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Analog oder Digital?


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Ein weiterer Vergleich eines Themas mit unterschiedlichen Mitteln:

 

N8 SW Film mit Bolex B8L

oder micro4/3 SW Film mit GH2?

 

Der Analog Film ist hier nur von der Leinwand aufgenommen. Auch mit der GH2.

 

Was wirkt wie?

Filmkratzer, Filmkorn, Bildstand, Auflösung... 

Der Ton ist bei beiden Filmen digital.

Eine Aufnahme mit Pistenton hätte ich auch noch zum Vergleich...

 

https://vimeo.com/490736537

 

hier der N8 Film:

 

https://vimeo.com/181677234

 

 

Was ist dem Thema "Tradition(-swerft)" eher angemessen?

 

 

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Mensch, was erwartest Du für eine Antwort - in einem Schmalfilmforum.....

Der Digitalfilm ist zwar s/w aber irgendwie fehlt mir einfach das Korn.

Und immer diese unglaubliche, hyperrealistische Schärfe dieser Digitalfilme...schärfer als die Wirklichkeit... das macht mir immer irgendwie Angst.

 

Der N8-Film hat als einfach abgefilmte Version natürlich schlechte Karten....

"Wir" wissen, wie N8-Film projeziert aussieht bzw. aussehen kann... der unbedarfte Zuschauer denkt bei solchen abgefilmten Aufnahmen nur, wie schlecht früher Film gewesen ist.  ....

Edited by k.schreier (see edit history)
  • Confused 1
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Die N8-Version ist interessanter, was Kameraführung bzw. Kadrierung betrifft: näher dran an den Menschen und Dingen,

der Schnitt ist rhythmischer - eben filmischer. Jeder Take kostet Material und will überlegt sein - das sieht man hier.

 

Die Digitalfassung spielt bei TC 2:47 ihren Vorteil aus: Der Detailreichtum der Schlosserwerkstatt ist gigantisch.

 

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vor 51 Minuten schrieb k.schreier:

Mensch, was erwartest Du für eine Antwort - in einem Schmalfilmforum.....

Der Digitalfilm ist zwar s/w aber irgendwie fehlt mir einfach das Korn.

Und immer diese unglaubliche, hyperrealistische Schärfe dieser Digitalfilme...schärfer als die Wirklichkeit... das macht mir immer irgendwie Angst.

 

Der N8-Film hat als einfach abgefilmte Version natürlich schlechte Karten....

"Wir" wissen, wie N8-Film projeziert aussieht bzw. aussehen kann... der unbedarfte Zuschauer denkt bei solchen abgefilmten Aufnahmen nur, wie schlecht früher Film gewesen ist.  ....

 

Nächste Woche kann ich mal die abgetastete N8 Version mit Pistenton hochladen.

Wenn schon Analog, dann auch Pistenton ist meine Devise. Die kinoreife Digitalorgie passt für mich einfach nicht zu einem 4x5 mm Bildchen, daß durch den Projektor läuft.  

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Was mir auffällt, ist, dass der von der Leinwand abgefilmte Streifen doch ziemlich flimmert. Mich wundert es, dass dies mit meinem doch recht betagten Sony DV Camcorder so gut wie fast nicht der Fall ist, wie z.B. das hier zeigt:

https://www.youtube.com/watch?v=3NHXrNRuWpw

vor 6 Stunden schrieb k.schreier:

Und immer diese unglaubliche, hyperrealistische Schärfe dieser Digitalfilme...schärfer als die Wirklichkeit... das macht mir immer irgendwie Angst.

Ich habe jedesmal bei so etwas haargenau denselben Gedanken ! 

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Am 14.12.2020 um 15:20 schrieb k.schreier:

 

Und immer diese unglaubliche, hyperrealistische Schärfe dieser Digitalfilme...schärfer als die Wirklichkeit... das macht mir immer irgendwie Angst.

 

 

 

Die "hyperrealistische Schärfe" entsteht besonders bei kleinformatigen Kamerachips (extrem bei Handyaufnahmen). Nimmt man Vollformat und  offene Blende kann das schon anders aussehen...

Was mich bei N8 reizt, ist gerade das  leicht unvollkommene, etwas zerbrechlich wirkende Image.

Meinetwegen auch das, was die "unbedarften Zuschauer" dabei empfinden.

Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn, denen beweisen zu wollen, was für hervorragende Aufnahmen schon auf 8mm Film möglich waren und immer noch sind. 

Das Zarte, von den heutigen Sehgewohnheiten Abweichende kann auch ansprechen.

Am Besten mit einem Pistenton!

 

Ich habe in den 80zigern  für´s Fernsehen Arbeiten auf 16mm negativ mit ARRI Kameras gedreht und auf Perfektion geachtet. Und dafür mal locker Wagen und Schienen für Kamerafahrten durch die Gegend gekarrt. Betacam SP konnte da kaum mithalten. 

Aber heute geht das ganz einfach mit ´ner Vollformatkamera und Gimbal.

Und wenn  ich dann heute N8 wähle, könnte das eher heissen: "back to the roots".

Das darf dann bei mir auch mal amateurhaft wirken...

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Was man von mir wahrscheinlich nicht erwarten würde, ich finde, es ist vor allem dem Video nicht Genüge getan. Die Digital-Kamera gehört auch aufs Stativ und sehr genau horizontal ausgerichtet. Die Video-Kamera soll ebenso wie eine Filmkamera näher ans Geschehen gebracht werden, wenn es nicht anders geht, mit längerer Brennweite. Es sieht zu sehr nach Handy aus, beiläufig gemacht. Das ist doch schade. Ich sehe nämlich gerne einen Haufen Details, besonders Texturen, Oberflächen.

 

Der 8-mm-Film leidet unter Grobkörnigkeit. Leider, leider ist kein feinkörniger Schwarzweiß-Aufnahmefilm auf dem Markt. Fomapan R in Ehren, aber ein Agfa-Isopan oder Gevaert-Microgran aus den dreißiger Jahren brachte dann schon ein anderes Bild. Herr Kahl hatte bis dieses Jahr Positivmaterial in Doppel-8, das ist nur blauempfindlich, aber feinkörnig. Vielleicht greift Herr Wittner das auf, wäre toll.

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Auch auf die Gefahr, dass ich hier gesteinigt werde, mir gefällt das Video besser. Simon kann ich nur beipflichten, ein Stativ gibt Ruhe, und die Detailauflösung ist schon in 2K hervorrangend. Die Vermeidung von Schwenks von links nach rechts, dann wieder umgekehrt, dann wieder von links nach rechts wäre zusätzlich von Vorteil.

 

Mit dem Fomapan R100 in S8  werde ich definitiv nicht warm, im Vergleich zu früherem Plus-X oder zu Scala fällt er massiv zurück. Ich hab's damit aufgegeben. In 16mm kommt er definitiv super und erfüllt meine schwarzweißen Erwartungen. Filmen auf Negativmaterial mit anschließender Abtastung und Bearbeitung im Schnittprogramm habe ich noch nicht probiert, will ich aber machen.  Mittlerweile arbeite ich aber gern und viel mit Video (vom Stativ!) und schätze neben der hohen Bildqualität den unverrückbarem Bildstand und  die phantastischen Möglichkeiten der Nachbearbeitung, um meine Geschichten zu erzählen. Schärfer als die Wirklichkeit geht dabei schon physikalisch nicht, und eine tolle Bildqualität hat mich jedenfalls noch nie gestört.

Ob es noch einmal niedrigempfindliches SW-Material in S8 geben wird, bezweifle ich schon allein wegen der Kosten, die meisten wollen es dann bitteschön auch farbig.

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Nja, das mit dem SW Umkehrmaterial ist ein guter Punkt. Habe auch mal Foma ausgetestet in meiner russischen DS8 Gurke und wurde von beidem enttäuscht- ist halt nix für 8mm.

Aber nun zu Normal/Super 8 SW Material: Tri-x finde ich in S8 ganz in Ordnung. Dennis Toeppen bietet es ausserdem auch für Doppel 8 an - und wie wir mittlerweile wissen, kümmert sich Wittner um das Perforieren.

Für Single8 bietet Retro 8 ein 200er Material an - es ist allerdings unklar, was es genau ist. Am naheliegensten aber auch Tri-x.

In 16mm gibt es ja ausserdem noch das Material von Orwo  (UN54), welches man als Umkehrfilm entwickeln kann. Vlt. erbarmt sich mal jemand und macht was anderes draus...

Was ist eigentlich aus Adox geworden? Die hatten immer einen Super8 Film, aber der ist plötzlich verschwunden...

 

Genug off topic. Schaut man sich im Internet um, muss ich sagen, dass ich SW in 16mm am schönsten finde. Dieses Format würde ich wirklich allem vorziehen, wenn in SW zu drehen wäre. Und ich nehme das nicht so eng mit Umkehr / Negativ. Für "Produktionen", die man oft eh nur digital verteilen kann, spielt das keine Rolle, oft ist Negativ dann sogar flexibler.

Und um die Video/Film Frage zu beantworten: Man kann es entweder so angehen, dass man das passende Format zur Geschichte wählt oder die Geschichte zum Format hinbiegt. So wie es die Kreativität eben will. Gebt Steven Spielberg eine Handykamera aus den frühen 2000ern in die Hand und was er damit anstellt, wird nach etwas aussehen (behaupte ich mal).

 

Meine Meinung zu Deiner Frage: Ich würde mischen! Für nahe Distanzen zum Objekt und Handarbeit N8, sonst Digital.

 

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Ich bin auch ein Freund von Aufnahmen mit Stativ. Insbesondere die mit Hydroköpfen.  Da ist dann ein gaaanz langsamer Schwenk mit Schärfenachziehen möglich! Herrlich!

(Auf der Werft jedoch bin ich - fast wie eine Ratte +-illegal - durchgerutscht...)

 

 

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vor 44 Minuten schrieb St1600:

(Auf der Werft jedoch bin ich - fast wie eine Ratte +-illegal - durchgerutscht...)

Îrgendwie merkt man das  😉 gab es keine Absprachen mit ein paar leuten, denn in so einem Fall kann man dann ja auch problemlos Close Ups machen. 😉

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vor 13 Stunden schrieb Stereominister:

Und um die Video/Film Frage zu beantworten: Man kann es entweder so angehen, dass man das passende Format zur Geschichte wählt oder die Geschichte zum Format hinbiegt.

 

...vermag ich kaum nachzuvollziehen: wie biegt man denn eine Geschichte zum Format hin?

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vor 11 Stunden schrieb Carena48:

Îrgendwie merkt man das  😉 gab es keine Absprachen mit ein paar leuten, denn in so einem Fall kann man dann ja auch problemlos Close Ups machen. 😉

Klar hab ich gefragt, ob ich in dieser Traditionswerft mit einer traditionellen Federwerkskamera einen kleinen Film machen kann. Aber nur unauffällig mit Handkamera.

Als ich dann mal kurz auch die GH2 holte, wurde das gleich moniert...

Fazit: Tradition(alte Werft) passt wohl zu Tradition (alte Kamera).

 

Den Titel habe ich natürlich zuhause gedreht: SW Foto von GH2 abgezogen auf 13X18, auf-, abgeblendet, entsprechend zurückgedreht, Titel einbelichtet (oder umgekehrt).
Und das auch nicht mit der Bolex B8L, sondern mit der Agfa Movex Reflex. 

Die Musik kommt von einer alten Schallplatte.

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vor 9 Stunden schrieb jacquestati:

 

...vermag ich kaum nachzuvollziehen: wie biegt man denn eine Geschichte zum Format hin?

Naja, Grobkörnigkeikt/Kontrast/... vermittelt ein bestimmtest Feeling welches wiederum einen bestimmten Rahmen für eine Story strickt. Aber das ist Kreativität - jeder soll das so machen, wie es für ihn am besten funktioniert!

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Eben mal Rückkoppelung zum digitalen Video: Das ist ungefähr auf dem technischen Stand von Prosumer-Video von vor 10 Jahren (und daher wahrscheinlich mit einer Kamera wie der Panasonic GH2 gedreht), vor allem im geringen Dynamikumfang (ausgebrannten Spitzlichtern und absaufenden Schatten) und der starken künstlichen Nachschärfung des Materials.

 

Heute geht da (auch mit relativ preiswerten Prosumer-Kameras von Panasonic, Fuji, Sony & Co.) erheblich mehr, wenn man in Log-Bildprofilen dreht oder auch in eingebauten s/w-Profilen bei höheren ISOs und aktivierter Dynamikumfangverbesserung. (Spare mir mal Beispielvideos, weil dies hier immer noch ein Schmalfilmforum ist.)

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