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Film-Mechaniker

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  1. Nur falls die Frage von anderen Forenten nicht ausreichend beantwortet wurde: Lichtton muß ununterbrochen übertragen werden, sonst hört man nur ein Motorboot. Die Geometrie von Tonnegativ, Rohfilm und Kopieranlage ist entscheidend für die Schallgüte. Wenn das Ausgangsmaterial geschrumpft ist, rutscht es unter dem Rohfilm Loch für Loch nach, was einen gurgelnden Ton ergibt. Man hat in den 1930er Jahren so genannte schlupffreie Tonkopieranlagen gebaut, die auch ältere Tonnegative zu kopieren erlauben, doch es ist ein Irrtum darin verborgen geblieben. Statt daß der zu kurze Film im Rhythmus der Perforation nachrutscht, wird nun der Inhalt gewissermaßen längs ausgewalzt. Diese mechanoptische Verzerrung bringt auch schlechten Ton. Die Lösung kam mit Polyesterfilm, doch bis der sich durchsetzen konnte, war die Filmproduktion bereits am Eingehen. Es war tragisch, das mitzuerleben. Heute fehlt jedes professionelle Interesse an Filmtechnik.
  2. Die Vorstellung von Dauerschmierung ist das Saudumme. Ich meine es nicht persönlich, viele Leute haben technikfremde Vorstellungen. Dauerschmierung ist zum Beispiel mit Ölumlaufschmierung gegeben, wie zum Beispiel beim Zeiss-Ikon-Ernemann V. Amateurfilmprojektoren wurden hergestellt, um in einem zunehmend sich verdichtenden und beschleunigenden Markt Umsatz zu bringen. Da gibt es mehrheitlich keine Dauerschmierung. Die Geräte bedürfen regelmäßiger Wartung oder einer technischen Aufwertung, damit Fett oder Öl nachgebracht wird. Wenn man zeitlich etwas weiter zurückgreift, in die 1950er bis 1920er Jahre, dann findet man Entsprechendes, Beispiel Agfa-Movector. Seit ungefähr Mitte der 1950er Jahre ist fast alles Einwegware geworden, Beispiel Eumig Mark S und Nachfolger (Motoraufhängung, Lagerung von Hauptwelle und Filmwicklerwellen, Greifermechanik). Bauer P 6 ff. haben zwar das Fettreservoir mit Filzdocht zur Greifersteuerung, doch alles andere ist nicht berücksichtigt. Wenn du z. B. beim Bauer T 10 Fett auf die Schnecke gibst, wird es eine Zeit lang schmieren, aber auch verdrängt werden, später davonlaufen und noch später eintrocknen. Man kann einwenden, daß Heimprojektoren jeweils nur wenige Stunden betrieben werden. Das kann ich als Mechaniker nicht in Betracht ziehen, denn die Frage nach einem guten Schmiermittel bleibt naiv, wenn die Konstruktion nicht mit einbezogen wird. Offene Getriebe, egal ob Schnecke und Schneckenräder oder gerade Stirnzahnräder, erfordern regelmäßige Zuwendung. Abnutzung setzt ein, es gibt immer mehr Spiel, das kann kein Fett der Welt beheben. Hier ein Zahnrad, gereinigt und trocken, aus einer Kamera, die eigentlich weniger Betriebsstunden leisten muß als ein Projektor. Das Positive aus der Umstellung von Anlagegütern zu Verbrauchsgütern im 20. Jahrhundert ist Überdimensionierung mechanischer Elemente, gerade bei tragbaren Filmprojektoren. Nur deswegen haben diese so lange überlebt. EMEL-P. 73, die Hauptwelle in Gleitlagern wurde ein Mal geschmiert, in der Fabrik, danach nie mehr.
  3. Sag’ mal, schaust du auch ab und zu auf dem Bildschirm nach, was du tippst?
  4. Das ist nicht der Fall. Der Elektrolyt trocknet langsam aus, das ist der Grund fürs Kaputtgehen. Weiter kann die Anodenbeschichtung oder die Isolierfolie löchrig werden.
  5. Emoji hab’ ich auch schon eingesetzt, könnte aber gut ohne auskommen. Von mir aus dürfte das Forum ohne diese Kindereien weitergehen. In dem Zusammenhange: Entschuldigung, dass wir Trump in Davos nicht in Handschellen gelegt und in ein Loch geworfen haben! Die Betonung liegt übrigens auf der zweiten Silbe, Davǒs. Und Karin Keller-Sutter ist nicht die Premierministerin, weil wir gar keinen Premierminister haben. Wir haben nicht ein Mal Minister, sondern Bundesräte oder Departementsvorsteher, wenn es sein muss. Es waren mehr als 77 Millionen Dummköpfe, die DJT gewählt haben. Das ist das wahre Problem. Dafür gibt es kein Emoji.
  6. Guckt doch hin, @Filmtechniker hat 2 Beiträge, @Film-Mechaniker 8314.
  7. Du glaubst, ich weiß es. Nein, stimmt nicht. Meine Identitätskrise habe ich überwunden.
  8. Ich nannte mich früher Filmtechniker, der ich auch immer noch bin, doch hier liegt eine Verwechslung vor. Ich, Simon Wyss, Äsch, Schweiz, bin @Film-Mechaniker.
  9. Du hast Recht, habe eben in der Anleitung nachgesehen. @filmonkel, hast du alles verstanden? Der Motor dreht laut Anleitung im 50-Hertz-Stromnetz mit 2800 Umdrehungen in der Minute oder 46⅔ pro Sekunde. http://www.kinobauer.de/anleitungen/Meoclub16_e2.pdf Das leichte Flimmern ist Überstrahlen, wenn kein Film einglegt ist. Ansonsten müssen bei Tempo 18 drei Blendenflügel wirksam sein, sonst flimmert’s arg.
  10. Hallo, Nicki, willkommen beim Filmvorführerforum. Das kann repariert werden. https://www.filmvorfuehrer.de/topic/19440-agfa-movex-reflex/page/4/#findComment-347324
  11. Bestimmt kein Drehstrommotor, das wäre dreiphasig, plus Nullleiter. So viel verstehe ich von Elektrotechnik. Ein Einphasenwechselstrom-Asynchronmotor, das heißt mit so genanntem Kurzschlußläufer, das heißt wiederum eine Maschine ohne Kollektor, nur Statorwicklungen.
  12. Wenn die Lampe eine für 220 Volt ist, erhält sie Überspannung, brennt heller. Sie hält dadurch weniger lang. Das Flimmern sollte mit Film verschwinden. Dem Motor macht es nicht viel aus, wenn er 230 Volt erhält, er wird schneller warm und je nach Lüftung auch wärmer. Ich kann nur immer raten, Elektrogeräte mit der Spannung zu betreiben, für die sie gebaut sind.
  13. Zu Sakura-Konica https://ussrphoto.com/Wiki/Content/files/1664/Filmgeschichte.pdf Gert Koshofer drückt sich zurückhaltend aus. Ich sage, Konishiroku hatte eine Lizenz von Eastman-Kodak erhalten.
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