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Geschrieben

So eine magnetophon Kiste mit projektor habe ich auch noch irgendwo ihr Dasein Fristen. Soweit ich mich erinnere, fehlt aber leider die Welle. Viel Erfolg! Bin gespannt wie die gerätekombination läuft.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Friedemann Wachsmuth:

Ist die denn Hexenwerk..? 

Nein, eher feiner Maschinenbau. Wenn ich mal ein bisschen Zeit finde, vermesse ich die Anschlussstücke. Die Welle selbst macht man dann z.B. aus einem besseren Schrumpfschlauch

Geschrieben

Ich hoffe, Euch gefällt diese Zeitreise zurück zum Ende der 1950er Jahre.

Es hat ja dann doch etwas gedauert, bis ich diesen Artikel bei filmkorn fertigstellen konnte (Simon hat ja hartnäckig nachgehakt). Die Recherche dazu hat jedenfalls großen Spaß gemacht, genauso, wie die Jagd nach brauchbaren Geräten nach immerhin fast 70 Jahren. Den größten Spaß hatte ich bei der Vertonungs-Show, um den Arbeitsablauf an einem realen Projekt vorführen zu können.

Es ist erstaunlich, was Zeiss-Ikon damals so kurz nach der Einführung der Transistoren im Consumer-Bereich auf die Beine gestellt hat. Ebenso erstaunlich ist es, daß diese Geräte nun tatsächlich noch funktionieren (und das hoffentlich noch lange tun).

  • Like 1
Geschrieben

Ja, sicher, das hast du ausgezeichnet gemacht! Es war schon eine besondere Idee, ein mechanisch passives Tonbandgerät an den Projektor zu hängen. Ist es denn so, daß das Moviphon nur 16 B./s verträgt? In den Unterlagen lese ich nirgends vom Betrieb mit Tempo 24. Was auch befremdend wirkt, ist die Aussage von Zeiss-Ikon, daß man das Moviphon wie ein gewöhnliches Tonbandgerät benutzen könne. Wer will denn den Projektor nebendran (leer) rattern haben, um ein Kaufband zu hören?

Geschrieben
vor 40 Minuten schrieb Film-Mechaniker:

Ist es denn so, daß das Moviphon nur 16 B./s verträgt? In den Unterlagen lese ich nirgends vom Betrieb mit Tempo 24.

Das ist korrekt, der ganze Ablauf ist für 16 B/s vorgesehen. 
image.thumb.png.accb98968845ee42f6442868d83e22aa.png

 

Ich gehe davon aus, dass 24 B/s nicht für Tonfilm vorgesehen war.

  • Surprised 1
Geschrieben

(Wie formuliere ich die folgende Frage so, dass die Option auf ein Nein entfällt 🤔)
 

@Helge ich freu mich schon auf nächstes Jahr Deidesheim, wenn Du das vorführen wirst! 😁

Geschrieben

Der einzige Grund, den ich mir vorstellen könnte: Somit wäre die Tonbänder auch mit einem normalen 2-Spur Tonband kompatibel. (Falls die Köpfe kompatibel sind)  Schneller hätte wohl eine bessere Ton-Qualität aber eine ganz eigene Band-Geschwindigkeit.

  • Like 2
Geschrieben
vor 57 Minuten schrieb filma:

(Wie formuliere ich die folgende Frage so, dass die Option auf ein Nein entfällt 🤔)
 

@Helge ich freu mich schon auf nächstes Jahr Deidesheim, wenn Du das vorführen wirst! 😁

Ich freue mich, wenn Du Dich freust 😉

Mal schauen, momentan sieht es so aus, dass meine Anreise zu Deidesheim 2027 mit dem PKW erfolgt. Dann könnte ich mir das überlegen…

  • Like 1
Geschrieben (bearbeitet)
vor 56 Minuten schrieb Utschke:

Der einzige Grund, den ich mir vorstellen könnte: Somit wäre die Tonbänder auch mit einem normalen 2-Spur Tonband kompatibel. (Falls die Köpfe kompatibel sind)  Schneller hätte wohl eine bessere Ton-Qualität aber eine ganz eigene Band-Geschwindigkeit.

Ein ganz valider Punkt.

Folgendes zu bedenken:

1) die absolut überwiegende Mehrheit der Normal 8 Anwender hat damals ausschließlich mit 16 B/s gefilmt. Zum einen war Filmmaterial auch damals schon teuer, zum anderen hat man (wie heute) die längere Laufzeit gegenüber 24 B/s geschätzt.

2) Zeiss-Ikon hätte bei unterschiedlichen Bandgeschwindigkeiten sicher die Frequenzentzerrung anpassen müssen, aber hundertprozentig die Vormagnetisierung. Ein Schalter am (separaten) Moviphon wäre nötig gewesen, was extra gekostet hätte und ein Fehlbedienungsrisiko gewesen wäre.

 

Diese beiden Punkte für eine minimale Anwendergruppe wäre nicht sehr klug gewesen.

Bearbeitet von Helge (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo in die Runde, 

ich habe auch 2 Moviphone...leider keine Welle...bei dem einen ist allerdings eine Korkbeschichtung abgebroeckelt, mit der ein Treibrad beschichtet wurde..ich erinnere mich im Moment allerdings nicht mehr, ob das zweite Gerät auch diese broeckelige Beschichtung hat.

Ist aber mM eine tolle Idee gewesen, zumal kein perforiertes Spezialband benutzt werden musste.

 

Ernst

Bearbeitet von Ernst Wiegand
Schreibfehler (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Sehr interessant und anschaulich aufbereitet auf filmkorn.org. Immer wieder schön, etwas tiefer in die Geschichte und Technik alter Zeiten einzutauchen….herrlich !

Klasse auch der verlinkte Artikel auf super8.tv.

Und ganz nebenbei habe ich im ungebremsten Lesefluss auch noch interessante Details zu meinem N8-Lieblingsprojektor Bauer T10 mit Tonkoppler mitgenommen.

Danke an die enthusiastischen Autoren und Webseitenbetreiber @Helge, @Friedemann Wachsmuth und @Jürgen Lossau!👍

  • Thumsbup 2
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Utschke:

Der einzige Grund, den ich mir vorstellen könnte: Somit wäre die Tonbänder auch mit einem normalen 2-Spur Tonband kompatibel. (Falls die Köpfe kompatibel sind)  Schneller hätte wohl eine bessere Ton-Qualität aber eine ganz eigene Band-Geschwindigkeit.

9,5cm/s war die Standardgeschwindigkeit im Amateurbereich. Es ist der beste Kompromiss aus Laufzeit und Klangqualität. Ich vermute stark, dass nicht die Bandgeschwindigkeit der Klangqualität Grenzen setzt, sondern die einfache Konstruktion des Bandgeräts. Schließlich hatten "richtige" Tonbandgeräte wie von Telefunken zu der Zeit bei 9,5 cm/s einen erheblich größeren Frequenzbereich. Damit man eine höhere Geschwinidigkeit sinnvoll nutzen könnte, müsste man wohl die ganze Konstruktion hochwertiger Richtung Hifi auslegen müssen.

 

Link zum Prospekt: https://www.wegavision.eu/Foto und Filmkameras/Zeiss/Zeiss Ikon Moviphon Prospekt/index.html

Geschrieben

Durch riemen umlegen wird auch die vormagnetisierung bei der Aufnahme nicht umgestellt und das müsste sie aber notwendigerweise zwingend,  da sonst kein annähernd gut klingenden Ton herauskommt. Bei jeder bandmaschine, egal ob heimgerät oder Studio wird das so gemacht.

Ich denke also schon, dass der projektor zwar 24 b/s abspielen kann, das tb aber nur für den Betrieb mit möglicherweise 18b/s gedacht ist. 

Geschrieben (bearbeitet)

Oder so. Jedenfalls keinesfalls für mehr als eine Geschwindigkeit,  wenn keine umstellmöglichkeit der vormagnetisierung erfolgen kann. Möglich wäre allenfalls, dass man die vormagnetisierung irgendwo kompromissmässig in die mitte gesetzt hat, was aber ein denkbar schlechter Kompromiss wäre.

Bearbeitet von Dent-Jo (Änderungen anzeigen)

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