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IMAX Berlin - Start der Laserprojektion mit Hobbit III


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Habe in den letzten Tagen häufiger zu hören bekommen, dass das IMAX am Potsdamer Platz die bereits heiß erwartete 4k-Laserprojektion rechtzeitig zum Start des letzten Hobbit-Teils installieren wird. Gibt es dazu auch bereits eine offizielle Bestätigung?

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Die offiziellen Fakten sind nicht eindeutig bisher. Barco liefert wohl gerade erste die erste Serie ihrer 'normalen' 6P Laserprojektoren an nicht-IMAX Kinos aus. Die Serie startet aber wohl erst Anfang 2015. Würde mich wundern, wenn die zeitgleich auch die IMAX Systeme fertig hätten und liefern könnten. Aber wer weiss, vielleicht haben die unabhängig von ihren eigenen Systemen ein anderes Release-Datum für die IMAX Systeme vereinbart.

 

'Offiziell' ist wohl, dass IMAX den dritten Hobbit als offiziellen Start-Termin für die Einführung der neuen Lasersysteme nutzen will. Aber welche IMAX Locations da vorne dabei sind, ist noch nicht kommuniziert.

 

- Carsten

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  • 4 months later...

Da steht:

 

On top of all that, IMAX's quality control systems means that the theater experience a movie-goer in Sydney has, will be exactly the same experience as someone in Toronto has. Sensors in the actual projectors keep track of everything from temperature to humidity, and all of that data is monitored remotely from IMAX's HQ. So if an individual component in one of the projectors reports an abnormally high spike in temperature, the company will know that a failure could be imminent and will dispatch a technician to replace the part before it actually fails.

 

Auf Deutsch: Darüber hinaus bedeutet das IMAX-Qualitätssystem, dass das Erlebnis eines Kinobesuchers in Sidney genau das gleiche sein wird wie das von jemandem in Toronto. Fühler in den Projektoren liefern laufend Daten von Temperatur bis Luftfeuchte und alle Daten werden im IMAX-Hauptsitz gesammelt. Wenn also ein Element in einem Projektor eine Temperaturspitze anzeigt, wird die Firma wissen, dass ein Ausfall drohen kann und einen Techniker entsenden, der das Teil ersetzt, bevor es tatsächlich ausfällt.

 

 

Das kennen wir zur Genüge: erst die Vorführer entlassen, dann irrwitzige Technik installieren und am Ende vielleicht einsehen, dass Vorführer die bessere Lösung sind, weil die ganze Zeit am Ort, mit dem Plunder vertraut, Probleme im voraus erkennend und sofort behebend. Verschont uns vor dem Kram!

 

LASER-Projektion kann sicher gut aussehen, ich befasse mich seit Jahren mit dem Thema. LASER brauchen jedoch erst Aufwärmung und dann Kühlung im Betrieb. Viel ist nicht gewonnen. Die tollen Kontrastzahlen brechen im Saal gleich wieder ein durch Streulicht von Notausgangleuchten und von den Rängen. Das Publikum ist nicht durchgehend schwarz gekleidet. Ein Kontrast von 2000:1 oder mehr ermüdet auch unnötig.

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Die bisher existierenden Laserprojektoren haben alle noch keinen fundamental höheren Kontrast als die existierenden XENON Projektoren, einige sogar weniger. Ein Laser als Lichtquelle kann nicht zwangsläufig Defizite im weiteren Verlauf des Lichtwegs ausgleichen.

Es gibt ausserdem sehr viele unterschiedliche Implementierungsvarianten für Laserprojektoren, die sich ziemlich fundamental unterscheiden. Ein NEC NC1100L z.B. lässt sich überhaupt nicht mit einem NC1040L aus gleichem Hause oder den gegenwärtig im Kinobereich von Christie und Barco beworbenen Systemen vergleichen.

Christie entwickelt ausserdem gegenwärtig mit/für Dolby eine sehr spezielle DLP-Laser-Lightengine für Dolby's Vision Systemkinos, die tatsächlich deutlich höhere Kontraste erreichen soll. Für diese Systeme werden dann auch die Säle kontrastoptimiert gestaltet.

Nein, es ist nicht geplant, dass die Besucher alle schwarze Kutten anziehen und ihre Gesichter wie US-Marines schminken müssen.

 

Ausserdem sind selbst die gegenwärtig bereits verkauften teuersten Laser-Systeme von Barco und Christie im Grün immer noch speckleanfällig. Interessant bleibt, inwiefern sich die von Barco für IMAX auf der Basis der Kodak-Patente entwickelten Projektoren von der durch Barco selbst verkauften Technik unterscheidet.

Kodak hatte damals für das eigene Demonstrationssystem erstmalig in der Tat sehr hohe Kontrastwerte angegeben. Ob sich das bis in die finalen IMAX Systeme durchgehalten hat, weiss man bisher nicht. IMAX bevorzugt ja ohnehin in der Kommunikation eher an den Konsumenten gerichtete Begrifflichkeiten und lässt sich technisch ungern in die Karten schauen, nachdem man sie damals mit ihrem 2*2k zerrissen hat.

 

 

Das was ich bisher einigermaßen sicher 'weiss' ist, dass sich die finale IMAX -Laser-Technik deutlich von Barcos 'normalem' DP4k-60L Laserprojektor unterscheiden soll, da werden angeblich unterschiedliche Signale überlagert/gemischt, ähnlich wie schon bei den 2*2k Lie-Max Xenon Systemen. Es wäre aber auch möglich, dass sich dahinter das gleiche System verbirgt, das Christie gerade für Dolby Vision entwickelt, kaskadierte DLP-Lichtmodulatoren, quasi ein Local-Dimming-Ansatz für Projektionssysteme.

 

Soweit ich weiss gibt es bisher nur einen einzigen IMAX Prototypen in Betrieb im Demonstrations-IMAX in Toronto. Die anderen Locations, die eigentlich zum Hobbit3 mit den IMAX Laserprojektionssystemen einsteigen sollten, sind gegenwärtig noch in der Umrüstung. Die Toronto-Installation verwendet nicht wie frühere IMAX Systeme Polarisationsbrillen, sondern ein spektrales Trennverfahren wie Infitec/Dolby 3D. In den Vorführungen des Toronto Scotiabank IMAX ist neben dem IMAX Logo wohl u.a. auch das Dolby 3D Logo zu sehen. ich wäre mir aber nichtmal 100% sicher, ob dort nicht eventuell auch zeitweise einfach noch ein normales DP4k-60L Setup lief, das ja auch auf Dolby 3D setzt. Vom IMAX Laser weiss man bisher einfach zu wenig, der oben verlinkte Artikel ist bisher das einzig konkrete, was ich dazu gesehen habe.

 

 

Kodak hatte damals bei den eigenen Prototypen noch auf Polarisation gesetzt, weil das bei Laserprojektoren zunächst mal nahe liegender ist. Allerdings beisst sich die schlechte Kanaltrennung solcher Systeme mit den hohen Kontrastansprüchen der Laserprojektion, die polarisationserhaltende Leinwand ist dabei das schwächste Glied. Von daher macht es auch Sinn, auf spektrale Trennung zu setzen, zumal die Licht-Effizienz spektraler Trennung bei der Verwendung von Laserlichtquellen viel höher ist als beim klassischen Dolby 3D/Infitec. Zuguterletzt wird IMAX so auch die extrem aufwendig herzustellenden Riesenleinwände mit polarisationserhaltender Beschichtung los, die ja regelmäßig erst vor Ort beschichtet werden können.

 

'Laser' taugte schonmal bei der analogen Lichttonabtastung als Buzzword für die Massen. Was sich technisch dahinter verbirgt, ob es Qualitäten über die gesteigerte Helligkeit auf größten Leinwänden hinaus bietet, oder sogar auch Nachteile hat (Speckle, Farbabstimmung), zeigt sich immer erst in der konkreten Implementierung.

 

Im Übrigen kann man schon seit 2 Jahren digitale Kinoprojektoren kaufen, die sehr hohe nutzbare Kontrastwerte erreichen, auch ohne Laser. Zugegebenermaßen nicht für die größten Leinwände.

 

- Carsten

Edited by carstenk (see edit history)
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Ich muss mal eine nicht technische Frage aus reiner Neugirde stellen:

Im Grunde genommen ist ein Projektor mit einer "Laser-Lichtquelle" ein neues technisches Gerät und muss doch eigentlich "neu" zugelassen werden für den deutschen Markt.

 

Ist die Technik überhaupt bei uns zugelassen? Ein bekannter ist Medientechniker und erzählte letzte Woche wie hoch die Auflagen sind für Lasertechnik in der Bühnentechnik, aber diese haben ja nicht im Ansatz die Leistung, die ein Bildwerfer benötigt.

Edited by Micky (see edit history)
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Ich würde sagen, es besteht ein Unterschied zwischen LASER-Strahlen, die wild über ein Publikum geworfen werden, und der fest auf eine Bildwand gerichteten LASER-Projektion. Fall es geometrisch möglich ist, daß jemand im Saal in den Projektionsstrahl blicken kann, gibt es eventuell eine Auflage. Allerdings ist das schon ein zerstreuter Strahl oder Teil des Strahlenbüschels, also etwas anderes als so ein Disco-Finger.

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Die bisherigen Richtlinien für den Einsatz von Lasern vor Publikum sind nicht für Kino-Projektionsanwendungen konzipiert. Die wenigen bisherigen Installationen haben Ausnahmegenehmigungen.

Der NEC NC1100L als preisgünstiges Massengerät ist auch vor dem Hintergrund dieser Problematik von vorne herein mit vergleichsweise bescheidenen 5000Lumen konzipiert, und hat eine spezielle Blendenoptik erhalten, die den gegenwärtigen Anforderungen Rechnung tragen soll. Ausserdem erlaubt der NC1100L mit seiner Phosphor-Konversionstechnik schon vom Grundsatz her nicht mehr das Emittieren eines 'Strahls' kritischer Energiedichte.

 

An einem Xenon-Projektor sind ebenso Situationen vorstellbar, die zu Augenschäden führen könnten, nur gelten für Filmprojektoren eben andere gesetzliche Regelungen als für ShowLaser. Mit dem schlichten Hinweis darauf, dass ein Kino-Laserprojektor kein Showlaser ist, lassen sich Sicherheitsauflagen nicht aus der Welt schaffen, da muss man Lobbyarbeit betreiben, damit die Regelungen angepasst bzw. präzisiert werden, denn bei der Konzeption der Regelungen hatte man eben im Wesentlichen Scanning-Laser für den Showbetrieb im Sinn.

 

Verboten sind auch die leistungsstärkeren Kino-Laserprojektoren deswegen nicht, nur wäre die Abnahme und der Betrieb halt aufwendiger.

 

Die Dachorganisation LIPA arbeitet daran, international die Anpassung der diesbezüglichen Regelungen zu erreichen.

 

http://lipainfo.org/laser-projection/laser-regulations/

 

- Carsten

Edited by carstenk (see edit history)
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Die bisher in Deutschland verbauten LIPs brauchen keine gesonderte laserbezogene Zulassung. Ob es für die anderen Typen hierzulande wenn nötig Ausnahmegenehmigungen gäbe, weiss ich nicht. In den Niederlanden und Frankreich sind die ersten Christie und Barco LIPs in Betrieb gegangen. Wie da die aktuelle Genehmigungslage ist, weiss ich ebenfalls nicht.

 

LIPs sind nicht per se nicht genehmigungsfähig, bloß weil es noch keine angepassten Regelungen gibt. Sie werden eben nur Regelungen unterworfen, die ggfs. praxisfern, zu aufwendig, zu teuer sind. z.B. müsste gegenwärtig im Kino während des Betriebs so eines Gerätes jederzeit ein dafür ausgebildeter Laserschutzbeauftragter anwesend sein.

 

Ausserdem sollen die Auflagen nicht nur das Publikum, sondern auch die Mitarbeiter schützen. Bei den Systemen mit Faserübertragung gibt es z.B. im Bereich der Lichtaustritte im Vorführraum durchaus gefährliche Strahlungsdichten, auch Reflexionen an Portwindows können heikel sein.

 

Bei den Ambitionen der LIPA geht es natürlich ausserdem auch darum, sicherzustellen, dass die Geräte international mit allen diesbezüglichen Anforderungen kompatibel sind und z.B. nicht jedes Land eine eigene spezifische Sicherheitseinrichtung verlangt.

 

 

- Carsten

Edited by carstenk (see edit history)
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auch Reflexionen an Portwindows können heikel sein.

 

 

Naja... das ist nichts anderes wie bei jedem anderen Projektor auch... denn das was vorne raus kommt ist ja im grunde identisch mit dem was aus einen Projektor mit Xenon Lichtquelle raus kommt.

Dann müssten die Auflagen für alle Projektoren gelten, und z.b. ein IMAX 15/70 hat sicherlich einen größeren Lichtstrom als aktuell erhältliche Projektoren mit Laserlichtquelle.

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Die IMAX 15/70 unterliegen zwar mutmaßlich keinen solchen Regelungen - aber da steht nunmal auch nicht 'Laser' drauf. Und sobald das da drauf steht gelten eben die Regelungen für den Showlaserbetrieb. Bei einigen 100Watt Laserleistung würde ich mir durchaus Gedanken über Reflexionen im Austrittsbereich der Optik machen. Mag sein, dass es gegenwärtig erstmal niemanden kratzt, wenn so ein Ding irgendwo reingebaut wird. Aber wer investiert 300.000-500.000€ in so ein Ding und verlässt sich dann darauf, dass schon nix passiert? In solchen Läden wird man grundsätzlich von Gewerkschaften und Berufsgenossenschaften ausgehen dürfen, und wenn der TÜV dort beim routinemäßigen Anlagencheck die Laser-Warnschilder sieht, wird der auch nicht locker lassen bis ne Betriebszulassung da ist. Kein Ort für Nachlässigkeiten. Die Sicherheitszonen bei solchen Dingern betragen z.B. 1.8m vor dem Objektiv. Natürlich können da auch Reflexionen ein Risiko werden. Vielleicht nicht im normalen Alltagsbetrieb, aber jeder weiss doch, wie es beim Arbeiten mal zugeht mit Werkzeug, bei der Grundeinrichtung, Formateinstellung, etc.

Das alles gilt natürlich nicht für den kleinen NEC.

 

Ich glaube auch nicht, dass 15/70 in der Realität 70.000 bis 120.000 Lumen ab Objektiv erreicht. Hat jemand diesbezüglich mal Zahlen gesehen? Denke aber dennoch, dass man sich auch an so einer Kiste schnell einen Sonnenbrand holen kann. Das wird IMAX bei den Installationen sicher auch berücksichtigen, die werden bzw. wurden ja ohnehin enger kontrolliert als bei 35mm.

 

- Carsten

Edited by carstenk (see edit history)
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  • 2 weeks later...
  • 4 months later...

Wie ist denn jetzt der Stand der Technik dort? Die Website gibt da nicht viel her: http://www.filmvorfuehrer.de/topic/20874-imax-berlin-start-der-laserprojektion-mit-hobbit-iii/ . Da steht was von Atmos und Auro. Ich dachte das wäre ein IMAX? Und wie ist die projektionstechnik nun? 2k, 4k, Laser oder nicht? Wir werden dort Anfang September sein.

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Sehr wahrscheinlich sind noch 2x2k mit 5.1 installiert und kein 4k+Laser+IMAX 7.1.

 

Das IMAX im Sony-Center gehört zum dortigen CineStar Original und dieses hat zum IMAX im ersten OG noch einige Säle im Keller.

In diesen ist dann Atmos und Auro installiert, glaube im Saal 7 war es Atmos und Auro im 8er.

 

Auf Laser 4k und IMAX werden wir uns noch ein paar Monate oder gar Jahre gedulden müssen, den die ersten Film

die dann mit einer modifizierten Alexa65 gedreht wurden sind wenn überhaupt in der Postprodktion, die bei dem ganzen VFX/CGI

Gedöns einige Monate brauchen wird.

Edited by Valentino (see edit history)
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  • 1 month later...

Na super, dann kann man dort auch das ultraschlechte Bilderlebnis genießen.

 

Die Bildwand bleibt nämlich evtl. silbern (so wie in vielen großen IMAXen) und die Brillen

für 3D sind abartig! Diese spiegeln von innen so stark, dass man sein eigenes

angeleuchtetes Gesicht und seine Augen als Überlagerung zum Filmbild sieht.

 

Die Projektoren machen das schon sehr vernünftig, aber bei Zuschauer

kommt kontrastloser und extrem störender Mist an. Ich habe mich im

TCL IMAX fürchterlich geärgert... :-( :-( :-( :mad:

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Das IMAX am Potsdamer Platz wird im Oktober zum technisch eindrucksvollsten Kino Europas aufgerüstet. In den 25 Tagen Umbauzeit wird einiges passieren. Anschließend findet dort auch die Weltpremiere (!) des letzten Teils von Die Tribute von Panem statt.

 

In den vergangen Jahren war das BFI IMAX in London die europaweit beste Adresse für eindrucksvolle Filmerlebnisse. Diesen Status wird das BFI nun an das IMAX am Potsdamer Platz verlieren.

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