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Geschrieben (bearbeitet)

Seit ich mit dem Sammeln von Filmkameras beschäftigt bin, haben mich die Geräte von ARCO besonders interessiert. Viele Jahre hat es gedauert bis ich über einen Sammler aus Taiwan ein jap. Fotozeitschrift mit der Geschichte der Firma ARCO zugespielt bekommen habe. Aber nur in japanisch. Mit Hilfe von Herrn Lossau gab es dann eine mündliche Übersetzung. Jetztz war klar, welche Kameras die Firma ARCO gebaut hat, darunter auch eine 16mm Filmkamera, die ARCO TV-16.

Übner dies Kamera hier mein Bericht:908145032_arco9.1.thumb.jpg.b640b5d603d5e76d60e66e84d4877e86.jpg

arco 9.3.jpg

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arco 9.4.jpg

arco 9.5.jpg

arco 9.6.jpg

arco tv16.jpg

Bearbeitet von Dieter Scherf
Für jede Kamera gibt es ein Datenblatt, wie der letzte Scan. (Änderungen anzeigen)
  • Like 3
Geschrieben

Danke für den schönen Bericht zur ARCO TV 16.

Die kleine 8mm Arco (im Bericht auf Seite 9.6 abgebildet) war meine erste doppel 8 Kamera. Ich hatte sie 1991 gekauft zusammen mit zwei Rollen D8 Kodachrome für 90 Mark. Bei der Rücksendung der entwickelten Filme aus der Entwicklungsanstalt (Lausanne) war ein Zettel beigelegt, man entschuldigte sich für die lange Zeit, bis zur Rücksendung (etwa 2 Wochen). Als Stuttgarter hatte ich seinerzeit meine Filme in Stuttgart Wangen zur Entwicklung abgegeben, die S8 K40 bekam man damals am gleichen Tag wieder entwickelt zurück.

 

Ulrich

Geschrieben

Hallo Ulrich,

die kleine Schwarze neben der ARCO TV-16 heißt ARCO CR-8 und kostete bei Markteinführung (damals bei Neckermann ) DM 995.-. Ich habe mit der Kamera viele schöne Filme gemacht.

Die techn. Ausstattung war hervorragend. Sie war die erste ARCO in meiner Sammlung. Leider findet man heute kaum noch funktionierende CR-( Modelle.

 

Gruß Dieter

Geschrieben

Dieter, sehr interessante Sache, danke für die Arbeit. Cool gemachte Einblendungen

Die Bodenfläche scheint nicht klein zu sein, es würde mich interessieren, wie die ARCO TV-16 sich auf Stativ macht. Ob es ein Bild gibt von ihrem Einsatz in Japan?

 

220 Grad Offenwinkel des Verschlusses ist nicht ohne, das bringt 50 Prozent mehr Licht gegenüber der Beaulieu R 16 zum Beispiel. Da wäre es gut zu wissen, wie viel Licht in den Sucher geht.

  • 6 Jahre später...
Geschrieben

Hallo Dieter,

 

ich habe in einem Schrank eine ARCO TV-16 mit Original Objektiven im Original Koffer gefunden.

Die Kamera ist in einem sehr guten Zustand, hat nur minimale Gebrauchsspuren.

Wer hat an dieser Kamera Interesse und wie hoch wäre der Wert?

 

Gruß Manfred 

Geschrieben

Ich heiße zwar nicht Dieter, hätte aber für meine Sammlung durchaus interesse. Beim Preis schau ich noch in den "Lossau" da steht ein ungefährer Richtwert drin, ist aber auch schon fast 20 Jahre alt das Buch, die Preise sind derzeit eher um einiges niedriger.

 

Gruß

Christian

  • Thumsbup 1
Geschrieben
Die ARCO TV 16 ist eine extrem rare, professionelle 16-mm-Filmkamera, die im Jahr 1960 vom japanischen Hersteller ARCO für die Rundfunkanstalt NHK (Nippon Hoso Kyokai) entwickelt wurde. Wegen der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens während der Produktion entstand nur eine Auflage von rund 50 Stück, was sie heute zu einer der seltensten Sammlerkameras der Filmgeschichte macht. [1, 2, 3]
 
Zitat Google 
  • Thumsbup 1
Geschrieben

Die Doiflex sind auch selten, erreichen gegen tausend Dollar Verkaufspreis. Die Arco TV 16 ist keine professionelle Kamera. Das ist meine Meinung. Die Paillard-Bolex-H- und die späteren Bolex-H-16-Kameras von Bolex International, eine andere Firma als die Paillard-Aktiengesellschaft, sind und bleiben Amateurgeräte. Man kann Motoren dranschrauben, Magazine aufschnallen und Zoomobjektive dranklemmen, so lange man will, die Filmführung, die Sucher und die Unterhaltsmöglichkeiten befriedigen berufliche Ansprüche nicht. Jeder Filmo 70 von Bell & Howell ist näher am professionellen Status dran.

  • Thumbsdown 1
Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb Film-Mechaniker:

Die Paillard-Bolex-H- und die späteren Bolex-H-16-Kameras [..] sind und bleiben Amateurgeräte

Dass ja richtig sein und da kann man auch wohl auf Deine fachliche Mechaniker-Meinung vertrauen. Das ändert aber nichts daran, dass die H16 in der Vergangenheit in zahlreichen, professionellen Produktionen verwendet wurden (auch wenn ein paar davon eher C- als B-Pictures waren). Und heute sind sie trotzdem noch bei Amateuren und Semi-Profis beliebt.

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Es ist die Frage, was eine professionelle Kamera auszeichnet.

In den USA wurde auch bei der Vietnamberichterstattung regelmäßig Filmo 70 als robuste Hardware eingesetzt, in Deutschland wohl die Arri als Marktführer.

Aber sehr viele wunderbare Dokumentarfilme, die auch im TV Einzug hielten, wurden mit den Bolex H-Kameras gedreht wegen des vielseitigen Zubehörs, der Frostfestigkeit und der Unabhängigkeit von einer Stromversorgung.

Ernst 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Ernst Wiegand:

Es ist die Frage, was eine professionelle Kamera auszeichnet.

 

Die beantworte ich gerne.

 

Erstens muß sie den harten Arbeitsalltag aushalten. Da scheiden die Bolex-H schon aus, weil man nicht nachschmieren kann. Nach 50 Rollen Film müßten Fett und Öl nachgeschoben werden, 5000 Fuß oder 1,5 km. Bei den Federwerkmodellen läuft die kritischste Verzahnung, die zwischen Kupplungsrad und Ritzel auf Vorwicklerwelle, trocken, Abnutzung setzt ein.

 

Zweitens wird von einer Berufskamera erwartet, daß sie die technischen Errungenschaften auf dem Gebiet enthält. Das sind ein Präzisionsfilmantrieb, ein Spiegelreflexsucher zusammen mit genügend starker Vergrößerung eines Mattscheibenbildes und entweder geräuscharme Funktion für Aufnahmen mit O.-Ton oder weitgehend beliebige Geschwindigkeiten; Beispiel Mitchell NC (geräuscharm bei 24 B./s) oder High-Speed-Modell (bis 128 B./s). Die Paillard-Greifer sind lärmig. Der Prismenreflexsucher bei Paillard ist einfach zu lichtschwach und optisch einschränkend.

 

Drittens steht und fällt professionelle Nutzung einer Kamera mit dem Service, den die Herstellerin selber leistet. Gibt diese auf, bricht der Wert eines Produktes sofort ein. Aaton ist weg, ARRI hat den Film verlassen, fast alle haben losgelassen. Debrie-CTM ist ein Witz heute, wenn man da wegen einer Kamera oder einer Kopieranlage anruft, wird abgewiegelt. Panavision ist noch aktiv und was mit IMAX zusammenhängt. Bolex International ist auch ein Witz, ein schlechter.

 

Das heißt alles nicht, daß ich mich nicht weiter dafür einsetze, daß Bolex benutzt werden, wohl wissend, daß kaum ein/e Kunde/Kundin von mir 50 Hundertfüßer binnen eines Jahres verdreht.

  • Thumsbup 1
Geschrieben
Am 14.8.2026 um 16:07 schrieb Ernst Wiegand:
Die ARCO TV 16 ist eine extrem rare, professionelle 16-mm-Filmkamera, die im Jahr 1960 vom japanischen Hersteller ARCO für die Rundfunkanstalt NHK (Nippon Hoso Kyokai) entwickelt wurde. Wegen der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens während der Produktion entstand nur eine Auflage von rund 50 Stück, was sie heute zu einer der seltensten Sammlerkameras der Filmgeschichte macht. [1, 2, 3]
 
Zitat Google 
 

So ganz stimmt das nicht, hier irrt die Google KI, insbesondere bei der Stückzahl.

 

Laut lossau bewegen wir uns zwischen 500 und 600 Euro Sammlerwert, einen Gebrauchswert hat die Kamera keinen wirklichen mehr. 

In den Bereich biete ich - kommt in die Vitrine zu den anderen Besonderheiten.

Geschrieben

Ich möchte noch etwas zu den Paillard-Bolex-H sagen:

 

Daran, daß fortlaufend Änderungen vorgenommen und neue Modelle herausgebracht wurden, kann man erkennen, welche Lebensdauer angenommen worden war. Sie betrug, meine Einschätzung, ungefähr fünf Jahre. Durch Krieg, Wiederaufbau und Wirtschaftsaufschwung bis in die Mitte der 1960er kam eine neue Verbrauchermentalität auf, sicher auch stark gefördert von der Werbung. Ihr kennt die interdisziplinären Wirkungen, Filmstars mit Produkten, Promis. Paillard setzte ganz auf diese korrodierende Reklame. Die Liebhaberfilmerei rutschte ins Irrationale hinüber.

 

Von den angeblich 100'000 H-Kameras ist mutmaßlich die Hälfte kaputt. Von der anderen Hälfte sind viele unvollständig geworden, es fehlen Hülsen an Filterhaltern, die Filterschieber selbst, Kurbeln, Deckeln, Augenmuscheln, Sucher. Dann hat Rost Einzug gehalten, Verchromung blättert ab, die Schmiermittel sind vertrocknet, die Feder kann jederzeit brechen, Gewinde sind versaut. Ich beglückwünsche alle, die mit Service in ihr Gerät investieren, doch die allermeisten, die heute Film anfassen, sind glänzende Verbraucher. Dabei sind sie innerlich maximal entfernt vom Filmjahrhundert. Was in den fünfzigern allen geläufig war, ist der Jugend jetzt unbekannt. Manchmal könnte ich schon danke-adieu sagen, besonders wenn ich sehe, wie grob mit den Geräten umgegangen wird.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Film-Mechaniker:

Daran, daß fortlaufend Änderungen vorgenommen und neue Modelle herausgebracht wurden, kann man erkennen, welche Lebensdauer angenommen worden war.

Ich denke, es wäre eine ziemlich verwegene Theorie, an der Modellpflege die Produktlebensdauer ablesen zu wollen, Modellpflege dient eher der Qualitätssicherung bzw. der Verringerung von Ausschuss und Nacharbeit, sowie der Vereinfachung von Produktionsabläufen. Oft eben auch der Einführung von Verbesserungen für den Anwender, um Marktanteile zu sichern.

 

vor 1 Stunde schrieb Film-Mechaniker:

Von den angeblich 100'000 H-Kameras ist mutmaßlich die Hälfte kaputt. Von der anderen Hälfte sind viele unvollständig geworden, es fehlen Hülsen an Filterhaltern, die Filterschieber selbst, Kurbeln, Deckeln, Augenmuscheln, Sucher. Dann hat Rost Einzug gehalten, Verchromung blättert ab, die Schmiermittel sind vertrocknet, die Feder kann jederzeit brechen, Gewinde sind versaut

Natürlich, kann man da nur sagen.

Die Kameras haben mal einen blühenden Markt von Profis, Semiprofis und Amateuren versorgt. Die Stückzahlen scheinen mir nicht zu hoch gegriffen angesichts der Omnipräsenz der H-Kameras in früheren Zeiten. Als deren Hochzeit zu Ende ging, verschwanden sie in Schränken und Kisten und wurden irgendwann wieder ausgegraben, als Schmalfilm wieder geschätzt wurde, ein Großteil ungewartet, kaputt genutzt, verschlissen und günstig zu haben. Heute teuer und immer noch nicht gewartet 🙄

 

Irgendwann geht dann gar nichts mehr, und dann landen sie (wahrscheinlich) bei Dir.

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