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70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)


cinerama
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Wenn die anderen Rollen noch spielen, ist das doch eine aufhebenswerte Referenz. Und ist wegen einiger Splices im O-Negativ und der ausrangierten optischen Blow-up-Prozesse wohl nie wieder als 70mm-Revival zu erwartgen.

(Hab' möglicherweise noch ein kleines Stückchen doppelt hier - vielleicht 5 Min. - mit der Zugfahrt durch die Ukraine, da können wir ja ggf. tauschen. Hat auch noch kein Indiz für das Syndrom.)

 

In Bradford laufen offenbar wirklich erfreuliche Raritäten mit "The Taming of the Shrew", "Faubourg 36","Becket" und vor allem "Cinerama's Russian Adventure". http://www.in70mm.com/widescreen_weekend/2009/index.htm

Ausserdem die Fox-Restaurierungen der beiden CS-55-Filme "The King and I" sowie "Carousel", von denen berichtet wird, die volle Negativauflösung habe sich jetzt auf 35mm konservieren lassen. Die Silberschreiben-Editionen von Mr. Belston waren auch hervorragend.

 

Weniger prickelnd die "Digital Lectures" (sponsored by Arts Alliance), deren Ziel mir unverständlich bleibt. Wenn dafür geworben werden soll, wieviel rationeller, einfacher und sauberer das digitale Derivat eines photochemischen Originals jetzt vermarktbar sei und Beispiele dies partiell erhärten, so ist die Abkehr des Publikums von klassischer Kinematographie nicht weit - erst recht, sobald an Filmbänder kein Perfektionsanspruch mehr gestellt wird. Und sobald Fachpersonal wie Know-how ins Digital Cinema abfließen, was beim Referenten der Fall zu sein scheint.

Was meint Thomas Hauerslev zu dieser Frage?

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Ich habe auch noch ne 70mm Schiwago Kopie in herrlichem ROT. Manche Akte laufen aber wegen Essigsyndrom und totaler Verwölbung leider nicht mehr über die Zahnrollen.

 

So geht all unseren Lieblingen.

 

Was solln wir tun?

 

Beerdigungsfeier mit feierlicher Beisetzung, Komposthaufen, ist ja verrrottbare Biomasse, oder schlichtweg Stadtreinigung Recyclinghof.

 

 

Grüße aus dem Norden

 

 

Stefan

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Beerdigungsfeier mit feierlicher Beisetzung

Eigentlich genau wie in Schiwago: schöne spanische Landschaft, mit Musik von Maurice Jarre und überbetonte Geräusche bei der Beerdigungsszene, das wäre schön. Im Sarg dann die kaputten 70mm Rollen von Schiwago.

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Und ist wegen...der ausrangierten optischen Blow-up-Prozesse wohl nie wieder als 70mm-Revival zu erwartgen.

 

In Bradford laufen offenbar wirklich erfreuliche Raritäten mit..."Faubourg 36" ...

 

Weniger prickelnd die "Digital Lectures" (sponsored by Arts Alliance), deren Ziel mir unverständlich bleibt.

 

mr. cinerama...so viel wiedersprüche in einem post?

 

"Blow-up": Wie ist den wohl "Faubourg 36" letztes jahr auf den 70mm film gekommen? Wo ein wille ist, da ist also auch eine "ausrangierte" optische blow-up kopierung möglich...:-)

 

Bradford Digital Lectures: Das ziel hast Du eigentlich selber schon erwähnt: "sponsor-ship"

 

____________________________________________________________

 

Und nun zurück zum titel des threads: 70mm Vorführtermine

 

Die umfangreiche 70mm retrospektive der berlinale mit besucherrekorden ist gerade erst vorbei und schon hat das nächste festival, das sich ausschließlich dem 70mm film widmet, begonnen:

 

Seit gestern findet in Oslo bis zum 3. März das

 

8. 70mm Filmfestival statt

 

Das komplette Programm findet Ihr hier:

 

http://www.nfi.no/cinemateket/70mm/index.html

 

ab 13. März dann das 70mm Filmfestival des Filmmuseum Frankfurt/Main ...

 

ab 20. März das "Widescreen-Festival" in Bradford, England ...

 

ab 03. April das "70mm Festival" in Krnov, Tschechien ...

 

ab 26. April das "2. 70mm festival" im Imperial Bio in Copenhagen, Dänemark ...

 

ab 06.06. das "2. Widescreen-Festival" in der Schauburg, Karlsruhe und ...

 

ab 02.10. das "5. Todd-AO 70mm Festival" in der Schauburg, Karlsruhe.

 

Harte (und teure) zeiten für den 70mm fan, wenn man alle festivals besuchen will...:-)

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First of all, many thanks for the interest in Bradford's Widescreen Weekend. I hope to see many of you in Bradford in a month from now. I think the program is very exciting this year with a nice mix between old and new and between film and the new exciting digital frontier. We have some interesting guests, and just yesterday Mr. Derren Nesbitt confirmed his presence on the Friday evening.

 

@Cinerama is asking what I think about it - please write in English (or Danish) if you want an answer. I'm not quite sure what he means, but I am very excited to be able to present the program, and together with my co-programmers Duncan McGregor and Bill Lawrence, I'm sure it will please many people. The response so far is very positive.

 

It will be another weekend with moving pictures on both screens in digital, 35mm, 70mm and 6-track sound. I'm personally excited to see what "How the West Was Won" looks like on the curve in the new digital version. It looks extremely promising when we now - finally - can see the film without the join lines as "Cinerama out of one hole".

 

I will continue to post on the festival page until the weekend, so have a look at it from time to time.

 

Again, thank you all for the interest in the Widescreen Weekend.

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Hello, Thomas!

Did You attend any lectures in Berlin? I asked here about them, but I did not get any replies - just some remarks that Brownlow talked very interesting. I even was looking through a lot of newspapers without success.

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@Mr. sturges: kein Widerspruch: der optische Blow-up-Prozeß (auch über Naßkopierung) aus DOCTOR ZHIVAGO-Zeiten ist leider abgelegt worden.

FALLBOURG 36 ist somit nicht der selbe Prozeß: es ist ein anderer, der, wenn wir uns darin einig sind, über 4k-Digital Intermediate geht und mit Trockenkopierung verfuhr.

Das Ziel "Digital Lectures" (sponsored by Arts Alliance), bleibt mir als Anliegen eines analogen Wide-Screen-Filmfestivals unverständlich.

Sie antworteten trocken, ich schriebe es doch selbst: Sponsoring by Arts Alliance.

Das läßt mich nachdenken: wenn ein mächtiger Sponsor inderart Einfluß auf ein kleineres, analog-kinematographisch ausgerichtetes Festival nimmt, dann nicht in der Absicht, um eine Reproduktion der historischen Formate und Aufführungsweisen zu stimulieren.

Sicherlich werden Sie sagen, dies habe ich vollkommen falsch verstanden. Nun: dann freuen wir uns doch auf Art Alliance, denn nur mit ihrer Hilfe ist dann gesichert, daß HOW THE WEST WAS WON auch in Zukunft original im 3-Streifen-Filmverfahren gezeigt wird und ein 70mm-Film natürlich nur in 70mm gezeigt wird. :wink:

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...Das Ziel "Digital Lectures" (sponsored by Arts Alliance), bleibt mir als Anliegen eines analogen Wide-Screen-Filmfestivals unverständlich...

 

...wenn ein mächtiger Sponsor inderart Einfluß auf ein kleineres, analog-kinematographisch ausgerichtetes Festival nimmt, dann nicht in der Absicht, um eine Reproduktion der historischen Formate und Aufführungsweisen zu stimulieren....

 

Ich glaube kaum, dass Bradford für sich in Anspruch nehmen möchte, ein rein analoges Widescreen-Filmfestival zu sein. Die Engländer sehen das Gottseidank nicht so eng. Hier: "Widescreen" = "Widescreen", ob nun analog oder digital.

 

Das Publikum dort vor Ort ist auch extrem interessiert an allem, was Kinotechnik angeht. Und die Leute sind dort sehr wissbegierig. Das finde ich sehr positiv. Das Interesse an Infos zum digitalen Kino und seiner Möglichkeiten ist daher sehr groß. Natürlich: wenn man ein Festival mit der Einstellung "nur analog ist gut" besucht, dann erleidet man dort sicherlich Schiffbruch. Aber selbstvertändlich steht es jedem frei, ob er das "digitale Angebot" während des Festivals in Anspruch nimmt oder lieber ein paar Stunden in der Museumskantine verbringt.

 

Du darfst Dir ganz sicher sein, dass in Bradford auch weiterhin photochemischer Film zum Einsatz kommen wird. Analog und Digital leben dort in friedlicher Koexistenz.

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Das Publikum dort vor Ort ist auch extrem interessiert an allem, was Kinotechnik angeht. Und die Leute sind dort sehr wissbegierig. Das finde ich sehr positiv. Das Interesse an Infos zum digitalen Kino und seiner Möglichkeiten ist daher sehr groß.

 

nicht nur in bradford, auch hierzulande ist das interesse an digitalem kino und allem neuen rund ums kino groß, auch unter den large format fans. Qualität in bild und ton hat viele freunde ...

 

die meisten haben nur keine lust sich hier in lange diskussionen einzulassen ... :-)

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...Das Ziel "Digital Lectures" (sponsored by Arts Alliance), bleibt mir als Anliegen eines analogen Wide-Screen-Filmfestivals unverständlich...

 

...wenn ein mächtiger Sponsor inderart Einfluß auf ein kleineres, analog-kinematographisch ausgerichtetes Festival nimmt, dann nicht in der Absicht, um eine Reproduktion der historischen Formate und Aufführungsweisen zu stimulieren....

 

Ich glaube kaum, dass Bradford für sich in Anspruch nehmen möchte, ein rein analoges Widescreen-Filmfestival zu sein. Die Engländer sehen das Gottseidank nicht so eng. Hier: "Widescreen" = "Widescreen", ob nun analog oder digital.

 

Das Publikum dort vor Ort ist auch extrem interessiert an allem, was Kinotechnik angeht. Und die Leute sind dort sehr wissbegierig. Das finde ich sehr positiv. Das Interesse an Infos zum digitalen Kino und seiner Möglichkeiten ist daher sehr groß. Natürlich: wenn man ein Festival mit der Einstellung "nur analog ist gut" besucht, dann erleidet man dort sicherlich Schiffbruch. Aber selbstvertändlich steht es jedem frei, ob er das "digitale Angebot" während des Festivals in Anspruch nimmt oder lieber ein paar Stunden in der Museumskantine verbringt.

 

Du darfst Dir ganz sicher sein, dass in Bradford auch weiterhin photochemischer Film zum Einsatz kommen wird. Analog und Digital leben dort in friedlicher Koexistenz.

Mit Verlaub, wenn OKLAHOMA! in 2k Digital Cinema und eben so HOW THE WEST WAS WON so gezeigt werden, dann muss auch auf einem Wide-Screen-Festival von einem Paradigmenwechsel gesprochen werden.

 

Immerhin finden jene Veranstaltungshöhepunkte (von ihnen wird derzeit überwiegend gesprochen!) nicht etwa statt in einer innerhalb eines Medien-Museums sicher selbstverständlichen) Exposition von elektronischen Verfahren und Medien (die ja historisch einen mächtigen Raum seit Einführung des Radios und des Fernsehens einnehmen), sondern explizit in einer rein kinematographisch und somit analog ausgerichteten Todd-AO- und Cinerama-Schau, die jedes Jahr magnetisch anzieht, weil darin vergessene oder vernachlässigte Sonderverfahren der Motor des Festivals sind - dachte ich bisher.

Eine Digital Cinema-Projektion ist in jeder grösseren Stadt der Standard. Je mehr sie in reinen Museumsbetrieben Einzug hält, desto mehr erleidet irgendwann die kinematographische "Einsatzfähigkeit" Schiffbruch, wäre zu befürchten. Das muss so nicht sein, aber die Tendenz wäre doch einleuchtend?

 

Und auch der Begriff der "friedlichen Koexistenz" (Nikita Chrustchev) ist als PR-Gag von der Geschichte ad absurdum geführt worden, ließe sich resumieren.

 

Mein Fazit: Historisch getreue Kinematographie-Präsentation und (heutige, primär den Markteroberungsstrategien folgende Digital Cinema-Verbreitungen) schliessen einander aus, auch dann, wenn sie nebeinanderher laufen würden.

Mir ist keine These bekannt, nach der ein digitaler Roll-out den Zweck verfolgt, Large Formats in ihrer gebürtigen Form und Identität wiederzubeleben resp. eine Perfektionierung und Ausweitung analoger Prozesse zu verfolgen.

 

Sich das alles anzuschauen, auszuprobieren und durchzurechnen ist ja ganz legitim. Von einer Renaissance kinematographischer Verfahren zu sprechen, die vom Roll-out profitierten, käme mir nicht in den Sinn, da hierin ein Antagonismus angesiedelt ist, der erst aufhört, wenn das eine Platz greift, und das andere verschwindet.

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...Das Ziel "Digital Lectures" (sponsored by Arts Alliance), bleibt mir als Anliegen eines analogen Wide-Screen-Filmfestivals unverständlich...

 

...wenn ein mächtiger Sponsor inderart Einfluß auf ein kleineres, analog-kinematographisch ausgerichtetes Festival nimmt, dann nicht in der Absicht, um eine Reproduktion der historischen Formate und Aufführungsweisen zu stimulieren....

 

Ich glaube kaum, dass Bradford für sich in Anspruch nehmen möchte, ein rein analoges Widescreen-Filmfestival zu sein. Die Engländer sehen das Gottseidank nicht so eng. Hier: "Widescreen" = "Widescreen", ob nun analog oder digital.

 

Das Publikum dort vor Ort ist auch extrem interessiert an allem, was Kinotechnik angeht. Und die Leute sind dort sehr wissbegierig. Das finde ich sehr positiv. Das Interesse an Infos zum digitalen Kino und seiner Möglichkeiten ist daher sehr groß. Natürlich: wenn man ein Festival mit der Einstellung "nur analog ist gut" besucht, dann erleidet man dort sicherlich Schiffbruch. Aber selbstvertändlich steht es jedem frei, ob er das "digitale Angebot" während des Festivals in Anspruch nimmt oder lieber ein paar Stunden in der Museumskantine verbringt.

 

Du darfst Dir ganz sicher sein, dass in Bradford auch weiterhin photochemischer Film zum Einsatz kommen wird. Analog und Digital leben dort in friedlicher Koexistenz.

Mit Verlaub, wenn OKLAHOMA! in 2k Digital Cinema und eben so HOW THE WEST WAS WON so gezeigt werden, dann muss auch auf einem Wide-Screen-Festival von einem Paradigmenwechsel gesprochen werden.

 

Immerhin finden jene Veranstaltungshöhepunkte (von ihnen wird derzeit überwiegend gesprochen!) nicht etwa statt in einer innerhalb eines Medien-Museums sicher selbstverständlichen) Exposition von elektronischen Verfahren und Medien (die ja historisch einen mächtigen Raum seit Einführung des Radios und des Fernsehens einnehmen), sondern explizit in einer rein kinematographisch und somit analog ausgerichteten Todd-AO- und Cinerama-Schau, die jedes Jahr magnetisch anzieht, weil darin vergessene oder vernachlässigte Sonderverfahren der Motor des Festivals sind - dachte ich bisher.

Eine Digital Cinema-Projektion ist in jeder grösseren Stadt der Standard. Je mehr sie in reinen Museumsbetrieben Einzug hält, desto mehr erleidet irgendwann die kinematographische "Einsatzfähigkeit" Schiffbruch, wäre zu befürchten. Das muss so nicht sein, aber die Tendenz wäre doch einleuchtend?

 

Und auch der Begriff der "friedlichen Koexistenz" (Nikita Chrustchev) ist als PR-Gag von der Geschichte ad absurdum geführt worden, ließe sich resumieren.

 

Mein Fazit: Historisch getreue Kinematographie-Präsentation und (heutige, primär den Markteroberungsstrategien folgende Digital Cinema-Verbreitungen) schliessen einander aus, auch dann, wenn sie nebeinanderher laufen würden.

Mir ist keine These bekannt, nach der ein digitaler Roll-out den Zweck verfolgt, Large Formats in ihrer gebürtigen Form und Identität wiederzubeleben resp. eine Perfektionierung und Ausweitung analoger Prozesse zu verfolgen.

 

Sich das alles anzuschauen, auszuprobieren und durchzurechnen ist ja ganz legitim. Von einer Renaissance kinematographischer Verfahren zu sprechen, die vom Roll-out profitierten, käme mir nicht in den Sinn, da hierin ein Antagonismus angesiedelt ist, der erst aufhört, wenn das eine Platz greift, und das andere verschwindet.

 

Mit Verlaub: Schwarzmalerei ist Dein Fachgebiet. Und das mindert meine Vorfreude auf dieses (und auch andere Filmfestivals) in keiner Weise. Ich bin mir auch sicher, dass nicht nur das Festival in Bradford, sondern auch alle anderen Festivals dieser Art mit einem Bsucheransturm rechnen dürfen. :roll:

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Mal eine Frage, ist einer der Vorführer der Retrospektive hier im Forum?

Ja, hier ist einer :D

Mich würde deren Sichtweise der Probleme interessieren.

Was für Probleme soll es gegeben haben? :lol:

Denn solches wie oben beschrieben, habe ich im Cinestar8 nicht erlebt.

Man dankt für das Lob - und das ausgerechnet für "das Ding" (© cinerama)

 

Mike

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Mit Verlaub, wenn OKLAHOMA! in 2k Digital Cinema und eben so HOW THE WEST WAS WON so gezeigt werden, dann muss auch auf einem Wide-Screen-Festival von einem Paradigmenwechsel gesprochen werden.

 

Mit Verlaub, Mr. Cinerama hat natürlich völlig recht!

 

Ich unterscheide mich von der Auffassung von Mr. Cinerama nur dadurch, dass ich den Paradigmenwechsel außerordentlich begrüße ...

 

-- allerdings nur unter der Bedingung, dass baldige "Ewiggestrige" auf ihrer historischen Aufführungspraxis (wie in der Musik auf "historischen Instrumenten" und ausschließlich mit historischen Mitteln samt hermeneutischer Quellennutzung) bestehen und sich immer mehr und ausschließlich damit beschäftigen und andere damit beglücken (wollen).

 

Darin hat Mr. Cinemara meine ausdrückliche Unterstützung.

 

Dass es bald zu einer "Abstimmung mit den Füßen (ins DCI-Lager)" kommen wird, scheint mir unabwendbar zu sein. Und das hat nichts mit "Schwarzmalerei" zu tun. Das ist rein realistisch. Darin ist der derzeitige 70mm-Hype transitiv. Wer will sich auch bis in alle Ewigkeit mit den rund 50 Filmtiteln des Repertoires zufriedengeben?

 

Problematisch wird der "Paradigmenwechsel" erst dadurch, wenn die Rechteinhaber plötzlich bestimmen werden, dass die Filmprojektion ggü. Digitalprojektion nunmehr "minderwertig" sei und als solche, als Filmprojektion nicht mehr öffentlich so vorgeführt werden darf. Am Schlimmsten sind dann bei solchen Aufführungs-Diskussionen zumeist die Erben (Beispiele: Brecht, Kubrick etc.).

 

Deshalb sollten die "Zimmer" des Kinomuseums vielgestaltig sein: vom Nikkelodeon über das Tonfilmzimmer via Widescreen-Raum und "Schachtelkino" bis zum Multiplex-Modell -- im Darauf-Hoffen, dass "Special Ventures" mit Sondergenehmigung dann einiges mehr dürfen als normale Digitalkinos.

 

Insofern ist der experimentelle Mischbetrieb die Einübung zur Nicht-mehr-Ausübung.

 

Heißt damit auch: Man sollte sich dann irgendwann entscheiden, ob man lediglich ein "Themenpark" für "Epos-Dinosaurier" sein will ("Eros-Dinosaurier" wäre die andere Abteilung :oops:) -- oder dann doch etwas mehr mit etwas mehr Anspruch wollen möchte...

 

 

IMHO.

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"BARAKA"

 

Ab sofort wieder in 70mm kopie für die kinoauswertung in deutschland und europa verfügbar ...

 

Wir haben uns während der berlinale die filmtheater-auswertungsrechte sowie kopien gesichert und werten den film in 70mm und 35mm für Mark Magidson Productions in deutschen und europäischen kinos aus.

 

die blu-ray des filmes wird gerade als referenz "gefeiert" (man lese einmal die kommentare bei amazon.de), der film trifft auch heute noch den zeitgeist und an 70mm vorführungen des filmes im "original-referenz-kinoformat" besteht, auch und gerade beim jungen publikum, die die blu-ray gesehen haben oder über den erfolg der diesjährigen 70mm retrospektive während der berlinale gelesen und/oder gehört haben, großes interesse.

 

mit "special-interest" vorführungen dieses filmes in 70mm läßt sich sehr eindrucksvoll das KINO als DER ort für eine mediengerechte und kompetente präsentation von filmen in den mittelpunkt stellen.

 

70mm - Vorführungen:

 

27.02. - Cinemathek, Oslo

1. 03. - Schauburg, Karlsruhe

17.03. - Filmmuseum Frankfurt

3.04. - Kino MIR, Krnov

5.04. - Schauburg, Karlsruhe

3.05. - Schauburg, Karlsruhe

 

Bei interesse eine PN oder e-mail an baraka@schauburg.de

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"BARAKA"

 

Ab sofort wieder in 70mm kopie für die kinoauswertung in deutschland und europa verfügbar ...

 

Wir haben uns während der berlinale die filmtheater-auswertungsrechte sowie kopien gesichert und werten den film in 70mm und 35mm für Mark Magidson Productions in deutschen und europäischen kinos aus.

 

 

@ preston.

Komme da gerne noch mal drauf zurück.

 

Würde Baraka 70mm gerne als Geburtagsparty Film zeigen.

 

Um auch die Kritiker, die dann herzlich eingeladen sind, zu Kaffee und Kuchen, Brot und Bier, zufrieden zustellen:

 

Ich habe mir mittlerweile 2 original 1962er Breitfilm Objektive für mein Kino besorgt, die 2003er bleiben im Schrank, und verspreche durch Einsatz von Ashcraft Bogenlampen und Phillips OM A 4 Verstärkern, 12" Breitbändern von Valvo einen ungetrübten und herausragenden Baraka Genuß in Bild- und Ton, in der bekannten Güte einer 1969 er Vorführung, die ja die in der RH gesehehen Breitfilme um Längen übertreffen wird.

Ich habs gestern getestet- mit Lord Jim...

 

 

Stefan

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Schön zu hören, daß gerade im Fall von THE BIBLE eine Nachbesserung stattfindet, weil dieser Film bei hellerer Abstimmung sicher den D-150/Todd-AO-Look eindrucksvoll demonstriert.

 

Da stimme ich dir voll zu, denn die Kopie die wir in Karlsruhe sahen fand ich spektakulär scharf, bisher in dieser Hinsicht die beste neue Kopie die ich sah.

 

 

 

Wurde KHARTOUM eigentlich vom Kameranegativ oder vom Duplikat kopiert?

 

Wurde nicht gesagt, aber vom leicht schmutzigen und unregelmässigen Filmkorn her (soweit man es sehen konnte) würde ich als Quelle auf Duplikatmaterial tippen. Eine Kontaktkopie sieht meines Erachtens sauberer aus, das konnte man in in Bestform bei Cheyenne Autumn und Ryan's Daughter sehen, die beide (nicht nur) in dieser Hinsicht hervorragend aussahen.

 

@Stefan:

 

Wenn ich so den zweiten Teil Deines Post sehe, weiss ich nicht so recht ob Du was Du da schreibst ernst oder scherzhaft meinst Du alter Nostalhgiker :D

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Passt jetzt nicht ganz zum Thema des Threads, aber da wir hier ja alle sehr vertraut sind mit dem Festival in Bradford dachte ich, es passt irgendwie doch:

 

ein Beitrag aus Neuseland wurde jüngst in das anstehende Festivalprogramm aufgenommen: THIS IS NEW ZEALAND. Der Travelogue entstand 1969 und wurde offensichtlich in einem Multi-Screen-Verfahren hergestellt:

 

Mehr dazu hier: http://www.nationalmediamuseum.org.uk/b...id=%208370

 

Gezeigt wird eine nagelneue 35mm Scope Kopie mit 5.1 Sound.

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Ich frage mich immer noch, warum eigentlich Hans-Joachim Heuel seinen Text "Die Geschichte des 70-mm-Breitwand-Films" nicht aktualisieren, erweitern und als Begleitpublikation nun anno 2009 veröffentlichen durfte.

 

Schließlich war er derjenige, der bereits 1993/1994 im deutschsprachigen Raum einen ersten "Stein ins Wasser geworfen" hatte, als Heuel 1994 einen gleichnamigen Kurzessay zum Thema veröffentlicht hatte -- in Reaktion auf die verunglückte "Breitwandkino"-Retro von 1993. Für Nostalgiker und Newcomer zur Info: Es gibt noch einige, wenige Archivexemplare dieses Artikel-Heftes von 1994.

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Guter Hinweis! War das in Heft 1 von Polzer's "Weltwunder der Kinematographie"? Das ist das Heft, das ich seit Wochen ebenso intensiv wie erfolglos in meinem Bücherschrank suche.

Darf ich im Übrigen noch einmal an einen Satz erinnern, den @cinerama vor einigen Tagen in diesem Thread geschrieben hat?

" ... die aber in den 1960er Jahren längst Teil des in der Systemauseinandersetzung erzwungenen Eskapismus, also eine "Kinodroge" gewesen war, zumal die Antagonismen selbst auf der Strasse nicht gelöst werden konnten."

Will sagen: Die Aufarbeitung der technischen Entwicklung des Breitfilms und ihre Verdichtung zu einer Kulturgeschichte der Filmtechnik mag eine spannende und lohnenswerte Aufgabe sein - die Frage, welche Wirkungen die damit produzierten Filme auslösten, nicht weniger. Natürlich ist auch das unpolitischste Singspiel nicht wirklich unpolitisch, auch wenn es etwas anderes vorgeben mag; im Zweifel ist es doch mindestens ein Beitrag zur Bekräftigung der Sichtweise, dass möglichst alles so bleiben sollte wie es ist. In gewisser Weise war ich schon irritiert - mag sein, dass dies an meiner individuellen Filmauswahl lag - über die hohe Anzahl der auf der Retrospektive gesehenen Gutmenschenfilme, in denen die Gutmenschen an den Verhältnissen oder an sich scheitern (LORD JIM, KHARTOUM, RYAN'S DAUGHTER, LAWRENCE OF ARABIA). Sich dabei nichts zu denken, wäre nachgerade fahrlässig .... Mir scheint aber, dass gerade diese Aufarbeitung von Breitfilm-Sujets und Zeitbedingungen fehlt; die Leitung der Retrospektive jedenfalls hat sich hierum in keiner Weise bemüht ....

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@Stefan:

 

Wenn ich so den zweiten Teil Deines Post sehe, weiss ich nicht so recht ob Du was Du da schreibst ernst oder scherzhaft meinst Du alter Nostalhgiker :D

 

Wie der Vergleich ausging, dazu keine Worte.

War zwar noch nicht die Super Cinex Lampe (zu schwer für 1 Mann allein) aber 75A HJ (reicht für 8,1m) und 1965er Optik gegenüber 3 kW Hor. Xenon mit 2003er Isco 8 perf...

 

 

 

Stefan

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Würde Baraka 70mm gerne als Geburtagsparty Film zeigen.

 

Um auch die Kritiker, die dann herzlich eingeladen sind, zu Kaffee und Kuchen, Brot und Bier, zufrieden zustellen:

 

Ich habe mir mittlerweile 2 original 1962er Breitfilm Objektive für mein Kino besorgt, die 2003er bleiben im Schrank, und verspreche durch Einsatz von Ashcraft Bogenlampen und Phillips OM A 4 Verstärkern, 12" Breitbändern von Valvo einen ungetrübten und herausragenden Baraka Genuß in Bild- und Ton, in der bekannten Güte einer 1969 er Vorführung, die ja die in der RH gesehehen Breitfilme um Längen übertreffen wird.

Ich habs gestern getestet- mit Lord Jim...

 

 

Stefan

Dann lade ich mich mal selbst ein. :wink:

 

Übrigens: kaum genutzte Altobjektive von 1962 können aufgrund aufwendiger Bauart (immerhin Doppelgauss-Typus), berechnet auf die alte Bauer-Lampe, ein durchaus kornscharfes Bild liefern, wie wir es in der RH (Reichshauptstadt) bei den millionensubventionierten Aktionismen der Retrospektive leider vermissten.

Eine kalibrierte Oma-Anlage von 1964 kann ihrerseits störungs- und klirrärmere Übertragungen zustande bringen als eine Reichsretrospektive vom Februar 2009 auf Dolby-JBL-Kombination.

Das bestätigen auch einige Zeitzeugen der 1960er Jahre-Aufführungen in Zoo- und Royal-Palast.

Ich würde zwar stets die rote HD-Plus-Objektiv-Serie, Panastereo-Prozessor und Klipsch-Hörner als Neuanschaffung bevorzugen. Aber da die Zusammenstellung (alt + neu) in der Reichsschau gar nicht gut funktionierte, traut mal lieber dem eigenen Equipment ( - das hoffnungweckende Zitat der Presserklärung zur 70mm-Retrospektive "Bigger tan Life" der Berlinale im Oktober 2008 verhieß noch anderes:

 

Die Retrospektive wird im Kino International und im Cinestar 8 am Potsdamer Platz präsentiert. Das Kino International wird für die Festivalaufführungen mit einer Kombination aus altbewährter Projektionstechnik und neuer, digitaler Ausstattung speziell eingerichtet. Damit bietet dieses traditionsreiche Filmtheater ein optimales Sicht- und Klangerlebnis. Auf der großen gekrümmten Leinwand brillieren neue, aufwändig restaurierte 70-mm-Kopien neben wertvollen Unikaten aus Archiven. )

 

"Altbewährt" waren die defekten Ausbauprojektoren aus dem 'City im Europacenter' schon seit 1977 nicht mehr, und die digitale Ausstattung im ''CineStar 8' (eine dts-Wiedergabe noch unter dem Niveau eines analogen 20er-Jahre-Tons, ergänzt vom Ausfall des digitalen FP-75-E-Projektors [des Schrittmotors?]) tradierten brillant, auf was und wen man sich in Zukunft verlassen kann.

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Wie der Vergleich ausging, dazu keine Worte.

War zwar noch nicht die Super Cinex Lampe (zu schwer für 1 Mann allein) aber 75A HJ (reicht für 8,1m) und 1965er Optik gegenüber 3 kW Hor. Xenon mit 2003er Isco 8 perf...

 

Stefan

 

Hmm, ich würde minimale Vorteile bei Isco und Xenon vermuten, vielleicht als Double Blind Test bei der Geburtstagsvorführung ? ;)

 

Zum von @cinerama gesagten kann ich hinzufügen, dass die Technik die im Kino Mir in Krnow verbaut ist definitiv einen deutlich besseren Fokus ermöglicht als wir in der RH im International erleben durften. Meines Wissens dort mit Altoptiken und Originallampenhäusern.

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