Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
filmantiques

Philips FP3 Wartung

30 Beiträge in diesem Thema

Hallo, ich habe seit einigen Jahren eine Philips FP3 und der Pojektor läuft ohne Probleme. Irgendwie dachte ich mir, obwohl sich die Maschine ja nicht im Dauerlauf befindet und ich so, höchstens vielleicht einmal im Monat mal einen Film mir anschaue, müsste ich doch ab und zu einige Wartungsarbeiten durchführen oder?

Mir ist das so aufgefallen, als ich die Verschlusskappe für das Öl betrachtet hatte. Wie oft sollte man das Öl z.B. auswechseln und welches Öl verwendet man?

Für Tips und Beschreibung der Wartungsarbeiten bin ich euch sehr dankbar

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

50ml waren das, soweit ich mich erinnere. Es gab mal Beiträge darüber im Forum. Mußt du mal suchen.

Normale Projektorenöl kommt da rein, wie bei der FP5. Stefan2 weiß da mehr.

Jens

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich dachte, gerade Stefan meinte mal, dass in die FP3 eben kein normales Philips-Öl reingehört. Ich kann mich aber auch irren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

12 ccm dünnes Oel Type 3671. (Tellus 37 aka Tellus 337 aka MG/H 68).

Steht aber auch auf dem Frontschild.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Oel versauert durch Eisen und Sauerstoff. Also jährlich auch bei Nichtbenutzung.

Ich war überrascht, wie wenig Oel reingehört.

"Der Oelspiegel muss ungefähr in halber Höhe des Messglases stehen". Bei zu viel Oel läuft das Oel durch das Entlüftungsrohr hinter der Philite (R) Kappe aus, und gelangt auf Spiegel und Kondensorlinsen, wo es festbrennt." Durchführung alle 20 Vorstellungen.

Die Schneckenräder sind alle 50h mit Philips Fett Typ 3685 zu schmieren.

Alle Rollen und Scharniere sind nach jeder Vorführung zu reinigen und die Achsen vorsichtigst mit dünnem Oel Typ 3671 zu schmieren.

bearbeitet von stefan2 (Änderungen anzeigen)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 23.12.2016 um 13:26 schrieb stefan2:

Ich war überrascht, wie wenig Oel reingehört.

War ich bei der Kinoton FP23 auch.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Martin, dein Getriebe war nach der "Verwunderung über wenig Öl" auch fest….

Du kannst außerdem die FP3 nicht mit einer FP 20 ff vergleichen, da gibt es einige konstruktive Unterschiede, auch im Getriebe. 
Die FP 3 braucht wirklich relativ wenig ÖL, die "modernen" FP-Maschinen benötigen fast die doppelte Menge, auch muss der Ölwechsel gelernt sein, wobei die Schlauchversion mit Spritzflasche von Kinoton absoluter Mumpitz ist...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Nein, das Getriebe (Ersatzgetriebe), welches ich nach Vorschrift mit Öl versorgt habe läuft.

Wieso ist die Schlauchversion Mumpitz? Weil der Schlauch sowohl Einfüll- als auch Ablassschlauch ist? Richtig! Aber auch die Ölschauglaskonstruktion ist Mumpitz, weil die Bohrung im Getriebe viel zu klein ist. Es gibt bessere Getriebe, als das der FP23.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Danke Stefan, das ist jetzt wirklich gut beschrieben. Eine Frage noch, wo kann man Philips Fett Typ 3685  und 12 ccm dünnes Oel Type 3671 kaufen?

Danke und einen guten Rutsch an alle.

Gruß

Ömer

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Fabian hat Recht. In die FP3 kommt kein normales Philips Projektorenöl hinein. Das hatte sich nicht bewährt, da es zu Ausfällen führte und deshalb stieg man auf ein spezielles Öl um. Auf dem Frontschild der FP 3 steht jedoch noch das alte, ungeeignete Öl drauf.

Diese Öl liefert Schmalfilmtechnik - Kinotechnik Welsch in Hennef, Tel. 02242-84004.

Falls Kinoton das Fett 3685 nicht mehr liefrn kann, dann könnten wir dieses möglicherweise auch liefern. Müsste ich prüfen, wenn wieder daheim.

Wir haben  u.a. ca. 30 verschiedene Projektorenöle, -fette, sowie Dämpferflüssigkeiten für Kinoprojektoren und Schmalfilmprojektoren an Lager.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Herr Grassmann,

 

danke für den Hinweis. Meine Kenntnisse habe ich aus den mir vorliegenden Wartungshandbüchern der Cinema und der späteren Ausgabe der Elektroakustik und Tonfilm, die während der Produktionszeit geschrieben wurden. Dort ist immer vom dünnen Philips Oel 3671 (Herstellerbezeichnung damals Shell Tellus 37, später Shell Tellus 337, heute MG 68) die Rede.

 

Es wäre daher nett, wenn Sie uns die ISO Produktbezeichnung nennen können, damit hier Aufklärung gegeben wird. Einen Hinweis auf einen Lieferanten ist nett, aber damit wird nicht richtig geholfen, denn bei diesem Kauf sind wir genauso schlau, wie vorher.

 

Meine FP3 wurden immer mit dem Kinoton Öl befüllt, ohne dass uns Schäden bekanntwurden. Aber ich lerne gerne zu.

 

Grüße aus dem Norden

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Steffan,

bedauere, die ISO-Bezeichnung kenne ich auch nicht. Habe das Öl bei Betriebsaufgabe eines Kollegen abgekauft. Reicht noch für Jahre. Daher lohnt eine Analyse der Daten des Öles (noch) nicht. Erst wenn der Bestand gegen Null geht, werde ich die Analysen durchführen.

Gruß

Josef

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Danke Josef,

 

ich bin daran interessiert, weil für den Fall, dass es wirklich etwas Anderes ist, ich nicht immer die Frage nach dem Schmiermittel falsch beantworten möchte.

Und Dr. Jensen kann ich nicht mehr fragen, das wäre während meiner Studienzeit noch möglich gewesen.

 

Aus meiner Kenntnis von Schmierstoffen haben auch Mineralöle in versiegelten Gebinden keine unendliche Brauchbarkeitsdauer, es kommt zu Oxidation und Gefügeberänderungen, ggf. zu Versauerung oder Verseifung. Weshalb ich mit der Analyse nicht bis zum letzten Tropfen warten würde.

 

Vielleicht weiß ja jemand, welche Oelfüllung in das 1934 er Nitsche Portabel Projektionsgerät gehörte, das ist nämlich die spätere FP 3, die ja kein "Philips-Projektor" mehr ist.

 

-St

bearbeitet von stefan2
Typing errors removed (Änderungen anzeigen)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Stefan, vermutlich ein Öl, das es in dieser Qualität nicht mehr gibt, die heutige Öle dürften alle um Längen besser sein. Außer es handelt sich um Pottwalöl, und das ist doch sehr unwahrscheinlich. Ich hab noch Braunkohledestillat aus der DDR, das könnte mit 1034er Öl wohl konkurieren.

Jens

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Die alten Öle waren früher auch teilweise sehr dunkel in der Farbe. fast wie Cola.

Bei Bauer war das wohl so. Sind die dann gealtert oder sind die auch im Neuzustand so dunkel?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich hatte noch eine uralte aber versiegelte Flasche "Original Bauer Öl" von Bauer selbst, das Öl da drin sah aus wie Motoröl, schön goldfarben. Im Übrigen war es SAE 30 Einbereichsöl für Motoren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Dürfte Alterung durch Oxidation sein, die, die ich habe, sind fast alle so dunkel. Du kannst davon ausgehen, das man die im 60l Fass bezogen hat und bei Bedarf dann abfüllte, sodaß sie schon beim Händler im Fass alterten. Grundsätzlich stell sich mir da die Frage, ob das einen Sinn macht mit den Altbeständen. Kaufe ich Rasenmäheröl SAE 30 im Baumarkt etc, dann ist das einfach aktuelles Öl ohne Zusätze die den Abrieb in der Schwebe halten. Und das ist sicherlich in seiner Chemie den 40 Jahre alten Ölen um Längen überlegen. Die Bauerköpfe sind konstruktiv bis zur U2 (die kenne ich intern nicht, deshalb bin ich da vorsichtig) Vorkriegskonstruktionen aus der Stummfilmzeit, bezogen auf das Kreuz etc. Wenn die mit dem alten Öl so lange leben, dann braucht man sich mit neuem Öl gar keine Gedanken zu machen. Eine MEO4 lief über 1 Jahr komplett nur mit dem restöl, das beim Ablassen noch drin war ohne Schäden. Das mit 2 Vorführungen die Woche, alo mal gut 100 Durchläufe oder eben fast 200h. Ich hab aus B8A Köpfen vermutlich Kriegsfertigung das Kreuz und die Schaltwelle ausgebaut und keine Verschleißspuren an der Welle gefunden, der Mitnehmerstift im Kreuzantrieb hatte etwas Luft, das führte dann zum härteren Laufgeräusch.

Davon ausgehen gebe ich den Maschinen mit heutigem Öl, alle paar Jahre gewechselt, noch etliche hundert Jahre Lebensdauer bei der geringen Nutzung.

Jens

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Jens, das Rasenmäheröl aus dem Baumarkt ist legiert. Das riecht man schon, wenn man die Flasche aufmacht und die Nase drüberhält.

Ich habe dieses legierte Öl einige Jahre benutzt mit dem Ergebnis, das der Kopf immer undichter wurde. Das kriecht durch die kleinste Ritze.

Auch wurde das Kreuzgetriebe sehr laut. (Es nagelte).  Habe dann den Kopf revidiert und nur noch das Öl von Wittner benutzt. Dieses vertreibt er nun nicht mehr.

Ich habe aber noch zwei Flaschen die schon 5 Jahre bei mir stehen. Sind die jetzt zu alt? Sollte ich sie nicht mehr gebrauchen?  Wenn dann würde ich mir Wagner Oldieöl kaufen.

Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das Wittner-ÖL war ein mittelviskoses Hydrauliköl ähnlich HLP / MG 68, also ähnlich dem, das auch in der Kinoton drin war. Die genauen Ölsorten hab ich noch irgendwo stehen, ich muss sie nur finden... 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Thomas, meist du, das kann man riechen? Sollte nicht legiert sein und Dreck auswaschen, dann ist es kein brauchbares Rasenmäheröl. Sei es drum, das dazu passende Öl dürfe es in jeder Drehmaschine geben, da hat es ein solches Öl. ich hole mir welches vom großen Fass, dann hab ich es da, kanns in meine Drehbank und Fräse füllen.

Jens

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Jens ich kann nur das behaupten, was ich selber erlebt bzw. gerochen habe.

Das Wittner Öl ist absolut geruchlos wärend man beim Tankstellen Rasenmäher Öl die Additive leicht riecht.

Das Öl für Bauier welches Wittner verkauft hat war ein SAE 30 unlegiert. Das Universalöl hat er noch. Das könnte

in der Tat ein HLP/MG 68 sein.

Ich hab leider keine Drehbank oder Fräse, wo ich was abzwacken kann.

Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das was der Witter verkaufte, war MG/H 68 unlegiertes Öl, abgefüllt vom 60 l Gebinde, Thomas.

EK war um die 2 EUR pro Liter. Keine Magie, genau jenes dünnflüssige Hydrauliköl das Chris benennt.

Rasenmäheröl enthält heute Schaumverhüter und Schwebestoffbinder, nicht unbedingt geeignet.

 

-St

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 8.2.2017 um 16:29 schrieb Thomas007:

 

Das Öl für Bauier welches Wittner verkauft hat war ein SAE 30 unlegiert.

 

Absolut korrekt!

Hab mir das damals zu meiner Kinozeit noch oft bei ihm rausgeholt, war nur ein Katzensprung entfernt.

Kam aus 10 (oder 20?) Liter Gebinden von "BP Bunker, Hamburg."

Das MG68/H68 war für Dresden Maschinen. Das hat er nie für Bauer verkauft. Zu dünnflüssig!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0