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BAUER B14 - RESTAURATION - NEUAUFBAU


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo Manfred,

Ich habe dieses Teil gefunden. Aber, lang lang ist's her, ich habe mich insofern geirrt, dass der Film doch nur

auf der Perfofläche geführt wurde. Nein, Du brauchst dieses Teil nicht zwingend, deshalb habe ich es ja auch bei mir

ausgebaut. Falls Du es aber zur Vervollständigung Deiner bewundernswerten Arbeit haben möchtest, schicke ich es gerne. Es ist neuwertig incl. der Schrauben. 

Ruckwarstlauf-Fuhrungsplatte.thumb.JPG.ea7534c512041dab119cc15c00009dd1.JPG

 

 

 

Auf diesem Bild ist die Filmandrucktüre eben der Rückwärtsvariante zu sehen. Der Pfeil zeigt die Führungsschiene,

die einen Stau des Films beim Rückwärtslauf des Schaltrades verhindert und den Film nach oben drückt. Es ist quasi die

Gegendruckplatte des oben beschriebenen Teils. Auch dieses kannst Du einfach ausbauen, es wird nur für rückwärts gebraucht.

Rucklauf-Fuhrung.thumb.png.7313c2d60479f3c2453d906a9ff4a7e3.png

 

Eine alte b14 Filmtüre muß ich auch noch haben. Morgen schaue ich nach.

 

Lieben Gruß

Klaus

 

 

  • Like 1
  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Klaus,

danke für dein Engagement bzw. deine Hilfe und Erklärungen. Das hilft mir sehr die verschiedenen Funktionselenente der Filmführung im Bereich der Filmtür besser zu verstehen.

Diese Führungsschiene wie Du es bezeichnest, habe ich gerade heute beim Wiederzusammenbau der Filmtüre "reingefummelt." Das ist wirklich eine hakeliche Angelegenheit diese kleine Exzenterachse seitlich durch die Andruckklappe und gleichzeitig durch diese Führungsschiene zu schieben.

Die Achse neigt ständig sich zu verkanten und die Spiralfeder die für die Klappenfederung zuständig ist einzustellen, ist auch eine echte Herausforderung. In der Rep.-Anleitung steht nur: Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge. Das ist allerdings nicht sonderlich hilfreich wenn Wochen vergangen sind, bis man wieder zum Zusammenbau kommt. Da helfen die zur Dokumentation hergestellten Bilder auch kaum, da man kaum eine Reihenfolge in der die Bauteile wieder zusammengesetzt werden müssen erkennen kann.

Ich benötige dieses Teil das Du mir angeboten hast nicht. Ich denke je weniger Bauteile in der Filmführung den Film berühren und mechanisch belasten um so besser. 

Was mich noch interessieren würde ist ob man für den Rückwärtslauf des Projektors nicht unbedingt diese Abhebevorrichtung für die Kufen benötigt. Ich dachte das wäre Voraussetzung.

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
Am 13.7.2026 um 09:43 schrieb dbx1000:

Samt vs. Kabelbinder: hat man das von Jens beschriebene Problem nicht mit Kabelbindern genauso? Auch hier wird die Bahn ja "dicker" durch die Kabelbinder, wie beim Samt auch.

Das hat aber keinerlei negativen Einfluß. Im Gegenteil, die Leitrollen drehen sich besser und zuverlässiger mit da der Film mehr Anpressdruck auf diese ausübt.  Ich benutze das nun schon über zwei Jahrzehnte so und habe keinerlei konisch abgelaufene Führungsrollen.  Ist natürlich nur Heimkinobetrieb. Im täglichen Kinoeinsatz mag das damals anders ausgesehen haben.

Geschrieben
Am 13.7.2026 um 09:48 schrieb Eremitage:

Hallo Thomas,

ich dachte immer Du wärst nur auf deine ELMO'S und das SUPER 8 Format fixiert.

Dein Betrag ist sehr interessant und hilfreich obwohl ich mich mit dem Gedanken an Kabelbindern auf der Filmbahn immer noch nicht so recht anfreunden kann. Welche Maße haben die denn..? Breite/Stärke.. 

Jens hat ja dazu schon etwas bemerkenswertes geschrieben in Bezug auf die Tatsache, dass Samtband letztlich den Filmkanal enger macht und die Filmführungsrollen dafür im Durchmesser nicht ausgelegt sind. 

Ich sehe schon dass es hier sehr unterschiedliche Überzeugungen gibt.

Mir leuchtet allerdings ein, dass die Lösung für die perfekte Filmführung noch offen ist.

Nein, ich betreibe auch seit 1995  35mm  mit einer von mir restaurierten Bauer Sonolux. 

Es gibt unterschiedliche Meinungen im Bezug über die Nutzung von Samtband oder Kabelbinder.  Das Samtband ist sehr schnell verschlissen und muß ständig erneuert werden. Kabelbinder dagegen halten mehrere Jahre bevor sich leichte Unschärfen einstellen.  Dann kommen halt neue drauf und gut is.   Ich habe mir vor Jahren mal bei Conrad eine Tüte Panduit Kabelbinder bestellt. Die sind 188mm lang und 4,8mm breit.  Ich habe die genommen, weil sie nur 1,2mm dick sind. Die aus dem Baumarkt sind meist wesentlich dicker.  Ich bin auf Kabelbinder gegangen, weil meine Filmbahnen aus Stahl allesammt stark mit Rostlöchern versehen waren und sind. Darauf kann man keine Kopie mehr spielen.  Ist ja auch nach 80 Jahren kein Wunder das das passiert. Kommt wahrscheinlich auch vom Samtbahnkleber, der den Stahl über viele Jahrzehnte rosten läßt.

Nichts desto trotz, bei mir läuft das seit vielen Jahren gut und sollten die Leitrollen irgendwann einmal eingelaufen sein kommen auch da neue rein. Habe mich rechtzeitig um Ersatz bemüht.

Geschrieben

Hallo nochmal!

Anbei ein paar Bilder von meiner Filmbahn mit den Kabelbindern.  Ich habe sie nicht aufgeklebt, sondern auf der Rückseite in den Freimachungen für das Samtband mit M2 Schrauben festgeschraubt.

Reparatur 041.jpg

Reparatur 043.jpg

Reparatur 044.jpg

Reparatur 045.jpg

Reparatur 042.jpg

  • Thumsbup 2
Geschrieben
vor 35 Minuten schrieb Thomas007:

Hallo nochmal!

Anbei ein paar Bilder von meiner Filmbahn mit den Kabelbindern.  Ich habe sie nicht aufgeklebt, sondern auf der Rückseite in den Freimachungen für das Samtband mit M2 Schrauben festgeschraubt.

Reparatur 041.jpg

Reparatur 043.jpg

Reparatur 044.jpg

Reparatur 045.jpg

Reparatur 042.jpg

Das ist für Bildschärfe und Langlebigkeit der Kopien (speziell die SRD-Spur) die beste Lösung, also nach Stahl direkt.

  • Like 1
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Thomas,

danke für deine Doku bezüglich der Filmführung am Filmfenster.

Da kommt ja richtig Schwung in den Treat.. 👍🏻

Ich habe mal die Filmbahn der B14 (beide Maschinen gleich ausgestattet) fotografiert. Die Ausnehmung auf der Rückseite zur Befestigung der Kabelbinder, müsste ich falls ich das konstruktiv irgendwann mal umsetzen möchte nachbearbeiteten. Die Filmbahn sitzt flächenbündig in ihrer Halterung vor dem Filmfenster. Wenn ich sie so wie sie jetzt ist mit Kabelbindern bestücken würde, könnte ich sie nicht in die Halterung einschieben. Die Stege von zwei der vier kleinen Taschen auf der Rückseite der Filmbahn, müssten erst entfernt werden. Und das eine Verschraubung durchführbar ist, halte ich auch für sehr fragwürdig. Die Schraubenköpfe müssten so flach sein, dass sie nicht über die rückseitige Fläche der Filmbahn hinausschauen.

Foto: Filmbahn Vorderseite..

IMG_20260717_111957.thumb.jpg.32d6afdb91d5af385bd76c9bed6dc5fe.jpg

..und Rückseite.

IMG_20260717_112007.thumb.jpg.219eeddeee3717cb242500ae2b6c6c24.jpg

Ich gehe mittlerweile davon aus, dass ich bei dem guten Zustand der Filmbahnen (plural) auf Samtband oder Kabelbinder verzichten kann. Auch bei den Kufen (Pertinax unbenutzt) sehe ich keine Notwendigkeit umzurüsten. Darf man nicht vergessen, die Maschinen werden ja nur zu privaten Zwecken genutzt.

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb Film-Mechaniker:

Einfach entfetten mit Aceton und Samtband mit Gummileim aufkleben

Also doch Samtband..?

Ich habe ja in der einen B14 noch das Samtband auf der Filmbahn aufgeklebt.

Hatte seinerzeit der Filmtechniker Dieter Lintz gemacht. Im Vergleich habe ich mal einen Filmstreifen in den einen Projektor eingelegt und dann direkt den gleichen Streifen in den anderen Projektor. Dabei habe ich einfach den Filmstreifen bei geschlossener Filmtüre nach oben durchgezogen.

Ergebnis: Selbst bei Minimaleinstellung des Kufendruckes ist der Widerstand, also die Klemmwirkung bei Samtband bedeutend höher, als auf dem blanken Metall der Filmbahn. Ursache, Verengung des Filmkanales, ist ja bekannt. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass der Unterschied so groß ist. Das Ergebnis  spricht eigentlich dafür, dass Samtband wegzulassen.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Eremitage:

Dabei habe ich einfach den Filmstreifen bei geschlossener Filmtüre nach oben durchgezogen.

 

Das war natürlich grundfalsch. Das Samtband wird vom Film in eine Richtung gebürstet. Wenn du da in die andere Richtung zupfst, stimmt nichts mehr.

 

Ein Vorzug von Samt ist, daß es Unebenheiten der Andrückkufen ausgleichen kann. Das heißt zwar nicht, daß man diese krumm benutzen soll, aber wenn man den Film mit ausgewetzten Kufen gegen den ebenen Stahleinsatz drückt, stimmt auch etwas nicht.

 

Ich bin mir sicher, daß Ihr das versteht.

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb Film-Mechaniker:

Darum geht es ja. Weil der Reibungskoeffizient bei Samt größer ist, kann man den Kufendruck zurücknehmen, was die Belastung von Film und Maschine verringert.

Ich will dir ja nicht auf die Nerven gehen..

..aber kommt das nicht auf's gleiche raus..? Wenn ich Samt auflege verenge ich den Filmkanal und kann somit den Kufendruck zurücknehmen.

Wenn ich das Samtband rauslasse, muss ich den Kufendruck auch nicht rausnehmen, da der Filmkanal nicht weiter verengt wird.

Ich sehe dass eher so, dass egal welches Material am Film auf der Filmbahn anliegt es immer um die Gleiteigenschaft und Dauerhaftigkeit des Materials geht.

Den Kufendruck kann ich ja immer (natürlich bis zu einer gewissen Grenze) individuell anpassen. 

Wie groß dann der Reibungsunterschied zwischen Metall, Samt, Pertinax oder Superdeluxe ist, wäre dann die physikalische Größe die wirklich interessant herauszubekommen ist..👍🏻

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Film-Mechaniker:

Das war natürlich grundfalsch. Das Samtband wird vom Film in eine Richtung gebürstet. Wenn du da in die andere Richtung zupfst, stimmt nichts mehr.

Das Samtband ist schon stark abgelaufen, macht also kaum einen Unterschied.

Und wie ist das mit dem Rückwärtslauf bei der B14..? Müssten da die Kufen nicht abgehoben werden. ? Sonst wäre die Bürstrichtung des Samtbandes ja auch störend.

Andererseits möchte man ja auch eine Rückwärtsprojektion verwirklichen. Das ginge dann nur mit anliegenden Kufen.

Sorry, ich habe die Maschinen halt noch nicht in Betrieb gehabt. Und man möchte es nicht glauben aber solche Details stehen nicht in der Bedienungsanleitung.

 

Geschrieben

Das mit der Verengung des Filmkanals mußt du aus dem Kopf entfernen. Die Andrückkufen sind hinterfedert. Das einzige, was mit einer Auflage geschieht, ist (wie weiter oben schon gesagt) eine leichte Verlagerung des Films, die man beim Scharfstellen ohne darüber nachzudenken aufhebt.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Eremitage:

Hallo Thomas,

danke für deine Doku bezüglich der Filmführung am Filmfenster.

Da kommt ja richtig Schwung in den Treat.. 👍🏻

Ich habe mal die Filmbahn der B14 (beide Maschinen gleich ausgestattet) fotografiert. Die Ausnehmung auf der Rückseite zur Befestigung der Kabelbinder, müsste ich falls ich das konstruktiv irgendwann mal umsetzen möchte nachbearbeiteten. Die Filmbahn sitzt flächenbündig in ihrer Halterung vor dem Filmfenster. Wenn ich sie so wie sie jetzt ist mit Kabelbindern bestücken würde, könnte ich sie nicht in die Halterung einschieben. Die Stege von zwei der vier kleinen Taschen auf der Rückseite der Filmbahn, müssten erst entfernt werden. Und das eine Verschraubung durchführbar ist, halte ich auch für sehr fragwürdig. Die Schraubenköpfe müssten so flach sein, dass sie nicht über die rückseitige Fläche der Filmbahn hinausschauen.

Foto: Filmbahn Vorderseite..

IMG_20260717_111957.thumb.jpg.32d6afdb91d5af385bd76c9bed6dc5fe.jpg

..und Rückseite.

IMG_20260717_112007.thumb.jpg.219eeddeee3717cb242500ae2b6c6c24.jpg

Ich gehe mittlerweile davon aus, dass ich bei dem guten Zustand der Filmbahnen (plural) auf Samtband oder Kabelbinder verzichten kann. Auch bei den Kufen (Pertinax unbenutzt) sehe ich keine Notwendigkeit umzurüsten. Darf man nicht vergessen, die Maschinen werden ja nur zu privaten Zwecken genutzt.

Die Stege müssen oben nicht entfernt werden, Da auf der Gegenseite, da wo die Filmbahn eingehängt wird oben auch Freimachungen sind, wo das samtband oder auch die Kabelbinder eintauchen können.  Unten sieht es anders aus. Hier muß beim anpassen der kabelbinder sehr genau gearbeitet werden. Die Schraubenköpfe von den M2 Schlitzschrauben habe ich nach dem anziehen bündig mit der Auflagefläche beigefeilt.  Das muß man nur einmal machen. Bei einem Wechsel der Kabelbinder ist darauf zu achten, das man die abgefeilten Schrauben dann auch wieder nur unten einsetzt. das Ganze ist ein wenig fummelig aber es geht. Zur Not kann man die Kabelbinder ja auch auf die Bahn aufkleben, dann müssen die gar nicht nach hinten umgebogen werden. Es gab dafür mal einen speziellen Sekundenkleber. Einige alte Hasen hier wissen bestimmt noch wie der hieß.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb showmanship:

Das ist für Bildschärfe und Langlebigkeit der Kopien (speziell die SRD-Spur) die beste Lösung, also nach Stahl direkt.

Ich benutze bei mir im Heimkino eh nur die analoge Lichttonspur aber die Schärfe ist über sehr lange Zeit konstant und das Ganze läuft sehr leise.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Eremitage:

Andererseits möchte man ja auch eine Rückwärtsprojektion verwirklichen. Das ginge dann nur mit anliegenden Kufen. Sorry, ich habe die Maschinen halt noch nicht in Betrieb gehabt.

 

Rückwärtsprojektion ist mit einfachem Schaltrollenantrieb nicht möglich. Du kannst den Film nicht durch den Kanal schieben, nur ziehen.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Film-Mechaniker:

Rückwärtsprojektion ist mit einfachem Schaltrollenantrieb nicht möglich. Du kannst den Film nicht durch den Kanal schieben, nur ziehen.

Das heißt im Grunde dass die B14 Rückwärtstransport des Filmes (bei abgehobenen Kufen) konnte,

Rückwärtsprojektion dagegen nicht.

Geschrieben
vor 18 Minuten schrieb Film-Mechaniker:

 

Rückwärtsprojektion ist mit einfachem Schaltrollenantrieb nicht möglich. Du kannst den Film nicht durch den Kanal schieben, nur ziehen.

Bauer Studio maschinen liefen ohne Samt. Der Rückwärtslauf funktionierte dank des Gleitstückes einwandfrei. 

Bei der FP30s klappte es ja auch, oder bei der fp38 die hier neben mir steht 

Geschrieben

Ich habe mal eine Filmtonmischung mit 35mm Bild und vier verkoppelten 17,5 Perfoläufern miterlebt. Es war eine Bauer Studiomaschine, der Rücklauf erfolgte zwar mit Bild, aber sehr unruhig "verzittertem" Bildstand. Lang ist's her!

Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb magentacine:

Ich habe mal eine Filmtonmischung mit 35mm Bild und vier verkoppelten 17,5 Perfoläufern miterlebt. Es war eine Bauer Studiomaschine, der Rücklauf erfolgte zwar mit Bild, aber sehr unruhig "verzittertem" Bildstand. Lang ist's her!

Habe ich heute mal mit einem Filmstreifen ausprobiert. Filmbahn unbeschichtet, also blanker Stahl und Pertinax Filmkufen. Das hat eigentlich vorwärts wie rückwärts gut funktioniert. Allerdings habe ich das nur durch drehen am Handrad getestet. Mit Motorantrieb dürfte das bei höherer Geschwindigkeit nochmal kritischer zu betrachten sein.

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