Rochester/Frederikshavn
Kodak versäumt es dieser Tage nicht, zu überraschen: Neben der bereits angekündigten neuen Super-8 Kamera wurde jetzt ein Vierspurmodell für ambitioniertere Schmalfilmamateure angekündigt. Das Besondere dabei: Die Kamera verwendet herkömmliche 35mm Filme in 30,5m Länge und bleibt dabei ansprechend kompakt. Die Besonderheit hierbei ist, dass das Format der belichteten Einzelbilder exakt dem Super 8 Format entspricht. Ist der Film nach 6 Minuten und 40 Sekunden das erste Mal durchgezogen, wird der Film um ein paar Millimeter seitlich versetzt und die Kamera schaltet in den Rückwärtsgang -- ein aufwendiges Wenden der Spulen entfällt. Nach vier Bahnen (oder gut 26 Minuten) ist der Film belichtet und kann entwickelt werden.
Laut Auskunft von Christian Richter arbeitet man gemeinsam mit Nordmende bereits an einem Projektor mit Autoreverse-Funktion, der nahtloses Abspielen dieser Filme ermöglicht. Ein einzigartiges Prismensystem auf Basis rotierender, mit einem Ölfilm benetzter Parabolspiegel im Inneren des Projektors ermöglicht es zudem erstmals, auch maskierten Negativfilm farbrichtig zu projizieren. Auch das Thema Tonfilm kommt in Rochester nicht zu Kurz: Anders als die SD-SCard-basierte Hybridlösung der neuen Super 8 Kamera setzt das innovative Vierspursystem auf einen 36-Zinkenkamm, der ähnlich wie eine Spieluhr von in den Bildstegen untergebrachten Löchern gesteuert wird. Dieses verlustfreie System bietet eine Auflösung von sensationellen 18 Tönen/Sekunde, was auch Hifi-Wiedergabe von Speedmetal ermöglicht. Eine Live-Ton-Aufnahme ist vorerst noch im Planungsstadium -- "wir wissen noch nicht, wohin mit den Konfetti", so Christian Richter.
Mit ersten Bildern der Prototypen ist kurzfristig zu rechnen.