteiligten! das 5. todd-ao-festival war wieder eine gelungene veranstaltung. es schien zuzutreffen, was h. born schon das letztemal sagte: von mal zu mal kommen mehr besucher. auch eher ausgefallene programmpunkte schienen besser besucht als in den vorjahren. daher wohl der spruch: "die familie wächst" & dann sind manchmal nicht genug tomaten da... im gegensatz zur berlinale dominierten vintage-kopien und deutsche fassungen. dennoch kamen gäste u.a. aus england, frankreich und holland. die akustik in der schauburg fand ich diesmal besser, vor allem auch bei den ouvertüren. meine persönlichen highlights: IN HARMS WAY: ein 70mm-blowup eines schwarz-weiß-films in panavision von preminger, aber ein exzellentes fast grelles schwarzweiß und eine bildgestaltung, die ich hervorragend fand. FAUBOURG 36: untypisch für 70mm-blowups und in den totalen (pariser dächerlandschaft) wenig scharf, aber vom stoff her eine jener leichten kleinen frz. filme. vergleichbar mit SOUS LE TOITS DE PARIS. es gehört schon eine gehörige portion mut dazu, einen film zu machen, der einen soundtrack hat, der klingt wie chansons aus den 30er jahren - vergleichbar mit trenet oder piaf. SOLOMON AND SHEBA. leider voller schwächen (pappkulissen, dialoge & ham-acting) & stark gefadet - aber exzellent in SUPER TECHNIRAMA 70 fotografiert von freddie young! und FUNNY GIRL war ein gelungener abschluß als musical-komödie - in vielfacher hinsicht origineller als HELLO, DOLLY! FLYING CLIPPER gewann beim zweiten sehen wenig. FALL OF THE ROMAN EMPIRE fand ich schwer durchzusitzen, weil schleppend, spannungslos, dialoglastig und voll dräuender musik. THAT'S ENTERTAINMENT fand ich als 70mm-blowup wenig gelungen. 1974 scheint man sich wenig mühe gemacht zu haben, die vielen filmausschnitte mit guter qualität zu kopieren. dieser film macht aber nach wie vor großen spaß wegen der vielen gelungenen musicalszenen. aber was sollen solche häppchen? ich wünsche mir lieber die richtigen 12-gänge-menüs. nämlich die ganzen filme! eigentlich ist eine solche kompilation eher ein ansporn für kommende filmreihen. julie andrews, cyd charisse, barbara streisand, fred astaire oder gene kelly gehören nicht auf kleine silberscheiben sondern auf die große leinwand.
  2. ich hab das programm für das todd-aofestival in karlsruhe erst vor einigen tagen entdeckt und mir dann gleich eine übernachtung organisiert. gespannt bin ich vor allem auf premingers IN HARMS WAY, den nagelneuen FAUBOURG 36 (lief leider nur kurz hier) und kurosawas UZALA DER KIRGISE in SOVSCOPE 70. FUNNY GIRL sah ich vor einigen jahren in bradford, da hatten sie ihn auf montag früh terminiert, also gegen ende des widescreen-festivals programmiert, als viele längst abgereist waren. FUNNY GIRL sah auch als PANAVISION-70mm-Blowup visuell beeindruckend aus (kamera: harry stradling sr.), mit einem wunderbaren set und amüsanten dialogen. dieser film kam erst auf auf leinwand, englisch, in 70mm und mit 6-kanal-magnetton überhaupt voll zur geltung. auf video hatte ich ihn früher unterschätzt. hier haben wir einen der raren glücksfälle, wo ein broadway musical mit originaldarstellerin unter beibehaltung von stoff und originalsongs (und einigen songs der fannie brice) gelungen umgesetzt wurde. barbara streisand, jule stynes jazzige songs und 70mm - sollte man sich nicht entgehen lassen. hier gibt es übrigens eine webseite, die bühnenstück und verfilmung vergleicht: http://barbra-archives.com/live/60s/funny_girl_broadway_3.html und ein anderes highlight ist natürlich die neue kopie von FLYING CLIPPER dem ersten deutschen 70mm-film - in MCS-70 gedreht. durchaus mit cinerama-produktionen vergleichbar, optisch gestochen scharf wie Todd-AO und amüsant und unterhaltsam - was reisefilme leider sonst selten sind. - und natürlich auch eine zeitreise in das italien-und-mittelmeerfieber der 60er. das programm ist schon auf der webseite in70mm einzusehen. wird es gäste geben? kurzfilme? ab wann kann man tickets reservieren?
  3. kleiner nachtrag: es gibt noch mehr alte kinos am 13.9. zu besichtigen: berlin-weißensee delphi chemnitz metropol hagen metropolis vgl. webseite wie oben.
  4. die camera faßte nur 564 besucher. sie steht übrigens nicht leer sondern wurde komplett "entkernt" und umgebaut. das heißt nur noch die äußere hülle erinnert an den früheren kinobau, drinnen befindet sich u.a. ein architektenbüro. als kino ist es dadurch wohl für immer verloren, es sei, man plante einen total-rückbau. eine initiative namens "schöne neue welt" machte dort einige filmreihen, während der saal sonst lange jahre als hörsaal benutzt wurde. hier hat die frankfurter universitätsleitung über jahre hinweg die chance vertan einen eigenen typischen alten kinosaal als kino zu betreiben. an anderer stelle wurden dann hörsäle und versammlungsräume mehrfach für filmzwecke umgebaut. allein das institut für filmwissenschaft hatte meines wissens nacheinander 4 verschiedene domizile - natürlich immer mit vorführmöglichkeiten.
  5. am sonntag 13.9.2009 ist der tag des offenen denkmals - auch in hessen: http://www.tag-des-offenen-denkmals.de/laender/he/ u.a. kann man in wiesbaden das CALIGARI und in kassel das GLORIA besichtigen. kinos sind bei solchen veranstaltungsreihen bisher eher die ausnahme. öfter konnte man auch unter führung von fachkundigen, architekten etc. veranstaltungssäle, hallen und theater besichtigen. eintritt ist in der regel frei, manchmal muß man sich voranmelden.
  6. hier fand ich schon mal einiges über kinos in kiew: http://www.kiev.info/entertainment/cinemas.htm für sowas sind wahrscheinlich filmbibliotheken besser.
  7. schön, daß es doch noch einen tashlin-film in der vista-vision-reihe gibt! bin auch gespannt auf die beiden perspecta-kopien. folgt man martin hart im american widescreen museum, gabs das nur wenige jahre (54-57), aber laut kinohandbüchern muß es hierzulande in den 50ern parallel zum siegeszug von cinemascope-installationen sehr verbreitet gewesen sein. zu HIGH SOCIETY und seinen eingängigen cole-porter-songs gibt es hier einen kenntnisreichen deutschen artikel: http://www.the-main-event.de/songindex/welldidyouevah.html
  8. danke für den preis! das wochenende habe ich glücklicherweise frei. zu vistavision könnte man mehrere reihen machen! VISTAVISION war das format der firmen paramount in den usa und der britischen firma rank von 1954-1959. vistavision lief wohl nur in den anfangsjahren in ganz wenigen fällen mit 35mm-horizontalprojektion. ausgehend von der großen bildfläche muß das grandios ausgesehen haben. das negativ ist ja nur rund 10% kleiner als todd-ao, berücksichtigt man die abkaschierung im verhältnis 1:2 oder 1:1,85 ist das bild immerhin noch mehr als doppelt so groß als das normalformat. das große negativ ermöglichte auch eine verbesserten bildqualität der 35mm-kopien - was man heute von 1,85 und super-35 nicht sagen kann. es gab sogar einige schwarzweißfilme, die ebenfalls gestochen scharf sind. die geringere breite gegenüber scope und anderen breitformaten hatte den beabsichtigten vorzug, daß man die bisherigen kinos nicht umbauen mußte, wie dies für cinerama, cinemascope und todd-ao geschah. die kinos bekamen bei diesen breitformaten teilweise neue leinwände vor den bisherigen bzw. vor der bühne, wodurch auch ein teil der sitze verlorenging. horizontalprojektion bei vistavision ist eine rarität aus den anfangsjahren des systems. ich weiß eigentlich nur wenige beispiele u.a. daß WHITE CHRISTMAS, der erste film dieses verfahrens, in new york in der radio city music hall so gezeigt wurde. in london lief STRATEGIC AIR COMMAND im plaza und BATTLE OF THE RIVER PLATE im odeon leicester square mit horizontalprojektion. und dann gibt es noch den kurzfilm WILLIAMSBURG: A STORY OF PATRIOT, der in einem us-amerikanischen museum gezeigt wird. auf dem wide-screen-festival in bradford zeigte man 2004 auch einige vistavision-filme, leider nur im üblichen abgekaschten 35mm-format. das museum besitzt einen vistavision-projektor, der allerdings nicht zum einsatz kam. zudem hätte man ja auch kopien für horizontal-projektion haben müssen. vielleicht findet sich einmal etwas in den studios. schließlich wurde vistavision auch noch lange jahre für rückprojektionen und special effects genutzt. preston sturges schrieb: da es rund 120 filme in vistavision gab, kombiniere ich mal: alfred hitchcock: VERTIGO (die 70mm-kopie wurde ja schon angekündigt) weitere filme von hitchcock in vistavision: TO CATCH A THIEF, NORTH BY NORTHWEST, THE TROUBLE WITH HARRY, THE MAN WHO KNEW TOO MUCH frank tashlin + jerry lewis: ARTISTS AND MODELS (wohl der wahrscheinlichste) HOLLYWOOD OR BUST, ROCKABYE BABY, THE GEISHA-BOY cecil b. de mille: THE TEN COMMANDEMENTS, THE BUCCANEER john sturges: GUNFIGHT AT THE O.K. CORRAL, THE LAST TRAIN FROM GUN HILL und das musical ist wohl: DIE OBEREN ZEHNTAUSEND/HIGH SOCIETY schließlich wäre grace kelly dieses jahr 80 geworden & bekäme mit TO CATCH A THIEF gleich zwei filme auf diesem festival.
  9. es handelt sich um eine kombination von 3-farben-technicolor und 3-d-aufnahmen. war mir auch neu, aber das hat es tatsächlich auch einmal gegeben. da kommen zwei paramount-filme von 1953 in frage: MONEY FROM HOME und FLIGHT TO TANGIER
  10. am sonntag den 19. ist im frankfurter filmmuseum die eröffnung der (kleinen) galerieaustellung zum tierfilmer bernhard grzimek: http://www.deutschesfilmmuseum.de/pre/ft2.php?id=body&img=3img2&main=grzimek_ausstellung&ass=ass_ausstellung
  11. ostermontag lief FLYING CLIPPER – TRAUMREISE UNTER WEISSEN SEGELN in frankfurt im kino im filmmuseum. trotz sengendheißem wetter kamen rund 30 besucher, das ist aber bei dokumentarfilmen leider oft so. hinzu kam, daß montag eigentlich spielfreier tag ist, der film außerhalb der 70mm-reihe lief & wenig beworben wurde. gezeigt wurde eine neugezogene, dritte kopie. (das bundesarchiv verweist übrigens u.a. auch auf diese webseite!) ich war überrascht, wie gelungen dieser film war! ich hatte den film bei der 70mm-reihe vor über 10 jahren verpaßt, damals lief wohl eine gefadete sammlerkopie. FLYING CLIPPER ist das deutsche pendant zu THIS IS CINERAMA & WINDJAMMER! solche reisefilme/travelogues haben natürlich alle eine gewisse patina. manchmal kommen sie einem vor, als blättere man in einer alten illustrierten, wobei man immer neue phänomene & kuriositäten der damaligen zeit entdeckt. FLYING CLIPPER ist visuell sehr stark. gefallen haben mir vor allem die flugaufnahmen, die durchgängig gestochen scharf waren. nach den stürmischen seeaufnahmen hätte ich in der pause am liebsten einen rum bestellt... ein höhepunkt waren für mich auch die flüge über die eigenartigen spitzen steinformationen in der türkei. & wenn die kamera den sarkophag von tut-ench-amun abfährt, hat das einen look wie TODD-AO! weniger gefallen hat mir der fast durchgängige kommentar & die auch etwas dünn klingenden überflüssigen dialoge. man kann aber von reisefilmen nicht erwarten, daß sie wirken wie aus einem guß. außerdem handelt es sich bei FLYING CLIPPER ja auch um einen testfilm für das neue 70mm-system MCS. von den deutschen MCS-70-filmen scheint mir FLYING CLIPPER - TRAUMREISE UNTER WEISSEN SEGELN der gelungenste. überwältigend fand ich diesmal auch den vollen klang, wie ich ihn in diesem kino noch nie erlebt habe. die ouvertüre kam mir etwas schrill vor, aber sonst klingt die musik von riz ortolani sehr eingängig. eigenartig fand ich allerdings, die aufnahmen der spanischen semana santa mit einem schlager einer mir unbekannten dame namens katyna ranieri zu unterlegen. was wohl der katholische filmbeobachter damals dazu schrieb? einziger mangel: die neugezogene kopie hatte an drei oder vier stellen eigenartige blitze, bei denen eine kleine schwarze stelle im filmbild kurz rot zu sehen war. kurz: sehr unterhaltsam, spannend & amüsant! ich hoffe, daß ich FLYING CLIPPER im herbst noch einmal in karlsruhe sehen kann. P.S.: mein sitznachbar, der einst selbst zur see fuhr, war übrigens noch begeisterter & ist auf der suche nach der langspielplatte zum film. zu WINDJAMMER gabs LPs & sogar singles. gab es eine zu FLYING CLIPPER?
  12. von BEN-HUR (1959) wäre eine restaurierung dringend nötig! scheinbar ist hier aber die rechtefrage unklar. andere filme im gleichen format (1:2,76) wie KHARTOUM oder IT'S A MAD MAD MAD MAD WORLD waren in bradford und karlsruhe in neuen 70mm-kopien zu sehen. aber der eigentliche klassiker & erste film dieses superbreiten formats liegt eigentlich nur in gefadeten 70mm-kopien vor, oder man muß ihn beschnitten oder in 35mm-Scope-Kopien sehen - was ich für einen eindeutigen verlust der bildkompositionen halte. in frankfurt hatten wir wenigstens eine 70mm und 6-kanal-magnettonfassung auf englisch. BEN-HUR von 1959 auf silberscheibe oder im fernsehen zu sehen ist so beeindruckend, als wollte man cinerama-filme auf dem heimischen fernsehschirm sehen. es behauptet ja auch keiner, der einen bildband über einen maler besitzt, er habe die bilder tatsächlich wie in einer galerie vor sich gesehen. als LAWRENCE OF ARABIA in den 90ern hier eine woche lang im kino zu sehen war, war das für frankfurter filmfans eine kleine sensation. viele hatten diesen film überhaupt noch nie in 70mm und nicht rotstichig sehen können; umso besser, als dann eine untertitelte fassung lief. schade, daß andere restaurierungen von klassikern wie MY FAIR LADY erst gar nicht hierherkamen. es gibt durchaus ein interessiertes publikum an 70mm-präsentationen, das man aber andernorts mit visuell mäßigen und inhaltlich infantilen IMAX-kulturfilmen eher vergrault hat. einerseits wettert die filmwirtschaft gegen vermeintliche piraten in den zuschauerräumen, umgekehrt produziert sie häufig genug filme, die schon auf der leinwand aussehen wie mit dem handy gefilmt! remakes alter klassiker sollten eigentlich gesetzlich unterbunden werden. plagiate werden an anderer stelle schließlich sogar bestraft. ein anderes beispiel: gegen die colorisierung von alten schwarzweißfilmen gab es eine deutliche weltweite oppostion namhafter filmkünstler. mehr noch könnte eine neuverwertung alter filmklassiker gesetzlich daran gebunden werden, daß die alten klassiker erhalten, gut konserviert, restauriert und natürlich auch gezeigt werden. interessant in diesem zusammenhang fand ich die programmgestaltung des londoner "national filmtheatre" (NFT) am südufer der themse: dort zeigt man zwar öfter auch solche remakes, veranstaltet dann aber auch filmreihen mit den alten parallel dazu, so daß man sich über die verschiedenen fassungen orientieren kann.
  13. bisher gab es wohl keinen thread zu aktuellen ausstellungen. es gibt oft ausstellungen zu filmthemen u.ä., die sicher auch hier manchen interessieren, aber von denen man oft auch nur erfährt, wenn man ständig die feuilletons der tageszeitungen liest. gestern wurde in wiesbaden das neue filmhaus eröffnet, übrigens auch mit kino. dort läuft bis 31.5. die ausstellung "Schätze deutscher Filmgeschichte" - übrigens eintritt frei. http://www.murnau-stiftung.de/pdf/kino/ausstellungapril2009.pdf interessant fand ich auch eine notiz heute in der frankfurter rundschau. das hiesige museum für kommunikation (früher postmuseum), das auch öfter ausstellungen zu medien-themen zeigt, veranstaltet eine daniel-düsentrieb-ausstellung unter dem motto "dem ingenör ist nichts zu schwör". hier die notiz aus der fr: http://www.fr-online.de/top_news/1707069_Frankfurt-Kreatives-aus-Entenhausen.html
  14. samstag mittag sah ich zwei junge frauen mit sportwägelchen auf dem weg zu einer kinokasse eines hiesigen kinocenters. man kann den kleinen nicht früh genug kultur nahebringen. aber kleinkinder - deutlich unter 5 jahren - in einem kino? das heißt doch eigentlich nur plärrerei. ich suchte schnell das weite. kraß finde ich auch immer wieder: erwachsene mit kindern in filmen in originalfassung, die den kleinen dann jeden satz und überhaupt das ganze geschehen auf der leinwand erklären. wenn man sich über diese rücksichtslosigkeit beschwert, wird immer das arme kind, das kein englisch kann, als vorwand für die dauerquasselei benutzt. meistens handelt es sich nämlich nicht um ein paar spontane ausrufe sondern um leute, die denken das kino sei ihr wohnzimmer. diesen zeitgenossen ist einfach nicht klarzumachen, daß sie sich in einem kinosaal befinden und damit alle anderen zuschauer stören. dadurch daß man heute über 40 oder mehr kanäle verfügt, scheint alles x-beliebiges dauerrauschen, das man ignoriert wie flug- oder straßenlärm. da halte ich es doch eher mit der amerikanischen musical-darstellerin ethel merman. von ihr gibt es eine anekdote, wie sie mit einem gröhlenden angetrunkenen zuschauer umging: nachdem er sie mit häufigen zwischenrufen unterbrach, stieg sie mitten im einem lied von der bühne, schmiß ihn mit eigenen händen raus und sang dann ungerührt weiter.
  15. das cineplex ARCADIA in melzo in der nähe von mailand war mir bisher auch neu. folgt man dem italienischen text, haben die 5 säle. 4 säle mit je 220 plätzen und vergleichsweise großen leinwänden, der größte, genannt ENERGIA mit über 600 plätzen, hat eine leinwand von 30 x 16,5m, kann 70mm zeigen - und zwar das übliche 5-perforationsverfahren und sogar 8-perforationsverfahren, eine kleinere variante von imax. auf dem programm ab 2. mai sind: BEN HUR, BARAKA, CLEOPATRA, HELLO, DOLLY! KHARTOUM, PATTON, THE SOUND OF MUSIC, 2001: A SPACE ODYSSEY, WEST SIDE STORY.
  16. vielen dank für diesen virtuellen gedenkstein! gedenkstein ist eigentlich nicht so recht das treffende wort, es ist eher ein beispiel für kinogeschichte, die bisher auch in büchern weitgehend vernachlässigt wurde. da hat sich jemand anhand eines lokalen 70mm-kinos mal richtig mühe gegeben, die geschichte dieses filmtheaters zu verfolgen. schön wären auch mehr fotos des kinos, des gebäudes, grundrisse, foyers gewesen.
  17. sorry, dublette!
  18. welche TEN COMMANDEMENTS meinst du denn? die kinofilme von 1923, 1956 oder den von 2007? da hättest du schon vor zwei jahren austreten müssen... titanicfilme gibts ohnehin en masse. BEN-HUR war zuerst roman, dann erfolgreiches bühnenstück & sicher ein spektakel. in london gibt es ein theater, das coliseum, um 1910 erbaut, da findet man über den seitenlogen streitwägen, eindeutige verweise auf das damals populäre stück. schon 1907 gab es den ersten film. die filme von 1959 und 1925 finde ich beide beeindruckend. den 1925er sah ich allerdings nur einmal mit der live musik von carl davis vor rund 20 jahren. einige szenen waren in zwei-farben-technicolor, was ich damals trotz aller beschränkungen beeindruckend fand. szenen aus dem ersten von 1907 findet man auch auf youtube, allerdings in gewohnt schauerlicher qualität. einen zeichentrickfilm gleichen titels gibt es auch noch und jetzt ein remake - das brauchen wir so nötig wie eichingers künftiges remake an der isar. bei manchen theaterstücken sitzen die witwen und erben auf den rechten, daß man diese nie zu sehen kriegt, während es von manchen stoffen als film alle 10-20 jahre ein remake gibt.
  19. ich weiß gar nicht, was die stänkerei hier soll? aus gut unterrichteten kreisen verlautet, daß bernd eichinger auch schon interesse angemeldet hat für eine wiederverfilmung in der reihe hollywood klassiker. das wäre dann das 5. remake, nun aber mit deutschen fernseh- und fördermitteln im format 16:9. natürlich muß die handlung dann in die gegenwart verlegt werden und wird in münchen spielen. ben, eigentlich benjamin und sein sandkastenfreund mehmet begnenen sich nach jahren in einer werbeagentur wieder. schließlich geraten sie über einen werbespot aneinander, verfeinden sich und fahren gegeneinander ein spektakuläres autorennen nachts durch den englischen garten. wie einer den anderen aus den reißenden fluten der isar rettet, soll hier noch nicht verraten werden. till schweiger und ben becker sind für die hauptrollen im gespräch, die regie wird wahrscheinlich joseph vilsmaier übernehmen.
  20. kraß fand ich heute ein kinoprogramm meiner heimatstadt, in denen verschiedene kinos für überlänge kassieren, die nicht mal 2 1/2 stunden sind. so gehen HILDE (137 minuten) und MILK (128 minuten) als überlänge durch. die anfangszeiten sind aber teilweise die übliche zweieinhalbstundenstaffelung. d.h. es entstehen eigentlich keine verluste durch weniger vorführungen. wenn man natürlich eine dreiviertelstunde werbung zeigt und noch eine verkaufspause einschiebt, kommt man auf längen wie dr. schiwago. glücklicherweise zeigen nicht mehr alle soviel werbung. der dickste klops war aber ein hiesiges kino vor einigen jahren, das für vorprogramm und film, die rund zweieinviertel stunden zusammen dauerten, einen überlängezuschlag kassierte. nachher stellte sich heraus, daß der film laut fsk nicht mal zwei stunden dauerte.
  21. 6 tage todd-ao in frankfurt! hier folgt die fortsetzung meines obigen beitrags zur 70mm-reihe im frankfurter filmmuseum. II. ZUM KURZFILMPROGRAMM das gewachsene interesse an 70mm-filmen zeigte sich bereits bei dem relativ gut besuchten KURZFILMPROGRAMM – mit rund 50 besuchern. in bradford kommen bei solchen veranstaltungen sonntags früh oft auch nur 100 besucher. zu anfang gab es eine kurze einführung von christian appelt über die diversen breitwandformate bis hin zu todd-ao. häufig wird vergessen: 70mm ist nicht nur ein dreimal so großes filmbild, sondern auch 6-kanal-stereo-magnetton. uns scheint stereo heute selbstverständlich, aber stereoplatten & magnettonbänder waren in den 50ern eine neuheit. ursprünglich war für todd-ao eine bildgeschwindigkeit von 30 bildern pro sekunde gedacht. wie blendend todd-ao mit 30 bildern pro sekunde aussehen konnte zeigte der erste kurzfilm THE MIRACLE OF TODD-AO. 1955 gedreht, war er ein demonstrationsfilm für das damals neue 70mm-system & lief im vorprogramm zu OKLAHOMA – & auch 1956 auf der photokina in köln. dieser kurzfilm zeigt alles, was einen damaligen travelogue (englisch für reisefilm) ausmacht. die frühen 3-streifen-filme im cinerama-verfahren (z.b. THIS IS CINERAMA & CINERAMA HOLIDAY) zeigen ähnliche aufnahmen: rasante achterbahnfahrten, flüge, skifahrten. der bleibende eindruck ist das gestochen scharfe bild, trotz aller bewegungen. beeindruckend fand ich vor allem die schnelle motorradfahrt durch san francisco, serpentinenartigen straßen folgend, frei von geholper, nirgendwo veschwimmen hintergründe. zu sehen war eine neue farblich gutaussehende kopie mit DTS-ton. ich hatte eigentlich gar nicht damit gerechnet, diesen film hier sehen zu können. daß 30 bilder pro sekunde auch auf einem bauer-projektor möglich ist, haben wir emsigen technikern zu verdanken. danach lief SHELLARAMA von 1965, ein dynamischer mißreißender werbefilm der shell company, von der gewinnung des öls bis hin zu autofahrten quer über die kontinente. trotz starkem fading zeigte auch diese kopie die stärke & schärfe des technirama-verfahrens (mit fast ähnlich großem negativ-bild). daß auch neue 70mm-filme beeindrucken können, zeigte morten skalleruds ÅRET GJENNOM BØRFJORD/A YEAR ALONG THE ABANDONED ROAD – gedreht in super panavision 70. ein kurzer prägnanter film der in einzelbildschaltung innerhalb eines jahres gedreht wurde. die kamera fährt über eine verlassene straße eines norwegischen sees & zeigt die einzelstufen des arktischen jahres, eine einfache idee, konsequent umgesetzt & gestochen scharf. der gelungenste kurzfilm in 70mm ist für mich aber immer noch SKY OVER HOLLAND/CIELS DE HOLLANDE (gedreht in MCS-70). dies ist ein werbefilm für die niederlande, 1967 für den niederländischen pavillion auf der weltausstellung in montreal produziert. (nebenbei: filmtechnik auf weltausstellungen, auch das wäre einmal ein thema! schon früh gab es mehrfachprojektionen in paris, 1926 wurde in philadelphia der tonfilm vorgestellt, 1939 sollte in new york vitarama laufen (nicht realisiert), 1958 liefen in brüssel cinerama & auch das sowjetische kinopanorama, 1964 lief in new york farbfernsehen & 1970 lief in osaka ein vorläufer von imax.) folgt man den aussagen des kamera-assistenten dieter gaebler dauerten die dreharbeiten an diesem 22-minuten-film über ein jahr. die kamera ist ständig in bewegung, zeigt flüge, fährt & gleitet über wasser & eis. übliche sehenswürdigkeiten wie grachten & windmühlen werden kurz & unaufdringlich abgefahren. auf beispiele niederländischer malerei folgen wieder rasante aufnahmen originaler landschaften. hätte je ein imax-film so ausgesehen! völlig ungewöhnlich wirkt LE MARIAGE DE FANNY, ein experimentalfilm, der aufnahmen in 70mm mit grobkörnigerem material mischt. die aufnahmen der in 70mm gedrehten steilküste wirken großartig. aber ich frage mich, ob der lyrische ton der texte von marguerite duras dem grauen angemessen sind, das sie beschreiben. danach lief noch TOUR EIFFEL. paris strotzt vor fotogenen motiven, erst recht der eiffelturm, aber die reize dieses films blieben mir auch nach mehrfachem sehen verborgen. III. LANGFILME die krönung des freitgsabends war freilich LAWRENCE OF ARABIA, gedreht in super panavision 70, eine farblich gut erhaltene sammler-kopie der katz-harris-restaurierung. die filme von david lean mit dem kameramann freddie young sind exzellente beispiele für tiefenscharfe fotografie & bildkomposition. das gilt nicht nur für die herrlichen wüstenlandschaften sondern auch gerade für details. in LAWRENCE ARABIA sieht es selbst noch gelungen aus, wenn sich lawrence einfach nur in den sand zwischen ein paar silberne zweige legt – denn da stimmen schärfe, bildkomposition & ausstattung. in LAWRENCE OF ARABIA findet sich übrigens nicht jene den kriegsfilmen sonst so eigene zynische logik, daß immer opfer gebracht werden müssen, neudeutsch: unvermeidbare kollateralschäden. man denke nur an jene szene in der wüste, wenn lawrence "nothing is written" ruft & einen von der karawane zurückgelassenen erschöpften aus der wüste holt. samstag lief das zweite highlight der reihe, nämlich die WEST SIDE STORY. diesen film hatte ich bisher immer nur in schlechten 35mm-fassungen auf deutsch zu sehen bekommen. überhabt sah ich die meisten in 70mm gedrehten filme zuerst ab den 80er jahren, fast immer in 35mm, rotstichig, verkratzt & um szenen & musikteile gekürzt. 70mm war hier längst eine rare ausnahme! nun kam eine farblich exzellente magnettonkopie in super panavision 70 zum einsatz. wenn kritiker bei der uraufführung etwas von operette schrieben, frage ich mich, was die damals gesehen haben? der film spielt nicht nur auf den straßen von new york, er ist auch dort gedreht & die kamera folgt rasanten ballettänzern. bernsteins musik klang in seinen frühen musicals noch wie später gershwin, nun aber kommt erst richtig schwung mit mambo, cha-cha, jive & cool-jazz. hier offenbarte sich die bisher immer noch unschlagbare qualität der magnettonkopie. gelungen finde ich auch die farbdramaturgie, die bewußt schrill gehalten ist, leitmotiven vergleichbar, man denke nur an das grelle rot. wer denkt da nicht an das rot der jacke von james dean in REBEL WITHOUT CAUSE oder die erotische tanzszene von cyd charisse & gene kelly in SINGIN' IN THE RAIN. 2001 – A SPACE ODYSSEY war am samstag abend ausverkauft. damit war zu rechnen, denn dieser filme hat seine spezielle fan-gemeinde. jenseits davon schätze ich an diesem film, daß er wirkt, als habe kubrick günter anders' antiquiertheit des menschen gelesen. nicht der mensch bedient sich der technik, sondern die technik bedient sich der menschen. menschen kommunizieren fast nur noch mit apparaten untereinander, bzw. später nur noch mit dem computer. & wenn dieser dringend abgeschaltet werden muß, weil skrupellos, empfiehlt er den menschen eine beruhigungspille. warum da zwischendurch der donauwalzer erklingen muß, habe ich allerdings nie verstanden. manche fans fanden das immer absolut passend, andere bewußt total dagegengesetzt. sonntag lief als matinee BEN-HUR. leider scheint bei diesem film kein interesse an einer restaurierung zu bestehen. gemessen daran, daß man den film fast immer nur rotstichig zu sehen bekommt, war die kopie gut. allerdings war sie in einigen dunklen szenen eindeutig zu dunkel, gesichter verschwammen ins graugrüne, einmal versank sogar ein dorf mit weißen hütten in solche farbtöne. die gezeigte rare kopie war im format 1:2,21. ursprünglich wurde BEN-HUR im verfahren MGM-CAMERA 65 gedreht, das entspricht einem seitenverhältnis 1:2,76, das viele kinos gar nicht zeigen konnten. so breit wurde der film aber letztes jahr, wenn auch stark gefadet, in karlsruhe gezeigt. mein eindruck: die bildkompositionen kommen nur in dem überbreiten format zur geltung. die vorliegende kopie schnitt aber an beiden seiten jeweils 10% ab. so ist beispielsweise der große streit zwischen messala & ben-hur so inszeniert, daß beide sich immer mehr räumlich voneinander entfernen. wenn aber darsteller am rand einfach verschwinden, wie mehrfach erlebt, beraubt man den film um einer seiner stärken. (übrigens sollte man es nicht machen wie ein bekannter, der vor jahren das kino während der pause verließ. später wunderte er sich immer wieder über das gerede von einem wagenrennen...) die vorliegende magnettonfassung wies mich auch auf effekte der tonkanäle hin, die ich bisher überhört hatte z.b. das leise rasseln der ketten der gefangen, lange vor der galeerenszene – oder der plätschernde brunnen in ben-hurs palast. interessant ist auch der umgang der musikalischen leitmotive. beispielsweise wird der darsteller des jesus im film nie von vorn gezeigt, oft ist er auch gar nicht im bild oder nur angeschnitten oder im hintergrund. aber das musikalische leitmotiv verweist auf ihn, so auch wenn er dem gefangenen ben-hur eine kelle wasser reicht. das unwetter am ende, obwohl im studio gedreht, wirkt immer noch durchdringend, vor allem wegen seines gewaltigen donnergrollen auf der tonspur, auch hier ein beispiel für die stärke des 6-kanal-magnettons. wie oben schon erwähnt, mußte die vorführung von FLYING CLIPPER leider ausfallen. statt dessen lief BARAKA – übrigens die beste neue kopie des festivals. statt exotismen aus x-verschiedenen ländern aneinanderzureihen, hätte ich es interessanter gefunden, wenn jemand die zahllosen exotismen vor der eigenen haustür zeigte – aber da wären wir wahrscheinlich bei filmen wie tati sie drehte. CHEYENNE AUTUMN lief leicht gefadet, aber immer noch deutlich die güte von super panavision 70m beweisend. was ich diemal besonders genoß war die musik von alex north, die stark auf percussion setzt, für das genre ungewöhnlich aber durchaus passend. die vierstündige restaurierte & ein wenig grobkörnige todd-ao-kopie von CLEOPATRA lief an zwei abenden. ich sah sie mir gleich zweimal an, um ihre vorzüge & meine einwände zu überprüfen. was mich früher an CLEOPATRA begeisterte war die opulente ausstattung. da wurde an nichts gespart, aber leider am einheitlichen konzept. die stile wirken extrem uneinheitlich & schließen einander aus. zum einen haben wir traditionelle paläste, allerdings üppiger als bei anderen monumentalfilmen. dann gibt es stilisierte räume, z.b. cleopatras palast, gebaut & abgefilmt wie eine bühne. noch stilisierter ist cleopatras schlafzimmer, bestehend aus dünnen ornamentlosen vorhängen. details stimmen ohnhin nicht: während cäsars ermordung sieht man laub (das war im märz!) & die römische malerei weist perspektiven auf, die wir erst viel später kennen. ursprünglich hatte man von CLEOPATRA eine 6-stunden-fassung – in zwei teilen – geplant. leider ist der film trotz aller schauwerte zu theatralisch & auch in der vorliegenden fassung schleppend. gelungen scheint mir vor allem der erste teil, im zusammenspiel von elizabeth taylor & rex harisson knistert, funkt & donnert es einfach mehr. ein weiteres highlight der 70mm-filmreihe war PLAY TIME, einer meiner lieblingsfilme. ich hätte nicht gedacht, daß er ausverkauft sein könnte. es gibt kaum einen anderen film, wo man immer wieder etwas neues entdeckt. der film kann nebenwirkungen haben: wenn man aus PLAY TIME kommt, findet man draußen lauter fortsetzungen des films vor. diesen film sollte man allerdings weder auf silberscheibe noch in 35mm sehen. die vielen details kommen erst richtig in 70mm & stereoton auf einer leinwand zur geltung. PLAY TIME ist vielleicht neben 2001 einer der wenigen filme, die originell mit mit product placement umgehen. die reklametafeln & demonstrativ plazierten produkte wirken heute ähnlich kurios wie die vielen running gags. außerdem verwendet tati auch fiktive werbung, die sich von der tatsächlichen kaum unterscheidet. beispielsweise preist eine französische stimme im radio ein produkt namens "quick cleaner" & betont das englische falsch. das wirkt einerseits doppelt komisch, wegen der gestelzten aussprache & dem dümmlichen anglizismus, zieht aber überhaupt solche werbung ins lächerlich. nach der literatur hat es dieses produkt übrigens wirklich gegeben! tati brauchte das geld übrigens dringend, & spätestens nach PLAY TIME war er völlig verschuldet & konnte danach nie wieder aus eigenen mitteln filme drehen. mittlerweile ist tati ein klassiker geworden. in einigen monaten wird die cinematheque française in paris eine tati-ausstellung veranstalten, angereichert durch zahllose events, u.a. ist sogar ein nachbau der villa arpel aus "mon oncle" zu sehen. ich sah PLAY TIME schon mit rotstich, auf vhs, dvd, in 35 & 70mm, in kleinen & großen kinos, einmal sogar open-air auf der terrasse des niederländischen filmmuseums im vondelpark. irgendwie hätte ich mir die farben noch etwas greller gewünscht & so sind sie auch in standfotos & auf vhs – aber nicht in der gezeigten 70mm-kopie. beispielhaft ist der durchgängig metallischglänzende bodenbelag – heute die modefarbe des designerkitsches. dazu hatte sich tati in interviews geäußert, der sei zwar recht teuer, aber sophia loren hätte auch nicht mehr verlangt... ungereimtheiten gibt es auch angesichts der länge des films. als ich letztes jahr mit dem restaurator faillot sprach, sagte er, tati hätte die längere uraufführungs-fassung nicht gemocht. ich kannte das eigentlich bisher – aus verschiedenen quellen anders: da PLAY TIME anfangs kein erfolg war, kürzte tati ihn auf rund zweit stunden. so ist es beispielsweise auch bei david bellos nachzulesen, empfehlenswerter als andere tati-bücher, detailreich & gut recherchiert: David Bellos: Jacques Tati. His Life and Art. The Harvill Press, London, 1999. IV. FAZIT selten sah ich das kino im deutschen filmmuseum so voller interessierter besucher. daß 70mm mehr ist als ein breiteres & lauteres format wurde hier deutlich vor augen geführt – formatgerecht & mit ouvertüren, zwischen- & schlußmusiken. man scheint sogar – trotz allem streß – an neue veranstaltungen in 70mm zu denken. vielleicht steckt todd-ao an? P.S. am ostermontag den 13.4. um 19 uhr läuft FLYING CLIPPER - TRAUMREISE UNTER WEISSEN SEGELN (BRD 1962), der erste westdeutsche 70mm-film in nagelneuer kopie.
  22. die 70mm-reihe in frankfurt war ein voller erfolg. ausverkauft waren: LAWRENCE OF ARABIA 2001 – A SPACE ODYSSEY PLAY TIME (!) die anderen filme liefen meistens vor einem saal der dreiviertel voll war. selbst das kurzfilmprogramm war mit rund 50 besuchern gut besucht. ausfallen mußte leider am sonntag der film FLYING CLIPPER. der grund war, daß dazu eine CD mit dem falschen tonformat geliefert wurde. die veranstaltung wird am 13. april (ostermontag) nachgeholt. zur 70mm-reihe kamen auch viele junge besucher, die vermutlich vorher noch nie – & schon gar nicht in frankfurt – 70mm gesehen hatten. manche besucher waren extra von weither angereist, andere saßen alle filme durch. ich hatte mir urlaub genommen, um alles sehen zu können. fazit: es gibt ein unleugbar gewachsenes interesse an breitwandfilmgeschichte. wenn man diesen besuchern von anderen festivals wie bradford oder karlsruhe erzählte, horchten sie auf. als private kinoketten anfang der 70er gegen die stadt frankurt & ihr neues kommunales kino prozessierten, gewann das koki mit dem argument, daß dort schließlich ein völlig anderes programm laufe. an 70mm hätte damals sicher keiner gedacht. mittlerweile muß man hier, wenn man hier WEST SIDE STORY oder LAWRENCE OF ARABIA richtig sehen will, ins filmmuseum gehen. 70mm sieht auch in kleinen kinos grandios aus, wenn es überhaupt läuft! natürlich hätte ich auch lieber als 70mm-kino hier einen saal von leicht größeren ausmaßen, z.b. http://clients.pixelligence.com/rex/salle02.htm (gemäß dem gesetz der gewerkschaft das doppelte zu fordern, käme hierbei immerhin ein 1300-plätze saal heraus...) das filmmuseum hat in wenigen wochen eine wunderschöne 70mm-reihe ermöglicht, was bei den hintergrundbedingungen eine riesenarbeit war. neue objektive wurden eingebaut, projektoren hergerichtet, sogar auf 30 bilder-projektion und dts-ton umgebaut. ein ganz großer dank an die kinoabteilung des filmmuseums, ganz speziell monika haas, der wir diese reihe zu verdanken haben, an christian appelt und die vorführer und techniker des hauses. (auf programm und kopien gehe ich demächst noch ein.)
  23. albertk

    Rätsel

    bei den vielen tieren denke ich an: dr. dolittle
  24. reichskinoadreßbücher erschienen jahrgangsweise und gewöhnlich reichsweit. ich würde es mal mit einer guten bibliothek, die alles aufheben muß a la deutsche bibliothek wie in frankfurt oder leipzig versuchen, bzw. einer filmbibliothek. es kommt darauf an, welcher zeitraum, welche stadt, welches kino dich interessiert. manche kataloge sind auch online, z.b. die der bibliothek des filmmuseums in frankfurt, das ist aber eine reine präsenzbibliothek - es gibt keine ausleihe, aber einen lesesaal mit kopierern.
  25. etwas presse-resonanz für die frankfurter reihe: frankfurter allgemeine zeitung: http://www.faz.net/s/RubFBF93A39DCA8403FB78B7625AD0646C5/Doc~E737E73B6A3774751B017CF9B0DA55D0A~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell (tykwer verwendete übrigens nur in einigen wenigen szenen material, das auf 65mm gedreht wurde. so ungewöhnlich ist das nicht. es gibt zahllose filme, die für special effects großformate u.a. sogar vistavision benutzten.) auf der webseite des hessischen rundfunks: '>http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5980&key=standard_document_36555594 journal frankfurt: http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5980&key=standard_document_36555594 frankfurt ist leider keine filmstadt wie berlin oder münchen. das merkt man auch an den feuilletons. hier können monatelang reihen zu sirk und wyler laufen, ohne daß dies artikel zur folge hatte. dafür haben wir 70mm im filmmuseum! und es gibt sogar noch karten.
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