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Bauer P8 L - Schwungrad?


Wiener
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Grüsse euch, ich bitte um die Meinung der geschätzten Experten des Forums.

 

Ich habe einen funktionierenden P8L erstanden, um meine "Machwerke" endlich nicht nur digital, sondern auch projiziert zu sehen. Dabei fiel mir auf, der Zahnriemen für das Rückspulen ist hinüber (verhärtet, brüchig, Fragmente rieselten unten raus), weswegen ich das Gerät geöffnet habe. Riemen ist nun bestellt bei Wittner.

Beim Betrachten des Projektors ist mir jedoch eine seltsame Leere aufgefallen - fehlt hier etwa das Schwungrad?

 

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Die Explosionszeichnung zeigt eines, nur ist die Frage, wurde es auch immer im P8L verbaut?

 

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Auch die Ersatzteilliste führt ein Schwungrad für den P8L auf.

 

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Bitte um eure Meinungen, herzlichen Dank 🙂

 

 

 

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vor 6 Minuten schrieb Ernst Wiegand:

Das ist doch ein Tonfilmprojektor ???

Wenn ja, hat der üblicherweise ein Schwungrad...wie auch die S8 Tonprojektoren...soll einen konstanten Zug ermöglichen, damit der Ton stabil bleibt...das ist die Funktion, meine ich.

Ernst

 

 

Ja, der Projektor kann Lichtton. Das ist ein gutes Argument. Derzeit denke ich, das es fehlt...

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Danke für eure Rückmeldungen.

 

Leider ist es dann wohl so, wie ich es mir schon gedacht habe. Dann werde ich wohl entweder ein Schwungrad auftreiben müssen, oder es neufertigen...

 

Sind die Maße irgendwo aufgeführt?

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So sieht es im P7TS aus.

Man muss schon so Einiges rausbauen, um was zu erkennen.

Dummerweise ragt die Schwungscheibe durch das Gehäuse bis in den Bereich der Elektronik hinein.

Also einfach abziehen ist nicht.

Die Tonwelle muss komplett raus.

 

Mein P8 Selecton ist zu vollgestopft um was zu erkennen. 

Den möchte ich jetzt nicht zerlegen. 😬

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Erstmal danke fürs nachschauen @makrofotografie, das verstehe ich natürlich.

 

Ein neues Schwungrad zu drehen ist jetzt nicht ein unlösbares Problem.

Man könnte sogar den Diameter etwas verkürzen, sodass der Aus- und Einbau auch ohne die komplette Demontage der Tonwelle geht. Das Rad müsste dann auch nicht in den Auschnitt hineinragen. Etwas unpraktisch...

 

Welle hat im P8L einen Durchmesser von 7 mm

 

Muss das Schwungrad ein ganz bestimmtes Gewicht bzw ganz bestimmte Maße (abseits des Lochs für die Welle aber das ist klar, muss man halt entsprechend aufbohren und dann mit einer Reibahle bearbeiten) haben, um seinen Dienst zu tun? Wie gesagt, der Projektor läuft ja eigentlich bis auf das Rückspulen. Nur habe ich keinen Lichttonfilm zur Hand, werde mir sowas suchen. Nehme an es könnte dann der Ton jaulen oder ähnliches, ohne Schwungrad.

 

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vor 5 Stunden schrieb Wiener:

Erstmal danke fürs nachschauen @makrofotografie, das verstehe ich natürlich.

 

Ein neues Schwungrad zu drehen ist jetzt nicht ein unlösbares Problem.

Man könnte sogar den Diameter etwas verkürzen, sodass der Aus- und Einbau auch ohne die komplette Demontage der Tonwelle geht. Das Rad müsste dann auch nicht in den Auschnitt hineinragen. Etwas unpraktisch...

 

Welle hat im P8L einen Durchmesser von 7 mm

 

Muss das Schwungrad ein ganz bestimmtes Gewicht bzw ganz bestimmte Maße (abseits des Lochs für die Welle aber das ist klar, muss man halt entsprechend aufbohren und dann mit einer Reibahle bearbeiten) haben, um seinen Dienst zu tun? Wie gesagt, der Projektor läuft ja eigentlich bis auf das Rückspulen. Nur habe ich keinen Lichttonfilm zur Hand, werde mir sowas suchen. Nehme an es könnte dann der Ton jaulen oder ähnliches, ohne Schwungrad.

 

Ohne Schwungmasse würde es erbärmlich jaulen. Die originale Schwungmasse ist gewuchtet. Das bekommt man auf der Drehmaschine eher nicht hin. Allerdings hat Kinoton bei den 35ern später auch ungewuchtete Tonschwungscheiben genutzt. Könnte also funktionieren. 

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Das mit der gewuchteten Schwungmasse hatte ich nicht bedacht!

 

Gut, da ich den Rückspulriemen tausche, werde ich gleich die Gelegenheit nutzen, die beiden Arme neu zu schmieren und auch deren Riemen zu tauschen. Da das ja einen gewisser Zeitaufwand mit sich bringt, kann ich ja inzwischen nach einem Gerät zum ausschlachten suchen. Wenn sich keins findet, kann ich mich immer noch hinsetzen und ein Schwungrad drehen. Danke Thomas für die Angabe des ungefähren Gewichts.

 

Werde jedenfalls posten, wie es ausgeht.

Schau ma mal, wie man in Wien sagt

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vor 4 Stunden schrieb Thomas:

Allerdings hat Kinoton bei den 35ern später auch ungewuchtete Tonschwungscheiben genutzt. Könnte also funktionieren. 


Ja, Kinoton hat mehrere ungewuchtete Blechscheiben verwendet, die sogar noch mit Hammerschlaglack versehen wurden 😄
 

vor 1 Stunde schrieb Wiener:

Werde jedenfalls posten, wie es ausgeht.

Schau ma mal, wie man in Wien sagt


Schöne Grüße an die Eumig-Stadt Wien! Warum habt ihr keine eigenen 16mm-Tonfilmprojektoren gebaut? Eumig war doch der weltweit größte Filmprojektorenhersteller!

Nicht zu vergessen, die Musiker Wolfgang Amadeus Mozart und Falco (Hans Hölzel) "Rock me Amadeus"
 

Edited by Martin Rowek (see edit history)
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Konntest Du den Projektor vorher nicht testen, oder war er geschenkt?

 

Ohne Schwungrad jault es gewaltig. Auch wenn die Tonrolle nicht mitläuft ist der Sound spürbar schlecht.

 

 

Am 2.10.2022 um 13:46 schrieb Wiener:

Ja, der Projektor kann Lichtton.

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vor 20 Stunden schrieb Martin Rowek:


Ja, Kinoton hat mehrere ungewuchtete Blechscheiben verwendet, die sogar noch mit Hammerschlaglack versehen wurden 😄
 


Schöne Grüße an die Eumig-Stadt Wien! Warum habt ihr keine eigenen 16mm-Tonfilmprojektoren gebaut? Eumig war doch der weltweit größte Filmprojektorenhersteller!

Nicht zu vergessen, die Musiker Wolfgang Amadeus Mozart und Falco (Hans Hölzel) "Rock me Amadeus"
 

 

Servus zurück nach Frankfurt (Oder) 😉 Der Tod Falcos 1998 war eines der ersten großen Medienereignisse, an das ich mich erinnern kann (war damals fast 8).

 

Ich denke, Eumig hatte sich vor allem auf 8mm etc. konzentriert, es gab meines Wissens nach in Ö. 16mm Projektoren, die ähnlich vermarktet wurden wie der "Schulprojektor" Siemens 2000 in der alten BRD, z.B. Eumig P26 und Varianten. Meinen Bauern habe ich mir deswegen geholt, weil mir a) das Design sehr gefällt b) die Filmführung schon sehr toll ist (finde ich) c) ausreichend Unterlagen und Material für die Wartung da ist (wichtiger Punkt MMn)

 

Werde mir jetzt eher keine Sammlung an Projektoren zulegen, sondern das Ziel ist schon ihn wieder zum (vollständigen) funktionieren zu bringen. Ton ist eher nebensächlich, da ich nicht vertone, aber ich denke es könnte auch Auswirkungen auf den Filmtransport haben... Ist aber nicht erste Priorität.

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Servus nach Wien,

1998 war ich doppelt so alt, nämlich 16 😉 8 und 16 😉
Anfang diesen Jahres habe ich einen österreichischen Biopic-Film aus dem Jahre 2008 gesehen: "Falco - Verdammt wir leben noch" mit Manuel Rubey.

Ja, der Bauer P8 ist nicht schlecht. Ich habe selbst einen Bauer P8 mit Licht- und Magnetton. Ich nutze aber lieber japanische Hokushin-Projektoren. Die sind m. E. besser als Bauer-Projektoren, weil kompakter und komfortabler. Im Hokushin SC-10 kann der Film von Hand eingelegt werden und dank eines rotierendes Einfädelarms auch automatisch eingefädelt werden. Für Profis und Lehrer gleichermaßen geeignet 😉. Mein erster Hokushin stammt von einer Wiener Universität. Ein offenbar zerstreuter Professor schickte mir aber erst einen anderen Projektor zu 🙂

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